Über die Anfänge – (Buch 7 – Buch Passion)

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„Über die Anfänge“ könnte traditionell Gläubige enttäuschen und AtheistInnen zum Glauben anregen, haben beide ihre Positionen liebgewonnen, wird, im Interesse aller, vom Studium dieses Blogs abgeraten.
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genesisch/genesianisch, von „Genesis“  = ad fontes und reentrisch.

H I N W E I S  :      Die Datierung folgt dem achsenzeitlichen Zeitkalender – „n.A.“ nach der Achsenzeit, „a.A.“ after Axialage, nicht dem – zu wenig globalen, zu ausschliesslichen  –  christlich-gregorianischen Zeitkalender – Zu diesem Zeit- und Kulturwechsel – zu dieser globalen „Erdung“ unserer Kultur siehe- Über die Anfänge Buch 1 – 2. Teil, ab S. 34 bis 1).—

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Wir befinden uns in Buch 7: Buch Passion – die anderen Bücher von Über die Anfänge (ÜdA) werden teilweise vorausgesetzt, wo sie nicht überholt oder für sich bleiben werden. Kenner/Kennerinnen des Blogs wissen: dass  von „hinten“ nach „vorne“ zu lesen ist.

 

Kenner und Kennerinnen des Blogs wissen, dass von „unten“ nach „oben“ zu lesen ist, der Aufbau des Textes folgt der Zeitchronologie. Der Verständnishilfe-Vermerk (Vk) verweist auf Vorkenntnisse aus ÜdA.

Die Differenz „Originalchristentum/Pseudochristentum“ wird hier, gemäss den entsprechenden Texten, vorausgesetzt. Wird hier „christianisiert“ oder „christlich“ geschrieben, ist „pseudo-“ hinzuzudenken – vergleichbar mit Pseudodiogenes, Pseudoaristoteles (ein Autor aus dem 15. Jh.), wird originalchristlich gemeint, wird es ausgeschrieben.

H I N W E I S : Der Text wird laufend korrigiert – es empfiehlt sich daher, ab und zu eine Aktualisierug durchzuführen.

– wie immer empfiehlt es sich – chronologisch zu lesen – also 11.12.2521 – dann 12.12.2521 – usw

28.12.2521

Über Gesetzesumgehungskriminalität. Im Konkurrenzkapitalismus wird sie systematisch gefördert, im Kooperationskapitalismus verliert sie an Bedeutung, privatisiert sie sich. Da sich der Staat der Gesellschaft durch die Wirtschaft refinanziert, muss er automatisch zum Agenten, aus Selbsterhaltung zum Förderer und Erhalter dieser Wirtschaft werden. Gerade im Konkurrenzkapitalismus ist es wichtig, dass die Rahmenbedingungen, gesetzlich, steuerrechtlich, etc. möglichst für alle Unternehmen gleich sind. Dass Wettbewerbsvorteile nicht im Betrügen des Staates, im Umgehen seiner Gesetze, sondern in den Leistungen der Produkte und Angebote realisiert werden. Deswegen macht es mehr Sinn, Gesetzesumgehungskriminalität international, zumindest gesamt-europäisch, statt nur national-europäisch zu bekämpfen.

27.12.2521

Das Anti-Schlupfloch-Gesetz (Über Wirtschaftskriminalität). Um das Wirkungsfeld einfallsreicher Rechtsanwälte und ihrer grosskapitalistischen Klientel einzuschränken (auch die kleinkapitalistische Klientel ist davon nicht gefeit, Hauptintention dieses Gesetzes richtet sich jedoch auf die grossen Fische), braucht es ein Gesetzesumgehungsverbotsgesetz, kurz „Anti-Schlupfloch-Gesetz“ oder „Toennies-Gesetz“, das eine an die neue Gesetzeslage adaptierte Gesetzesumgehung, die hauptsächlich dazu da ist, möglichst die alte Gesetzeslage herzustellen, verbietet. Grossschlachter Toennies, der auf eine Gesetzesmassnahme der Regierung, Werkverträge für Unternehmen mit über 50 Angestellten zu verbieten, 15 Tochtergesellschaften mit 50 Angestellten gründete, unternahm diese Massnahme nur um dieses Gesetz zu unterlaufen, um den vormaligen Konkurrenz- und Renditevorteil zu erhalten. Mit dem Anti-Schlupfloch-Gesetz wird solchem Handeln der Riegel vorgeschoben. Wie könnte die Zukunft nach der Einführung dieses Gesetzes aussehen?  Gesetzesumgehung durch illegale und/oder pseudo-legale Massnahmen wird strafrechtlich relevant – ebenfalls der Begriff der „Pseudolegalität“, mit dem das Gesetzesumgehungsverbot operiert. Dabei sind die Kriterien dafür zu präzisieren, z.B. die Zeitnähe und Beziehung der Umgehungsmassnahme zur neuen Gesetzeslage oder zur öffentlichen Diskussion darüber, die Einschätzung des Potentials ihres Nutzens dieser Massnahme: wie gross ist dieser für den Unternehmer, für das Unternehmen im kapitalistischen Konkurrenzkampf und staatlichen Umfeld, wie gross der Schaden für die von dieser Massnahme  betroffenen Arbeitnehmer oder, bei Steuerhinterziehung, für Staat und Gesellschaft? Diese Einschätzung fliesst in die Taxierung des Strafmasses ein.
Das Anti-Schlupfloch-Gesetz dient auch dem Kampf gegen die grossvolumige Steuerhinterziehung (Konzerne; Grossbetriebe mit über 50 Angestellten)- Damit der Prozess (Verwarnung, Ultimatum (oder kein Ultimatum, sollte es Unternehmen animieren, gesetzesumgehungskriminell zu werden), Busse, Rekurs, etc.), den die Staatsanwaltschaft gegen das betroffene Unternehmen einleitet von diesem nicht ewig in die Länge gezogen werden kann, mit dem Effekt, auch dadurch eine schleichende Umgehung, zumindest Verzögerung der In-Kraft-Setzung der neuen Gesetzes- und Wirtschaftslage zu betreiben, müssen Staatsanwaltschaft, Wirtschaftspolizei und Gericht, wie auch das Gesetz entsprechend gut ausgestattet sein. Das Bekämpfen von Wirtschaftskriminalität muss sich durch einen besonders effizienten Vollzug und hohe Rechtsmacht auszeichnen gerade angesichts der Grösse der kriminellen Energie und des pekuniären Volumens der wirtschaftlichen Gesetzesumgehungskriminalität, für die Scharen von Rechtsanwälte (Wirtschaftsanwälte), Unternehmensberater und im Fall der Steuerhinterziehung Vermögensverwalter tätig sind.

26.12.2521

Über Staatskriminalität. Unter Staatskriminalität fallen aus Sicht des Europäischen Sicherheitsmodells alle Massnahmen eines staatlichen Nachbarn, Hausfriedensbruch im grossen Rahmen, also die Verletzung von gesamt- oder national-europäischem Hoheitsgebiet zu begehen. Insofern steht jede Armee eines Nachbarn, die mehr eine Angriffs- als eine Verteidigungsarmee ist, unter dem Verdacht der Staatskriminalität. Unter dem Generalverdacht von Staatskriminalität steht ausserdem jeder Geheimdienst eines Staates, jedes Armeelabor eines Staates, jede Zentrifuge eines Staates, die über den zivilen Nutzen hinausgeht.  Bei Israel sind die territorialen Grenzen zu den Nachbarn nicht längst abgesteckt und etabliert wie in Europa, jeder wirft dem anderen Hausfriedensbruch, schwere und schwerste Staatskriminalität vor, Geheimdienste sind dort ein Arm des Militärs, der Landesverteidigung, aber auch der als rechtmässig betrachteten Eroberung. In Europa ist der Hausfrieden unter Nachbarn soweit und solange etabliert nach Jahrhunderten des Krieges, dass es hauptsächlich darum geht, darum gehen kann, die Botschaften und Einflüsse Russlands, der USA und Chinas zu entfernen und besser zu kontrollieren und nutzbar zu machen (kooperativ zu gestalten). Im Kooperationskapitalismus lohnt sich Staatskriminalität nicht mehr, im Konkurrenzkapitalismus wird Staatskriminalität hochgepuscht, insofern schaufelt er sich sein Grab, bedroht sich der Staat mit seiner eigenen Staatskriminalität – eine Eskalationsform von Staatskriminalität ist Krieg, Eroberungs- und Verteidigungskrieg oder eine kriegerische Form der Ausrottung des „Feindes“, insofern war die Judenverfolgung der Nazis eine schwere Form der Staatskriminalität.

25.12.2521

Nochmals zum Europäischen Sicherheitsmodell [ES] als Alternative zum bestehenden Sicherheitsmodell (siehe dazu die Blogs „Europia“ und „Antiaphoristika“, dort die Thematik, dass die Gesellschaft, nicht ihr Staat, einen Selbstzweck hat, Selbstzweck ist).

25.12.2521

Das Europäische Sicherheitsmodell ist ein Paradigmenwechsel in der Sicherheitspolitik für Demokratien, die die technisch wachsenden Möglichkeiten der Geheimdienste, Grundrechte und Vorgänge der Meinungsbildung zu unterlaufen und zu manipulieren, gegen diese richten und damit ihre Souveränität besser absichern. Das heisst, die Gesellschaft der Demokratie ist zur Einsicht gekommen, dass der Nutzen von Geheimdiensten, die sie finanzieren,  verglichen mit dem Schaden, den sie anrichten können, zu riskant und damit zu klein geworden ist. Dass der Begriff Staatskriminalität und Geheimdienstkriminalität für sie, für ihr Rechtssystem, justiz- und polizeiwirksam werden soll.  Das Europäische Sicherheitsmodell zieht für die Sicherung von Demokratien politische Konsequenzen auch aus den Entdeckungen Snowdens (2013) (siehe Glenn Greenwald: Die globale Überwachung (2015)). Eine davon lautet, der einzige Geheimdienst, der in einen Rechtsstaat passt, ist der „Geheimdienst“ gegen Geheimdienste. Das Europäische Sicherheitsmodell lässt den Souverän nicht ungeschützt – im Gegenteil, es setzt auf das allgemeine Verbot und die Verfolgung der Geheimdienste und deren Transformation in Spezial-Polizeien, die dieses Verbot durchsetzen, die mit adäquaten Mitteln aktiv in Europa (und dort, wohin das ES exportiert wurde) Geheimdienste verfolgen, flankiert von politischen Massnahmen wie die Einführung von Diplomatie light sowie der Wechsel von einer weltweit dominierenden konkurrenzkapitalistischen zu einer immer mehr kooperationskapitalistischen Lebens- und Zusammenlebensweise. Geheimdienstkriminalität wird zum Begriff der Justiz, des Rechtsstaats von einer Gesellschaft sein, die diese Form von Kriminalität sich und anderen (im eigenen Hoheitsgebiet) verbietet. Weiter ist es nun Aufgabe einer Polizei, zusammen mit Staatsanwaltschaft und Regierung, die eigene Polizei zu überwachen, einer anderen, gegen Staatskriminalität (Spionage, etc.), gegen organisierte Kriminalität (Mafia, Clan-Kriminalität) und gegen Terror, definiert als politisch und religionspolitisch motivierte Schwerkriminalität, vorzugehen, neben dem üblichen Kriminalitätsbereich.

25.12.2521 (2)

Das Sollziel des ES: Das Europäische Sicherheitsmodell -von ÜberzeugungstäterInnen richtig und konsequent durchgesetzt – sichert besser als das bestehende Geheimdienst-Staat-Polizei-Modell, dass in einer Demokratie der Souverän das Volk ist und bleibt, nicht der Staat, sein Regierungskomplex und eine leicht zweckentfremdet einsetzbare Exekutive.

24.12.2521

Die religiöse frauenpositive Antwort auf die abrahamische Grosssekten-Misere ist die Änigmatische Bewegung. Die religiöse lebenspositive Anwort auf die buddhistische Grosssekten-Misere ist die Änigmatische Bewegung.

24.12.2521

In Celsus Schrift: Gegen das Christentum, publiziert im 178 Jahr nach Christus Geburt – angeblich, ganz genau ist das Geburtsjahr des historischen Jeshua nicht festzustellen – lässt sich beobachten, wie sich sogar die damalige Kritik des Christentums im Paulinismus schier unentwirrbar verstrickt, wie mächtig, wie wirrmächtig und wirkmächtig, dieser im zweiten Jahrhundert nach dem historischen Jeshua geworden ist. Denoch ist Celsus Nähe zum im Aufschwung begriffenen paulinistischen Christentum wie zu den etablierten Altreligiösen Gebräuchen seiner Zeit einiges an Einsicht zu verdanken – etwa die, dass die Idee der Jungfrauengeburt oder die Begattung einer Frau durch einen Gott, spätestens nach Nicäa „Heiliger Geist“ genannt, altreligiösen Vorstellungen wie die Begattung einer Frau durch einen kurzfristig in einen Mensch/Mann verwandelten Gott entstammt, wobei Begattung und Vergewaltigung, Verführung und Begattung in einem fluiden Feld begriffen sind, Gott Zeus zu „allem“ fähig war.

24.12.2521

Grenzen innerchristlicher Kritik. Vom inneren Aufbau der Grosssekte hat nichts verstanden, wer den systemisch angelegten Massen-Kindermissbrauch (siehe hierzu Über die Anfänge – Buch Leben) und Ausschluss der Frauen in der Katholischen Kirche, der abrahamischen Grosssekte singulär und inwändig, statt grundsätzlich und von Aussen kritisiert.

24.12.2521

Grenzen innerchristlicher Kritik. Kebekus brave „innerkatholische“ „Kritik“ schwankt zwischen der frühen Mary Daly und Oskar Panizza, nur nicht so geistreich und atheistisch.

24.12.2521

Grenzen innerchristlicher Kritik. Die Kabarettistin Caroline Kebekus, die sich Christin nennt, de facto „Paulinistin“ mit feministischem Anstrich ist, sieht nicht – sähe sie es, wäre sie nicht mehr Christin, geschweige Paulinistin – wo Luthers Reform stecken blieb, wo der Paulinismus das Originalchristentum überschrieb und wie Anti-Judaismus die Überlegenheitsekstase dieser Sekte prägte. Ihr „Christentum“ ist das des zweiten , vor allem aber wie für Luther das nicäaische Christentum des frühen vierten Jahrhunderts nach dem historischen Jeshua, also das, das endgültig das Originalchristentum so wie das Altjudentum unter und hinter sich gelassen zu haben glaubte und glaubt.

23.12.2521

Postabrahamische Aufklärung zeigt innerchristlicher Kritik die Grenzen auf. Aus postabrahamischer Sicht lassen sich zum Beispiel die Paulus-Briefe ernsthaft, solide, nur redekonstruktiv lesen und de facto nur kontextualisiert entschlüsseln.

23.11.2521

Der Erste Guru ist die Mutter (meistens).

23.12.2521

Über das Elementarrational dieser Welt. Paulus-Briefe. Aus postabrahamischer Sicht lassen sich die Paulus-Briefe ernsthaft, solide, nur redekonstruktiv lesen. Alles andere ist: Der Guru spricht und der, die Hörige denkt sich, es wird schon gut, gut gemeint sein, was da vor sich geht (Celsus ärgerte sich über die Christen „Sie leben nach dem Motto: prüfe nicht, sondern glaube!“Gegen die Christen, S. 47): , ähnlich wie das Kleinkind, das noch nicht dem Wortlaut der Mutter den propositionalen Inhalt zuzuordnen weiss und auch nicht muss, wohl aber schon pränatal ihre Stimme und Stimmung vernimmt und erste „prä-präpositionale Emphase-Übertragungen macht („Stimmung einfängt“)  – bis es „Nein“ zu verstehen, zu denken, zu differenzialisieren beginnt, „Nein, tue das nicht, zu sich sagend: das tut sonst weh“ (dafür muss es unbedingt diese Sich- oder Selbst-Instanz besitzen, die Instanz, die mit Intelligenz und Erinnerung über Wohl und Weh von sich durch sich zu entscheiden hat, einiges davon ist Schutzinstinkt geworden (Augenblinzeln, etc.)), „nein, das sollst du nicht“, „nein, das darfst du nicht.“, sagt ihm das Parental, in dem es ihm die Reaktion, die „Ja“ beinhaltet, vormacht, ihn aus der Gefährdung oder Gefahr nimmt, die das „Nein“ beinhaltet. Wahrscheinlich bringt ihm die Umwelt, die fürsorgliche, die erste Ja- und die erste Nein-Sager-Phase bei –  sogar die – meistens passagere – „Trotzphase“, in der die Klugheit um das fehlt, was die blinde, um nicht zu sagen blöde Selbstbehauptung nicht. Lehrmeisterin wird auch die fürsorgelose, materielle Umwelt – in der jede Physisteme, auch die menschliche, zu einem elementaren Physik-Versteher wird, egal, wie verschwurbelt sein Kopf,  wie stark mit Aberglauben besetzt ihr Kopf auch immer ist. Durchsetzen wird sich das elementarkausale Verständnis dafür, mit der eine bleibende, erinnernde Differenzierung einher geht, dass diese Handlung den Tod oder Schmerzen bereitet, und zwar immer, auch in Zukunft (z.B. den Kopf anstossen) und jene nicht.  An dieser „Elementarphysik“ und „Elementarrationalität“ kommt keine Physisteme dieser Welt vorbei.

22.12.2521

Der Unterschied zwischen innerkatholischer, innerchristlicher Kritik und postabrahamischer Aufklärung ist ungefähr so gross wie der Unterschied zwischen Woodo-Zauberei und Ethnologie, die sie beobachtet und studiert.

21.12.2521

„….würde das Meer….mich emporheben über mich selber und ….mir helfen, ohne Hass zu sterben“ und ohne Angst.

21.12.2521

Wasser zu Wasser, Grund zu Grund. Die Losung der Änigmatischen Bewegung, geht es um die Religion des Todes, heisst nicht „Erde zu Erde, Staub zu Staub“, sondern „Wasser zu Wasser, Grund zu Grund“.  Aus dem Wasser stammt das Leben und in das Wasser kehrt es zurück. In Albert Camus mediterranophilem Essay Das Meer (Bordtagebuch) heisst es dazu: „Müsste ich sterben, umringt von kalten Bergen, ungekannt von allen, von den meinen verstoßen, würde das Meer im letzten Augenblick meine Zelle füllen und mich emporheben über mich selber und würde mir helfen, ohne Hass zu sterben.“ (Das Zitat stammt aus Nils Markwardts „Meer denken„).

20.12.2521

Wie Gysi die Mauer zu Fall brachte. Anmerkung zu einer Gysi-Sendung im deutschen öffentlich-rechtlichen TV. Die ganze Bundesrepublik beschäftigte die Frage: War Gysi ein IM [= Inoffizieller Mitarbieter, Spitzel des Geheimdienstes (Stasi)?]  Die DDR-Oberen erkannten wohl früh – so unsere Arbeitsthese -, dass man Gysi, den Sohn des Herrn Kulturminister Gysi, nicht zu einem gemeinen IM machen kann, machen soll, sondern ihm eine extra inoffizielle inoffizielle Mitarbeit zu kommen lassen muss – Gespräche mit ganz Hochrangigen des Stasi-Apparats, wenn nicht mit Mielke selber, darunter ging es wohl mit Herrn Gysi, mit Sohnemann Gysi nicht. Ausserdem wird ihm, dem Strafrechtler, seine Eitelkeit verbieten, sich selber zu belasten, mit dem in Nach-Wende-Zeiten ruinösen Eingeständnis, merkte Gysis Schwester an, ein IM gewesen zu sein, egal ob ein kommuner oder ein VIP-IM des DDR-Regimes, das Gysi damals für reformierbar und erhaltenswert hielt. Hexenjagd basierend auf historischem Unverständnis und Post-hoc-Rechthaberei der „Siegerjustiz“ sollten ihn nicht zu Fall bringen. Dieses Geständnis, wird es nicht doch noch schwarz auf weiss nachgewiesen, wird Gysi wie seine Eitelkeit mit ins Grab nehmen. Als VIP-IM war er mehr als ein IM, damit hatten die Mielkes zwar auf ihn inoffiziellen Zugang und Einfluss, er aber auch auf die Mielkes. Führte er inoffizielle Gerichtsverhandlungen wie offizielle über einige seiner Mandanten, darunter Promis wie der Dissident Havemann?  (Was hätte ihnen Gysi über Havemann verraten können, was die Stasi nicht schon wusste?  Warum sollten sie Gysis Unterlagen dazu nicht eingesehen, seine Praxis nicht abgehört haben?) Gysi hat sicher nicht übersehen – was die TV-Doku indirekt andeutet -, dass er als Agent von Hegels List der Vernunft – nicht unmassgeblich am Fall der Mauer beteiligt war, sprach er doch an der grössten erlaubten Protest-Demonstration der DDR, am 4. November 1989 in Ost-Berlin vor rund 600 000 DDR-lern. Dass sie mit ihm so friedlich und offiziell hier standen, das war auch seine Idee, wenige Tage davor empfahl der ranghöchste Rechtsanwalt der DDR in einer TV-Runde mit Protestlern, sie sollten es doch mal mit einer legalen Demonstration versuchen, vom DDR-Recht rechten Gebrauch machen, statt es im Vornherein zu brechen, ausserdem empfahl er sich in einer anderen TV-Runde als Spezialist für Fragen des Ausreisens, was ihm, wie er – eitel über seine Eitelkeit schimpfend – bekannte, viel Post ins Haus brachte und – wäre hinzuzufügen – grössere Bekanntheit ins Land, denn ein viel brisanteres Thema als „Raus aus der DDR“ gab es damals in der DDR nicht. Ausserdem sprach an dieser Riesendemonstration direkt nach ihm Günter Schabowski, der weniger Applaus aber mehr Pfiffe als Gysi auf sich zog, derselbe, der fünf Tage später, am 9. November 1989, eine gysiartige Lösung des DDR-Rechts(staats)gebrauchs parat hatte, gysiartig auch im eiteln Sinn, dass Schabowski sich diesmal eines so grossen, ja viel grösseren Volksapplauses wie ihn kürzlich Gysi erhielt sicher sein konnte. Schabowski war für einen historischen Augenblick ganz der Mann Gysis, nicht nur der Mann des protestierenden Volkes. Die Folgen sind bekannt.

Hinweis für die letzten Einträge – wie immer empfiehlt es sich – chronologisch zu lesen – also 11.12.2521 – dann 12.12.2521 – usw.

19.12.2521

Zwei liebgewordene Missverständnisse bei Christen und Buddhisten – dass sie einer „welt-liebenden“, „körperlichkeits-liebenden“, „geburtlichkeits-liebenden“ Religion anhängen – Batchelor (S. 49): „Kurioserweise finden Westler die Idee der Wiedergeburt gerade beruhigend.“

18.12.2521

Um sich für die änigmatische Überlegenheitsekstase in anderen Religionen einzustimmen und einzulesen – sei für das (paulinisierte) Christentum empfohlen: Joseph Ratzinger: Der Gott des Glaubens und der Gott der Philosophen (Antrittsvorlesung an der Universität, wohin Theologen nicht gehören (1959, ND 2004)).  Für Änigmatische ist nach göttlicher Anschreibung, nach änigmatischer Akommunikation der Mensch von Geburt an bis zum Tod „Philosoph/Philosophin“, deswegen gibt es für sie die Kluft zwischen diesen beiden Gottheiten nicht, eine Scheinkluft, an die Christen und allenfalls Agnostiker glauben, der die Kluft zwischen Akommunikation (göttlich-menschlich) und Kommunikation (menschlich- menschlich) zugrunde liegt. Und für den Buddhismus sei empfohlen Stephen Batchelor: Buddhismus für Ungläubige (dt. 2003, engl. 1997), bei dem die Dharma-Praxis des Buddha, des Akommunizierten, bzw.  seinen AnhängerInnen, auf den Mut hinausläuft, das Änigmatische (hier: „das Unbekannte“) hinter den „Bildern, die wir uns von Himmel und Hölle und den Zyklen der Wiedergeburt machen“ (S. 52) zu akzeptieren. Ohne dass er damit bereits einen positiven Begriff, die Änigma. meinte bzw. sie und nicht Buddhas Dharma zu dessen wie überhaupt zu „der“ philosophisch-religiösen Grundlage machte.

17.12.2521

Ohne physische Dimension keine physistemische, ohne änigmatische Dimension keine physische.

16.12.2521

In-der-Welt-sein ist zugleich In-der-änigmatischen-Dimension-sein.

15.12.2521

Metaphysik und Physik haben sich mit Urschöpfung und Heilige Vierfaltigkeit zu beschäftigten, wollen sie nicht nur lächerlich reduziert  „usprungsphilosophisch“ oder „Weltanfangsforschende“ sein. Teilweise bewegt sich theoretische Physik bereits in Zeitkonzeptionen aus der änigmatischen Dimension unserer Welt, die einer „einfachen“ physischen Nachher-Vorher-Konzeption von Zeit-Raum-Ereignishaftigkeit und -Bewegung folgt. Physistemisch wird zwar diese Konzeption von Ereignishaftigkeit komplexer, transzendenter, reentrischer (wiedererinnerbarer), sie bleibt aber der physischen verhaftet. Ohne physische Dimension keine physistemische  Dimension.

14.12.2521

Heilige Vierfaltigkeit. Wir können also eine Überänigma, das Genesian, von einer Genesis der Änigma und einer änigmatischen Dimension und einer Genesis unserer Welt unterscheiden, in der patriarchalischen Sprache der abrahamischen Theologie: Gott, Gott Sohn und Heiliger Geist und akommunizierter Prophet, wobei hierbei die Weltdimension merkwürdig dünn und dürftig ausfällt, zu schweigen von der weiblichen, in der „Materie“ und „Magna Mater“ zusammenfallen.

13.12.2521

Die Hagia Sophia zur Moschee zu erklären (Juli 2020 christl. Zeit), ist ein bereits in der Defensive begriffener Versuch der dritten abrahamischen Überlegenheitsekstase, der der türkische Präsident innigst anhängt, äusserlich zu manifestieren und zu retten, was es noch zu retten gibt von ihren Welteroberungsplänen, die sich immer mehr verflüchtigen und nicht zuletzt bei der Änigmatischen Bewegung auf ihre unüberwindlichen Grenzen stossen werden. Die Änigmatische Bewegung hat die heilige Kraft, die Beerdigung und das Erbe jeder abrahamischen Grossekte zu sein, jeder buddhistischen, jeder hinduistischen, jeder daoistischen, jeder zarathustrischen, auch jeder atheistischen.

12.12.2521

Ob die abrahamischen Propheten kommunizierten wie akommuniziert oder akommuniziert kommunizierten ist wie die Spreu vom Weizen zu trennen.  Ist im nachhinein schwer möglich. So ähnlich wie akommunizierte Visionen von blossen Traumerscheinungen: erstere sind Teil einer Synchronizität, zweitere nicht.

11.12.2521

Änigmatischer Gottesbegriff. Die änigmatische Dimension, mit der wir zur Welt kommen und die Welt zur Welt kommt, Gott, die Änigma, umfasst den abrahamischen Gott, das buddhistische Nirvana (Wiedergeburtswunder), die hinduistischen Götter. Die einzige nicht sektenhafte Religion ist die Änigmatische Bewegung, jede andere muss sich absondern in Sektoren und erklärt diese Sektoren für global/universell, bleibt also provinziell, sektenhaft.

11.12.2521

Die Wiedergeburtserfahrung des Buddha entspricht einer Hypostase der aussergewöhnlichen Akommunikationserfahrung der Synchronizität, in der er die Kette vergangener und zukünftiger Leben akommuniziert „gesehen“ hat, sie kann also einen „wahren Kern“ enthalten. Die änigmatische Dimension differenzialisiert Zeit und Raum anders als die Genesis unserer Welt.

11.12.2521

Der abrahamische Gott ist aus änigmatischer Perspektive eine permingierte Ekstase oder Hypostase der Änigma (Geburten, Kreaturen des „Ewig Weiblichen“). Das Wesen der Akommunikation als Performanz der änigmatischen Dimension und Instanz der Verbindung mit Gott, der Änigma, verbirg diese Pseudotheologie hinter Imaginationen und Begriffen wie „Heiliger Geist“. Durch Akommunikation wird ein Mensch besonders „göttlich“ markiert wie auch die Änigma besonders menschlich, personal, vorstellbar als ein auf menschlicher Kommunikations- und Sinnesbasis kommunizierendes Wesen.

11.12.2521

Dass die änigmatische Dimension die „Göttlichkeit“ des Lebens und die „ganze Welt“ umfasst, gehört zur Grundlage hinduistischen Glaubens. Dieser Pantheismus ermöglicht es, für Ratten Tempel zu bauen und Kühe für heilig zu erkären, für eine hinduistische Sekte ist sogar das Töten jeden Tieres – Kleininsekten inbegriffen – ein unheiliger Akt. Richtig daran ist, dass es keine absolute Trennung und Grenze zwischen der Heiligkeit unseres Lebens und anderer Lebensformen gibt, obwohl wahrscheinlich auf dieser Erde nur unsere akommuniziert werden kann (vielleicht bilden wir uns das auch nur gerne ein – in christentümelnder Sprache lautet diese Einbildung: „Gott hat dem Menschen ins Herz gesenkt, damit er dadurch, dass er ihn erkennt und liebt, auch zur vollen (…) Wahrheit über sich selbst gelangen könne“ (Ratzinger (1959, ND 2005), S. 45 – dieser Herrenglaube, der eine Illusion, eine eitle Propaganda der „vollen Wahrheit“, eitel  angesichts des Änigmatischen, verbreitet, überträgt in der Imagination die ursprüngliche Fürsorgedimension der Mutter (müttlerlichen Physisteme) auf ihren Gott, permingiert sie in der Wiedererinnerung…).

11.12.2521

Die Philosophie des Auflösens von allen Grenzen kommt der Kraft des Zerfalls aller Grenzen, der Entropie der Physik wie auch der Kraft des Unzerfallbaren, des unbegrenzt Unvergänglichen nahe, dem Genesian, die absolute Auflösung aller Grenzen stösst auf eine absolute Grenze. Wir nennen den Boden der Genesis der Änigma, die sich nicht primär in Zeit und Raum, und der Genesis unserer Welt, die sich primär in Zeit und Raum ausdifferenziert, das Genesian, die absolute Grenze des absolut Unbegrenzten, Grenzauflösenden. Die genesianische Dimension ist die, die letztlich das Nicht-Nichts von Gott und unserer Welt konstituiert, sie liegt  vor und  hinter der änigmatischen Dimension – inwiefern Änigma und Genesian eins sind, sich unterscheiden und was sie sind, liegt jenseits unserer Denk- und Einsichtsfähigkeit, das bleibt für uns änigmatisch. Es gibt für uns nie die „volle Wahrheit“, das ist die volle Wahrheit.

11.12.2521

Unsere Welt und uns gibt es und Gott, die Änigma, gibt es, insofern fussen wir beide auf dem Nicht-Nichts.  Sind wir und Gott nicht nichts. Bauen wir beide jenseits des Nichts, in anderen Worten, stammt die Genesis der Änigma, die einem anderen Zeit-Raum-Regime folgt, und die Genesis unserer Welt, die in grossen Teilen einem physischen Zeit-Raum-Regime folgt, aus einem anderen Boden oder Bereich des Genesian -vorgestellt als das Ur-Nicht-Nichts oder das Ur-Nichtungs-Nichts. Vermutlich ist es zu anthropologisch, den Genesis-Aufbau unserer Welt wie einen Wurzelbaum zu modellieren (Darwin)  -vom Elementaren zum Komplexen – vom chaotischen Big Bang zum beruhigt fliessenden, in ewige Gesetze gegossenen  Kosmos (Einstein) – vom Sein und Nichts zum Werden (Hegel). Das ist alles zu menschelnd, vermutlich. Und vermutlich werden wir aus den Grenzen der menschlichen Vernunft (Kant) nie heraustreten können. Wir sind nicht die Änigma, sie stellt sich auf uns so ein, dass sie uns über uns etwas zu verstehen gibt, vielleicht gar nicht über sich. Das würden wir eh nicht verstehen, sie bleibt und grundsätzlich änigmatisch.

11.12.2521

Vielleicht verbindet unsere Genesis mit der Genesis der Änigma, das sie vom selben „Urgrund“ stammen, haben Gott und Menschen, die Welt der Änigma und unsere Welt, die gleiche „Urschöpfung/Urschöpferin“.

10.12.2521

Weisser Rassismus fürs Archiv (hist. Abriss). Szientifismus, Technologismus, Militarismus, Kapitalismus in europäischen und nordamerikanischen Demokratien des 19. Jahrhunderts feierten die Überlegenheitsekstase der Moderne, waren überwältigend, auch selbst-überwältigend, und stellten den Rest der Welt als unterentwickelt, vormodern und primitiv dar. Hierbei schuf sich nicht nur ein fortschrittlicher, partizipationsoffener Überlegenheitsglaube, der sich u.a. im Sozialismus festigte – seit 1918 sogar als real-existierende Diktatur des Proletariats (vorübergehend) – , sondern ein sich abhebender weisser Rassismus, der sich u.a. männlich-militärisch bestätigte, – seit 1933 sogar als rassistische Diktatur (vorübergehend) -, dabei einen extensiven Herr-Knecht-, beziehungsweise intensiven Über-/Untermenschen-Kolonialismus beförderte (in extensiver Form in Afrika, in intensiver Form in Auschwitz) sowie dessen schleichende Aufhebung und Entmachtung. Denn aufgrund der hohen Assimiliationsenergie von Kapitalismus (als Konsumenten, als Kooperateure) und Demokratie (als Bürger, als Wähler) war der Gegentrend zur Partizipation und Equilibration der Ausgeschlossenen inhärent angelegt, Marx zufolge sogar der zur Enteignung der Enteigner. Vor der Äquilibration der Schwarzen, die anhält, kamen die weissen Frauen (später alle), die sich spätestens zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Universitäten einschreiben, damit in höhere Arbeitsgänge einbringen, und an demokratischen Urnengängen beteiligen, damit ihre Interessen öffentlich bewerben und zu politischen Ämtern streben konnten. Es dauerte nur ein paar Jahrzehnte und die erste Staatspräsidentin der Welt wurde gewählt (1980 in Island). Gewachsene Integration und Mitbestimmung äussert sich auch darin, dass jene, über die jahrhundertelange ohne sie geschrieben und archiviert wurde, nun auch zunehmend in Sachen Vergangenheit und ihrer Darstellung in Literatur und öffentlichem Raum ein Wort mitreden. In der Tat gehören viele Skulpturen unseres öffentlichen Raumes, denken wir an Kirchen, Hindu- und Buddha-Tempel sogar Gebäude, in das historische Archiv, zumal aus einer nicht nur aufgeklärten, sondern  postabrahamisch, postbuddhistisch, posthinduistisch, kurzum: änigmatisch aufgeklärten Perspektive [für neue LeserInnen siehe hierzu Über die Anfänge 5 – Buch Leben (ÜdA 4 und 3 enthaltend) und ÜdA 6 – Änigmatische Kreise], indessen gehören andere Personen und Personengruppen, sogar technische Geräte in den öffentlichen Raum der Erinnerung und Würdigung gestellt. Wir können in neuer Form also auch wieder „sozialistische“ Denkmäler aufstellen… Denkmäler, in welchen sich kooperativer und solidarischer Geist manifestieren: eine Corona-Äskulap-Medical-Care-Skulptur; ein Corona-HeldInnen-des-Alltags-Memorial; eine Corona-Opfer-Gedenkstätte; eine Atmungsgerät-Lebensretter-Technik-Installation; ein Seuchen- und Corona-Museum mit Dokumentations- und Forschungsstätte;  usw..

09.12.252

Über Columbus. Ob ohne Columbus (1491) die Weltgeschichte besser, fairer, gerechter verlaufen wäre? Sie ist so verlaufen, wie es die Expansionsgesetzmässigkeit von Populationsentwicklungen gemäss ihrer technischen Entwicklungsstufe und Stärke auf der Erde der Wahrscheinlichkeit nach am wahrscheinlichsten macht. Mehr Weltgeist ist nicht. In Lateinamerika herrschte der Faschismus der Azteken, in Nordamerika das grausliche Patriarchat der Indianer (vgl. 04.12.2521). Nicht wirklich ein geeigneter Stoff, um sich die Geschichte ohne Columbus schön zu malen. In China, der Ort, den Columbus eigentlich suchte – eigentlich Indien, eigentlich Asien -, expandierte derweil die nächste Kaiser-Dynastie bis sie vor dem neuen europäischen Überlebensstandard einknickte, ihn nicht mehr assimilieren konnte ohne nicht von ihm assimiliert zu werden, es enstand auch auf diesem Kontinent eine global anschlussfähigere ethno-kapitalistische Hybridkultur, Marx hätte vermutlich verkürzt „ein weiterer Teil des Weltmarkts des Kapitals und des Weltproletariats“ gesagt.

08.12.2521

Die zweite Urpopulation. Über individual-, populations- und stammes-genetische Merkmale und Merkmalsweitergabe der homosapienten Physisteme. Die Rasse oder Gattung Homo sapiens zeichnet sich durch verschiedene Arten, durch ihre Verschiedenartigkeit aus, und durch überindividuelle, stammes-  und populations-genetische Merkmale (weisse Haut, africanoid-schwarze Haut, asiatische Gesichtszüge, asiatische Schwarzhaarigkeit, papua-neugineanische Populationsmerkmale, usw.). Kontinentale populationsgenetische Merkmale gehen meistens über ethnische Grenzen hinaus. Je weniger insulär, je globaler die Menschheit lebt, liebt und sich fortpflanzt, desto mehr werden sich populationsgenetische Differenzen und Ecken indifferieren und abschleifen, zugunsten der individual- und stammes-genetischen Ausdifferenzierung. Am Ende werden wir die zweite Urpopulation sein und mit Stolz auf unsere populations- und stammes-genetischen Migrationshintergründe blicken bis zu jenen Neandertalern, die wir, kam der Austausch mit ihnen nicht friedlich zustande, vergewaltigten und versklavten, statt ausrotteten, und jetzt 2 bis 3 % unseres Erbguts ausmachen.

08.12.2521

Es gibt auch eine Ethnogenese als Unterart der Populationsgenese – wo also insulär eine Ethnie oder eine Talgemeinschaft sich während Generationen weiterverbte, auch ihre Erbfehler (inzestbedingt etc.). Schwedens berühmte Blondinen, Hollands berühmte Körpergrösse, die Südländer, die Italiener-Typen, Nigerias optimale Lang-Lauf-Disposition in der genetischen „hard ware“ (der Tendenz nach, Ausnahmen bestätigen die Regel).

07.12.2521

Über den Potlatsch. Von Boris Groys (2000) Mauss und Bataille über Sloterdijks Jesus und Nietzsche zu Über die Anfänge.

06.12.2521

Corona-Pandemie in der Security-Gesellschaft: von Sicherheitsgurten und Schutzmasken. Die vierte Renditeform des Überwachungskapitalismus ist die wirtschaftliche Eigenredite als Teil einer boomenden Internet- und Software-Branche. Zu diesem Überwachungskapitalismus als Auswuchs des allgemeinen Konkurrenzkapitalismus gehören die verstärkte digitale Bewachung von Eigentum und Eigentümern im öffentlichen Raum, Überwachungskameras all over als Teil einer ausgeprägt automobilen und automonitorisierten Welt. Auch Autos werden zum Überwachungsmonitor für verbesserte Selbst- und Fremdsicherung: Bist du nicht angeschnallt, erinnert ein Warnton daran, allenfalls inklusive Blockade des Startknopfs. Sicherheitstechnik als Verlängerung der parentalen Ummutterung, – unsere erste Fortbewegungsweise überhaupt ist Forbewegung im Fürsorgemodus , konditioniert gesteigerte Achtsamkeit für Selbstsicherheit. Eine so konditioniert in der Gesellschaft verkehrende Autofahrer- und Autofahrerinnen-Generation hat deshalb keine Probleme während der Corona-Pandemie, – durch parentale Warntöne daran erinnert -, sich selbst- und fremdsichernd zu verhalten. Dabei erscheint der „parentale Warnton“ sublimiert als vertrauenswürdige, rational sinnvoll erachtete Kommunikation von Väter- bzw. Muttertypen, die für kollektive Fürsorge und Achtsamkeit zuständig sind. Statt Sicherheitsgurte-Anlegen, Schutzmasken-Anziehen, will man sich in der Gesellschaft fortbewegen, überwacht vom Security-Mann oder Automonitoring einer Gesichtserkennungsoftware, die Gesichter mit und ohne Maske unterscheidet und bei Menschen ohne mit Warnton daran erinnert und die Fortbewegung in das Kaufhaus, den Eingang, solange sie sich keine aufgesetzt haben, blockiert. Die Corona-Pandemie trifft, dort wo der Überwachungskapitalismus grassiert, auf eine automobile automonitorisierte Security-Gesellschaft, die sich auf die neue Gefahr wie auf die neue Sicherheit mit angepassten Sicherheits- und Überwachungsgadgets rational folgsam und fügsam schnell und kollektiv einstellt (Stichwort: Corona-App; Home Office; Social distancing).

05.12.2521

Selbsterkenntnis auf den zweiten Blick. Über Lacans Spiegelstadium. Eine andere als in Über die Anfänge (Band 2), aber vergleichbare Kritik an Lacans Spiegelstadium findet sich bei Sloterdijk (Sphären I (1998) – „Von wo an Lacan sich irrt“ (S. 543-548). Doch ihr entging die Pointe, dass die ersten Augen, die wir im Spiegel sehen, nicht unsere sind, sondern wir erkennen in ihnen jene von unserer Mutter, die ersten , in die wir blickten, sind uns vertraute (wir blicken in einen Anblick, der uns auf den ersten Blick vertraut ist, wir erkennen uns erst auf den zweiten Blick), deshalb schockieren wir uns nicht selber, in dem wir einem Fremdling in die Augen sehen…sondern wir blicken in zwei Augen-Paare: in die vertrauten der Mutter im Hintergrund und in diesen spiegeln sich die unbekannten Augen im Vordergrund, die sich mehr und mehr als meine und als die einzigen, die ich sehe, erweisen. Das heisst, das Kind lebt und sieht sich wahrscheinlich zunächst in einer intervisuellen Dualität (Ich-Anblick und Anblick, den ich am besten kenne, die Augen und das Gesicht der Mutter bzw. primären Parentalperson). Ähnlich wie die Plazentahaut mich und den Mutterkörper verbindet und trennt, trennt sich das Ichbewusstsein von dem mit ihm verbundenen Parentalbewusstsein (Freuds „Überich“) in Etappen. Dieses löst sich scheinbar auf, wird nach und nach gänzlich Ichbewusstsein, auf der Basis des Es, des immunologischen Bewusstseins, das allgemein mich, Mutter, Vater, jedermann betrifft, ähnlich wie die Welt und deren änigmatische Dimension, zu der wir alle kommen. Wir haben von Geburt an sozusagen ein Ich-Duales-Bewusstsein, das Selbstbewusstsein wird, und ein allgemeines Bewusstsein und Wissen von jedem Bewusstsein, von jeder Physisteme (deswegen weiss ich „intuitiv“, was einem anderen Schmerzen zufügt, was ihn erfreut, was sein Lachen bedeutet, was seine Fremdheit ist, primär Unvertrautheit, weil ich Vertraute kenne (dabei ist es wichtig, dass ich Vergleiche und zwar richtige (lebenswichtige), nicht falsche, ziehe; dass ich feste, zuverlässige Erinnerungen, Erkenntniserinnerungen besitze und beliebig oft, immer sicher bleibend, abrufen kann), etc.).

II.

Mit der emotional positiv besetzten Integration des mir vertrauten Erstanblicks der primären Parentalperson(en) in den Selbstanblick ist dieser emotional positiv gesichert, ohne der Illusion des Narziss anheimfallen zu müssen – der gelungene Selbstanblick gelang im Spiegel des Blickes und Anblickes der Mutter, nicht in dem des Wassers. Erst jetzt, nachdem er sich in den Fremdanblick verliebte, sich durch seine Integration seinen integrierte, kann er sich in den Selbstanblick verlieben – vermutlich gelingt zweiteres um das mehr, um das ersteres nicht gelingt. Simpel gesagt: besteht kein positives, vorwiegend ungestörtes Selbst-Mutter-Verhältnis, fühl ich mich in ihrem Anblick nicht aufgehoben, geliebt und geschützt, werde ich mich abwenden (kann ich mich nicht vertraut zuwenden), mich schützen, ihr misstrauen, statt vertrauen – umso mehr muss ich mich selber, ohne Hilfe, lieben lernen, allein mir vertrauen, etc.). Was diesem Narziss nicht gegeben werden kann, was er sich selber nicht geben kann, ihm immer fehlen wird, ist diese primäre prägende Ego-Alter-Ego-Verliebtheit das sich zuwendende Urvertrauen (besser: Frühvertrauen) in der Kind-Mutter-Dualität. Salopp gesagt, wer sich vertrauen kann, muss nicht übertrieben in sich selbst verliebt sein, kann es gar nicht sein.

04.12.2521

Über das Patriarchat der Indianer (heute: „First people“) und indianischen Frauenmarkt. Frauen, Töchter bei den Blackfeet (Missouri-Gebiet: Man verkauft sie, man muss sie dem Vater abkaufen – wahrscheinlich ist hier meistens von Mädchen die Rede. Zu Wied (1832):  „Man bezahlt die Frau und nimmt sie zu sich. Dem Vater wird der Kaufpreis durch einen Freund oder einen andern Mann bekanntgemacht. Nimmt er ihn an, so übergibt man das Mädchen, und die  Ehe ist geschlossen. Führt sich die Frau schlecht auf, oder ist man ihrer überdrüssig, so schickt man sie ohne Umstände zurück; es entsteht dadurch kein Streit. Sie nimmt ihr Eigentum und zieht ab, die Kinder bleiben das Eigentum des Mannes.“ (S. 321).

Das Verhältnis zu den Amerikanern und Aggression auf die in ihre Jagdgründe eindringenden Weissen. Biberjäger, Fallensteller wurden oft getötet, sie waren Konkurrenten in einem für die Indianer lukrativen Tauschgeschäft mit den Weissen, mit dem Pelzhandel, die Handelshäuser besassen dafür Aussenstellen in Forts, auch in Indianergebiet, das 1832 nicht zur USA gehörte. Das grosse Geschäft mit Pelz machten Weisse, – Handel und Endproduktion – die in den wachsenden Städten der USA einen Zweig der wachsenden Modeindustrie bedienten. Indianern wurden für ihre Pelze, die sie in Stapeln ablieferten, und je nach Tierart unterschiedliche Tauschwerte besassen, oft zweitklassige Waffen, Hüte, Teile von Uniformen, Salz, Schiesspulver, Tabak u.dgl. angeboten.): „….Seit nicht einem ganzen Jahr stehen diese Dörfer gänzlich verlassen, weil ihre den Weissen höchst feindseligen Bewohner so viele Amerikaner töteten, dass sie endlich selbst Angst hatten, nächstens von den Vereinigten Staaten ernstlich gezüchtigt zu werden, und deshalb die Auswanderung vorzogen.“ (S. 222)

Abgeschnittene Nasen – wegen „Untreue“: „Auf dem Weg zu seiner Wohnung erblickten wir im indianischen Lager eine Menge von Weibern mit abgeschnittenen Nasen; eine scheussliche Entstellung! Es war Strafe für Untreue, die, wie früher gesagt, bei diesem Volk [Blood Indian] häufig ihre Anwendung findet.“ (S. 341).

Altmuslimisch-patriarchalische Verhältnisse bei den Indianern: Harem und Mädchensex – Frauen als Ware, Zuchtstuten, wie Pferde: „Ein Mann soll oft sechs bis acht Weiber besitzen, mit welchen er in Hinsicht der Weissen sehr freigebig ist. Schon sehr junge kleine Mädchen werden angeboten. Auf der anderen Seite aber bestrafen sie [hier wahrscheinlich die Blackfeet] die Untreue ihrer Weiber gewöhnlich hart, schneiden ihnen in solchen Fällen die Nase ab und man sah bei Fort MkKenzie eine Menge solcher scheusslich entstellten Kreaturen In einer Zahl von zehn bis zwölf Zelten bemerkten wir gewiss sechs bis sieben auf diese Art verstümmelte Weiber. “ (S. 320)

Die fast restlose Verdrängung der Indianerkultur und die endgültige Aneignung und Integration von Indianerland in das Bundesstaatensystem der USA fand nach dem Szessionskrieg (1865) statt, zu Ried und Bodmer bereisten dieses Land südlich des Missouri in den 1832/33er Jahren.

Maximilian Prinz zu Wied: Reise in das innere Nordamerika (1839-41) gilt als zuverlässiger Beobachter und Naturkundler, sein Werk (zusammen mit den Zeichnungen des Begleiters, des Schweizer Malers Karl Bodmer) „ist das bedeutendste deutschsprachige Werk [des 19. Jh., d.V.] über die Indianer Nordamerikas“ Unter anderem zog Karl May seine idealisierten Inspirationen daraus.

03.12.2521

Über ubiquitäre Kontingenzkontrolle in Homo-Sapiens-Gesellschaften (Historische Skizze). Wir Weissen seien Rassisten, meinte kürzlich eine Autorin der „Zeit“. In ihrem christentümlerisch anmutenden Bild hätte sie auch sagen können: „Wir“ Weissen seien besonders schwere Sünder und alle Andersfarbigen Opfer unserer Untaten, leichtere Sünder auf jeden Fall. Doch das ist nur umgekehrter Rassismus, diesmal nicht wie Nazis und Japaner besagend: wir Eurasiaten sind die bessere Rasse, die Arier, sondern die schlechtere, die Untermenschen unter den Menschen.  Doch mit dem Sein unseres Daseins ist es wie meistens nicht so einfach. Zwar gibt es gencluster bedingte Phänotypen, Phänorassialitäten unter uns, Unterarten, doch in allen menschelt es ausreichend, wir sind überall die gleiche Gattung genug – auch Kaiser und Knecht, Kaiserin und Magd werden sich, wenn auch nur für ein kurzes Geschäft, regelmässig identisch. Gewalttätigkeiten und Grausamkeiten finden sich überall und in jeder Epoche unserer Geschichte. Von daher gibt es wenig Grund, die eine Kultur und Phänorassialität gegen eine andere moralisch auszuspielen. Zum Beispiel Nordamerika: Indianer schnitten ihren Frauen bei Untreue die Nase ab  – sie müssen entsetzlich gelitten und ausgesehen haben -, sie errichteten und schützen damit .die in Hierarchien der Autorität, des Geschlechts und des Rechts sich konstituierende Gesellschaftsordnung, insbesondere ihre Fortpflanzungs- und Vererbungsordnung. Waren Frauen in dieser patriarchalischen Kultur wie in der Griechischen Philosophie minderwertigere Männer? Stellen Sie sich Nscho-Tschi, die Schwester Winnetous, mit verstümmelter Nase vor. Bei näherem Hinsehen kriegt der naturverbundene Klischee-Indianer von Karl May Risse, wird plötzlich hässlicher. Nasen von Frauen verstümmeln, das erinnert an Klitorisverstümmelung und Infabulation, die Frauen in unaufgeklärten Kreisen Afrikas bis heute erleiden, an islamische „Ehrenmorde“, an Säureattentate auf Frauen in Indien und an das alttestamentarische Gesetz, bei Ehebruch die Frau allenfalls auch den Mann zu steinigen. Durch regelbestimmende und -erhaltende Gewalt Sexualität und ihr Folgepotential (Verererbung, Verantwortung, etc.) steuern und kontrollieren, in verbotene und gebotene Handlungen unterscheiden, kurz: autopoietische Kontingenzkontrolle durch ein Regelregime ist in Kulturen von homo sapiens ubiquitär, ein Grundpfeiler von Ordnungsinstanzen wie der Staat der Gesellschaft. Jede Anarchie und Gewalt endet transformatorisch in Kontingenzkontrolle und Ordnung – das ist die negentropische Grundregel allen Lebens, auch wenn Anarchie und Gewalt damit nur vorübergehend kontrolliert und geordnet werden. Nur wenn sie ausreichend ordnungsstifend sind, können sie erfolgreich erscheinen und verschwinden um wieder erfolgreich ordnungstiftend zu erscheinen und zu verschwinden. Doch kehren wir in das historische Nordamerika zurück. Die gewaltttätigen Indianerstämme, die andere Stämme terrorisierten und weisse Siedler angriffen, – die allerersten Pioniere aus Europa wurden teilweise komplett ausgelöscht (1590) -, hatten es fortan mit der gleichen Gewalt, die noch mächtiger als ihre war, zu tun – mit der Kriegs- und Waffentechnologie, mit der Flotte und Kavallerie der Europäer.  Der Handelsfrieden und das Faustrecht, die Gewalt, die, kommt es darauf an, obsiegt, – wie in Europa. Unser Frieden seit 1945 fiel nicht vom Himmel – ersetzte den alten und schuf einen neuen Raum für Recht und Frieden, schuf neue Kontingenzkontrolle – auch wenn das Habermasianer anders sehen.
Und Südamerika?  Columbus – die Konquistatoren? Azteken waren für Nachbarstämme der reinste Horror – ihnen drohte Versklavung und Ritualmord, sie bevorzugten es daher, mit den neuen Imperialisten aus einer anderen Welt, die einen Kriegsgott besassen  – mächtiger als irgendeinen anderen, den sie kannten -, der mit Donner, blitzschnell, unsichtbar und  über grosse Distanzen Menschen verwunden und töten konnte -, gegen die Azteken zu kollaborieren und sich später in den Dienst dieses allmächtig wirkenden Gottes der neuen Imperialisten zu stellen. Vermutlich beeindruckte  sie das Donnern dieses Gottes noch vor den Worten seiner Berufsdiener, die diesem Donnern auf dem Fuss folgten und die Frohe Botschaft verkündeten: Diesmal werden nicht sie geopfert, sondern einer habe sich für sie geopfert (das Kleingedruckte weggelassen). Eine Botschaft, die sie sofort verstanden. Verglichen mit dem, was ihnen die Azteken bereitet hätten, war das ein Fortschritt, eine Erleichterung, eine Befreiung – wer wollte da in die Welt der Azteken und deren Götter zurück? Und was ist mit der Sklaverei in Nordamerika – die in Lateinamerika bald unter die humanistisch-christliche Kritik der Jesuiten um Las Casas geriet? Die letztlich auch in Nordamerika triumphierte, spätestens dann, als die Sklavenhalterökonomie immer weniger wirtschaftlich, Sklavenarbeit kapitalistisch ersetzbar wurde. Der Sklavenhandel in Afrika begann durch arabische Muslime, die auch Europäer (Christen) versklavten, kamen sie in ihre Fänge – bis europäische Kanonenboote, teilweise US-amerikanische im Mittelmeer, diesem arabischen Tun teils ein Ende, teils Grenzen setzten und das Sklavengeschäft auf eigene Rechnung beförderten. Afrika-Völker kollaborierten teilweise, verkauften ihre besiegten Nachbarn an Menschenhändler, ansonsten waren auch sie diesem Donnergott ausgeliefert, traten in den Gottesdienst dieses allmächtigen Zeus, der im  eurasiatischen Bereich aus Kulturen mit Überlegenheitsekstasen technischer wie ideologischer Art entsprang, die damit sich selbst und andere Kulturen, die sich akkultivierten, zu Hybridkulturen wurden, beeindruckten.

02.12-2521

Hybridkulturen  jenseits afrikanischer, papua-neugineanischer etc. – graeco-romanisierte, abrahamisierte, romano-christianisierte, judäo-abrahamisch-romano-christlich-muslimisierte, sinologisch-buddhistisierte, sinnologisch-konfuzianisierte, neanderthaloid-humano-sapiente – und heute mehr und mehr eine allgemeine, gattungsgemässe, globale – jenseits von Religions-Sekten und Rasse-Sektoren.

02.12.2521

Die „Weissen“ sind Christen oder christianisiert – mit den Konquistadoren kamen die Missionare -Kapitalisten oder kapitalisiert -mit den Soldaten kamen die Bauern – Eroberer- und Ausrotter – nicht nur Siedler – unsere Gattung an sich ist ein „Problem“.

01.12.2521

Zur Autonomie und Sicherheit Europas gehört nicht nur ein „Europäisches Sicherheitsmodell“, sondern ein Europäisches Internet – ein Europäisches Twitter, ein Europäisches Facebook (ohne oder mit dem US-amerikanischen).

30.11.2521 (Ende)

Über zwei Justizen der  Gesellschaft (Nachtrag zu Jill Lepore). Nach der Philosophie des „Europäischen Sicherheitsmodells“ hinterlassen Terroristen und Spione genug Indizien, um von einem ordentlichen Gericht für schuldig gesprochen und der gerechten Strafe zugeführt zu werden, für Kaliber wie Osama bin Laden besitzt Europa den internationalen Strafgerichtshof in Den Haag, die Hürde bis zum Kriegs- und Notwehrrecht des Staates ist sehr hoch. Länder wie USA und Israel verfolgen eine andere Philosophie, historisch bedingt oder umweltbedingt verbinden sie einen erweiterten Notwehrbegriff und einen in Friedenszeiten verlängerten Kriegsrechtsbegriff mit ihr, die Hürde bis zum Kriegs- und Notwehrrecht des Staates ist bei ihnen niedriger. Offenbar ist auch die Mentalität eine andere – nicht nur, was das Waffenrecht betrifft -, lassen deren Bürger und Bürgerinnen es mehrheitlich zu, dass es in ihrer Gesellschaft – von Hollywood und Filmikonen wie James Bond in Erinnerung gerufen, gleichsam „naturalisiert“ – zwei Justizen gibt, eine rechtlich-öffentliche, demokratisch voll-legitimierte und eine geheime, im Schatten agierende. Zu Israel siehe: Ronen Bergmann: Der Schattenkrieg (Spiegel-Bestseller), hier wird auch der kontraproduktive Effekt der zunehmenden Automonitorisierung der Gesellschaft auf Geheimdienstaktionen thematisiert, werden sie via Hotel-Überwachungskamera oder Handy-Minikamera der Weltöffentlichkeit als Youtube-Hit präsentiert, werden Geheimdienstler durch ihre eigene Technologie „entlarvt“, erübrigt sich die ganze Geheimnistuerei. Wagen wir eine Prognose: In Zukunft werden sich die Mentalitäten global angleichen, trotz nationaler und ideologischer Abschottungen, werden die Leute eine Schattenjustiz in ihrer Gesellschaft immer weniger tolerieren, sie nicht für „natürlich“ halten, dafür werden Staatswanwaltschaft, Gericht und Polizeiarbeit an Bedeutung gewinnen

30.11.2521

Über drei Renditeformen des Überwachungskapitalismus. Bemerkenswert in Greenwalds Buch (2015) sind neben Informationen über die Überwachung von Twitter, Facebook, Handy und Mails (Snowdens Zitat ging durch die ganze Welt: „Mit einer persönlichen Mail-Adresse könne er vom Schreibtisch aus jeden (!) anzapfen – sogar bis zum US-Präsidenten“ (S. 234)) ist das Kapitel über Privatsphäre, in dem Greenwald US-Bundesrichter Louis Brandeis (1928) zitiert, „das Recht in Ruhe gelassen zu werden, ist das umfassendste aller Rechte und das jenige, dem ein freies Volk den grössten Wert beimisst. Die Bedeutung der Privatsphäre deckt ein viel breiteres Spektrum ab als nur bürgerliche Freiheiten. Die Väter unserer Verfassung gaben den Menschen das Recht, …, unbehelligt und ungestört zu bleiben.“ (S. 254). Insofern ist es erstaunlich, dass empörte US-Bürger und US-Bürgerinnen die Überwachungszentralen ihres Staates, der ihre Privatsphäre nicht in Ruhe lässt, nicht längst gestürmt und verboten haben. Es erkärt aber auch die „Panik“ und die Angst genau davor, die Snowdens Enthüllungen – ab 6. Juni 2013 im Guardian (London) – in den betroffenen Kreisen ausgelöst haben wird. Sie spiegelt sich auch in der Aggression und Wut der Dienste auf den Informant („Verräter“) und alle JournalistInnen, die seine Informationen verbreiten („sie sollen zum Verschwinden gebracht werden„, hiess es (S. 345)), namentlich Greenwald und Laura Poitras. Wahrscheinlich hat entscheidend der Anschlag von 09/11 (2001) und die von der Bush-Admininstration initiierte Reaktion darauf, der „war on terror“ zu einem gesteigerten Vertrauen in die eigenen Sicherheitsbehörden und der Einsicht ihrer Notwendigkeit (Unersetzbarkeit) soweit beigetragen, dass die Mehrheit der US-BürgerInnen die ansatzlose Massenüberwachung von In- und Ausländern (iniitiert u.a. durch den „Patriot Act„) als leider notwendig gewordene Dienstleistung für ihre Sicherheit zu finanzieren und akzeptieren bereit geworden ist – genaugenommen: nur eine knappe Mehrheit, jeweils stärker unterstützt von den Mitgliedern der Partei, die an der Macht ist, Democrats oder Republikaner (siehe S. 288-290) , so dass sich seit Richter Brandeis auch in dieser Hinsicht die Zeiten geändert haben Ausserdem stehen diese Überwachungs- und Spionagedienste, deren kostspieligen Investitionen mehr als eine Sicherheitsrendite für den Bürger generieren sollen (zu ihrer schlechten Bilanz verglichen mit aufmerksamen BürgerInnen und regulärer Polizeiarbeit, siehe S. 292 ff.), im Dienst der Regierung, des Innenministeriums, im Dienst des Wirtschaftsministeriums,  der nationalen Ökonomie, im Dienst des Verteidigungsministeriums, der nationalen Rüstungswirtschaft, des einheimischen  wirtschaftlichen Konkurrenzkapitalismus, der international dominiert, und in dem Innovationen gewinnträchtige Wertschöpfungsketten garantieren, insofern auch eine volkswirtschaftliche Rendite und eine politische Machtrendite für die amtierende Regierung und die herrschenden Volksparteien. Die amtierende Regierung besitzt durch ihre Verfügung über geheimdienstliche Behörden und Informationen gegenüber politischen Konkurrenten und dem einfachen Bürger über „Insiderinformationen“ – man kann es auch „Herrschaftswissen“ nennen  -, für eine auf Transparenz angewiesene offene Gesellschaft über einen „unlauteren“ Wettbewerbsvorteil in Form eines Informationsvorsprungs. Dadurch kann ein Hybrid von Regierungsmacht und Überwachungsstaat entstehen wie wir ihn in Russland beobachten, wo der Staatspräsident aus dem Geheimdienstsektor in den Regierungssektor wechselte und daraus eine hybride Form von staatlich kontrollierter Demokratie anführt, die die Opposition sowohl regulär als auch mit justiziellen, geheimdienstlichen und polizeilichen Mitteln bekämpft bwz. kleinhält (immerhin werden die Navalnys nicht umgebracht – „bloss“ dauerschikaniert. Zu Boris Nemzov, ermordet 2015, siehe Wikipedia (allerdings fehlen dort wesentliche Informationen, die Nemzovs Tätigkeiten in den USA einschliessen); in Schranken halten muss die Putin-Regierung auch Autokraten wie Kadyrov, der neben der Agenda, für die ihn Moskau  bezahlt, eine eigene verfolgt mit eigener Miliz und eigener ideologischer Überlegenheitsekstase; wer Putin nachfolgt, muss solchen Typen gewachsen sein), noch extremer ausgeprägt findet sich dieser Hybrid von Regierungs- und Überwachungsmacht in der Volksrepublik China, die sich als Einparteiendiktatur, als „demokratische Diktatur des Volkes“ bezeichnet – westliche Beobachter scheinen das oft zu vergessen, und legen über China ihren demokratischen Raster. Zu Diktaturen passt der Geheimdienstsektor optimal, zu Demokratien nicht, siehe dazu bei Greenwald Kapitel 4. „Die Gefahren der Massenüberwachung“ (für die Demokratie), S. 251-304. In diesem findet sich auch das Zitat einer Attacke gegen die Massendatensammlung von Senator Joe Biden von 2006 – d.h. 2 Jahre bevor er als Vizepräsident der demokratischen Obama-Administration fungierte, „die dieselben Argumente vorbrachte, die er hier verhöhnt hatte“ (S. 291). Biden sagte : „Ich muss nicht ihre Telefonnummer abhören, um zu wissen was Sie tun. Wenn ich von sämtlichen Telefonanrufen Kenntnis habe, die Sie machen, dann kenne ich auch sämtliche Personen, mit denen Sie gesprochen haben. Auf diese Weise kann ich mir ein Bild von Ihrem Leben verschaffen, dass sehr, sehr weit in die Privatsphäre reicht. Die eigentliche Frage ist hier: Was machen Sie mit den gesammelten Informationen, die nichts mit Al-Qaida zu tun haben? Und sollten wir etwa einfach darauf vertrauen, dass der Präsident und der Vizepräsident der Vereinigten Staaten schon das Richtige damit tun werden? Ohne mich, bitte schön.“. Vielleicht kommt Joe Biden, sollte er der nächste US-Präsident werden, auf sein Statement von 2006 zurück und dreht den laufenden, de facto ineffizienten Massenüberwachungswahnsinn in seinem Land auf ein vernünftiges, den Aufwand tatsächlich lohnendes Mass zurück. Ohne Frage wäre auch die Trump-Admininstration dazu fähig, und vielleicht dazu noch glaubwürdiger [US-Präsidentenwahlen sind im Nov. 2020]. Wir werden sehen.

30.11.2521

Aus gegebenem Anlass: Über Snowdens Win-Win-Situation (eine Spekulation). Zur Zeit werde ich von Geheimdiensten mehr oder weniger subtil belästigt obwohl  ich ein grosser Freund von den USA und von Russland bin (das muss ich wohl nicht betonen, ich bin sogar ein grosser Freund von China – erstens erhielt ich nach Veröffentlichung des Blog-Artikels über Jill Lepore aus den USA einen Anruf auf meine ganz neue Handynummer, die, ausser Facebook, erst mein engster Kreis kennt (siehe Anmerkung zu „Ärger über Jill Lepore“) , zweitens wird mein Twitter-Account und mein Internet-Zugriff manipuliert (ausführlicher an anderer Stelle), drittens, von den schikanösen Dauereinbrüchen in meine Wohnung nicht zu sprechen (siehe Twitter unter #MeinFastSpurloserEinbrech),  doch zurück zum Thema: Snowdens Win-Win-Situation- soeben traf das deutsche Taschenbuch von Gleen Greenwald ein : Die globale Überwachung. Der Fall Snowden, die amerikanischen Geheimdienste und die Folgen„. Mit einem Vorwort von Greenwald für die deutsche Taschenbuchausgabe 2015 – das engl. Original erschien 2014.  Etwas viel, vielleicht etwas zuviel schreibt Greenwald über Snowdens Motivation für sein Tun. Er wolle die Leute weltweit informieren, wie US-geheimdienstlich mit ihrer Privatsphäre umgegangen werde. „Ich beabsichtige nicht, diese Systeme zu zerstören, sondern will der Öffentlichkeit einfach die Möglichkeit geben, selbst zu entscheiden, ob das so weitergehen soll. (S. 82) Man kann auch sagen, die Öffentlichkeit soll entscheiden können, ob sie dieses Sicherheitsmodell will oder ob sie ein anderes will, in dem die Privatsphäre geschützt und die, die sie angreifen offiziell unter „Geheimdienstkriminalität/Staatskriminalität“  juristisch verboten und polizeilich verfolgt werden – wie zum Beispiel das „Europäische Sicherheitsmodell“.
Ich hätte von Snowden noch mehr, noch radikalere Ehrlichkeit erwartet, zum Beispiel das Bekenntnis: „Ok, Glenn, ich gebs  zu, ich erkannte für mich und die Öffentlichkeit eine Win-Win-Situation, Russland bot mir für den Geheimnisverrat Geld, vor allem eine gute Zukunft an – zugleich leiste ich der globalen Öffentlichkeit einen grossen Dienst, darüber Einsicht zu gewinnen, worüber sonst nur ein einzelner Staat im Geheimen Einsicht hat. Ich bin also ein kleiner mieser Geheimnisverräter und zugleich ein grosser heldenhafter Whistleblower.“ – aber vielleicht wird in einer Neuauflage von Greenwalds Buch dieser Satz ja auftauchen. Vielleicht ist das aber auch nur eine falsche Arbeitsthese Vielleicht findet Russland zwar Gefallen daran, dass die USA als liberales Land durch Snowdens Enthüllungen einen Imageverlust erleidet, zudem profitiert es wie jedes andere Land von dem, was Snowden auspackte, das könnte schon genug sein, um ihm Asyl zu gewähren, ohne dass man Snowden aktiv als Agent anwarb und mit ihm den Fluchtweg nach Moskau plante (Nach Greenwald (2015) blieb Snowden nur in Moskau stecken, weil mittlerweile die USA seinen Pass für ungültig erkärt hatte, S. 325ff.). („Ich erlebte unmittelbar wie der Staat, insbesondere die NSA, Hand in Hand mit den führenden Technologieunternehmen daran arbeitete, Zugriff auf die gesamte Kommunikation der Menschen zu bekommen.“ – S. 83)). Wie gesagt, es ist ein Skandal, dass jede Europäerin, jeder Europäer seine Handynummer, seineI IP-Nummer in den USA weiss, wir müssen das, unsere Kommunikation unter UNSERE Kontrolle bringen- das muss in Zukunft sich ändern. Europa wird sich entweder immer mehr selber in die Hand nehmen müssen, oder immer mehr sich anderen Händen ausliefern. Es hat die Wahl. Für mich ist klar, welche wir zu treffen haben. Snowdens Win-Win-Situation bleibt geschichtswissenschaftlich Catch-22. Auch das muss der wissenschaftlichen Gerechtigkeit halber gesagt bleiben. Mich überzeugen Greenwalds Ausführungen jedenfalls nicht ganz.

30.11.2521

Was hat meine Handy-Nummer in den USA zu suchen?

30.11.2521

Nachtrag zu „Ärger über Jill Lepore“. Nachdem ich diese Kritik an Lepores Auslassung eines wichtigen Kapitels US- und Internationale-Geschichte hier als Blog publizierte – vielleicht gerade mal 100 bis 200 Leute haben diesen Blog gelesen  erhelt ich am Abend spät einen anonymen Anruf aus den USA +1 541-702-8150  – Berlin: 23.16 Uhr –  USA 18.16 Uhr. War das eine Warnung, ein Einschüchterungsversuch – oder ein Zufall? Letzteres eher nicht. Obzwar erst eine Handvoll Leute meine neue Handy-Nummer kennen, zu diesem Zeitpunkt auf diese Nummer einen Anruf aus den USA zu erhalten, ist also mindestens merkwürdig, und es liegt nahe, ihn nicht nur mit Facebook (zur Entsperrung meines Twitteraccounts musste ich die neue Handy-Nummer mitteilen – zur Verpflichtung jedes US-Kommunikationsunternehmens zur Herausgabe von Daten u.a. nach FISA (2008) an US-Dienste, siehe Greenwald (2015), S. 174), sondern mit dem Beitrag über Jill Lepore in Verbindung zu bringen (siehe dort). Die Tatsache, dass so gut wie jede Handy-Nummer jedes Europäers, jeder Europäerin über solche Wege in die Hände von US-Geheimdiensten gerät (mit einem Trackingprogramm kann damit jeder Meter, den Sie mit ihrem Handy in Europa gehen von US-Diensten nachverfolgt; jede Zahlung per Handy; jedes Geschäft; jedes Wort, das Sie per Handy kommunizieren, registriert werden), das  ist ein riesiger Ärger. Und wenn Bürgerinnen dadurch zusätzlich belästigt und besonders registriert werden, das ist ein weiterer Ärger. Dass sogar Regierungen und Dienste eine Art inoffizielle „zweite Justiz“ aufbauen, die über eigene und „ausländische“ Bürger und Bürgerinnen zu „Gericht“ sitzt – ohne ordentliche Rechtspraxis, das ist der Gipfel dieses Ärgers, ein Skandal und einer der Hauptgründe, warum in Europa mit allen Mitteln darauf insistiert werden soll, dass wir nur eine Justiz (auf verschiedenen Ebenen) und eine offizielle, gut arbeitende Rechtspraxis haben (als Alternative dazu siehe „Europäisches Sicherheitsmodell„).
Stuft man Snowden in US-Sicherheitskräften als russischen Agenten ein? Doch zurück zu Jill Lepore. Es gibt, geschichtswissenschaftlich, keinen Grund, den Whistleblower Snowden von der Geschichte der USA fernzuhalten. Er ist eine international bekannte Figur, für einige eine Hassfigur, für weit mehr Leute eine Heldenfigur – in seinem Wikipedia-Artikel lässt sich leicht nachsehen, wieviele Filme über ihn gedreht, Bücher über ihn geschrieben, Auszeichnungen ihm gegeben und Konferenzen über ihn und zum Teil mit ihm schon abgehalten wurden (für die Bücher siehe zum Beispiel: Glenn Greenwald (2015): Die globale Überwachung: Der Fall Snowden, die amerikanischen Geheimdienste und die Folgen). Schweigt eine einzelne Historikerin Snowden tot, dann wird eine andere Snowdens Geheimdienst- Enthüllungen von 2013 in den Text und Kontext setzen. Merkwürdig bleibt und ist es, warum Jill Lepore in einer aktuellen Geschichte der USA diese Ikone unserer Gegenwart nicht ein einzige Mal erwähnt und zum Beispiel statt Snowden mit Daniel Ellsberg zu vergleichen Julian Assange mit Ellsberg verglich. Aufgabe der Geschichtswissenschaft ist es doch, das Herausragende, Typische und Zukunftsweisende eines Zeitgeschehens möglichst neutral und umfassend zu dokumentieren und zu analysieren. Wir Historiker müssen dabei darauf achten, nicht einseitig, nicht unbewusst parteiisch zu werden, in dem wir Fake News aufsitzen und sie als wissenschaftlich relevant weitergeben. Die Arbeit der Geschichtswissenschaft ist nicht einfacher geworden, Fake News verbreitete man allerdings schon während des ganzen Mittelalters.
Bei Snowden liegen jedoch die Fakten, viele Fakten auf dem Tisch, auch das Fakt, dass er gegen amerikanisches Gesetz verstossen hat, dass er ein Whistlerblower ist – und sollte ein US-Staatsanwalt gegen Snwoden den Anfangsverdacht für Spionage erheben  – mit guten Fakten, Indizien, nicht bloss aus haltloser Verdächtigung und Verleumdung -, gehört das selbstverständlich von der Geschichtswissenschaft mitdokumentiert. Nur besonders gekennzeichnet gehören dazu dumpfe Mutmassungen, haltlose Anschuldigungen und Verschwörungstheorien von Geheimdiensten. Die Geschichtswissenschaft fischt nicht im Trüben, sondern hält und orientiert sich an Informationen, die offiziell aktenkundig und nachweisbar, d.h. als Quelle überprüfbar, zumal als Referenz angebbar sind. Dabei hat sie selbstverständlich quellenkritische Sorgfalt zu beobachten. Wenn also Michael Hastings, der eher als nationaler Verfassungspatriot und unbestechlicher publizistischer Kämpfer für die Bürgerrechte der Amerikaner und Amerikanerinnen denn als russischer Agent auftrat, auch wenn er neben anderen TV-Sendern Russia Today Interviews gab, tatsächlich ein russischer Spion war, der in Moskaus Auftrag und für Geld den Ruf der USA demolieren sollte (Killerdrohnen; Runaway General; Spy on Americans; War against journalists), dann müssen diese Fakten offiziell aktenkundig gemacht werden, damit Geschichtswissenschaft darauf zurückgreifen kann, und, wenn sie seriös arbeitet, das auch tun wird. Ansonsten sind das üble Unterstellungen, ist das Denunziation und Verschwörungstheorie, zuletzt von Geheimdiensten selbst in die Welt gesetzt. Hastings war wahrscheinlich nur der Überbringer der schlechten Botschaft – der AP Skandal geht auf die Obama-Admininstration zurück und das Problem, dass bei Drohnenangriffen unschuldige Zivilpersonen zu Schaden kommen können, ist mittlerweile international bekannt und die USA hat seit 2012 einiges dafür getan, dass das möglichst nicht passiert. Jill Lepore hatte übrigens keine Hemmungen, kritisch und unerschrocken über Abu Ghraib (S. 748) zu berichten und, recht ausführlich, sich in Auge-um-Auge-Zahn-um-Zahn-Manier mit dem Einsatz von Folter als Anwort des Weissen Hauses auf den Terror  zu beschäftigen:  „The White House answered terrorism, an abandonment of the law of war, with torture, an abandonment of the rule of law. „(…). (S. 747 ff).

30.11.2521

Ärger über Jill Lepores: These Truths. A History of the United Staates (2018) – schade, dass 2010 der engagierte US-Historiker Howard Zinn verstarb…seine People’s History of the United States (2005) hätte uns uns ein gutes Kapitel über Jahr 2013 geliefert. Das dunkle Kapitel amerikanische Geschichte fehlt bei Lepore… – 2013 war das Jahr, in dem die Journalistenzunft der USA Angst vor der Obama Admininstration bekam – ähnlich wie einige Journalisten im Watergate Skandal (1972) vor Nixons. Kein Wort findet sich in ihrer Geschichte über den „war on journalists„- eine Formulierung von Rolling Stones Editor und Journalist Michael Hastings – kulminierend im AP-Skandal, dann in Snowdens Whistleblow – zwei weitere Kapitel „unlawful surveillance“ von Journalisten durch die Regierung – , auch kein Wort über General McChrystal, der mit seinem Oberbefehlshaber, Präsident Obama, in der Afghanistan-Frage im Streit lag und über Hastings Artikel „The Runaway General“ (2010)), der McChrystals Entlassung nicht verursachte, aber beförderte (Brad Pitt spielt eine Karikatur von McChrystal in War Machine (2017) und Hastings – in der Nebenrolle „Sean Cullen“ – insofern eine Hauptrolle als der Film auf seinem Buch The Operators (2012), eine „inside story“ über den USA-Krieg in Afghanistan basiert) – und erst recht kein Wort findet sich bei Lepore über die Ermordung, zumal den mehr als bizarren Tod von Hastings (offiziell „Autounfall“), Hastings, der eine Manipulation an seinem Auto befürchtete, deshalb am Abend des 18. Juni 2013 das Auto seiner Nachbarin nehmen wollte, teilte zuletzt Freunden und Bekannten per Mail mit, er müsse aus dem Radar der Dienste verschwinden, was er in dieser Nacht, anders als gedacht, auch tat. Bis heute ist unbekannt, wo er die letzten drei Stunden vor dem „Unfall“ nach 3 Uhr früh war, eine Kameraaufnahme von Buzzfeed (?) zeigt, sein weisser Mercedes raste mit rot leuchtendem Bremslicht, d.h. mit dem Fuss auf dem Bremspedal durch eine grosse Ampelkreuzung. Für die Geschichte der Freien Welt, für die Bürgerechte, für das First Amendment, wäre eine Ermordung eines führenden Journalisten der USA durch den eigenen Staat eine epochale Zäsur und ein Akt der Desillusionierung, denn aus der Sicht der freien Welt geschieht das nur in dubiosen Regimes der unfreien), auch kein Wort zur NSA-Überwachung des ganzen Landes und der halben Welt – auch das eine epochale Zäsur, eine neue Qualität des Internetgalaxis -, die der NSA-Aussendienstler Snowden als Whistleblower aufdeckte und ausgesuchten JournalistInnen in Form von geleakten Datensätzen zukommen liess (zu den Auswirkungen dieses War on journalists auf investigative JournalistInnen in den USA siehe z.B.  Peter van Buren (Mother Jones, Juli 2014), das Kapitel „Self-censorship and Press“) und die Publikationen des CPJ (Committee to Protect Journalists) z.B. vom  Mai 2013 der Artikel The Obama Admininstration and the Press„, dort heisst es alarmierend:  „They’re scared to death„, the „AP probe has a horrific chilling effect on journalism“ und im November 2013, nach Swodens Whistleblow, wird die „NSA-Surveillance as a chilling effect“ beschrieben. Im Juli 2013 erschien ein Beitrag dazu in Neuseeland, dessen Geheimdienst ein Eye der Five Eyes ist, („Democracy unter attack„) u.a. über Journalisten, die sich fragen, ob sie für diesen Staat wie Staatsfeinde, ja, Terroristen klassifiziert werden (zu diesem „war on journalists“, angefangen mit dem Fall Jim Risen, siehe Greenwald (2015), S. 310 ff.). Hastings warf der Obama Admininstration und allgemein den „Democrats“ zwei Schwerverbrechen, zwei schwere Verfassungsbrüche vor: „killing people and spying journalists“, anspielend auf Killerdrohnen („The Rise of the Killerdrones„(2012)) und AP-Skandal („Why Democrats love to spy on Americans“ – sein letzter Artikel). Einiges deutet darauf hin, vieles ist aber auch verschleiert, um es genau zu wissen, dass zum Kollateralschaden, den Snowdens Geheimnisverrat auslösten, Hastings Tötung durch die Regierung gehören könnte – Hastings, der im TV, bei Russia Today (?) dem „war on journalists“ der Obama-Admininstration den Krieg erklärte – wohl in der Meinung, für alle Journalisten und Journalistinnen des Landes zu sprechen – mobilisierte sie mit einer Kriegsmetapher zum zivilen Widerstand (sein Aufruf verhallte ohne grosses Echo) in einer Zeit, in der die Obama-Regierung im Krieg mit einem Staatsverräter und mit Medien, die mit ihm kollaborierten, begriffen war, und „Krieg“ ist hier nicht nur, wie bei Hastings, als Metapher zu verstehen, betonten doch die für die Sicherheit des Staates verantwortlichen Leute wie Cheney, Brennan, Clapper, Hayden und Mueller (Mueller in einem Hearing, Hayden kann man bei Wikipedia nachlesen (Stand Juni 2020), usw.), nicht davor zurückzuschrecken, einen US-Bürger zu töten, falls „notwendig“. Was „notwendig“ ist, bestimmt dann diese Exekutive, kein ordentliches Gerichtsverfahren, als ob es zwei Justizen im Staat gibt – eine offizielle und eine geheime, angelehnt an das Zivil- und Kriegsrecht (siehe 30.11.2521 Über zwei Justizen der Gesellschaft). Zurück zu Snowden. Auf der Lise der Sicherheitsbehörden, die mit Hochdruck das Leak in ihren Reihen suchten als auch Journalisten im Inland, die das geleakte Material erhalten könnten und furchtlos genug wären, es zu veröffentlichen. stand Hastings vermutlich weiter oben als Glenn Greenwald. Zumal wäre das eine Arbeitsthese, jenseits von Verschwörungstheorie.
Der Wikipedia-Artikel zu Hastings ist nützlich, obwohl er wichtige Lücken und vereinzelte Fehler enthält (Stand Juni 2020) (seine Leiche war möglicherweise gar nicht stark verkohlt, es gab Fotos von seinem abgeschirmten Unfallauto, wo z.B. ein unverbrannter Unterarm zu sehen war; Berichte von unmittelbaren Nachbarn, die einen leblosen jungen Mann am Lenker des Autos sitzen sahen, lauten ähnlich. Andererseits gibt es Filmaufnahmen von der Unfallstelle, wo die Feuerwehr mit einem Inferno kämpft, als ob das Auto mit einem Stapel Brandbeschleuniger, nicht mit einem Baum kollidierte. Auch von Explosion oder Detonation war die Rede. Zutreffend ist, sein Leichnam wurde schnell kremiert.  Auf Twitter fragte ich Snowden, ob er jemals daran gedacht hatte, sein geleaktes Material Hastings zukommen zulassen, als er sich Journalisten aussuchte, die dafür in Frage kommen?  Unwahrscheinlich, nicht. Eine Antwort blieb aus. Besser keine als eine falsche). Zu diesem dunklen Kapitel und Tiefpunkt in der jüngeren Geschichte der USA, der vielleicht tiefer reicht als der Watergate Skandal, äussert sich Lepore nicht – der Titel ihres Buches These Truths wirkt hier unfreiwillig bizarr, weil gerade „these truths“ fehlen…, es findet sich bloss auf S. 770 der merkwürdig sarkastische Satz „Cyberutopians…pointed to Obama s 2008 campaign the Tea Party, the Occupy movement, Black Lives Matter (ab 2013/2014), the Arab Spring, and politicial hackers from Anonymous to WikiLeaks as evidence that the long-predicted democratization of politics had at last arrived (denken wir an Bradley/Chelsea Manning/Julian Assange; Stratfor-Hack durch Jeremy Hammond; Aaron Swartz; Barret Brown) – Quellenangabe dazu: zwei Bücher, eines von 2011 und eines vom Februar 2013 (d.h. vor Snowden), Heather Brooke: The Revolution Will Be Digitised und Ralph Berenger: Social Media go to war: Rage, Rebellion and Revolution in the Age of Twitter.  So bleibt dieses dunkle Kapitel der USA zumindest in Lepores Buch im Dunkeln, nicht einmal in den Anmerkungen erwähnt. Lepore erwähnte stattdessen – kurz und oberflächlich- rechtsextreme Internetaktivitäten der „alt-right“, das Thema „fake news„, russischer Einfluss über Social Media auf den Trump-Wahlkampf (2016), die Ansichten von Facebook (Mark Zuckerberg) dazu und den Wert und Unwert von Umfragen (polls) bei diesem Präsidentschafts-Wahlkampf – die meisten Amerikaner halten nichts von Umfragen, andererseits deuteten einige Umfragen den Sieg von Donald Trump an – also was jetzt? (S. 774). WikiLeaks Gründer Julian Assange wird ein Vergleich mit Daniel Ellsberg, dem Whistleblower der Pentagon Papers betont abgesprochen, präsentiert wird er bloss als Helfershelfer von russischen Hackern, deren gehackten emails er veröffentlichte, ohne auf, allenfalls für die Zeitgeschichte bedeutsame Mailinhalte als Quellen einzugehen. Lepore bleibt bei der offiziellen amerikanischen Anklage von Assange als Krimineller und Verräter (Staatsfeind) („but Asange bore not the remotest resemblance to Ellsberg, Russian hackers had broken into the DNC s servers, Assange had released the hacked emails to WikiLeaks, and the (Washington) Post was among the media outlets that decided to quote…“ (S. 781). Warum sie sich hier einerseits gegen den Australier Assange soweit aus dem Fenster hängt („not the remotest„? Produziert Wikileaks gar keinen rechtstaatlichen und zivilgesellschaftlichen Benefit? Die Post sah das offenbar etwas anders) und  andererseits den US-Amerikaner Snowden nicht einmal erwähnt (auch nicht erklärt, warum er in Russland Asyl fand, nicht z.B. in Deutschland), geschweige ihm einen Vergleich mit Ellsberg widmet ist mindestens auffällig – es wäre jedoch falsch, Lepore zu kritisieren, ihre Darstellung der jüngeren Geschiche der USA hätte die Zeichen der Zeit völlig verkannt, schreibt sie doch anlässlich des von der Bush-Jr.-Administration angezettelten „war on terror“ als Reaktion auf die Attentate und Massenmorde von 2001 duch Terrortruppen von Osama bin Laden (Stichworte: Guantanamo; CIA-Gefängnisse; Abu Ghraib (2004)): „The United States….as the leader of the liberal world….entered a period of crisis…when the country defied its founding principles.“(S. 744)

30.11.2521

Viele Historiker und Historikerinnen können es, zumal wissenschaftlich, nicht gut mit der Gegenwart, die überfordert sie, interessiert sie weniger. Für die ruhig abgelegte Vergangenheit in den Archiven indessen, die einfach und übersichtlich ist, als ob Gott über sie blickte, geraten sie leicht ins Schwärmen und können nicht aufhören sie in der Gegenwart zu vergegenwärtigen. Im Grunde meinte das der Historiker Mommsen (1854), meinte er mit „Gott“ sich, in seiner berühmten Aussage, dass „jede Epoche unmittelbar zu Gott sei„- der Historiker, die Historikerin  ist dies mittelbar, es sei, er wird über seine Kommunikation von Akommunikation tangiert.

29.11.2521

Rassismus anerkennen, aber die Grundlage, die Phänorassialität oder populationsgenetische Merkmale, worauf Rassisten ihre Fantasien bauen, ablehnen, das zeichnet die politisch korrekte Schizophrenie von Prantl  & Co aus.

28.11.2521

Die letzte menschliche Rasse oder Gattung, die Neanderthaler, prägen rund 3 % unseres Erbgutes, das Erbgut des Homo sapiens, mit kaum vorhandener Auswirkung auf unsere Phänorassialität bzw. kontinental-geospatial (Afrika, Europa, Asien, Papua-Neuginea, usw.) leicht unterschiedliche genetische Disposition innerhalb einer vorwiegend gleichgearteten.

27.11.2521

Über Phänorassialität und die Bodenlosigkeit des Sozialkonstruktivismus. Die Grünen möchten den Begriff „Rasse“ aus dem Grundgesetz streichen. Sie halten ihn für überholt, philosophiewissenschaftlich wäre es tatsächlich angemessener, von Phänorassialität oder kontinental-genetischen oder populations-genetischen Merkmalen zu sprechen, definiert als das, was wir als rassiale Phänomene oder populationsgenetische Merkmale differenzialisieren und auf einem kleinen genetischen Cluster oder Genpool der sich geospatial ausbildete, beruht. Phänorassialität ist ein Hinweis darauf, wo, geospatial gedacht, die eigenen Ahnen sich am längsten replizierten, so lange, bis sich geospatiale Anpassung (z.B. dauerhafte starke Sonneinstrahlung/schwarze Schutzhaut) genetisch ausselektiere. Mehr ist das nicht. Auch wenn bereit zuviel für eine Kultur- und Sozialwissenschaft  – Stichwort: Ethnomethodologischer Konstruktivismus – die Rekurse auf die natürliche Beschaffenheit unserer Physisteme als „biologistisch“ denunziert, grösstenteils aus Unwissenheit und Nichtbeschäftigung sich, zusammen mit einem geistesverwandten Journalismus, eine illusionäre Scheinüberlegenheit darüber schafft, denn „biologistisch“ heisst meistens, in die Wissenschaft übersetzt: von Biologie- und allgemein Naturwissenschaft hab ich keine Ahnung und will ich auch keine haben. Die VerfasserInnen des Grundgesetzes werden einen ähnlichen einfachen, wertneutralen Begriff gemeint haben, keinen Nazi-Begriff von Rasse. Rassiale Wahrnehmung beruhend auf einem Gen-Pool oder -Cluster, der sich geospatial ausbildete, ist wissenschaftliches Fakt, dass Arier daraus eine „Rasse“ mit grundverschiedener „Wesensart“ machten, ist soziale Aushandlungssache – die Rassentheorie der Nazis und von Autoren wie Arthur de Gobineau (Versuch über die Ungleichheit der Menschenrassen (1853)) wurde eine abstruse Pseudowissenschaft, abstrus, aber auch tödlich.  Phänorassial lassen sich populations- oder kontinentalgenetische Typen unterscheiden wie europide, africanoide, asiatoide, latino-americanoide, papua-neugenaoide und andere. Tatsächlich kann Phänorassialität in der sozialen Wahrnehmung  – je nach Erziehung und Bildung, je nach Indoktrination  – wie bei den Nazis eine überhöhte, zudem missbrauchte, oder in liberalen Gesellschaften eine marginale, nur noch private Wertigkeit erzeugen. Und je mehr sexuelle Kreuzung global wird, desto stärker wird Phänorassialität verwischt, von der Oberfläche verschwinden, nur noch Humangenetiker werden dann africanoide, europide, etc. Spuren und Verortungen in der Physisteme entdecken können – doch das wird tausende Jahre dauern. Auch wieviel Endorassialität in der Phänorassialität steckt, -. -von Asiaten ist, grob statistisch, nicht auf jedes Individuum herunterrechenbar, ein höhere Lactoseunverträglichkeit als bei Europiden bekannt -, ist Sache wissenschaftlicher Untersuchungen, von Ethnomedizin und Ethnobiologie. Wobei Phänorassialität über Ethnie hinausgeht,  Papua-Neugineau besteht aus über hundert Ethnien mit eigenen Sprachen, ihre gemeinsame Phänorassialität entstand durch Replikation in einem insulären Lebensraum, durch gemeinsame Geospatialität. Philosophen wie Markus Gabriel tendieren dazu, unsere Individualtypologie zu übertreiben, nur noch Individuen als existent zu betrachten, um damit den Begriff Rasse bzw. Rassialität, der einem überindividuellen Gencluster angehört, zu eliminieren. Doch es gibt weder das Individuum an sich – Sartres Versuch, es als Existenz zu denken, in Ehren – noch den Gattungsmenschen an sich, tatsächlich sind wir individuierte Gattungsmenschen, die von phäno- und endosexuellen, humanoiden, teilweise neanderthaloiden Clustern und Genrestanzen geschaffen und geprägt wurden. Wir wären nichts ohne unsere physistemische Gattungsausstattung, die die Physik unserer Welt prägte – Menschen haben, aufgrund der umweltlichen Härte der Lebensmittel, Zähne und kriegen Zahnschmerzen aufgrund der Tätigkeit gewisser Bakterien, der umweltlichen Zoologie, zudem geht die hohe Ordnung unserer Physisteme den Weg einerseits der Neuschöpfung (nach unserer Gattungsmenschlichkeit, das heisst, wir wieder-erzeugen uns), andererseits der Entropie (nach unserer Individualmenschlichkeit, das heisst: wir Altern und Sterben), und wir besässen keine Individualität, einschliesslich Behinderung und/oder Talent im Bereich des Angeborenen, ohne einzigartige Gensynthese individueller, sektoriell-überindividueller und allgemein-überindividueller Art – alles Dinge und Fakten, die sich Sozialkonstruktivisten als „biologistisch“ und „physikalistisch“ vom Leibe halten. Gleichsam PlatonistInnen, die von der Sache, die ins Licht gestellt wird, solange es geht, keine Ahnung haben und in ihrer Höhle gefesselt, in ihrem bodenlosen Konstruktivismus bleiben wollen. Tätsächlich sind unsere humanoiden Physistemen stark von Genen (gedacht als Einheit von molelkularen, chromosomalen, mitochondrialen und weiteren Ebenen)  (in der Corona-Pandemie erwies sich sogar die Blutgruppe als Überlebensvorteil bzw. Nachteil) und von Physik geprägt, aber eben auch von der Geospatialität dieser Prägungen, darunter die phänorassiale. Je mehr sich die Menschen global kreuzen, vermischen, vermengen, desto mehr wird der neue Urmensch auferstehen, erinnernd an jenen aus einer Urzeit, in der sich die Menschheit noch nicht geospatial-rassial ausdifferenzierte, trennte und isolierte. Bereits steckt er in uns, der neue Urmensch, wenn auch als Mensch der Vernunft, des Ethos, des Rechts, das jeden Menschen ohne Ansehung seiner Rasse, seines Geschlechts, …. jenseits von privaten Präferenzen, wo Phänorassialität eine Rolle spielen kann und von Sexualität, wo Phänosexualität (ist der Mensch als Frau oder Mann erkennbar) statistisch so gut wie immer die elementare, voraussetzende, wenn auch noch nicht entscheidende, setzende Rolle spielt, einschliesslich Phänorassialität als „Gewohnheit“, etwa dann, wenn mir ein in Frankfurt lebender Nigerianer erkärt, dass er eigentlich mehr auf einheimische als auf „weisse“ Frauen stehe. Auch das ist kein Naturgesetz.

 

26.11.2521
Ehe für alle – zivile, staatliche Ehe und die Anbiederung – die Selbstruinierung –  der „Kirchen“ –

25.11.2521

Generation Oprah Winfrey contra Ku-Klux-Klan.  Über schwarzen Rassismus von Weissen und die absehbaren Sieger dieses Kampfes, die Generation Oprah Winfrey und ihre nicht-schwarzen Freunde und Freundinnen.  Weisser Rassismus besonders gegen Black People – nicht gegen US-Asiaten, First People („Indianer“) und Latinos – ist eine von der Generation Oprah Winfrey (geb. 1954) und Obama (geb. 1961), beides Repräsentanten einer arrivierten schwarzen Mittel- und Oberschicht, teils neutralisierte, ausser Kraft gesetzte, teils immer noch vorhandene Form des Rassismus, der „racial injustice“ (Howard Zinn) in den USA, ausgehend von Teilen einer schwindenden weissen Mehrheit – schwindend insofern, dass sie ab 2050, 2060 ihre „weisse“ Mehrheit an andere phänorassial designierbare Gruppen verliert, sofern eine phänorassiale Unterscheidung und Einteilung der Bevölkerung dann noch soziale Diskriminations- und Differenzierungswertigkeit besitzen. Dieser amerikanische Rassismus und der Kampf gegen ihn hat eine rund 300 Jahre währende Geschichte – die Geschichte eines Kampfes zwischen unterschiedlich privilegierten gesellschaftlichen Gruppen, zwischen einer der gleichen Nation angehörenden Bevölkerungsmehrheit, die im Schwinden, und einer Minderheit, die im Wachstum begriffen ist. Ihre Auseinandersetzung begann mit dem Import billiger Arbeitskräfte aus Afrika, mit der südstaatlichen Sklaven-Herren-Unkultur, die im Bürgerkrieg 1861-1865 zwischen Befürwortern und Ablehnern des Sklavenhaltung eskalierte. Ökonomischer Hintergrund: landwirtschaftliche Sklavenhalterökonomie der Südstaaten wurde für die wachsenden Städte der Nordstaaten zu ineffizient, zu unkapitalistisch: hinter dem moralischen Kampf um Freiheit und Gleichberechtigung stand eine ökonomische Strukturanpassung. Auf der Verliererseite spaltete sich der Ku-Klux-Klan ab, der für sich die weisse Suprematie und den schwarzen Rassismus konservierte, der auf der Siegerseite und in der Ökonomie absehbar an Gewicht verlieren wird.  Und so kam es in den folgenden hundert Jahren auch. Die Emanzipation der ehemaligen US-Sklaven und -Sklavinnen zu gleichgestellten Bürgern und Bürgerinnen schreitet seitdem voran, nicht zuletzt dank den Emanzipationskämpfen der 1960er/70er Jahre – prominent repräsentiert durch Martin Luther King, Malcolm X und John F. Kennedy, alle drei ermordet nur oder auch wegen ihres anti-rassistischen Engagements; Malcolm X (1964) starb zwar anlässlich eines Konflikts in der Nation of Islam, aber „weisse“ Behörden wollten ihn nicht schützen. Zweck dieser „nation“ in der Nation war, sich auch religiös von der herrschenden weissen christlichen Gruppe abzusetzten, ihr berühmtester Repräsentant ist Cassius Clay (geb. 1942), der zu Mohammed Ali konvertierte und sich aber, trotz seiner Weigerung in Vietnam zu kämpfen, als prominenter Vorläufer der Generation Oprah Winfrey und vorbildlicher US-Staatsbürger erwies. Die Zahl schwarzer College-Absolventinnen steigt kontinuierlich (DAAD 2018). Unter Black people ist statistisch aber auch die grösste Kriminalität zu finden, überdurchschnittlich viele Schwarze belegen die US-Gefängnisse – doch leben auch diese Schwarzen nicht mehr im Mittelalter, wo mit der Geburt der Platz in der Ständegesellschaft mehr oder weniger determiniert war. Die Geschichte dieses Rassismus und Anti-Rassismus bleibt nicht nur in dieser Gesellschaft komplex und dynamisch. Zum möglichen antinegroistischen, antiafricanoistischen oder besonders schwarz-rassistischen Mordmotiv des Polizisten Chauvin bei der Festnahme von George Floyd siehe 23.11.2521.

24.11.2521.

Über die Parallelwelt der Neonazis (ntv-Doku). Offenbar ist für viele Neonazis die „Auschwitz-Lüge“ ein verkapptes „Auschwitz-Ja“. Wir sollten uns nichts vormachen lassen: Wenn sie Auschwitz leugnen – aufgrund juristischen Verfolgungsdrucks kaum noch offen -, kann das in ihrem Code heissen, dass sie Auschwitz voll und ganz befürworten. Dabei laufen sie auf einer Schiene des verselbständigten Juden-Hasses, ohne realen Bodenkontakt, fern von Tatsachen, dass sie keine Juden, die annähernd ihrem Feindbild entsprechen, kennen, dass unsere jüdische Gemeine eine kleine, politisch kaum noch relevante Minderheit ist, auch wegen ihrer Vertreibung und Vernichtung durch die Nazis – das alles interessiert sie nicht -sie fahren auf der Schiene jenes Christentums, das zweitausend Jahre lang Denunziation und Hass auf „den Juden“ predigte:  „Der Jude“ ist der Mörder des Jesus-Christus, der Gute in Person (dass dieser Jude war wird ausgeblendet); „der Jude“ ist der Satan, der Böse in Person; „der Jude“ ist der Geldgeile, er ist der Kapitalismus, zumal sein „Auswuchs“. Und strebt „der Jude“, dessen erster Nationalstaat, Israel, immer noch um seine Existenz kämpft,  die „Weltherrschaft“ an, dann braucht er dafür viele mächtige Freunde. Soviel zu diesem verschwörungstheoretischen Blödsinn, den sich diese Kreise erzählen. Für diese schlichten, eher kleinbürgerlichen Antisemiten ist wie für Hitler in Mein Kampf  „der Jude“ das Alles-Erklärer-Prinzip, auch für Kapitalismuskritik, angesichts einer von Bildung und Wissen immer abhängiger werdenden Welt  die in ihren Kopf passende „Welt-Reduktion“. In Sachen Bildung und Wissen meistens eher Nieten, zieht diese Bildungsmisere irre Querulanten an, die als Einäugige unter den Blinden den „Volkslehrer“ geben oder den schlauen PR-Berater.  Oft ohne professionelles Geschichtsstudium oder dergleichen, mehr Typ Autodidakt, für den es zum Erfolg und für Anerkennung im Milieu reicht, dass er das Parallelweltniveau, den Sound seiner Leserklientel erreicht. In dieser Parallelgesellschaft herrscht eine Achtung und Anerkennung, die ihr die grosse Welt verweigert. In ihr müsste sie Leistungen erbringen und eine Realitätsprüfung, die sie nicht bestehen würde (Über die Schwierigkeit aus dieser Sekte auszusteigen, haben Ex-Neonazis Bücher geschrieben).
Vor laufender Kamera des ntv-Teams erklärt ein Neonazi, der mit Neonazi-Nippes Geld macht, seine Geschäftsphilosophie: er fände halt gut an Hitler, dass „er sein Ding durchgezogen“ habe. Tatsächlich findet er gut, dass Hitler, Himmler, Eichmann und Co. wenigstens „ein“ Ding durchgezogen haben: die Vernichtung der europäischen Juden und von solchen, die dafür zu „Juden“ gemacht wurden, denn sonst zog Hitler ausser der absehbaren Vernichtung seines Grössenwahns und von sich nichts durch.  Das Gespenst des Nazitums, das heute in verschiedenen Gesellschaften herumspukt – und auf dem Boden des Nationalismus auf seinen grossen Tag X-Auftritt, wo es wieder zu Fleisch und Blut wird, wartet – , ist ein Loser-Nazitum, ein Post-Stalingrad-Nazitum, das nichts mehr in der Art von Hitler „durchziehen“ wird. Die Mehrheitsgesellschaft in Europa wird sich nicht mehr national bis aufs Blut bekriegen und militärisch massenermorden gehen. Sie wird keinen europäischen Grossbürgerkrieg entfesseln lassen. Doch soweit will er nicht denken, unser junger Neo-Nazi. Sein Nazitum besteht  wie sein Geschäftsmodell darin, seine Sache nicht zu weit zu denken und das sehr selektiv und einfach. So selektiv, positiv verengt, so intellektuell verrannt, so moralisch banal böse gestaltet sich die Welt unseres Neonazis und seiner Parallelweltbrüder und Parallelweltschwestern im Geiste, blicken sie in die Vergangenheit auf Adolf Hitler und dessen Bewegung (der mein Opa angehörte als Soldat der Berliner SA unter Goebbels, aber schon geraume Zeit vor 1945 kapierte, dass die grössenwahnsinnnige „Blase“ geplatzt ist,  und für Wohlstands-Neonazis, die keine Weltwirtschaftskrise (ohne Sozialstaat wie heute) und keinen Weltkrieg durchmachten und überlebten wie er, nur Verachtung übrig hatte). Um sich Hitler weiter gut zu reden, meinte unser Neo-Nazi, wahre Deutsche hätten sich für ihn doch geopfert, so schlecht könne er nicht gewesen sein? Dabei dachte er nicht an die Soldaten an der russischen Front in Stalingrad und an die Bombentoten in Dresden, die die Antwort auf die Nazi-Bombardierungen englischer Städte am eigenen Leib zu spüren bekamen. Immer wieder lassen sich Menschen dafür verwenden und hingeben, um einem  Rattenfänger bis in den Tod zu folgen. Paulinische Christen wurden auch den Löwen zum Frass vorgeworfen, ohne ihrem Glauben abzuschwören, denn ihr Glauben war eh nicht für diese Welt bestimmt, da hatten die Römer etwas nicht verstanden. Aber dass sich der Führer selber umbrachte, Herr und Frau Göring bevor sie dasselbe taten, ihre Kinder, Himmler und Goebbels auf Giftpillen bissen, das sollte unserem Neo-Nazi zu denken geben, der sich die Niederlage Hitler-Deutschlands so zusammenreimt, dass das vereinte Weltjudentum gewonnen hat, und jetzt hinter Frau Merkel die Strippen zieht, sieht man genau hin, ziehen hinter der Mecklenburg-Vorpommerin „der Jude“ und „Bill Gates“ die Strippen – doch, echt jetzt. (Herr Stalin in Moskau, Herr Truman in Washington, Herr Churchill und Herr De Gaulle in London und Herr XYZ von Zion – geben für diese Nazi-Parallelwelt  „das Weltjudentum“ ab…). Man kann dem kruden Gelaber, dem verschwörungstheoretischen Wahnsinn in dieser Neo-Nazi-Parallelwelt, mit Vernunft und Bildung nicht bekommen, weil ihr Irrationalismus aus dem Motto besteht:  Sein Ding durchziehen, egal, ob du letztlich scheiterst. Mache dich überzeugt genug, dich für eine übergeordnete völkisch-nationale Sache zu opfern, Hitlers Taten sollen nicht vergeblich gewesen sein… Ähnlich denken auch Islamisten, jagen sie sich mit möglichst vielen „Ungläubigen“ in die Luft, sie erhoffen sich dabei, auf Allahs Gnade zu treffen und für die siegreiche Zukunft des Islam ein Zeichen zu setzen. Kompliziert darf es in der Parallelwelt der Neo-Nazis nicht werden – es braucht das klare grosse Feindbild, vielleicht noch ein zweites und „gut“ ist. Der Anfangsverdacht besteht: Aus dieser Gegenwelt muss man mit Gewaltaktionen rechnen, mit Terror, als politisch motivierte Schwerkriminalität, allein um für sich ihre Wichtigkeit zu beweisen und weil ihr Hitler-Rekurs keine andere Option lässt,  als „letztlich“ auf nichts hinauszulaufen (à pro pos „sein Ding durchziehen“: auch der Lübcke-Mörder  „zog sein Ding durch“). Wir leben schon lange nach, nicht vor Stalingrad, wie diese Parallelwelt, auch deshalb ist sie für die Gesamtgesellschaft Deutschlands, Europas und der Welt überholt und unwichtig, so oft ihr Schaden, den sie anrichtet, das widerlegen, das Gegenteil behaupten möchte.

23.11.2521

Die Welt im Stubenarrest. Mindestens drei psychodynamische Effekte hat der globale Stubenarrest – entstanden durch die Bedrohung und Prävention gegen die Corona-Pandemie, die Welt arretierte sich nicht freiwillig – weltweit befördert: erstens die unvermeidliche Verstockung der Unverständigen (die sich Luft macht in irrationalen Aktivitäten), zweitens die globale Solidarität unter Verständigen (alle rücken für das Lösen einer gemeinsamen Gefahr (Problematik) zusammen, nicht nur in der scientific community) und drittens das Erfahren und Bewusstsein einer historischen Zensur, wie zuletzt 1970 in der Erdölkrise (Fahrrad-Radeln auf der Autobahn), 1989 für DDR-Bürger und -Bürgerinnen (nicht vergleichbar intensiv für die meisten Westdeutschen, EuropäerInnen und die Weltgemeinschaft) und 2007/08 in der Weltwirtschaftskrise (besonders für Politik als globale Feuerwehr, Finanz- und Bankkapital).

23.11.2521

„I can’t breath“ ist der Slogan, der Corona-Erkrankte und George Floyd vereint: die Pest des Virus und die Pest des Rassismus fordert Opfer, befördert aber auch Solidarität und den Kampf dagegen – weltweit.

23.11.2521

Im Fall von George Floyd  ist die durch die laufende globale Corona-Pandemie, in der dieser Verhaftungstod fällt, entwickelte Solidarität für besonders von Corona Diskriminierte, personalisiert in Schwererkrankten, die „I can’t breath“ unter Lebensgefahr erleiden und daran erliegen, übergesprungen in eine globale politische Solidarisierung für besonders von Rassismus Diskriminierte, personalisiert in George Floyd, der „I can’t breath“ unter Lebensgefahr erlitt und daran erlag. Insofern hat der Corona-Lockdown einen sozialen Druck unter Arretierten, die wochenlang nicht mehr auf die Strasse gingen, erzeugt und die Black-Lives-Matter-Protestaktion wirkte hierfür wie ein soziales Ventil, viele zeigten sich  nach langem wieder auf den Strassen, das durch den wochenlangen Stubenarrest verstärkt und vergrössert wurde, allenfalls einschliesslich des Problems, des Rassismus selbst – etwa in Deutschland, wo die Linkspopulistin der SPD, Esken, die deutsche Polizei unter Rassismusgeneralverdacht stellt, hauptsächlich um daraus unter politisch Korrekten politisches Kapital für ihre Partei zu schlagen.

23.11.2521

Wie rassistisch oder antinegroistisch/antiafricanoistisch ist Derek Chauvin?  Floyd war kein Engel, stand unter Falschgeldverdacht, wehrte sich gegen die Festnahme, war vorerkrankt, hatte Alkohol, Drogen und Corona im Blut. Dem veranwortlichen Polizeiofficer, auch kein Engel, ist Mordabsicht zuzutrauen. Er setzte den sich zuvor wehrenden Floyd u.a. mit einem US-asiatischen Kollegen fest (Thou Tao – auch kein Engel), sein Rassismus war möglicherweise ein Antinegroismus, sein verschleierter Mord zudem versteckt persönlich motiviert, angeblich kannten er und Floyd sich. Hat Chauvin schwarze Freunde, Bekannte, die für ihn ein gutes Wort einlegen werden? Der Gerichtsprozess sollte das aufklären.

22.11.2521

Kurz gesagt, das Römische Reich hinterliess uns nicht nur Viadukte, Kanalisationanlagen, Wege, Ruinen, Schriften, Skulpturen, Metallgegenstände und ein paar juristische Grundsätze, sondern seine Staatsreligion – Weigt (2004) argumentiert, dass das Schicksal Kaiser Junians, der nach den christlichen Kaisern Konstantin und Constantius II. einen neuplatonisch-philosophisch, mithraischen Glauben anhing (vor ihm schon Kaiser Commodus (180), Kaiser Konstantin I. bis 337), sein früher Tod im Kampf gegen die Perser, 363 n.u.Z. darüber entschied, dass die Welt des Wesens „statt christlich, mithräisch gworden“ wäre (S. 15), eine These, die Ernst Renan vertrat – vielleicht wird hier die Bedeutung der Verbreitung des Christentums im 4. Jh. n..u.Z. unter- wie auch des Kaisers überschätzt. Um den heutigen Paulinismus zu verstehen, ist es sicher geboten, sich weniger mit dem Originalchristentum in Nahost – das Paulus nicht als Messias nach dem Messias begrüsste, sondern als Apostat ablehnte, aber bald vom Paulinismus permingiert wurde -, als mit der römischen Reichsgesellschaft, die das Christentum nicht mehr loswurde, trotz und wegen ihrer obrigkeitlichen Repression, und ihren Erben zu beschäftigten. Die Mittelklassen des römischen Spätreiches beförderten bevorzugt eine inklusive, keine exklusive Religion, damit wurden deren Seelen auch nicht mehr vom kaiserlichen Gotteskult behindert, in den Himmel zu kommen, wie ihre Kaiser Ewigkeit zu erlangen.

22.11.2521

Nach dem Christentum. Besonders Frauen, Männer nicht minder, werden darüber nachdenken, was mit Permingation der Frau, Mutter und Geburt durch das abrahamische Christentum gemeint ist (zum Begriff Permingation, von lat. permingere – überpissen, überpinkeln, in der Tierwelt: männlich Revier markieren, aneignen, auch über die Reviermarke eines/einer anderen (wissenschaftlich kann die Permingation ein Plagiat sein); psychoanalytisch: „mit dem Phallus überschreiben“, phallokratisch aneignen und diskriminieren, siehe ÜdA 2). Und warum die Herabsetzung und Absetzung vom Judentum zur DNA seiner Überlegenheitsekstase gehört – von dem Standardgebet „Und erlöse uns von dem Bösen“ (lies: Jude) über das erste Gebot: Du sollst nicht morden/töten (lies: der Jude ist der, der das heiligste Gebot brach, der den Heiligsten mordete, somit der Unheiligste….) bis zu den grossen Wundern, z.B. der Lauf-über-Wasser, der unter sich Moses, dessen Gott die Wasser „bloss“ teilte, mit Füssen tritt – überall, in all seinen herausragenden Momenten dieses paulinisierten Christentums steckt  ein Fernkampf mit dem Satan „Jude“, steckt das Streben, die eigene Überlegenheit über die alt-jüdische Überlegenheitsekstase zu markieren und zu festigen. Das ist irgendwann nicht mehr unser „Spiel (überhaupt ist es überraschend und erklärungsbedürftig, dass diese inter-jüdisch verstrickte Sekte eine solche Dominanz für die westliche Menschheit erreichen konnte. Dazu, dass, warum und wie vor allem die römische Gesellschaft das Christentum, selbst durch seine Verfolgung gross machte, zu ihrer Staatsreligion machte, siehe ….2521 und folgender Eintrag).

21.11.2521

Nach dem Christentum. Um bis hierhin zu gelangen ist der Weg lang – und hilft sicher, Über die Anfänge 1 bis 6 zu studieren (und das, was das Werk heranzieht).

20.11.2521

Über die Überlegenheitsekstase aller Überlegenheitseksasten. Die Änigmatische Bewegung wird, je mehr sie an sozialer Bedeutung gewinnt, sich zu behaupten haben. Auch wenn sie das nicht will, nicht braucht und das nur vorübergehend, niemals hauptsächlich tun wird. Für ihre Neugläubigkeit, die originaler als jede andere Philosophie und Theologie ist, die global universal, nicht provinz-universal zu sein in Anspruch nehmen kann,  wäre es ein leichtes, alle anderen als „Altgläubige“ zu bezeichnen (Hindus, Buddhisten, Abrahamische, etc.) so wie die christliche Überlegenheitsekstase alle anderen „Heiden“ nannte und die islamische Überlegenheitsekstase alle anderen „Ungläubige“ nennt – einschliesslich  NihilistInnen (an Nichts Glaubende) und AtheistInnen (nicht an Göttliches Glaubende). Ausserdem ist sie Philosophie, die sich und alle anderen Menschen Philosoph, Philosophin nennt (vor jeder Religion als solche erkennt und anerkennt), und zwar einer akommunizierten Philosophie, während alle anderen bloss kommunizierende Philosophien sind.

20.11.2521

Erklärungsversuch: Warum ich nicht Fabrikant, Bankdirektor, Chefkoch, Grossbauer, Theaterautor, Politiker oder Philosophieprofessor geworden bin? Akommuniziert zu sein, könnte früh die Energie ausgelöst haben, früh ein studium universale zu beginnen – und alles andere als uninteressanter auszuschlagen, was ich unter privilegierten Umständen in meinem Leben hätte werden können -, ein ewiges Studium, das ich mit wenig Unterbruch seit 40 Jahren unternehme – das Akommunikative habe ich mir nicht ausgesucht, ich liess es aber gerne geschehen und arbeite daran, uns, unserer Art, unserer Geschichte, unserer Wissenschaft, unserer Weisheit, unserem Ethos, unserem Leben, unserem Sterben und unserer Welt mit ihrer änigmatischen Dimension wie auch deren Quelle gerecht zu werden, wahrhaft zu sein, die Aufklärung, nicht die Täuschung zu suchen, zu bemühen. Was ein selbstverständliches Verhalten ist, davon ausgehend, dass die meisten Menschen in ihrem Kooperationsumfeld faire Player, keine BetrügerInnen, und gesunde, keine krankhaften EgoistInnen sind, denn zuerst ist ihnen viel gegeben worden, ohne viel zurückzugeben. Wir brauchen in der frühesten Lebensphase viel von anderen, wir müssen nehmen, ohne viel zurückgeben zu können. Menschen haben meistens auch gelernt und begriffen, was danken, was gerecht, was fair bedeutet , zum Beispiel als sie mit ihren Geschwistern die Mutter, den Vater, und das, was es zum Leben gab, durch Verteilung erhielten und teilten. Genügte die Zuteilung, wurde gerecht verteilt? Das eine melden Stoffwechselbereiche des Körper, das andere ein elementarer sozialer und Gerechtigkeitssinn, der schon bei Schimpansen beobachtet wurde. Der Philosoph John Rawls hat u.a. über „Fairness“ geschrieben – eine allgemeine Empörung über Rassismus in der Gesellschaft ist im Grunde ein Empören über ungerechtes Verteilen und unfaires Verhalten gegenüber einem Mitglied in der Familie, das nicht nur dieses aufbringt, sondern zu Solidaritätsbekundung, zum Aufbringen anderer führt- hier geht es um elementare, sozial-basale psychogenetische Reflexe und Reflexionen (Vergleiche, Wertungen).

19.11.2521

Lüdemann (2001), Nietzsche (1888) und Über die Anfänge (2017). Der qualitative Unterschied zwischen Lüdemann (2001) und Nietzsche (1888) und mir (2017), ist, grob vereinfacht gesagt, Lüdemann nahm den Leuten die christliche Religion ersatzlos, liess sie im Leeren stehe, hinterliess ein Desaster, ein Pseudochristentum; Nietzsche nahm den Paulinismus auseinander und gab ihnen dafür eine intellektuelle After-Religion, das, was Paulus, im Prinzip zu Recht, als Philosophie bar von Akommunikation bezeichnete. Über die Anfänge hingegen nimmt viel und gibt noch mehr, kommuniziert im Prinzip jeder „Kommune“ akommunizierte Philosophie und Philosophie, akommunizierte Theologie und Theologie, akommunizierte Wissenschaft und Wissenschaft.

18.11.2521 (3)

Vergleiche die Geburt durch Mutters Schmerzen (im Kreuz), first order, mit Geburtswasser mit der Neugeburt durch Jesus Schmerzen (am Kreuz), second order, mit Taufwasser – beide Geburten, um sündenfrei in die first-order-Welt bzw, second-order-Welt, zu kommen. Welches ist und bleibt das Original? Welche Geburt geht welcher Geburt voraus, welche Geburt ist die produktive, welche Geburt bloss der Trittbrettfahrer der produktiven?

18.11.2521

Paulus oder die ans Kreuz geschlagene Geburtsszene.

18.11.2521 (2)

Über Mutters Wehen im Kreuz bis zum Scheintod, damit du sündenlos, keusch zur Welt kommst, und Jesus Wehen am Kreuz bis zum Scheintod, damit du sündenlos, keusch in die „wahre“ Welt, den Himmel kommst. Paulus Kreuztheologie als Übertrag von Natalismus first order zu Natalismus second order, das in jedem Menschen eingefleischte Geburtsexistential, abstrakt vom Fuss auf den Kopf, einen männlichen, gedreht. Hier hat einer grosse Schmerzen bis zum Scheintod auf sich genommen, ein Opfer gebracht, damit du neugeboren wirst, damit du sündenlos, keusch in die wahre Welt kommen kannst. Nichts anderes tat die Mutter, sie nahm Opfer auf sich, damit du der Neugeborene wirst, sündenlos, keusch in die wahre Welt kommst. Das Geheimnis, warum Paulus so durchschlagenden Erfolg hatte mit seiner Kreuztheologie, warum seine Botschaft auf positive Resonanz stiess und soviele überzeugte, war, dass sie in jedem geborenen Menschen auf einen tiefen Resonanzboden stiess, in ihm widerhallte, im Grunde schon bekannt war, sie brachte die Geburtsszene, mit den Wehen der Mutter, in einer neuen Anschauungsform in Schwingung und in Wiedererinnerung – so blieb das, was äusserlich abgestossen, ausgegrenzt, niedergemacht wurde, die faktisch, nicht moralisch begründeten Wehen der Mutter und die faktische Unschuld des Neugeborene paradoxerweise der heimliche Kern und Boden der paulinischen Kreuztheologie. Hinter der Abwertung der Geburtlichkeit der Mutter und Unschuld des Neugeborenen, hinter ihrer paulinischen Permingation, versteckt sich ein Hommage an beide, möglicherweise auch Geburtsneid von Männern, nun Herren der Schrift und des Archivs durch Schrift und Archiv, das virtuelle Auferstehungs- und Verewigungsmedium par excellence. Man kann schon sagen, dass in ihm, und nur in ihm, die Geburt und Wiedergeburt Christi stattgefunden hat und bis heute stattfindet  – virtuell, medial durch die katholischen und evangelischen Herren über Schrift und Archiv durch Schrift und Archiv (performativ exekutiert).

18.11.2521

Paulus Römerbrief (Brief an die Römer). Was pompös in der Bibel Einheitsübersetzung 2016 als „Die Offenbarung des Heils im Evangelium“ angekündigt wird, entpuppt sich als bauernschlaue Rhetorik eines von seiner neu-jüdischen Mission für Juden und „Heiden“ überzeugten neu-jüdischen Mannes. Das Ganze fängt an und hört auf mit unbegründeten Pauschalisierungen und Unterstellungen wie „alle (….) haben ja gesündigt und die Herrlichkeit Gottes verloren„. Alles klar: das ist die steile These- wenn du bis dato eher nicht gesündigt, eher keine Verfehlungen begangen hast – bist du ein Schwindler, ein Heuchler, hast du nicht tief genug in der gegraben – und so schliesst die eine Unterstellung den Zirkel mit einer folgenden – gefolgt von der terminalen Unterstellung: dass der Paulus, der einem die eigene „Verfehlung“ offenbart, der einem die Krankheit bringt, auch das Heilmittel verspricht, das Heil seines Heilers Jesus – der für des Menschen Grundsündenhaftigkeit, Grundgottverlorenheit, Grundungerechtwerdung – den Opfertod der Opfertode gestorbens sei – anstelle der blutigen Entbindung und den Wehen der Mutter, die sich auf sich nahm, um dich sündenfrei, keusch, unverdorben, unverweltlicht in deiner Auserlesenheit und Einzigartigkeit zur Welt und ihrer änigmatischen Dimension zu bringen, wird auf second-order und männlicher Seite die Kreuzigung als Geburtsszene des entsündeten, unverweltlicht, unschuldig, keusch, selig im Himmel zur Welt kommenden Menschen wiederholt und reinszeniert: Jesus ist die Mutter-second-order, die Wehen, Schmerzen auf sich nahm, damit du abermals wie ein Baby unschuldig zur Welt second order, zum Himmel kommen kannst  – wird im Christentum das ganze vom Schwanz aufgezäunt.  Hier wird das Weh des Jesus als die Mutter deines wahren, entsündeten, unweltlichen Lebens hingestellt. Viel mehr ist das nicht. Es muss nur noch eine weitere Geschichte „geschluckt“ werden – und zwar nicht als Märchen, sondern als Wahrheit  nämlich die  Sündentat Evas und Adams im Paradies;, daraus folgend eine angeblich Erzsünde von Geburt an. So ist das paulinische Märchen schon fast komplett:  Nicht – die Mutter hat Wehen auf sich genommen, um uns sündenfrei zu gebären und in die Welt unserer Genesis und änigamtischen Dimension zu bringen, sondern Jesus ist gestorben, um uns zu entsündigen und wieder gerecht zu machen, uns Gottes Herrlichkeit zu geben, um uns die himmlische Dimension zu bringen –  „wegen unseren Verfehlungen wurde er hingegeben“ (Röm 3) – diess Opfer für sie mag vielleicht Schwerkriminellen besonders gefallen – bei denen „Verfehlungen“ gravierender Art die Regel sind. Man kann vermuten, dass sich die christliche Grosssekte auf dem Weg zu ihrer Bedeutungslosigkeit unter chronisch kriminellen Kreisen am längsten halten wird.  –  die Normalmenschen können, wenn sie tief genug in sich gehen und zu sich ehrlich sind, weder mit dieser pauschalen Diffamierung noch mit Märchen, die mehr sein wollen als Märchen, wirklich viel anfangen.  Leider enthält der Römerbrief nicht viel mehr und das ist die traurige Botschaft, nicht die Offenbarung des Heils, nur die Offenbarung einer Aufklärung (die u.a. auch Lüdemann (2001) leistete). Der eigentliche Skandal daran aber ist, dass in dieser Rhetorik Millionen Follower ihr „Heil“ suchten, in der vordersten Reihe Luther, der nicht viel mehr in seinem theologischen Leben als den Paulus machte: also Paulus Rhetorikstück – bestehend aus irrigen Unterstellungen und schrägen Märchen – verstärkte und erneuerte, nicht wegräumte und archivierte.

17.11.2521

Über Stimulanzträume. Es gibt offenbar auch Beglückungsträume, Stimulationsträume, Gute-Laune-Macher-Träume, die beispielweise dem Schlaf von an Depression erkrankten Personen fehlt oder mangelt, die über diese psychochemischen Ingredienzen und Traumsequenzen nicht verfügen. Die Traumsequenz kann eine modifzierte glücklich machende Erinnerung, ein eingestreuter visualisierter Schnippsel, verdichtet zu einem Witz, zu einer witzigen traumvisualisierten Pointe sein. Das ist keine neue Einsicht, schon die alte Redewendung, mit dem falschen Fuss aufgestanden zu sein, deutet an, dass man meistens mit dem „richtigen“ Fuss aufsteht – im Schlaf erholt mensch sich nicht nur besser oder schlechter, im Traum wird auch eine beglückende Sequenz, die gute oder die ausserordentlich gute Laune oder Anti-Stimulation, die schlechte Laune oder die ausserordentliche Apathie geschaffen, fehlen Stimulanzträume ganz und ist das Ziel, sie zu bilden, das Ziel, die Depression zu heilen. Stimulanzträume sind normal, treffen häufiger auf, erregen positive Laune, gute Stimmung, Reizen zum Lächeln beim Aufstehen, sie gehen, ohne weit zu gehen, in Richtung Heilträume. Die Anti-Stimulanzträume, die Desolationsträume legen schon beim Aufwachen eine bedrückende, niedergeschlagene, üble oder desolate Stimmung an den Tag – Anti-Stimulanz-Träume gehen, ohne weit zu gehen, in Richtung Depressionsträume. Depression kann sich auch darin äussern, dass Stimulanzträume, die in das Wachbewusstsein übertragen und mitgenommen werden, dass das Wachbewusstsein stimulierende und amüsierende Träume fehlen.

16.11.2521

In der Sprache der Psychoanalyse sind die immunologischen Träume die Es-Träume, die personallogischen Träume die Überich- und Ich-Träume. Die freudsche Psychoanalyse beschränkt sich auf diese zwei Dimensionen  und arbeitet in einer, für eine dritte, umbewusste, nicht unbewusste Dimension besass C.G.Jung ein Gespür, zumindest ein offenes Ohr. Siehe seine Aufsätze über „Synchronizität“ (ÜdA 2) wobei sich änigmatische Ereignisse nicht auf synchronizitäre Ereignisse beschränken.

15.11.2521

Einer der ersten modernen Traumforscher, der über die Heilwirkung des Traums nachdachte, ist Ernest Hartmann (1995; vgl. ders. 2010), auf dessen vorschnelles und zu eindimensionales Pferd „dreaming is guided by emotions“ hier nicht gesetzt wird. Es ist wie bei der Psychoanalyse, wird sie nicht eingehegt, wird sie grenzenlos, tendiert sie zu verwischen, zu überschwemmen, was zu trennen und abzugrenzen, der Sache nach substantiell auszudifferenzieren und different zu betrachten ist.

14.11.2521

Allein mit dem Faktor der Leistungsfähigkeit des Immunsystems der menschlichen Physisteme gemessen, müssten bis 30 Jährige wenig immunologische Träume haben, dafür umso mehr psychologische (Rupturen in der Pupertät und nach ihr sprechen eher gegen diese einfache Gleichung), und ältere Menschen immer mehr immunologische und weniger psychologische, da ihr Schlafbewustsein von der Physisteme durch den Alterungs- und Deimmunisierungsprozess immer mehr immunologisch gestresst und beschäftigt (beschädigt) wird. Doch auch der psychologische Stress angesichts des unübersehbaren Endlichkeit und Sterblichkeit, die latente Denarzisierung oder in immunologisch-psychologischer Verstärkungsform: die narzistische Störung des älter werdenden Ichs, provoziert psychologische Stressträume und Stabilisationsträume – möglicherweise ein immunologisch induzierter Grund dafür, warum alte Menschen oft als ausgeglichener, weiser, stoischer als junge Menschen erscheinen, dazu einzuberechnen wäre allerdings ihr gesunkener genereller Hormonspiegel, ihre abgeschwächte Reaktionskraft, die sie „milder“ und „unrobuster“ (anfälliger, reserveloser, ungeschützter, unschützbarer) macht – insofern würde man auch hier mit dieser einfachen Gleichung nicht weit kommen.

13.11.2521 (4)

Über drei Traumkategorien. Bislang unterscheiden wir folgende immunologischen Träume: darunter Demenzträume (vom Gehirn, Bewusstsein des Körpers) und Heilträume (vom Gehirn und Rest des Körpers), Stress- und Glücksträume – herkommend vom Es des Körpers bzw. von hoch aktivierter/desaktivierter Körperlichkeit der Physisteme bei prekären Situationen wie z.B. überwundene innerkörperliche Lebensgefahr, die viele Parameter der Physisteme en bloc entlastet oder ausgebrochene, nicht überwundende, fortan stressende Sonderaktvitäten (Stress und Körper(immun)aktivitäten jenseits normaler Parameter) oder schwanger- und muttermachende Umwälzungsaktivitäten, die auch den immunologischen Traumteil des Schlafbewusstseins der Frau involvieren. Gibt es typische Mutterschaftsträume?). Ausgespart blieben die personallogischen (psychologischen) Träume und, die seltenste Kategorie, die änigmatischen Traumerlebnisse– in beiden letzteren Kategorien, sicher in der ersteren, können z.B. Erlebnisse von Verstorbenen geträumt bzw. traumbewusst erlebt und wachbewusst nacherlebt werden.

13.11.2521

Da mir selber mein verstorbener Vater, rund 10 Jahre nach seinem Tod, in einem Telefongespräch im Traum so immanent real erschienen ist – auch seine erste Frage, die ihm auf der Zunge brannte, war die, die er nach zehn Jahren Weltabwesenheit ganz gewiss mir ziemlich als erste gestellt hätte -, wachte ich so erschüttert und perplex auf, dass ich, aus dem Bett steigend, umgehend zu meinem Telefon ging und den Hörer abnahm…..- obwohl ich wusste, dass das zu nichts führt, wohl nur, um mir zu helfen, mich wieder ganz in die Realität des wachen Alltags zurückzuholen, fest einzurücken in die Logizität des für das Wachbewusstsseins und ihre Physisteme First order-Wirklichkeit, die im Schlaf verlassen oder von anderer tangiert werden kann. Ganz auszuschliessen ist nicht, da ich bereits Erlebnisse im Bereich der änigmatischen Dimension machte, allerdings viel höherer bis unzweifelhafter Evidenz, dass dieser Traum einer von der dritten Kategorie, nicht „nur“ ein personallogischer war. Wir werden es nicht genau wissen, in der Regel erscheint Gott wie Träume: sie hinterlassen Rätsel, die bedeuten und zum Deuten anregen, aber sie deuten, sie erklären sich nicht mit einem mitgelieferten Kommentar dazu (für autoritäre Religionen liefert der göttliche Befehlston, der Kommentare erübrigt („du sollst…“, „tue !“), die klarsten Botschaften, die unmissverständlichsten Akommunikationen aus dem Jenseits).
Im Falle dieses Vatertraumes mit einer starkten Suggestivkraft auf das Wachbewusstsein, eines realistischen Traumes („er war so lebensecht“) spricht vieles dafür, dass es ein stark verdichteter Erinnerungs- und Wiederauferstehungstraum aus dem personallogischen Bereich war, denn, wie gesagt, wenn ich wachbewusst fest nachdenken würde, was mich mein Vater nach zehn Jahren Weltabwesenheit sehr wahrscheinlich als erstes fragen würde, wäre diese Frage mit Sicherheit einer der ersten fünf Fragen gewesen, die mir mein Vater am Telefon gestellt hätte.  Dennoch ist die änigmatische Dimension nicht ganz auszuschliessen. Erstens, wenn sie erscheint, erscheint sie ohne den Hinweis: „ich bin übrigens eine echte Seelenerscheinung, keine unechte Traumprojektion“, zweitens könnte die Telefonverbindung zwischen ihm und meinem Traumich sie symbolisiert haben, ist sie keine Repräsentation dafür, dass endlich, wenn auch erst gegen Ende des Lebens meines Vaters zwischen uns eine guter, tiefer Kanal, entstand. Ein Fakt, der im Traum dadurch angezeigt wird, dass in ihm visuell und telefonisch, quasi synchron per Skype und per klassisches Telefon – überflüssig oder verstärkt doppelt – kommuniziert wurde. Die Telefonverbindung hier verstanden als Symbol für einen direkten Draht, den ich zu ihm, den wir zu uns erst in den letzten, von seiner Krebserkrankung geprägten Wochen, Tagen und Stunden entwickelten, nach rund dreissig Jahren familiäre Verbindung und Vorgeschichte – deswegen wäre wahrscheinlich, dass seine Seele auf diesem Kanal zu mir Kontakt mit der Welt aufgenommen hätte, nicht bei seiner Frau, bei meinem jüngeren Bruder – über den mich dieser Traumvater auch gleich ausfragte -, geschweige bei meiner älteren Schwester, die keine Stunde Sterbewache allein mit ihm in einem Raum aushielt – es wurden üble Erinnerungen wach, an Taten, an denen allerdings oft auch die Mutter mitbeteiligt war (genaugenommen). Seelengläubige könnte diese Überlegungen überzeugen, persönlich tendiere ich dazu, diesen Traum als ausserordentlich suggestivkräftig und realistisch, dem personallogischen Traumbereich zuzuordnen, mein Erinnerungs- und Traumich haben sich nochmals meines Vaters angenommen und, um ihn besser zu vergessen, könnte es hilfreich gewesen sein, in ihn guter Erinnerung zu behalten.

13.11.2521 (3)

Über das Traumbewusstsein als Teil des Immunsystems der menschlichen Physisteme. Bei Heilungsträumen im mentalen Bereich wird der neuronal-organische Vorgang in wachbewussten Figuren und Symbolvorgängen mitprozessualisiert –  schlägt der ganze Vorgang in irgendeiner Weise in die Traumszene durch. Bei extremen Situationen im Körper, der bei hohem Stress und hoher Aktivität des Immunsystems zum Beispiel eine innere, d.h. vom Wachbewusstsein (noch) nicht wahrgenommene Lebensgefahr, ein überwundener Virusbefall, eine beginnende Krebserkrankung abwendete, könnte der Vorgang ebenfalls bis ins Traumbewusstsein durchschlagen – vielleicht als besondere Stress- oder Glücksträume – aus einer Zone, die bei Freud das „Es“ einnahm. Man kann davon ausgehen, dass das Traumbewusstsein aktiver Teil, nicht nur gelegentlicher Bewusstseinsrepräsentant unseres Immun- und Stressystems ist, bzw. wenn es so ist, dann tangiert es auch Träume.

13.11.2521

Traum als Teil des innerphysistemischen (immunologischen) Heilprozesses, nicht nur als sein Übersetzer ins Traumbewusstsein der Physisteme.

13.11.2521 (2)

Bei der Traumanalyse könnte der Unterschied zwischen Unterbrüchen, Übergängen, Aussetzern (bei laufendem Fortgang) und Wechsel oder Auswechslung der Traumszene/n sinnvoll sein. Wir reden von Sequenzwechsel in der Traumszene, wenn der Wechsel folgelogisch in der Traumszene bleibt, zu ihrer reallogischen Kohärenz gehört, und von Auswechslung, wenn die Traumszene durch eine andere, reallogisch nicht mehr zusammen-, eventuell aber traum- oder personallogisch passende Traumszene, ausgewechselt wird. Über dieses „andere“ später, ebenso über Traumlogik und Reallogik (Reallogik meint die Logizität der Umwelt des Wachbewusstseins, die im Traum des Schlafbewusstseins gespiegelt und befolgt wird („reallogischer oder realistischer Traum“).

///////////////—————–Der erwähnte Traum kombinierte oder verdichtet in Serie Unterbruch, Aussetzer mit Wechsel (von der Sequenz: auf dem Boden vor dem Geländer zu – ausgesetzt bleibt der Geländerdurchbruch -: in der Luft, bodenlos, im Sturz und Flug (symbolisiert, repräsentiert das Fahrrad den mechanistischen Teil meiner Physisteme?) und: von über den Dächern zu: im Dachstuhl – der Aufschlag auf das Dach auf dem Boden darunter bleiben ausgesetzt, wurde vom Traum-Überich für das Traumich ausgeblendet –

——————-man kann vermuten das Traumüberich ist eine Art Präventiv- oder Fürsorgeinstanz, ein Metablocker, der uns am Schlafen halten und die Träume nicht so ausarten lasssen will, dass wir durch sie aufwachen. Das Überich zensiert deswegen Träume des Schlafichs und integriert proaktiv akustische Störungen der Umwelt (laute Musik) in Traummusik – zum Beispiel  das Überich ist Schlafmetablocker und Schlafstabilisator).

Unbekannt ist, welchen Unterschied es macht, ist unser Traumich in der Zuschauerposition der Traumsszene, eine Marginalfigur, oder eine aktive Traumfigur in der Traumszene, dort entweder eine Nebenrolle, der das Zuschauertraumich zuschaut, oder eine Hauptrolle spielt,  in der das Traumich zugleich Zusachauerich ist.  Das Zuschauertraumich, das Traumich in der Zuschauerposition der Traumszene ist verschwunden, ist im Ich der Traumhauptfigur aufgehoben. Der oben erwähnte Traum wurde in der aktiven Hauptrolle des Traumichs geträumt. Bei solchen Träumen findet also eine starke Annäherung an das Wachbewusstsein und Wacherleben statt, auch wenn die Traumszenerie komplett irreal ist – so ähnlich wie eine Hauptfigur in einem Videospiel, die den Spieler repräsentiert, die nahezu unverwundbar ist, die fliegen kann, die physische Stürze aus tausend Meter spielend überlebt – oder eben einen Sturz mit dem Fahrrad aus hoher Höhe auf und durch Ziegeldächer.

13.11.2521

Über Demenzträume. Möglicherweise gibt es Demenzträume, die von ihrer Heilung (Reparatur) und von ihrer Vorhandenheit zeugen. Träume mit unerklärlichen Unterbrüchen in logischen Abfolgen oder von Verdichtungen von Unterbruch, Aussetzer und Wechsel (in) der Traumszene, mit Szenen des partiellen Kontrollverlustes und Kontrollwiedergewinns. Zum Beispiel wenn ein radfahrendes Traumich, statt auf dem Weg zu bleiben, mit seinem Mountainbike auf einer Betonrampe mit Betonweg durch das Geländer brach – die Sequenz des Durchbruchs blieb ausgeblendet -,  und auf ein städtisches Dächermeer zurast, hinabstürzt und fliegt. Dann taucht der Traum in einem Dachstuhl auf,  worauf der Körper des Schlafich, nach dem Auf- und Durchschlag durch das Ziegeldach prallte – diese Szene findet in die Traumszene keinen Einlass, wird übergangen.  durchgestürzt sein muss. Die Sequenz des Aufpralls und Durchbruchs in eine andere Welt, Stufe dieses „Fluges“ wieder auf dem Boden, im Boden eines Haus, blieb ausgeblendet. Dort begibt es sich in die Realität einer grossen Wohngemeinschaft, einem jungen Mann wird erzählt, was geschehen war, man sei mit dem Fahrrad durch das Ziegeldach in den Dachstuhl durchgebroche, das Rad liege noch im Dachstuhhl, wo denn hier der Ausgang aus diesem Haus und Hinterhof sei. Das Traumgegenüber reagierte ganz „normal“,  wird vermutlich den Weg zum Ausgang gewiesen haben. Natürlich müssten hierzu genauere Untersuchungen angestellt werden. Träume, selbst wenn sie etwas bedeuten, deuten sich nicht. Interessant sind hier vielleicht die ausgesetzten Sequenzen, die „Aussetzer“, die „Erinnerungslücken“, die man in der Demenz verstärkt erleidet. Ob sie sich in Träumen spiegeln, zwingend spiegeln müssen oder können, ob die Trraumdeutung wissenschaftlich und diagnostisch signifikant werden kann, sollte unvoreingenommen überdacht und erforscht werden  jenseits des eher gescheiterten, aber pionierhaften Versuchs der Psychoanalyse.

12.11.2521

Über Geheimdienste und George Floyd. Verletzt ein Dienst allzu frei und dauerhaft, ohne Sanktionen zu befürchten, Grundrechte, könnte er irgendwann der Illusion erliegen, Staatsgewalt geht vor Bürger und Bürgerin, doch das ist  Diktatorenmentalität (und eventuell die von gewissen US-Polizisten), nicht Demokratenmentalität. Im Grundgesetz der Demokratie heisst es, alle Staatsgewalt geht vom Bürger, vom Souverän, altertümlich formuliert „vom Volke“, nicht „vom Staate“ aus: das ist die Pointe unserer Gesellschaft, nicht nur von Paragraph GG 20. In der DDR war das Prinzip „Staatsgewalt geht vor Bürger und Bürgerin (Genossen und Genossinnen)“ Staats-. und Stasi-Alltag, in ihr  wurden sogar, reine Vergeltung als Selbstzweck und Machtwahnsinn, längst exilierte Kritiker ermordet. Wer will in der Demokratie Stasi-Alltag? Niemand – nicht einmal in Ansätzen! Und  nein – das ist oft, aber nicht nur Verschwörungstheorie, sondern ein Hinweis darauf, warum das „Europäische Sicherheitsmodell“ (siehe Blog & ÜdA) in Europa auf das Verbieten und Verfolgen von Geheimdiensten durch Anti-Geheimdienst-Polizei und eine im europäischen und nationalen Recht zu verankernde Kategorie „Geheimdienstkriminalität/Staatskriminalität“ insistiert (dass alle Staatsgewalt vom Volke, nicht vom Staat ausgeht, heisst nicht, dass Repräsentanten des Volkes – Politiker – und Repräsentanten der Staatsgewalt vom Volke – Polizei, Richter, Staatsanwaltschaft, Justizministerium – durch einen anarchischen Mob oder eine Minderheit wie der Verein der „Reichsbürger“ negiert werden sollen oder können, oder dass ihnen zustünde, als „Volk“ „direkte Staatsgewalt“ auszuüben – was das „Volk“ in einer Demokratie ist und will, das entscheidet die Wahlbevölkerung)
Übrigens werde ich, seitdem ich mich mit Geheimdiensten und ihrer Demokratieverträglichkeit  und solchen sicherheitsphilosophischen Gedanken öffentlich beschäftige, also seit Jahren belästigt, wird in Berlin seit Jahren in meine Wohnung eingebrochen – Polizei-Anzeige vergeblich, Aufstellen einer Kamera vergeblich – dabei wird laufend meine Intimität, meine Würde, meine persönlichen Grundrechte, mein Hausfrieden gebrochen. Mittlerweile weiss halb Twitter-Deutschland, dass in meine Wohnung dauernd eingebrochen wird – die, die das machen, zeitweise auch Fahrradpneus in Serie zerstören, Kleider löchern, Dinge mitgehen lassen, haben offenbar noch nie etwas vom Streisand-Effekt gehört.

Die ganze Belästigung – wohl beabsichtigt – führt zur Abschreckung meines Umfeldes und beinhaltet die Nachricht: Lege dich nicht mit Geheimdiensten an, dannn lassen wir dich in Ruhe.

In der DDR mag diese Mielke-Mentalität für eine Weile funktioniert haben, aus Sicht einer Demokratie und eines Demokraten, aus Schweizer-Mentalität sozusagen, ist dieser jahrelange Einschüchterungsversuch nicht hinnehmbar und stellt die Existenzberechtigung der Dienste in einem demokratischen Rechtsstaat dauerhaft in Frage. Zum Hauptteil haben sie sich das selber zuzuschreiben. Aus langer Auseinandersetzung, spätestens seit Snowden 2013 halte – nicht nur – ich Geheimdienste für demokratie- und bürgerrechs-unverträglich, ausserdem für technisch und organisatorisch ersetzbar (ihre Gegenargumente sind mir durchwegs bekannt) es muss für eine Demokratie reichen, mit Gericht, Staatsanwaltschaf, Polizei, die verdeckt ermitteln kann, gegen Geheimdienstkriminalität mit Anti-Geheimdienst-Polizei, die mit allem, was es dazu braucht, fast nur verdeckt ermittelt; gegen politisch und relligionspolitisch motivierte Schwerkriminalität (Terror: Links, Rechts, Islam) mit Anti-Terror-Polizei und Polizei sowie mit einer grundsätzlichen Reform des aufgeblähten Diplomatiewesens (Diplomatie light) Rechtssicherheit, Rechtsordnung und Spionageschutz in Europa zu gewährleisten. Zur Zeit gibt es für ein entschieden transparenteres, rechtssicherers Sicherheitsmodell bei weitem keine Mehrheit – der Staat unserer Gesellschaft bastelt an den selber eingerichteten Diensten oberflächlich rum, ermisst ihren Nutzen als immer noch grösser als ihren Schaden für die Demokratie – damit hat es sich. Halten sich unsere Geheimdienste an den Rechtskodex – um einmal nicht Rechtstaat zu sagen, der diesen Namen wirklich verdient – und sorgen sie selber für Selbstkontrolle und sorgt unsere Politik und die auf sie einwirkende Öffentlichkeit der Gesellschaft für ausreichende Fremdkontrolle von ihnen, dazu gehört das Bei-Laune-Halten massgeblicher Medien (ZDF, ARD, etc.) wird es so bleiben. Es ist dennoch geboten, sowohl auf die Probleme, die Geheimdienste selber darstellen (für Demokratien, nicht für Diktaturen), als auch an Alternativen zu arbeiten. Machen Sie ihren guten Job in der Sicherheit, und lassen Sie mich meinen guten Job in der Sicherheitsphilosophie machen.

11.11.2521

Anmerkung zu Gerd Lüdemann: Der echte Jesus. Seine historischen Taten und Worte. Ein Lesebuch. 2013, (vgl. ders., Paulus, der Gründer des Christentums (2001) – besser: des Pseudochristentums; ders., Der erfundene Jesus (2009); ders., Theologie zwischen freier Wissenschaft und religiöser Vorgabe (2014)). Lüdemann hält die Auferstehung des historischen Jeshua für eine willkommene Vision und Halluzination seiner Jünger – „Obwohl Jesus an der Realität gescheitert war, triumphierten seine Jünger in der Vision.“ (S. 96). Für ihn liegt ein „Selbstbetrug der Jünger“ vor. Diesen triumphierenden Selbstbetrug nennen wir „Überlegenheitsekstase“ oder Selbstberauschung und Selbstbefreiung durch einen dialektischen Umschlag von Unterlegenheitsdepression und Not in Überlegenheitsekstase und Glückseligkeit –  vor allem Männer konnten sich mit diesem Sohn-Vater-Gedöhns anfreunden, sie waren auch die erste Adresse. Umso mehr schwebt dahinter die Frage: wo ist die Mutter abgeblieben? Und ihre Töchter? Wahrscheinlich sind das Gott, die Änigma, oder noch mehr das Genesian, aus dem ihre und unsere Welt abstammen, aus der oder in der Genesian-Zone gehören sie dem Nicht-Nichts an. Sie nehmen oder sie nimmt die Stelle dieses Übermuttergöttlichen ein, später verdrängt  durch Abrahams Gott Vater und Sohn, hindustische Götter und buddhistisches Nirvana und wahrscheinlich keinem anderen, späteren Glauben blieb sie länger treu. Wie ein langer Schatten legt sie sich über die neu-modernen Religionen unserer Antike, in denen die Herren der Religion das Zepter über Schrift und Archiv in die Hand nahmen) (Ursprünglich hat die Menschheit, zumindest religiös, ganz gut angefangen,als sie vor rund 100 000 oder 50 000 Jahren die Magna Mater [Grosse Mutter], verkörpert in der Venusfigurine- neben dem Löwenmann die einzige religiöse Ikone aus unserer Frühgeschichte, war sie nicht auch Talisman und Kinderpuppe, die unsere Archäologie an mehreren Stellen und Zeitpunkten, die zehntausende Jahre auseinander liegen, fand – um anzudeuten wie eindrücklich, tief verwurzelt und ewirgkeitsausgerichtet dieser längste Kult der Menschheit gewesen sein dürfte, zur All-Gottheit des Alls, der Erde und ihrer Existenz machte, . das weibliche Prinzip Leben – verkörpert in der Venusfigurine – sorgte dafür, dass aus Fleisch das eigene Fleisch und Blut nicht aufhörte zu entstehen – das männliche Prinzip Leben – verkörpert im Löwenmann – sorgte dafür, dass das eigene Fleisch und Blut nicht von Raubtieren gefressen wurde und nicht aufhörte zu bestehen: sie wurden zu den Raubtieren aller Raubtiere und krönten sich, in dem die Trophäe ihres angsteinflössensten Fressfeindes, den sie besiegten, aufsetzten – beide Prinzipien waren auf einander angewiesen – das mütterliche war innerkörperlich orientiert, das männlich ausserkörperlich, beide waren umweltlich orientiert -sie suchte für ihr Kind  ein beruhigtes Gelände, er suchte ein von Kindern ungestörtes Jagdgebiet, neben der Zucht von Pflanzen und Tieren, die geschlechterunabhängiger die Erhaltung sicherten-  , Venusfigurine und Löwenmann  funktionalen Arbeitsteilung zum Zweck der Selbstschöpfung und -erhaltung – dabei dominierten die Mütter eindeutig nicht mit Muskelkraft und Gewalt, sondern lenkten in ihre Söhne und Ehemänner Dabei konnten die Männer wahrscheinlich wenig beim Kinderkriegen und Kleinkindergeschäft mitreden und die Frauen beim Abwehren und Zurückschlagen eines Angriffs eines Steinzeitlöwen, der wahrscheinlich in Rudeln kam. ————  i n Bearb …….

Lüdemann weist auch auf den dominanten altjüdischen Einfluss hin –  auf die altjüdischen Visionen eines kommenden Reiches des Gottes Abrahams, von auferstandenen Toten, bestraften Bösen und belohnten Gerechten – das alles lag schon eingespeichertim damaligen jüdischen Wissens-,Glaubens- und Aberglaubensfeld vor als bei den neuen Juden kurz nach seinem Tod, die Bombe platzte.  Lüdemann war evangelischer Theologieprofessor an der Universität von Göttingen bis zum Rechtsstreit mit der Kirche 1999 – dann Professor für Geschichte und Literatur des Frühchristentums, – besser: Originalchristentums – , ein Theologie an der Universität, unser höchster Wissenschaftsbetrieb, der mehr freier Wissenschaftler als ideologischer Gefolgsmann war, deshalb aus der Reihe tanzte und die Kirche mundtot machen wollte – früher hätte sie ihn als Ketzer exkommuniziert und verbrannt. doch die Zeiten haben sich geändert, die Theologie mischt zwar immer noch an den Universitäten mit, obschon sie dort nichts zu suchen hat, doch das Arbeits- und Beamtenrecht für Universitätsprofessoren der Theolgie ist mittlerweile stark, teilweise  stärker als das Kirchenrecht (Zu Hans Küng bis Uta Ranke-Heinemman, die ebenfalls Wissens- und Gewissensfragen vor die Ideologie des paulinischen Pseudochristentums stellten und damit auf Konfrontationskurs mit der Kirche gingen – siehe …..252 -)

Zur Lüdemann-Kritik aus religionswissenschaftlicher und änigmatologischer Sicht: Lüdemann steckt noch in vielen Dingen in der alten christlich-theologischen Schule, er befreite sich weder durch postabrahamische Aufkärung, noch wurde er akommuniziert, noch glaubt er, dass es Akommunikationen gibt, für ihn war Jesus ein religiös verirrtes, in den vorgebahnten Propheten- und Prophezeiungs-Erwartungen seines jüdisch-religiösen Umfeldes starke Wirkung, starke Erfüllungen, starke Hoffnungen evozierendes Opfer seiner Täuschung, die mit seinem Tod am Kreuz ihr trauriges Ende und eine zweitausendjährige Fortsetzung fand – man muss sagen, auch Hitler fühlte sich irgendwann von der Vorsehung ergriffen und hatte Jünger und Jüngerinnen, die für ihn ihr Blut gaben (und zwar in „echt“, „real“), owbwohl im nachhinein betrachtet, die ganze Erscheinung ein äusserst schrecklicher Wahnsinn war – der nicht zuletzt auf dem zweitausendjährigen Sockel des paulinischen Antisemitismus stand. Dennoch ist wahrscheinlich, zumindest eine Arbeitsthese, dass der historische Jeshua änigmatisch akommuniziert wurde, und seine Akommunikation und sich in das religiöse Prokrustesbett zwängte, in das ein Jude von Geburt bis Tod gebettet wurde – , auch teilen wir nicht Lüdemanns Einschätzung, dass Jesus der ungebildete Berufene, Paulus der hochgebildete Konvertit war. Jeshua war hoch judaisiert, theologisch bestens bewandert und versiert, ein Profi in altjüdischer Theologie (eine Position, die der Theologe…. prominent machte, vgl. …..   2520), ja, noch mehr, wenn er sich „König der Juden“ nannte, dann ist darunter vor allem eines zu verstehen, er war, weil akommuniziert, der Rabbi der Rabbis und mehr als das. Ausserdem hat Lüdemann, weil keine akommunizierte Inspiration ihn herumtreibt, keine positive Alternative anzubieten, es reicht nicht, negativ zu sagen, dass dieses paulinische Pseudochristentum – nicht anders als das ältere Judentum – einen erstaundlich robusten ideologischen Selbstbetrug kultiviert. Die Änigmatische Bewegung liefert eine positive Anwort auf die berechtigten Kritiken am Abrahamismus, Buddhismus, Hinduismus und anderer antiker und pseudo-antiker Religionen.

10.11.2521

Über das Ende und die Zukunft des Christentums. Das Christentum – es gibt nur noch das paulinische, das originale hat es fast vollständig vernichtet – ist – bei einem näheren Blick – von intra-jüdischer Konkurrenz dermassen geprägt, verseucht, unrettbar, heillos angefressen, dass es sich selbst auffrist. Irgendwann werden die Menschen ihre Lust verlieren, an dieser interjüdischen Dauerdebatte, an dieser „virtuellen battle“ zwischen alt- und neu-jüdischen Titanen-Propheten, zwischen Überlegenheitsekstasen ähnlichen Charakters und gleichen Gottes – heillos verflochten und abhängig voneinander -, mitzuspielen und sich einer religiösen Offenheit und Tiefe zuwenden, die diese Debatte jahrhundertelang verfinsterte und einschränkte. Man kann durchaus sagen, dass diese alte Battle das einflussreichste Videospiel der letzten zweitausend Jahre gewesen ist – mit fantastischen Wunderszenen und apokalyptischen Bildern – , das immer wieder in die Realität übergriff,  in extremen Fällen in ganz friedliche klösterliche Szenen, ikn denen Engel flöteten, oder in ganz grausame, massenmörderische, in denen Mörder wüteten.

10.11.2521

Die Feindschaft gegen das Alt-Judentum im Christentum hat und ist Struktur – vom Hauptgebet über die Gebote bis zu den grossen Wundern – auf ihrem Boden finden wir immer einen Hieb, einen Akt gegen die Herkunft dieser neujüdischen Sekte – gegen das Judentum.

10.11.2521

————-  in bearb————Zur Redekonstruktion christlicher Texturen: das Matthäus-Evangelium. Über intra-jüdische Konkurrenz als massgebliches Bauprinzip des Matthäus-Evangeliums, das bei näherer Betrachtung ein Textdurcheinander ist aus verschiedenen Redaktionen, Fassungen und Quellen („in Mt 25-33 verarbeitet Mt die Q-Quelle“ (Lüdemann (2013), S. 93; zur Q-Quelle siehe … 2520), das zum Hauptzweck eine neujüdisch-religiöse Überlegenheitsekstase hat, in der es immer darum beht, die bessere, die überlegenere Position zu behaupten – also um Fragen wie: wer hat den besseren Propheten, wer die imponierenderen Wunder, wer die wahrere Wahrheit, wer demütig wen besser, wer denunziert wen eindrücklicher, wer überzeugt wen nachhaltiger und so weiter und immer, fast in allen „Big Points“ dieser neujüdischen Religion ist die Hauptfolie, ist der sichtbare und unsichtbare Vergleich und Adressat ihre Herkunft, das mächtige Altjudentum. Zu dieser Ekstase und ihrem „Bauprinzip“, das hier redekonstruktiv lesbar gemacht werden soll, gehört die Dialektik und Kampftechnik des Paulus („Judo-Prinzip“), der den Irrtum und die Ablehnung des Saulus in sich, der Christen verfolgte, nun auf die Altjuden um sich, die Sauluse geblieben sind, richtete oder projizierte: Paulus ist jetzt nicht mehr der altjüdische Verfolger sondern der neujüdische Verfolgte, vertrieben und abgelehnt von jenen, die er aus- und inwändig kannte, die in seinen Augen nun „Satane“, Verlorene, Irrende waren, und daraus zog er wie sein Meister Kraft: Benutze, lenke die Kraft, den Angriff deines Gegners gegen ihn, wenn er dich schlägt, lass ihn nochmals schlagen und nochmals: entwerte, demütige seine Kraft, untergrabe seine Autorität, kehre seine Macht in Ohnmacht und wenn sie deinen Propheten, der sich „König der Juden“ nennt, für immer stürzen, töten und begraben wollen, dann lass ihn erst recht aus dem Grab auferstehen, setze erst recht noch eins drauf, dann mach aus dem Menschen einen himmlischen Gott. Und so geschah es. Um es einfach zu sagen, wenn jene jüdische Gemeinde, die sich für Jeshua soweit aus dem Fenster lehnte, dass es für sie kein Zurück in das Altjudentum mehr gab, und die paulinische Deutung von Jeshuas Tod als Erlösungstod am Kreuz auch ganz konkret, in der Not, in der sie steckten, als wahre Erlösung, als ihre Rettung, Hoffnung und völlige Veränderung der Situation empfunden und akzeptiert wurde – bessere Strohhalme als die, die Paulus anbot, gab es in ihrer Situation nic, nur die die Originalchristen, die Ebioniten waren über diese Deutung entsetzt, nannten Paulus Apostat, aber sie schrieben nicht mehr für Schriftwerke und Archive, denn die Naherwartung lähmte und beruhigte sie, das Reich des Gottes von Abraham stand doch vor der Türe…, im Gegensatz zu Paulus und seinen Followern die in ihrer Sekte bald die massgebliche Herrschaft über Schrift und Archiv,  das Auferstehungs- und das Verewigungsmedium par excellence, errangen, ein mediales Zusammenspiel, eine Wertschöpfung durch Schrift und Archiv,  das die paulinische Christenheit wie keine andere Religion davor und danach so  „immanent“ so „realitätssuggestiv“  beherrschte und benutzte  -wenn der tote Jeshua nicht im Leben auferstand, dann auferstand er im Schriftmedium und das Archiv verewigt diese Auferstehung, solange die Herrschaft über sie nicht wechselt – die paulinischen Briefe und  Paulus Wanderpredigten trieben den mehrfach getriebenen, der von der Göttlichkeit seines Propheten, den er lebend nicht erlebte, aber im akommunizierten Traum, völlkommen beherrscht und überzeugt war („Sehet zu  dass euch niemand einfange durch Philosophie und leeren Trug, gegründet auf der Menschen Lehre und auf die Elemente der Welt und nicht auf Christus.“ (Kol 2)- modern übersetzt: Philosophie enthält nur Kommmunikation, beruhend auf der Genesis unserer Welt, keine Akommunikation, beruhend auf der änigmatischen Dimension und der Genesis der Änigma, lasst euch nicht täuschen – es sei,Philosophie selber, Philosoph, Philosophin wurde, ist und wird in einer Du-Ansprache änigmatisch akommuniziert. Paulus brachte mit der Rettung der Gemeinde die Rettung ihres Retters in die Gemeinde, überbrachte eine Idee in sie, die wie der Blitz einleuchtete und die desolate, perspektivenlose Situation in eine hoffnungsvolle, perspektivenreiche umschlagen liess, und wenn sie soweit waren, dann waren sie bereit, auch die nächste Sensation, die ebenfalls wie der Blitz einschug, zu schlucken, nämlich dass das Grab leer und der Tote auferstanden war. Das war das Abschiedsgeschenk an ihre Verfolger, als sie aus Jerusalem vertrieben wurden.

Dem alten Judentum, dem diese neue Herausforderung letztlich gut tat – auch es entwickelte seine Verschriftlichung, sein Profil weiter – imponierte wie später dem  Islam wenig, was da an ausserordentlichen Wundern geschehen sein soll, ein Wunder am Kreuz und eines im Grab des Jeshua, das auf zwei dialektischen Wendungen beruhte, die wahrscheinlich allein auf Paulus zurückgehen, der sie in die Gemeinde brachte, und von denen die sich später christlich nennende paulinische Religion bis heute zehrt. Der Tod kam also – eher unerwartet – über ihren „Meister“. In dieser aufgewühlten, erhitzten, enttäuschten, desparaten, wütenden und rachsüchtigen Stimmungs- und Glaubenslage  verschwand der Leichnam, und es hiess, ein Gerücht, ein mächtiges Gerücht, ein höchste willkommenes, in einer Lage, wo jeder Strohhalm, jeder Aberglaube, fern von rationaler Kontrolle, ergriffen wurde, dass Er, gesehen wurde. Wie der Blitz muss das eingeschlagen, muss das die Stimmung, die Fantasie erhoben und erhaben gemacht haben. Viel mehr als ein „Blitz“ war dann dieser kurzer Auftritt des Auferstandenen auch nicht, aber schlug tief in die desparate Stimmung der paulinischen Rest-Gemeinde dieser neujüdischen Endzeit-Sekte ein und vereitelte den jüdischen Wunsch, diese neujüdische Irrsekte möglichst schnell und für immer ungeschehen zu machen.

09.11.2521

… in BEarbeitung — Das Ebionitenevangelium und Matthäus 23 (Die Wehe-Rufe) -die sicher nicht vom historischen Jeshua auf die Altjuden heruntergedonnert wurden als üble Denunziationen („Otterngezücht“, „Heuchler“, „Kinder der Hölle“ – Paulus wird sie auch „Satan“ nennen) sondern von einer Matthäus-Redaktion auf paulinischer Linie, lange nach seinem Tod, aus dem sie einen Opfertod zum Heil der sündigen Menschheit und einen jüdischen Mord machte, in den  Jeshua ohne Widerstand sehenden Auges hineinlief, ja, ihn, aus höherer Aufgabe, provozierte..[wurde dieser ganze Text von hinten aufgezäumt, und er wurde von hinten aufgezäumt, könnte das Gegenteil den Fakten mehr entsprechen: Jeshua hatte keine Ahnung, dass er am Kreuz stirbt, an diesem auch keinen Grund sich von seinem „Vater“ „verlassen“ zu fühlen, im Gegenteil, ihm bald noch näher zu sein, deswegen sahen die Ebioniten auch keinen Grund, aus seinem vorübergehenden Abschied ein Verratsdrama und eine Denunziation des Altjudentums zu machen wie die „realistischeren“ Paulinisten, die von Vergeltungssucht und Hass auf das Altjudentum verfolgt waren] – .  („der Jude ist der Mörder von Jesus Christus“ – ein Nachhall und Unterton, der den modernen christianisierten, nicht islamisierten Antisemitismus, also Europas Pogrome bis zum Holocaust erreicht)….. und selbstverständlich lautete das erste Gebot des Jeshua präziser: die Erste-Gebots-Inszenierung der Matthäus-Redaktion): Du sollst nicht morden/töten – was diese „Mörder“ noch mehr in die Pfanne haut, Auch hier erkennen wir – wie zum Beispiel im Über-das-Wasser-laufen-Wunder –  wie  bis in den unsichtbaren Subtext und dominierenden Kontext hinein, den inner- -und intra-jüdischen, ein Kampf, eine Herabsetzung, eine Denunzation des Altjudentums, zugunsten der eigenen Profilierung und Besserstellung betrieben wird – zu ihrem ersten Gebot passten die Mörder des Jeshua wie die Faust aufs Auge – immer ging es primär nicht um Gebote, sondern gegen die altjüdische Überlegenheitsekstase – verkörpert in Phärisäer und Rabbis – für die neu- und heidenjüdische Überlegenheitsekstase, die keine unterschwellige Denunziationsverstärkung und oberschwellige Denunziation der jüdischen Elite scheute.  Also wurde Kapitel 23, erstens, lange nach dem Tod des historischen Jeshua geschrieben (die Retrospektive wurde gut versteckt im Text, kommt ganz selten hervor: und da aus Retrospektive Vision inszeniert wurde,  sieht der matthäische Jesus als Textfigur –  was der damalige Jeshua als Mensch nicht wirklich genau sah – nämlich den genauen Ablauf seines Todes und seine kurze Dauer bis zur Auferweckung voraus (vermutlich verschwand der Leichnam durch die Hand der Altjuden, die keine Märtyerstätte aus seinem Grab machen wollten und – das Muster kennen wir – genau das wurde es und noch mehr!) – und nachdem er auferstand und nach einem merkwürdig kurzen Auftritt  – als ob sein Terminkalender für Geschäfte im Jenseits bis oben voll war und er deshalb nach der Auferweckung keine Zeit mehr hatte – sorry, ich muss jetzt gehen -, lange auf der Erde zu verweilen, und wäre das geschehen: man hätte ihn vermutlich bald umgebracht oder als Spinner aus Jerusalem vertrieben oder er hätte an der Spitze seiner Jünger wie später Mohammed seiner Religion die Macht verschaffen – gegen ein übermächtiges Altjudentum und Römertum? (man merkt, das paulinische Konzept der „kleinen“ Auferstehung, so mächtig befreiend  diese Deutung für die neujüdische Überlegenheitsekstase ist, bereitet  grosse Probleme, wird es praktisch weitergedacht) nachdem er also relativ sang und klanglos gen Himmel verschwand, bleibt er doch zugegen, lautet der Schlussaccord der mätthäischen Überlegenheitsekstase: „Siehe ich bin mit euch alle Tage bis zum Ende der Welt“ (Matth. 28) -keine Sorge: es wird für die, die an ihn glauben und standhaft bleiben, fürgesorgt. (wenn sie denn standhaft an den Herrn im Himmel, damit meint der Menschensohn nicht sich, sondern seinen Vater oder sich in Personalunion mit ihm, und an die himmlische Liebe auf Erden, an die Nächstenliebe, glauben (Matth. 22).. man muss zudem das altjüdische Jesaja-Programm kennen, die absolute Party, um zu verstehen, warum diese Neujuden sich hier auf diesen „Schafhirten“ konzentrierten, dabei wird sein göttlicher „Vater“, die noch höhere Instanz, bei diesem Finale („ich bin mit euch„) etwas allzu stark in den Hintergrund gedrängt (will heissen: Er müsste auch „mit uns“ sein…doch scheint sich Jeshua nicht sicher zu sein, das macht ihn menschlich, oder sich zu trauen, für seinen Vater zu sagen: „wir sind mit euch“ – wobei bei Matth. 25 der „Menschensohn“ plötzlich als Personalunion von Sohn und Vater auftritt….die Matthäus-Endredaktion war sich offenbar nicht einig, ob sie mehr die ebionitische oder die paulinische Ansicht zur Gott- oder Menschengleichheit Jeshuas (mit)teilen sollte und liess beide Ansichten bzw. Textbestandteile stehen),  zweitens  wurde Matthäus 23 nachdem der Deutungskampf zwischen der paulinischen Linie und anderen wie der ebionitischen zugunsten der paulinischen entschieden und diese wohletabliert war, geschrieben, denn der historische Jeshua wird kaum das Konzept des Sündengerichts und der Hölle, sowie den Vorwurf der „Prophetenmörderei“ seinen baldigen Mördern ins Gesicht (voraus)gesagt haben: „Macht nur – [Söhne von Prophetenmördern (Jeremia starb als Märtyrer)] – das Mass eurer Väter voll“, der originale Jeshua hatte keine Zeit mehr, sich um seinen Mord, seinen Tod zu kümmern – dafür war die Ankunft des Reiches seines Vaters zu nah…- erst die Paulinischen legten die Ankunft des „Menschensohnes“ auf die lange Bank, deren Datum kannte bei ihrem Jeshua nur sein „Vater“ (Matth 24), nicht mal er selber, so plaudert der matthäische Jeshua aus dem Nesthäkchen der Endzeit-Vision  der Matthäus-Redaktion, die sich Mühe gab, eine noch imposantere zu liefern als die Visionen der grossen altjüdischen Propheten (Jesaja, Daniel, Ezechiel, Jeremia) zusammen: Rüstet beim altjüdischen Jesaja am Ende der Zeit die Menschheit ab (Jes. 26), eskaliert beim  neujüdischen Jesus die Menschheit am Ende der Zeit in einer Atomkriegapokalypse (Matth. 24) – auch hier geht der Kampf und die Profilierung der neujüdischen Überlegenheitsekstase gegen die Macht und das Profil der aljüdischen allem anderen vor)-

nein, das machte die paulinische Matthäus-Redaktion tat, hundert Jahre oder mehr nach dem Tod des Jeshua, wo der Bruch mit dem Altjudentum verbunden mit der Polemik, es sei der Mörder ihres Propheten und Messias, lange nach der Vertreibung aus Jerusalem status quo war (Mord? wahrscheinlich ein lapidares Todesurteil der Römer gegen einen Aufrührer der eines relativ üblichen Todes am Kreuz starb, dem sie sogar eine Chance geben wollten, da sein Tod offenbar für weiteren Aufruhr sorgen könnte- und eines wollten die Römer sicher nicht: Aufruhr! Vermutlich kam es zu diesem aber nicht  und statt sang und klanglos beerdigt zu werden -und damit auch diese aufrührerische Judensekte zu beerdigen, holte diese ihn und sich nun erst recht aus dem Grab….dank des dialektischen Geniestreichs des Paulus, der aus einer scheinbaren Niederlage, Bestrafung und Schmach, eine anhaltende Überlegenheitsekstase über das Altjudentum und scheinbar jede andere Religion machte. Auch hier erkennen wir – lüften wir die oberste Schicht – das erwähnte intra-jüdische Überlegenheitskampf, die latente paulinische Denunziation von „Pharisäern und Rabbis, und wir müssten uns vielleicht erklären, warum sich die halbe Menschheit „religiös“ dafür interessiert, und ganz prinzipiell fragen, ob wir uns an dieser interjüdischen Auseinandersetzung, an diesem inter-abrahamischen Zwist, als Teilhaber und Teilnehmerin (an) der einen oder anderen abrahamischen Überlegenheitsekstase, die dritte kam rund 600 Jahre später dazu, oder in welcher Form von Religion an der Welt der Änigma und der änigmatischen Dimension unserer Welt beteiligen, leben und sterben wollen, – in Bearb

09.11.2521

Anmerkung zu Hans Widmers „Der Tod? Kein Grund zur Sorge!“ (NZZ Mai 2020 – Widmer ist 80 Jahre alt).

08.11.2521

Von Hilferding (Das Finanzkapital 1910 – mit USA-Deutschland-Vergleich) über Solow (1950) zu Piketty (Das Kapital im 21. Jahrhundert 2014).

07.11.2521

Über Marx. Dass die Konsumtion von Waren die andere Seite der Produktion und Akkumulation ist, und der Staat und sein Beamtenmittelstand, eine grössere Agenda besitzen, als sie sich ein neoliberaler Kapitalismus denkt, der ihn am liebsten deswegen finanziert und darauf reduziert, damit er seine Interessen als allgemeines Interesse der Gesellschaft vermittel und verteidigt, entspricht einer Wirklichkeit, die in Marxs Analysen von Anfang unterbelichtet, wenn nicht ausgeklammert erscheint (zum Beispiel in Marx Analyse des Arbeitstages; zum Beispiel in Sweezys (1942) Borniertheit, dass der Staat „in erster Linie (…) zum Schutze der kapitalistischen Eigentumsverhältnisse existiert“ (S. 294); dogmatisch verkrampft verteidigte der wahre Marxist Marx (1848) gegen die Demokratie, das allgemeine Stimmrecht, seine Klassenkampftheorie und die kurzsichtige Ansicht, der Staat bleibe „in erster Linie“ Freund der Bourgeoisie, Feind der „feindlichen Klassen„). Der Fabrikant, der Konsumeur seiner Arbeitskraft, erkennt und anerkennt – auch wenn dieser Erkenntnis- und Anerkennungsprozess seine Zeit brauchte – im Arbeiter den Käufer und Nutzer seiner (und des Arbeiters) Waren, den system- und funktionsnotwendigen Konsumenten, dass der Kapitalismus Konsumationszeit wie Produktionszeit, Massenkonsumation wie Massenproduktion, konsumtive „Freizeit“ wie produktive Arbeitszeit braucht, deswegen anerkennt, ja braucht und befördert er die relative Reduktion der Arbeitszeit  (Marxisten stilisieren das als einen heroischen, blutigen Arbeitskampf der Arbeit gegen das Kapital – das wurde es: weil der Kapitalist, nicht nur der Marxist, das ausgleichende und interdependente Wesen des kapitalistischen Wirtschaftskreislaufs verkannten, sich überfixierten auf sein antagonistisches, u.a. auch deshalb, weil der Hegelianer Marx der Negation, nicht der Differenz, die fundamentalere Rolle zuschrieb – Negationisten waren die „wahren Marxisten“, Differenzialisten die „falschen Revisionisten“ (SPD sozusagen). Tatsächlich braucht der Arbeiter, der die Arbeit für eine Zeit verkauft und Produkte produziert, auch eine Zeit, in der er die Arbeitsprodukte kauft und konsumiert – zum Leben, um seine Arbeit gesund und inspiriert für einen  Preis, der für alle Geschäftsbeteiligten und Ausgaben, auch die gesetzlichen (für Staat, Krankenkasse, Rente) reichen sollte,  jeden Tag von neuem verkaufen zu können; zum Leben, um sich, seine Familie unterhalten zu können; zum Leben, um einen Sinn zum Leben pflegen, finden zu können, arbeiten zu gehen, für sich und andere zu sorgen, und so weiter (Piketty (2014) wies ausserdem auf die Bedeutung des Wohnens, ökonomisch von Mieten, ca. 10% des Nationaleinkommens, ca. 25% mit den Nettogewinnen, hin). Allerdings ist das Verhältnis von Konsumtivität und Produktivität des Kapitals asymmetrisch. Tendenzielle Unterkonsumtivität konsumiert nicht tendenzielle Überproduktivität: so entstehen, global gesehen, jährlich Tonnen von nicht verwerteten Lebensmitteln und unterproduktive Länder mit Hungersnot. Im Kooperationskapitalismus ist diese globale Asymmetrie staatlich und wirtschaftlich kalkuliert zu nivellieren. Hinzu kommt, dass der Staat mit seinem wachsenden Beamtenmittelstand und Aufgabenportfolio zunehmend nicht nur im Kapitalisten (Unternehmer), sondern im Arbeiter einen wichtigen Steuerzahler und im Bürger eine relevante Stimme des politischen Systems erkannte und anerkannte  – auch dieser Prozess brauchte seine Zeit, Frauen erhielten später das  Stimmrecht, das Studiumsrecht – in dem er dessen politischen und gesellschaftlichen Interessen vertrat, vertreidigte und vermittelte – das Recht auf Wohnen (ein Aspirant auf Verfassungsrecht) geht dabei dem „Recht“ auf Kapitalrendite des Immobilienvermögens, das das Risiko von Kapitalverlust i.d.R. privat trägt, vor – ähnlich wie sozialer Frieden dem Klassenkampf, Staat und Recht müssen hierbei an Autonomie und Einfluss gewinnen, um den Gemeinnutzen vor Sonderinteressen, die im politischen und juristischen System ihren Ausdruck finden, differenziert wahrzunehmen und dauerhaft wahr zu machen – zum Gemeinnutzen gehört dabei nicht einseitig die kleine Mietausgabe der Mieter, sondern die ausreichende Mieteinnahme der Vermieter (Immobilieneigentümer). Mächtige Sonderinteressen von Grosskapital und Arbeitgebern (z.B. Autoindustrie) bleiben dabei stark verkoppelt mit dem nationalen, allenfalls gesamteuropäischen Gemeinnutzen und Sozialprodukt einer Gesellschaft (und Gesellschaftsgemeinschaft wie die EU). Neben der Beschäftigung der Zulieferindustrie zahlen VW-MitarbeiterInnen zu Hause neben Strom- und Gasrechnungen etc. auch Mieten, generieren damit weitere Renditen, erhalten Hausverwaltungen, Handwerksleistungen, Kredite, Kommunaleinkommen, etc. – Leerstände sind ausserdem nicht im Interesse der Investoren, generieren steigende Grundkosten. Bei zu geringer Rendite frisst sich das Kapital selber auf, Reinvestitionen bleiben aus, die Immobilien verfallen. Teilkompensiert wird dieser Prozess, regulieren Staat, Kommunen (und Recht) die Immobilienrendite einerseits, die Mietausgaben andererseits, die Dauer von Leerbeständen, rein renditeorientierte Nachfragestimulationen: kurzum sie greifen in den privatwirtschaftlichen Immobilienmarkt ein, werden zudem Immobilieneigentümer und Vemieter, verpflichtet, mit Gemeineigentum nur gemeinnützige Erträge zu erwirtschaften (Rückstellungen etc.) und Diensleistungen zu erbringen, was sie von steigenden Kosten im Umfeld nicht entkoppelt. Steigende Grösse steigert auch den preissenkenden Einfluss auf Immobilienumfeldkosten (Hausverwaltung, Handwerker, Stromautonomie, etc.). Politik und Verfassung auf national- wie gesamt-europäischer Ebene folgen hierbei dem Prinzip von Check & Balance). Zurück zum Verhältnis von Staat und Arbeiterschaft (Gewerkschaft) und  Wahlbürgerschaft (politisches System).  Auch dieser Prozess der funktionalen Verstaatlichung und Verrechtlichung des Kapitals blieb in der einseitigen Perspektive von Marxisten (übrigens auch von Keynesianern) unterbelichtet, bei den Negationisten mehr als bei den Differenzialisten. Ausserdem merkwürdig und mangelhaft ist, dass Karl Marx die „ursprüngliche Akkumulation“ der USA nicht analysierte. Das hat mit seinem Standort (England), dem zur Verfügung stehenden statistischen Material, dem englischen Verdichtungsgrad der Industrialisierung (Marxisten sprechen von „organischer Zusammensetzung des Kapitals“) und seinem Alter zu tun. Wäre er nicht 1883 gestorben, sondern 1897, und hätte er sich mit Engels ab 1887 – Wirtscharftskrise in den USA – mit dieser intensiv beschäftigt, wäre ein „Amerikanisches Kapital“ entstanden._Daran arbeiten sich andere Marxisten ab, zum Beispiel Rudolf Hilferdings Das Finanzkapital (1910) – von den USA und Deutschland – bei seiner Behandlung der Aktiengesellschaft übersah er brav marxistisch, ähnlich wie Marx bei der Demokratie, deren schlummerndes Partizipations- und Steuerpotential für die Unternehmensbelegschaft (zum Beispiel: Partizipation durch Mitarbeiteraktien, Aufwertung der Aktionärsversammlung für sie, Abwertung von Grossaktionären zu blossen Kapitalinvestoren (keine Namensaktien, und wenn, dann nur durch die Mehrheitszustimmung durch die Betriebsaktionäre,usw.), ihm folgten andere wie Paul M. Sweezy (geb. 1909): Theorie der kapitalistischen Entwicklung, die mitten im Zweiten Weltkrieg, 1942 (dt. 1970), publiziert wurde, u.a. mit einem Kapitel über den „Faschismus„, den er auf die Radikalisierung des Mittelstands zurückführt, ja er „spiegle die soziale Lage des Mittelstandes wider“, den „durch die Schrecken des Kapitalismus wild gewordene Kleinbürger.“ entsprungen aus dem gescheiterten „Klassengleichgewichtskapitalismus“ (S. 389), ausgezeichnet durch die „Feindschaft“ [unter „Feindschaft“ geht es bei Negationisten, den wahren Marxisten, nicht, siehe oben] gegen „organisierte Arbeiter“ auf der einen Seite und die „Monopokapitalisten“ [also zehntausende Kleinvermieter contra Grossvermieterkonzerne wie Annington und Vonovia mit zehntausenden Wohnungen] auf der anderen Seite. „Auf der positiven Seite kompensieren die Mittelklassen ihren  Mangel an gemeinsamen Klasseninteressen [lies: für wahre Marxisten gibt es keine Mittelstands“klasse“] und festen  Organisationsgrundlagen [lies: für wahre Marxisten hat der Mittelstand keine feste politische Parteigrundlage] durch die Glorifizierung der Nation und der „Rasse“, zu der sie gehören. Ausländern und rassischen Minderheiten wird die Schuld für Missgeschicke zugeschoben, deren Natur nicht verstanden wird.“ [lies: der wahre Marxist versteht die „ökonomischen Bewegungsgesetze“ der Gesellschaft, das Wertgesetz,, das Gesetz vom tendenziellen Fall der Profitrate, und wird deshalb kein „Wutbürger“, sondern bleibt cooler wahrer Marxist]. Endlich schaffe der „Ruf nach einem Revanchekrieg und nach Eroberung fremder Gebiete“ die „feste Grundlage“ auch für „eine Annäherung zwischen Faschismus und der Klasse der Kapitalisten“ – meinte der New Yorker Sweezy, mit Blick auf das Europa von 1941 und die Faschismen in Italien, Spanien, Ungarn, Norwegen und Deutschland  [systematisch zu untersuchen, warum und wann genau die Grossindustrie zu den Nazis schwenkte oder als Parteisponsor von Beginn an dabei war, das überlässt der wahre Marxist der Geschichtswissenschaft]. Dass nicht auch der Kampf gegen die kommunistisch „organisierte Arbeiterschaft„, die durch den siegreichen Leninismus-Bolschewismus in der Sowjetunion ab 1920 als politische Satelliten eines Moskauer Grossimperators betrachtet und, zusammen mit dem Kapitalismuskollaps von 1929, mit ein Hauptgrund für die Faschismen in Westeuropa, für die Annäherung von Unterschicht, Mittelstand, Kirche und Kapitalistenklasse an den Faschismus wurden, – das scheint der wahre Marxist Sweezy im Jahr 1942 weniger erwogen zu haben – obzwar von „kleinen Eigentümern und weiteren Sektoren der Mittelklasse“ die Rede ist. Zu erweitern wäre das Spektrum auf den von einem zu wilden, zu unfunktionalen Kapitalismus wild gewordenen Proletarier, Küchenlehrling wie Maschinenschlosser – beide arbeitslos -, der in militanten marxistisch-bolschewistischen Organisationen – als deutscher Ex-Soldat nach dem „wild gewordenen“ Kriegsdebakel von 1918 sogar in Revolutionsräten – , Welteroberungsfantasien anhing, die in Moskau – wo der politische Gegner eliminiert wurde – „diszipliniert“ wurden. Sie kämpften gegen ganz anders organisierte und denkende Arbeiter, Arbeitslose und Angestellte, die sich enthusiastisch bis opportun an anderen politischen Projekten und Fantasien, darunter die Welteroberungsfantasien Mussolinis und Hitlers, gemein- wie eigennützig beteiligten. Fakt ist, kam der Faschismus an die Macht, empfingen  „die politischen Parteien der Arbeiter [und des SPD-Wählers] die ersten und heftigsten Schläge, ihre Organisationen werden zerschlagen, ihre Führer getötet, ins Gefängnis [oder ins KZ Dachau] geworfen oder ins Exil getrieben [wie der SPD-Politiker Willy Brandt und der Kommunist Erich Honecker]. Erst danach, nach der Zerschlagung realer politischer Widersacher, konnten in Hitler-Deutschland konstruierte Popanz-Feinde wie „der Jude“ widerstandslos abgeführt werden wie Lämmer in das Schlachthaus.

06.11.2521

Goliath und die Zwerge und Zwergchen. Über das „Pfingstereignis“ aus religionswissenschaftlicher und änigmatologischer Perspektive. Wenn in unseren Universitäten endlich die Theologie (und damit auch ihr universitätspolitischer Einfluss) verschwunden sein wird – in den meisten Universitäten im nächsten Jahrhundert, im 27. Jahrhundert nach der Achsenzeit vielleicht – , wird sich wissenschaftlich genügend erwiesen und gesellschaftlich durchgesetzt haben, dass die Apostelgeschichten des Neuen oder Paulinischen Testaments noch unseriöser und unglaubwürdiger sind als die „Evangelien“, die die abrahmische Grosssekte zwei bis drei Jahrhunderte nach dem Tod des historischen Jeshua entweder kanonisierte oder exkommunizierte als „Apokryphen“. Das heisst nicht, dass alles in den Apostelgeschichten falsch, aber sektenlogisch nachvollziehbar, glaubenslogisch vollkommen „richtig“ ist, sondern einiges möglicherweise mit einem wahren Kern versehen ist. So einen könnte das „Pfingswunder“ (Luther-Bibel) enhalten (Einheitsbibel (2016): „Pfingstereignis„). Zum historischen Kontext passt – (paulinisierte Christen tendieren dazu, ihre tendenziösen „Quellen“ zeitlich möglichst nahe an die Urquelle oder an Paulus anzulegen: nicht an die älteren, originaleren Ebioniten – die halten sie säuberlich ausgeschlossen -, und fantasieren, dass Lukas, der Arzt, ein Begleiter des Paulus auf der Reise die Apostelgeschichten (AG) schrieb – davon, eine nachträgliche Strategie der Paulaner, sich „älter und „dominanter“ zu schreiben und zu archivieren als sie waren, ist objektiv Abstand zu nehmen, Gründe siehe unten. Wir gehen auch hier von einer AG-Redaktion und Nachredaktion im 2. Jahrhundert nach Jeshua aus), dass die Apostelgeschichten in der Hochblüte der Überlegenheitsekstase des paulinisierten Christentums, also im zweiten Jahrhundert des gut und endgültig beerdigten Jeshua auf die Bühne traten – für die Seele keine Hölle, für den Leib keine Verwesung: WER BIETET MEHR? (Ihr Wiederauferstandener als Repetitionsvorlage) Wer ist mehr Superheld als unser Paulus-Jesus-Christus? Im Grunde ist das „Pfingswunder“ für paulinische Christen eine ihre Überlegenheitsekstase bestätigende und steigernde Bekehrungsgeschichte – für die nüchterne Religionswissenschaft: ein unvollständiger und entstellter Bericht über änigmatische Akommunikationen – in welcher Kraft der Überlegenheit der Predigt eines fingierten Petrus und der Akommunikation eines fingierten Heiligen Geistes – mitten in Jerusalem – Altjuden aus ihrem Glauben herausgesprengt und durch den wahren Glauben „errettet“ werden. Zugleich wird erinnert und ermahnt von wem:  „so wisse nun das ganze Haus Israel gewiss, das Gott diesen Jesus, den ihr gekreuzigt habt, zum Herr und Christus gemacht hat.“ das ist Paulinismus pur, das hat mit Originalchristentum, jedenfalls ebionitischem, fast nichts zu tun – das hat sich im realen Jerusalem so nie – jedenfalls nie in dieser alleinstehenden Dominanz und Ausprägung der paulinischen Kreuztheologie, die an das zweite und dritte Jahrhundert erinnert – zugetragen. Sorry. Aber egal. Man redet sich hier, gut hundert Jahre später, auch selber zu – durch tausendfache Wiederholung soll die Geschichte wahrer und wahrer werden. Und die Altjuden, die das Akommunikationsgeschehen beeindruckte, hörten den Petrus sagen (der seit Jahrzehnten tot ist). „Lasset euch retten aus diesem falschen Geschlecht, aus diesem falschen (alt)jüdischen Glauben.“ Die Petrus-Predigt versuchte erneut, eine Nähe zwischen König David und Jeshua oder „Jesus, der Nazoräer“ zu suggerieren. Um erfolgreich unter Altjuden zu missionieren, muss sie das tun. („David (Ps. 16,8) nämlich sagt über ihn (insinuierend, damals sprach er schon von „ihrem“ Jesus Christus): „Ich hatte den Herrn beständig vor Augen.“...) – denn aus Davids Königshaus erwarteten und erwarten gläubige Altjuden den wahren Messias, nicht aus der Bude eines Schreiners (siehe hierzu ÜdA….)..
Was geschah bei diesem „Pfingswunder„? (Luther-Bibel). Sie waren in einem jüdischen Tempel am jüdischen Entefest, fünfzig Tage nach dem Passafest, vereint, hier sind es jüdischen Bräuchen nahestehende Neu-Juden des End-Zeit-Judentums  – nach der Zeit des Todes des Jeshua mitten in Jerusalem? Aber da wurden sie doch vertrieben? Historisch ist auch das nicht nur vage, sondern zweifelhaft, fragwürdig. Da füllte sich der Ort windähnlich, er rauschte, und  dann heisst es im vermutlich entstellt überlieferten Text:  „und es erschiehen ihnen Zungen, zerteilt, wie von Feuer“, wir übersetzen: änigmatische Akommunikationen erschienen als Inspirationen im Kopf   – metaphorisch als züngelnde Flammen -, die sich auf ihre realen Zungen verteilten, so dass sie plötzlich mit „fremden Zugen“ sprachen „und sie waren voll des heiligen Geistes“: wir übersetzen:  das Feuer eines Geistes – das geistige Feuer einer Akommunikation – drang in sie und drang aus ihnen wie von selbst sprechende Zungen, und ihre erstaunten Zuhörer hörten sie, wie berauscht, wie trunken, in Sprachen sprechen, darin nicht sie, sondern „darin wir geboren sind.“ Die Pointe – die damals Juden und Neujuden, ja, alle alttestamentarisch Indoktrinierten mitlasen und heute nicht mehr verstanden wird ohne historische Kontextkenntnisse – richtet sich, einmal mehr in der Christen-Bibel, insbesondere bei Christen-Wundern, unterschwellig gegen Altjuden und das Jüdische Testament (hier: Mose 1.11), wo Menschen durch Gottes verborgene Hand so zu verschiedenen Sprachen geführt wurden, dass sie sich nicht mehr verstanden. Das Pfingstereignis ist die Antithese dazu. Die Neujüdische Bibel lesen heisst: immer auch zu sehen ob noch etwas übrigbleibt, wurden ihre antisemitischen Subtexte und überlegenheitsekstatischen Geschichten entfernt wie etwa die Wundergeschichte von Jeshuas Über-das-Wasser-laufen: wenn Jeshua persönlich über Wasser läuft, statt, wie bei Moses, dafür zuerst von Gott das Wasser teilen zu lassen, versinnbildlicht sich hier ein starkes Bild, ein starker Akt der göttlichen Überlegenheit des Jesus Christus, der Moses (das Altjudentum) und die Physik dieser Welt unter sich lässt: viel mehr Überlegenheitsekstase ging nicht. Dieser Rausch ist zu untersuchen, ist zu verstehen, um zu verstehen, wie und womit eine Sekte zu einer weltumspannenden Grossekte werden konnte, die fast der ganzen Welt ihren Zeitkalender aufdrückt (es gibt Nationen, die rechnen ihre Zeit neben dem gregorianischen in einem buddhistischen oder muslimischen Zeitkalender).

Dabei könnte der Tatsache entsprechen, erstens: änigmatische Akommunkationen kommunizieren Menschen allen Menschen, die Sprache des Akommunizierten ist nicht weniger original oder fremd als eine andere – das liegt in der Natur unserer lingualen Kommunikation, nicht nur in der der Akommunikation. Bevorzug scheint es aber so zu sein, dass Akommunikationen in der eignen Sprache erfolgen, bei einem Zehnjährigen in dessen Kraxelschrift: Kurzum, diese Akommunikationsorgie bleibt rätselhaft bis schlicht eine dreiste Montage. Ausserdem wissen wir, zweitens, dass Akommunikationen  fremde Sprachen oder „Fremdwörter“ enthalten können, neben der überraschenden Akommunikation an sich, überrascht, dass zum Beispiel ein Kind mit fremden Wörter, fremsprachig latinisiert, die es kaum, die es noch nicht richtig verstand wie „Philosoph“ und „Obligation“ akommuniziert wurde.  Der „Kern“ dieses Wunderereignisses zu Pfingsten  könnte als änigmatisches Akommunkationsereignis in dieser Hinsicht durchaus der Wirklichkeit entsprechen. Bei genauer Lektüre dieses von Christen-Redaktionen entstellten wie vereinnahmten Berichtes, bleibt eine Aussage konstant: Es wird nicht darüber berichtet, WAS die änigmatischen Akommunikationen kommunizierten, der Fokus richtet sich darauf, dass Menschen akommuniziert wurden und sie kommunizierten „wie es der Geist ihnen eingab„.  Was gab er ihnen genau ein? Es steht bloss „Gottes grosse Taten verkünden.“ Die änigmatische Akommunikation selbst ist eine, ist vielleicht „die“ grosse Tat der Änigma, noch vor dem akommunizierten Inhalt. Wie von Sinnen akommunizierte Neujuden –  alle kamen mitten in Jerusalem auf den heiligen LSD-Trip. Die Petrus-Predigt wurde als Montage hinzugefügt („das trat Petrus auf, zusammen mit den Elf“ – nüchtern, uninfiziert – und vereinnahmte das Geschehen als religiös hochbedeutend; „diese Männer sind nicht betrunken, wie ihr meint“)– Petrus lebt zwar seit Jahrzehnten nicht mehr – aber Schrift ist ja „das“ Wiederauferstehungsmedium, und, verbunden mit dem Archiv, „das“ Verewigungsmedium schlechthin – wir wissen also nur, dass die „Apostelgeschichten„-Redaktion diese petrisch-paulinische Erbauungsliteratur rund 100 bis 150 Jahre nach dem Originaljeshua verfasste – egal:  Im Schriftmedium kann jeder auch nach 1000 Jahren in Form einer Sprechfigur eine Rede halten. Die Petrusfigur dieser Redaktion bleibt relativ äusserlich und unbestimmt – spricht nicht wie ein unmittelbar Betroffener: „Und es soll geschehen in den letzten Tagen, spricht Gott, da will ich ausgiessen von meinem Geist über alles Fleisch  [m.a.W. aus der Genesis ihrer Welt akommuniziert die Änigma die Genesis der Welt von uns Lebenden]. „Eure Söhne, Eure Töchter werden weissagen und eure jungen Männer werden Visionen haben und eure Alten werden Träume haben.“ Mit anderen Worten: die neujüdische Christen-Redaktion weiss nicht wirklich, was akommuniziert bzw. gesagt, geweissagt, visioniert, geträumt wurde bei dieser änigmatischen Akommunikationsorgie, sondern sie überdeckt das ganze mit „Und Gott sprach“ und montiert eine fingierte, pauschal bleibende Petrus-Predigt darauf, wie wir das zum Beispiel von der altjüdischen Genesis-Redaktion kennen, auch dort heisst es statt einer korrekten Angabe einfach „Und Gott sprach“ (vgl. …2521), um damit fremde Quellen oder Ereignisse „produktiv“ zu permingieren, zur Erbauung und Stärkung ihres Glaubens, ihrer Glaubensgemeinde, ihrer Überlegenheitsekstase. Ausserdem verweist der Hinweis „In den letzten Tagen wird es geschehen“ auf den ursprünglichen End-Zeit-Charakter des Originalchristentums, diese „letzten Tage“ sind aber schon längstens geschehen, sind vorbeigegangen. Und so sollte es endlich auch mit diesem Fest geschehen.
Wir müssen dieses Pfingstfest also nicht feiern – wer nicht grundsätzlich verdorben und verloren ist, muss (und kann) nicht errettet werden – wer nicht erzversündet ist, braucht keinen Erzentsünder -, aber die, die sich diesem „Rausch“ weiter hingeben wollen, sollen ihn geniessen – vielleicht tut sich ihnen nach dem Tod ein Türchen auf, anderen nicht – man riskiert, man zahlt ja nicht viel dabei – ausser Kirchensteuer. Das erzkatholische Italien hat den Pfingsmontag abgeschafft, so auch Schweden, zaghafte Versuche, sich von einer überholten Grossekte zu verabschieden dürften das dennoch nicht sein. Noch sitzt sie fest im Sattel – in Deutschland allein ist das „Christentum“, katholisch wie reformiert, eine Organisation mit einem Jahresumsatz von mehr als 12 Milliarden Euro – die neu-jüdische Sekte hat erst der Paulinimus zu einem erfolgreichen Export-Gut in der Grössenordnung eines Weltkonzerns gemacht – mit dem historischen Jeshua, der störte nur, hat das nicht mehr viel zu tun. Da kann, da darf, da soll auch im öffentlich-rechtlichen Sender zur rechten Zeit, nämlich vor Pfingsten während der Hauptsendezeit, der rechte Film, nämlich „Luther“ mit dem hübschen Joseph Fiennes in der Hauptrolle, nicht fehlen. Wenn auch hier eine völlig verklärte, geschichts- und religionswissenschaftlich nicht haltbare Heldenverehrung zur religiösen Erbauung mitunterjubelt wird (zu Luther, diesem Wirrkopf des Paulinismus, dessen Reform auf halbem Weg stecken blieb, siehe ÜdA 1-2).Die postabrahamische Aufklärung, die Religionswissenschaft, die diesen Namen verdient, die Änigmatische Bewegung sind stumme Zwerge und leise Zwergchen im Vergleich zu diesem dröhnenden und schellenden Goliath, der medial, ideologisch, schulisch, politisch und performativ  (vom ersten bis zum letzten Tag des Lebens) viel zu viele Bühnen besetzt. Nicht der einzige Goliath dieser Welt.

05.11.2521

Self-fullfilling prophecy und materielle Expansion im Wilden Westen. Zur ideologischen Grundlage des Paulinimus der Siedlerpuritaner des 17., 18. und 19. Jahrhunderts, gehört der Glaube, von Geburt an versündet, deswegen im Namen ihres Entsünders getauft, ausserdem erzogen worden zu sein, ihre Gebote und Gebete zu halten, nicht zu brechen, was jedoch in der Neuen Welt, in ihrer Siedlungspraxis auf wildem Land von „Wilden“ – die man vielleicht zum Tausch, ansonsten nur mit Pulver im Gewehr anhalten konnte – bei unterstellter Grundsündenhaftigkeit ihres Wesens – einerseits leicht zu Tatsünden führen musste, andererseits, da führte kein Weg vorbei, zu ihrer Beichte und Vergebung in ihrer Kirche. Dadurch machte sie sich unentbehrlich. Die Seelsorge war ihre moralische Reparaturanstalt. Die Gebote „Liebe deine Feinde„, wenn erst du sie zu solchen machtest, und „Liebe deinen Nächsten„, wenn sie dir nicht genug fern sein konnten, waren nicht praktikabel. Doch praktisch, Teil ihrer Siedlungspraxis, war ihr Glauben, war ihr Versündungs-und-Entsündungs-Zirkel, ein Schritt weiter in der sündigen Welt der verlorenen „Heiden“ ausserhalb der Kirche,  hiess ein Gang, ein Kirch-Gang mehr in die Welt ihres Entsünders und ihrer Nächsten, ihrer Kirchgemeinde (wir wissen nicht, wieviel Eroberungskultur dem homo sapiens eingeschreiben ist, vermutlich bekamen sie nicht erst die Neanderthaler zu spüren, und wieviel dem Missionarswesen). Ausserdem glaubten die Puritaner, sie gaben den „Heiden“ etwas, sie gaben ihnen ihren einzig wahren Glauben, sie sollen ihn annehmen, sie werden gerettet, zumindest im Himmel, von denselben, die ihnen auf Erden gerade ihre Lebensbasis nehmen, ihr raubendes Vordringen in deren Land war eine heilsbringende Mission, ein Geschenk für die „Heiden“….  (hielten diese Andersgläubigen den Glauben ihrer Räuber, die in die Natur ihres „Herrn des Lebens“ Kräfte und Dinge trieben, die die Natur und sie selber überwältigten, nicht für unheilig, und für bedrohlich, dass sie ihre Toten in die Erde vergruben) , die Puritaner glaubten und glaubten, sie nahmen den „Heiden“ nicht nur etwas, nämlich ihren Lebensraum und eventuell das Leben, sollten sie ihn allzu aggressiv verteidigen. Wie bei grossräumigen „Besitzwechseln“ in der Geschichte der Menschheit meistens – wir nennen das auch „Revolution“ – musste mit Gewalt nachgeholfen werden und im Hintergrund bestehen bleiben, wo Tausch, Überzeugung und Vertreibung nicht reichten, in diesem Fall mit einer während Jahrhunderten in Europa entwickelten Gewalttechnologie, gegen die die Indigenen mit Pfeil und Bogen, später mit eingetauschten Flinten der Weissen, so listreich sie auch vorgingen wie ihre niedergemähten Bisons letztlich keine Chance hatten, Sie waren technisch unterlegen. Überlegenere Zivil- und Gewalttechnologie bei den Puritanern gefördert von der Illusion, der bessere Glauben mache es aus  – und tatsächlich machte er etwas aus -, wurde eingesetzt real nicht immer, aber als fortwährende Androhung, damit aus Raub und riskanter Besatzung Eigentum und sicherer Besitz, aus schlechtem Gewissen gutes Gewissen, aus Unrecht Recht, aus Krieg Frieden werden konnten, Dampfschiffe und Lokomotiven, Glühbirnen und Dynamit besiegelten die Niederlage, festigten die Usurpation um das materialiter was ihr Glauben idealiter – dabei  funktionierte die Kirche der Puritaner wie eine psychohygienische Waschanstalt für ihre täglich mit neuen Sünden beschmutzten Gläubigen, die es ihnen jeden Tag von neuem erlaubte, sich wieder in die Augen zu sehen und ihr schmutziges „Sündenwerk“ fortzusetzen, das nach und nach sich selber „reinigte“,  auf friedlichem Weg Früchte und Erfolge zeitigte, und solche Erfolge eigener Hände und Gebete Arbeit, das verstanden schon die Calvinisten im Alten Europa „richtig“ zu deuten, das mussten Zeichen Gottes, das musste Gottes persönlicher Segen sein. Die Rechtsanstalt tat und gab das ihre dazu. Der Zirkel schloss sich und läuft weiter.

[verwendete Quellen u.a. Maximilian zu Wied: Reise in das innere Nord-America in den Jahren 1832….; The Nord American Journals; Jan von Flocken (Welt  2015) über die Schlacht am Little Big Horn (1876 – der Pyrrhussieg von Sitting Bulls Truppen gegen eine Vorhut der US-Kavallerie) : „in den USA prallten in der Mitte des 19. Jahrhunderts Steinzeit und Frühkapitalismus zusammen“]

 

04.11.2521

Abriss Überseegeschichte. Über die schizoide USA der Gründerzeit. „Du sollst nicht stehlen“,  und die britischen Puritaner waren die ersten Landwirte, die First Nations den Lebensraum und deren Nahrungsgrundlage, die Bisons, raubten und durch ihre Cowboys und wirtschaftlicheren Rinder ersetzten. „Du sollst nicht mit Menschen handeln„, sagte sich eine Sklavenhaltergesellschaft – in der die Sklaverei nur teilweise oder theoretisch ablehnende Kreise um George Washington eine Freiheitserklärung verfassten, die dem revolutionären Europa von 1789 als Vorbild diente. Später, nachdem sie den Unabhängigkeitskrieg gegen England (und Frankreich) gewann, eskalierten die inneren Spannungen und Entwicklungsfrakturen in der jungen USA in einem Bürgerkrieg (1861-1865). Aus diesem Krieg, die Sklavenhalter-Wirtschaft war für die mächtigen Städte zu unterkapitalisiert geworden, entstand die die Südstaaten umfassende nationalstaatliche USA, die die Sklaverei von Afrikanern, aber auch das unabhängige „Indianerterritorium“ abschafften. Die USA führte Krieg gegen alte Herrschaften als neue Herrschaften, gegen alte Besatzer als neue Besatzer, aus denen mit der Zeit Besitzer wurden. Auch das förderte die Dekonzentration von Problemen und Konflikten unter einer wachsenden Industriearbeiterschaft und Angestelltenschicht, Klassenordnungen und -kämpfe, die in Wirtschaftskrisen existentielle Fürsorgekrisen hervorriefen. Karl Marx deckte einen schwachen Punkt, einen Systemfehler im Kapitalismus auf, den auch Manchester-Liberale und konservative Ordnungspolitiker nicht ignorieren konnten: für den Erhalt der Macht hiess, für einen elementaren Fürsorgestaat, hiess, für die arbeitende Bevölkerung, hiess, für bessere Gehälter, mehr Freizeit, und das hiess auch, für den notwendigen Konsum-, nicht nur für den Arbeitsbedarf des Kapitalismus zu sorgen. Der neue Mittelstand soll prosperieren, nicht darben, der zum Beamtenmittelstand expandierende Nationalstaat mit einem wachsenden Aufgabenportfolio, braucht seine Einkommenssteuern, nicht nur Vermögens- und Gewinnsteuern von Unternehmen. In Europa verbreiteten sich ab 1848 weniger nationalisierte Klassenkämpfe als alt- und neu-mittelständisch dominierte Nationalstaatskriege (Bürgerkriege) oder Nationalstaatsreformen (Italien (1861)), darunter erfolgreiche (Schweiz) und zunächst gescheiterte (Frankreich (1830), Deutschland (1849) – tausende Demokraten und Demokratinnen flüchteten nach Übersee, zogen in die USA), dann folgten die Kriege des national und kolonial expandierenden Konkurrenzkapitalismus, Eroberungskriege zum Plündern (Afrika) und Verteilungskriege unter den Plünderern (Deutsch-Französischer Krieg 1871 – erst aus diesem Krieg entstand das nationalstaatliche Deutschland), als Steigerung dieses Typus von Krieg folgten Weltkriege (jetzt trat der deutsche Kaiser ab), und die ausgewanderten demokratischen Europäer kehrten aus Kanada und den USA zu Beginn des 20. Jahrhunderts (1917) in das Kriegsgeschehen in Europa zurück, um zu helfen, den Leuten wieder Frieden und Besinnung, nicht nur den Briten und Franzosen den Sieg, aber auch, zum zweiten Mal, das Ende ihrer Vorherrschaft zu bringen. 1943 werden sie aus dem selben Grund nochmals nach Europa zurückkehren, um diesmal den ganzen Kontinent nachhaltig zu befrieden und das Geschäftsfeld des Konkurrenzkapitalismus zivil für ihren und Europas Wirtschaftsraum und militärisch gegen einen gemeinsamen Gegner, die Sowjetunion, auszurichten. Um es etwas sehr verkürzt und nur erweitert auf das überseeische Europa zu sagen.

03.11.2521

Die Grossen Illusionen. Nationalistische Narrative feierten in den westlichen Breitseiten im 19. Jahrhundert ihre Hochblüte – dazu gehören Ursprungslegenden, zum Beispiel der imaginäre Urgermane, der über die Jahrhunderte mit den heutigen „Germanen“ geneaologisch direkt in Verbindung steht – die Nazis hingen an solchen Mythen. Fakt ist: unser Gencode ist ein Misch-Masch-Puzzle, in dem sogar Neanderthaler und Kiemenatmer ihre Spuren hinterliessen. Und da es Joseph Smith und seine Follower zunehmend verstimmt haben könnte, dass die Amerikaner als kaum Fuss gefasste Europäer, gerade mal 50 Jahre vom Englischen Königreich unabhängig und erst seit 200 Jahren in einem Land lebten, das ihnen nicht gehört, das sie teilweise von angestammten Einwohnern stehlen mussten  – schrieb er, von religiöser Ekstase wie nationalistischem Zeitgeist ergriffen, diese Geschichte in eine um, die nicht nur ihm besser gefallen konnte, da sie eine direkte Verbindung zwischen den weissen Amerikanern und der Achsenzeit herstellte, in der unter Moses Erben der Visionär Nephi die Kolonalisierung Amerikas voraussah, mit Smith Stimme aus dem Off. Wie sollte er sich und seine sündigen Amerikaner auf einen festeren Weg der Rechtschaffenheit bringen, wenn es ihn noch nicht gab, ohne dass er diesen nicht zuerst schuf? Smith fühlte, dass das jemand tun müsse. Smith fühlte sich berufen und befähigt dazu und so „begab es sich“! (Auch der Koran eröffnete für seine Verankerung neben Moses einen gleichalten, gleich ehrwürdigen Narrationsstrang – mit einem ähnlichen Bibelton). Mit diesem „Fake“-Dienst für Gott und die Nation, mit diesem intellektuellen Phantasieakt entstand quasi ein „autochthones Wunschamerika“ auf 700 Seiten, das in einer immer selbstbewusster, immer stärker werdenden Nation mit dem Bedürfnis nach immer eigenständigeren, autonomeren Wurzeln, ihre Anhänger fand und findet – das ganze christianisierte Predigertum in den USA, nicht nur das mormonische, prägt ja bis heute narzistische Selbstkorrektur und nationale Glorifizierung im Namen göttlicher Rechtschaffenheit, bewirtschaftet durchaus lukrativ, mit anderen Worten, Grosse Illusionen. Was in der Realität nicht zu machen war, wurde mit aller Macht in der Illusion geschaffen. Von daher verwundert auch nicht, dass die derzeit grösste Illusionisierungsmaschinerie der Welt, Hollywood, aus den USA stammt, Hollywoods Tiefenstruktur besitzt religiös-phantasmagorische und modern-nationalistische Wurzeln mit einem weltmissionarischen Charakter, zumindest ein älterer, aber aktiver Teil von Hollywood, der andere Teil, wohl der zukunftsbestimmendere, besitzt den Charakter eines offenen globalen Humanismus, den wir überall auf unserem Planeten Erde antreffen. Es gibt immer mehr Menschen, die wollen über die regionalen, nationalen und kontinentalen Grenzen hinaus mit ihresgleichen in freundschaftliche und geschäftlich-kooperative Verbindung treten und werden alles in ihrer Macht stehende TUN, dass rückständige Kräfte sie nicht gegeneinander aufhetzen und in Kriege treiben. Es wird eine globale Bewegung der KriegsverweigerInnen entstehen- die grösste und mächtigste, die es jemals auf der Erde gegeben hat – und das ist gut so, das macht Hoffnung. Diesen aufgeschlossenen, global orientierten, lokal verwurzelten Menschen gehört die Zukunft, die sie allerdings nicht nur „geschenkt“ kriegen werden.

02.11.

Über die religiöse und machiavellistische Dimension der Mormonischen Bibel (1830).  Religions- und geschichtswissenschaftlich ist Das Buch Mormon. Ein weiterer Zeuge für Jesus Christus (dt. 2003) ein riesiger Schwindel, der bei weitem das Kaliber von Hitlers gefälschten Tagebüchern übertrifft an sozialer Bedeutung wie an Gemeingefährlichkeit (und Selbstgefährdung).  Der Autor dieser Tagebücher hatte es lediglich auf schnöde Täuschung und das Geld anderer abgesehen, der Autor von Das Buch Mormon war davon ergriffen bis zur Selbsttäuschung, den ausserlesenen Amerikanern, dann dem Rest der Menschheit, den wahrsten Weg der wahren Wege aufzuzeigen. Doch dieser schwindlig machende, bigotte Christen vielleicht entsetzende religiöse Ergriffenheitsschwindel rechtfertigt nicht, dass Smith von denselben zuerst als Scharlatan und Apostat geteert und gefedert, später ermordet wurde. Der Paulinismus müsste sich zuerst selber teeren und federn, entferne zuerst den Balken im eigenen Auge. Smith Buch ist eine Orgie der fatamorganischen Ergriffenheit und christianisierten Besessenheit eines besessenen paulinisierten amerikanischen Christen, der Inspirationen aus aktueller Lektüre von Koran, Altes und Neues Testament und  zwei, drei religionshistorischen Studien zog, und solange diese Christensekte nicht überhand nimmt, bewegt sich das alles im harmlosen bigotten und sittlichen Bereich. Gefährlich könnte es werden, hätte die Überlegenheitsekstase der mormonischen Christensekte Macht über Schaltknöpfe von Atomwaffen und verbände sie damit ihre aggressive endzeitliche Agenda – Wehe, allen, auf der Welt, die dann nicht Christen sind! Joseph-Smith-Follower inszenieren sich in ihrem überlegenheitsekstatischen Wahn nicht als Herkömmlinge von der Mayflower (1620) und Columbus (1492), sondern als eine in der Spätantike direkt aus dem „Heiligen Land“, auf dem „wahren Weg“ mit dem Schiff unter der Leitung von Kapitän Moroni in die USA herübergesegelte christliche Urgemeinde, die nicht die Steintafeln des Moses, sondern die Metallplatten des Mormon (bzw. Nephis) im Besitz des Moroni, Sohn des Mormon (5. Jh.n.Chr.), mit sich trugen und in einem Berg im Staat New York versteckten, bis sie der wiederauferstandene Moroni im Jahr 1823 n.Chr. dem Letzten Propheten der „Letzten Tage“ Joseph Smith übergab (er dürfe sie niemandem zeigen und müsse sie wieder zurückgeben: vielleicht fuhr Moroni anschliessend mit ihnen endgültig gen Himmel…). Soweit die Geschichte, wie es zur akommunikativen Transsubtantiation von Mormon & Co. zu Smith'“Das Buch Mormon“ kam. Religions- und allgemeinhistorisch klar erkennbar ist an diesem Text jedoch nichts antik, aber alles auf Antik gemacht, religiös ein forcierter Paulinismus seiner Zeit zugange, der mit dem antiken Originalchristentum noch weniger zu tun hat als der post-nicäaische, reformierte und anglikanische Paulinismus. Die religiöse Dimension von Das Buch Mormon ist erz-paulinistisch, statt originalchristlich, und seine pseudo-radikale Rückwärtsgewandheit anachronistisch, statt authentisch.
Die machiavellistische Dimension an diesem Buch, die imposante Machtarchitektur dieser Überlegenheitsekstase  jedoch hat Koran-Dimensionen, kein Wunder, dass sich Smith zum US-Präsident, nicht nur zum Prophet berufen sah. Zum einen unterläuft die gefakte Herkunftslegende von Das Buch Mormon das Gewohnheitsrecht der First Nations, in dem sich die Moroni-Gemeinde kurzerhand selber zu einer quasi-indigenen weissen Gemeinde Nordamerikas und von ihr abstammend macht (1830 war diese Botschaft Gold in den Ohren von Goldgräbern, Pelzjägern, Viehzüchtern und anderen, die im Wilden Westen unterwegs waren; eine Geschichte, die auch „white suppremacists“ gefallen dürfte und als „Americano-Israelismus“ an den „Anglo-Israelismus“ erinnert); zweitens unterläuft sie schnörkelloser und abgeklärter als der Paulinismus „die Juden„, als die, „die Christus töteten„, in dem die ersten (lies: die Juden) die letzten und die letzten (lies: die Mormonen) die ersten sein werden. Punkt. Schlusspunk, wie oft frei und freizügig zitiert aus der Bibel; drittens unterläuft sie auch Rom und die Luther-Bibel – spätestens durch Smith göttlich inspirierte Bibel-Übersetzung ins Amerikanische -, nicht nur die Mayflower und die First Nations, stattdessen baute sie auf einer amerikanischen Autopoietik des „christlichen Uramerikaners“ direkt herkommend aus dem „Heiligen Land“, ohne Umweg über Europa. Fazit: Ist es auch Wahnsinn, so hat es Methode (zu zwei abrahamischen Propheten des 12. Jahrhunderts nach Mohammed und 19. Jahrhunderts nach Christus, Seyyed und Smith, siehe auch 15.10.2521).

01.11.2521

Sicher war es eine gelungene Theaterinszenierung, ein guter Griff von Nietzsche, Zarathustra auf die Bühne zu bringen um zu demonstrieren, dass der Mensch eigentlich mit einem Enthusiasmus zur Welt kommt (ent-theos-iasmus – ich trage Gott in mir). Was ihn nie ereilte, eine Akommunikation, ist der Hauptgrund dafür, dass es bei seinem „Zarathustra“ jedoch nur bei einer Inszenierung eines Gottes blieb.

30.10.2521

Die gute Nachricht: real-politischer Zoroasthrismus. Pragmatismus. Überlebensutilitarismus. Unsere weltliche Weltreligion, vor der sich keine/r ganz entziehen kann, ist mehr oder weniger zarathustrisch, seit wir Atombomben haben und unserer Gattung richtig Übles antun können, sogar noch zarathustrischer geworden. Du, Mensch, hast dein Schicksal für das Gute und das Üble in deiner Hand, du kannst und du musst dich frei entscheiden – halte dich an gute Gedanken, gute Worte und gute Taten. Mensch kann auch sagen, unsere Welt ist noch konfuzianischer geworden, ganz unabhängig vom gewachsenen Einfluss Chinas. Das ist die gute Nachricht.

30.10.2521

Dass Zarathustra der erste Mensch gewesen ist, der bei der Geburt gelacht hat (Plinius). Wen hat er angelacht, wen hat er anjubiliert, die Mutter, die Welt, alles? Der Überfluss und Überschuss der Verzückung  und Freude, nicht nichts zu sein, auserlesen zu sein, fürsorglich geschaffen, geboren und geborgen zu sein, könnte nicht würdiger, nicht religiöser begangen werden. Mit einem Lachen im Gesicht ist er auf die Welt gekommen, mit einem Lachen im Gesicht ist er, ist sie von der Welt gegangen.

30.10.2521

AtheistInnen und die Religion der Welt. Es fält auf, dass besonders die Götter oder Göttlichkeiten, die unser kurzes Leben verfluchen, für verflucht halten (Buddha, Mohammed, der historische Jeshua), versessen darauf sind, in dieses zu drängen und bei uns ihren „unsterblichen“ Eindruck zu hinterlassen, ihre Jenseitswelt und deren Geschäftsbedingungen anzupreisen – hätten sie doch danach, wenn wir tot sind, alle Zeit der Götter dazu – ja, .dass sie sich die Mühe machen, uns durch die Dimensionen, die unsere Welten trennen, durch menschliche Botschafter Drohungen, Anweisungen und Versprechungen zukommen zu lassen, als ob wir ihre Fürsorge dringend benötigten, als ob ihre negative Sicht auf unsere Welt unserer Sicht entspreche. Für Menschen, die für sich sorgen wollen und müssen, sich dabei ganz auf sich und die Genesis unserer Welt verlassen, aus der sie ihr Nichtnichts gewonnen haben und es am Ende durch ihr Sterben wieder verlieren, verbunden mit Dank, nicht mit Verbitterung, für radikal atheistische oder weltliche Menschen, ist es ein beunruhigender Gedanke, statt ewig friedlich tot zu sein in ihrem angestammten Heim, von Göttern oder von einem Gott aus einer anderen Welt heimgesucht zu werden. Deshalb hoffen sie zum einen, dass es dieses Belästiger-Göttliche, das Fremde aus fremden Dimensionen, nach ihrem Tod nicht gibt und zum anderen leben sie nach den Obligationen, nach denen jeder Mensch, egal, ob gläubig oder nicht, leben sollte, wie sie glauben, wie ihre weltliche Weltreligion glaubt. Weltgefällig heisst für sie gottgefällig, gottgefällig weltgefällig leben. Sie sterben guten Gewissens, weil Gutes und Rechtes getan und hinterlassen zu haben, und ohne Furcht vor Gott, den es hoffentlich nicht gibt oder wenn, ihre Ewige Ruhe in Ruhe lässt. Für sie ist Gott die in ihnen verkörperte Welt, beinhaltend die Genesis der Welt, die Welt der Erde, die Welt der Lebe- und Sterbewesen, die Welt ihrer Ahnen und ihrer Eltern, die ihnen die einmalige Chance gab, nicht nichts zu sein, eine Strecke lang ein Wunder zu sein, zu erleben und weiterzugeben, die Welt ihrer Kinder und deren Kinder, für die sie sorgen, solange sie leben. So wie sie für die Welt sorgen möge die Welt für sie sorgen.

29.10.2521

So gesehen, andere sehen, was sie sehen wollen, so gesehen ist Über die Anfänge das sakrale Papier der sakralen Papiere, das nicht-profanste Papier unter nicht-profanen Papieren. Aber auch das heiligste Papier in unserer Welt ist immer noch auf unserem Papier geschrieben, in unseren Schriftzeichen geschrieben.

28.10.2521

Wahrscheinlicher ist dass sich Akommunikationen in der Sprache des Akommunizierten äussern und sollte das bei Smith nicht der Fall gewesen sein, er möglicherweise, statt ägyptische Goldplatten, ein grob wörtlich übersetzes oder zu übersetzendes Original-Transkript aus altägyptischer Zeit, göttlich alt und ehrwürdig, zu Gold machte, und nach dem kreativen Transfer in sein „Evangelium“ vernichtete. Doch das ist bloss eine Arbeitsthese neben anderen, eine genauere Untersuchung von Buch Mormon folgt [siehe 02.11.2521).

27.10.2521

Anstatt durch Akommunikationen eine Sekte zu gründen,  philosophische Zurückhaltung üben. Ok, fremde Akommunikation – synchronizitär erlebte und kommunikativ erlebte – nehmen wir ihre Faktizität wie WissenschaftlerInnen zur Kenntnis, die auf Spuren von Aliens stossen. Wir kennen weder ihre Verursacher, die Aliens, noch können wir ihr Erscheinen, ihre Spuren in unserer Welt, vernünftig (kausal) erklären- müssen wir deswegen gleich ausflippen und traditionelle Assoziationen aus dem Religions- oder Science-Fiction-Bereich auf sie loslassen? Nein, wir gehen zuerst einen Tee trinken und suchen in der Literatur nach „vernünftigen“ Erklärungsansätzen. Ohne gleich bei Erich von Däniken einzuparken.

26.10.2521

Über performative Transsubstantiation oder zwei Arten von Träumen. Wie Kenner und Kennerinnen von ÜdA wissen: Das Thema Synchronizität (C.G.Jung) beschäftigt ÜdA von Anfang an – aus Gründen – und wird nicht aufhören ÜdA zu beschäftigen (Für mehr Informationen siehe  ÜdA 1-3, vgl. den Aufsatz von C.G.Jung über Synchronizität, dort werden sogenannte Déja-Vu’s registriert und analysiert, Jung kam zum Schluss, dass sich hierbei Zeit und Raum als relativer erwiesen als wir es im Alltagsverstand erfahren. Der schlechte Wikipedia-Artikel dazu übersah Jungs Aufsätze- Stand Mai 2020). Schon Artemidor von Daldis (2. Jh.n.u.Z.) Traumdeutung unterschied zwei qualitativ verschiedene Typen von Träumen – seherische und profane – in unserer Sprache: seltene umbewusste und häufige unbewusste. Artemidor machte seherische Träume zum Geschäftsmodell, kein Wunder, dass er diese Unterscheidung traf – doch darüber hinaus trifft sie möglicherweise einen wahren Kern, der in Freuds Wissenschaftsbild ausgeschlossen, in C.G. Jungs eingeschlossen blieb: Träume des inversen Umbewusstseins, die die änigmatische Dimension tangieren, die epochal selten auftreten, aber immerhin so oft, dass wir sie „Déja-Vu“ nennen, und sehr häufig auftretende Träume des schlafbewussten Unbewusstseins, ohne Bezug zur änigmatische Dimension, in der andere Zeit-Raum-Differenzialisierungen herrschen wie wir von Synchronizitäten (C.G.Jung) wissen (Vk). Die von mir erlebte Synchronizität öffnete sich mit 13 Jahren geträumt als innerweltliche Realität, übermittelnd u.a. Fähigkeiten und Kenntnisse, über die ich nicht verfügte, von einem älteren Ich, das ich nicht war, in einem Büro, das ich nicht kannte, und schloss sich mit 18 Jahren als umweltliche Realität, u.a. mit jenen Fähigkeiten und Kenntnissen, die ich jetzt besass und als Person, die ich nun war, in einem Raum, den ich nun kannte. Nennen Sie das einen Schock, der sich mit 13 Jahren anbahnte, da dem Dreizehnjährigen diffus bewusst war, keinen „normalen“ Traum erlebt zu haben und das auch seinen vor sich hindösenden, sich mässig dafür interessierenden Tischkameraden am Frühstückstisch im Esssaal des Internats betroffen mitteilte. Grosse Sensationen schien der Traum, ausser dass er Zukunft enthielt und den Begriff „Obligation“, den weder ich noch meine Kameraden kannten, nicht zu enthalten. Szenenwechsel, gut fünf Jahre später- der Fabrikanten-Vater wollte aus mir einen Nachfolger nach seinen Vorstellungen, keinen Studenten nach meinen machen, Internat mit Abitur war nicht drin, in dem sass schon meine revoltierende Schwester und ihr „negativer“ Einfluss sollte mir möglichst fern bleiben. Meine Abschlusszeugnisse waren in Vaters Augen viel zu gut – das waren eher die Noten eines angehenden Professors als eines angehenden Grossschlachter-Fabrikanten – soviele Einsen? die Schule, die Lehrer müssen wohl Nieten sein! Was macht man nun mit diesem Sohn? Ein Jahr war ich Bauer-Knecht in der Romandie – das machte Spass – gefolgt von drei Jahren Banklehre, in der fing ich mit Erwachsenen-Abi und Uni-Vorlesungen an (wissend, dass Kants Zeit-Raum-Kategorien einen Fehler haben müssen). Als Bankangestellter, der ich noch vier Monate bis zum Militärdienst, dann nie mehr war, erlebte ich eines Tages den Traum in der äusseren Realität, den der Dreizehnjährige innerlich real erlebte, dabei transsubstantiierte ich mit der Schreibmaschine aus Papier ein Wertpapier, machte aus einem profanen leeren Urkundenpapier eine wertvolle Obligation, ein Wertpapier wie eine Aktie, gemacht für die Wirtschaft, für Kapital und die Aufteilung eines damit erwirtschafteten Unternehmergewinns an einzelne Vermögensanleger, Obligationäre. Exakt was ich träumte vor Jahren aus der gleichen Perspektive:  eine Obligation, was auch Pflicht, Verantwortung, Gebot, heisst:  Obligation – Hans Jonas würde sagen „Das Prinzip Verantwortung„, wir sagen „Das Prinzip Fürsorge“  Obligation. Wieso ausgerechnet diese Szene einer performativen Transsubstantiation, in der ein Papier durch eine Schreibperformanz (in einem Bank- und Kapitalgeschäft) zu einem Wertpapier, ein unbeschriebenes Blatt zu einem Gebot, müssen wir metaphorisierend sagen: eine Kommunikation zu einer Akommunikation, eine profane Szene zu einer sakralen Szene wird? Obligation. Hier ein wirtschaftlicher Wert für jedes Unternehmen, dort ein ethischer Wert für jede Religions- und Philosophiegemeinde. Jede empfing, verwaltet, erfüllt, vertritt „Obligationen“ (Gebote, Verantwortungen, Pflichten – die Zehn Gebote, die Konfuzianischen Gebote, die Buddhistischen Gebote, die Islamischen Gebote – sie sind von Obligation/en geprägt) und jede besitzt nicht-profane Papiere, „Wertpapiere“. Jede erstrebt, schafft und verteilt eine Art unternehmerischen Gewinn als das Erfüllen von Obligationen durch ihre „Obligationäre“. Diese Synchronizität tangiert die änigmatische Dimension im Zeit-Raum-Differenzialisierungsbereich, doch scheint auch deren Akommunikationsdimension hineinzuspielen, als ob die Änigma diesmal nicht an Goldplatten als Vorlagen für akommunizierte Aussagen und Obligationen – -wie bei Josef Smith, sondern an die Transsubtantiation von Papier in Wertpapier (Obligation!) und „Obligationen“ an sich ihre akommunikative Botschaft hängte, dassselbe was, rund drei Jahre zuvor, auch das verstand der Zehnjährige nicht, mit dem Begriff Philosoph/Philosophie geschah: er wurde akommunikativ transsubtantiiert (Vk). Um hier nicht die Geschichte von Smith oder eine vergleichbare aus dem Islam über eine Originalvorlage im Himmel, von der der Transfer zu Mohammed und dem Koran ausging – beide mit den Themen transsubtantiative Performanz und Akommunikation beschäftigt -, bloss als schlechte Fantasie ohne wahren Kern abzutun. .

25.10.2521

Wissenschaftlich ist Träumen nicht hoch unseriöses, aber hoch unsicheres Terrain. Wie will man die Heilwirkung eines Traumes oder des Träumens messen? In dem die Wirkung von traumunterdrückenden Medikamenten auf den Probanden, auf seine Befindlichkeit gemessen (verglichen) wird? Geht es ihm besser nach LSD-Therapie? Du kannst LSD nicht in einer Blindstudie mit Placebo testen – diejenigen, die das Placebo nehmen werden nicht für 12 Stunden auf den Trip geschickt. Ketamin, auch als Rauschdroge wirksam, zeigt Erfolge in der Depressionsbehandlung.

24.10.2521

Den letzten grossen Versuch, das Träumen zu disziplinieren, gründlich Zweck und Nutzen der Heilung erkrankter Psychen zuzuführen, unternahm der Arzt und Psychologe Sigmund Freud (1900). Dabei wurde zu wenig beachtet, dass Träumen selber die Heilung ist, nicht nur der Ausdruck von Erkrankung.

23.10.2521

Genuiner Ausdruck unseres Überschuss- und Überflusswesens ist unser schlafbewusstes Reentry in unser Träumen und dieses selbst, das ohne unser Reentry nicht denkbar, nicht erlebbar, nicht machbar wäre. Träumen braucht mindestens einen Zuschauer, wenn nicht einen Mitspieler, und das bin ich, das ist mein Schlafich. Wie überraschend doch auch in den Menschen Kreativität und Fantasie schlummert, die sie tags, gar lebtags nicht abrufen. So wie ihr eigenes Schaffen der Irrealität eines fantastischen Romans, Bildes und Geräusches ist für sie die Realität des Träumens. Abgründige Dichterei, Spintisiererei, die in der Nacht kurz ausbricht und einkehrt, nicht im pragmatischen Alltag – es sei, man verfügt über die Fähigkeit, die innere lose Kopplung, die eigene Träumerei zum Kunstberuf (Autor, Malerin, Videospiedesigner), zur anregsamen Unterhaltung und unterhaltenden Anregung anderer, die ihren Träumen keinen Ausdruck verleihen, zu machen. Insofern schöpft Kunst aus unserem unversieglichen kreativen Überschuss, ein Überschuss von Surrealität, mit dem wir zur Welt kommen, und von ihm ab.

22.10.2521

Über Goethe. Die Änigma würde Goethe vermutlich „das Ewig-Weibliche“ nennen, nur als Dichter denkbar und machbar für ihn indessen wäre, dass sie akommuniziert. Bei ihm kommunizieren der Teufel, die Engel und der Liebe Gott im Himmel lediglich, indessen scheint bei ihm das Ewig-Weibliche eine philosophische Intuition zu sein, die über reine Dichtung hinausgeht, was ihn zu den Wegbereitern der Änigmatischen Bewegung macht.

21.10.2521

Umbewusstseine – die beim Schlaf auf innere Offenheit umschalten – , statt (nur) in den Modus von geschlossenen Monaden, die schlafend in ihre Unbewusstseine versinken. Du bleibst im Schlaf invers umbewusst und wirst unbewusst, schlafbewusst – das Schlafbewusstsein, das Reentry meiner Person in den Traum, in das Träumen, ist insofern intensiv fremd- und selbstreferent.

21.10.2521

Umbewusstsein lässt sich auch nachts nicht völlig abschliessen, bleibt ein Teil der änigmatischen Dimension oder für sie erreichbar. Wohl deswegen sind Synchronizitäten und Akommunikationen möglich, kommen wir nicht mit der änigmatischen Dimension zur Welt, die zum Grund  ihrer Genesis gehört (Vk).

21.10.2521

Zu unserem Bewusstseins- und Umbewusstseinsfundament, nicht nur zu unserem physischen, gehört absolute relative Offenheit, ein offenes System zu sein. Absolut, weil absolut nicht ganz schliessbar, relativ, weil relativ schliessbar.

20.10.2521

Der Mensch als der Mehrfachfürsorger. Die mehrfachfürsorgende, mehrfachselbstführsorgende, mehrfachfremdfürsorgende menschliche Physisteme.

20.10.2521

Umwelt als Extensionsform der Fürsorge: Ethik, Politik, Wirtschaft und Wissenschaft (Forschung, Aufklärung, Beratung) und nicht zuletzt, wenn nicht vor allem Religion.

19.10.2521

Die Änigmatische Bewegung ist eher antimissionarisch missionarisch.

18.10.2521

Um- oder unbewusste Selbstergriffenheit als Missionsvoraussetzung. Die Geschichte vom sich selbst übermannten, überwältigenden,  ergriffenen Menschen, durch die Inspiration, die ihn Kreatives schaffen lässt, ohne dass er genau wüsste, woher das kommt, wer oder was ihm das eingibt, ihn vorantreibt. Ist er religiös aufgewachsen und aufgegleist, fährt in ihn fast „automatisch“ die Antwort –  je  nach Ergriffenheit –  die „Eingebung“, dass das von Gott kommen wird. Sollte Smith Akommunikation erlebt haben, erzeugte er wahrscheinlich für seine Umwelt  eine „kommunikative Anküpfbarkeit an sie“, eine Mischung von echter Erleuchtung und reinem Schwindel, der den Goldgräbern unter seinen Zeitgenossen imponiert.  Die Psychoanalyse bietet eine psychowissenschaftliche Alternativerklärung an: das ergreifende Kreative kommt ausschliesslich vom Unbewussten, das tiefer und komplexer ist als das Bewusstsein. Die änigmatologische Antwort ist: Die Ergriffenheit gründet sich auf Transzendenz und Psyche. Im Falle einer realen Akommunikation ist das Bewusstsein von der Objektwelt des „Umbewussten“ tangiert („Roundconsciousness“- Umbewusstsein enthält Umweltwissen – es gibt kein Bewusstsein ohne Umbewusstsein, sogar im Schlafbewusstsein steckt Umbewusstsein), das – wir nennen einen Teil dieser „Objektwelt“ die änigmatische Dimension – noch komplexer und tiefer (rätselhafter, unergründlicher) als das Unbewusste und Bewusste eines Einzelmenschen ist, also über ihn hinaus geht und immer schon hinausgegangen ist, insofern sollte er sich dabei nicht zuviel einbilden. Ausserdem wissen wir nicht, was/wer die Änigma ist.  Ob wir, wenn wir akommuniziert werden, dem Akommunizierenden blind vertrauen sollen, in dem wir es zu Gott als Inkarnation des Für-uns-Sorgenden, des Guten schlechthin machen. Religion begriffen als Extensionsform der Fürsorge. Es gibt keinen Grund, ewas, das sich übernatürlich, aussernatürlich vermittelt, per se als „gut“ für uns zu betrachten, erst recht nicht, wenn es aus überlieferter religiöser Tradition betrachtet wird, sie ist mitverantwortlich für die grössten Abgründe, in die bislang die Menschheit blickte. Es besteht also nicht nur ein guter Grund dafür, das Religiöse extrem zurückzufahren, das ganze Gerede abzustellen, bis auf einen kleinen, hochkonzentrierten Aspekt, ansonsten die Konzentration und Energie auf das zu verwenden, wofür wir verantwortlich sind, was wir tun und lassen in unserer Welt.

17.10.2521

Ziehen wir den testamentarischen Gehalt ab,  ist das Buch der Bahai nicht weniger seriös oder unseriös als der Koran. Ziehen wir den ebionitischen Gehalt ab, ist das Buch Mormon nicht weniger seriös oder unserios als das Neue Testament. Die zwei neuen kleinen abrahamischen Sekten griffen in die offen gebliebenen Lücken der grossen und  füllten, „erfüllten“ sie. Die Lücken bleiben, die Offenheit bleibt – der nicht erreichbare Grund, die Grundlosigkeit (Vk).

15.10.2521

Der zweite grosse „Prophet“ des Abrahamismus des 19. Jahrhunderts neben dem persischen Kaufmann Ali Muhammed Seyyed, kurz der Bab, „die Pforte“ – (1821-1850 – von Moslems ermordet, von der Monarchie zum Tod verurteilt), der mit jungen 25 Jahren sich zum Nachfolger Mohammeds erklärte und die Kirche der Bahai inspirierte, war der Gründer der Mormonenkirche, Josef Smith (1805-1844 – von US-Christen ermordet, während seines Präsidentschaftswahlkampfs: später trat Mormone Mitt Romney in seine politischen Fusstapfen), der mit jungen 18 Jahren aus dem  abrahamischen Religionsraum akommuniziert oder bis zur Selbst- und Fremdtäuschung inspiriert wurde. Ähnlich wie Mohammed Erzengel Gabriel solll ihm ein Engel neuen Namens, der auferstandene Moroni, erschienen sein mit dem Auftrag, er soll versteckte vorgedruckte Goldplatten in ägyptischer Drucksprache ins Amerikanische übersetzen – was er befolgte ohne eigentlich über die Sprach- und Schreib-Fähigkeiten zu verfügen, doch auch alien-high-tech-mässige Übersetzerhilfe (modern gesprochen mindestesn: ein Wörterbuch….) lag bei den Platten…. (Wo sind diese Goldplatten geblieben? Die Geschichte wirkt so fantastisch wie die Geschichte vom fantastischen Eldorado, an die hunderttausende Goldgräber glaubten. Die potentielle Followerschaft von Smith abrahamischer Sekte). Für den verbreiteten christianisierten Aberglauben und Nationalismus der Amerikaner der 1820er, 30er Jahre: die Zeit, in der die Goldgräberzeiten zu Ende gingen, war Smith die neue Goldgrube, der Amerikanische Gott auf Erden, dazu passt auch die Absetzung von Europas Rom und Luther-Bibel, in dem er eine kreative amerikanische Bibel-Übersetzung, inspiriert und vollendet von Gottes Akommunikationen, die ihm widerfuhren, verfasste.  Ausgeträumte Träumer und wildere Zeitgenossen holte Smith zurück auf gesitteteren Boden. Die Followerzahl wuchs rasend an: Frauen liefen ihm in Scharen zu, viele davon machte er kurzerhand zu seinen Ehefrauen nach potentiertem Altbiblischem Rezept: Kindersegen ist Gottes Segen: mit möglichst vielen Generationen möglichst viele Generationen schaffen! Die Mormonische Bibel enthält wie im Koran kreative Romanfiguren und Narrationsvariationen altabrahamischer Provenienz, die an das Alte und Neue Testament als unsichtbare „Goldplatten-Vorlagen“ anknüpfen und aus Smith den letzten Apostel in Christus Namen machen (als Scharlatan, als Apostat wurde er dann auch von etablierten Christen gefedert und geteert). Ob seine Vision ebionitisch ist, insofern dem Originalchristentum näher als der zur Macht gekommene Paulinismus, und was an Smith Leistung Akommunikation, was Kommunikation, religiös visionär-traumhaft inspirierte, ist, das werden wir genauer untersuchen. Dabei ist eines sicher zu berücksichtigen: es gibt vor allem in jungen Jahren eine erste frische Phase ekstatischer intellektueller Hochgefühle und Hochleistungen, begleitet von Selbstergriffenheit“, allenfalls Selbsterleuchtung, egal, wieviel Hormonrausch und Selbsttäuschung mit bei der Sache ist oder nicht. In dieser ersten Hochphase entstehen hohe erste Gedichte, Noten, Formeln und Programme, Spiele und Philosophien, entdecken und schaffen sich Dichter, Komponistinnen, unsere Genien, und eben auch Propheten. In dieser ersten erwachsenen Kreativphase kommen Menschen in selbst überraschender, selbstüberwältigender, selbstübermannter, allenfalls selbstüberfrauter Weise zu sich und zu uns. Zunächst und zumeist zu Vertrauten, die sich darüber erstaunen und freuen – im Fall des amerikanisch-christlich aufgewachsenen Smith mit einem inspirierenden religiösen Schreiben und Performieren, angeregt von inspirierender religiöser Lektüre,  das in einer sozialen Umwelt, die durch Wissenschaft und Aufklärung wenig gefiltert, vielmehr ähnlich gläubig und abergläubig ist, über den engsten Kreis hinaus vor allem in Kreisen, die einem neuen, nicht dem alten Establishment angehören, auf Resonanz stossen und Wirkung entfalten kann, vor allem dann, wenn die religiöse Performanz, angepasst an eine ungewöhnlich  unruhige und dynamische Zeit, nicht nur etablierten Christenglauben attraktiv erneuert, sondern etabliertes nationales Selbstbewusstsein attraktiv verstärkt, verbunden mit einer attraktiv unkonventionellen konventionellen Form des privaten sittlichen Lebens.

14.10.2521

Der sich findende und erfindende Mensch.

13.10.2521

Die intrauterine Physisteme des Kleinkinds im Modus der Selbstfürsorglichkeit, tatsächlich der vollkommenen Fremdfürsorge, der lateralen Selbstbefriedigung die unerwartet ab Geburt, Fremdfürsorge unterbrochen erleben und erstmals für sich sorgen muss. Vermutlich deswegen fehlt Kapazität für „Liebe“. Salopp gesagt, vorderhand ist es zu stressig dafür. Ohne innere Parameter zu messen (Stresshormone; Geschlechtshormone; Gehirnfrequenzen, etc.), verfehlen wir die neuen Übergänge und Phasen, bleiben wir oberflächlich und willkürlich wie Freud und Piaget, was die Entwicklung der Säuglingsphysisteme zur Kleinkind und Kindphysisteme, Präputertäts- und Pupertätsphysisteme betrifft.

13.10.2521

Das resiliente Kleinkind oder der Säugling liebt niemanden, nicht einmal sich selber. Das kommt später. Zuerst passiert es mit seiner Mutter (Fürsorger) nach der intrauterinen, die nahextrauterine Phase (Vk).

13.10.2521

Physistemische Mehrgleisigkeit: volutionale, emotionale und kognitionale. Erst säuglingshaft schwache Bande des Selbst, des Selbstwillens, der Selbsterkenntnis, der Selbstliebe – die Säuglingsphysisteme besitzt einen Funktionswillen auf dem Weg zum Selbstwillen, eine funktionale Systemfürsorge (Fürsorgesensitivität) auf dem Weg zur Selbstliebe und zur emotionalen Mutterbindung, eine funktionale  Systemkognitivität (art- und gesamtssystembezogenes Selbstwissen) auf dem Weg zur Selbst- und Muttererkenntnis, zur Selbst- und Welterkenntnis – pränatal vorgespurt und geknüpft ((akustisch und taktil: der Gross-Embryo hört und spürt die Mutter, die Welt).

13.10.2521

Volutionale, emotionale und kognitionale Synchronisierung und Prozessualität haben wir hierbei zu beobachten und zu verstehen. Es genügt nicht bloss einen dieser Aspekte hervorzuheben und zu untersuchen wie Schopenhauer den volutiven, Freud den libidonösen und Kant den kognitiven.

13.10.2521

Umwelt als Extensionsform von Fürsorge: die nahextrauterine Phase. Wo die Fürsorge nicht binnen kurzem fürsorgt, stirbt der Säugling binnen kurzem,  daher hat er nach der Geburt im Nahbereich und in kurzen Strecken bis zur Nahrungsquelle die grösste Überlebenschancen,  nennen wir diesen fürsorglichsten, überlebenssichersten ersten Nahbereich, bestehend aus dem körperwarmen Oberbauch der Mutter und ihrer milchgeschwellten Brüste, – halten nicht Rückenhalterungen den Säugling auf dem Rücken der Mutter (Arbeitsfrau) fest -, den „nahextrauterinen Raum“ des Säuglings und der Mutter und diese erste extrauterine Phase seiner Physisteme die „nahextrauterine“. Biologen sprechen auch von „geschützten Zonen“. Neben dieser extrinsischen Umwelt als Extensionsform von Fürsorge, die die Lebensgefahr geringer, die Überlebenschancen höher hält, spielt die intrinsische Extensionsform von Umwelt als Fürsorge eine lebensrelevante Dauerrolle, hat für unsere Physistemen doch die unterste Zone der Erdoberfläche eine fortwährende Stabiltät, habitable Temperatur und Zusammensetzung der Luft als Voraussetzung für Leben ausserhalb von Wasser aufzuweisen, die sich in unserer physistemischen Komplexität  in Bereichen von Gliedern, Knochen, Muskeln, etc., von Gleichgewichtsregulation-, von Innentemperaturregulation und – stabilität und von Lungen- und Blutsystem (Sauerstoffversorgung) ausdifferenzierten und reintegrierten – wir scheinen auch Ansätze von überformten Kiemen zu besitzen, die Physisteme enthält auch Archive der Evolutionsgeschichte, Reste überholten Lebens, für immer stillgelegte Geleise in sich, die uns an das Leben in Wasser vor Jahrmillionen erinnern.

13.10.2521

Wie wird Leben genetisch. Wie eine Anpassungsleistung, überhaupt wie ein Organsystem genetisch wird – und das ist weit mehr als eine positive Rückmeldung  merken und wiederholen oder ein sich in einer Vorteilsnische solange einnisten können, bis sich der Nischenvorteil auch genetisch eingenistet hat – , das wissen wir immer noch (fast) nicht. Wir wissen auch noch nicht genau, wie sich Spezialzellen zur Metaebene von Zellen erster Ordnung ausdifferenzierten, die in sich den zellulären Aufbauplan einer Physisteme enthalten, in die also ein Reentry der Physisteme in die Physisteme und ihr Wiedereintritt in die Umwelt in hochkonzentrierter DNA-Form eingeschrieben ist und zwar in jeder egal wie spezialisierten Zelle der Physisteme (insofern war Leibniz Monaden-Hypothese (Monadologie, die an den antiken Atomismus anknüpfte) wahrlich eine geniale Intuition und Antizipation des Faktischen)..

13.10.2521

Wie wird Leben reentrisch. Um die Idee und Funktion der Reproduktion von System und Umwelt in der Welt (Planetenoberfläche Erde) und ihr Komplexerwerden im Werden komplexerer Lebendsysteme in der gleichen und im Übergang zu einer neuen Umwelt zu verstehen müssen wir Usprungs-Hypothesen über den Anfang von Leben in Zellform und über ihren Fortgang anstellen, den wir hier genetisch-reentrisch nennen – dabei reichen Darwins grobe Erklärungsraster (Mutation, Selektion, Rekombination) bei weitem nicht aus – sicherlich brauchen wir zur Erkärung dieses Prozesses das Konzept einer Selbstreferentialität, einer Feedback-Schlaufe oder der Reentrizität – Leben ist basal das, was von selbst zu sich zurückkehrt, selbst wenn es genichtet wird oder sich nichtet – also die selbstreferentielle positive Figur der Negation der Negation oder, anders, positiver formuliert, der Position und Negation der Position und ihres Wiedereintritts in die Position. Das kann leblose Materie nicht.

13.10.2521

Über die Geburt und Otto Rank. Von der intrauterinen Endphase in der gebärmütterlichen Geborgenheit stösst die Embryophysisteme sich um ihres Lebens willen ab und presst sie die Mutterphysisteme um ihres Leben willen aus der transintrauterinen in die nahextrauterine Phase, während der sie, als Fort- und Ersetzung ihre plazentalen Fürsorge- und Ernährungsseinrichtung, über Muttermilch verfügt. Bei Beuteltieren wechselt das Embryonaltier von der mütterlichen Gebärmutterhöhle in die Beutelhöhle, bei Menschen in den mütterlichen Umarmungs- und Versorgungsschirm, nah des ehemaligen Geburtsraums, mit vergleichbarer Körpertemperatur und warmer flüssiger Ernährung. Das vollkommene Fürsorge- und Ernährungsniveau der nahextrauterinen Phase geht später in eine unvollkommenere, allenfalls gesunde Ernährung über. Für eine schockminderne, schonende Abfederung des Übergangs von einer intrauterinen, reentrisch potentialisierten Umwelt (in der Extensionsform der Fürsorge)/// in eine extrautrerine reentrisch aktuale Umwelt/// und einen ersten Halt in einer Welt, wo das Fallgesetz herrscht, wurde vorgesorgt  – auch das übernimmt die primäre Parentalperson – sie trägt das Kleinkind statt in ihrem Bauch in ihren Armen.Der Überfluss an Nahrung fliesst weiter, jetzt mit Unterbrüchen. Die nahextrauterine Phase ist, mit etwas Glück, die Fortsetzung paradiesischer Verhältnisse, von Sorglosigkeit, von Ahnungslosigkeit, von Unschuld, von vollkommener Ernährung, von intensiver Fürsorge. Das Otto Rank’sche Geburtstrauma bedenkt wahrscheinlich einen kurzen Geburtsschock, der erste Rite de passage, so wie das Sterben unser letzter Rite de passage sein wird,  einen Schock für eine an ihre physische und soziale Umwelt genetisch-reentrisch vorangepasste, vorbereitete Säuglingsphysisteme, deren Säuglingsbewusstsein -aufgrund seiner oberflächlichen und ungebündelten Erinnerungs- und Wahrnehnmungs//fähigkeit noch keine tiefen Bewusstseinsspuren sich beibringen und in sich eingraben kann, die später eingravierte, ja, gravierende Auswirkungen auf die Erwachsenenphysisteme haben könnten. Das Kleinkind ist insofern robust unempfindlich für und dadurch relativ geschützt vor Traumatisierung. Otto Ranks Geburtstrauma-projektion (Luftknappheit: das Paradies in der Mutter wird am Ende zur Hölle)  ist nicht der einzige anachronistische Unterstellunsfehler in der Psychoanalyse und Entwicklungspsychologie des Menschen.

13.10.2521

Über die Welt und Liebe der Säuglingsphysisteme. Paradiesisch ist die Ruhe während des Saugens am Busen – am Nabel des Fürsorgenden – und des Schlafens –  in der Wiege des Fürsorgenden – hier, sicher gebettet und tief schlafend, wird Kraft getankt für den Kampf gegen das Tyrannische, sollte es am äusseren Horizont erscheinen, das wenig Energie, und für die dynamische Umwälzung der Physisteme im inneren Horizont, das viel Energie verbraucht. Es schreit leicht und gut und es steckt leicht und gut weg, das Kleinkind. Hier ist es sehr schwach und zärtlich, dort robust und resilient, dazu hat es allen Grund: Wo ist es? Was ist ihm gut oder böse gesonnnen in einer Welt, in der alles, ausser Saugen und Schlafen unter dem Schirm Fürsorgender, weniger gut zu sein scheint? Der Frage der „Entwicklung des moralischen Urteils beim Kinde“ ging Piaget nach, wir werden sehen, ob es sich so entwickelt, wie er sich das vorstellte. Und was bewährt sich als vertraut? Die Eindrücke sind fremd und die Gerüche, ja, selbst der Geruch der Mutter kann tatsächlich der einer Leihmutter (früher: einer Amme) sein. Zunächst kann hier nur für die Innenorientierung gesorgt werden, und ganz wenig für die Fürsorge, noch weniger für die Liebe für die Mutter. Das Kleinkind liebt niemanden, zärtliche Bande, sind sie vorhanden, reissen noch sehr schnell ab, und selbst mit sich streitet es darüber, ob es sich liebt oder nicht. Für das glückliche Ende dieses Streites rief Freud die „narzistische Phase“ auf – ob sie sich so gestaltet, wie er sich das pseudo-introspektiv, pseudo-retrospektiv vorstellte oder wie Lacan, wir werden sehen (Zur Kritik an Lacans „Spiegelstadium„, siehe Über die Anfänge….). Die Säuglingswelt und bekanntlich nicht nur die, gestaltet sich binär am Klarsten und Einfachsten: Stinken die Windeln, hilft Gestank, Gestank zu beseitigen, die Windeln zu wechseln, und der unablässige Schrei, naht nicht Beruhigendes, gerät Fürsorge in Vergessenheit, erinnert nachhallend, ruft sie hervor, Wimmern und Totenstille alarmieren.

12.10.2521

Über die Herkunft von Kants „Sittengesetz„. Kant hat sich nie um die tiefere, stammesgeschichtliche Begründung dessen bemüht, was er „Sittengesetz“ oder „Kategorischer Imperativ“ nannte – auch nicht weiter erklärt, obschon das sehr nach Erklärung ruft, wieso angeblich der „gemeinste Verstand“ im Moralischen „ohne Wissenschaft oder Philosophie“ wisse, „was man zu tun habe, um ehrlich und gut, ja sogar, um weise und tugendhaft zu sein.“ Dachte Kant an seine Mutter? Was ist die Erfahrungsbasis,  worauf beruht diese ominöse Weisheit noch des „gemeinsten Verstandes„, und keiner war gemeiner, keiner mehr ohne Wissenschaft oder Philosophie – seit Jahrtausenden -, als der weibliche? Funktionale Fürsorge birgt die Geschichte von Millionen von Jahren und hunderttausend Generationen von Menschen und Vormenschen, sie lebten und gestalteten ihre Fortpflanzung auf der Basis des Soll-Muss-Fürsorgeexistentials, das als Muss erfahren werden sollte (Kind) und als Soll getan werden musste (Parentalperson), auch dann als das genetische Programm sie verlies und sie sich selber zu finden und zu erfinden hatten.

12.10.2521

Ausserdem besitzt jede Physisteme eine universales oder allgemeines Systemwissen: sie weiss überindividuell, was ihrer Physisteme weh tut oder Not bereitet, bereitet jeder anderen den gleichen Schmerz, die gleiche Not – ob sie ihre Nase oder die Nase einer anderen Physisteme zuhält – das Resultat wird Atemnot und Erstickungsgefahr sein- sie besitzt von Geburt an eine rationale, an sich unentwegt arbeitende Dimension des Selbstwissens, Selbstsehens, Selbsthörens und Selbstspürens,  der Autokognition, -perzeption- und -memoration, keine Tabula Rasa.

12.10.2521

Über drei Wissens- und Handlungsdimensionen der Physisteme: die selbstbezogene (ich weiss, was ich weiss) – Dimension der Selbstentfaltung und Liebe; die artbezogene (ich weiss, was dem anderen weh und gut tut) – Dimension der Ethik und Sozialität; und die allgemeinbezogene (ich weiss, was passiert, stosse ich den Kopf an einem harten Gegenstand an) – Dimension der Technologie und Wissenschaft (Objektwissen). Dass die menschliche Physisteme, neben ihrer Individualität und ihrem artbezogenen Selbstwissen (allgemein physistemisches Wissen als Teil unseres individuellen Selbstwissens), auch eine universale Logizität und weltliche Systemizität besitzt (phyistemisches weltbezogenes Wissen als Teil unseres Selbstwissens), wird der Kognition, dem Verstand, für Kant: der Vernunft, erst später zum Begriff. Auf dieser Ebene – für Kant: der „reinen“ Verstandesbegriffe – sind wir fähig, über konstante Umweltverhältnisse, über Naturgesetze, über Kausalität, über Reentrizität nachzudenken und sie zu begreifen, Instrumente zu bauen, zweckmässig anzuwenden und Technologie zu entwickeln, auch hier liegen die Grundlagen oder finden sich Ansätze dazu in unserer Physisteme angelegt (eingeboren).

12.10.2521

///Parentalpersonen

11.10.2521

Wir kommen aus der pränatalen Sur-Realität, wohl nicht erst in der Steinzeit sollte sie, fürsorgend umschlungen von Muttern, ein kleines Stück ins Leben ragen, und streben nach ihr postmortem. Unser Trieb zur Utopie ist psychogenetisch. Wir kommen aus dem Überschuss und mit einer Portion Surrealität zur Welt.

10.10.2521

Die Corona-Pandemie versetzt die Menschheit back to the roots.

09.10.2521

Die Corona-Pandemie zeigt, wie Menschen fürsorgelogisch denken und handeln also dass tun, was als erstes in der Welt sie selbst betraf, und ihre Umwelt in der Extensionsform von Fürsorge begreifen: politische Umwelt in der Extensionsform von Fürsorge: der Fürsorgestaat, und wissenschaftliche Umwelt in der Extensionsform von Fürsorge: die Forschung, die Aufklärung und die Beratung.

09.10.2521 (2)

Über Fürsorgelogik von Politik und Wirtschaft. Aber auch die Betriebe der wirtschaftlichen Umwelt begreifen sich als Extensionsform von Fürsorge, ihr Primat von Leben oder Tod heisst Profit oder Ruin, heisst insgesamt: für die Firma  (Investment, Dividende), für die Konsumtion der Gesellschaft, für die Steuerkasse des Staates (gesetzlich vorgeschrieben, politisch gewünscht), für den Lebensunterhalt der Angestellten (gewerkschaftlich und politisch gewünscht) und für eine akzeptable  Ökobilanz (gesetzlich vorgeschrieben, politisch gewünscht) zu sorgen.  Unterschiedliche Fürsorgelogiken der unterschiedlichen sozialen Umwelten geraten unvermeidlich in Konflikt, die politische mit der wirtschaftlichen. Die politische  Umwelt hat ihre Interessen und die der Risikogruppen (Todesrate), die wirtschaftliche hat ihre und die Risiken für die Gesamtwirtschaft (Rezession) im Auge, beide Umwelten überlappen sich und teilen gemeinsame Umwelten in der Extensionsform von Fürsorge wie z.B. die familiäre, auch deshalb verläuft ihr Konflikt moderat und kompromissorientiert. Der Fürsorgestaat kompensiert  im Namen der Gesamtgesellschaft die eingestellten und verminderten Einnahmen (Fürsorgeleistungen) der Wirtschaft und sorgt mit dieser, dass es keine unüberschaubare Enlassungs- und Konkurswellen, Rezession und Staatsfinanzkrise gibt. Der Fürsorgestaat im Pandemie-Modus hat dafür zu sorgen, dass Infektionen und Desaster im Gesundheitssystem möglichst verhindert werden, für ihn reduziert sich die wirtschaftliche Umwelt in der Extensionsform von Fürsorge auf Betriebe die für die Fürsorge der Gesellschaft unersetzbar sind (Presse, Medien, Lebensmittelgeschäfte, Arztpraxen Apotheken), für die Gesamtgesellschaft unter Quarantäne Systemrelevanz haben.

08.10.2521

Der äussere Elter: ich sorge für dich, ich muss es tun, sonst überlebst du nicht –  der innere Elter – die Übermutter, der Übervater: jetzt musst du für dich selber sorgen,  selber dein Überleben gestalten – die Kooperation, die grosse Familie: wir sorgen für uns, du für uns, wir für dich  – „Obligation“ (Kategorischer Imperativ).

07.10.2521 (5)

Über funktionale Fürsorge und Umwelt als Extensionsform von Fürsorge.  Der kategorische Soll- und Muss-Imperativ als „Überlebensfunktion“ erstreckt sich auf menschliche Physistemen. Funktionale Fürsorge, in reduktiver und extensiver Form und in entsprechende Mischformen und Spezialgestaltungen unterschieden, ist ein interphysistemisches Existential, eine lebensnotwendige Bezugsfunktion und -leistung höherer Lebewesen. Meistens beschränkt sich funktionale Fürsorge in der Tierwelt auf eigene Gebärprodukte, in extensiven Formen kann die Gemeinschaft, in der sie aufwachsen und befürsorgt werden, dazugehören, eine Extensionsform von Fürsorge sein.  Junge, geschlüpft unter reduzierter Fürsorge, dafür umgehend nach dem Schlüpfen Selbstfürsorge betreibend, betrachtet die „Mutter“ gierig, ansonsten aber kalt, als Beute, ohne in ihrem Beutemuster eine Differenz zu machen, machen zu müssen. Ihre auf ihr Selbst reduzuierte Selbstfortpflanzungsfürsorge scheint über alles zu gehen – scheint, denn hätte sie ihre Eier gefressen, unmittelbar nachdem sie sie gelegt hat, nicht nur später das eine oder andere geschlüpfte Junge, dann hätte sie ihrer Spezies die Zukunft genommen,  sie hat doch, aber sehr früh, eine Differenz gemacht zwischen ihren Jungen und anderen. Fürsorge erscheint hier so hochkonzentriert, dass man sie kaum erkennt. Parentale Fürsorgeextension findet sich hauptsächlich bei Vögeln, Säugetieren und säugetierischen Menschen, parentale Fürsorgereduktion bei Amphibien, Echsen und Fischen. Fürsorgereduktion bedeutet, der Energieaufwand für Fürsorgeleistungen ist klein oder scheinbar klein, funktional konzentriert und reduziert, sie besteht zum Beispiel „bloss“ darin, männlicherseits im richtigen Moment Eier zu befruchten, weiblicherseits sie vorbeugend vor Fressfeinden versteckt oder vor gefährlicher Kälte geschützt abzulegen. Das wars. Hierbei zu beobachtende Ausgestaltungen von extensiverer Fürsorge sind beispielsweise Froschmännchen, die „ihre“ und des Weibchens Fruchteier bewachen. Die meisten Frösche überlassen ihre Brut dem Schicksal, also der Umwelt, deren stabilen Verhältnisse zur „Extensionsfunktion“ von Fürsorge wurden. Die Umwelt sorgt für uns, wir geben ihr in Extensionsform Fürsorge ab. Zunächst reichen die nachwachsenden Bananen und Kokosnüsse.  Der Mensch entwuchs nicht der Sorge, sondern  dem Überfluss als Extensionsform von Fürsorge. Zunächst. Das meint hier „Paradies“. Wir müssen uns für den Nachschub von Wasser, von Luft, für die Zuverlässigkeit der Anziehungskraft der Gravitation, für das Nachwachsen von Pflanzen und Tieren keine Sorgen machen. Bis wir uns nach und nach selber aus dem Paradies stossen (Vielleicht fühlten Eingeborene und Bisonherden in Nordamerika sich aus dem „Paradies“! gerissen – zumindest was Fürsorge und Fortbestand im Einklang mit ihrer Umwelt betraf, beide wurden vertrieben und fast ausgerottet). Menschen suchen in der Umwelt das Paradies, die Umwelt als ideale Extensionsform von Fürsorge, nicht nur eine Banane.  Wahrscheinlich geprägt durch die innere Umwelt der Mutter als Extensionsform „paradiesischer“ Fürsorge bis kurz vor der Geburt. Unser Trieb zur Utopie ist psychogenetisch. Durch verkürzte und verengte Optik machte Gehlen aus dem genuinen Überflusswesen Menschen das aus dem Paradies fiel und das Paradies sucht, ein von Defiziten geprägtes Mängelwesen, durch verkürzte und verengte Optik machte Otto Rank (1924) aus der Geburt ein Trauma.
Erweiterte Selbstfortpflanzungsfürsorge – reduktive funktionale Fürsorge -, ist de facto extensive, baut sie auf ihrer Umwelt, delegiert sie an sie Fürsorgeaufwand, spart sie sich solchen zum Beispiel durch Überfluss an Eiern, der „zufällig“ grösser blieb als die Vernichtung durch Fressfeinde war.  Parentale Fürsorgeextension, wie der Name es sagt, sorgt mit extensiverem oder intensiverem Aufwand für die Nachkommenschaft, bis sie Selbstfürsorge betreiben, für sich selbst sorgen kann, dass heisst, bis sie den ausreichenden, sicheren (lebenssichernden) Anschluss schafft an die Umwelt in der Extensionsform von Fürsorge (Beruf, Job, Acker, Jagdgebiet, Garten, Ehemann). Bei Menschen kann aus der extensiven funktionalen Fürsorge, fällt ihre Funktion weg, die emotionale Beziehung bestehen bleiben. Wir legen das, was uns als gelungene beglückende Fürsorge zuteil wurde, zum Beispiel als erinnerungs-  und emotionsgeprägte Dankbarkeit und Liebe für die Eltern aus.

06.10.2521 (4)

Über Nächsten- Fernsten- und Feindesliebe. Hans Jonas (1979) erweiterte in „Das Prinzip Verantwortung. Versucht einer Ethik für die technologische Zivilisation“ den kategorischen Imperativ, generell die zu eng gewordene Ethik des Provinzuniversellen – so wie von der Nächstenliebe, redet er von einer Ethik für den „Nahkreis“ – auf den ganzen Planeten und den „Kapitalismus“, für ihn ist Fernstenliebe Nächstenliebe einer immer näher rückenden Welt (Global village; Globalisierung), eine idealistische Konzeption funktionaler Fürsorge, die sich wahrscheinlich erst in einer kooperationskapitalistisch strukturierten und vernetzten Welt realisieren lässt oder, vorübergehend, in Notsituationen, die alle betreffen, wie Pandemien und kontinentale Naturkatastrophen, in der Nationen anderer Kontintente ihre Solidarität bekunden und Hilfe anbieten. Kooperierende stehen sich „näher“ als Konkurrierende, wobei das Grundsympathie und -anerkennung zwischen beiden nicht ausschliessen muss. Ob in diesen Zusammenhängen „Liebe“ der richtige Ausdruck ist, mag bezweifelt werden, vor allem für wetliche Solidarität und Ausrichtung eher ungeeignet, wenn auch  oft (miss)verstanden und praktiziert, ist der christliche Begriff der „Nächstenliebe“, in dem sich eschatologische und missioniarische Motive verbinden. Nur beim Juden, beim Satan Jude hörte bei gewissen Jeshua-und Paulus-Szenen die Nächsten- ja sogar die Feindesliebe auf.

06.10.2521 (3)

Über Badinter. Badinters Schlusswort und Fazit lautet: „auf ein allgemeingültiges und naturnotwendiges Verhalten der Mutter sind wir nicht gestossen“ (S. 297 – damit korrigiert sie am Ende des Textes die aus heutiger Sicht hinfällig gewordene, bei ihr noch vollgültige Anerkennung des „Ödipuskomplexes“ als Quasi-Naturgesetz der Mann- und Frauwerdung, rekurrierend auf das Werk von Freud und Helene Deutsch, und gibt mit ihrem Buch ein weiteres Zeugnis ab für die grosse Faszination und breite Akzeptanz der Pychoanalyse unter vielen Intellektuellen der 1980er. 1979/80 stellte Badinter zwei neue Entwicklungen in den Geschlechterverhältnissen fest, erstens die Rolle der „neuen Väter“ , die sich jener der Mütter angleiche. Dazu gibt sie zu bedenken, was heute auf Homo-Eltern bezogen – in konservativeren Kreisen – gefragt wird, nämlich dass wenn die „Väterliebe“ von der Qualität der Mutterliebe sei, werden dann „Mann und Frau in wachsendem Masse miteinander identisch?“ Psychologisch könne man „heute auch nicht mehr so genau“ wissen, „wodurch sich der kleine Junge vom kleinen Mädchen unterscheidet.“ (S. 298), die Psychoanalytiker seien sich „einig“ (…), „dass diese Identifikation [Angleichung; Gleichmachung] der Rollen das Kind in Verwirrung stürzt: [Eher stürtz es wohl ihre Theorie in Verwirrung].„Eine stabile psychische Struktur erwirbt das Kind, ob Junge oder Mädchen, nachdem es den Ödiypuskomplex [zu dessen Kritik, siehe Über die Anfänge], also eine konfliktreiche Dreierbeziehung, überwunden hat. Was wird aus ihm, wenn  Papa und Mama für es ein und dasselbe sind und keine geschlechtlich differenzierten Bezugspunkte mehr bieten? Kann das Kind jemals erwachsen werden und das infantile Stadium der Bisexualität überwinden, wenn der Vater gleichermassen das Gesetz und die mütterliche Liebe verkörpert?  Badinter -nicht nur Badinter, ihre Zeit stärker als unsere – steckt offenbar in heteronormativen Reduktionen fest, kein Thema sind bei ihr Sex/Gender, Queer, Trans, Homosexualität (und, wenn, dann abgewertet),  Homo-Eltern, aber sie beginnt sich zu öffnen], denn, zweitens, könne das Rad der Emanzipation der Frauen nicht mehr zurückgedreht werden:  Es entstehen also nicht nur neue Väter, sondern neue Mütter. Für unerschütterliche Fortschrittsoptimist*Innen könnte das „Einheitsgeschlecht [„l’unisexisme“] den Königsweg zur Bisexualität“ bedeuten, dafür rief sie den Mythos des paradiesisch vollkomenen Hermaphroditen oder Androgyns aus Platons Symposion ins Spiel, Symbol für Stärke und Kraft, bis göttliche Missgunst ihn zerstörte, und räumt ein: „Warum sollten der Mann und die Frau von morgen denn nicht erneut dieses verlorene Paradies schaffen? Kaum jemand kann behaupten, dass aus der durch die Verwischung [frz. „confusion„] der Rollenunterschiede entstandenden neuen Anordnung nicht irgendwann eine neue, reichere und weniger zwanghafte Ordnung hervorgehen.“  [zwar germanistisch geschliffene Übersetzung, aber sie schliff das Wort Ursprung/Anfang (origine), daher wäre weniger geschliffen hier mehr: „Qui peut affirmer que le désordre nouveau engendré par la confusion des rôles ne sera pas l’origine d’un nouvel ordre  plus riche et moins contraignant?“ –   „Wer kann behaupten, dass die neue Unordnung, entstanden durch die Konfusion (Vermischung) der Rollen, nicht der Ursprung einer neuen, reicheren und weniger zwanghaften Ordnung ist?„] Tatsächlich leben wir heute, vierzig Jahre später, in den gleichen Kreisen, in neuen, reicheren, weniger zwangshaften Ordnungen Parentalität aus, Badinter befreit sich auf den letzen Metern. Der Schluss ihres Schlusswortes lautet: „Wir werden uns hüten, auf diese Fragen, …, eine Antwort zu geben.  Nehmen wir doch einfach zur Kenntnis, dass bei den Frauen ein unbeugsamer [irréductible] Wille entsteht, die Welt und die Kinder mit den Männern zu teilen. Dieser Wille wird die künftige Situation des Menschen mit Sicherheit verändern. Gleichgültig, was sich daraus ergeben mag: das Ende des Mannes (…) oder das wiedergefundene Paradies – wieder einmal wird es an Eva liegen, die die Karten anders verteilt  [im Original: „c’est à Ève, une fois encore, qui aura modifié la donne„. Altenativ z.B.: „wieder einmal ist es an Eva, dem Spiel eine andere Richtung zu geben oder  „die die Karten neu mischen wird“]. Dass Gen- und Geburtstechnologie an diesem Spiel ebenfalls mitspielen werden, das war für Badinter neben anderem offenbar noch out of reach, höchstens Science Fiction.

06.10.2521 (2)

Elternliebe in Kinder, Kinderliebe in Eltern – und Jesusliebe. Elisabeth Badinter weist darauf hin, dass (funktionale) Fürsorge für Unselbstständige, diese vielleicht erste, grundsätzlichste Version des Kategorischen Imperativs, durch die wir seit hundertausenden Jahren und tausenden Generationen hindurchgehen, nicht mit einem historischen Konzept von „Mutterliebe“ zu verwechseln sei, denn offen bleibt, wer und wie sie erbringt, nicht, dass sie jemand funktional adäquat erbringt, denn der Säugling, das Kleinkind überwindet seine Unselbstständigkeit und Ohnmacht – ausser der Macht des Schreis und des Bisses ins Gewissen – nicht ohne Kraft, Saft und Fürsorge eines anderen. Es sei, es kommt jemand zu diesem Anderen, der predigt das radikale Ende der Fortpflanzung, des Lebendigen und Sterblichen auf Erden. Und spricht: Hör auf, deine Eltern, ja, deine Elternschaft zu lieben, denn die Zeit ist nah! („Wer seine Eltern mehr liebt als mich…..“), hör auf vorsorglich deinen Acker, fürsorglich dein Kind zu pflegen, folge mir in die besssere, in die ewige Welt, sie steht vor der Tür!  (und so einer ist tatsächlich gekommen: absurderweise richtet jetzt unsere Welt immer noch ihren Zeitkalender nach ihm aus…). „Mutterliebe“ sei dazu da, um Frauen unpolitisch zu machen, zu Hause zu immobilisieren, auf Mutterschaft zu reduzieren, hiess es in politischen Kampfansagen seit Jahrhunderten, erneut und erneuert im modernen Feminismus. Siehe dazu Elisabeth Badinter, die dieses Plus an Liebe für die Allernächsten vor der Nächstenliebe in ihrem Buch „Mutterliebe. Geschichte eines Gefühls vom 17. Jahrhundert bis heute.“ – Französisch: „L’amour en plus“ (1980) – untersuchte, ein Pionierwerk der heute prosperierenden Kulturgeschichte der Emotionen.

06.10.2521 (1)

Über die Wurzel des Kategorischen Imperativs. Die Grundbeziehung von Kind und Mutter (Parentalperson), die Verdoppelung der Fürsorge: die durch die Geburt zur Welt kommende gleichursprüngliche Selbstfürsorge und (funktionale) Fürsorge für Unselbstständige – für die Mutter ein Soll-, für das Kind ein Muss-Imperativ (folgt ihm sein Elter nicht, ist sein Leben bedroht) spricht die Stubenweisheit aus: behandle den anderen so, wie du als Kind von deiner Mutter behandelt wurdest – fürsorglich lebenserhaltend, umsichtig Vorsicht lernend – , eine ethischer Grundsatz, der sich unsere Gattung während Jahrtausenden in ihr Erhaltungsprogramm schrieb – und den die Herren Philosophen in der Regel ohne diese Dualität zu beleuchten und ohne Frauen, Mütter, in ihr Colloquium einzubeziehen, im Modus des abstrakten Duals Ego-Alter Ego diskutierten. Die Mütter dieser Herren, die Kinder waren, und die Kinder selber sassen wie ferne Schemen, wie Geister unsichtbar gemacht am Tisch mit ihnen. Behandle diesen Soll-Imperativ wie einen Muss-Imperativ, dem du dein Leben (durch andere) verdankst.

05.10.2521

Über die göttliche Rückkehr. Es gibt keine Grundangst vor dem Nichts (vor „Nichts“ kann man keine Angst haben), wir danken es dem Nichts – könnte es ihm gedankt werden -, nicht „es“ – wäre das Nichts ein „es“ – zu sein. Wir kehren nicht in das Nichts zurück, aus dem wir auch nicht kamen. Eher zer-fallen wir in die Genesis unserer Welt, die Zerfallenheit sammelt wie ein Misthaufen, der Dünger wird, und in die änigmatische Dimension, in der Gott, die Änigma, uns erhält. Für Christen, für orthodoxe, ist das Leben eine einzige Prüfung, ihr Gott wartet ihre kurze Endlichkeit nicht ab, sondern macht sie zur Richtschnur dafür, in welche Ewigkeit, ob in die himmlische oder höllische, die Seele nach dem Tod eintritt.
Auch im Buddhismus erhält die kurze endliche Lebenspanne unendliches Gewicht…, so denunziert, so für nichtig erklärt sie ist. Erst der perfekte Auftritt, die vollkommene Veredelung in ihr, die vollkommene lebendige Nichtung des Leidens am Leben, erlaubt dem Endlichen für immer die Rückkehr in diese Hölle für das himmlische Nirvana zu verlassen. Doch dem, dem in diesem Jammertal das Leiden so göttlich zu überwinden und hinfortzumeditieren gelang, was schert er, was schert sie sich noch um das Nirvana? Und warum sitzt in den Tempeln Buddha wie ein Lockvogel auf dem Ast? Er war nie fort.

04.10.2521

Philosophiegeschichtliche Note. Die Buch Genesis-Redaktion der jüdischen Bibel (Buch Moses) verdiente einen Stammplatz in der Philosophiegeschichte der Antike, währenddem die Ionische Naturphilosophie philosophie- und theologiegeschichtlich zu lesen wäre. Israel und Ionien lebten in der Achsenzeit unter der Herrschaft der Perser und in relativer räumlicher Nachbarschaft. Bis heute prägt Platon-Schüler Aristoteles – mit späteren Adepten wie Diogenes Laertios, aufgefrischt mehr von Precht (2015) als von Habermas (2019) – die Philosophiegeschichte der Antike. Bis heute verzerrt seine Linse den Blick auf sie. Bis heute reden wir von „Vorsokratikern„. Doch diese von „genialischen Mutmassungen“ (Mansfeld) inspirierten Schriften über Prinzipien und Götter – darunter Varianten eines einzigen Gottes -, Kosmos, Natur, Anthropologie, Zoologie, Gesellschaft, Ethik verfassten die Welt- und Selbstentstehung zum Gegenstand machende Pionieraufklärer, die in Ionien sassen, aber auch in der glaubensehrgeizigen Buch Genesis-Redaktion, die hoch gebildet, rhetorisch eloquent und von aktueller Literatur bestens versorgt gewesen sein muss, und statt einem monotheistischen Zeus (Heraklit), ihrem einzigartigen Herr Zebaoth die Schöpfung von Welt, Erde, Pflanzen, Tiere und Menschen zuschrieb, mit einem betonten Blick auf kosmologische und naturgesetzliche Phänomene und Entwicklungen [„aus dem Ursprung entwickeln sich die Gegensätze“ (Anaximander)], wie wir ihn sonst nur von ihren Nachbarn, von Ioniern, kennen – nämlich zuallerst Wasser [auch Thales und Anaximanders Punkt], Himmel und Erde; oder in Abfolgen in Zeit und Raum:  zuerst Sonne („Licht„),  später Planeten („Lichter„) [beides Anaximanders Punkte], dann Wasser und Himmel, dann Erde, dann Pflanzen, dann Getier im Wasser [Anaximanders Punkt], dann Getier auf Land [Anaximanders Punkt], dann Haustiere und Männschen (Adame [Anaximanders Punkt], dann Frauen (Evas) (Gen.1-2)].  Gleichzeitig oder früher? griff eine Buch Moses-Redaktion bei Noah und der Figur der Sintflut auf ältere Vorbilder („Flutsagen„) aus der babylonischen und sumerischen Nachbarschaft zurück, das könnte sowohl ein Hinweis sein auf einen oder zwei wahre Anstösse dieser Sagen  (Funde verkalkter Meeresfossilien in Bergregionen und der Dammbruch-Tsunami im Schwarzen Meer vier, fünf tausend Jahre zuvor) als auch darauf, dass sich diese Redaktionen bei ihren Nachbarn gerne und kreativ bedienten, warum nicht auch bei den Ioniern?  Was von Buch Genesis ist original, was adaptierte Kompilation? Und umgekehrt? Wirkte der Monotheismus der Hebräer auf die Ionier, auf Heraklit zurück, einschliesslich die theo- und kosmoethische Dimension? („das Gottgeschaffene ist gerecht [das war auch Herr Zebaoths Punkt: das, was er schuf, befand er für „gut“], nur der Mensch sieht das anders“ (Heraklit)) (siehe 08.08.-13.08.2521) Oder waren das, dem Zeitgeist der Achsenzeit geschuldete analoge Zufälle – ohne unterschwellig disseminierende und oberschwellig offene Einflüsse? Eher unwahrscheinlich für eine Mittelmeer-Gegend eines emsig handelnden, stark inner- wie ausserhalb verkehrenden Weltreiches.  Und dass Aristoteles Jerusalem nicht auf dem Schirm hatte, muss nichts heissen, auch nicht, dass die Hebräische Bibel fremde Quellen, je mehr sie ihre als original akommuniziert (göttlich) kommunizierte, konsequent mit „Gott sprach“ überschrieb, vielleicht half das der Redaktion, ihre Arbeit in den Kanon zu integrieren und die religiöse Überlegenheitsekstase ihrer Glaubensgemeinde zu stärken (abzuschirmen).
Zu dieser philosophiegeschichtlichen Lücke vgl. Jürgen Habermas (2019): Auch eine Geschichte der Philosophie  und Richard David Precht: Erkenne die Welt. Eine Geschichte der Philosophie (2015), der statt global mit  „Es war einmal eine Achsenzeit“, eurozentrisch anfängt mit „Es war einmal in Ionien„, S. 37-62. Habermas (2019, S. 309ff. ,S. 360ff.) operiert in diesem Terrain bereits globaler und weiter vorne, zumal ambitiöser, merkt er zum Beispiel an, dass Anaximander [und z.B. Heraklit, d.V.] „eine kosmoethische Auffassung des Naturgeschehens“ (S. 317) anklingen lasse – mit anderen Worten: eine quasi-jerusalemische oder lässt Buch Genesis vor allem anaximandrische Einflüsse anklingen? – oder dass „alle (…) achsenzeitlichen Weltbilder den Abstraktionsschritt zu einer Transzendenz leisten, die den Blick auf die Teleologie der Natur (…) beziehungsweise der Weltgeschichte im Ganzen eröffnet.“ (S. 314). Doch später verschenkt er diese Einsichten (merkwürdigerweise folgte auch Nietzsche hier eher traditioneller Geschichte, vgl. z.B. Stud. Ausgl, Bd. 7 (1869-1874), untersucht und vergleicht diese „Teleologie[n] der Natur“ nicht systematisch, wagt keine interkulturelle Redekonstruktion, sondern bleibt traditionell bei der „Abkehr des jüdischen Monotheismus vom „Heidentum“ – S. 327-S. 360, und hinter dem Stand der Forschung (vgl. z.B. Verena Lenzen (2012), wird Moses unhinterfragt als Autor-Verkünder vorgestellt („Moses verkündet Gottes Wort gewiss nicht in dessen, sondern in seinen eigenen Worten.“ (S. 348), und zwar von Verkündigungen seines Gottes in einem Superhebräisch, das Moses auf seins hinunterbreche. Den Fakten mehr entspricht wahrscheinlich, statt von Moses von Moses-Redaktionen auszugehen so wie die Forschung heute von Jesaja-Redaktionen, nicht von einem Autor Jesaja ausgeht und dass Akommunikationen im Spiegel der eigenen Sprache erfolgen.                                                                                                    [publ. 18.05.2020 #Philosophie #Merkur #FAZ #TAZ #FU #HU #LMU]

03.10.2521

Verschwörungstheorie-Paradox.  Verschwörungstheoretiker, Querulanten, Spinner sind oft isolierte Irritierte, schnell überfordert und fremdlenkbar. Liebevolle Aufnahme und geduldige Aufklärung erreichte sie vermutlich seit jungen Jahren nicht, das Glück, liess sie im Stich – es liegen neben subjektiven oft intersubjektive Mängel vor. Auf Basis einfacher Fremdlenkung, die sie beruhigt, stabilisiert, klagen sie die komplexe, unruhige Welt der Fremdlenkung an. Nennen wir es das Verschwörungstheorie-Paradox

02.10.2521 (1)

Heidegger ist von Anfang unseriös, von Anfang von Sein und Zeit (1927), also in der berühmt-berüchtigten vierzigseitigen „Einleitung„, ein verschlagener Sophist, ein skrupelloser Rhetoriker, ein hemmungsloser Ausschlachter, ein grosser Täuscher (die „Seinsfrage“ ist ein Fake), wenn auch daraus – und aus jahrelangem inspirierendem Studium u.a. von Husserls Phänomenologie – seine Schöpfungskraft, seine stupende Kreativität entstand. Aus diesem durchtriebenen Grosssophisten wurde Deutschlands Grossphilosoph, und es lag an der Zeit, dass der Autor von Mein Kampf (1927), auf seine Art ein mit allen politischen Wassern und Abwassern gewaschener Grosssophist (die „Judenfrage“ ist ein Fake) mit stupender Kreativität und jahrelangem Studium politischer Tendenzliteratur, Deutschlands Kanzler und Grossverführer wurde. Vielleicht die grösste Demaskierung, neben den letztlich bereits radikalen Heidegger-Kritiken von Cassirer (1931) und Carnap (1928; 1934), die erste grosse Sokratik des Sophisten, die bislang intensivste, sich am Werk abarbeitende Dekonstruktion Heideggers leistete der – nicht ganz unzufällige, nicht ganz unbezeichnenderweise – von Hitler und solchen wie Heidegger geflohene Philosoph Adorno.

02.10.2521 (2)

Heidegger und Hitler – der gleiche Kriegsjahrgang (1889). Heidegger ist auch geprägt durch die Härten des Ersten Weltkrieges (1914-1918) mit Todesgefahrerfahrung und der folgenden Revolutionskämpfe zwischen Kommunisten und Nationalisten; geboren im gleichen Jahr wie Hitler, der ebenfals durch den Ersten Weltkrieg kam, aber nicht abgerundet klug und weise, sondern von Wunden aufgerissen und gestört. Insofern haben wir es hier auch mit zwei Trauma-Typen zu tun, die heroisch eine harte männliche Diktion über Tod und Endlichkeit im Gepäck, im Schlepptau führten… Zu diesem „faschistoiden Männertyp mit dem inneren  Panzer“ siehe Klaus Theweleit: Männerphantasien (1977) – Nicht viel anderes ist „Sein und Zeit“, ein intellektueller, „alles“ überrollender Panzer – der seine hybride Behauptung, sein megalomanes Behauptungskonstrukt „Seinsfrage“ mit generalstabsmässiger Planung und harter Diszplin und soldatischer Energie des intellektuellen Panzerfahrers durchwuchtet – bis zum ausfransenden, kein Ende findenden, ja, ins Nichts laufenden Erschöpfungskrieg, bis zur entlarvenden Krise – nach dem so gloriosen, so hochmütigen Anfang, an dem es durch alles hindurch hiess: Es muss jetzt deutsch und gründlich im Griechischen Saustall der Metaphysik aufgeräumt und die „richtige“ Frage und Präzision ein- und ausgeführt werden, mit einem intellektuellen Panzer, der die „jüdischen Kollegen“ (Husserl, Cassirer, etc), aber auch die „weichen“ liberalen Deutschen (Carnap) „überrollt“. Strukturell so angelegt, musste klar sein, dass in der Davoser Disputation (1929) scheinbar, in der öffentlichen Performanz des Faktischen, keiner dem Panzer Heidegger das Wasser reichen konnte, dass der letzte, der das wollte, Heidegger und sein philosophisches Kriegsspiel, war. Man könnte meinen, dass neben dem Herakliter Heidegger Hitler seinen Heraklit – ebenfalls sehr selektiv – gelesen hat, dabei ist nicht nur zu denken an: „Krieg ist der Vater aller Dinge“, sondern an „Gesetz ist es es auch dem Willen eines einzelnen [Mannes] zu folgen.“.

02.10.2521 (3)

Corona-Pandemie oder Kategorischer Imperativ bei Heidegger und Hitler. An anderer Stelle widmet sich Über die Anfänge Heideggers katholischen Phrasen wie „existentiales Schuldigsein“ (S. 306). Da Kategorischer Imperativ hier Thema ist  – als Voraussetzung hierfür siehe die  Definition in 06.09.2521 -, liegt der Fokus auf Heideggers Begriff der Verbindung von „Selbständigkeit“ und „Sorge„.  Aus dem Menschen, der imstande ist, für sich und für den anderen selbstständig zu sorgen, sorgen zu können, wird bei Heidegger das selbstständig „existierende Selbst“ des Daseins: Sein „Bestand“ gründet in derSelbstständigkeit“ des existierenden Selbst, dessen Sein als Sorge begriffen wurde.“ (S. 303) Doch der Bestand des Daseins als existierendes Selbst ist zunächst unbeständig und für es Fürsorgende, ist es gesund, kein Grund zur Sorge. Der vorläufige Unbestand des Daseins gründet, neben Grundlagen und Beständen, die vorhanden und real sein müssen, auf einer Grundabhängigkeit von der (funktionalen) Fürsorge eines Unabhängigen, von Selbstständigen – die ihr Dasein in eine Daseinsfürsorge für das vorläufig (oder immer) Unselbständige (Kind), für das ohne sie keinen „Bestand“ habende, umwidmen. Fürsorge muss sich dabei nicht in Sorge wandeln. Sorge ist eine Intensität der Fürsoge. Existential ist hier Fürsorge, nicht Sorge, die wachsen und schrumpfen kann, Fürsorge, reflexiver, für sich fürsorglicher, verläuft konstanter. Reden wir vom unselbständigen Dasein Kind, ein daseinsmässig existierendes Selbst, ist die Basis seines Seins und Bestandes tatsächlich nicht es selbst, sondern die „Selbstständigkeit“ eines anderen in der Daseinsmodalität der Fürsorge und Umsicht für es, das in seiner Unselbstständigkeit noch nicht einmal einen adäquaten Begriff von Vorsicht besitzt. Blind durch die Gefahrenzone stolperte, ahnungslos sein Sein zum Tode auslöschte, wo es gerade sein Sein zum Leben anfängt, ohne elterliche Aufsicht. Besitzt das Sein des Neugeborenen einen Begtriff von Fürsorge, sogar Sorge? Schreit es Sorge, Kummer und Angst oder eher blinde Behauptung und Wille, Genugtuung durch Fürsorge zu erhalten, aus? Man kann bei Heidegger in jedem Fall von Gender-, Geburts- und Kleinkinds- aber auch von Behinderten- Greisen-, und Tiervergessenheit, ist von „Dasein“die Rede, reden (das Heidegger die Mutter-Kind-Blase vergas, monierten und behoben später Philosophen wie Sloterdijk (Sphären I-III)).
Das Lebewesen Mensch (Männsch) –  durch die heideggersche Seinstaufe  zum „Dasein“ geweiht, als „Dasein“ getauft -, für Heidegger das einzige daseinsmässige Sein (nicht für uns), das nicht einfach wie ein Vorhandenes oder Reales in der Welt ist, sondern „In-der-Welt-Sein-ist“, unterscheide sich „ontologisch grundsätzlich (…) vor allem Vorhandenen und Realen. Sein „Bestand“ gründet nicht in der Substanzialität einer Substanz, sondern in der „Selbstständigkeit“ des existierenden Selbst, dessen Sein als Sorge begriffen wurde.“ (S. 303). Möglichst also weit weg, stark abgegrenzt, undurchdringbar abgesetzt lebt die Heideggersche Philosophiewelt von lebensweltlichen Alltagsdingen, Fabrikprodukten (im Scheinmodus der Vorhandenheit), und weltlichen Naturelementen wie Sauerstoff („Realien“) und Schimpansengene. Auf keinen Fall will sich der Heidegger von Sein und Zeit mit Marx und Darwin „kontaminieren“. Die davon scheinbar vollabgeschottete Quarantäne der Lebensweltphilosophie Husserls bot ihm da zunächst Luft zum Atmen. Wie schmeichelhaft erhaben und abgehoben für uns Menschen diese heideggersche Daseinsstilisierung  ist- ihrem „Zauber“ verfielen Tausende -, ohne real vorhandene Substanzialitäten wie Sonne, Luft, Gravitation, Mineralien, Aminosäuren und so weiter, in den Physistemen korrespondierend als Augen, Lungen, Blut, Muskeln, Glieder, Knochen, Proteine und so weiter, von der sexuellen Fortpflanzung zu schweigen, hätten wir nicht lange Bestand, wäre es ohne ständiges vorsorgliches Augenmerk auf Lebensmittelrealien und Fortpflanzungspartnerschaften mit uns nicht weit her, ausserdem ist unserer physischen Daseinsmässigkeit, um ihres Bestandes und Selbstständigkeit willen, ein Bestand an real vorhandener Substanzen und Kräfte der Umwelt eingewachsen, eine Grundabhängigkeit von anderem immer inne, ein Bestand zugleich, ohne den wir binnen kurzer Zeit keinen Bestand mehr hätten, eine Grundunselbstständigkeit zugleich, ohne die wir jede Selbständigkeit verlören. Wir können also sagen: die menschliche Physisteme – das, was Heidegger daseinsmässiges Dasein oder existierendes Selbst nennt – ist mit dem Physischen (und mit dem Änigmatischen) tief verstrickt, vernetzt, von Grund auf, zugleich ist unser Dasein – im Modus des Vorübergangs, der selten stehen und stecken bleibt – tief verstrickt, vernetzt, von Grund auf, mit der Fürsorge eines selbständig existierenden Selbst, dessen Sein, zumindest Teil-Sein, die Fürsorge ist (um Elternfürsorge für Kind, Kinder, und vieleicht gebrechlich gewordene Eltern, für die, wo sie es nicht mehr für sich können, andere sorgen, heideggerisch zu beschreiben) Unsere Selbstständigkeit ist, selbst wenn sie weit geht, eine beschränkte und geborgte, die uns permanent ein robustes Vorhandenbleiben real vorhandener Substanzen und Kräfte (wir reden von Naturgesetzen) leiht und ermöglicht, es ist eine Selbständigkeit auf Zeit  oder eine, die ausbleibt oder im Zeitverlauf wieder verloren geht. Für dieses in Unselbständigkeit verhaftete Dasein, für dieses existierende Selbst, für das die Fürsorge des anderen existentiell bleibt oder nach einer Zeit wieder wird- für andere ein Soll-Imperativ, für es ein Muss, selbst wenn das sein Selbst, wie beim Säugling, nicht oder nicht so klar weiss – gibt es im Weltbild und Text von „Sein & Zeit“ (1927) nicht wirklich einen Platz, übrigens auch nicht in Hitlers Weltbild, in dessen Wirklichkeit es vernichtet wurde.

01.10.2521

Änigmatische Philosophie und Habermas (1991). Zur Methodologie: Mit der Instrument der kombinativen und deduktiven Widerspruchs- und Folgerungs-Logik, das Philosophiewissenschaftler wie Virolgen, Immunologen und andere NaturwissenschaftlerInnen gleichermassen und grundlegend in ihrem Fachbereich benutzen, können sich auch philosophiewissenschaftliche Generalisten überblicks- und anschlussfähige Gedanken über die Wege der Bekämpfung einer Virusinfektion machen. Philosophen besitzen zwar viel weniger Spezialwissen als Virologen, Immunologen,  Endokrinologen, Geriater, Pädiater, Hämatologen und Humangenetiker (nicht gut wäre, wenn es anders wäre, auch nicht gut wäre es, wenn die Philosophin, der Philosoph nicht über essentielle Basics in der Medizin, Biologie und Genetik der menschlichen Physisteme verfügte), Philosophiewissenschaft verfügt dafür über längere, intensivere Erfahrungen im epistemischen Bereich des Allgemeinen, Verschiedenen, Grundsätzlichen, Logischen und Komparativen (Selbst- und Fremdbezüglichen), und über raffinierte Techniken, aus analytischem Wissen generalisiertes Wissen zu generieren, epistemisch-kognitive Leistungen, in denen Welt uns denken lässt und wir Welt und uns denken, zu applizieren, ausserdem verfügt sie über eine während Jahren gewachsene Universalisierungroutine und vielleicht über den einen und anderen Blickwinkel, von dem Virologen, Immunologen und andere profitieren können, für die Gesamtorientierung zum Beispiel, wenn vor lauter Bäumen der Wald mit seinen vielen Wegen aus dem Gesichtsfeld zu geraten droht. Im Idealfall ergibt sich zwischen Philosophiewissenschaft und Naturwissenschaften eine win-win-Situation. Zu einer ähnlichen Einschätzung kommt Habermas (1991), für ihn steht „eine Philosophie, die nicht mehr durch Lebenswelt und Wissenschaft auf letzte Fundamente oder anfängliche Ereignisse hindurchgreift“ … „mit den Wissenschaften in Korrespondenz“ (S. 43).
Allerdings folgt änigmatische Philosophie nicht Habermas flachem Begriff von Philosophie und Reduzierung von Wissenschaftlichkeit von Philosophie auf ein höheres  Dolmetscherniveau, noch seiner antionotologischen Strategie, hauptsächlich eine anti-heideggersche, die sich jeden Grundlegungsbezug auf „letzte Fundamente oder anfängliche Ereignisse“ verbietet. Für die Änigmatische Philosophie liegen die Gemeinsamkeiten aller Wissenschaften, auch der Philosophiewissenschaft, auf drei Ebenen: erstens auf der grundlegend gleichen epistemischen Ebene,  was das denkend-logische und sprachlich-semantische, zweitens auf der grundlegend gleichen physistemischen Ebene, was das anthropologische und lebensweltliche, und drittens auf der grundlegend gleichen ontologischen Ebene, was den Ursprung der Genesis unserer Welt und ihrer änigmatischen Dimenson betrifft.
Als nachmetaphysischen Ersatz bietet Habermas an, Philosophie in der relativ bescheidenen, zudem ausschliesslichen Rolle eines mehrsprachigen Dolmetschers und Vermittlers zwischen den Sprachen von Lebenswelt, Kunst und Wissenschaft einzubürgern („….dann besteht der Vorzug der Philosophie vor Wissenschaft und Common sense einzig (…) darin, dass sie mehrere Sprachen beherrscht – die in der Lebenswelt zirkulierende Umgangssprache ebenso wie die Spezialsprachen der Expertenkulturen…. Dank dieser genuinen Begabung kann sie leichten Herzens auf den von der Transzendentalphilosophie ererbten Anspruch einer Fundierung der Lebenswelt verzichten.“ Schreibt Habermas wohl vielleicht auch ein wenig schweren Herzens… und später: „Diese Explikationsarbeit befähigt eine mehrsprachige (kursiv im Orig.) Philosophie auch zur Rolle eines Interpreten zwischen Wissenschaft, Kunst und Lebenswelt.“ (S. 41).  Dass Philosophie zum Beispiel die Spezialsprache der „Immunologie“ „beherrscht“ ist kaum anzunehmen, vielmehr sollte sie sich in deren inhaltlichen Grundzügen, Vorgängen, Abfolgen, Definitionen, Fachausdrücken auskennen, wie sie das Immunsystem unserer Physisteme unterteilt, untersucht und beschreibt, wie stark auf zellulärer, wie stark auf genetischer Ebene , um das, – um hier die habermasche Dolmetscherarbeit zu leisten – was an innerkörperlicher Komplexität und Potentialität vorliegt, zu übersetzen und in Verbindung zu bringen mit dem, was im Alltag passiert, wenn wir uns mit einem Küchenmesser am Finger verletzen oder mit einem Grippevirus infizieren, also innerkörperliche Immunreaktionen und -strategien auslösen, um möglichst unsere lebensweltliche Normalität (Funktionsfähigkeit und Gesundheit im Organ, am  Organ oder insgesamt, bei gutem Ausgang hochfahrend in den physistemischen Modus Alltagstauglichkeit, Arbeitsfähigkeit, etc. ) wieder herzustellen.
Abstrakte Letztbegründung dieser Welt, Ontologien mit Formeln wie „Sein“ (Heidegger“) und „absoluter Geist“ (Hegel), – seit der Achsenzeit intellektuelle Bemühungen, das Änigmatische unserer Welt auf den Begtriff zu bringen -, ersetzt änigmatische Philosophie, wo sie Religion/Metaphysik zu werden beginnt, durch die real erlebte und kommunizierte Ereignisserie änigmatischer Akommunikationen und Involutionen, die allein durch diese Welt, gesetzt als kausale, nicht zu begründen, in ihr grundlos sind, aber sind. Hierbei ist Ursache von Herkunft zu unterscheiden. Die Ursache dieser Serie wie die unserer Welt ist (für uns) unbekannt, die Herkunft beider enthält (für uns) einen transzendenten und transkausalen Bezug, – Theologen sprechen von „Offenbarungscharakter“ -, zudem nicht nur eine deistische, sondern „personale“ Dimension einer änigmatischen Wesentlichkeit, die das intersubjektive „Du“ in menschlicher Mehrsprachigkeit – insofern „Ich“-Personalität besitzend – an uns richtet.  Auch wenn änigmatisch, so rätselhaft wie offen bleibt, welche Fundierungscharaktere Akommunikationen und ihre Ursache (oder Ursachen) für unsere Welt und für uns persönlich haben) und welchen Stellenwert diese Wesenheit(en), Göttlichkeit(en) oder transzendenten Rätselhaftigkeit(en), die eine änigmatische Dimension unserer Welt offenbart, in der unter anderem Zeit-Raum-Indifferenzen als Synchronizitäten (C.G.Jung) von Menschen zwar peripher erlebt, aber komplett nicht verstanden werden.
Geht Philosophie heute „auf letzte Fundamente und anfängliche Ereignisse“ (Habermas) der Genesis unserer Welt zurück – überfordert sie sich bewusst, riskiert sie von vornherein ihr Scheitern -, muss sie sich mit theoretischer Physik und Kosmologie beschäftigen, reicht Beschäftigung mit der „Genesis“ der Jüdischen Bibel,  mit den Upanishaden, mit Lao-Tse  und mit altgriechischen Naturphilosophien von Thales über Heraklit bis Aristoteles nicht aus. Änigmatische Philosophie beschäftigt sich ausserdem damit, welche Fundierungsqualität Akommunikationen haben, mit Rückschlüssen auf die Genesis der Änigma und ihre Dimension die, wie und nicht wie unsere Welt, ist, statt nicht-ist. Dabei bleibt ontologische Spekulation, dass oder wie unsere Welt sowohl auf ein uns gemeinsam seiendes, wenn auch kaum weitere Gemeinsamkeiten besitzendes Nicht-Nichts, als auch auf einen gemeinsamen, wenn auch ansonten komplett verschiedenen „Ursprung, Habermas „letztes Fundament„, hier „Genesian“ genannt, verweist. Das Sein unserer Welt und das Sein der Änigma könnten äonengrosse Unterschiede, unvorstellbare Fremd- und Andersartigkeiten besitzen, wenn auch eine Verbindung zwischen ihnen, die änigmatische Dimension, besteht, und möglicherweise ein gemeinsamer Usprung, wobei dieses „gemeinsame“ eine denkbar geringste, sonst radikal verschiedenste Gemeinsamkeit, nicht ganz, aber fast gänzlich eine Nichtgemeinsamkeit und Unvereinbarkeit ist – in diesem ganz Anderen, aus dem der Funken für die Genesis unserer Welt und ein ganz anderer Funken für die Genesis der Welt der Änigma sprang –  so dass das ganz Andere in der Form der Genesis der Änimga für die Genesis unserer Welt und uns, weil oder wo radikal anders, kaum verstehbar, änigmatisch bleibt, in vielem ein Gegensatz ist, in vielem unüberbrückbare Differenzen enthält. Auch muss für uns offen bleiben, ob das Genesian und die Genesis der Änigma, verglichen mit der Genesis unsere Welt, zueinander in viel engerer Verwandtschaft stehen oder teilweise oder ganz identisch sind.

30.09.2521

Über Husserls Begriff der „Lebenswelt“ und Heideggers Versuch, das Sein als das höhere Geschäft der Philosophie, das Ontische, das Seiende, – als ob Philosophie nicht auch und bloss „seiend“ ist -, als das niedrigere Geschäft der Naturwissenschaften, als „Seinsweisen des Seins“ – als ob sie nicht selber Seinspotential enthalten – zu re-etablieren – mit Blick auf Habermas. Tatsächlich hilft der heideggersche Ansatz bloss der Philosophie in ihrer Illusionierung als überlegene Ekstase zu verharren, nicht aus ihr heraus. Sein und Seiendes ist eine Scheindifferenz.

30.09.2521

Nichts, ist es nicht seiend, ist nichts, Sein, ist es nicht seiend, ist nichts.

29.09.2521

Über die Zivilisierten und die Wilden. Ernährungswissenschaftliche Diätkompositionen, perfekt auf die eigene Physisteme und ihre Genetik abgestimmt, werden die tägliche Flüssigkeits- und Nahrungszufuhr bestimmen –  mensch kauft und isst nicht mehr willkürlich und zufällig, hier stark gesundheits-, dort stark suchtgesteuert heute dies, morgen das – der Zustand der perfekten Ernährung der Embryos und der Ernährung des Säuglings durch Muttermilch wird, unter neuen umweltlichen Bedingungen und Möglichkeiten, wieder hergestellt. Der Staat dieser Gesellschaft passt die Lebensmittelindustrie der für uns optimalen Ernährung an, zugleich wird sich eine neue Konsum- und Essroutine und eine völlig neue Befriedigung des Qualitätsbewusstseins, weil wissend, was man und wofür man es isst, ja, der Stolz, dass man sich wieder auf „Säuglingsniveau“ ernähren kann, einstellen. Einmal im Monat wird als „Festessen“ alt-traditionell gekauft, gekocht und gegessen, ein Mahl, das an die übliche hochgesunde Wertigkeit der Ernährung nicht herankommt, aber gut ist für das Eingedenken an alte Zeiten, die Geselligkeit und den Genuss, einmal im Monat auch was Ungesundes, Verwegenes, aber fein Schmeckendes zu tun, was die Wilden früher, mehr oder weniger unbewusst, täglich taten (nur das Tiere-Töten für die Nahrung, wie es die Wilden zu tun pflegten, das wurde dafür nicht wieder eingeführt).

29.09.2521

Die Zukunft der Medizin der Gesellschaft und ihre „kreative Zerstörung“ (Schumpeter). Die medizinsche Genrevolution, die dauerhaft immunisierungsaktivere, länger und gesünder lebende Menschen schaffen wird, wird nicht nur die Gesellschaft, ihre „paradigmatische Sichtweise“ (Habermas), sondern das Medizin-, Pharma- und Krankenkassensystem revolutionieren, quantitativ durch signifikante Schrumpfung, statt scheinbar immer weitergehende Aufblähung dieses Fürsorgemarktes – es wird weniger Ärzte und Ärztinnen brauchen, dafür hochgradigere Spezialisten und Spezialistinnen, weniger, aber höher spezialisierte Pharmaindustrien und einen Bruchteil der heutigen Krankenkassen, übernimmt nicht der Fürsorgestaat ihre Aufgaben, da weniger Aufwände und Kosten auf sie zukommen. Gegenläufig wird diese absehbare Entwicklung aus den gleichen Kreisen, die sie voranbringen und implementieren, zuweilen sabotiert und verzögert werden, da Zukunftsperspektiven, die auf dem Alten und nicht unerheblich auf dem Altern bauen, zuerst zu verschwinden drohen, dann verschwinden. Fast jedem Fortschrittssturm, Schumpeters „kreative Zerstörung“, folgt das „Maschinenstürmer-Syndrom“ auf dem Fusse. Viele, zunächst mehr, später weniger, in diesen Kreisen pflegen nicht nur eine rücksichtslose Fortschrittshaltung,  – die machen sie sich und anderen vielleicht vor, Fortschritt gehört zu ihrer Inszenierung, zu ihrem Berufsimage -, sondern sind ängstlich konservativ und fürchten, aus genannten Gründen, den existenzbedrohenden „Fortschritt“, alles, was über kleine, in die bestehende Praxis leicht integrierbare Veränderungen (Verbesserungen) hinausgeht. Ob diese Bremsklötze und Saboteure ihrer eigenen Fortschrittsgläubigkeit, ob diese versteckten TraditionalistInnen sich im Laufe dieses und des nächsten Jahrhunderts durchsetzen oder dem Schicksal der Webstühle in die Geschichte folgen werden, das entscheidet nicht nur die konkurrenzkapitalistische Wirtschaftsweise und ihre weitergehende Revolutionierung vermutlich in Richtung Kooperationskapitalismus, sondern jene, die von diesem revolutionären Fortschritt profitieren werden, letztlich die ganze Menschheit.

28.09.2521

Ein 80 Jähriger besitzt dann die Immunität eines 30 Jährigen.

28.09.2521

Über die Corona-Virus-Infektion und den direkten virologischen und den indirekten lateralimmunologischen Weg ihrer Ausschaltung. Wir reden im Moment viel von der Virologie im Zusammenhang mit der Coronavirus-Infektion, weil sie das Zepter, den Schlüssel für ihre Lösung in der Hand hält, dabei konzentriert sich die Virologie auf ihrem Weg auf die Analyse des Virus und die Entwicklung eines Impfstoffes. Daneben gibt es aber einen zweiten, einen lateralimmunologischen Weg, der sich auf sämtliche, auch genetisch involvierten Alterungsprozesse, inkl.  Responsivitätsabnahme, Hormonschwund und Degeneration, nicht nur auf die Reife- und Reaktionsprozesse des älteren Immunsystems konzentriert, zwar so dass als Resultat seiner Forschung dieses durch ein systemspezifisches Cocktail in die Lage versetzt wird fast wie eine  „komplett-aktive“ junge Physisteme Viren wie das Corona-Virus zu eliminieren (denkbar ist auch eine Kombination von Weg eins und zwei). Mittlerweile ist es statistisch erwiesen, das Coronavirus tötet Alte, nicht Junge signifikant. In den ersten 29 Lebensjahren kommen so gut wie keine, in den letzten so gut wie alle Todesfälle vor, Ausnahmen nicht ausgeschlossen. In den drei Jahrzehnten dazwischen, – Vorerkrankungen, die dazu nicht gänzlich beitragen, ausgeschlossen -, müssen sich dramatische Veränderungen im Körper abspielen, die diesen extremen Unterschied, zuerst den fast durchgängigen Erfolg, dann das häufige bis sehr häufige Versagen des Immunsystems bewirken, signifikant in männlichen Physistemen mehr als in weiblichen. Im Unterschied zum ersten Weg, dem virologischen, arbeitet der laterale Weg dezidiert interdisziplinär mit Fachkenntnissen aus der Geriatrie, Pädiatrie, Endokrinologie, Immunologie, Hämatologie, Zellbiologie, Humangenetik und anderen. Über seine Forschung werden wir nicht auf einen Schlag das Rad des Alterns, aber ein Rädchen um das andere davon zurückdrehen lernen, in dieser juvenalisierten Spanne wird der ältere Mensch das können, was die Physisteme des jungen kann und ihm der virologische Weg über ein Impfmittel ermöglicht, ausserdem wird der ältere Mensch durch das lateralimmunologisch-genetische Redesign dauerhaft immunisierungsaktiver, zudem länger und gesünder am Leben bleiben.

28.09.2521

Extrauteration – Sciene-Faction-Entwicklungsmodell:  Phase 1: Die Gebärmutter der Mutter wird operativ isoliert, an eine Extrauterationsmaschine angehängt.
Phase 2: Die Gebärmutter wird genetisch gezüchtet, dann befruchtet, die Lebenspendung beschränkt sich auf weibliches und männliches Genmaterial.  Phase 3: Die Extrauteration verläuft „vollautotom“ ohne Lebensspendung,  mit Baustoffen. In diversen Hollywood-Filmen von „Resident Evil“  bis zu den Klon-Soldaten-Armeen in „Star Wars“ werde Produkte der Extrauteration in „realitätsecht“ gemachten Simulationen präsentiert. Hollywoods Kreativität geniesst es offenbar und strengt sich an, über das Denkbare und Simulierbare in der Menschheit, das der ganzen Menschheit, einem Milliarden-Publikum präsentiert wird, die Führungsrolle zu behaupten, zudem wird die Menschheit mit viel Popkorn und Coca-Cola in der Hand auf solche Realitätsszenarios und Szenario-Wechsel  von der Simulation in die Realität erster Ordnung vorbereitet  – nicht nur konsumtiv, auch aufklärerisch: Stelle Dir vor, mache Dir klar: Was von dem, was wir uns in Gedanken und Filmen vorstellen können, wollen wir realisieren, was nicht?

28.09.2521

Neumoderne Konfliktlinien in der Zukunft: der adonische Mensch. Die Unisexualisten der Neuen Moderne wollen den reinen, den geschlechtsbereinigten Menschen schaffen, arbeiten am idealen Unisex. Der erstmals reine, wahre Mensch, der adonaische Mensch (die adonische Adona; der adonasche Adonis), besitzt selbstverständlich Individualität, nur im Geschlechtlichen wurde er uniform geschaffen, da die menschliche Fortplanzung, die auf Bisexualität basierte, ausgelagert wurde in die Extrauteration (von „extrauterin„: hier: „ausserhalb der gebärenden Mutter“) und seitdem in den Körpern überflüssig, ein Stück überholte Natur ist.  Für sie sind traditionelle Bisexualisten altmoderne Folkloristen, die sich an überholten Traditionen und Geschlechtsbildern (wie auch an überholter „naturwüchsiger“, um nicht zu sagen „primitiver“ Fortpflanzungstechnologie) klammern.  Sie würden den Unterschied von Mann und Frau hochhalten – egal, ob hetero- oder homosexuell -, die Gleichberechtigung, aber nicht die Angleichung der Geschlechter befürworten und argumentierten, dass „man“ damit seit Jahrtausenden doch sehr gut gefahren sei. Man wolle auch keine Kinder haben, die nicht natürlich geschaffen wurden, viel schöner sind und dreimal länger leben als sie.

27.09.2521

Die Hollywood-Dystopie „Gattaca“ (1997) mit der Adona Uma Thuman und dem Adonis Jude Law in positive unisexuelle Realität umgesetzt.

26.09.2521

Das Liebesreich der Zukunft. In einem scheint der evolutionsbiologische Gleichstand zwischen den Geschlechtern seit langem hergestellt zu sein und weiterhin stabil zu bleiben: Sie mögen sich zu sehr, sie wollen sich nicht ganz ausrotten. Irgendwann hindert sie evolutionsbiologisch nur noch das Emotionale, das sie verbindet, daran. Als ob in der Zukunft die Liebe unter Menschen noch „reiner“, noch „stärker“ wird.

26.09.2521

Extrauteration führt dazu, dass Männer wie Frauen die Fortpflanzung entkoppelt haben. Ein Mann, ein Transmensch kann jetzt genauso „Kinder“ kriegen (machen lassen) wie eine Frau oder Mutter Staat macht das und befreit die Bevölkerung vom Kinderkriegen. Die Gesellschaft des Staates verbietet sich das irgendwann, erlaubt dieses Selbsterhaltungsgeschäft nur noch ihrem Staat. Der Staat dieser Gesellschaft mit seiner Gebärfabrik gleicht dann immer mehr der „Königin“ eines Ameisen-, eines Bienenvolkes (sein Upgrade wie seine Degradation).

25.09.2521

Die Änigmatische Bewegung kann aus dem Geschlechterdilemma, aus dem Wanken der Überlieferung befreien, arbeitet am zukünftigen Geschlechterfrieden, stabilisiert robuste Selbstbilder, hält sie konstant, je nach Fall, konstant variabel.

24.09.2521

Auch in Zukunft wird es um einen Gesellschaftvertrag, um einen neuen Geschlechterfrieden, um einen neuen stabilen Geschlechterdeal zwischen Mann und Frau und anderen gehen. Irgenwann in der Zukunft werden Frauen überlegen wie sie mit Männern umgehen sollen. Im Moment überlegen Männer, zum Beispiel im Abrahamismus der dritten Grossversion, in gewissen Domänen des Islam, wie sie mit Frauen, die sie unter der Knute oder an der Leine halten, umgehen sollten, fallen diese immer mehr aus der traditionellen Rolle und bricht ihre antike, auf Männer geeichte Religion immer mehr zusammen. Frauen fallen aus der traditionellen Rolle, tradierte Männerbilder wanken.

23.09.2521

Vielleicht lagert sich auch der Fortplanzungsbeitrag von Frauen und Männern in Zukunft immer mehr aus – ansatzweise findet das heute im Leihmütter-Geschäft statt – neulich in der Ukraine konnten die „bestellten“ Kinder wegen der Corona-Pandemie ihren Eltern im Ausland nicht zugeführt werden. Die Extrauteration deprivilegierte den Fortpflanzungsbeitrag von Frauen und Männern gleichermassen. Der vollsynthetisch produzierte Mensch mit unglaublichen Regenerationsfähigkeiten wäre eine Art Neugeburt der Menschheit. Zugegen, von Buddhismus bis Scientology leben Menschen den Traum der Selbstoptimierung  – in Form der Verheiligung, die auf positive Selbstverewigung hinausläuft, in Form der Ultralanglebigkeit und in anderen optimierten Selbst-Formen -, die mit der hybriden Selbstvergötterung nicht zu verwechsel sind. Der Mensch mag sich viel zu sehr, der Mensch will und muss Mensch bleiben, um das Ausmass seiner radikalen Optimierung und der seiner Nachkommem, überhaupt spüren, feststellen, würdigen und geniessen zu können. Er braucht ein historisches Bewusstsein seiner selbst. Erst das Selbstverständlichgewordene wird es vergessen. Unvergessen könnte bleiben, dass er Ahnen hatte, die den Weg zu im vorbahnten und ausbauten. Denen er mit Dank und Hochachtung – Ach, ,wir werden in seiner ewigen Dankesfeier aufleben! – gedenkt als der Verwirklicher und Vollender ihres, unseres Erbes.

23.09.2521

Das intrauterin geborene Kind, das Kind aus der „natürlichen Fortpflanzung“ wird eines Tages als genetisch viel zu deffizient (krankheitsanfällig, sterblich, etc.) gelten, als die Eltern es wollten, als die Gesellschaft es zuliesse.

23.09.2521

Über Extrauteration – abgeleitet von „extrauterin„: „ausserhalb der Gebärmutter“ – hier: [biotechn. Erzeugung des Menschen] ausserhalb der gebärenden Mutter.  Frauen, die ein Kind wollen, können sich eines Tages für eine intrauterine oder extrauterine (besser: extrauterationelle) Erzeugung entscheiden. Für die Extrauteration liefern sie ihre ovaparischen Gene und ihr männliches Wunschsperma z.B. des Vaters oder eines anonymen Zeugers. Die Extrauteration benimmt ihnen ihr weibliches Erzeugungsprivileg, Männer und Transmenschen können ebenfalls ihr Kind zeugen lassen mit ihrem Gensatz und dem von einer anonymen oder bekannten weiblichen Ovaparie – erhalten sie die staatlich überprüfte Zulassung dafür. Je mehr die Natalitäts- und Gentechnologie voranschreitet, desto mehr eröffnen sich neue Möglichkeiten im Bereich Humandesign und Anlässe, über ihre Zulassung, Rechtmässigkeit und Gewünschtheit zu entscheiden. Faktenkundige ethische Kompetenz wird in der Gesellschaft gefragt und erforderlich sein, um darüber zu entscheiden, was sie davon zulässt,  was sie fördert, was sie verbietet und was sie tabuisiert. Leben wir dann in einer überwiegend kooperationskapitalistisch strukturierten, kooperativ gesinnten Welt, wird das erheblich einfacher fallen als heute.

22.09.2521

Machen Sie ein Gedankenspiel: Nehmen Sie die Männchen aus der Menschheitsgeschichte heraus und überlegen Sie sich dann, was Sie für eine Weltgeschichte und Welt hätten. Eine bessere – mit viel weniger Gewalt, viel weniger Krieg, mit viel mehr Kooperation, viel mehr Vernunft – oder eine schlechtere? Wo liegt der Haken?

22.09.2521

Evolutionsbiologisch geht es im Moment noch nicht ohne Männer. Es ist anzunehmen, dass der „bescheidene“ Fortpflanzungsbeitrag der Männchen gen- und biotechnisch einfacher und schneller zu ersetzen sein wird als der des Weibchens. Dass also die Männer aktuell in der Forschung an ihrer zukünftigen Selbstabschaffung arbeiten, zumal was ihre biologische Notwendigkeit für die Erhaltung unserer Gattung, der ursprüngliche Kern, warum es sie überhaupt gibt, betrifft. Vor allem dann, wenn zu diesem Zeitpunkt Frauen an der Macht sind, die den Mann komplett abschaffen wollen. Oder zu diesem Zeitpunkt der Extrauration wollen Männer die Frauen abschaffen, die schon länger mit Geisha-Humans („Geishumans“), spezialisiert auf Erotik und gehobene Unterhaltung, lieber ins Bett gehen als mit Menschen.

22.09.2521

Bienen- und Ameisengesellschaften haben sich der Männchen und ihre Systemrelevanz für die Gesellschaft bis auf den kleinstmöglichen Nenner entledigt.

21.09.2521

Feier des Lebens. Wir sind die Feier des Lebens, die Feier, nicht Nichts zu sein, die über unser einzelnes Leben hinausgeht, denn auch Götter, denn auch Gott feiert dieses Fest.

20.09.2521

Kurze Studie über Nord- und Südeuropäer (Über Klischees mit Wahrheitsnuancen). Ein fantastischer Spezialist und fast ebenso fantastischer Generalist ist der Virologe und Medienstar Prof. Christian Drosten, der kürzlich seinen 40. Podcast bei NDR mit der Wissenschaftsjournalistin Korinna Hennig publizierte und dabei u.a. klar machte, er würde sich nicht einmal über Bakteriologie wissenschaftlich zu äussern getrauen, so überspezialisiert und eingeschränkt in seiner Kompetenz sei er. Ganz richtig ist das nicht und das ist auch gut so. Als Generalist der Coronabekämpfung, wie ihn mittlerweile Öffentlichkeit und Politik wahrnehmen, äussert er sich sehr wohl wissenschaftlich über Corona-Studien anderer Fachgebiete wie Pathologie und beurteilt und befördert praktische Konsequenzen. Zum Beispiel die Abgabe von Heparin für hospitalisierte Corona-Erkrankte  aufgrund von zwei Corona-Obduktionsstudien (HH/ZH), die rund 20% Lungenembolien nachwiesen. Wie steht es mit der Beurteilung von mangelhaften, nicht ganz dem Goldstandard entsprechenden Studien? Muss in Hungersnöten der Weizen nicht anders vom Heu getrennt werden als in üppigen Zeiten? Darf dann am Weizen nicht mehr Heu hängen bleiben? Nötig die Notsituation, in der wir NICHTS gegen Corona in der Hand haben, uns hier nicht alle – nicht nur die Zulassungsbehörden für Impstoffe -, dient es der Sache oder könnte es ihr dienen, schneller, flexibler, improvisationsfähiger zu werden? Das aktuelle Yale-Behandlungsprogramm vom 10. Mai 2020 sieht ausser der Abgabe von Heparin die Abgabe von Hydrochloroquin für milde und von Tocilizumab für schwere Verläufe vor, auch wenn für beide Medikamente zur Zeit noch keine perfekten Studien vorliegen, nur positive Erfahrungswerte von ein paar Klinikern, darunter ein Italiener, und zwei mangelhafte Wirksamkeitsstudien aus China. Arbeitet eine Studie über die Wirkung von Hydrochloroquin nur mit Schwererkrankten wie eine FDA-Studie, die für Hydrochloroquin in diesem Fall bloss die Wirkung eines Placebos nachwies, ist vielleicht die Studie falsch konzipiert worden, bewahrt das Medikament für milde Fälle seine Wirksamkeit, was der französische Hydrochloroquinist Prof. Raoult, Marseille, immer betonte. Eine laufende Studie von Novartis/ John Hopkins Universität testet das bewährte Antimalariamittel an milden Verläufen, ist allerdings erst in paar Monaten abgeschlossen. Ein allzu pedantischer Hochschullehrer aus Deutschland würde in der aktuellen Situation nur eine 100 % valide Studie zulassen, alle anderen Studien sind in seinen Augen 0 % wert, währenddessen Zeit, die Leben kostet, ungetan verstreicht, ein flexibler, improvisationsfähiger Professor aus Südeuropa würde  zuerst die Qualität der Mängel einer mangelhaften Studie sich genau anschauen, und bewahrt sie eine positive Tendenzaussage nach Abzug ihrer Mängel,  bis auf Besseres für die klinische Praxis empfehlen. Prallen hier Mentalitäten aufeinander? Dem pedantischen Professor aus Norddeutschland geht es um Kontrolle, ohne das Risiko, am Ende falsch zu liegen, dem flexiblen Professor aus Südeuropa geht es um Heilung mit dem Risiko, am Ende falsch zu liegen? Das Risiko ist im Fall von Hydrochloroquin jedenfalls vertretbar.  Seine Chancen stehen immer noch bei fiffty-fiffty oder sagen wir bei 49 % : 51 %. In der Idealsituation, die sich der Norddeutsche wünschte, zu wenig überzeugend, in der Notsituation, die der Südeuropäer akzeptiert, ausreichend überzeugend.

19.09.2521

Die Feier des Lebens. Mit der genetisch-reentrischen Progression simuliert Über die Anfänge die Wirklichkeit, einen nicht aufhörenden „Work in progress“ – der menschliche Körper ist genetisch-reentrisch ausdifferenziert und konnektiert zu einer binärsexuellen Fortpflanzungseinheit. Vermutlich ist das Männchen eine spätere Abspaltung aus der maternalen Selbstfortpflanzung, nicht umgekehrt, wie in der jüdischen Genesis, das Weibchen ein Komplementärteil aus dem Männchen. Von seiner Autogenerativität lagerte das Weibchen Autonomie aus und gewann dafür andere evolutive Vorteile verköpert im Männchen hinzu. Das Männchen erhöhte die Dissemination und die Semination der Gene. Umso stärker prallten die Seminateure aufeinander.  Die Judäer – keine Frau konnte sich dem widersetzen, ihren Widerspruch für die Nachzeit archivieren- die Archive beherrschten die Herren der Schrift – schriftstellerten das Männchen, Adam, an den Anfang der Menschheit, für die griechischen Philosophen, nicht alle, aber die Grössten, Platon und Aristoteles, verkörperte der Mann die höher entwickeltere, von der Natur entbundenere Spezies als die Spezies Frau: Männer, nicht Frauen und wenn, dann bestätigen sie die Regel, standen für den enormen Kulturinnovationsschub in der Erbfolge der Achsenzeit – Kunst, Schrift, Mathematik, Geometrie, Architektur, Philosophie, Naturwissenschaft, Medizin, Religion -, aber auch für das grössere Muskel- und Aggressionspotential, sei es für die Verteidigung oder die Eroberung – Militär, Krieg, Barbarei, Zerstörung, Folter, Raub, Mord, Vergewaltigung. Frauen standen für die Kontinuität des Friedens und die Pflege des Hauses, der Kindergebärung und -aufziehung, allenfalls für Hebammen- und Gartenkunst, eher nicht für Kriegswirtschaft, jenseits von Schrift und Archiv, deswegen wurden die Quellen, die wir von ihnen haben, meistens von Männern verfasst und überliefert (archiviert). Die Ausnahmen sind überschaubar: Sulpicias Liebeselegien, nicht so berühmt wie Sapphos, in Teilen überliefert durch Zeitgenosse Tibull  (1. Jh. n.Chr.), der Neuchristin Perpetuas erbaulicher Märtyer-Bericht (gest. 203) aus der Löwenarena, der die Kontraproduktivität der römischen Christenverfolgung unterstreicht (Beste Schleichwerbung für das Christentum: denn wenn es selbst Löwen nicht fürchtet, muss, wahrlich, wahrlich, eine grosse Macht in diesem Glauben stecken…), Hypatias (370-415) Werk und Körper indessen zerfetzen den Löwen gleich Christen. Allzu feministische Geschichte begeht heute oft den anachronistischen Fehler, in der Antike anstatt die Fakten, die eigenen liebgewonnenen Emanzipationserrungenschaften zu projizieren. Mütter beeinflussten ihre Söhne, Frauen ihre Ehemänner, darunter Kaiser, wo sie nicht direkt Macht im öffentlichen Raum ausüben konnten, also so gut wie überall, und. schmiedeten mit ihnen auch Ränke und Kriegspläne. Die Königin Kleopatra war eine der letzten Königinnen der Antike – zwei grosse Römer begehrten sie, kriegten sie – und am Ende gingen beide im römischen Intrigenstadel, in der Machtgier und Gewalt gewordenen Senatsgeschichte Roms zugrunde. Für Neid auf das Mannsein liefert unsere Geschichte, wägen wir die Vor- und die Nachteile dieses Geschlechtes auf, keinen allzugrossen Anlass. Geschichtswissenschaft ist zuallererst keine Glorifizierungsveranstaltung. Doch kehren wir zur genetisch-reentrischen Werdung unseres Systems, unserer Physisteme zurück, die an sich ein Anlass zur Feier ist. Genetisch-reentrisch ist die Lunge mit einem Teil der Umwelt, mit Sauerstoff, und mit anderen körperlichen Teilen (Blutsystem) zur „Fortpflanzungseinheit“ menschlicher Körper, humane Physisteme ausdifferenziert und vereinheitlicht (einverbunden). Hunderte Millionen Jahre genetisch-reentrische Entwicklung und Ein(ver)bindung (Reintegration) integrierten sich dabei.  Intellekt und Bewusstsein entstehen genetisch-reentrisch durch Integration der Wahrnehmung von Vorgängen des Körpers und seiner an die Mutter gebundene/n Umwelt durch sensuelle Apperzeption, differenzieren sich genetisch-reentrisch im Erkennen des anderen, nach dem Abscheiden von der Mutter im Unterscheiden von sich in wachsender Zunahme sprachlicher Artikulationen und Bezeichnungen aus. Wachsende Fähigkeit ihre Reentrizität zu erzeugen – den „richtigen“ wiederholten Einsatz („Mama“) bei der zutreffenden Erkenntnis (Mama). Schlauheit basiert stark auf Ökonomisierung des Lebens-  und Fortpflanzungserhalts, auf Ersparnis von „unnötigen“ Vorgängen und Gefahren – die Schlauen kommen schneller und sicherer zum Ziel – sei des die Gurgel des anderen oder in der Matheprüfung. Schlaue Intelligenz (Smartheit) ist eine Systemeigenschaft von uns – sozial angenehm (Charme) wie unangenehm (Eiseskälte). Unübersehbar ist das ganze System auf Selbst- und Fortpflanzungserhalt, im Modus des Intellekts wie im Modus der Verdauung darauf, nicht Nichts zu sein, geeicht. Wir sind die Feier des Lebens, die Feier, nicht Nichts zu sein, die über unser einzelnes Leben hinausgeht, denn auch Götter, denn auch Gott, die Änigma, feiert dieses Fest.

18.09.2521

Den empfehlenswertesten Habermas-Text zum Verständnis der letzten Passagen von Über die Anfänge Buch 7 – Buch Passion (die letzten Wochen) ist „Texte und Kontexte“ (1991) zu Horckheimer, zu Peirce und zu Husserl. Es zeigt Stärken, aber auch z.B. das oberflächliche, aber immer noch gängige Moderne-Verständnis von Habermas und die Überschätzung eines Philosophie-Begriffs, die sich diesem anschliesst („Bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts konnte sich die Philosophie freilich ihrer Überlegenheit gewiss sein….- mindestens als Erkenntnistheorie, die die Wissenschaften in ihren Möglichkeiten legitimierte.“ Das Argument hat keine höhere Aussagekraft als „Die Medizinwissenschaft freilich konnte ihrer Überlegenheit gewiss sein – …mindestens in der Knochenlehre (Osteologie)“…) – Habermas wird Hegel im Sinne gehabt haben und Marx, der sowohl von der Theorie der Neuhegelianer in die empirische Wissenschaft der Makroökonomie als auch den idealistischen „aprioristischen Anspruch auf praktische Orientierung“ (S. 35) der Philosophie in einen politischen (1845) wechselte (dabei legte der Marxismus den aprioristischen (hegelianischen) nie wirklich ab, unterfütterte ihn vielmehr mit Realitäten). Tatsächlich war dieser Versuch bereits bei Descartes (1637) vorhanden, aber schon in der Medizinwissenschaft, die er radikal auf Null zurücksetzen und auf besseren Fundamenten grundieren wollte (bloss prätendierend), gescheitert (vgl. N.N.). Über die philosophische „Legitimierung“ und Methodik der Medizin durch Hippokrates und Galen kam Descartes nie heraus, ausser in seiner Prätention. Mathematik, Optik, Geometrie, Physik, Jura, Medizin, Medizingeschichte gingen immer mehr ihre funktional autologischen und autopoietischen Wege, zugleich interdisziplinär und gesellschaftlich interagierende, konnektierende, komplementierende, denken wir an Gerichtsmedizin, Ingenieurswissenschaf und Architektur. Viel mehr als Prätention, eine prätentiöse Autopoesie, die sich die Philosophie bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts vormachen konnte, das, was wissenschaftlich möglich ist und sich selber „legitimiert“, „mindestens“ erkenntnistheoretisch zu legitimieren, ihren nächträglichen Metadiskurs als metawissenschaftlichen „Fundierungsdiskurs“ auszugeben, war das nicht  – Hauptfunktion dieser „Legitimierung“ war die Selbstlegitimierung von Philosophie durch Philosophie. Die Wissenschaften „legitimierten“ sich selber oder ihr gesellschaftlicher Nutzen, ihr funktionales Kapital und ihre ökonomische Verwertbarkeit taten dies für sie, nicht erst seit Mitte des 19. Jahrhunderts. Positiver ausgedrückt, dieser Anspruch der Philosophie hat dann nicht aufgehört, nur wurde unübersichtlicher und unübersehbarer denn je, dass die Wissenschaften in und aus ihren Teilautononomien operierten und in und aus ihrem interdisziplinären und gesellschaftlichen Konnex, sondern er hat, wie Habermas vormachte, bis heute Konjunktur. Wachsende Unübersichtlichkeit steigert den Bedarf nach ihr gewachsener Philosophie, nach Orientierung.

17.09.2521

Über Über die Anfänge (Buch 7: Buch Passion) (Allgemeine Information für die Lesenden) Jedes Buch von Über die Anfänge  läuft in genetischen, in auf sich aufbauenden (sukzedierenden), und in reentrischen , in zu sich zurückkehrenden (ergänzenden, revidierenden) Entwicklungschritten ab. Zunächst in Form eines Blogs, deshalb ist der Eintrag, der Ihnen jeweils als erster oder oberster erscheint, tatsächlich immer nur vorübergehend der „letzte“ von vorderen, von früheren – vielleicht lesen Sie gerade als „erstes“ eine Schlussfolgerung, nicht die Einleitung und Voraussetzung dafür, die „früher“ bzw. weiter „unten“ im Blog steht. Für Lesende,  die gewohnterweise buchchronologisch schreiben und lesen, ist das ungewöhnlich und für das Verständnis des Textes nicht immer günstig. Darum der Hinweis, dass dieser Blog von „unten“ nach „oben“ zu lesen wäre ( wer macht das? Wer scrollt den Blogtext zurück? Wohl nur die, die ihn wirklich gut verstehen will, die die Zeit hat, das auch noch zu tun). Im Buchformat von Buch Passion wird zum ersten Mal die „richtige“ Chronologie hergestellt sein, das vereinfacht das Lesen und das Verständnis des genetischen Aufbaus des Textes und damit des Textes selbst.  Buch 7 wird also eine „genetische Lektüre“ des Textes präsentieren (in den bisherigen sechs Büchern von Über die Anfänge wurde die Chronologie des Blogs beibehalten, weil sich nach der genetischen Lektüre immer mehr eine „reentrische“ eröffnet: du kennst den Text verstehensinnig, du kannst dich in ihm jetzt umso „freier“ bewegen), ausserdem wird Buch 7 wie Über die Anfänge – Teil 2 über ein Namens- und Sachverzeichnis verfügen. Wohl mithin das „beste“ Buch, was seine Präsenz und die Lektorqualität des Textes angeht, wird Buch 7: Buch Passion sein, deswegen möglicherweise erstmals nicht im Selbstverlag – BoD Hamburg – erscheinen.

17.09.2521

Um die Passage über die Phänomenologie des Änigmatischen besser zu verstehen, um bei seiner „Einleitung“ (Voraussetzung), nicht bei einer seiner „Schlussfolgerungen“ zu beginnen, wird empfohlen, weiter unten, beim Eintrag vom 14.09.2521 „Über Transkausalität“ zu beginnen – gefolgt von den Einträgen am 15.09.2521 und am 16.09.2521.

16.09.2521

Die Phänomenologie des Änigmatischen setzt jedoch den abrahamischen Gottesbegriff auf eine neutrale Plattform zurück,  die das Buddhistische, Hinduistische und anderes, was Akommunikationen und Involutionen, was die änigmatischen Codes erfüllt oder tangiert, einbegreift (einzubegreifen sucht).  Wenn von „einem“ Gott oder Göttlichen ausgegangen wird, dann von der Änigma und ihrer Dimension, von Hypostasen und Emanationen von ihr – ohne die abrahamischen Assoziationen von „Allmacht“ oder „Güte“ zu bedienen (das gilt es neutral zu untersuchen) und von einem kreativen Nichts, von einem Genesian, aus dem das zeit-raum-indifferente Änigmatische, die Änigma, und unsere zeit-raum differente Welt entstand, Hegel machte aus dem Genesian eine Dialektik von Sein und Nichts (Werden), Anaximander das „apeiron“ (das Unbestimmte) und Jaspers „das Umgreifende“).

15.09.2521

Über die Phänomenologie des Änigmatischen. Über vier Universal-Codes der Änigma. Der technische Aufwand einer Akommunikation im Raum (z.B. Sprache in moderater Leuchtschrift) gleicht der Tricktechnik in Holllywood oder jener, die heute für Videospiele „designt“ werden kann – insofern verfügt die Änigma seit Jahrtausenden über höchstes technisches Know-how (eine uns weit „überlegenere“ Technik), um ihre Botschaft an uns aus der Genesis ihrer Welt in die Genesis unserer Welt zu transzendieren. Ausser diesem Transzendenz- oder Techne-Code verfügt sie über eine Art „universalen Mental-Code“ um auf einer tieferen psychischen Ebene Menschen in deren Träumen und Sprachen zu akommunzieren (siehe C.G. Jung über „Synchronizität“ (Wikipedia-Artikel dazu ist sehr ungenügend)) und, drittens, bewegt sie einen Zeit-Raum-Indifferenz-Code in unserer Welt, den sie uns (ähnlich wie ihren universalen Sprachcode?) vermitteln oder ausschnittweise „einsehen“ lassen kann in Form von Synchronizitäten, Visionen. Greift sie in die Evolution der Genesis unserer Welt physisch ein – was sie im Grunde bereits bei Akommunikationen macht – produziert sie aus unserer kausalen Sicht in unserer physischen Welt „physische Wunder“, dann wird hier von Involution, von Involutions-Code gesprochen (vielleicht eine Anwendung ihres Zeit-Raum-Indifferenzcodes: Tote werden nicht wiederbelebt, sondern zurückversetzt in Zeit-und-Raum, wo sie lebten und „jetzt“ weiter leben. Ein theoretisches Beispiel. Die Auferstehung des toten Jeshua und Toter, die Apostel revitalisierten, erkären sich auch gut ohne Involutionscode. Unter Abergläubigen, war der Damm einmal gebrochen, passte jede Wundergeschichte, besonders die, die Altjuden „weh“ und ihnen „gut“ tat, der christliche Wunderpopulismus zog die Geistig-Schwachen in Scharen an (siehe…..2519).
Mit diesen vier Codes, ohne Anspruch auf Vollständigkeit, den wir im Bereich des Änigmatischen immer erheben müssen, geht es darum, im Rahmen unserer rationalen Denkweise ein transkausales Überkomplexes, eine meta-universelle Black- und Greybox, die an sich nicht aus diesen Codes besteht, durch sie, rekombinierbare Reduktionen und passende Systematik (weisen die verschiedenen Phänomene grundsätzliche Gemeinsamkeiten und Regelmässigkeiten auf?) rekonstruierbarer, verständlicher zu machen. Eine genetische Logik oder Genealogie in änigmatischen Phänomenen zu eruieren, kurzum, die Änigma wie andere Phänomene in unserer Welt wissenschaftlich ergründen und erforschen zu versuchen, eine Phänomenologie des Änigmatischen zu entwickeln – fern vergleichbar mit dem, was die jüdische Scholastik seit zwei Jahrtausenden (Philon! ein Zeitgenosse des historischen Jeshua) und die christliche Scholastik (Scotus, Durandus, Thomas), gefolgt von der islamischen (Averroes, Avicenna) während Jahrhunderten für ihren Gottesbegriff und dessen Phänomene machten (hauptsächlich mit aristotelischer Philosophie, Aristoteles war bekanntlich ein Schüler Platons, Sokrates und der „Naturphilosophen“).

14.09.2521

Über Transkausalität. Änigma und änigmatische Dimension sind transkausal, das lässt sich von Akommunikationen und involutiven Ereignissen wie Parasynchronizitäten ableiten, ihre Transkausalität erreicht unsere Welt, in der wir sie erstmals „kausal“ zu verstehen suchen, was nicht gelingen kann. Der Grund der änigmatischen Transkausalität findet sich nicht in unserer Welt (denken wir sie ohne änigmatische Dimension, newtonisch-kantisch materialistisch reduziert): für uns ist die Existenz der Änigma und der änigmatischen Dimension daher „grundlos„, nicht kausal erklärbar, nur transkausal. Bezüglich dieser Blackbox, früher hätte man „Jenseits“ gesagt, bleiben wir auf Spekulationen, auf greyboxlogische Theologie, Philosophie und Physik verwiesen, und auf akommunizierte Botschaften, die uns Rätsel aufgeben. Für unseren Verstand mag das frustrierend sein und nachvollziehbar ist, wenn sich ein gewisser Typ Mensch dorthin zurückzieht, wo sein kausaler Verstand  vollkommen ausreicht (scheinbar jedenfalls) und sich alles andere verbietet, alles andere blockiert. Dieser Typ ist mir allerdings lieber als der radikale Gegentyp, der Vollesoteriker, die Vollesoterikern, die für jeden Unsinn und Aberglauben offen ist.

13.09.2521

Über demographische Selbstkontrolle. Ein ähnlicher Fall wie der Sophist Benatar ist Théophile de Giraud, ein Autodidakt und Träumer, der „Anti-Natalist“ genannt wird, und der auf Realitäten wie die UNO, die über Bevölkerungsexplosion und – senkung seriös nachdenkt, und Chinas erfolgreich gesteuerte Bevölkerungspolitik, eher nicht eingeht. Über demographische Selbstkontrolle unserer globalen Bevölkerungsentwicklung werden neben Träumenden, allerdings immer mehr Realisten und relevante politische Kreise nachzudenken haben, das ist kein Exotenthema. Die Weltbevölkerung auf ein psychologisch stressloses, ökologisch entspanntes Niveau zu senken, könnte heissen, sie mehr als zu halbieren. Prof. W. Lutz, Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung (2015) rechnet mit knapp 10 Milliarden Menschen um 2050, danach folge ihr moderater Rückgang. Also alles kein Stress? kein Grund zur Sorge? Wohl eher zwei Thesen: Wir sollten aufhören zu glauben, dass auf unserem Planeten durch technischen Fortschritt die Steigerung der Bevölkerung bis in den Himmel reichen kann und dass wir generell unsere Weltbevölkerungsentwicklung ungebremst und ungesteuert lassen können, teilweise aus ideologischen Gründen von Neoliberalen, die dem Freien Markt, bis Marxisten, die der Weltrevolution an- oder nachhängen (Vgl. W. Weiss: Zwischen Marx und Malthus. Die Scheu der Linken vor der Demographie (2004), der Marx kritisierte, die „Grenzen des Wachstums“ zu wenig beachtet und  die Verpönung der Demographie betrieben zu haben).  Als verbindliches politisches Ziel zu setzen, nicht bloss zu wünschen wäre, für die Halbierung unserer Weltbevölkerung einigte sich die  UNO auf ein flexibles 1-bis-2-Kind-Familien-Modell – bei Ländern mit Überbevölkerung auf ein 1-(bis max. 2)-Kind-, bei Ländern mit Unterbevölkerung auf ein 2-Kind-Modell , und könnte das weltweit so diszipliniert und dauerhaft wie China in seiner 1-Milliarden-Bevölkerung durchsetzen.
Braucht es für die demographische Selbstkontrolle der Weltbevölkerung, die besonders in Ländern mit starker Überbevölkerung praktiziert werden muss, eine Diktatur wie in China oder reicht dazu auch wissenschaftlich aufgeklärte Selbstbestimmung einer jeden, eines jeden? Weltweit geht demographische Selbststeuerung wohl am besten durch staatlich geförderte faktenbasierte Aufklärung als mächtigstes biopolitisches Lenkungsmittel, flankiert mit staatlichen Sanktionen und Förderungen, die sich auch arme Länder leisten können. Chinas 1-Kind-Gesellschaft hat auf dikatorische Weise vorgemacht, wie mit gesellschaftlich und demographisch unerwünschten zweiten Kindern und deren Eltern umgegangen wurde (kein sicherer Kitaplatz, kein sicherer Schulplatz, Bussen für die Eltern, steuerliche Benachteiligung, soziale Stigmatisierung, etc.). Für das freiheitliche Europa, das sich als unterbevölkert definiert, gälte das europäische Ziel-Modell von 2 Kinder-Familien. Frankreich macht vorbildlich vor, wie eine kinderfreundliche Familien- und Arbeitswelt mehr Kinder auf die Welt bringt. Keine Kinder zu haben bleibt lobenswert, erfüllt die Weltbevölkerungszielvorgabe, nicht weniger lobenswert ist es in Europa, Kinder zu haben.
Egal, ob in reichen oder armen Ländern, es geht darum, die Bevölkung weltweit aufzuklären, warum demographische Selbstkontrolle für das Land und die Welt und ein 1- oder 2- Kind-Familienmodell alternativlos sind. Ähnlich klärte Chinas Staat seine Bevölkerung auf, das unlängst seine 1-Kind-Strategie lockerte. In armen Ländern deren viel zu hohes  Bevölkerungswachstum demographische Selbstkontrolle bremsen kann, sollte der Staat, neben den üblichen Mitteln zum Zweck (Propagierung und Versorgung mit Verhütungsmitteln- u. -methoden), das Modell der familiären Altervorsorge verbindlich einführen und fördern, namentlich Söhne und Töchter, die sich verpflichten ihre betagten Eltern zu pflegen. Fehlende Rente und Alterspflege durch den Staat sind mithin ein Grund, dass arme Eltern in der Vielzahl ihrer Kinder eine Art Rentenversicherung sehen. Solche Massnahmen, wovon Sohn oder Tochter während Jahrzehnten finanziell und die Eltern später praktisch profitieren (auch für den Staat ist dieses nepotische bottom-up-System kostengünstiger als ein eigenständiges top-down-System der Rente und Alterspflege), überzeugen auch die arme Bevölkerung demographische Selbstkontrolle zu üben. Die Welt kann nicht warten, wie das Marxisten und Neoliberale tun, dass in einer Gesellschaft die Erhöhung des Lebensstandards und die Senkung der Arm-Reich-Asymmetrie „automatisch“ zu einer Senkung des Bevölkerungswachstums führen.  Soviel Zeit haben wir nicht, soviel Zeit wollte auch Chinas Staat nicht verstreichen lassen, oder, anders gesagt, bis das geschieht, wenn es im aktuellen Konkurrenzkapitalismus überhaupt noch geschehen kann, muss ein Staat einer Gesellschaft, die ihre Demographie unter Kontrolle bringen und deutlich senken will, muss eine Welt, die ihre Demographie unter Kontrolle bringen und deutlich senken will, nicht tatenlos bleiben.

12.09.2521

Demographische Selbstkontrolle ohne staatliche Fremdkontrolle? Wie kann Entwicklungshilfe demographische Selbstkontrolle in armen Ländern fördern, wie, mit welchen Mitteln, können arme Länder mit zu grossem Bevölkerungswachstum demographische Selbstkontrolle üben? Einfach gesagt: In dem sie der armen Bevölkerung Mittel zur Hand geben, demographische Selbstkontrolle zu üben – dazu gehört, der Anreiz viele Kinder zu schaffen, zu kassieren, dazu gehört die Finanzierung, die staatliche Entlöhnung von Kindern, die später die Alterspflege von Eltern und/oder Verwandten übernehmen werden und in dem ein gesellschaftliches Bewusstsein und aufgeklärtes Wissen darüber, warum demographische Selbstkontrolle für das Land und die Welt wichtig ist, etabliert werden, Volksaufklärung durch Medien, Politik, Kirchen und Schulen befördert auch die disziplinierte, bald gewohnte Anwendung von Verhütungsmitteln und -methoden, in China reguliert und kontrolliert durch den Staat und seine Einwohnermeldeämter, China würde sagen, demographische Selbstkontrolle geht nicht ohne staatliche Fremdkontrolle.

11.09.2521

Es gibt kein Leid, dass das Glück, nicht Nichts zu sein, geboren zu sein, aufwiegt. Keines, ausser Nichts zu sein.

10.09.2521

Und wenn du stirbst, kannst Du zu dir sagen, – ich würd es wieder machen! – ich war nicht verdammt, nichts zu bleiben, nichts zu sein, ich war auserlesen, zu leben, zu wirken und über mein Leben hinauszugehen und mit Über-das-Leben-Hinausgehendem im Kontakt zu stehen.  Ich werde nicht nichts geblieben sein, ich werde lebend und sterbend gewesen sein, und die Kehre ist kein Ende, sie ist Wende.

09.09.2521

Über David Benatar (2006). Alles Glück, mehr als Unglück, liegt in der Geburt. Mehr, extrem mehr als Nichts zu sein, liegt in der Geburt – das haben die Buddha, die Heraklit, die Abrahamischen, grosse Religionen und alles Herren, merkwürdigerweise, alles Herren, nie so richtig verstanden. Sie sehen ihre Auserlesenheit, nicht Nichts zu sein, nicht als einmalige Chance an, die ihnen geschenkt wurde, sondern als eine Strafe, die ihnen ihre Eltern antaten. Auch nicht David Benatar (2006) mit der These, alles, was lebt, ist nicht wert, geboren zu werden, weil die Leidbilanz immer grösser als die Glücksbilanz des Lebens sei. Aber der Masochist Mensch, verführt von evolutiver Fortpflanzungslist – Darwins List der Vernunft -, mehret sich und sein Unglück weiter. Benatars Variante des Buddha-Programms: Die Welt ist zur Hauptsache Leiden. Der grösste Leidverursacher müsste foglich sein die Mutter, nicht der Vater, die, die mich gebärte, mich in das Leben, mich in den Tod stiess. Sokrates nannte philosophierende Scharlatane, die auf dem Jahrmarkt mit absurden Gedankenkünsten Leuten den Kopf verdrehten und ihnen damit ihr Geld aus der Tasche zogen Sophisten. Benatar – eine moderne Wiedergeburt der alten Sophistik? Das Nichts, meint er, sei (immer) dem Unglück, dem Leid, das uns im Sein widerfährt, vorzuziehen,  da in der Gesamtbilanz grösser als das Glück, das uns im Leben widerfahre, ergo ist Geborensein schlechter (leidvoller) als Nichtgeborensein, und würden wir das anders sehen, wären wir Opfer evolutiv angeborener Täuschungsmechanismen. Wer also mit Benatar geht, der sieht die Dinge innerlich klar, wer gegen ihn argumentiert, ist Opfer einer innerlichen Täuschung. Benatars netter Versuch, seine Argumentation unangreifbar zu machen, besitzt die Chuzpe eines unverfrorenen Sophisten, der voraussetzt, dass sich das Nichts einfach bewerten liesse, dass das Nichts etwas Grösseres oder Besseres sein kann als das Leben und wie es ein positiver Wert an sich, ein sprudelnder Wert ist. Oder besitzt Leben einen ambivalenten Wert, weder einen eindeutig positiven, noch einen negativen? Ist es Weltanschauungssache oder Ästhetik, wie das Nichts und das Geborensein bewertet werden?  Das Beste was das kreative Nicht-ganz-Nichts bislang aus sich „heraussprudeln“ liess, war, ausser Nichts, zum einen, das Sein der änigmatischen Dimension, der Änigma, zum anderen, das zu höherem Leben führende Leben, insbesondere das menschliche, das in der änigmatischen und physischen Dimension von Sein (und Nichts) zur Welt kommt. Es gibt nichts Wunderbareres, nichts Positiveres als das Nicht-Nichts, sei es göttlich oder menschlich. Das blanke Nichts ist eine schlechte These. Es gibt nichts Positiveres als nicht Nichts zu sein, als auserlesen „zu sein“ Erfahrungen mit der änigmatischen Dimension zu machen. Als von einem Menschen, von Mutter, von Vater, von den Liebsten – geliebt, umsorgt, verwöhnt worden zu sein, als die Erfahrung von Liebe, von Welt, und von Verantwortung (Obligation) für Welt und Liebe. Was soll uns dafür das Nichts geben? Leidlosigkeit um welchen Preis? Was soll uns dafür das Nichts interessieren? Mit welcher Skala soll das Glück, nicht Nichts zu sein, gemessen, mit welchem Leid verglichen werden? Wir fallen und zerfallen eines Tages in die Welt und in deren änigmatische Dimension zurück, jedoch mit der auserlesenen Ehre, mit der Krone auf unserem Haupt, nicht Nichts gewesen zu sein. Diese Krone weiterzureichen, ist es unsere Ehre, ist es unsere Aufgabe (Obligation)? Dem Fluch, der Verführung des Nichts zu trotzen?  Durch Benatar und männliche Konsorten spricht ein Ressentiment gegen das Leben, ein tiefer Neid auf die Geburtsfähigkeit der Frauen und ihre mütterliche Verwandlungskraft. Eine tiefenpsychologische Antwort auf Benatars tiefenbiologische These ist Benatars männlicher Geburtsneid, der das Ressentiment gegen Frauen in das Ressentiment gegen das Geborensein schlechthin verpackt. Wir können uns besonders auserlesen fühlen, nicht Nichts zu sein, oder wir können uns verdammt fühlen, nicht Nichs zu sein (gegenüber allem, was verdammt ist, Nichts zu sein): Welches Gefühl wohl, Benatar, ist ursprünglicher?  Welches kommt mit uns primärer auf die Welt?  Welches  ist echter? Doch in der Tat: die Welt, wie sie Benatar sieht – die Welt von jammernden Männern? -, wäre besser im Nichts verblieben, für sie ist das Leben ein Unfalll, kein Zufall, kein glücklicher Zufall. Dass Benatar Kinder hat, will er übrigens nicht an die Glocke gehängt sehen, unser Sophist von Kapstadt, der Wasser predigt und Wein trinkt.

08.09.2521

Über demographische Selbstkontrolle – siehe 16.07.2521 und 14.07.2521

07.09.2521

Orthodoxe Juden, Christen und Muslime leben den Irrtum, dass Akommunikationen der Änigma ausnahmslos gleich gültig und ewig seien (Jede, jeder HistorikerIn und ReligionswissenschaftlerIn weiss zum Beispiel, dass es im Koran Suren gibt, die eindeutig historisch sind, zu ihrer antiken Zeit, nicht in unsere gehören, nicht nur jene, wo von Sklavinnen die Rede ist). Dabei akommunizierte sie in deren antiken Umstände antike Menschen (Männer). Ein Teil davon ist historisch und bleibt es, ein anderer Teil der Akommunikation bleibt überzeitlich gültig, ausserhalb des provinz-universalen, abgetrennten, sektenhaften Raumes. Bleibt es oder kann es bleiben. Es ist der änigmatischste Teil.   (vgl. 28.04.-02.05.2521)

06.09.2521

Wie Akommunikation zu Kommunikation wird. Anmerkung zu Habermas (2019) II. und seiner These, dass das Sakrale eine in die Krise oder ausser Band geratene Intersubjektivität restabilisiert durch eine menschliche Kräfte transzendierende Macht (2019, S. 197ff.). Dank dem Religiösen könne man auch eine gewisse Freiheit, Handlungsfähigkeit zurückgewinnen. („In dieser Lesart ist im Kern des Religiösen auch ein Freiheitsgewinn angelegt.“ (S. 198)). Dass für die Muslime der ersten Stunde der Islam ein mehrschichtiger Befreiungsschlag war, siehe dazu u.a. Über die Anfänge 2 (2017). Erklärt Habermas Restabilisierungsthese warum es akommunikative Ereignisse gibt und wie sie zu sakralisierten Kommunikationen werden? Braucht Gott reziproke Anerkennung durch Menschen wie Menschen? Handelt die Änigma nur, wenn die Gattung in fundamentalen Krisen steckt. Oder suggerieren, wünschen sich dann Menschen übermenschliche Hilfe? Wird sie nur dann anerkannt? Tatsächlich werden Akomunikationen -d ie nicht verschollen gingen -, sofort oder mit Verzögerung von Tagen, Jahren oder Jahrzehnten anerkannt, kommunikativ und praxeologisch integriert, je nach sozialer Umwelt, je nach ihrer Krisenhaftigkeit oder Wohlbefindlichkeit – je nach ihrer Höhe des Verstandes und Verstehens.

Um unsere These zum Anfang des Islam als Katharsis zu wiederholen: Für die polytheistischen Araber stieg durch lange Demütigung durch abrahamische Überlegenheitsekstasen in ihrem religiösen und sozialen Umfeld, wachsende Selbstzweifel und soziale Macht der Druck und die Möglichkeit nach sakraler Befreiung und Selbstüberwindung ihres intersubjektiven und subjektiven Selbstzustandes (Glaubenszustandes), der immer weniger befriedigte, immer schaler erschien, daraus „entsprang“, nach jahrhundertlangem Enttäuschungsstau Mohammeds Katharsis und Mission: sie hatte berauschend befreiende kollektive Wirkung, sie verwandelte Demütigung durch andere in Überlegenheit über sie, Neid in Triumph, Gebrochenheit in Robustheit, Perspektivelosigkeit in Perspektive, Kulturlosigkeit in Kultur und Ohnmacht in Macht. Sie schuf selbstbewusste und stolze Männer und Mütter, die sich vor den Juden und Christen nicht mehr schämen, nicht mehr beschämen lassen mussten.  Diese Muslime, diese arabischen Heidenjuden triumphierten lange, bis sie nach langer Expansion ihrer erfolgreichen Mission auf die Kräfte der Theologia triumphans anderer Heidenjuden prallten, die von einer ähnlichen Überlegenheitsekstase des gleichen jüdischen Gottes getrieben waren und in Europa erfolgreich missionierten.

05.09.2521

I.

Über historische Redekonstruktion und Phänomenologie. Über gründliches und oberflächliches Geschichtsstudium. Anmerkung zu Habermas (2019). Die gegenwärtige christliche Grosssekte in ihrer theologischen, lithurgischen, performativen Realpraxis kann, um ihre Grundlagen zu begreifen, affirmativ in phänomenologischer Betrachtungsweise gegenwärtig und insofern historisch betrachtet werden, als sie das römische Christentum vom Wandel seiner Verfolgung bis zur theologia triumphans im 3. und 4. Jahrhundert nach dem historischen Jeshua studiert (Konstantin (313, Nicäa 325), Konstantinopel (381), Augustinus (426)). Damit kann sie sich begnügen und sich einbilden, sie würde die Grundlage des Christentums verstehen. Eine historische Redekonstruktion dieser phänomenologischen Betrachtungsweise geht anders, geht grundsätzlicher vor. Sie betreibt ein intensives Grundlagenstudium der drei ersten Jahrhunderte des Christentums – die je dunkler und fragmentierter, desto dichterischer und phantastischer werden – als auch des achsenzeitlichen Judentums, aus dem das neu- und heiden-jüdische Christentum als Produkt seiner Fehde mit dem Altjudentum stammt, und betrachtet, bei aufzuweisenden wie zu füllenden Lücken und Kontingenzen, die folgenreichste Entwicklung daraus nicht als Wahrheit an sich, sondern als Gegebenheit „für sich“,  im Fall des Christentums als eine wahrscheinlich  irregeführte-irreführende, kompromittierte, dennoch oder deswegen erfolgreiche Grosssekte, die paulinische. Wie beim Islam blieb die testamentarische Idealität als die „Wahrheit“ der Religion auf der Strecke, eine machiavellistisch real-politische, psychologisch befriedigendere Variante „obsiegte“ (sind es nicht gleich zwei Varianten, kaum ist der Heilige unter der Erde, beginnt der menschliche, allzu menschliche Streit über sein Testament, über die Erbfolge, der besonders dann eskaliert, hinterliess er keines).

II.

Nicht viel anders, aber dann doch wieder ganz anders, sieht das der Philosoph Jürgen Habermas (2019):  „Hinausgehend über das, was Jesus selbst verkündet hat, gibt der schmähliche Kreuzestod den Jüngern und Zeitgenossen Anlass zu einer neuen theologischen Deutung. Aus dem Boten Gottes, der das nahende Reich Gottes verkündet, wird Jesus Christus, der Sohn Gottes, mit dessen Erscheinen ein neues Weltalter beginnt. Dieser Gestaltwandel vom Propheten zum Erlöser ist die ebenso produktive wie folgenreiche Antwort der paulinischen Theologie am Kreuz.“ (Habermas (2019), S. 490. zur „Logienquelle Q“ als Quelle dazu, siehe 04./ 05.05.2521).  Auch Habermas hält sich überraschenderweise nicht eine Minute bei den „ebionitischen“ Verlierern dieser urchristlichen Fehde, an deren Ende zwischen Kommunikation und Exkommunikation entschieden wurde, auf, bei jenen Original- oder Urchristen, die nicht folgenreich, sondern folgenlos blieben (machen wir ihrer Folgenlosigkeit heute nicht ein Ende) und aus paulinischer Sicht  „Verlierer“, aus originalchristlicher Sicht Sieger sind, weil sie dem folgten, was Jesus, nicht was Paulus verkündete. Statt unverblümt von einem paulinischen Jesus Christus-Fake, bevorzugt es Habermas von einem produktiven und folgrenreichen „Gestaltwandel“ zu sprechen, auf den die vom Hohn der Gegner bedrohten Anhänger, die anstatt enttäuscht zu bleiben, lieber getäuscht zu werden begehrten, warteten. Die Demütigung münzte sich in Überlegenheit, die Enttäuschung in Begeisterung um. Nicht Jesus hatte sie mit seinem Tod im Stich gelassen, sie hatten Jesus im Stich gelassen. Mission reloaded.

04.09.2521

Der abrahamische Gott mit seiner personalisierten Inkarnation liess die Projektions- und Selbstidentifizierungsmaschine los – Christus ist in mir, ich bin in Christus, dessen Tempel mein Tempel sein wird – während der abgehobene römischer Kaisergott sie blockierte – ich bin der kleine Untertan, dort ist der göttliche Kaiser über mir, dessen Tempel nie mein Tempel sein wird.

03.09.2521

Warum das römische Christentum seine mörderischen Verfolger ohne Mord besiegte. Ein Gott, der sich  angeblich für sie opferte an einem römischen Kreuz, und zu ihnen predigte, was sie zu tun und zu lassen hätten, also Orientierung und ein frohlockendes Versprechen schuf, und mit Leidenden karitativ umging, statt grausam Leiden zu schaffen, hatte auf Zeit ganz andere Karten, ganz andere Chancen in der römischen Unter- und Mittelschicht, als ein abgehobener Vergötterungskult um einen römischen Kaiser (Augustus zum Beispiel), dem Tempel mit eigenem Mönchspersonal eingerichtet wurde. Aus christlicher Perspektive waren das eitlle, gottlose Unterfangen. Dem allzu leicht durchschaubaren irdischen, allzu irdischen römischen Kult fehlte das Salz des Himmels: Akommunikation und Involution.

02.09.2521

Der Rückgang in die Achsenzeit, dass in Zukunft alle Menschen des ganzen Planeten ihre gemeinsame Zukunft von der Achsenzeit aus bemessen,  kalendrieren, ist ein kultureller Befreiungsschlag – es hebt uns aus der christlichen Tradition und führt uns in deren Ursprünge zurück, es hebt uns aus der buddhistischen Tradition und führt in deren Ursprünge zurück, es hebt aus der atheistischen Tradition und führt in deren Ursprünge zurück –  das erlaubt ihnen, sich mit ihrer Tradition noch besser, noch gründlicher zu rekalibrieren und anderen, unbelastet von Tradition, in die Kultur eines sie global verbindenden, änigmatischen Zeitalters überzugehen.

01.09.2521

Die Nazis entrissen zwar der Kirche die alte antisemitische Folie, aber sie lief unterschwellig und hilfreich in deren mit, das lief soweit das nicht nur Thüringens Kirche den neuen Messias, sondern Hitler selber sich in der Vorsehung des christlichen Gottes agieren sah (insbesondere gegen den Judas). Diesen Bluff, diesen kompletten Irrglauben waren seine Anhänger bereit bis auf ihr Blut zu verteidigen.

01.09.2521

Quellen: Rede von Hitler, in der er seine Vorsehung erwähnt (Österreich 1938 ? -Film/Filmton); bis Sie diese  Aufnahme im Medienarchiv gefunden haben, siehe: D. Runes: Die Wurzel der Judenverfolgungen (1981); Friedrich Heer: Der Glaube des Adolf Hitler. Anatomie einer politischen Religiösität (1968; ND 1989); Raimund Baumgärtner: Weltanschauungskampf im Dritten Reich. Die Auseinandersetzung der Kirchen mit Alfred Rosenberg (1977)- dort auch  Auszug Thüringer Kirchenbewegung „Christus ist zu uns gekommen durch Adolf Hitler“ (S. 201); Ian Kershaw: Hitler 1889-1936 (1998), zum Methodenpluralismus siehe „Betrachtungen zu Hitler„); uns interessiert jedoch nicht nur die elitäre akademisch-theoretische Ebene – in der unter Theologen (Theologieprofessoren, Kardinälen, Bischöfen, Vereinsvorständen, Funktionsbeamten, etc.) gestritten wird, ob „Judenstämmige“ für die christliche Kirche eine oder keine Zumutung sind (abgesehen, ganz stark abgesehen vom „judenstämmigen“ Christus…), sondern die performative Ebene von Millionen, die religionsmotivierte politische Praxis der Kirchgänger (wählen sie in der Judenfrage Nazis) und die Inhalte der Predigen in Kirchen und konkreten Einflussmöglichkeiten von Predigern ausserhalb ihrer Kirchen in tausend Dörfern, hundert Kleinstädten Deutschlands seit der Revolution 1918/Weimarer Republik.

30.08.2521

Corona-Pandemie und Nationalsozialismus: Einige in Deutschland erschreckte (oder inszenierten Erschrecken wie der Spiegel-Erbe Augstein) wie „totalitär“ die staatliche Gleichschaltung der Bevölkerung für das Gute – nämlich der Schutz von Leben, von sich und anderen – funktionierte, einschliesslich die Einschränkung von Grundfreiheiten, dabei ist ihre erfreuliche Hauptvoraussetzung die innere Zustimmung der breiten Bevölkerung auf der Basis nachvollziehbarer Entscheidungen und kommunizierter Vernunft (gute Begründung, abschreckende Beispiele, Kenntnis der Faktenlage bezüglich Anzahl Betten in Intensivstationen und Verbreitungsart des Infektionsgeschehens). Man kann jedenfalls daraus entnehmen, dass die totalitäre Gleichschaltung der Bevölkerung durch die Nazis für das Böse nicht ohne breite Zustimmung durch nachvollziehbare Propaganda, breite Oppportunität, die auf Einschüchterung beruhte, und die physische Vernichtung der Gegenstimmen möglich gewesen wäre. Dass eine Demokratie im intelligenten Selbstschutzmodus und eine totalitäre Diktatur in tollwütig gewordener Dummheit zwei sehr verschiedene Paar Schuhe sind.

29.08.25

Nürnberger Prozesse für die Kirche

I. Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, hat Zweifel daran geäußert, dass die Deutschen hinreichende Lehren aus ihrer Nazi-Vergangenheit gezogen haben (07.05.2020 christliche Zeit).

II. These: Hätten sie es getan, hätten sie die christliche Grosssekte ad acta gelegt. Sie hat Antisemitismus in ihrer DNA, ohne sie hätten Nazis einen Massenmord durchs Volk nicht durchführen können. Die DDR hat das gemacht, doch im folgenden Kalten Krieg war alles, was anti-kommunistisch war, für den Westen gut, so profitierten von ihm die Geheimdienste und die Kirchen, beide korrumpiert, beide nicht entnazifiziert, aber „hauptsächlich“ anti-kommunistisch.

III. Die Nürnberger Prozesse gegen die Deutsche Kirche und ihre Gläubigen (Deutsche Christen; Christlich Deutsche Bewegung; Evangelische Nationalsozialisten; Deutsche Evangelische Kirche, katholische Wählerschaften, die in der „Judenfrage“ braun, nicht schwarz wählten, etc.) als grosse Tätergruppe des Holocaust fanden nicht statt. Stattdessen eine schräge Überinszenierung von Leuten wie Dietrich Bonhoeffer und sehr vereinzelten Bischöfen, die als wahre, weil gute oder gute, weil wahre Oppositions-Christen und „Märtyrer für das wahre Christentum“ bis heute herumgereicht werden. Immerhin eine Erinnerung daran, dass es auch in der deutschen Kirche vereinzelte Humanisten gab, die ihre gesunde Abneigung gegen die Barbarei öffentlich machten.

IV. Änigmatische Bewegung und Postabrahamische Aufklärung sind bei weitem nicht nur, aber auch Antworten auf die systematische Massenmörderei mitten in Europa mitten im 20. Jahrhundert christliche Zeitrechnung, und auf die bislang unzureichenden Lehren und Konsequenzen die daraus in der deutschen und in anderen Gesellschaften gezogen wurden – Sie sind auch Antworten auf den unterschwelligen und offenen Kampf  und Krieg von Kirche und Christen, angefangen mit dem Johannes-Evangelium gegen „den Juden“, den „Judas“ der während Jahrhunderten mit der grössten Propagandamaschine, nämlich von tausenden Kanzeln geführt ….. („Und erlöse uns von dem Bösen… (lies: von dem Juden, der, laut Paulus, „der Satan“ ist). In Ewigkeit. Amen„) ….und von der noch grösseren Propagandamaschine der Nazis  übernommen wurde. Ohne die umfassende jahrhundertlange Hetze der Kirche und populistischer Christen gegen „den Juden“, ohne den langen Vorlauf der Judenpogrome in der christlichen Kultur, hätten die Nazis – von Leuten in umliegenden christianisierten Ländern gesinnungsmässig bis tatkräftig unterstützt – einen solchen Massenmord des Volkes,  ein Judenpogrom grösster Unart, nicht durchführen können (zu dieser These, verstärkt durch „Modernität“, siehe Über die Anfänge 1 – 5).
Eine  Massenermordung zuerst des realen politischen Gegners, von Kommunisten, Sozialdemokraten, einschliesslich die Vernichtung ihrer Medien, dann von nicht „normativen“ Menschen, von Behinderten, Schwulen, Transen, und dann, war der innenpolitische Widerstand vernichtet, umso widerstandsloser immer mehr von „Juden“ und „Jüdinnen“, von Kleinkindern bis Greisinnen – darunter Menschen, die zu „Juden“ reduziert, ausgehend von der alten Folie propagandistisch und pseudowissenschaftlich als „Jude/n“ konstruiert, wurden, die seit zwei, drei Generationen nichts mehr mit Judentum auf dem Hut hatten, die die Freunde und Freundinnen von Müllers und Oldenburgers nebenan waren, und „Schulheim“ und „Merz“ hiessen. (Ein wenig Protest wagten wenige deutsche Ehefrauen, die ihre abgeführten Juden-Ehemänner retteten und Deutsche die „Juden“ – damals Deutsche Soldaten – mit EK 1 aus dem Ersten Weltkrieg als „Ausnahmefälle“ behandelt sehen wollten, Beispiele, wie herbeigeschrieen und schief die Konstruktion „Jude“ war.) Die Nazi-Mörderei war ein Desaster der Feigheit und der Dummheit, der rasenden, der tollwütig gewordenen Dummheit, die uns heute noch wichtigtuerisch unbelehrbar verzeinzelt auf der Strasse und bei Youtube begegnet.

28.08.2521

Über Drogen. Meine „Drogen-Phase“ in den 1980er Jahren war intensiv und kurz und ereignete sich zwischen meinem 18. und 20. Lebensjahr. Auch das Rauchen, das ich mit 13, 14 Jahren im Internat begann, endete damit. Von Rauchen – ich hab davon heute  zwar nicht COPD, aber ein leichtes Asthma bronchiale – ist wirklich dringend abzusehen. Sie zerstören sich ihre Bronchialoberflächen irreversibel und haben jetzt „die“ Vorerkrankung, auf die das Coronavirus besonders gut, für Sie besonders schlecht anspricht. Im Übrigen war es jugendlicher Leichtsinn und blindes Selbstvertrauen, mit LSD zu experimentieren. Wobei ich diese wenigen Male mit intellektueller Neugier, nicht nur mit reiner Lust auf Rausch verband (Ich hatte Drogenfreunde, die schmissen sich fast täglich LSD rein – das war Selbstzerstörung auf Raten. Einer davon („Mösi“) ertrank im Rausch im Swimmingpool seiner Eltern). Erstens wissen Sie nie genau, was in solchen LSD-Trips (Mickey Mouse, dünne Papierchen mit eingetunkter Chemikalie) drin steckt, zweitens auch nicht, was in Ihnen.
Milde Drogen wie Marihuana (kann auch ohne Rauchen konsumiert werden: in schnell überdosierten Keksen zum Beispiel, dauerhaft stark konsumiert macht diese Droge die Birne der Leute weich) und Alkohol (dauerhaft stark konsumiert zerstört diese Droge nicht nur die Leber der Leute) vielleicht nur zu besonderen, zu sehr speziellen Anlässen genossen, versüssen das Leben.
Von harten Drogen wie Kokain und Opium (heute kommt Cristal und ähnliches dazu), empfehle ich Ihnen die Finger zu lassen. Sie machen sich schnell süchtig, Sie unterstützen Schwerkriminelle und parallel dazu verliert der Rausch an Qualität. Probierte ich insgesamt vielleicht zwei oder drei Mal – ohne sehr grosse Effekte zu spüren, ausser wie der Körper, der Körper des Geistes sich unglaublich schnell biochemisch auf Sucht umstellte. Das lehrte mich eine Lektion Respekt vor diesem Gift. Aber nicht mehr.

27.08.2521

Über Akommunikationen und LSD. Im übrigen wissen KennerInnen von Über die Anfänge, dass akommunikativen Ereignissen mit phänomenologischer Epoché (Husserl) begegnet wird, mit minimalsten Projektionen, Traditionen, Versuchungen, Deutungen und mit maximalstem Unwissen. Wir kennen dieses Rätsel der Rätsel nicht und haben unglaubliche Mühe es rational einzuordnen. Wir geben den Menschen, die sie erlebten und verkündeten, Attribute des Heiligen (oder halten sie für verrückt), das Sakralisieren fungiert als Immunitäts- und Vernunftschutz. Es ist anzunehmen, dass Jeshua akommuniziert und ähnlich überfordert war, dass er sich als orthodoxer Jude diese Akommunikationen in seine religiöse Weltsicht einbettete, in die er schon tief eingebettet war (den ebionitischen Fragmenten in den Evangelien lässt sich entnehmen, dass im jüdischen Kontext jemand verkündete, er habe als Mensch Göttliches gesehen und gehört. Das ist sehr wahrscheinlich authentisch (dass er Wunder vollbringen musste und konnte – eine Selbstverständlichkeit, eine Zusatzverstärkung ihres Glaubens an ihn, für eine hoch abergläubige Umwelt?). Auf diesem rein menschlichen, und eben nicht halbgöttlichen Status (Vorgänger-Prophet „des“ Propheten) schreibt ihn die islamische Tradition fest.
Auch Mohammed wird tatsächlich im Raum stehende, „sich“ schreibende arabische Sätze gelesen, abgelesen, abgeschrieben haben können, das ist kein Witz. Wäre mir mehr und täglich von neuem Text im Raum wie aus Nichts akommuniziert worden, dann hätte ich ein Notizheft, wahrscheinlich wohl auch meine ältere Schwester mitgenommen… doch die Änigma schien sich bei mir gedacht zu haben: In der Kürze liegt die Würze… Oder vielleicht dachte sie: ich hab dieser Brut schon so viel Text akommuniziert, aber viel Text hat auch nicht viel gebracht! Die Frage ist auch hier, ob und wie Mohammed diesem Rätsel gewachsen war? Vermutlich nicht, vermutlich ist ihm niemand „gewachsen“- vermutlich ist die Änigma von einer anderen Dimension, von einer anderen Genesis und Welt, sie ist nicht nur uns fremd, wir sind ihr fremd. Sie „kann“ zwar Sanskrit, Hebräisch, Arabisch, Deutsch, aber sie ist kein Mensch, der Sprachen lernt, sie lässt in diesen Fällen die Sprache, das Schreiben (und sei es die Kraxelschrift des Zehnjährigen) der von ihr Akommunizierten „sprechen“, „schreiben“ oder beides zugleich. Sie lässt ihre Akommunikation uns in unserer Sprache verstehen (eine andere würden wir auch nicht verstehen) und kommuniziert dabei eine Ebene tiefer mit unserer univeralen Traum- und Unbewusstseins“sprache“ in (unsere) Muttersprache und Aussenwahrnehmung hinein – so produziert sie möglicherweise eine verbalisierte Form und Gestalt der visionären Selbsteinbildung, eine Aussenwahrnehmung von Kommunikation (z.B. gefasst in Sätze in Leuchtschrift im Raum), die bloss der Akommunizierte, der das Visionierte „Visionierende“, der das Fremdvisionierte selbstvisionierend wahrnimmt. D. h.. die im Raum akommunizierte Schrift (Kraxelschrift, die meine sein könnte: nein, die meine ist! aber nicht von mir geschrieben, nicht von mir „diktiert“ ist) am frühen Sommerabend hätte jemand anders nicht gesehen. Fern erinnert das an LSD-Halluzinationen, da ich diese – wenige, 3 oder 4, mit Wochen bis Monaten dazwischen – mit 19, 20 Jahren aus Neugier erprobt und relativ relaxt genossen habe, weiss ich diese von Akommunikationen, die ein Zehn-, ein Dreizehn- und ein Achtzehnjähriger erlebte, deutlich zu unterscheiden (und zu erinnern). An LSD ist nichts göttlich, allerdings bietet es Einblick darein, wie stark die Aussenwahrnehmung psycho-chemisch konstituiert ist und manipuliert werden kann, dass plötzlich nur noch Schwarz-Weiss gesehen wird und wenn Bäume mit ihren Ästen nach dir zu greifen beginnen, dann blickst du gerade in einen Horrortrip und kannst hoffen, dass er wie in meinem Fall an dir vorbeigeht.

26.08.2521

Hätte ich transräumliche, transzeitliche, parasynchronizitäre und schriftsprachliche Akommunikationen nicht erlebt, teilweise in Träumen, teilweise „real“, teilweise isoliert, teilweise miteinander verbunden – hätte ich vermutlich meinen kritischen und scharfen Verstand in Richtung Agnostizismus bewegt und wäre wohl damit selig geworden – allenfalls vorübergehend hätte ich mich mit Nietzsches Idee der ewigen Wiederkehr angefreundet. Aber es kam ganz anders und die Worte Laotses aus der Achsenzeit, zitiert in Shakespeares Hamlet (1601) und wiedergegeben von Goethe, dass es mehr Dinge gibt zwischen Erde und Himmel als unsere Schulweisheit sich träumt, erhielt einen realen Anlass und Inhalt. Umso mehr seh ich mich allerdings der Aufklärung und der Wissenschaft, der Schulweisheit und der Weisheit, die  Schule macht, verpflichtet, nicht Hokuspokus-Esoterik und religiöser Sektiererei. Und vermutlich geschieht das ganz im Sinne des Schöpfers, der Schöpferin dieser höchst rätselhaften Ereignisse, die mitunter in der „Du“-Ansprache mitteilt (ankündigt? prophezeit? weissagt? hellsieht?), dass Du (Mensch), gebürtiger Philosoph, gebürtige Philosophin bist – -bevor du überhaupt etwas anderes wirst, aus dir etwas anderes gemacht wird – eine Muslima, ein Jude, ein Christ, ein Buddhist, ein Atheist, eine Agnostikerin. Mit deiner Geburt, mit dem Geburtswasser deiner Mutter bist du getaufte Philosophin, gebürtiger Philosoph, auserlesen, viel mehr als nicht Nichts zu sein. So ist es verkündet, in den Raum geschrieben worden, Irrtum ausgeschlossen (Verständnis ausgeschlossen?).

25.08.2521

Bessere Anamnese – bessere Amnesie. Mit der Rückstellung unserer Zeit auf die Achsenzeit widerstehen wir dem Vergessen, Verbreiten wir unsere „anamnetische Vernunft“ (Habermas (1997)). Wir bringen die Quellen des Christentums und Islams, des Buddhismus, des Konfuzianismus und der Philosophie zum Sprudeln. Wir erinnern uns an eine globale Gleichzeitigkeit, die im Ungleichzeitigen und Ungleichräumlichen verbunden und erstaunlich ähnlich bleibt. Mit der besseren Erinnerung ermöglichen wir auch ein besseres Vergessen, die „amnetische Vernunft“, mit dem Blick auf eine umfassendere Vergangenheit eröffnen wir den Blick auf eine umfassendere Zukunft.

24..08.2521

Der deutsche Alt-Bundeskanzler Gerd Schröder ermahnt die Menschheit (04.05.2020 christliche Zeitrechnung), die Chancen, die in der Corona-Krise liegen, wahrzunehmen und wahr zu machen – sie soll ihre Feindseligkeiten noch mehr bei Seite legen und noch mehr auf Kooperation setzen. Ein gutes Wort. Je mehr Menschen kooperativ verwirtschaftet sind, desto mehr sind sie persönlich und materiell an der Aufrechterhaltung ihrer Kooperationskreislaufwirtschaft interessiert, desto mehr sinkt das Interesse an Militär, an Feindseligkeiten, die in miltärischer Gewalteskalation oder -Drohung ausartet. Zu einer Eskalation der Gewalt kann es kommen zwischen Menschen, die kooperativwirtschaftlich und -politisch verbunden sind und solchen, die der alten Konkurrenzwirtschaft anhängen. Die dem Sinn der Konkurrenz (aus Eigeninteressen, die längst nicht mehr einem allgemeinen Interesse entsprechen), nicht dem der Kooperation huldigen. Transnationale Kooperationsstaatlichkeit prallt auf nationalistische Konkurrenzstaatlichkeit. Wir sollten darauf vertrauen, dass Kooperation (Kooperation gleichwertiger Partner) Konkurrenz (Kooperation ungleichwertiger Partner) schlägt, das haben im 20. Jahrhundert christlicher Zeitrechnung  übrigens die Ausgänge der zwei Weltkriege bewiesen.

23.08.2521

Die globale Corona-Virus-Pandemie und die globalen Informationsströme, die zu ihrer Bekämpfung und Aufklärung benutzt werden, sind durchaus Zeichen, sind Vorboten der neuen Achsenzeit, des kooperativ organisierten „global village„.

22.08.2521

Die Macht des Heiligen und die Macht des Unheiligen. Christen und Muslime beginnen dann freigöttlicher, dann änigmatischer zu werden, fragen sie sich grundsätzlich, ob sie nicht in einem Irrtum leben, ob sie dem Letzten Willen ihres Gottes und seines Messias (oder Sohnes) Folge leisten, leben sie ihren Glauben statt in einer heiligen Einheit, in getrennten Konfessionen (bei den Christen: Katholiken, Reformierte, Orthodoxe, etc.- bei den Muslimen: Sunniten, Shiiten, Alawiten, etc.). Sind sie zu sich ehrlich, müssten sie einsehen und bekennen, dass sie dessen Letzten Willen nicht befolgen, der lautet: Trennt euch nicht (im Gebots-Ton: „Ihr sollt euch nicht spalten!“) und somit die  „testamentarische Idealität“ ihres Glaubens nicht besitzen, verloren haben, auch nicht ausleben in ihrem Glauben (der paradoxe Effekt dieser Bodenlosigkeit, dieses Verlustes an Boden ist, dass sie sich umso mehr an ihre Tradition klammern und so leicht wie predigende Klammeraffen wirken, die in ihren ideologischen Käfigen herumturnen – will man in den Zirkus gehen, so gehe man heute in die Kirchen und Moscheen….). Und merkwürdigerweise verwundert es die Paulinisten, die heutigen Neujuden (der Theologieprofessor Johann Babtist Metz insistierte: „Jeshua war Jude!“) nicht, dass Originalchristen – Juden, die den historischen Jeshua erlebten, begrüssten und nach seinem irdischen Tod als überirdischen Sohn mit seinem göttlichen Vater erwarteten – dass sie Paulus den Erz-Apostaten nannten, der den historischen Jeshua nicht mehr erlebte, ausser als Vision oder Traumerscheinung. Dass sie Paulus Vorstellung von Jeshuas Opfertod erschreckte, der dafür gleichgesonnene Fanatiker, die ihm folgten, überzeugte, weil er dem Tod ihres Jeshua und dem Glauben an ihn tiefen Sinn verlieh (oder Unsinn: nämlich die Unterstellung einer nur göttlich entsühnbaren Versündigung jedes Menschen) und allgemein als Enthusiast und Ekstatiker des neuen Judentums seine triumphatorische Rettung und seine „Verewigung“ als „der“ Apostel einleitete. Zu recht gingen Muslime auf die paulinische Kreuztheologie gar nicht gross ein – sie kamen damit dem Originalchristentum näher als dem Christentum (Heidenjudentum), das zu ihrer Zeit im Römischen Reich herrschte (und de facto bis heute herrscht, auch in der reformierten Variante). Der christliche Paulinismus wurde zwei, drei Jahrhunderte nach dem historischen Jeshua in einen zwar falschen, aber mächtigen Kanon gegossen, ähnlich wie der Islam Mekka – ein altreligiöser Kultort –  kurzerhand zum heiligen „Haus des Abraham“ umtaufte („umgoss“), einschliesslich das „heidnische“ Ritual des Um-den-Stein-Laufens. Mit solchen Irrtümern, Fehlern, Lücken, Adaptionen und Täuschungsmanövern, von den Einseitigkeiten wie  „Männerlastigkeit“ und „Lebensdenunziation“ zu schweigen, belasten sich die antiken Grosssekten, die der letzten Achsenzeit entstammen, unnötig bis heute. Zugespitzt gesagt: sie leben ihre Macht des Heiligen mit der Macht des Unheiligen aus.

21.08.2521

Die neue Achsenzeit der Menschheit läuft nicht nur mit ihrer ersten globalen Religion, mit ihrer ersten globalen Emanzipation, mit ihrer ersten globalen Kooperationswirtschaft, sondern auch mit einem neuen planetaren Klima einher. Die Menschen der neuen Achsenzeit werden von historischen Dokumentarfilmen lernen, dass in der alten Achsenzeit Venedig unter sich Land, der Kilimandscharo über sich Schnee, die Alpen Gletscher und der Süd -und Nordpol des Planeten „Ewiges Eis“ hatten.

21.08.2521

Die neue Achsenzeit der Menschheit: So wie jahrhundertalte Traditionen scheinstabil sind, verflüchtigten sich jahrhundertalte Klimaverhältnisse.

20.08.2521

Wie gross ist der Unterschied zwischen der Macht des Heiligen und einem Buch, das „Die Macht des Heiligen“ heisst.

19.08.2521

Gott, die Änigma, will, dass wir das Menschen Verbindende, nicht Trennende, zu unserer Religion und Philosophie machen. Das setzt voraus, gut und genau zu wissen, was den Menschen, was uns ausmacht, was uns miteinander verbindet, was uns trennt, was uns zu Freunden, was uns zu Feinden macht.

19.08.2521

Dass Atheismus als Sekte, als Sektiererei bezeichnet wird  – mag irritieren – jedenfalls die, die nicht akommuniziert wurden oder nicht glauben, dass es die Dimension der Akommunikationen und Involutionen gibt. Sie bewirtschaften dann mit dem selben Eifer wie religiöse Sektierer ihren Irrglauben, dem ich mit 18 Jahren nicht mehr angehören konnte  -zu „irre“ war die Erfahrung mit der Parasynchronizität, und endgültig ging das nicht mehr, als ich mich rund 50 jährig an die Schrift- und Akustik-Akommunikation in meinen jungen zehn Jahren erinnerte. Für die Fähigkeit, diese Erinnerungskapsel zu öffnen – adäquat zu öffnen und öffentlich zu bewahren -, brauchte ich rund 40 Jahre.

19.08.2521 (2)

Änigmatische Bewegung und neue Achsenzeit. Professor Joas wäre als Wissenschaftler und Soziologe ein Buch wie „Die Macht der Indoktrination. Wie die herrschenden Grosssekten (Abrahamismus; Buddhismus; Hinduismus; Taoismus und Atheismus) seit der letzten Achsenzeit ihre Macht verwalten“ besser zu Gesicht gestanden, er bevorzugte indessen als Katholik und Kirchengänger „Die Macht des Heiligen“ daraus zu machen. Für die postabrahamische, postbuddhistische, posthinduistische, postatheistische Aufklärung, die sich einer möglichst unvoreingenommenen Optik verschreibt (nicht nur einer absolut voreingenommenen), verbirgt sich hinter den sektorenhaften Pseudouniversalismen der religiösen Grosssekten – einschliesslich die atheistische Sektiererei, an deren Spitze Leute wie Albert Einstein in Briefen ihr blosses Meinen, ihre Ignoranz kund tun – eine freigöttliche änigmatische Dimension, die deren akommunikativen Inhalte zwar würdigt, aber Menschen kraft persönlich empfangener „überpersönlicher“ Akommunikationen als Philosophinnen und Philosophen begreift, nicht oder erst zweitrangig als Christen, Juden, Muslime, Buddhisten, Hindus, Taoisten oder Atheisten, Agnostiker und Ignoranten. Ihre gelebte „Vielfalt“ sieht in ihrem Einen (Eigenen), das sie unter Vielen trennt, das Eine oder Andere, das sie verbindet, nicht, die Änigmatische Bewegung indessen schon – sie ist unterlegener und überlegener als diese „Überlegenen“. Sie ist – eingedenk ihrer Vorgänger unter Philosophen der Achsenzeit, akommunzierten „Heiligen“ und den noch stark abrahamisiertren Bahai – die erste nicht-sektenhafte globale Religion und Religionsphilosophie am Beginn einer neuen Achsenzeit.

19.08.2521 (3) Die Änigma ist Quelle der Ewiggöttlichkeit, der Freigöttlichkeit, sie ist das, was mit aller Macht des Unheiligen Menschen unfrei und mit aller Macht des Heiligen Menschen frei macht.

18.08.2521

Hans Joas, der in die Kirche geht, und ein Buch über die „Macht des Heiligen“ (2017) schreibt. Keine weiteren Fragen.

17.08.2521

Wir kehren nochmals zu Habermas (2019) zurück. Zu seiner Darstellung aus der Warte seines „nachmetaphysischen Denkens“ (S. 192) von Achsenzeit, Vorsokratikern (Anaximander, S. 417 ff. Heraklit, S. 428) und „Abkehr des jüdischen Monotheismus vom „Heidentum““ S. 327ff. — auch um die Grenze zwischen der alten und der neuen metaphysischen Welt, zwischen der alten Achsenzeit mit dem gregorianisch-christlichen Zeitkalender und der neuen Achsenzeit mit dem achsenzeitlichen Zeitkalender, zwischen Religion und Aufklärung von Religion und aufgeklärter Religion zu markieren.

16.08.2521

Von den religiösen und quasi-religiösen „Heilmitteln“ (Heraklit) der Achsenzeit – heraklitische, konfuzianische, buddhistische, jüdische – zehren noch heute die meisten Menschen – Christen und Muslime dazugerechnet.

15.08.2521

Alles Glück, mehr als Unglück, liegt in der Geburt. Mehr, extrem mehr, als Nichts zu sein, liegt in der Geburt – das haben die Buddha, die Heraklit, die Abrahamischen, alles Herren, merkwürdigerweise, alles Herren, nicht so richtig verstanden.

14.08.2521

Bei Heraklit findet sich zwar ein dezidierter traditionskritisch aufgeladener Monotheismus (hinüberschwappend in einen theologischen Monologoismus (das Göttliche ist alles und eins), an den Spinoza anknüpfen wird), beim alten Griechen der Achsenzeit findet sich aber auch die weit traditionellere Redensart von Göttern: „Im Krieg Gefallene sind bei Göttern geehrt und Menschen.“ (B 24), ergänzt mit „Grösserer Tod erlost grössren Lohn“ (B 25) oder „Ruhm“. Vielleicht sagte er „Gott“ und machte erst die Überlieferung durch Aristoteles „Götter“ daraus, denn er soll, als Fremde, die zu ihm pilgerten, stehenblieben „und sahen, dass er sich am Küchenofen wärmte“ sie gebeten haben „ohne Scheu einzutreten, denn auch an diesem Ort seien Götter.“. Wobei sie ihm aufwarten wollten, das wusste er, dem göttlichen Heraklit, nicht Göttern.

14.08.2521

Literatur: Ausgewählt, kommentiert und übersetzt v. Jaap Mansfeld: Die Vorsokratiker I (2003); Hg. Bruno Snell: Heraklit – Fragmente (8. Aufl.)(1983)); Friedrich Nietzsche, Sämtl. Werke. Krit. Studienausgabe hrsg. v. Colli/Montinari – Bd. 7 (Nachgelassene Fragmente Herbst 1869 bis Ende 1874).

13.08.2521

Über Heraklits Theologie mit Blick nach Judäa. Heraklits Monotheismus firmiert unter dem Namen „das Eine, das Göttliche“ (B 114) und „Zeus“ (B 32) (Dyeus Pater, Himmlischer Vater), wobei sein Zeus – „das eine Weise“ (B 32) – mit dem Sittenstrolch des Homer und Hesiod nichts zu tun hat – ähnlich wie später Platon Dichter ob ihrer Fantasiererei missbilligte, verachtete Heraklit Homer und Hesiod sowie deren Polytheismus („Heraklit verübelt es Homer, dass er schrieb: „Schwände doch jeglicher Zwiespalt unter Göttern und Menschen“), denn nach ihm begriff Homer die ontologische Differenz zwischen Gott und Menschen nicht, ähnlich wie Hesiod nicht „dass das Wesen eines jeden Tages dasselbei sei“ (B 106), „Vielwisserei lehrt keine Vernunft; sonst hätte sie Hesiod belehrt (…)“ (B. 40) („Und Lehrer der meisten ist Hesiod (…)“ (B 57), der unbelehrte, wohlgemerkt: Mit Hesiod-Kritik übte Heraklit Kritik an seinen Zeitgenossen. Heraklits Vorstellung von dem einen und einzigen Göttlichen glich in dieser Hinsicht mehr den israelischen Vorstellungen des Gottes Jahwe, wie ihn die Moses-Redaktion, oder Herr Zebaoth (Herr der Heerscharen), wie ihn die Jesaja-Redaktion nannte. Auch Heraklits „Zeus“ unterscheidet sich von Menschen radikal: Er ist unsterblich, allmächtig („denn das herrscht soweit es will“ (B 114)) unermesslich weiser und wohlgestalteter als Menschen (B 83), zudem unsichtbare Harmonie in allem („Vor Gott ist alles schön, gut und gerecht; aber die Menschen wähnen, das eine sei unrecht, das andere recht.“ (B 102) „Mehr als sichtbare gilt unsichtbare Harmonie“ (B 54)). Doch dieses Nirvana, dieser Himmel wie ihn Gott erblickt, ist kaum von dieser Welt, denn: „Wie ein wüst hingeschütteter Misthaufen ist die schönste, vollkommenste [menschliche, d.V.] Welt.“ (B 124). Denn es ist nur eine endliche Welt, Schweine (Menschen) „fühlen sich im Kot wohler als im Wasser“, Reichtum verdeckt, wie verdorben die Menschen sind, sie sind zudem sterblich und „Leichen verdienen mehr als Mist, dass man sie wegwirft.“ (B 96). Ist das heraklitische Dialektik, oder durchdringt diesen Misthaufen (die Gesellschaft) der göttliche Logos, das Wesen der Dinge, auf die „verständiges Denken“ (B 112) hinzuhorchen habe. „Verständigsein ist die wichtigste Tugend“, Verständigsein und Gott Vertrauen, denn: „Aus mangelndem Vertrauen entgeht es (das meiste Göttliche) dem Erkennen“ (B 86)). Heraklit bietet selber ein philosophisch-religiöses Heilmittel an, der griechische Buddha predigt das Gottvertrauen und das Erkennen und Tun des Göttlichen, die innere Überwindung des Endlichen und Allzumenschlichen:  „Verständiges Denken ist höchste Vollkommenheit, und die Weisheit ist, Wahres zu sagen und zu tun, nach dem Wesen der Dinge, auf sie hinhorchend.“ (B 112), „Sie verstehen nicht wie das Unstimmige mit sich übereinstimmt“ (B 51), „Habt ihr nicht mich, sondern den Sinn vernommen, so ist es weise im gleichen Sinn zu sagen: Eins ist alles.“ (B 50) -, und dieses philosophische Denken und Tun zählt zu den Heilmitteln, die so heissen „da sie die Angst heilen und die Seele ledig machen alles Unglücks, das in der Geburt liegt.“ (B 68)  Ist das nicht buddhistisch und auch jüdisch, die Seelen ledig zu machen alles Unglücks, das in der Geburt liegt? Dachte Heraklit an Herr Zebaoths absolute Party auf dem Berg Zion, die für alle, auch für „Heiden“ offen steht, ein Freudenfest am Ende der Tage, denn „er wird den Tod verschlingen auf ewig.“ (Jes 25). (Die Neujuden, die Christen, werden später behaupten, die absolute Party läuft schon, ihr Christus „verschlang“ mit Herrn Zebaoths Hilfe den menschlichen Tod viel früher). Heraklits Heil- (oder Rauschmittel ?) geht soweit nicht, konterkarierend heisst es nüchtern: „Die Menschen erwartet nach dem Tod, was sie nicht hoffen noch glauben.“ (B 27). Und es klingt mosaisch, wenn Heraklit alle (!) menschlichen Gesetze als von göttlichen an- und abgeleitet oder „ernährt“ (Mansfeld) betrachtet „Nähren sich doch alle menschlichen Gesetze von dem Einen, Göttlichen“ (B. 114), da diese dem All-Gemeinen, dem Logos, der der Welt wesentlich inneliegt, folgen – doch fehlt Heraklit, dem volkabgewandten Eremiten, ein akommunizierender Gott wie Moses Gott, der ihm und seinem Volk direkt Gesetze diktiert – Heraklits Göttliches muss der Mensch, der seiner wichtigsten Tugend folgt, die Vernünftigkeit, in sich erforschen, dabei seien „private Einsichten“ und „blosses Meinen“ Kinderspielzeuge, die Erwachsene wegwerfen sollten (B 70). Dominiert bei Heraklit die Zucht und Unterordnung der tugendhaften Menschheit unter das eine göttliche Weise, so dominiert bei den israelischen Redaktionen die Zucht und Unterordnung ihres tugendhaften Volkes unter die göttliche Sitte und seinen Bund mit dem einen und einzigen Herr Zebaoth.

12.08.2521

Über den Einfluss der ionischen Naturphilosophie auf die Entstehung der altbiblischen „Genesis“ während der Achsenzeit oder: Teile der Kosmogonie und Anthropogonie der „Genesis“ als israelische Anwort auf die ionische Pionieraufklärung. (verfasst 01.05.2020 n.u.Z.)

11.08.2521

Warum es zwei (oder drei) „Genesis“-Versionen in der Jüdischen Bibel gibt. Die Achsenzeit war, nach Hesiods Theogonie (1. Jahrhundert vor der Achsenzeit), angefangen in Ionien bei den „Vorsokratikern„, besser: „Voraristotelikern“, die Pionierzeit der grossen Kosmologien und ersten Anthropogonien (Zoogonien), teils mit einem mythologischen, teils mit einem naturwissenschaftlich-evolutiven Ansatz, dazu zählt auch die Kosmogonie, Zoogonie und Anthropogonie der israelischen „Genesis“, endredigiert um das 6. oder 5. Jahrhundert v.u.Z.  Die anonyme Genesis-Redaktion, die ihr Glaubensbekenntnis mit der Formulierung „Und Gott sprach“ in den Vordergrund stellte, entwickelte, nach Massgabe ihres allmächtigen Schöpfergottes, eine theogonisch-kosmologische Synthese nach naturphilosophischem Vorbild der griechisch-ionischen Nachbarn – teils in stiller Übernahme, teils in stiller Distanzierung – jedenfalls spricht einiges, nicht nur die zeitliche und räumliche Nähe zwischen Israeliten und Ioniern, für diese These.
Für Thales, Xenophanes und Anaximander war die Erde am Anfang eine Mischung aus Erde und Wasser, in der Genesis-Kosmogonie gibt es eine vergleichbare Version: „Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde. Und die Erde war wüst und leer, …, und der Geist Gottes schwebte über dem Wasser.“  Woher stammt dieses Wasser plötzlich? Offenbar schuf Gott, merkwürdigerweise unerwähnt, zu Beginn auch Wasser. Thales Wasser? Anaximanders Wasser?  Wasser bewahrt in der Folge seine zentrale Bedeutung in der „Genesis“, durchaus auf dem Niveau einer ionischen Naturbetrachtung bzw ihrer kongenialen Adaption: „Und Gott spach: Es werde ein Gewölbe mitten im Wasser und scheide Wasser von Wasser. Gott machte das Gewölbe und schied das Wasser unterhalb des Gewölbes vom Wasser oberhalb des Gewölbes. Und so geschah es. Und Gott nannte das Gewölbe Himmel.“ (2016)  Fügen wie die Luther-Übersetzung dazu:. „Und Gott sprach: Es werde eine Feste zwischen den Wassern, die da scheide zwischen den Wassern. Da machte Gott die Feste und schied das Wasser unter der Feste von dem Wasser über der Feste. Und es geschah so. Und Gott nannte die Feste Himmel.“. Ein anaximandrischer Naturforscher, der die Scheidung von Festwasser und Luftwasser (Himmel, Wolken) untersuchte, hätte das nicht besser sagen können, dasselbe gilt für den nächsten Satz: „Dann sprach Gott: Es sammle sich das Wasser unterhalb des Himmels an einem Ort und das Trockene werde sichtbar. Und Gott nannte das Trockene Land und die Ansammlung des Wassers nannte er Meer.“  Nach der Scheidung des Wassers in Wasser und Himmel (verdunsteter Bereich), schied sich das Wasser in Meer und Land (trockener Bereich) (Luther-Bibel „Erde„). Nach Thales entstand Erde aus dem Wasser, dieser These folgten Anaximander und Xenophanes (6./5.Jh.u./) und offensichtlich auch der israelische Redakteur der „Genesis“. Umgekehrt gefragt: Inpirierte auf ähnlich stille Weise der israelische Monotheismus die Ionier? Die Kosmogonie des Thales, der als erster allem Seienden einen materiellen Urgrund zuschrieb – Wasser als Urprinzip -, scheint an einen Gott oder an Götter? gedacht zu haben : „das, was weder Ursprung noch Ende habe, sei Gott.“ Eine andere Überlieferung berichtet: „Thales glaubt, dass alles von Göttern voll sei.“ (was schlecht zu seiner materiellen Urgrundthese passt). Ähnlich Heraklit, der neben der Erwähnung von Göttern (die als zweifelhaft oder zweitrangig betrachtet werden können) den einen und einzigen Gott  – der/das Weise – aus sichtlicher Verlegenheit „Zeus“ nannte (Fr 44: „Das eine Weise, das einzig und allein ist, ist nicht bereit und doch wieder bereit, mit dem Namen des Zeus benannt zu werden.“ (wir nennen es „Änigma“); Fr 25). Beim Thales Schüler Anaximander heisst Gott Apeiron – das Unbeschränkte – und Wasser sei der materielle Urgrund, aus dem Leben, auch menschliches, entstehe. Der Mensch sei eine Metamorphose z.B. aus einem Fisch, der sich aus dem Wasser zum Luftatmer auf trockenem Boden mutierte. Für Religiöse, deren Selbstverständnis eine starke Abgrenzung zur Tierwelt und Unterordnung unter Gottes Fittiche beinhaltete, war die Vorstellung, von einem Tier abzustammen, komplett obszön und ausgeschlossen, daher musste für sie der Mensch aus Erde (höchstens aus Erde!) und von Gottes Hand geknetet worden sein während eines Knettages nicht während einer äonenlangen Naturmetamorphose, die ihren Ursprung im Wasser hat (These, die erst im 24. Jahrhundert nach der Achsenzeit zur Zeit Darwins bestätigt wurde). Ausserdem entstand der Mann nicht aus einem Teil des weiblichen Körpers – auch das wurde vom Fuss auf den Kopf gestellt – sondern die Frau aus einem Teil, aus einer Rippe des Mannes, für die Herren über Schrift und Archiv: der Mensch (später werden die Neujuden, die Christen, auch diese altjüdische Männerphantasie mit der Idee der „unbefleckten Empfängnis“ zu toppen versuchen. In Marias Mutterleib „knetete“ der Heilige Geist, Quasi-Samen des göttlichen Vaters, den Embryo des Gott-Menschen, ihres Messias: Ist es auch Wahnsinn, so hat es Methode, so ist es zumindest „theo-logisch“). Die Entstehung des Menschen, die Anthropogenese musste nicht der faktischen Wahrheit, sondern der faktischen Macht, einem herrschenden männlichen und religiösen Selbstbild entsprechen, in der imago dei wurde Gott zu dessen „Ebenbild“.

10.08.2521

Über die Achsenzeit. On Axialage. Im Zeitraum der Achsenzeit entstanden der Buddhismus, der Konfuzianismus, das Grundmuster der christlichen und islamischen Überlegenheitsekstasen, die Philosophie der Naturwissenschaft und das Bürgertum, das sich unter eine Verfassung stellte, die bürgerliche Verfassung – um nur einige Gründe zu nennen, warum die globale Zeit nach unserer Achsenzeit zu messen uns Menschen, egal, von welchem Kontinent, gut anstehen würde.

09.08.2521

Der Überadler der „Kinder Israel„. Was die judaische Religionsgemeinde von den Griechen und ihren Kosmogonien unterscheidet – kaum im Falle der „Genesis“, die entwarf ein brillianter judaischer Kosmogonist – ist der Glaube an einen über Vermittlung und direkt (als Lichterscheinung, als Busch, als Wolkensäule) mit ihnen kommunizierenden Gott, der ihnen Gesetzestafeln gibt, Glück, Segen, Kraft und Land verspricht und alles verzeiht, nur eines nicht: dass sie sich von seinen Gesetzen abwenden und ihn verlassen (tun sie das verheisst die Moses-Figur nichts Gutes: „am Ende der Tage wird Unheil über sie kommen„). Die Achsenzeit war die Zeit der grossen Verfassungen auf „bürgerlichem Niveau“, des ersten Bürgertums, das sich öffentlich-rechtlich eine verbindliche Verfassung gab und sich unter sie stellte im Namen der „Eunomie“, die die Entschuldung und Integration („Verbürgerlichung“) des verschuldeten Kleinbauerntums und die Teilentmachtung der Oberschicht beinhaltete. Bei den Griechen war es Solon, der „bürgerliche“ Gesetzestafen errichtete. Bei den Israeliten soll es Moses gewesen sein. Der Mann, der glaubhaft machen kann, ein Mann Gottes zu sein oder die Redaktion Gottes seines Volkes, versprach und gewann unter diesem  grosse wohltuende Macht. Akommunizierte Worte oder solche, die als solche angesehen wurden, waren und sind mehr als menschliche Kommunikationen, sie bedeuteten für sie buchstäblich ihr Leben, ihr Sterben und deren Erhalt unter den Fittichen eines Überadlergottes – eines mächtigen, mit Macht sprechenden Schutzgottes der als Tribut für seine Leistungen Treue (Gesetzestreue) und Folgschaft verlangte. Geschützt , aufgehoben, auserlesen von diesem Gott erzeugte, erregte, inszenierte sich hier ein religiöses Volk in Überlegenheitsekstase. Man kann deswegen bei den „Kindern Israel“ von erfolgreicher Indoktrination und Sektenbildung durch Unterwerfung (Ergebung) und Auserlesenheit (Überlegenheitsekstase) sprechen – hier entstand auch der Grund und das Grundmuster der christlichen und der islamischen Überlegenheitsekstasen (Zu den israelitischen Top-Propheten wie Jesaja und zur „absoluten Party“ am Ende der Tage auf dem Berg Zion siehe 04.09.2520 und 06.03.2521).

08.08.2521

Beide gelehrten Völker, Israel und Ionien, unterstanden damals der persischen Herrschaft und lebten in Nachbarschaft. Es kam zu einem kulturellen und ökonomischen Austausch. Aus dem Unbeschränkten- das unendlich ist, keinen Anfang hat -, enstand alles Seiende und zu diesem vergehe es, heisst es bei Anaximander, aus dem Allmächtigen – der unendlich ist und keinen Anfang hat – entstand alles Seiende und zu diesem vergehe es, schrieb die judaische Bibel-Redaktion.

07.08.2521

Änigmatische Eigenbildlichkeit versus abrahamische Gottebenbildlichkeit.

06.08.2521

Die imago dei basiert auf provinziellem Universalismus- ursprünglich war die Idee dieser Imago an den altjüdischen Mann und seinen Patriarchgott gebunden, und wahrscheinlich wurde sie durch naturphilosophische Thesen über den Menschen motiviert, sich als dezidierte Gegenthese zu profilieren, radikal alles, was die Herkunft der Welt betrifft, statt einer Schöpfernatur, ihrem  Schöpfergott zuzuschreiben (vgl. 03.08.2521). Die Frau wurde hier weder gemeint noch gefragt, bloss unter- und zugeordnet, als Anhängsel angehängt. Für Anigmatische ist so klar wie unklar, wenn etwas die Welt schuf, dann die änigmatische Dimension und die Änigma oder das, was ihr zugrunde liegt, hier „Genesian“ genannt.

06.08.2521

Imago dei? Wer gibt das vollständigere Bild des menschlichen Lebens ab – die Frau oder der Mann? Die jahrtausendalte Herrschaft der Herren über Schrift und Archiv bemühte sich früh darum, die Antwort klar auf den Mann zu legen – sogar Platon und Aristoteles, dieser weniger eindeutig, gaben ihr bestes… –, Männer als perfekte Menschen, Frauen als mangelhafte Männer darzustellen – etwas anderes liessen sie in ihren Archiven nicht zu. Am Anfang schuf Gott den Mann (eigentlich den altjüischen) nach seinem Ebenbilde? Für Buddhisten, Hindus, Atheisten und Menschen uneindeutigen Geschlechts ist das bloss unzureichende Ideologie, allenfalls diskriminierende.

06.08.2521

Mensch/Mann als abrahamische Gottebenbildlichkeit? das ist mir zu unemanzipiert.Aus postabrahamischer Aufklärungs- und änigmatischer Religionsperspektive ist imago dei die Änigma, die uns in unserer Eigenbildlichkeit und mit ihrer änigmatischen Ansprache würdigt.

05.08.2521

Über Imago dei und andere Imaginationen der abrahamischen Grosssekte. Der Mensch/Mann als abrahamische Gottebenbildlichkeit? Aus postabrahamischer Aufklärungs- und änigmatischer Religionsperspektive ist imago dei an kein reales Imago verwiesen, es gibt kein Ebenbild, weil kein Bild von Gott (nicht wegen: Du darfst, sondern wegen: Du kannst kein (adäquates) Bildnis von ihm/ihr machen), dafür existiert die Änigma, die uns in unserer Eigenbildlichkeit und mit ihrer änigmatischen Ansprache würdigt.

04.08.2521

Konfrontationen. Ob provoziert oder zufällig, die Änigmatische Bewegung wird auf Zeit der Konfrontation mit der professionellen Theologie, mit einer jahrhundertalten Ausstudierung und Erprobung theologischer Spekulationen, nicht ausweichen können und auch nicht wollen. Obwohl ihr diese Kontrontation bereits zweitrangig ist, bevor sie überhaupt angefangen hat. Erstens beziehen wir uns wie sie auf die Achsenzeit (kein christlicher Theologie würde das Jüdische Testament, das er das „alte“ nennt, nicht einbeziehen, nicht einbeziehen müssen), doch neben dieser Theologie erstreckt sich unser Bezugsrahmen auf Philosophie und Theologie global (Uppanishaden, Buddha, Konfuzius, usw.). Zweitens lehnen wir etliche Grundpfeiler der abrahamischen Grosssekten, besonders der zweiten und der dritten ab, und zwar dreifach: aus geschichtswissenschaftlichen, aus post-abrahamisch aufgeklärten und aus änigmatisch akommunikativen Begründungen.

03.08.2521

Über imago dei. Bemühte Darwin den Affen um unsere Tierebenbildlichkeit herauszustellen (damit an die naturphilosophische Tradition der Achsenzeit anknüpfend: Anaximander, der Schüler des Thales, spekulierte bereits, dass der Mensch aus einem anderen Lebewesen z.B. aus einem Fisch entstand und diesem anfänglich ähnlich gewesen sei), bemühte die abrahamische Theologie des Judentums, genauer: die „Genesis“-Redaktion zur Zeit der Achsenzeit, als Gegenthese zu Anaximander, die imago dei um unsere Gottebenbildlichkeit herauszustellen – de facto die des (jüdischen) Mannes und Glaubenden an den Gott des Patriarchen Adam. Das damit „alle“ gemeint sind, das ist eine spätheidenjüdische (bzw. .spätchristliche) Ausdehnung und Verzerrung dieses provinziellen Universalismus im Zuge der Etablierung der christlichen Überlegenheitsekstase.

-Zum „Sinn des Lebens“ siehe 26.07.2521 (1) und (2)

02.08.2521

Eine Pointe in Arnold Gehlens Der Mensch (Erstausgabe 1940, entnazifiziert 1950, 13.Aufl. 1986, S. 16 ) ist, dass Selbstaufklärung des nicht festgestellten „Mängelwesens“ Mensch kein Luxus, sondern notwendig für es, für uns sei: Der „Mensch ist das nicht festgestellte Tier [ein Nietzsche-Zitat, d.V.], er ist irgendwie nicht festgerückt. Er ist, wie wir auch sagen, ein Wesen, welches in sich eine Aufgabe vorfindet – und gerade deshalb braucht er eine Deutung seiner selbst…. Nicht aus Spass und nicht zum Luxus des Nachdenkens, sondern aus ernster Not, wenn die Natur ein Wesen aller Gefahren der Störbarkeit und Abirrung auslieferte, die in diesem „Nichfestgestelltsein“, in diesem Zwang, sich selber festzustellen und über sich zu verfügen, besteht.“. Wie oft und gerne in der vergangenen Philosophie steht hier der junge Mann als Prototyp für „der Mensch“. Denn zunächst rückt das genetisch festgestellte Kleinkind der Hunger und die Müdigkeit fest an den Busen der Mutter, an Papas Milchflasche und in die Federn. Die Aufgabe, sich vor Gefahr abzusichern, Umschau zu halten, wächst langsam von den Eltern zum wachsenden Kind über, es übernimmt immer mehr Aufgaben selber und Anstrengungen, um selber auf den Beinen zu stehen, zuerst im konkreten, später im übertragenen Sinne. Spätestens in der Pupertät beginnt das nicht festgestellte Tier, das Puper-Tier, sich, hormonell neu aufgegleist fürs Leben, zu suchen, zu testen, zu orientieren, sexuell wie beruflich festzustellen und festzulegen – dazu gehört die Feststellung der eigenen Mittel (auch finanzieller Art) und Möglichkeiten (Situiertheit der Familie; gewonnene Studierfreude oder eines anderen Talents, das sich während den ersten zehn, zwölf Lebensjahren ausbildete), kommt das Kleinkind nicht in einem Königshaus zur Welt, hier rückt die Tradition sein Inneres fest, in einem Bauernhof, in einer Zunftgesellschaft des 16. Jahrhunderts, wo den Erstgeborenen Vaters Nachfolgerrolle und den Töchtern die Rolle von Ehefrauen und Müttern traditionell  „festgerückt“ wurde. Heute führt die funktionale Differenzierung der Gesellschaft  dazu, in ihr die eigene Funktion und Eignung (Beruf, Berufung) feststellen, ein Auskommen durch sie finden zu müssen, mehr im systemrelevanten Bereich, geht es mehr um Absicherung, mehr im Bereich von Kultur oder new economy, geht es mehr um Selbstentfaltung und/oder Karriere (Entfaltung über Statuskonsum, Konsum).

01.08.2521

Mehr als trivial ist es zu sagen, unsere transbiostemische Physisteme, das Kultur- und Lebewesen Mensch korrespondiert mit der Mehrdimensionalität und -variabilität unserer Kunst auf fundamentale Weise. Unsere Kunst trägt unsere „Handschrift“.

30.07.2521

Platon interpretierte unsere Semiotik und ihre Schrift-und-Archiv-Dimension als Ideenhimmel, Descartes als ewige Selbsterkenntnis, Hegel als fortschreitender Weltgeist (de facto ein fortschreibender, fortgeschriebener) – irrtümlicherweise.

29.07.2521

In Höhlen von Sulawesi/Indonesien (ca. 40 000 Jahre alt) und Chauvet/Südfrankreich (ca. 35 000 Jahre alt)- evt. Höhlen in Australien (50 000 Jahre alt) – befinden sich die ersten Künstlersignaturen der homosapienten Menschheit, die wir kennen, Handabdrucke gelesen als eine Art Unterschrift oder als individuelle Selbstdarstellung. Vermutlich erfreute sich Homo sapiens vor rund 40 000 Jahren seiner globalen Verbreitung, seiner Herrschaft über den Hunger und Fressfeinde, über die Befreiung von unmittelbarer Not und Gefährdung, was nicht ohne höhere Organisation und Ausdifferenzierung von funktionierenden Kleingesellschaften, von autochthonen Selbstversorgungsgesellschaften ging.  Kunst wurde wahrscheinlich ein Ausdruck dieses Luxus, sich mit Musse und Abstraktion mit der Darstellung von Dingen zu beschäftigen, die Jägerstämme während Jahrtausenden auslastete – Auerochsen, Pferde, Schweineber, Bären -und darüber hinaus begann die Kunst Löwenmännchen und Venusfigurinen zu schaffen – Totemfiguren (führende Männchen mit erjagtem Löwenpelz) und Religionsfiguren (führende Mütter mit eingeborener Gebärdekraft) – beides wohl Herrschaftsikonen unserer Urgeschichte. Vermutlich geschah die Eroberung, Vertreibung und Ausrottung der Neanderthaler durch die Homo-Sapiens-Rasse im Zuge der Etablierung dieser Herrschaft und Kultur. Da man Verletzungen und Knochenbrüche meiden musste in der Wildnis – selbst ein Leopard lässt eine erbeutete Antilope, der er die Möglichkeit zur Gegenwehr liess, lieber frei als sich von ihr verletzen zu lassen – , werden sich Neanderthaler und Homo Sapiens mehr im Flucht- und Vertreibungsmodus, als in der blutigen Konfrontation begegnet sein (darum finden sich Spuren von Neanderthaler in den hintersten und letzten Ecken Europas)  es sei, Homo Sapiens-Rudel von jungen Männern, die fähig waren, tagelange, ja, wochenlange Raubzüge in den Wäldern Europas durchzuführen -, hatten nicht nur besseren Proviant bei sich, sondern viel effizientere Waffen, Wurfgeschosse als die Neanderthaler. Seit dieser Zeit, seit 100 oder 50 000 Jahren, hat Homo sapiens keine Säbelzahntiger, keine Löwen, keine Höhlenbären, keine Wölfe, keine anderen Humanoiden, nur noch einen Feind zu fürchten und keinen besseren Freund zu gewinnen als sich selbst. Sich selbst hiess verwandte, und, je grösser die Welt und die Bevölkerung wurde, unbekannte Artgenossen, die das Leben und Zusammenleben, die das geteilte Interesse, der gemeinsam geschaffene, geteilte und genossene Vorteil, kooperativ verband.

29.07.2521

Von den Höhlen in Sulawesi und Chauvet über den Tempel des Apollon in Delphi (Achsenzeit) bis Descartes, Kant und Piaget (25. Jahrhundert nach der Achsenzeit): Erkenne dich selbst heisst: Schaffe Erkenntnisse von dir an den Tag, bringe Licht in die Black box, die die du bist:  Zum Beispiel lerne besser das Komponieren eines erfolgreichen ideologischen Buches, eines Musikstückes zu verstehen, wie soziale Umwelt Menschen determiniert und Menschen soziale Umwelt determinieren und ökologische Umwelt, die wir beeinflussen, zu uns Menschen zurückkehrt, uns beeinflusst. Lerne besser dein Immunsystem kennen, die Immunrespondivität deiner Physisteme, die in 3 Wochen fähig ist, das Sars-Virus zu immunisieren, während unsere Technologie über ein Jahr braucht, um in einem reduzierteren Nachbau dieser innerkörperlichen Immunisierungsintelligenz einen wirksamen Impfstoff gegen das Virus zu entwickeln. Wir sind das, was wir von uns in uns entdecken, was als Hervorgebrachtes zu uns dauerhaft zurückgebracht wird, – wir schaffen bewusstlose oder intrinsisch bewusste Vorgänge in bewusste, festhaltbare extrinsische um. Klassisch beginnt das mit einfacher Kausalität: Mit Empfinden und Zeichen (Signalisierung) des Schmerzens, treten wir auf einen spitzen Stein, mit Erkennen von Gefahr und Signalisieren von Warnung, rast ein Tornado auf uns zu.  Erkenne dich selbst bezieht sich auf das, was wir von unserer Innenweltblackbox und unserer (inneren) Umweltwahrnehmung zu Licht fördern – Teile unserer visuellen Wahrnehmung machen wir zu Teilen unseres visuellen Wahrnehmens. Der vierzigtausend Jahre alte Abdruck einer Hand in der Sulawesi-Höhle, der fünfunddreissigtausend Jahre alte in der Höhle von Chauvet auf der Wand, die in photo-realistischer Weise das Gesehene (Tiere) als Gezeichnetes und Gemaltes abdruckt, ist die erste „Hand-Schrift“ und „Unter-Schrift“ eines Autors, einer Autorin, eines Künstlers, einer Künstlerin der Welt. Möglicherweise eines Schamanen-Künstlers mit der Kraft, Totes und Lebendes lebendiger zu machen als es an sich ist (Pferde kommen und gehen, aber „das Pferd“ an der Wand bleibt – Platon machte die „Idee Pferd“ daraus…). Mit Descartes „Cogito“ kam der Abdruck des bewussten Wahrnehmens, der bleibt, der sich nicht verflüchtigt (durch Anzweifeln), über die Hand, über die Schreibhand und Latein, zum Abdruck in Schriftsprache auf Schwarz-Weiss-bedrucktes Papier, auch hier fand ein manueller Transfer des Visualisierenden (Wachbewusstseienden) in die Visualität des Visualisierenden statt ähnlich wie an den Wänden der Chauvet- und Sulawesi-Höhlen die malende und die gemalte Hand und bei der Inschrift gnothi te auton im Tempel des Apollon. Doch Descartes kam nicht darauf zu sagen – ich denke mit meiner Sprache und Hand: „Ich schreibe (Latein), also bin ich.“

28.07.2521

Über Kunst als Introbiostemie. Kunst als ausdifferenzierte und ausdifferenzierende Introbiostemie, abstrakte Kunst, „Farbflecken“ gedeutet als Exposition (Expression) einer inneren wahrnehmungsphysiologischen Ebene („Innenebene“).Totaler Einsatz für eine partielle Innenebene – deshalb kann uns auch abstrakte Kunst „innerlich“ berühren wie der Rohrschach-Test.

28.07.2521

Über die Machbarkeit von Pyramiden als introbiostemische Expression. Bei einer Pyramide widerspiegelt sich nicht die introbiostemische Ebene der inneren Farbwahrnehmung wie in der Abstrakten Kunst, sondern die Ebene der platonischen Körper, der Spezialisierung unserer Linien-Ecken- und Körper-Wahrnehmung, ein Spiel, ein Kalkül, mit der Ebene unserer Wahrnehmungsgeometrie, expressiv umgesetzt. So unglaublich wunderbar und gross uns die Pyramide von Gizeh heute noch erscheint: wahrnehmungsphysiologisch war sie, neben einem quadratischen Klotz der aus quadratischen Klötzchen besteht, das einfachste Gebäude, das in diesem Ausmass geplant und gebaut werden konnte. Äusserlich besteht sie bloss aus verbundenen Linien (Ecken) und ebenen Flächen, aus identischen Steinklötzen, aus Steinquadern, die nach den Massen des Bauplans aufeinander- und zusammengesetzt wurden – vor der Setzung des erstens Steines kannten die Bauer bereits den Platz des letzten Steines – nur die Innenarchitektur wurde komplizierter, ausgetüfftelter gestaltet, da es darum ging, die Ruhe, den Schatz  und die Mumie des verstorbenen Pharaos vor Einbrechern zu schützen. Vor dem Bauexzess, vor der Diktatur der Präzision, vor der Unterwerfung des Handwerks unter die gerade Linie, kam der Exzess der Bauer, der abstrakte Exzess mit der geraden Linie, mit der Exaktheit und der Zahl der Architekten, Geometer, Mathematiker und Statistiker. Geschichte der Kunst von der Pyramide bis zur Abstrakten Kunst der Moderne erscheint hier nicht als Geschichte des hegelschen Weltgeistes, sondern als Geschichte des sich selbst entdeckenden Geistes, unseres Geistes und seiner praxeologischen Gesamt- und Teilexpression.

28.07..2521

Der geniale Lascaux-Realismus vor 30 000 Jahren war ein Einbruch unserer alltäglichen Praxeologie in die Physiologie unseres Sehens von Umwelt. Diese Künstlergenies kamen einer bildlichen Nachahmung oder Reproduktion nicht nur des Gesehenen (Tiere), sondern des Sehens, unseres Sehens, nahe.

27.07.2521

Die Geschichte und Gegenwart des humanen, humanoiden Biostems, des transbiostemischen Kulturwesens, das wir in uns erkennen und erschaffen. Gehlens (1956) philosophische Anthropologie ging von einer doppelten Betrachtung des Menschen aus – von einer biologischen und einer kulturellen.

26.07.2521

Zwischen natürlicher Bestimmung und Selbstbestimmung. Der Mensch purzelt irgendwann aus dem Nest und muss dann mit den Eigenschaften, die er dafür erhalten und gelernt hat, zusehen, dass er in der unwirtlichen oder zivilen (zivilsierten) Wildnis, die in soziale Gesellschafts- und Herrschaftsordnungen transformiert wurde, dass er auf dem Acker mit Ackern überlebt. Die Paradies-Saga gelesen als die Geschichte des Nesthockers, der, frisch geboren, sich am Quell der Mutter labt und ohne Scham nackt herumläuft Bist du verstossen: möchtest du gerne zurück. Man könnte glauben: Alles strebt zurück ins Paradies, in das Paradies der Arme der Mutter und des Vaters. In die sorglose Ruhe, in das behütete Gleichgewicht. Man könnte glauben: Die erwachsene Liebe ist die nächste Stufe, ist die nächste Umsetzung dieses Zurückstrebens in einen Vorwärtsgang. Auf ihr wird auch das nächste Nest, werden die Eier der nächsten Nesthocker gezeugt und ausgebrütet. Soviel anders als andere Biostemen, Physistemen, Lebewesen dieses Planeten, die wir Tiere nennen, sind wir in dieser Hinsicht nicht. Doch sind wir nicht extreme Kulturwesen, die grosse Teile ihrer biostemischen Festlegung – auch unseren Sex wie Judith Butler meinte – dekonstruieren, die ihren genetischen Anlagen entraten können? Ausser gewissen Notwendigkeiten, die zur vitalen Erhaltung des Mängelwesens Mensch dienen, wie atmen, trinken, essen, Nahung ausscheiden, und Schutz vor Kälte und sozialer Isolation- wie der Besitz von Geld oder Geldäquivalenz, Wohnung, Einkommen….? Muss ich Mutter werden, weil ich die biostemische Anlage dazu besitze? In der westlichen Kulturwelt von heute entscheide ich mich – vielleicht mit einem Partner dazu – und wenn die Situation, auch die finanzielle, es angemessen erscheinen lässt, dafür das Verhütungsmittel abzusetzen.  Und: Ist das Kind nicht beides: ein Mittel zur Erhaltung meiner Familien-Gene und meiner Art, als auch, im Idealfall, ein bedeutender Teil meiner Selbstverwirklichung im Leben, ein Bestandteil tief empfundener Genugtuung und Sinnfälligkeit, die das Leben schafft, und Verantwortung, Aufgabe zu leben, die ich für mich schaffe? Ein frisch geborenes Kind ist nicht nur stark im Wachstumsprozess begriffen, sondern legt auch in seiner Parentalumwelt einiges fest, ruft Sorge hervor, beginnend mit der Frage: kommt es gesund zur Welt? zudem jahrelange Betreuungs- und Versorgungsarbeit, Verantwortung, die die Mutter, Vater und andere zu tragen haben, in allem steckt viel Erwartung, Freude und Erfüllung.

26.07.2521 (2)

Der Sinn des Lebens. Mit dem Kind rückt die Frage nach dem Sinn des Lebens vorübergehend in den Hintergrund, wenn nicht für immer aus dem Horizont. Das heisst nicht, dass das ein Naturgesetz ist, das Ausnahmen, die die Regel bestätigen, ausschliesst, dass es bei psychisch kranken Müttern und anderen, die das Kind nicht wollten und wollen, als unerträglich empfunden und betrachtet wird. Dass es nicht Fälle gibt, wo das Frischgeborene ausgesetzt, ermordet oder misshandelt wird.

26.07.2521

Über Phallokratie. Die Mutter in modernen Welten kann heute entscheiden, in dem sie über ihren Körper entscheidet, ob sie einem Geschlechtsverkehr die Bedeutung oder die Last der Kindererzeugung, die das ganze Leben prägt, oder die eines kurzlebigen Vergnügens verleiht (durch Verhütungs- und Abtreibungsmittel). Damit ist im Bereich der Kindererzeugung die jahrtausend alte Phallokratie über ihren Körper und ihre Entscheidungsfreiheit aufgehoben. Dazu zählt auch der Verhütungsbeitrag von Männern und nicht zuletzt ihr Betrag in der medizinschen Forschung, von dem Frauen weltweit profitieren.

25.07.2521

Systemrelevanz ist (erhält) und schafft Wert. Die Arbeitskraft, die intellingenz-begabte und informiert-ausgebildete besonders, ist ein Teil, ein systemrelevanter Teil davon, aber bei weitem nicht der ganze, weder für die Liebe, noch für die Erfindung einer Heilung. Die Ökonomie der Kooperationswirtschaft basiert auf systemrelevanter Wertschöpfung, auf ihrer systemischen Synergie. Die marxistische Wertschöpfungslehre ist um relevante, systemrelevante Bereiche, zu reduziert.

24.07.2521

Über Systemrelevanz. Gesellschaftssysteme unter Pandemiestress durch das freie Radikal Corona-Virus – „frei“ solange wir es nicht kontrollieren können – reduzieren ihre Leistungen auf den systemrelevanten Bereich der Eindämmung der Pandemie (Isolation; Medizin; Forschung) und den systemrelevanten Bereich der Grundversorgung der Gesellschaft (Lebensmittel; Landwirtschaft; Güterverkehr; Öffentlicher Verkehr; Feuerwehr; medizinischer Notruf; Handwerksnotruf; Umweltschutz; Regierung; Ministerien; Politik; Polizei; Militär; Grenzschutz; öffentlich-rechtliche Medien; Wissenschaftsjournalismus; Forschung; Pharmaindustrie; Versicherungen; Banken (Zahlungsverkehr); Börsen; Internet; Strom; Wasser; Heizung). Unter Pandemiestress herrscht Biopolitik pur (Ministerpräsident Laschet: Es geht um Leben oder Tod„) – es geht prioritär um Rettung und Schutz gefährdeten menschlichen Lebens, um alles, was mehr als die Würde des Menschen antastet. Die grosse Dimension der Selbstbetroffenheit dieser Bedrohung erleichtert die politische Lenkung und das Ergreifen und Durchsetzen ungewöhnlicher Notstandsmassnahmen. Das biopolitische Lenkungsinstrument der ersten Wahl besteht aus Regierungspolitik und Aufklärung (Wissenschaft), verbreitet durch Medien (Stellen sie sich vor, Elektrizität, Internet, Handys, TV gingen nicht: die Regierung könnte sich der Gesellschaft nicht über diese Wege mitteilen, um eine Ahnung davon zu kriegen wie die Informationslage in einem Kriegsnotstand aussähe). Die Umsetzung dieser Notstandsmassnahmen – Quarantäne, Home Office, Home Schooling, Social Distancing, usw. – transformiert die Luxusökonomie des Alltags in eine Basisökonomie unter Quarantäne und stellt das Grundgesetz, ausserordentlich und vorübergehend wie die Infektion selbst, in den Dienst des Infektionsschutzgesetzes.

24.07.2521

Komplexe Systeme wie der menschliche Körper und die Gesellschaft der menschlichen Systeme (Biostemen) besitzen zwei grundlegende Existenzmodalitäten, den Normal- und den Notstandsbetrieb.  Dieser Differenz ist ein heroischer Zug eingeschrieben, da sie sogar Organe oder Systemteile inaktivieren oder opfern können, um am Leben zu bleiben. Ihre breite Anpassungsskala reicht vom  Luxusmenschen in teurer Seide bis zum Penner auf der Strasse, der täglich ums „nackte Leben“ kämpft, helfen ihm soziale Tafeln und Winterschlafstätten nicht über die bedrohlichsten Klippen seines Alltags. Vom freien Bürger zum Bürger im Notstand, der in Bunkern notversorgt wird. Der Mensch ist robuster und anpassbarer als er es unbedingt erfahren will in seinem Leben, das ihn, wie einst in Mutters Armen, möglichst vewöhnen und sorglos versorgen soll.

23.07.2521

Richtiger formuliert: Je mehr die kooperationskapitalistische, je mehr die kooperativ strukturierte Welt kooperiert, desto weniger gilt die Feind-Freund-Differenz.

22.07.2521

Eine kooperierende Welt hat wachsam darauf zu achten, hat wirksame Regeln und Sanktionen für Regelbrüche zu entwickeln, dass sich ihr nicht Scheinkooperateure, Trittbrettfahrer, Parasiten anschliessen. Afrika ist aufgefordert, seine eigene Kooperationswirtschaft zu entwickeln, deren Kreisläufe in die ganze Welt, auch nach Europa expandieren. Wir sind nicht nur Nachbarn, wir sind dadurch immer mehr Kooperateure, Kooperationsgenossen und -genossinnen und Koobligationäre.

21.07.2521

Je mehr die Welt kooperiert, desto weniger gilt die Feind-Freund-Differenz.

21.07.2521

Eine kooperierende Welt rüstet sich ab, rüstet nicht auf.

20.07.2521

Die nationale Staatlichkeit des Konkurrenzkapitalismus kommt an ihre Grenzen, an ihre Steuer- und Besteuerungs- an ihre Regierungsgrenzen, wo multi- und trans-nationale Strukturen die Regie übernommen haben. Deswegen  machen in Europa Regierungsstrukturen wie jene der EU grundsätzlich Sinn, auch wenn sie (noch) nicht kooperationskapitalistisch transformiert sind. Einen gewissen gesamteuropäischen Kooperationscharakter besitzen Europa-Konzerne wie Airbus, die sich im Konkurrenzkapitalismus besonders gegen ausser-europäische Konkurrenz schützen müssen.

19.07.2521

Kooperative Kreislaufwirtschaften, die nicht regional und interregional bleiben, zerschneiden, durchtrennen nationale Grenzen, sie sind trans- und multinational europäisch wenn nicht trans- und multinational global. Das ist eine Herausforderung für kooperative Staatlichkeit (also: Staatlichkeit für trans-kooperative, inter-kooperative und extra-kooperative Aufgaben).

18.07.2521

Gemeinsam sind wir stärker und wir lassen niemanden zurück – das gehört zum Credo des Kooperationskapitalismus, das nicht nur die Mentalität der Kooperateure (und Koobligationäre), sondern ihre Buchhaltung, ihre Betriebsabrechnung prägt.

17.07.2521

Die Weltrevolution findet jedoch nicht im Grossen und auf einmal statt, sondern Schritt für Schritt durch die Bildung von kooperativen Kreisläufen (Kreislaufwirtschaften), die expandieren im Umfang und Vernetzungsgrad.

16.07.2521

Demographische Selbstkontrolle. Wir sind nicht „einfach“ zuviele Menschen auf diesem Planeten, sondern der Konkurrenzkapitalismus generiert global einen Fleckenteppich der Ungleichheit der Produktivität, des Lebensstandards, einschliesslich Emanzipationsstandard, und damit auch von schrumpfenden und expandierenden Regionen unserer Gesamtbevölkerung bei intensiver Ressourcenausbeutung, Umweltemission und Unnachhaltigkeit an den Grenzen des Erträglichen und Wachstums. Die absolute Abnahme der Weltbevölkerung  und die Aufhebung von extremer Pauperisierung und Ungleichheit wird nicht ausreichend „von selbst“ geschehen (laut Prognosen sinkt die Gesamtbeevölkerung ab 2050), sondern hat die Menschheit politisch und sozial selber zu steuern und zu befördern – ökonomisch durch den Wechsel ihrer Produktions- und Reproduktionsweise, biopolistisch durch die Änderung ihres Fortpflanzungsverhaltens, emanzipationspolitisch durch die Emanzipation von Frauen und Männern (u.a. zur Förderung, sich zu sterilisieren; stärker die Mutterrolle zu übernehmen nicht nur in homosexuellen Familien). Demographische Selbstkontrolle ist in einer grundsätzlich kooperativer und emanzipativer gestalteten Produktions- und Reproduktionsweise, die eine kooperativkapitalistisch kooperierende Politik auf jeder Dimension, auch der globalen, mit sich bringt, nachhaltig machbar. Der Wechsel vom Konkurrenz- zum Kooperationskapitalismus könnte ein Jahrhundert und mehr in Anspruch nehmen, solange kann globale Biopolitik nicht warten. Schon heute kann die Gouvernementalität der UNO das Thema „Demogaphic self-control and lowering of  the world population“ mit dem ehrgeizigen politischen ZIel von einer Senkung und Stabilisierung unserer Gesamtbevölkerung bei 4 Milliarden und einer Steigerung und Verbreitung ihres Lebens- und Emanzipationsstandards  (siehe dazu 13.07.2521 Über Demographie) zu ihrem Mandat machen (teilweise bereits geschehen).Dank ihrer nachhaltigen kooperativen und emanzipativen Strukturierung wird sie in Zukunft selber darüber bestimmen, in welcher Menge, in welcher Anzahl sie glücklich und für ihren Planeten keine Zumutung ist
PS: Eine Alternative dazu wäre, dass sie das „dank ihrer diktatorischen Strukturierung“ kann – so wie das Chinas Parteidiktatur für die Stabilisierung der Reproduktionsrate der Bevölkerung von 1 Milliarde Menschen konnte und kann. Von Chinas biopolitischen Lenkungsmitteln und -Erfahrungen kann und soll die ganze Welt profitieren. Der politische Kampf um mehr Demokratisierung oder Diktaturisierung der Gesellschaft, um mehr Gesamtaufklärung oder Elitenaufklärung, Emanzipation oder Tradition, um mehr Kooperations- statt Konkurrenzkapitalismus wird mit dem Thema „demographische Selbstkontrolle“ in eine neue Runde gehen.

15.07.2521

75 Jahre und 750 Jahre Holocaust-Gedenktag. Sich auf Juden einzuschiessen wurde im Christentum während Jahrhunderten geübt – das war in den bayerischen, thüringischen und vielen anderen deutschen Kirchen, egal, ob katholisch oder lutherisch, während der Nazi-Zeit gang und gäbe. Die Nazis rannten in der „Judenfrage“ sogar dort offene Türen ein, wo aus Tradition und Konfession schwarz, nicht braun gewählt wurde. Dass meine deutschen, damals in Berlin lebenden Grosseltern an dieser Massenmorderei durch eine Masse von Deutschen (und anderen Mithelfern von Holland bis Österreich) beteiligt waren – er NSDAP und SA, sie Mutter-Orden und Denunziantin – beschämt mich nicht (es sollte sie beschämen, was es nie tat), aber stimmt mich traurig, stimmte mich früh nachdenklich. Meine Mutter machte zu oft, zu heftig deutlich, ohne konkreter zu werden, dass an Opas Erzählungen etwas nicht stimmen konnte. Quellenkritisch wurde ich lange vor dem Geschichtsstudium. Für mich ist bis heute klar: Es gibt keinen Schuldkult, es gibt keine Kollektivhaftung, die die nächsten Generationen einbezieht. Ich werde mich hüten, mich für diese Masse von Mitläufern und Vorläufern, zu denen die Eltern meiner Mutter gehörten, zu entschuldigen (sie sollten sich entschuldigen, was sie nie taten). Das einzige, was ich tun kann und tue, ist, gewisse Konsequenzen zu ziehen, sich ein möglichst unverfälschtes Bild vom Menschen zu machen, Verantwortung für die Zukunft, nicht für die Vergangenheit, zu übernehmen und Lehren daraus zu ziehen, die Geschichte und die Geschichten der Geschichte zu studieren, auch die meiner Grosseltern. Sie waren lange arbeitslos in Berlin, mit der Weltwirtschaftskrise 1929 wechselte der neunzehnjährige Siegfried H. (Haubold, der zum Hau-Bold wurde?) vom ausgelernten, aber arbeitslosen Koch in den Dienst der Berliner SA unter Goebbels (Wenn er „lange“ arbeitslos war, wird das eher 1931, 1932 oder, wie die meisten Opportunisten, nach Hitlers Wahlsieg, 1933 gewesen sein!?). Dass er dabei auch zum Strassenkämpfer und Todschläger wurde –  seine Feindschaft war mehr gegen „Rote“ als gegen „Juden“ gerichtet, laut seinen Angaben, Jahrzehnte nach dem Krieg. Wo er während der Reichskristallnacht (1938) im Dienst war, hatte ich ihn leider nicht gefragt – nach dem Sturz des SA-Führers, nach dem Röhm-Putsch (1933) wurde er als Sportlehrer in einem Gymnasium aktiv. (Wieviele Jahre war er auf der Strasse? Fünf, sechs?) Danach, im Krieg kämpfte und überlebte r als Unteroffizier in der Fusstruppe an den jeweiligen Fronten den Frankreich- und Russlandfeldzug, mit mehrfachen Einschüssen von Gewehr und Schrapnell, die ihn statt nach Stalingrad in den Tod zurück ins Reich ins Lazarett brachten. Später – als Ex-SA-Mitglied erleichtert ohne verräterische SS-Tätowierung zu sein, seine innere Nazi-Tätowierung liess sich leichter verstecken -, floh er aus  der Sowjetzone in die Westzone der Briten – kochte er im Regierungshotel Kanzler Adenauer die Suppe und endet als Küchenchef im Nürburgring. Sein kleiner Enkel schlich sich in die nach Benzin und Pneu riechenden Boxen der Formel-1-Rennfahrer, bestaunte und beging er nicht die Geheim-, die Schleichwege der Jäger in den grossen dichten Wäldern der Eifel.

14.07.2521

Über Demographie. Über die demographische Selbstkontrolle unserer globalen Bevölkerungsentwicklung. Die Weltbevölkerung auf ein psychologisch stressloses, ökologisch entspanntes Niveau zu senken, könnte heissen, sie mehr als zu halbieren. Prof. Lutz (2015) rechnet mit knapp 10 Milliarden Menschen um 2050, danach mit Rückgang. Also alles kein Stress? kein Grund zur Sorge? Wir sollten aufhören zu glauben, dass auf unserem Planeten durch technischen Fortschritt die Steigerung der Bevölkerung bis in den Himmel reichen kann (Vgl. W. Weiss: Zwischen Marx und Malthus. Die Scheu der Linken vor der Demographie (2004), der Marx kritisierte, weil zu fortschrittsgläubig, die „Grenzen des Wachstums“ zu wenig beachtet und  die Verpönung der Demographie betrieben zu haben).

Demographisch als politisches Ziel zu setzen und zu verfolgen, nicht bloss zu wünschen wäre, für die Halbierung unserer Weltbevölkerung einigte sich die  UNO auf ein flexibles 1-bis-2-Kind-Familien-Modell – bei Ländern mit  Überbevölkerung auf ein 1-Kind-, bei Ländern mit Unterbevölkerung auf ein 2-Kind-Modell – , und könnte das weltweit so diszipliniert und dauerhaft wie China in seiner 1-Milliarden-Bevölkerung durchsetzen. Braucht es für die demographische Selbstkontrolle eine Diktatur oder schafft das auch wissenschaftlich aufgeklärte Selbstbestimmung einer jeden, eines jeden? Meine These ist: Weltweit geht demographische Selbststeuerung nur durch staatlich geförderte faktenbasierte Aufklärung als mächtigstes biopolitisches Lenkungsmittel, flankiert mit steuerlichen Sanktionen für die, die sich daran nicht halten, und sozialen Förderungen, die sich auch arme Länder leisten können. Zu den Sanktionen: Chinas 1-Kind-Gesellschaft hat auf dikatorische Weise vorgemacht, wie mit dem politisch-sozial ungewollten zweiten Kind und seinen Eltern umgegangen wurde (kein sicherer Kita-Platz; kein sicherer Schulplatz, Bussen, etc.) -doch sollte in Europa das 2-Kind-Modell verbindlich werden, müssen Eltern mit 3 oder 4 Kindern solange nicht „bestraft“ (sanktioniert) werden, solange das das Kontingent rechnerisch erlaubt (haben 2 Familien je nur 1 Kind, erfüllen sie mit einer dritten Familie die 4 Kinder hat, das europäische Standard-Ziel: Haben Erwachsene keine Kinder zahlen sie deutlich mehr Steuern etc.). Zu den Förderungen: Besonders in armen Ländern braucht es viel Aufklärung in den Schulen, in den Medien und gratis verteilte Verhütungsmittel und weitere Verhütungs-Angebote um die Bevölkerung von einem 1 oder 2 Kind-Ziel-Standard zu überzeugen, staatlich besonders finanziell honoriert sollen Kinder werden, die ihre armen Eltern pflegen (oder sich dafür verpflichten, diese Aufgabe, diese Verantwortung später zu übernehmen). Solche Massnahmen überzeugen auch die arme Bevölkerung demographische Selbstkontrolle zu üben.

Staatliche Aufklärung basiert auf politischer Lenkung durch Einsicht (öffentlich organisierte, medial vermittelte) und Unterstützung, Diktatur auf politischer Lenkung durch Staatsgewalt und Unterwerfung der Bürger*innen – eine emanzipierte, aufgeklärte verantwortungsvolle Demokratie, deren Souverän der Demos, das Volk, nicht der Staat ist (so heisst es auch im Grundgesetz Art. 20: „alle Staatsgewalt geht vom Volke aus„), setzt immer auf aktive Partizipation, nicht auf Subordination. Jede politische Ordnungsform hat diktierende Elemente, Demokratie kann auch Diktatur der Mehrheit heissen (sein) und jede moderne Diktatur hat demokratische Elemente. In Chinas Parteidiktatur herrscht Parteidemokratie – es gibt keine absolute Diktatur, sie enthält heute umso mehr mitbestimmende Elemente, Restdemokratie.
Demographie ist ein komplexes, interdisziplinäres Thema, egal, in welcher Form, in welcher politischen Mischform von Demokratie und Diktatur sie gesteuert wird. In Deutschland ist Veralterung und Bevölkerungsschrumpfung ein Grund, europäische  und aussereuropäische Einwanderung von Arbeits- und Pflegekräften zu fördern. Die Zukunft klopft an die Türe: Pflegeroboter werden bald einen befriedigende Unterstützung bieten können: man wird dann „Alexa“ rufen, „Komm bitte und hilf mir in die Küche zu gehen! Und schalte Musik an von Wagner: Der Einzug der Götter in Walhall!„. In anderen Ländern ist die Überbevölkerung und die Verjungung das Problem, verbunden mit mangelhafter Selbstversorgungsfähigkeit –  dabei kann in den Dürrezonen Afrikas landwirtschaftliche Unterproduktivität chronisch, kommt eine Heuschrecken-Plage dazu, katastrophal werden, während bei uns Millionen Tonnen  Produktionsüberschuss an Nahrungsmitteln täglich im Müll und, in geringem Ausmass, in den sozialen Tafeln unseres wachsenden Prekariats landet.

Zählen in Zonen der Armut Kinder als einziger Reichtum, sollte das Kind, das statt Pflegeroboter Alexa die betagten Eltern pflegt, staatlich gefördert werden, zudem sollte aufgeklärt werden, dass auch in mittellosen Familien viele Kinder keine Lösung sind. Dass es ihnen besser geht, wenn sie stattdessen Verhütung, Abtreibung, Sterilisierung, finanziell angereizt, in Kauf nehmen.

13.07.2521

Die Globale Kooperative und das Streben nach Gewinn. Die Gefährlichkeit und Verantwortungslosigkeit des Tuns und Lassens unserer Gattung im Umgang mit sich selbt, mit ihrer Vermehrung, mit ihrem Verschleiss und Verbrauch angesichts beschränkter Ressourcen und Lebens(mittel)qualitäten hält uns immer mehr in Atem, ist zum Dauerstress geworden, nicht erst seit der Erderwärmungskrise, die unsere Anpassungsfähigkeit an gewandelte Lebensbedingungen, Intelligenz und Kreativität, davon ein wachsender Teil absorbiert durch Schadensbegrenzung, herausfordern. Wir befinden uns in einem Wettkampf zwischen unseren schlechten und guten Qualitäten und auf der Suche nach dem verlorenen Gleichgewicht, damit ist nicht nur der Rüstungswahn und Wahnsinn in der Waffenforschung gemeint, vielmehr unser Alltagskonsum, unsere tägliche Verdienst- und Arbeitsweise. Immer mehr finden wir es nur noch mit vereinter Kraft, läuft die Welt auf eine globale Kooperative hinaus, nicht nur in der Pandemiebekämpfung. Sie ist die grosse Chance, vielleicht die einzige, nicht barbarisch dem Konkurrenzkapitalismus zu entfliehen. Sie kann morgen beginnen, mit den üblichen Schwierigkeiten der Pioniere, in dem einzelne Unternehmen – eingebunden in „Wertschöpfungsketten“ – kooperative Wirtschaftskreisläufe regional, national, kontinental und global einrichten, in dem sie sich mit anderen kooperativkapitalistisch zu vernetzen (zu „verketten“) beginnen, getragen von einer Kooperativen Wirtschaftskalkulation, die ihre Einnahme- und Ausgabe-, ihre Gewinn und Verlustrechnung, ihre Preis- und  Lohnkalkulation auf den ganzen Kooperationskreislauf ausdehnt, so dass kein Partizipant an dieser tendenziell dauerhaften Kooperation auf der Strecke bleibt, ohne ausreichendes Auskommen ist, und alle den Verlust und den Gewinn kollektiv-kooperativ tragen nach Massgabe ihres Eigentums- und Verantwortungsanteils (soweit davon entfernt sind Aktiengesellschaften und Genossenschaften nicht, auch hier tragen die Eigentümer (Aktionäre) die Hauptverantwortung und der Unternehmensgewinn wird unter ihnen in Form der Dividend ausbezahlt; in der Kooperative sind alle Partizipierenden Teilegentümer (Koobligationäre) der kooperativen Wertschöpfungskette). Der Kooperationsstaat nimmt Teil an jedem dieser Kooperationskreisläufe, ist selber kooperativer Anteilseigner und kooperativ Mitarbeitender, für trans-, inter- und extrakooperative Aufgaben. Alle Tätigen im Kooperationskreislauf sind TeileigentümerInnen der Kooperation, besitzen Anteilscheine von ihr, Koobligationen. Den Koobligationären des kooperationskapitalistischen Wirtschaftskreislaufs ist ein Grundeinkommen für ihre kooperative Tätigkeit und ihren Besitzanteil sicher- das ist Basis des ganzen kooperativkapitalistischren Wirtschatskalküls. Besondere Leistungen, die den kooperativen Mehrwert steigern, werden besonders honoriert. Kurzum, es gibt auch im Kooperationskapitalismus Ärmere und Reichere, aber keine äusserlich völlig verelendeten Arme und innerlich völlig verelendeten Reiche.  Für kooperationswirtschaftliches Wirtschaften sind derzeit unsere nationalen Steuerämter – Einnahme- und Ausgabekalkulationen – und die Betriebsabrechnungen unserer Unternehmen nicht eingerichtet – auch sie wollen die Kosten senken, auch die sozialen und ökologischen Kosten und Folgekosten, die ihr Konkurrenzkapitalismus erzeugt (Stichwort: androgen bedingte Erderwärmung; Plastifizierung der Meere; industriechemische Verunreinigung von Land und Grundwasser; Verkrebsung der Bevölkerung, parasitärer Mehrprofit der Pharma- bzw. Krebsmittel-Industrie und -medizin; Kompensationen und Kompensationsprofit aufgrund fehlender und fehlerhafter Nachhaltigkeit; Ausrottung von Bienen, Vögeln, Pflanzen; Überverbeamtung des Staates, Überbelastung der Steuerzahlenden; Pauperisierung des Mittelstandes; Prekariatisierung grosser Bevölkerungsteile; extremer singulärer Vermögens- und Geldreichtum, usw.).
Die Ausbeutung von Menschen und Ressourcen zu senken, bei Steigerung der Qualität ihres Fortbestands, ist jedoch nicht Hauptziel des Konkurrenzkapitalismus, das wird zum Hauptziel lokaler wie lateraler Kooperativität, die sich zur globalen Kooperative weiterentwickeln kann und teilweise weiterhin muss. Je mehr ein Staat an allen kooperativen Wirtschaftskreisläufen der Welt teilnimmt, einer ihrer Anteilseigner und Kooperierender ist – und zwar transkooperativ,, interkooperativ und extrakooperativ, desto mehr wird er zum kooperativen Weltstaat oder grosse Kooperativen erhalten „Weltstaatscharakter“ (fern vergleichbar mit heutigen Grosskonzernen). Soll und muss die Ausbeutung abgeflacht, nivelliert, gleichverteilt werden, soll besondere Leistung nach dem bemessen werden, was sie dem kooperativen Wirtschaftskreislauf an Mehrwert bringt. Gewinn, Gewinn an Lebensqualität, ist für ihn die weitere Abflachung der Ausbeutung von Mensch und Erde (Senkung des Hungerns und Leidens; Steigerung der Versorgungssicherheit, der Nachhaltigkeit; Senkung der negativen Folgen unserer Lebensweise, und dgl.). Wer hier „Gewinn“, wer hier kollektiven Mehrwert schafft, soll besondere Auszeichnung und Wertschätzung geniessen. Insofern wird auch beim Kooperationskapitalismus das Streben nach Gewinn im Zentrum stehn. Gewinn heisst für ihn, Ausbeutung an Mensch und Erde zu senken, abzuflachen, gleichzuverteilen, nicht weiter zu steigern und ungleicher zu machen wie im Konkurrenzkapitalismus, der sich ja in vielen Wegen  – auch internationalen – auf dem Weg zum Ausgleich seiner selbsterzeugten Ungleichheiten befindet. Einige Wege davon müssen und können wir nur mit vereinter Kraft, hoher Verantwortung und starkem Glauben verhindern, einige davon ausbauen und weiter öffnen.

12.07.2521

We Love To Fake You. Christliche Apokalyptiker nach Johannes meinten, mit der Entsiegelung, mit der Öffnung dieser Türe mit sieben Siegeln, die den Grund der Erde birgt, begänne der Endkampf, begänne der Untergang unserer Gattung, unserer Erde. Zählen wir die Entsiegelung des Atoms und den Bau der Atombombe, des Gencodes und die Bastelei mit Viren dazu, lagen sie vielleicht gar nicht so daneben. Um sie zu widerlegen und widerlegt zu halten, wird jedenfalls in hoher Konzentration Verantwortung, Kooperation (vereinte Kraft), Vernunft und Glauben (an uns, an die uns unterstützende Änigma) notwendig sein. Der „laissez-faire-Liberalismus“ ist vorbei, ist nur noch Kindern im Sandkasten erlaubt. Und unseren Medien mit dem Motto „We Love To Fake You„. Millionen von Zuschauenden machen sie im täglichen Nach-der-Arbeit-Programm vor –  ihre Vormacher sind bestens bezahlte Medienhelden, mit Millionen Followern -, dass die Welt sowohl ein grosser Sandkasten, ein Rätselraten für sorglos spielende kleine und grosse Kinder als auch eine wöchentlich stattfindende Lotterie ist, bei der im Grunde jeder den Jackpott knacken kann. Diese töglich notwendige Dosis Illusion und Kompensation verarbreicht sich der Konkurrenzkapitalismus, um über alle Hindernisse und Schwierigkeiten hinweg im Schwung, im Tritt zu bleiben.

11.07.2521

Tür mit sieben Siegeln. Kosmologinnen, Astrophysiker werden zutiefst widersprechen – auch aus Gründen der Berufsehre -, dass die Grosse Steinzeit diesen Namen verdient. Es ist für sie die Zeit des Eldorados der Materie, in der sich die Naturgesetze ausmendelten, eine einzigartige Demonstration des Naturwunders, das nicht nur auf die Welt hinauslief, sondern, sie am Rande liegenlassend, weit darüber hinausging – und -geht. Die Grundsteine und Grundgesetze unserer Welt in ihrem Bestand, Werden, Wirken und Zusammenwirken zu erforschen, bringt sie in die Nähe der Anfangsdifferenz und des Urgenesians, doch sie meditieren sich nicht dorthin, sondern kalkulieren mathematisch, insofern folgen sie den gleichen Wegen wie die Weisen nur wissend. Doch bleibt ihnen, oft auch persönlich, die änigmatische Dimension verschlossen, eine Tür mit sieben Siegeln.

10.07.2521

Buddhisten und antike Abrahamische verkennen die Welt von heute als Hölle, ihr endliches Leben als verdammt, für Buddhisten ist das Urgenesian das Nirvana, dort hin wollen sie, dort wollen sie bleiben, nicht mehr wiederkehren in ihre verdammte Welt – sie sind oberflächlich und undankbar dafür, dass sie  nicht mehr nichts sind, sondern geboren. Änigmatische wertschätzen ihr Leben, das ihnen ihre Mutter schenkte, als Auszeichnung und diese Welt als Paradies –  und die Welt der Änigma als Paradies. Es gibt keine, Hölle, keinen Hades in der änimgatischen Welt und in unserer Welt keine Hölle, die nicht verbessert, die nicht beseitigt werden kann, solange wir leben.

09.07.2521

Es mag weitere Parallelwelten geben, eine davon ist die änigmatische. Die Menschen glaubten mit dem Glauben an Himmel und Hölle, an Olymp und Hades an zwei Parallelwelten zu unserer Welt.

08.07.2521

Grundverschieden. So gesehen, auch so gesehen, war es immer richtig zu denken und zu sagen (oder zu glauben), das die Welt Gottes (oder der Götter) und unsere Welt grundverschieden sind.

07.07.2521

Das Urgenesian. Am Anfang war das Urgenesian? Aus ihm differenzierte sich ein Teil in Zeit und Raum, unsere Welt, ein anderer Teil blieb Urgenesian, ein weiterer Teil wurde eine Parallelwelt zu unserer Welt und zum Urgenesian, deren Anfangsdifferenz nicht Zeit und Raum ist, sie ist Zeit-Raum-indifferent, sie ist „ewig“ und wahrscheinlich die Welt Gottes, die Änigma.

06.07.2521

Die Grosse Steinzeit. Am Anfang war Gott? Welcher Gott hätte in den ersten Milliarden Jahren unserer Welt, die nur aus heissem und kaltem Steingeröll im leeren Raum bestand, Gott sein wollen? Über welche Grosse Ödnis hätte dieser Gott geherrscht? Wäre er, wäre sie nicht selber unendlich öde geworden? Oder war dieser Gott der Grossen Steinzeit eine Art überirdischer Stein? Macht auch die Genesis seiner Welt eine Entwicklung durch? War die Grosse Steinzeit unserer Welt die Zeit des Grossen Steinzeitgottes? Welcher Gott hätte dieses öde Zeitalter schaffen wollen? Welcher Gott hätte nicht Leben geschaffen, um sich nicht für weitere Milliarden  Jahre zu langweilen unter Steinen? Gott, die Änigma kam wahrscheinlich erst mit den Biohabitaten und mit Wesen, wie wir es sind, in unsere Welt – erst als die Welt zu sich kam, zu Bewusstsein von sich kam. Jedenfalls auch für Gott, die Änigma, wäre es in der Grossen Steinzeit vergeblich gewesen – menschlich gesehen: frustrierend – , zu versuchen Eisenerz zu erleuchten und in den leeren Raum zu rufen – ja, ihm eine schönere Zeit, ein Paradies zu versprechen, eine Welt, die zu sich kommt und damit auch zu Gott, die Änigma. So gesehen, mit der Grossen Steinzeit verglichen, leben wir in einem Paradies. Und unser Tod wird uns wieder in diese Grosse Steinzeit für Milliarden Jahre stosssen, Stein zu Stein, Staub zu Staub. Es sei, wir werden in der Kehre, Wasser zu Wasser, von der Änigma und ihrer Dimension „gerettet“ („hinübergerettet“). So jedenfalls sehen unsere religiösen Träume aus. Möglich sind sie, besteht doch die Möglichkeit, dass die Grosse Steinzeit für immer vorbei ist, nicht nur vorübergehend, und kein Gott und keines seiner Wesen, das er anruft und das ihn anruft, in das Reich des Steinzeitgottes zurückkehrt.  Nachzudenken wäre also nochmals über die tiefere Bedeutung von Himmel und Hölle, von Olymp und Hades.

06.07.2521

Nachzudenken wäre nochmals über die tiefere Bedeutung von Paradies und Erde und Erde und Paradies.

05.07.2521 (1)

Über Gravitation, die Genesis der Altjüdischen Bibel und die altgriechischen Naturphilosophen. Die Gott-These ausschliessen, es gibt nichts, was eifernde Materialisten in der Physik lieber tun. Mit Gott meinen sie nicht die Änigma, sondern eine berühmte Emanation von ihr, den altjüdischen Gott der Genesis, der die Welt in mehreren Tagen und Etappen schuf.

Die Genesis- eingebaut in die Jüdische Bibel – ist ein geniales poetisches Bild eines aus Gott und Nichts evoluierenden Weltraums, das bis heute einen wahren Kern bewahrt und mit etwas Fantasie an Darwin und Einstein anschliessbar bleibt. Mit Gott als Kreator mundi und einem Evolutionsmodell von Kosmos bis Erde, von himlischen Elementen (Licht, Wasser, Erde) bis zu irdischen Pflanzen, Tieren und dem Menschen operierte das mittelfrühe Judentum auf dem Niveau der damaligen altgriechischen Naturphilosophie, die in ihrer Nachbarschaft wirkte. Beide standen unter der Herrschaft der Perser. Vermutlich interagierten die judäische Genesis-Redaktion und die altgriechische Naturphilosophie, ihre Kosmologien, Hesiods eingeschlossen – einige sind verschollen -entstanden zwischen dem 9. und 4. Jahrhundert vor Christus (pseudochristliche Version).

Unsere Esel vor dem Berge: Auch unsere moderne Physik lässt die Welt ex nihilo in mehreren Etappen und Tagen (Nanosekunden bis Milliarden Lichtjahre) schaffen, streicht aber Gott aus ihrer Formel. Für diese Physik ist die Natur Gott genug. Sie brauche diese These nicht, meint sie hochmütig. Dabei wäre sie auch kaum in der Lage, sie in ihr reduziertes Theoriefabrikat einzubauen. Doch, ähnlich wie die Theologen und Naturphilosophen wie Esel vor der Frage stehen, was war vor Gott, wodurch und wie entstand er (oder sie, die Änigma), stehen die Physiker heute vor der Frage, was vor dem Big Bang war. Eine These, ein Ansatz einer Antwort war, den Big Bang in einen interimen zeit- und raumlosen Zustand zu versetzen, so dass es noch kein zeitliches Vor dem Big Bang geben konnte, ein Fast-Nichts-Sein oder ein Ewig-Sein, ein Ewig-Anders-Sein, von dem alles oder ein Teil davon anfing, sich zeitlich zu strukturieren, vorher und nachher in einem Reentry, in einer Rückkehr zu sich selber, auszubilden, zu differenzieren und dieses Differenzieren kreuzte sich, rekombinierte sich weiter. Parallel dazu (in einer Parallelwelt blieb das Genesian, das diese Anfangsdifferenz nicht mitmachte, diesbezüglich indifferent (Vor-Zeit-Vor-Raum-Haft), in einer anderen Parallelwelt differenzierte sich die änigmatische Dimension aus, die ebenfalls Zeit-Raum-Indifferenz, insofern „Ewigkeit“ besass).  In einer seinshaltigen Nicht- und Gleichzeit, in der Vor- und Nachher noch nicht die Welt strukturieren, Zeit schaffen zu lassen, Zeit-und-Raum-schaffen zu lassen, bedeutete, dass das Nichts kein absolutes Nichts gewesen sein kann, sonst wären wir, sonst wäre die Welt nicht, vielmehr ein Fast-Nichts-Sein, ein Urpotential, ein Abdifferent war, das sich in Etappen, im Werden und Verändern von physikalischen Urgesetzen und Urelementen stabilisiert ordnete, ausbildete, zunächst in Bereichen von Hitze und Kälte; Härte und Flüssigkeit (Metallchemie; Kernphysik) und Urgasen, die geschaffen und umgeschaffen, komplexiert und vermasst wurden – von Biohabitaten war diese Welt noch Milliarden Jahre entfernt.

05..07.2521 (2)

These zur Urkraft, zur Schwerkraft, zur Gravitation: Die Angangsdifferenz wie Zeit und Raum, also alles, was zu ihr gehört, was von ihr abgeleitet und abdifferenziert ist, bleibt Raum und Zeit, bleibt dem in Zeit und Raum Seienden eigen, erhält ihre Bleibekraft, zugleich Urableitungskraft, die allem abgeleiteten, alles, was folgt, indifferent wie different, angehaftet bleibt, Gravitation ist Bleibekraft, zeitraumindifferent und different nach der Masse der Abdifferenziertheit des Seienden, und Urableitungskraft, die in allem, was Zeit und Raum betrifft, auf die Anfangsdifferenz und das Genesian (unserer Genesis) verweist. Alle Körper, die aus dieser Anfang stammen, fallen, stünden nicht andere Körper und  Kräfte im Wege, in den Anfang zurück. Anders formuliert: Aus dem Urgenesian der Genesis unserer Welt leitet die Anfangsdifferenz wie Zeit und Raum alles, was zu ihr gehört, von sich ab, und dieses Abgeleitetsein, Materie, schwere Elemente, jede weitere Abdifferenzierung bleibt dem Raum und der Zeit, bleibt dem in Zeit und Raum Seienden, eigen, erhält ihre Bleibekraft, Gravitation ist Urableitungskraft, die allem abgeleiteten, allem, was folgt, indifferent wie different, angehaftet bleibt. Bleibend ist der Uranfangsverweis, bleibend ist ihr Verweis auf die Anfangsdifferenz und zum Urgenesian „zurück“ – diese Bleibkraft wird nicht geringer, aber sie geht immer mehr „unter“, je mehr Zeit-und-Raum-Abgeleitetheit von der Anfangsdifferenz die Anfangsdifferenz selbst ableitet. Deswegen hat sie in unserer Welt, auf der Erde, ihre grundlegende Urableitungskraft durch die Masse der Erde (eine konzentrierte Abgeleitetheit) zwar bewahrt, im späteren Mikro-Bereich von Zeit und Raum wirkt sie aber nicht mehr als einzige Ableitungskraft (in der Physik: schwächere Urkräfte, also Kräfte zeitlich späterer Anfangs- oder Abdifferenzialität). Weil nächst der Unabgeleitetheit von Zeit und Raum besitzt Gravitation hohe Zeit-/Raum-Immunität, sie besitzt hohe Raum-und-Zeit-Indifferenz. Dazu passt, dass die Abdifferenziertheit des Weltraums in einer geschlossenen Schlaufe (Schlaufenkreis) passiert, die nicht ins Nichts, sondern zu ihrem Anfang zurückführt, die in dieser Schlaufenform (und Zurückführung) „bleibt„. Graviation ist Urverweis – und Anfangsdifferenzierungskraft, aber auch diese Formkraft, die die Form des Kosmos bewahrt (neben anderen Formkräften?). Unsere These:  Eine Schlaufe, ohne Anfang und Ende, die auf ihrem Weg von sich weg den Weg zu sich zurück geht, kein expandierender Kreis, keine Linie.

05.07.2521 (3)

Synchronizität und Big Bang. Nach unserer Synchronizitätsthese ist der Big Bang nur das unentwickelte Komprimat unserer originär und erstmals durchgelaufenen, erstmals sich auswickelnden Welt, nicht ihr Anfang. Doch diese These steht damit vor der gleichen Frage, die sich Naturphilosophen, Theologen und Physiker stellen müssen: Was war der Anfang vor dem Big Bang? wie kam es zum Nukleus oder Genesian dieser Genesis. Für uns stellt sich ausserdem die Frage, woher kommt die änigmatische Dimension, wie baut sich die an und in die Genesis unserer Welt? Transkausal?  Zwischen was und wodurch entsteht Transkausalität? Zwischen zwei fundamental ungleichen Welten? Besteht die einzige genuine Verbindung von unserer Welt mit der Parallelwelt der Änigma, durch das Urgenesian, aus dem die Genesis unserer Welt und die Genesis der Änigma enstand? Schwierige Fragen. Hier ging es darum, uns klarer zu machen, was „Gravitation“ aus einer minder reduzierten Perspektive als die physikalistische sein könnte.

04.07.2521

Unsere Physik von heute. Akommunikationen erkären kann sie nicht, ihre Theorie auf dem jetzigen Reduktionsniveau ist auf eine stumme Natur gerichtet Lichtjahre von uns entfernt und quantenmikroskopisch nahe und so schnell wie Licht oder sogar schneller. Um sich zu sein, schliesst sie sich von vielem anderen aus. Um mehr zu sich selbst zu finden, braucht sie komplexere Umwege, braucht sie änigmatische Philosophie.

04.07.2521

Unsere Physik. Stellen sie sich einen Schreibtisch einer Schriftstellerin vor und das, was davon die heutige Physik erklären kann und was nicht – die Gesetze des Lichts und die Lichtgeschwindigkeit des Lichtes der Tischlampe, ihre Glühbirne und der Wechselstrom, die Gravitationskraft, die den Tisch, alles- ausser Licht (biegt es sich nicht im Raum?), auch die Masse des Autors auf dem Stuhl zu Boden zieht, die Fallgeschwindigkeit des Blatt Papiers und des Glases die gleichzeitig vom Tisch mit Luftwidertand verschieden schnell und ohne, im Vakuum, gleich schnell fallen,  – . Aus philosophischer und religiöser Perspektive macht das deutlich, wie tief ihre Reduktion gesunken ist, auf welch hoher Reduktionsstufe ihre Wissenschaft operiert. Kann sie den Geist erklären, der die Blätter dieser Autorin beschreibt? Kann sie die Kultur des Autors erklären, zu schweigen die Religion? – je mehr wir diese Fragen verneinen müssen, desto klarer wird, wie reduziert Physik ist. In welchem Sektor sie ihre Stärken hat, in welchen anderen, komplexeren Sektoren nicht. Auch wenn sie gerne vorgibt, vortäuscht, die Wissenschaft der ersten und letzten Dinge zu sein.

04.07.2521

Vom Niveau unserer Physik. Vom Holzhaus zur Atombombe. Auf der anderen Seite erschliesst Physik wissenschaftlich die Genesis unserer Welt in ihren Elementen und Elementargesetzen und tüftelt Thesen über Entstehung, Bestand und Fortgang unseres Kosmos aus. Aus guter Holzfäller-Tradition hat sie es sogar geschafft, ein natürliches Atom im Wald der Atome zu fällen, herauszuhauen –  hier konstruiert der Holzfäller mit Holz und Bauplan eine Hütte, dort der Physiker mit Atomen und Atomphysik eine Atombombe.

03.07.2521

Ein akommunizierter Mensch weiss sicher mehr und sicher weniger als ein normaler Mensch von Gott, die Änigma –  Betonung auf „sicher“.

02.07.2521

Nach den Synchronizitätsthesen…“ – heisst nicht weniger, aber auch nicht mehr. Das sind Interpretationshilfen, heuristische Modelle, keine Akommunikationen.

01.07.2521

Die Änigmatische Bewegung und Platons Höhlen-Gleichnis. Nach den Synchronizitätsthesen (siehe zuerst unten, falls noch nicht geschehen) besteht unsere „jetztige“ Freiheit, insofern sie die originale wiedererlebt, sie ihr widerfährt. Die einzige Ausnahme, die uns originale Freiheit im Hier und Jetzt verleiht, ist, paradoxerweise, die „Unterwerfung“, die „Anerkennung“, die „Befolgung“ akommunizierter Gebote. Das heisst zuerst allerdings, klar und sicher zu machen, was Original- und was Pseudoreligion ist, keine blinde Unterwerfung unter eines der herrschenden Religionsangebote, die „ihre“ Akommunikationen und Involutionen verwalten. Klärung über Aufklärung – über Distanzierung durch Aufklärung – um zur Nähe, zur Anerkennung eines Akommunikativs zu finden – postabrahamische, postbuddhistische, posthinduistische etc. Aufklärung.  Um wahrhaft religiös zu werden, sind wir aufgefordert, aufgeklärt zu werden, Wissen zu schaffen, Philosoph, Philosophin zu sein, das schafft uns Freiheit, das macht uns, – so möglich es ist -, klar und sicher aufgeklärt, das macht uns klar und sicher religiös. Das schafft uns im jetzigen, im jeweiligen Rahmen des Menschenmöglichen Freiheit, statt Illusion einer Freiheit – ermöglicht, erweitert, ergänzt, transzendiert durch änigmatische Akommunikationen. Das Angebot der änigmatischen Akommunikation und Involution anzunehmen oder abzulehnen, über Aufklärung und Wissen-Schaffen – als Freiheit begreifen, die uns geblieben ist im jetztigen Durchlauf der Welt, der nicht mehr und zugleich wieder der originale ist –  das ist der Weg der Änigmatischen Bewegung, sofern er keiner Illusion, keiner falschen Theorie, keinem Irr- und Holzweg folgt. Über ihn sind wir nicht nur Schatten unseres originalen Durchlaufs, stecken wir nicht nur in Platons Höhle, sondern agieren in der Freiheit und im Lichte Gottes, die Änigma.

30.06.2521

Es überfordert uns schon, zu verstehen, was Göttlichkeit in unserer Welt anrichtet, wie überfordert müssten wir sein, versuchten wir sie in ihrer Welt zu verstehen. Diese Überforderung allein vorzustellen überforderte uns. Kompetent sind wir indessen in unserer Welt, was uns hier überfordert, fordert und fördert uns.

30.06.2521

Unsere Änigmatische Bewegung oder warum die Sätze der Thermodynamik für die Erklärung und Steuerung der Welt nicht ausreichen.

29.06.2521

Mich begreif ich besser und einen Paulus begreif ich besser als einen Menschen, der eine Erleuchtung, eine Mission (gegen Anfeindungen bis zu den Philosophen, nicht nur von Rabbis) unbedingt zu vermitteln, zu verteidigen, zu missionieren hat. Der eine Akommunikation zu kommunizieren hat – allerdings mag bei Paulus ein gewisser Zweifel über die rein göttlichen Antriebe und Quelle seiner Mission bestehen, vor allem wenn ihm jene widersprechen, die den irdischen Jeshua kannten und anerkannten. .

28.06.2521

Was ist die Grundfunktion von göttlicher Akommunikation und Involution?

28.06.2521

I. Die zwei letzten Worte Gottes. Zwei verrückte Thesen zur verrückten Synchronizität (C.G. Jung) oder über eine Welt in unserer, die für unsere Normalität und Gewohnheit verrückt ist (sind wir nicht theoretische Physiker, Vollesoteriker oder Orthodoxgläubige). Erste These:  Ausgehend davon, dass unsere Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Nachlauf unserer mindestens einmal komplett durchgelaufenen Welt ist, erscheint alles durch den ersten Durchlauf vordeterminiert. Synchronizität passiert somit nur in einer Welt, die sicher nicht ihr erster Durchlauf ist, sondern als transzendenter Sprung, als transzendente Funkverbindung zwischen einer Szene aus meinem Leben in dieser und einem Traum in meiner aktuellen Welt, in der dieser Realitätsblock scheinbar in meiner Zukunft „real“, nicht nur real geträumt, geschieht  – de facto stammt die geträumte Szene nur scheinbar aus der Zukunft meiner aktuellen Welt: Was von Synchronizität Akommunizierten in Zukunft erscheint, zuerst im innerweltlichen Traum, dann in der umweltlichen Realität, ist die Vergangenheit, jetzt ewige Gegenwart oder Gegenwartscloud einer identischen, aber unserer Welt vorgelaufenen Welt. Der originale Durchlauf speichert sich oder die identische Gesetzmässigkeit am Ende ihres Durchlaufs beginnt einen weiteren Durchlauf der Welt, identisch wie der erste, und wir sind die späteren Kopien, die identischen Reproduktionen unserer Originale und originalen Welt. Wir waren nicht immer volldeterminiert wie im jetzigen Durchlauf. Wir lebten einmal frei, diese Freiheit wird erst durch Wiederholung zum Determinismus – ab dem zweiten Durchlauf können wir tun und lassen was wir wollen, wir haben das im originalen Durchlauf bereits getan. Um dennoch ein gewisses Mass an Freiheit, an Entscheidungsfreiheit zu gewinnen, sind wir auf ausserirdische Hilfe, auf Höhere Mächte angewiesen. Man kann jedenfalls vermuten, dass allein göttliche Akommunikationen und Involutionen, dass allein Interventionen der Änigma diesen determinierten Nachlauf und damit auch den „Originaldurchlauf“ beeinflussen, verändern, umprogrammieren können (mit gelegentlichem Erfolg). Dass DAS die grosse Aufgabe und Funktion von göttlichen Akommunikationen und Involutionen in unser Welt ist: Den von uns bestimmten Gang der Welt durch ihre Interventionen zu optimieren, heilsamer, sittlicher, klüger und resilienter zu gestalten und zu steuern. Im Grunde ist das auch die Grundbotschaft, das Hauptversprechen der grossen Religionen:  Folgt mir, befolgt mich, und es wird besser und schöner enden mit euch, als die Erde und euer Ende auf ihr es bieten können. Die Änigmatische Bewegung mahnt indessen die Menschen allen Glaubens und Nichtglaubens, dass es nur endet und nichts Schöneres kommen wird, endet es mit uns, verraten wir unseren Planeten nicht, lieben und verteidigen wir ihn wie unser Leben und das unserer Kinder und Kindeskinder. Nur die werden unsterblich werden, die sich unseres Lebens, Sterbens und Leben Weitergebens am würdigsten, am konsequentesten, am klügsten, am weitsichtigsten, am mutigsten erweisen.

II. Diese erste These zur Synchronizität funktioniert auf den ersten Blick zwar ohne Gott, ohne  änigmatische Dimension, gibt aber auch ohne sie grosse Rätsel auf: Warum vermittelt die Synchronizität diese Szene, keine andere? Was ist an ihr spezifisch „synchronizitätsgeeignet“? Und warum passiert sie bei diesem, nicht bei anderen Menschen? Welche invisible Physik liegt unserer Welt dieses Rotationsformats zugrunde – die Sätze der Thermodynamik erklären zu wenig – , dass sie mindestens einmal, vielleicht ewig wiederkehrt? Und (warum, durch) was und wie entwickelte sich diese Grundlage, diese Dynamik? In welcher Dimension („Cloud“) erhält sich der erste Durchlauf unserer Welt, da unser Durchlauf offenbar nicht „einfach“ ihre Wiederholung ist? Das offenbart uns, nach dieser Theorie, die Synchronizität- die auf mindestens zwei identische Welten unserer Welt hinweist, auf eine durchgelaufene und auf eine laufende – in dieser Wiederholungsschlaufe, mindestens in der ersten, wenn nicht in irgendeiner späteren, stecken wir, leben wir unser Leben und geht der Kosmos seinen wiederholenden Lauf, zumal nach dieser materialistischen These zur Synchronizität.

III. Zweite These, religiös angereichert. Neben dieser physikalischen Wiederkehr-These – die besonders widersinnig klingt für jene, die sich nichts anderes vorstellen wollen als eine Einmaligkeit und Endlichkeit unserer ultragigantisch kosmischen wie klitzekleinen planetaren Welt, die nach ihrer Vorstellung, von einem einmaligen Big Bang in Gang gesetzt, ihren naturgesetzlich-evolutiven Lauf bis zu ihrem ewigen und einzigen Ende geht – bevorzuge ich die ebenfalls absurd klingende  physikalisch-religiöse These, um mein „absurdes“ Synchronizitätserlebnis zu erklären – in dem die im synchronizitären Traum übermittelte Szene mit „Obligation“ (mehrdeutig von Wertpapier bis Gebot) und die Transformation von einem Stück Papier zu einem Wertpapier- durch meine Schreibmaschine – von unermesslich grosser göttlich-symbolischer Bedeutung, also nicht „zufällig“ ist,  symbolisiert sie nicht  die Transformation von Kommunikation in Akommunikation, von menschlich kommunizierten zu göttlich-änigmatisch akommunizierten Sätzen in deutscher, arabischer, aramäischer, hebräischer, sanskritischer und anderen Sprachen – soviele wie im Turm von Babel gesprochen werden. Sie kennt die Zukunft der Menschheit und wählt die Szene oder den „Realitätsblock“ für die Synchronizität aus, und den Menschen, dem sie sie akommuniziert – ein besonders empfängliches Medium, andererseits ein besonders sendefähiges (oder jetzt sendefähig gemachtes). Ähnlich geht sie bei reinen Sprech- und Schriftakommunikationen vor, hier akommuniziet sie die mit  mit göttlicher Bedeutung (Information) angereicherte Schriftsprache- und Redesätze vermittels der Transkausalität der änigmatischen Dimension zum Beispiel an einem frühen Sommerabend einem ausgewählten Menschen, fast noch ein Kind. Das letzte Mal im grossen Stil geschah das im 7. Jahrhundert nach Christus pseudochristliche Version bei dem Araber Mohammed auf Arabisch – die Bahai/Babi behaupten, im 19. Jahrhundert geschah dasselbe im mittelgrossen Stil beim Bab (hingerichtet 1850), dessen Akommunikation deutlich auf das Wesentliche reduziert und globalisiert erscheint, wenn auch nicht post-abrahamisch: allerdings prophezeit er einen kommenden, viel grösseren Messias als er (Sie könnten mich als diesen in ihre Bücher einschreiben, folgt nach mir in den nächsten Jahrhunderten kein „grösserer“- dann vielleicht eine akommunizierte Frau?) und das letzte Mal, im kleinen Stil, geschah es bei mir in den 1970er und 1980er Jahren nach Christus pseudochristliche Version in der Schweiz. Wobei sich die Frage stellt, ob es bei dieser ausserirdischen Autorschaft, bei der Änigma, sinnvoll (oder erlaubt) ist, ihre Akommunikation nach der quantitativen Menge der Sätze zu bewerten. Ob nicht jedes ihrer Worte an und für uns letztlich unermesslich bedeutsam ist, zumal das Wort von ihr, das sich eindeutig an alle Menschen, nicht nur an eine Sekte richtet. Und ob sie sich nicht vorgenommen hatte, nach dem sie das Chaos und Unglück, das Missverständnis und den Missbrauch, den ihre Akommunikationen in unserer Welt anrichten können, in Zukunft nur noch konzentriert, kurz und klar – so klar die Rätselhafteste sein kann… –  zu unsereins zu kommunizieren. Vielleicht sind die Bahai die prophetischen Verkünder einer viel grösseren religiösen Bewegung, der Änigmatischen Bewegung, die die bisherigen Religionen „entschränkt“ und zugleich in ihre Schranken weist.

IV. Vielleicht ist Gott, die Änigma, darüber, was sich Menschen in den letzten 100 Jahren antaten, sprachlos geworden (hat sie das Ganze nicht vorausgesehen? Nein, nach dieser These hat sie nur beschränkten, nicht allmächtigen Zugang zu unserer Welt, somit auch nicht zu unserer Zukunft. Vielleicht sieht sie von ihr mehr, als sie in ihr bewirken kann – sonst müsste sie uns nicht akommunizieren, wenn sie uns beistehen wollte, vielleicht ist sie über dumme, gierige und bösartige Menschen sprachlos geworden, und hat sich deshalb entschieden nur noch zwei kurze einprägsame Mitteilungen an uns zu richten, bevor sie für uns ganz verstummt- die erste lautet: Euer Leben, ausgezeichnet, nicht Nichts zu sein, sondern zu sein, ist Obligation, Verantwortung, Pflicht, darunter das Gebot aller Gebote: Haltet euch an meine akommunizierten Gebote (du sollst nicht denunzieren/falschsagen, du sollst nicht morden/töten, du sollst nicht stehlen (dabei ist das Stehlen der Reichen und das Stehlen der Armen gemeint)- bewahre Leben, somit die physische und soziale Lebensgrundlage deines und allen Lebens, Sterbens und Weitergebens von Leben. Und die zweite akommunikative Mitteilung an uns lautet: „Philosophie“ – ihr seit Philosophen, Philosophinnen dieser Welt und des Rätselhaften dieser Welt, ihr alle, die ihr euch Buddhisten, ChristInnen, Muslime/Muslima, Juden, Hindus, Bahai, Zoroasthrer, Atheisten, Agnostiker und sonst wie nennt – das sind die höchsten und letzten göttlichen Worte, die ich, Änigma, an Euch Menschen in meinem Namen, der keinen Namen trägt, nur ein Rätsel, richte.

V. Vermittelt habe ich, Änigma, sie einem Knaben und Jugendlichen mitten in Europa. Der Empfänger und Verkünder meiner letzten, meiner höchsten änigmatischen Worte unter allen meinen höchsten Worten, die ich jemals Menschen – Männern, weil anders als Frauen, historisch bis ins 20. Jahrhundert nach Christus pseudochristliche Version mit einem Zugang zur Verbreitung, Sicherung und Durchsetzung meiner Akommunikationen, weil ich sie Herren über Schrift und Archiv, kommuniziert habe. In diesem Fall wählte ich jedoch ein Fast-Kind, der noch weniger von einem Mann enthält als ein Mann, und einen Jugendlichen, der aus ihm wurde, und einen Mann, der aus ihm wurde. ÄnigmAa“

VI. Die zwei änigmatischen Super-Gebote und ihre bewahrende und erbauende Kraft. Vom ersten ihrer zwei Supergebote könnte abgeleitet werden, dass sie die antiken Religionen, halten sie sich an sie, bewahrt sehen, reformiert sehen, nicht zugrunde richten und aufheben möchte. Aber klar sind die scheinbar so klaren Worte der Änigma auch nicht – und schon setzt sich der Streit, das Rätseln über die Unendlichdeutlichkeit auch dieser ihrer letzten Worte unter uns fort. Sicher ein Gewinn wäre es für die Menschheit, legten wir sie unserem interreligiösen Disput unwidersprochen zugrunde, als Anker aller Ankerworte, als Quintessenz aller ihrer Akommunikationen. Eine globale interreligiöse Gemeinsamkeit und Beweglichkeit ist unter 8, 9 Milliarden Menschen unbedingt erforderlich, so dass wir uns gesittet und klug, statt massenmörderisch und dumm, nicht nur religiös, sondern auch materiell in die Richtung eines vernünftigen erträglichen Masses des Bewirtschaftens und Bewohnens diese Planeten richten – weit, weit unter 9 Milliarden Menschen.

27.06.2521

Über die römische Bluttaufe und das Pseudo-Christentum.

26.06.2521

Ausgerechnet die römische Christenverfolgung besass vielleicht die entscheidende Plattformfunktion, um aus dem Pseudochristentum „das“ Christentum zu machen.

26.06.2521

Auch die gesellschaftliche Plattformfunktion von römischen Schlachten, aussen- und innenpolitische Machtverhältnisse zu erzeugen und zu festigen, trug dazu bei, dass aus dem Pseudo-Christentum die römische Staatsreligion wurde.

26.06.2521

Ausgerechnet die römische Bluttaufe machte aus dieser Täufer-Sekte eine „echte“ Taufreligion.

26.06.2521

Ähnlich, aber doch nur fern vergleichbar, wie Elie Wiesel meinte, dass in Auschwitz nicht das Judentum, sondern das Christentum zugrunde ging, können wir behaupten, dass die römische Religion am Versuch, die christliche Religion zu vernichten, zugrunde ging. Sie erzeugte zu wenig überzeugende Befürworter, einer ihrer letzten grossen war Symmachus (gest. 405 n.Chr.).

25.06.2521

Vor den Löwen II. Vergleichbar mit René Girards pseudo-christlicher Tendenz  ist Hegels Philosophie der Religion, in der die römische Religion (interessanterweise die römische, nicht die altjüdische, schaltet Hegel hier von einer diachronen auf eine synchrone Perspektive um) als „der höchste wichtige Übergangspunkt zur christlichen Religion“ interpretiert wird. Die römische Religion sei die prosaische und nivellierte Version der poetischen griechischen Religion, sie folge einem äusserlichen Einheitsgott, einer bestimmten Bestimmtheit und Einzelheit, die noch nicht „in das Allgemeine zurückgenommen [wurde], so dass sie ihre wahrhafte Bestimmung erreiche, die Äusserlichkeit abstreife und damit die Idee als solche ihre vollkommene Bestimmung in sich erhalte.“(Hegel, Vorles üb die Philos d Relig II, S. 179)- so dass, um es verständlicher zu formulieren:  aus dem bloss für sich bestimmten Pseudo-Kaisergott der allgemeine Gott an und für sich, der das Äusserliche (Endliche, Menschliche) abstreift, so erst vollkommener Gott an sich und für alle wird. (Für den platonischen Christen ist die Quintessenz des Innerlichen die unsterbliche Seele, und die Diskrimination des Materiellen, besonders des Maternalen, unsere Endlichkeit Schein, nicht Sein). Auch für Hegel übersteigt ein akommunizierter Mensch bei weitem einen Menschen, der nur so tun kann, als ob er von Gott gestreift wurde. Christ Hegel schliesst kurz, und nennt seine die nächste und letzte: „Die absolute Religion“ (Dritter u letzter Teil, S. 185-344). Für die römische Religion war die christliche Religion der Untergang, man kann aber auch wie Hegel sagen der Übergang (vollzogen im 4. Jahrhundert nach Christus Tod pseudochristliche Version). Man versprach sich mit ihr einen Zugewinn in vielerlei Hinsicht und in guter römischer Tradition konvertierte die römische Oberschicht auf dem Schlachtfeld, nicht in der Aula oder in einer Crypta. Als die ersten Schlachten unter dem Banner des neuen Gottes gegen Römer unter dem Banner der alten Götter siegten, brach auch in Rom der letzte Bann für/gegen die christliche Religion (Ganz gaben sich die Getreuen der alten Religion wie Symmachus nicht geschlagen, doch das blieb Episode). Auch die Plattformfunktion der Christenverfolgung der Römer, nicht zuletzt in den Amphietheatern, für den Erhalt und Aufstieg des Christentums in römischen Kreisen wird „merkwürdigerweise“ übergangen in Hegels christologischer Religionsphilosophie, daselbe gilt für die Ankündigungen und Wundertaten der altjüdischen Toppropheten als permanenter Konkurrenzdruck auf die pseudochristliche Überlegenheitsekstase (vgl. 04.05.2521), und an und für sich die Existenz der dritten grossen abrahamischen Überlegenheitsekstase, der Islam, genauer: der Pseudoislam, obwohl bei diesem der dialektische Dreischritt, These (Judentum), Antithese (Christentum), Synthese nahegelegen wäre (offensichtlich nicht aus Hegels christianisierter, eurozentrischer Perspektive aus dem frühen 19. Jahrhundert nach Pseudo-Christus, wohl aber aus der Sicht von heute, aus der Sicht der postabrahamischen Aufklärung im 26. Jahrhundert nach der Achsenzeit).
Doch nun zu den Löwen. Hegel sah in der „Schlachtung von Tieren und Menschen“ in den Amphietheatern – nur die „höchste Spitze dessen, was dem Römer zur Anschauung gebracht werden kann; es ist kein Interesse der Sittlichkeit darin; nicht tragische Kollision, die zu ihrem Inhalt Unglück, sittlichen Gehalt hat. Die Zuschauer, die nur ihre Unterhaltung suchten, verlangten nicht die Anschauung einer geistigen Geschichte, sondern einer wirklichen, und zwar einer solchen, welche die höchste Konversion im Endlichen ist, nämlich des trockenen, natürlichen Todes, dieser inhaltsleeren Geschichte und Quintessenz alles Äusserlichen. […] Was hier vor Augen gebracht wird, ist wesentlich die Geschichte des kalten, geistlosen Todes, …, den anderen zur Augenweide dienend, …, Mord ohne Inhalt, der nur sich selbst zum Inhalt hat.“ (S. 177) Abgesehen von der Blindheit Hegels für den Starkult um siegreiche Gladiatoren und Kutschenrennfahrer, die aus diesem lebensgefährlichen Kampf- und Jagdsport emporstiegen- und damit auch Geschichten, Legenden und Tragödien -, und die politische Machfunktion dieser Spektakel für die Pax Romana, verwundert seine Blindheit für die dekonstruktive Wirkung der inszenierten Grausamkeit und Abschlachtung besonders von Christen-Familien und Einzelchristen, wie subversiv und dekonstruktiv sie wurde vor allem je mehr Nachbarn und Verwandte sich zum Pseudo-Christentum bekannten, für das sittliche Desinteresse, für die Tragödienlosigkeit, für die moralische Leere für die Geschichts- und Geistlosigkeit, die bei diesem Schau- und Schauerspiel dem Römer zur Anschauung gebracht werden konnte (oder sollte- gerade bei der Abschlachtung von Christen, gerade bei dieser staatsrömischen Machtdemonstration sollte wohl ein „sittlicher Effekt“, gut ist, der herrschenden Linie zu folgen, schlecht, sich ihr zu widersetzen, unter den Zuschauern und Christen erzeugt bzw. in Erinnerung gerufen werden – gerade diese Verfolgung wollte aus römischer Sicht keine reine Unterhaltungstöterei von Menschen  sein, brachte dabei aber ungewollt das christliche Erst-Gebot: Du sollst nicht morden, nachhaltig/nachhallend ins Spiel – in dem blut besudelten Sand der Arenen stand geschrieben: was ihr macht mit uns, Römer, ist tiefstes Unrecht, ihr seit Mörder, wir sterben unschuldig… Mit unserer Vernichtung vernichtet ihr eure Sitte, eure Sittenlosigkeit, gewinnt unsere was eure Religion verliert… kurzum:  die ganze Aktion gegen Christen besass unerwünschte Nebenwirkungen und Boumerangeffekte, besass disseminatives Potential, das sich von oben nicht komplett steuern liess, auch aufgrund von Menschen, die sich durch ihren Glauben atypisch verhielten, die keine Angst zeigten vor den von Hunger gequälten Raubtieren, die zu ihrem Gott beteten, statt furchtgebannt zu schweigen, und den Zuschauern statt hitzige Angst, kalte Verachtung, wenn nicht Mitleid für sie zeigten. Ein riesiges Feld der dekonstruktiven Irritation, statt nur der beabsichtigten Unterhaltung und Abschreckung erwuchs aus der römischen Christenverfolgung, aus diesem Schau- und Schauerspiel der Abschlachtung von Christen und Christinnen durch Löwen, durch Raubtiere, ein scheinbar  geschichts- und gesichtsloses Mord-Gemetzel, wohlgemerkt, ein Feld der Irritation für den Römer, die Römerin, die aus der hegelschen Schablone, leer leerem Morden zuzuschauen, immer wieder fallen mussten, nicht für die Christen und Christinnen, die so unerschütterlich „alternativlos“ an ihren Glauben glaubten vor diesen Löwen wie Christen und Christinnen es vielleicht nie mehr tun werden, tun konnten, vielleicht auch tun mussten, denn alternativlos war auch der Löwe, der auf sie zukommende Tod. So echt, kann im nachhinein gesagt werden, so paradox das ist, so echt wie in ihrer römischen Bluttaufe, die nicht nur etliche Nichtüberzeugte vom Pseudo-Christentum, sondern dieses von sich selber zu überzeugen half, so echt war es kaum noch einmal in seiner langen Karriere, kaum noch einmal in dieser Anzahl und räumlichen Ausbreitung, und sicher übertrieben, aber nicht ganz falsch ist es zu behaupten, dass das antike Christentum in den römischen Amphietheatern unter den Zähnen und Krallen von Löwen nicht würdelos und geschwächt  zu Ende ging, sondern aus ihnen mit Würde und Kraft auferstanden ist.

24.06.2521

Der Satan hat mich verhindert„. An die weisen und weitsichtigen Worte Elie Wiesels, der „Jude“ – darauf wurde er reduziert, so sozial konstruiert – , dass in Auschwitz das Christentum, nicht das Judentum starb, sei hier nochmals erinnert (vgl. Über die Anfänge 2). Sicher gilt das für das herrschende Pseudochristentum, das nur an der Oberfläche noch nicht gestorben ist und über die Jahrhunderte den „Juden“ als Sündenbock missbrauchte , oft verkörpert im Verräter „Judas“, der mit Altjuden gemeine Sache machte.  Der Ausruf, die Entschuldigung  „der Satan (gemeint: der Jude) hat mich verhindert“ wird im pseudochristlichen Johannesevangelium Paulus in den Mund gelegt, der eiferndste und eifrigste Führer des Pseudochristentums. In dieser Denunziation und Distanzierung kommt wohl  auch die Distanz von über hundert Jahren zwischen dem historischen und dem johannitischen Paulus zum Ausdruck.

24.06.2521(2)

Das Ende und die Zukunft des Christentums (nach Elie Wiesel). Das ultimative Judenpogrom, dass das Pseudo-Christentum mit sich in den Abgrund riss, war der Holocaust. Nach dieser Selbstzertrümmerung des Pseudochristentums bleibt aufgeklärt eine historische Betrachtung des Original- und Pseudochristentums von nie dagewesener wissenschaftlicher Qualität und religiös der änigmatische Weg, die Änigmatische Bewegung, von nie dagewesener Sektenlosigkeit und Globalität.

23.06.2521

Vor den Löwen. Der Götterkult der Römer mit seinen äusserlich bleibenden absurden Märchen war definitiv zu absurd, zu äusserlich, als die absurde, aber hohe Innerlichkeit, Intellektualität und Identifikationsmöglichkeit des heidenjüdischen Jeshua-Kultes des Paulus, Petrus und Markus. Die Römer hatten ihren Religionskult von den alten Griechen angeeignet, die Christen hatten ihren von den alten Juden angeeignet, richtig originär waren beide Kulte nicht, aber umso modernisierter, sozial adaptierter. Doch die Christen sahen auch angesichts von schreckliche Angst einflössenden Löwen, die sie zerfleischten, keine Alternative, vielmehr brannte jeder Biss eines Löwen in ihr Fleisch in sie ein, dass ihre Seele unverletzbar und unsterblich ist und viele ihrer Zuschauer*innen mag der Gedanke beschlichen haben, dass hier Unschuldige starben, dass Recht und Unschuld mehr bei den Zerfleischten als bei denen, die sie zerfleischen liessen, waren, insofern wurden auch diese römischen Amphietheater, die unterhaltsam abschrecken sollten vor der Christensekte, eine Werbeplattform für sie. Die Seele, der Glaube wurde noch innerlicher, das Fleisch noch äusserlicher, der unchristliche Mensch noch raubtierhafter- dialektisch schlug ihre Ohnmacht in Macht um, der kontrollierte Exzess beförderte am Ende den Exzess, nicht die Kontrolle. Und kaum waren die Christen an der Macht dauerte es nicht lange, bis die Verfolgung von Juden und Ketzern, mitunter aber auch die Zwangskonvertierung und Massenermordung von sich widersetzenden Heiden (Andersgläubigen) begann, dass aus Opfern Täter wurden.

22.06.2521

Die oberflächlich „tiefgründigen“, fast schon wieder antisemitischen, antijudaischen Schlussfolgerungen, die Theorie-Murksereien zugunsten des Paulinismus – für ihn das Christentum – des René Girard.

21.06.2521

Wir sind entschuldigt, wir sind entsündigt!“ (Subtext: ihr nicht!), bildeten sich die ein, die sich Schuld und Sünde zuerst einzubilden, so gründlich und wiederholt, dass es zum Ritual wurde, einzureden hatten.

20.06.2521

Was Nietzsche auf seine Weise antizipierte in „Der Antichrist“ (1889), das war die Feindseligkeit und Konkurrenz zwischen der altjüdischen und der neuen heidenjüdischen Überlegenheitsekstase ab der Phase des Todes des Jeshua, in der die Verschriftlichung des Christentums immer mehr das Christentum selbst wurde, immer mehr den Toten ersetzte und an Leben und Eigenleben gewann, gefördert durch die Vertreibung der Sekten Jeshuas aus Jerusalem und den kometenhaften Aufstieg des Paulus, der ein Reiseschriftsteller und Wanderprediger wurde. Eine nietzscheanische Jesus-Verklärung, nicht die erste, wäre es jedoch, dem historischen jüdischen Jeshua zu unterstellen, er hätte nicht gewusst und in Kauf genommen, dass er sich die ersten Feinde, nicht nur Freunde, unter seinen Juden machen werde: „wer hat ihn getödtet, wer war sein natürlicher Feind? – diese Frage sprang wie ein Blitz hervor [nein, das mag Nietzsches Geistesblitz sein, aber nicht Paulus – denn schon sein Alter ego, Saulus war bekannt dafür, dass er Christen (die noch nicht Christen hiessen, diese neuen Endzeit-Juden) verfolgte – Rabbis und Pharisäer mochten diese enthusiastisch-endzeitlich ausgeflippten Hippies nicht, bald störte ihr Aufruhr auch die Römer…, d.V.]: Antwort: das herrschende Judenthum, sein oberster Stand. Man empfand sich von diesem Augenblick [nach dem Tod des Jeshua, d.V.] im Aufruhr gegen die Ordnung, man verstand hinterdrein (…) Jesus als im Aufruhr gegen die Ordnung [Vor allem war in diesem „Augenblick“ die Ordnung im Aufruhr gegen sie, vertrieb sie aus Jerusalem, d.V.]. Bis dahin fehlte dieser kriegerische, dieser neinsagende, neinthuende Zug in seinem Bilde.“ (40.).
Nein, das radikale Nein des historischen Jeshua zur Welt des alten Judentums (vor allem das, das auf seine Toppropheten, Jesaja und Elia, zu achten, zu hören „vergessen“ hatte), das radikale Ja zum Reich seines himmlischen Vaters, des Gottes der Juden, das war kaum eine paulinische Nachdichtung, es  dürfte Originalchristennähe besitzen. Aber mit dessen Tod fand ein Bruch in der neuen Sekte statt, wenn sie nicht in das alte Judentum zurückkehrte, dann wurde sie aus Jerusalem vertrieben. Die Originalchristen liebten weiterhin ihre Feinde und die Bewegung von Paulus brauchte ein Feindbild, machte aus dem Altjudentum einen hinterhältigen, verräterischen Feind – tatsächlich mag historisch nicht gleichzeitig, sondern nachzeitig eine Feindseligkeit der Alt- gegen die Neu-, und spätestens zur Zeit des Johannes-Evangeliums der Neu- gegen die Altjuden dominiert haben. Der Altjude, Judas,  Paulus Alter ego Saulus mehr als das Römertum, waren dann der Feind – doch wenn Jeshuas Tod als Opfertod notwendig und heilsam war, dann waren diese Altjuden und Römer gute Instrumente in Gottes Plan und Dialektik, Leute, die das Böse wollten und das Gute taten? Irgenwie kollidierte diese Feindestheorie, diese Theorie des Bösen, der den unschuldigen Jeshua ermordete mit der Theorie seines im Plan Gottes vorgesehenen Opfertodes, der den Heidenjuden die Entsündung, die „Rettung“ brachte? Aber egal, so genau wollte man das offenbar nicht durchdenken…das machten 1000 Jahre später die Scholastiker), wahrscheinlich deulich später, 130 Jahre später, im Evangelium des Johannes (wohl ein nicht-jüdischer und anti-jüdischer Heidenchrist) brach der unterschwellige Antisemitismus (Antijudaismus) komplett und unverstellt aus – hier sind der Jude und der Rabbi des Teufels. Auch der Satan auf dem Dach, der ihren Jesus von seiner Mission abzubringen versucht, war kein anderer als ein verkleideter Rabbi. Zu dieser Zeit wurden andere, originalchristlichere Gemeinden von der paulinischen Gemeinde, die die Herrschaft über Schrift und Archiv ihrer Religion gewann und verteidigte, exkommuniziert, „falschgläubige“ Christen, alle, die von der paulinischen Linie abwichen, wurden bald als noch gefährlicher als die alten Juden betrachtet. Ungefähr vom Ende des 2. Jahrhunderts bis Nicäa (325 n.Chr.), dort, im ersten ökumenischen Konzil, und 381 n.Chr. in Konstantinopel, wurde diese Linie im Format einer reichsrömischen Staatsreligion kanonisiert, Christus war jetzt der Prinz im Himmel, Gott-Sohn, geboren aus Gott-Vater, die Mutter wurde komplett ausgegrenzt und ausgehöhlt, wurde vom Heiligen Geist gefüllt und begattet, und der Gatte, der leibhafte Vater des Jeshua, war quasi inexistent. Noch immer wollten diese Christen  eigentlich dem Altjudentum, wenn auch de facto mehr und mehr nur noch sich selber beweisen, dass ihr Christus der richtige Messias ist, der eigentlich vom Könighaus Davids abstammen sollte, doch da diese Abstammung nicht gegeben war, musste er von „etwas Höherem“ abstammen, wurde seine mehr als königliche, mehr als irdische Abstammung vom Heiligen Geist konstruiert. Vom Originalchristentum blieb das übrig, was die Paulinischen, die sozialdarwinistisch die „überlebensfähigste Richtung“ des Christentums vertraten, nicht auslöschten, darunter das, was sie auszulöschen übersahen wie zum Beispiel Wandzeichnungen, in denen nichts von einem Kreuz zu sehen ist, aber von einem Schafhirt, von Sonnen und Fischen. [vgl. Über die Anfänge 5 – Buch Leben, 03.07.2518 ff.]

19.06.2521

Mit der Inszenierung des Anti-Christen verblieb Nietzsche im abrahamischen Dunstkreis, die Änigmatische Bewegung hat sich in postabrahamischer wie postbuddhistischer wie posthinduistischer…. Aufklärung – szientifischer gesagt: religions- und geschichtswissenschaftlich – weit davon abgesetzt und kehrt von dort zu den antiken Religionen, in deren „Dunstkreise“ zurück.

18.06.2521

Nietzsche gab lieber den Antichristen als über das Originalchristentum zu recherchieren.

17.06.2521

In ein Buch das sich als „Der Antichrist“ vom Antichrist inszeniert, passte eine offene Würdigung des Orginalchristentums in keinster Weise, ausserdem mag bezweifelt werden, dass es würdig genug wäre, dieses zu würdigen. Insofern ist es nicht zu bedauern, dass anstatt solide historische Archäologie zu betreiben, Nietzsche es bevorzugte, seine anachronistische Ressentimentheore abzuarbeiten, auf „Jesus“ anzuwenden.

16.06.2521

Über Nietzsche und die Änigmatische Bewegung.

15.06.2521

Auch Nietzsche kam zur Erkenntnis, dass seit 2000 Jahren ein Pseudochristentum herrscht. „Der „Christ“, das, was seit zwei Jahrtausenden Christ heisst, ist bloss ein psychologisches Missverständnis.“ (Der Antichrist, 39.) Ärgerlich ist nur, dass er die Quellen dazu, die ein findiger wie er sicherlich kannte, dass er die originalchristlichen, die ebionitischen Quellen, die am Anfang dieses Missverständnisses standen, die sich über Paulus als Apostat der Apostaten empörten, die sich vor ihm wahrscheinlich fürchteten, nicht nennt. Einmal mehr werden sie übergangen, diesmal von jemandem, der sich lieber zum virtuosen Originalgenie als zum Historiker, der die Quellen offenlegt, machte (inszenierte).

14.06.2521

Nietzsche ärgerte sich in „Der Antichrist“ (1889) über die „rabbinerhafte Frechheit“ des Paulus – der die drohende Niederlage der am Boden zerstörten Christengemeinde – ausser einem originalen Kern, der im Tod Jeshuas kein Drama sah – in einer dialektische Volte zum Sieg seines Christentums transformierte, dabei das originale Christentum zuspitze und umdeutete: das betrifft Paulus „Lehre vom Gericht und von der Wiederkunft, die Lehre vom Tod als einem Opfertode“, ausserdem seine Zuspitzung: „wenn Christus nicht auferstanden ist von den Todten, so ist unser Glaube eitel.“ (41.) Das ist nicht ganz falsch (ähnlich auch die Logienquelle Q, siehe 30.05.2521 und 04.05./05.05.2521) – tatsächlich ist für die Originalchristen die nahe Ankunft des Christo, noch mehr des Reiches seines göttlichen Vaters essentiell, trift diese „grosse Auferstehung“ und wunderbare „Ankunft“ nicht ein, dann hätten die Ebioniten ein Problem, umso mehr, da ihre Lebenszeit ablief,  drohte die Sekte endgültig auszusterben – Paulus antizpierte diese düstere Entwicklung, diesen drohenden Niedergang kongenial. Dieser neujüdischen Endzeitsekte, viel später Christentum genannt, drohte ausserdem nicht nur, dass sie einem falschen Glauben aufsass, sondern das Gelächter und die Schadenfreude ihrer Feinde. Paulus reduzierte dieses erwartete Grossereignis auf die kleine Wunderauferstehung des Jeshua, und um das „Osterereignis“ stärker zu plausibilisieren, wird der Textfigur „Jesus“ eine Ankündigung dieses Wunders in den Mund gelegt  („drei Nächte und drei Tage werde ich...“) – und so wurde es mindestens virtuelle Realität – das Grab war plötzlich leer…, umso mehr gefüllt mit Buchstaben mit Schriftsätzen, denn.: Erst mit der Ära des Todes, des Nach-Kreuz-Ganges des Jeshua, beginnt die schriftliche Überlieferung des Christentums immer mehr an Leben, an Eigenleben zu gewinnen, beginnt die Ära des Paulus und seiner genialen Idee von Jeshuas Tod als Opfertod. Über sein Überlieferungsgeschick herrschten nun die Herren über Schrift und Archiv.  Die paulinische Idee des Todes des Jeshua als Opfertod, empörte die Originalchristen, Nietzsche nennt diese Quellen nicht – das wäre, das ist aber entscheidend – da ein Hinweis darauf, dass sich hier nicht nur ein Genie des 19. Jahrhunderts geniale Ideen aus den Fingern zieht: vielmehr varriert er ebionitische Quellen – ich unterstelle ihm, dass er sie kannte – kongenial, schrifstellerisch virtuos ohne sie zu nennen, ohne sie zu würdigen.

15.06.2521

Wahrscheinlich war für das Originalchristentum Jeshuas endlicher Tod nebensächlich wie vorübergehend, sicher kein Osterereignis, keine essentielle Sache, keine das Christentum wie die Menschen – die „sündigen“ Menschen – rettende Angelegenheit  durch ein Menschenopfer. Endzeitgetrieben hatte der orignale Jeshua wahrscheinlich keine Zeit für Hass auf seine Feinde, war keine Zeit unter seinen Anhängern ausser für die irdische Version der platonischen Jenseitsliebe, die radikale Nächstenliebe – liebet eure Feinde (Matth.). Nietzsche machte daraus einen friedfertigen, einen buddhistischen Jeshua, keinen der für Aufruhr sorgte [das ist historisch eher zuu bestreiten, d.V.], und begeht den „paulinisch“zu nennenden Irrtum, Jeshuas Tod auf seine Art zu stilisieren. Man kann sagen, Nietzsche produziert hier, von seinem Genie verführt, einmal mehr mehr Stil als Wahrheit. „Offenbar  hat die kleine Gemeinde [tatsächlich gab es mind. zwei Gemeinden nach seinem Tod, die ältere originalchristliche und die neuere paulinische, die im krassen Gegensatz zueinander standen, d.V.] gerade die Hauptsache nicht verstanden [die hat gerade auch Nietzsche nicht verstanden: nämlich die zeitnahe Ankunft von Gottes Reich nach Jesja, dieser tiefjüdischen Sekte einestief  judentheologisch geprägten Anführers d.V.], das Vorbildliche in dieser Art zu sterben, die Freiheit, die Überlegenheit über jedes Gefühl von ressentiment – ein Zeichen dafür wie wenig überhaupt sie von ihm verstand. [Wahrscheinlich starb Jeshua tatsächlich ohne Hass auf seine „Feinde“ –  Menschen, die nicht verstanden haben, dass sie bald untergehen werden unter das nahende Reich seines göttlichen Vaters. Nietzsche verkennt hier ein wichtiges Motiv, dass diese Ressentimentlosigkeit von Jesus und seinen originalen Anhängern altjüdisch und endzeitgetrieben war, d.V.] An sich konnte Jesus mit seinem Tode nichts wollen als öffentlich die stärkste Probe, den Beweis seiner Lehre zu geben...[Ein starker Satz. Aber der historische Jeshua war wahrscheinlich wie Buddha und Mohammed  „nur“ ein akommunizierter Mensch, der darauf aufmerksam machte in Matthäus, dass man nicht seinen Willen, sondern den seines überirdischen Vaters zu erfüllen habe, um in dessen Reich zu kommen, deswegen ging es in seinem Tod nicht um seine Lehre. Ausserdem wissen wir nicht, ob er mit seinem Tod und der umgehenden Rückkehr zusammen mit seinem himmlischen Vater, der Gott, Abrahams, rechnete. Wahrscheinlich dürfte ihm sein Tod relativ egal gewesen sein, so wie seinen zeitgenössischen Anhängern vorläufig. Es wäre zumal eine Arbeitsthese zum besseren Verständnis des antiken Originalchristentums „ebionitischer“ Ausrichtung. d.V.], Aber seine Jünger waren ferne davon, diesen zu Tod zu verzeihen.“ [für die Paulininisten trift Nietzsches Bemerkung zu: sie rächten sich an den Altjuden, ihren  Feinden, die sie aus Jerusalem trieben, mit jedem Wunder ihres Jeshua, angefangen mit dem gössten, das den Altjuden ewig weh tun sollte…, doch das geschah erst rund 100 Jahre später, als ihre Überlegenheitsekstase sich an den grossen Wundern der altjüdischen Toppropheten zu messen und weiter zu „steigern, zu „bestätigen“ und zu „begeistern“ begann, siehe dazu 01.06.2521: „Vom akommunizierten Menschen zum Prinz im Himmel“.].

13.06.2521

(Fortsetzung von 06.06.2521) Niemand mit klarem Verstand würde verneinen, dass wir mit der Geburt und dem Ein- und Ausatmen von Luft in die physische Dimension der Welt, der Umwelt unseres Planeten eingeschrieben sind, uns in sie ein- -und ausatmen, – und zwar schon vorgeburtlich, genetisch, aufgrund des Reentrizitäts- und Kommunikationscharakters unserer Gene schreibt unsere Umwelt sich reentrisch in unsere Gene ein, und die schreiben, vervielfältigen, drucken und spucken uns in unsere Umwelt hinaus. Gewöhn dich an den Gedanken, dass dasselbe mit der änigmatischen Dimension geschieht, dass wir uns in sie einschreiben und sie sich in uns einschreibt vor jeder Religion. Die änigmatische Religion, die Änigmatische Bewegung ist insofern Basisreligion aller Religionen (und Philosophien).

12.06.2521

Das Pandemische Zeitalter. Über meine Genanatomie und die Genanatomie des Virus. In der Coronakrise 2020 fühlt sich keine, keiner wirklich komplett sicher-  dafür ist unsere Haut zu dünn, unsere unsichtbare Genanatomie zu komplex, zu unübersichtlich. Noch gibt es kein individuelles Genscreaning, das mir Bescheid gibt, ob (und wo) für meine Genanatomie die Genanatomie dieses Virus gefährlich bzw. harmlos ist  (Alle Menschen mit Gen-Screaning-Level „A“ dürfen zur Arbeit, ins Kaufhaus, ins Fussballstadion – alle mit Level „B“ und „C“ nicht…). Die Restunsicherheit ist deswegen relativ gross – vor allem wenn du über 50, männlich und mit Vorerkrankung belastet bist. Der englische Premierminister Boris Johnson (55) ist knapp dem Tod entronnen, sichtlich mitgenommen sieht er aus bei seiner ersten TV-Ansprache nach der Entlassung aus der Intensivstation. In dieser Krise geht es um Leben und Tod: statistisch für ganz Alte besonders, für Männer mehr als für Frauen, für Vorerkrankte mehr als für Gesunde, doch immer wieder fallen Einzelfälle durch das Raster, sterben Jugendliche und finden sogar Rückfälle bei scheinbar Genesenen statt. Die Selbstbezogenheitsdimension dieser Krise ist existenziell und global, deswegen übertrifft die Ernsthaftigkeit dieser Krise die Weltwirtschaftskrise 2009 bei weitem, zudem bringt sie ihre eigene mit sich. Allerdings steht die durch die Pandemie ausgebremste Wirtschaft in den Startlöchern, die Politik hat für ihren „recall“  Vorbereitungen getroffen. Und haben wir das Virus besser im Griff – ab Mai, Juni, Juli 2020 weisen erste Studien die Wirksamkeit gewisser Medikamente und Methoden (z.B. Immunplasma) nach, das wird die Mortalität senken, Krankheitsverläufe mildern und verkürzen, damit auch Betten und Beatmungsgeräte schneller freigeben helfen, zudem dürften in einem Jahr (April 2021) Impfmittel vorhanden sein, dann ist davon auszugehen, dass sich Mensch, Gesellschaft und Wirtschaft sehr schnell regenerieren werden. Denn die Leute bunkern nicht nur sich ein in dieser Krise, sondern auch Energie und Tatendrang für die Zeit danach.

12.06.2521

Das Pandemische  Zeitalter. Das 21. Jahrhundert tritt mit der Coronakrise (2019/2020) mit voller Wucht in das Pandemische Zeitalter, und die „Risikogesellschaft“ (Ulrich Beck) wäre längst zu einem unkalkulierbaren Risiko für uns geworden, lebten wir nicht längst in einer Sicherheits- und Risikogesellschaft, in einer „Risikomanagmentgesellschaft“. In dieser gehören ab jetzt Gesichtsmasken zum Sicherheits- und Vorsorgestandard, daran sollten wir uns gewöhnen. Bei gefährlichen Viren  geht es wissenschaftlich um schnellst mögliche Decodierung der Genanatomie und ihre informative Verbreitung in der globalen scientifc community und gesellschaftlich um schnellstmögliche effiziente Verhinderung der Verbreitung der Infektion: u.a. um Gesichtsmaskenpflicht. Asien hat das früher als Europa begriffen, war auch früher davon betroffen (Mers; Sars). Die Verbreitung der Information über das ´Virus muss schneller sein als die Verbreitung des Virus, dann haben wir Zeit zum Reagieren – die Globalisierung sorgt für beides, für die Verbreitung der Gefahr und für die Verbreitung der Sicherheitsmassnahmen.

11.06.2521

Über gefährliche und ungefährliche Viren-Labore: Dank der Wissenschaft, die Viren genetisch entschlüsseln kann in Laboren mit dem vollintakten gefährlichen Virus arbeiten viele Labore ohne dieses Virus, nur mit seinen Gen-bzw. Nukleotid-Sequenzen (mRNA)  wie der Tübinger Impfstoffhersteller CureVac. Es geht also nur um die europäische und internationale Registrierung und Kontrolle der High-Risk-Viren-Labore, die auch stattfindet.  Diese Labore arbeiten in Bio-Schutzstufe 4, dazu gibt es EU (EG)-Richtlinien, Biostoffverordnungen und Massnahmen der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin. Doch bei einer Pandemie dieses Ausmasses, wir wir jetzt gerade erleben, geht es nicht nur um „Arbeitsschutz“ und „Krankheiten“, sondern um globale Kollateralität, die auch laterale Denk- und Handlungsweise(n) erfordert.

10.06.2521

Das Pandemische Zeitalter. Viren-Pandemien erreichen die multiple Schadensdimension von AKW-Unfällen. Überlegungen zu Europas zukünftigem „Viren- und Pandemie-Vorsorgemanagment“. Europa muss aus der Coronakrise lernen und für die nächste Pandemie oder Epidemie laterale individuelle und institutionelle Vorsorgemassnahmen treffen. Wir wissen jetzt, was uns erwartet, auch wenn das Virus tödlicher wäre als dieses Sars-Virus, und die Krankenhäuser in kurzer Zeit überbelegt und überbeansprucht sein werden – wir brauchen Pläne für solche Krisen, für solche Notfälle, ähnlich der Pläne bei AKW-Unfällen, die wie Tschernobyl gezeigt hat, in Europa weit über nationale Grenzen hinausgehen. Wir wisssen wieder, wie wichtig staatliche, privatwirtschaftliche und individuelle Reserven an Schutzbekleidung, Desinfektionsmittel, Hygiene- und Lebensmittel sind,  und eine zu grosse globale Arbeitsteilung und Abhängigkeit ein Nachteil, ja, eine Gefahr in solchen Krisenfällen werden kann, dass wir aus Sicherheitsgründen die globale Arbeitsteilung in sicherheitsrelevanten Bereichen auf Europa zurückdrehen, und die eigene Industrie auf einen Krisenmodus einstellbar machen und halten müssen. Die nächste Pandemie kommt bestimmt, wir wissen nur nicht wann, ob 2027 oder 2040.

TAIWAN ist das gute Vorbild  -Taiwan – bevorteilt durch die Insellage, benachteiligt durch die Nachbarschaft mit China als erstem Epizentrum der Sars-2-Covid-19-Infektion – war früh informiert und reagierte gesellschafts- und grenzpolitisch vorbildlich schnell und konsequent – damit entstand nicht nur eine kleine Mortalität, sondern auch geringer wirtschaftlicher Schaden. Von der ganzen Welt kann und muss mensch von dieser Krise lernen, sie betrifft jeden und jede. Möglicherweise entwich das Virus aus einem Labor, ganz auszuschliesen ist das nicht (nach Prof. Vogt), auch wenn mehr für eine Tier-Mensch-Übertragung spricht. Zu den politischen Präventionsmassnahmen zählt somit auch die Frage: Genügen die aktuellen Sicherheitsmassnahmen bei Virenlaboren der Sicherheitsstufe 4 –  sollten sie gesamteuroüpäisch  limitiert werden (kurzum: sollten wir ihre Anzahl beschränkt halten?) . Virenlabore bergen das Gefahren- und Schadenspotential eines Atomkraftwerkes, deswegen sind sie eine existentielle öffentliche und behörliche Angelegenheit, keine bloss privatwirtschaftliche, und auch keine bloss für eine Biostoffverordnung und das Bundesamt für Arbeitsschutz. Denken wir an Terror- -bzw. Attentatgefahr, die so verherrend sein kann wie bei Attentaten auf AKWs.

10.06.2521

Über die Corona-Atombombe. Die globale Zerstörungsdimension einer Viruspandemie – die Mortalitätsdimension, die  Wirtschafts(krisen)dimension und die Dimension der sozialen Kosten – hat die Grösse und Wucht eines Atombombenangriffs oder grossen AKW-Unfalls. Wir müssen in Europa für Politik, Wissenschaft und Gesellschaft Sicherheit schaffen durch Transparenz, Kontrolle und grösstmögliche Limitierung von  Risiken, dafür brauchen wir individuelle, privatwirtschaftliche, behördliche und eine politisch-instutionelle Vorsorge, ein gesamt- und national-europäisches Präventionsministerium, das von der Regierung, dem Innen- und Aussenministerium (Europa-Ministerium) über das Gesundheits-, Landwirtschafts- und Justizministerium bis zum Verkehrsministerium reicht.
Gefährliche Viren sind Allgemeinrisiko, nicht nur privatwirtschaftliches, ausserdem europäisches und globales Risiko, nicht oder fast nicht national begrenzbares. Durch die globale und europäische Vernetzung und Mobilität unserer Sicherheits- und Risikogesellschaft ist es unwahrscheinlich, aber wünschenswert, dass ein Viren-Ausbruch regional begrenzbar bleibt – im Notfall – der nur duch gute und schnelle Information, durch Transparenz und dank Transparenz in der Gesellschaft – ausgelöst werden kann – bedeutet das, das Krisen-Grenzmanagment muss angepasst werden, die grössten und gefährlichsten Verbreitungsschleudern – Flugzeug, Bahn und Automobil – müssen gestoppt und, weil überprüfbar gemacht, gebremst werden können. Möglichst schnell intelligent, regional- und punktgenau, möglichst wenig pauschal und plump, mit möglichst geringen Kollateralschäden und negativen Nebenwirkungen, ist unter Kooperation der Öffentlichkeit, der mündigen Bürger und Bürgerinnen einer mündigen Demokratie, eines mündigen Europas, vorzugehen.

08.06.2521

Grösstmögliches Glück für alle – in der Coronakrise erhält das eine neue Tiefe. Solidarität mit allen, Achtsamkeit auf alle, Rücksicht auf Schwächere, Kränkere, Verletzlichere. Intensivierung der Starken, der Gesunden, der Intelligenz, des Wissens für den Nutzen und Schutz aller.

07.06.2521

Obligation zu leben war schon bei Aristoteles im ethischen Begriff „Tugend“, „tugendhaftes Leben“ inbegriffen. Heute heisst das, ihn an die Umwelt der Gegenwart und der Zukunft zu adaptieren.

06.06.2521

Das komplett Neue ist das Ewige daran – dass du Philosoph, Philosophin bist, von Existenzbeginn an- ein Entwurf der Evolution und eine Auserlesenheit aus dem Nchts  -das ist das Phantastische und das Unglaubliche daran. Und dass das ein änigmatisches Wesen, Gott, die Änigma, in menschlicher Schrift akommunizierte, ist nicht nur „neu“, das ist nicht nur zugleich „uralt“, das ist umwälzend. Das gibt der Philosophie, und dem Menschen (universal jedem Menschen) religiösen Status, eine Einschreibung in die änigmatische Dimension, vor jeder kulturellen religiösen Indoktrination und Prägung.

05.06.2521

Och, Göttchen, aber das ist doch nichts Neues – alte Brötchen, alte Brötchen. Ach, ja……

04.06.2521

Phantastische Freude am Leben, für das Leben, phantastische Freude an der Verantwortung für das Leben, die über das eigene Sterben nicht nur hilft, die es erfüllt. Ausgezeichnet zu leben, heisst: ausgezeichnet zu sterben. Das Leben und den Tod zu küssen. Dem Tod den Tod abringen, dem Tod den Schrecken nehmen, das gehört zur Verantwortung des Lebens, für das Leben.

03.06.2521

Du bist wegen einer Auszeichnung und einer Verpflichtung (Obligation). Du bist wegen deiner Auszeichnung und deiner Obligation (Verantwortung) hier. Mehr kann ich dir nicht sagen, mehr, was über mein Wissen hinausgeht, weiss ich auch nicht – aber das sollte reichen, das sollte reichlich reichen. Unerschöpflich sein.

02.06.2521

Über das Pseudochristentum oder die Erbverwaltung des Originalchristentums. Etablierte Pseudochristen und Pseudochristinnen dominieren heute in der Öffentlichkeit den pseudochristlichen Diskurs, wie er in ihren pseudochristlichen Schriften kanonisiert und dogmatisiert und in den Universitäten doziert und studiert wird, dabei werden wesentliche Dinge „mit System“ unterschlagen wie zum Beispiel die Endzeitgetriebenheit des historischen Jeshua, der nicht Leben um des Lebens, sondern um des „wahren“ Jenseitslebens willen rettete (zu retten glaubte) oder die pseudochristliche Überhöhung des Kreuztodes von Jeshua (die „Kreuztheologie“), die nur funktionierte, wurden Menschen (Anhänger) zu Büssern und Erbsündern gemacht. Für Ebioniten, die wahrscheinlich auf das Kommen des Reiches von Jeshuas himmlischem, nicht irdischem Vater, ihres Gottes, warteten, war der Tod des – egal, ob teil- oder vollgöttlichen – Jeshua Nebensache, an die sie kaum ständig erinnert werden wollten. Wahrscheinlich hielten sie, die Paulus einen Apostaten nannten (siehe 30.05.2521), diese theologischen Versuche und Versuchungen für eine Verschiebung auf einen Nebenschauplatz, für ein Ablenkungsmanöver und eine Nebelrakete. Wahrscheinlich hatten sie damit recht, allerdings nahm das kaum noch jemand wahr, da sie von dieser komplett eingenebelt wurden, von Leuten, die einem theologischen Ablenkungsmanöver folgen, bis heute.

01.06.2521

Vom akommunizierten Menschen zum Prinz im Himmelreich. Zur Erklärung, warum ein von Gott akommunizierter Mensch unermesslich bedeutender ist als ein über Gott kommunizierender Mensch, warum ein akommunizierter Mensch viel „grösser“ ist als Luther (und eine riesige Schar von Rabbis, Imamen und Päpsten), ohne dass er sich darüber viel einbilden sollte , findet sich ein Hinweis in der paulinischen Bibel, die Paulinisten oder Pseudochristen, gemeinhin „Christen*“ genannt, Neues Testament nennen. Gemeint ist die bekannte Stelle in Matth. 11.11. „Unter den von einer Frau – ältere, wortgetreuere Übersetzung: von einem Weib – Geborenen ist kein Grösserer aufgetreten als Johannes der Täufer; doch der Kleinste im Himmelreich ist grösser als er.“ (Bibel, Einheitsübersetzung (2016), die viel zu modernisiert, viel zu anachronistisch aufgepeppt wurde, nebenbei bemerkt). Soll heissen: Ich, der akommunizierte Jeshua bin viel grösser als der kommunizierende Johannes (und, – sagt der matthäische Jeshua – , ich bin auch grösser als der hinter Johannes stehende Elija).  Wir lesen in dieser postoriginalchristlichen Matthäus-Redaktion vor allem Worte, die dem extrem abgehobenen, nicht dem originalen Jeshua in den Mund gelegt wurden. Von diesem bleibt in dieser Passage nur eine „Restschicht“ übrig,  als derjenige, der sagt, seht, ich, Mensch mit leibhaften Eltern, Brüdern und Schwestern, bin akommuniziert, mit Vollmacht von Gott ausgestattet, ich gehöre dem Himmelreich an, Johannes, der grösste Prophet vor und von mir und unserem Himmelreich, nicht, deswegen bin ich, Jeshua, selbst wenn ich der Kleinste im Himmelreich wäre, viel grösser als Johannes. Für die matthäische Redaktion kündigt Johannes den grössten, den letzten Elias an, Johannes ist nicht Elias, der imstande war, mit Gottes (JHWH) Vollmacht, Tote ins Leben zu rufen, mit Gottes Feuer Feinde und Ketzer- darunter 400 Baal-Priester  – zu vernichten und ungestorben in den Himmel entschwand. Die paulinische Überlegenheitsekstase wäre keine Überlegenheitsekstase schriebe sie dem matthäischen Jesus nicht eine Überlegenheit über die altjüdischen Toppropheten zu. So drohte der matthäische Jeshua altjüdischen Städten, Chorazin Bethsaida und Kapernaum (am See Genezareth), dass sie am Tag des Gerichts tiefer in die Hölle hinuntergestossen werden als die Bewohner und Sünder von Sodom, weil er dort vergeblich wirkte, weil „sie nicht Busse taten“. Die paulinische Jesus-Theologie operiert hier bereits auf ausgereiftem Macht- und Reflexionsniveau, hatte Konzepte wie Erbsünde, Letztes Gericht und Hölle zur Hand  Motive, die mit dem originalen Jeshua wenig zu tun hatten, der den offenen Alt- bzw. seinen Neujuden nicht den irdischen Bussgang predigte, sondern: folgt mir, lasst das Leben, das Kind, den Acker stehen und liegen, in das kommende wahre Leben Gottes, und ihnen nicht mit Endgericht und Hölle drohte, sondern sich begnügte zu erinnern, dass „nur“ auf das Leben zu setzen nicht reiche, bloss den Tod finde (er „übersah“ dabei die Generativität unserer Gattung, die Geburtsfähigkeit und -willigkeit des maternal-weiblich dominierten Lebens und „Über“lebens, weil diese Qualitäten in seiner irrsinnigen End-Zeit-Perspektive nichtig geworden sind…).  Vielmehr heisst es – zwischen diesen Zeilen und über ihnen – : was der altjüdische Topprophet Elia mit JHWHs Hilfe kann, kann unser matthäischer Jeshua längstens, und zwar über die Altjuden und altjüdischen Topphropheten hinaus. Ebenso war es mit dem Sabbat. Dem Menschen zu helfen am Tag des aldjüdischen Sabbats soll nicht gehen? Vergesst den Sabbat!  Der Mensch (lies: jener, der dem matthäischen Jeshua folgt) ist bedeutender, als der, der den altjüdischen Brauch befolgt. Offensichtlich wurde Jahrzehnte nach dem Tod des historischen Jeshua zur Absicherung und Festigung der paulinisch-christlichen Überlegenheitsekstase nicht nur die Verbindung zu den altjüdischen Toppropheten in den Vordergrund gestellt, sondern vor allem seine Überlegenheit über sie, seine Distinktion und Abhebung von ihnen, und damit, abgehobener denn je, seine Gottähnlichkeit, sogar Gottgleichheit unterstrichen. Das paulinische Pseudochristentum – auch unter altjüdischem Konkurrenzdruck und theologischem Selbstzwang, denn wurde der Weg oder Abweg einmal beschritten, dann „musste“ er immer konsequenter, immer radikaler, wo immer es geht, gegangen werden! – „gebar“ einen immer göttlicheren, überlegeneren Jeshua als den beinahe grössten, als den Prinzen im Himmelreich von König JHWH, Abrahams Gott.

01.06.2521 (2)

Das Pseudochristentum feierte selbstverliebter, abgehobener den je, zur Zeit der Matthäus-Endredaktion seine „religiöse“ Überlegenheitsekstase, gut 100, 120 Jahre nach dem historischen Jeshua (auch wenn die Erstredaktion dieses pseudochristlichen Evangeliums früher ausfiel, heutige christianisierte Bibelwissenschaftler*innen haben die schnell sachverzerrende Neigung, Evangelien möglichst früh, möglichst nahe am „Originalchristentum zu datieren, jedoch ohne dabei für die Erkenntnis des originaleren Christentum, ihr Pseudochristentum und ihren Glauben radikal zu redekonstruieren. Zu dieser inneren Begrenzung und Hemmung voreingenommener Wissenschaffender, die ihren Willen zur Objektivität beschädigt bis verunmöglicht, siehe

30.05.2521

Heute ist April 2020 christlich-gregorianische Zeitrechnung  – geschrieben, um 500 Jahre ausgedehnt, im April 2520 achsenzeitliche Zeitrechnung (a.A. = after Axialage)

30.05.2521

Über den Ostern-Fake, dem die heutigen Paulinist*innen, die sich ohne zu erröten „Christen“ nennen, seit Paulus huldigen, nicht, seit dem originalen Jeshua. Ostern, um es zugespitzt zu sagen, hat mit Christentum nichts zu tun. Paulus ist dem historischen Jeshua nie begegnet, und die, die diesem nahe waren und standen, nannten ihn den Apostat, nicht den Apostel. Es gibt berechtigte Gründe dafür und die führen zum historischen Jeshua und von dem weg, was heute ideologisch als „Ostern“ zelebriert wird.

30.05.2521

Paulus- oder wie sich der Apostat zum Apostel machte….  vor allem mit Anhängern des Jeshua, die diesen nicht kannten.

30.05.2521

Erzähl deinen Kindern, kläre deine Kinder auf darüber, dass und warum Ostern wahrscheinlich ein ideologischer Fake ist …. und du der Osterhase trotzdem sein kannst – weil der mit Originalchristentum so wenig zu tun hat wie die paulinische Deutung von Jeshuas Kreuztod und dem Gerücht, dass er danach gesehen worden wäre…ähnlich wie das an Stammtischen der 1960er, 70er Jahre ernsthaft diskutierte Gerücht, dass Hitler „in Wahrheit“ nicht tot ist. Dass das Grab leer und Jeshua kurz auferstanden war, zuerst ein dramatischer Tod mit Riesentamtam, dann ein fast harmloser Himmmelsflug, nennen wir das eine positive Verschwörungstheorie einer erfolgreichen Grosssekte.

30.05.2521

In Evangelien wie Matthäus sollte an Universitäten Textarchäologie (Text- und Kontextarchäologie, verbunden mit Realarchäologie) betrieben werden auf echtem, unvoreingenommenem wissenschaftlichem Niveau – also nicht, jedenfalls nicht hauptsächlich von Christen, die dabei ihren wahren Glauben suchen oder meinen „das“ Christentum retten, erhalten zu müssen, es nicht „verlieren“ wollen. Tatsächlich besteht die Wahrscheinlichkeit, dass wir das Christentum in dem Masse verlieren, in dem wir bessere (plausiblere) Kenntnisse über den historischen Jeshua gewinnen. An der Universität geht es um Wissensgewinn und Erkentnisvermehrung, nicht um Ideologierettung durch Wissensunterdrückung und Erkenntnisausgrenzung – deswegen hat Theologie, egal, welche (christliche, islamische, jüdische, buddhistische) an Universitäten in dem Masse nichts zu suchen, wie Religions- und Geschichtswissenschaft umso mehr etwas zu suchen, zu erforschen haben (und mit Geschichtswissenschaft ist unvoreingenommene Geschichtswissenschaft gemeint, nicht kirchlich gesteuerte Kirchengeschichte). Warum es absurd und irreführend ist, einen Doktortitel in christlicher Theologie, eine Professur in Theologie zu haben, hat nicht nur glaubensmetaphysische (änigmabezogene), sondern  genuin wissenschaftliche, methodische, logische Gründe, es ist, zugespitzt gesagt, eine Verhöhnung der Wissenschaft, ein schlechter Witz mitten im Wissenschaftsbetrieb.

30.05.2521

Was glaubst du, was bist DU? Aus dem Nichts ins Leben gehoben worden (änigmatisch) oder aus dem Paradies ins Leben verstossen worden (christlich) ?Bist du eher dank einer Auszeichnung hier, oder eher wegen einer Kollektivstrafe?

30.05.2521

Über den Riss zwischen dem originalen und dem matthäischen Jesus in Matthäus. Schon in Theologieprofessor Hiekes Lexikoneintrag (BibLexOnline) über die Logienquelle Q (siehe 04.04.2521) zeichnet sich der Riss zwischen einem originalen, historischen Jeshua, und einem aufgepropften paulinisierten Jesus ab, dessen Kreuzigung mit Symbolik überhöht wird, die dem historischen Jeshua fremd ist. Die Logienquelle Q, die dem historischen Jeshua nahe oder näher war (als etliche andere Textteile in Matthäus),  weiss nichts von der paulinischen Erbsünde, vom Kreuztod als ihr Erlösungsakt, auch von Jeshuas „kleiner“ Wiederauferstehung vor der Grossen ist nicht die Rede – das alles ist nachträglich aufgepropfter matthäischer Jesus. Real-historisch können dem ebionitischen Jeshua eher Worte wie: „Denn ich bin nicht gekommen, um Gerechte zu rufen, sondern Sünder“ oder „Nicht die Gesunden bedürfen eines Arztes, sondern die Kranken“ zugeschrieben werden, das ist etwas ganz anderes, als die radikale Zuspitzung alle Menschen stünden in einer Erbsünde, litten an einer moralischen Erbkrankheit, von der sie nur Heiland Jeshua heilen könne…  eine menschliche Erbsünde an die nicht nur Jeshuas „Entsündungsakt“ am Kreuz, sondern die Sterblichkeit gehängt wurde: herrührend aus der Verstossung aus dem Paradies. Aus änigmatischer Sicht die perverse Umdrehung des unglaublich positiven Fakts, dass wir statt Nichts zu sein, ins Leben gerufen, geboren wurden.

30.05.2521

Aus geschichtswissenschaftlicher Perspektive existierte eine historische Figur Jeshua nachweislich, wahrscheinlich war er ein radikaler Führer (Wanderradikaler) einer neu-jüdischen Sekte der Endzeit und der Anfangszeit des Reichse seines Gottvaters auf dem Berg Zion (nach Jesaja). Dazu passen Aussprüche wie „Die Zeit ist nah“ und „Lasst die Toten die Toten begraben“ oder“Wer das Leben findet, wird es verlieren“ – besser folgt mir, denn ich bahne euch den Weg in das  „wahre Leben“, ich bin das Ticket in das kommende Reich meines Vater. Dieser historische Jeshua droht nicht, er lockt und frohlockt und meint letztlich, ihr müsst nicht mir persönlich folgen, sondern unserem (jüdischen) Gott: „wer den Willen meines Vaters im Himmel tut.“ (7) – lies: nicht, wer meinen Willen tut, hat Chancen in sein Reich zu kommen, ich bin bloss ein „Menschensohn„, mich unterscheidet lediglich von euch, dass ich akommuniziert, mit Vollmacht meines göttlichen Vaters ausgestattet wurde. Der historische Jeshua nennt sich Menschensohn, der matthäische Gottessohn, das markiert den tiefsten Riss in diesem Evangelium. Rhetorisch raffinierter, mit dem Himmel verlinkter, zwingender und drohender, predigt der matthäische Jeshua: „Wer mich aber vor den Menschen verleugnet, den werde auch ich vor meinem Vater im Himmel verleugnen.“ Das ist eine Warnung auf altjüdischem Auge-um-Auge-Zahn-um-Zahn-Niveau: Wenn du mich ablehnst, werde ich das registrieren, obwohl ich abwesend bin, bin ich anwesend, und es meinem Vater petzen, und der wird dich bestrafen, wird dir das ewige Leben, das jene, die mir glauben, die mich annehmen, erhalten werden, nicht geben. Ob dem historischen Jeshua soviel Zeit für soviel rhetorische Logik, Drohlogik blieb, das mag dahin gestellt sein, sicherlich hatte Matthäus dafür Zeit, der 100 Jahre später schrieb (vieles wirkt ja auch geschrieben, nicht wie eine stenographisch festgehaltene Live-Übertragung eines nur redenden, nicht schreibenden Jeshua), und der nur noch aus Textvorlagen, nicht von einem lebenden Jeshua die Mission, die Paulus antrieb, weiterschrieb, weiterkompilierte. Es ist davon auszugehen, dass Matthäus – oder die Matthäus-Redaktion oder erste Personen aus der Matthäus-Redaktion – den historischen Paulus kannte(n), aber wie dieser, nicht den historischen Jeshua, deswegen ist auch von den paulinisierten Evangelien die Rede (Markus, dessen Evangelien heute als das älteste betrachtet wird, könnte einer der ersten nicht? jüdischen Jünger von Paulus gewesen sein).

30..05.2521

Über die Auferweckung. Tote zum Leben erwecken heisst in die Evolution der Natur unserer Welt „eingreifen“ (wir nennen so etwas „involutiv“). Entweder Tote, Verwesende, ins Leben zurückregenerieren, zurücktransmutieren, was naturgesetzlich nicht geht oder die Zeit und den Raum dieser verstorbenen Personen zu dem Moment „zurückdrehen“, in dem sie noch lebte – d.h. die Änigma verschiebt – für uns nur in der Gegenwart wahrnehmbar – den Zeit-Raum-Block einer toten Person in die Vergangenheit  (Gegenwart, in der sie lebte) „zurück“, so oder ähnlich wie das in Synchronizitäten bei einer lebenden Person mit einer Verschiebung in die Zukunft, die gegenwärtig geträumt wird, geht, genauer: mit einer „Verschiebung“ der Zukunft eines Zeit-Raum-Blocks einer Person in deren träumende Gegenwart (in der Vergangenheit dieser Zukunft). Am ehesten könnte eine Wiederaufstehung als Traumfigur stattfinden. Ich selber träumte von meinem seit 20 Jahren verstorbenen Vater (siehe dazu Über die Anfänge 2)  in solch physischer Überzeugung, ich telefonierte mit ihm im Traum, dass ich im Wachzustand zum Telefon ging, den Telefonhörer abnahm um mich zu versichern dass es nicht mehr als „nur“ ein Traum war (obwohl ich wusste, dass es ein Traum war; anders bei „Geist“-Erfahrungen/Schlaf-Aufwach-Grenz-Erlebnissen (26.08.2519), dort wusste und spürte ich, weil wach genug, dass es kein Traum war). Doch selbst im Traum muss nicht ausgeschlossen sein, dass eine Traumfigur keine reale Referenz besitzt, da wir ob träumend oder wach in der änigmatischen Dimension unserer Welt, nicht nur in ihrer „rein“ physischen existieren (ob das rein „Physich-Gläubigen“, ob das rein materialistischen Materialistischen passt oder nicht).

30.05.2521

Römische Auflärung und Christentum.  Die ausgeprägt wundergläubige, prodigiengläubige und göttergläubige Entstehungzeit des Christentums, das nach Rom emigrierte, war zugleich die Entstehungszeit der römischen Aufklärung. Horaz mahnte an: „Sapere aude!“ – ein Lieblingszitat des Aufklärers Kant (1784) – und Quellen- und Traditionskritik wurde gerade (wieder)erfunden – Plinius empfahl, bei zweifelhaften Geschichten den Autor anzugeben und sie nicht zu glauben, nur weil sie seit Jahrhunderten überliefert werden.  Im Geschichtsstudium lernen heute Proseminarist*innen historische Texte nicht naiv anachronistisch zu lesen, sondern kontextualisiert in ihre Zeit, erst dadurch werden sie verständlich – in den aktuellen Kommunikationsräumen der christlichen Grosssekte, in Kirchen, Gemeindehäusern, Youtube-Streaming, Podcasts, TV-Sendungen, teilsweise auch Vorlesungssälen indessen wird „die Bibel“ gerne naiv anachronistisch gelesen (gepredigt, vorgelesen und doziert) – also ob „der Paulus“ der Nachbar von nebenan ist, nicht eine dunkle, historisch schwer fassbare antike Figur, die wahrscheinlich einen Erleuchtungstraum mit einer Erleuchtung, eine Kommunikation im Traum mit einer Akommunikation verwechselte und von daher getrieben war, guten Gewissens seine Selbsttäuschung – verkörpert in einer Konversion vom altjüdischen Saulus zum neujüdischen Paulus – in die Welt zu tragen.

30.05.2529

Ausgrenzung, Unterdrückung und Vereinnahmung- oder: Aufpropfung – laufen zusammen – der Heilige Geist ist die Unterdrückung wie die Vereinnahmung der Änigmatischen Dimension- für Änigmatische ist er eine Hypostase von ihr – , Gott Vater und Gott Sohn propfen sich über die “ Änigma – für Änigmatische sind sie einseitige vorübergehende Hypostasen von ihr.

29.05.2521

Deutschlands Anti-Trump-Journalismus macht sich selten die Mühe oder besitzt nur die beschränkte Fähigkeit (Stichwort: Geschichtsstudium !), sich auf die inneren Verhältnisse der USA einzulassen, bevorzugt es meistens, die USA von „aussen“ zu betrachten, mit der deutschen Perspektive als Goldstanddard (Zum Beispiel: wieviel Merkel steckt in Trump, wieviel nicht).  Tatsächlich funktioniert das nur beschränkt bis überhaupt nicht und produziert für die deutschen Leser*innen weniger eine Einsicht in die inneren Verhältnisse der USA als in die inneren Verhältnisse der deutschen Journalistin in den USA. Niemand wird dadurch klüger.  Um das zu ändern empfehlen sich zwei Faustregeln: erstens mach dir bewusst, die USA ist und tickt anders als wir (wir Deutsche, wir Europäer, etc.), zweitens bedenke zuerst die Unterschiede (Verschiedenheit), dann erst die Gemeinsamkeiten  mit den USA, nicht umgekehrt. Bezüglich des Sozialstaats besteht mit uns nur bei Amerikanern, die sozialpolitisch europäische Verhältnisse wünschen (eine Krankenkasse für jeden, zum Beispiel) eine Gemeinsamkeit, andere lehnen diese und das Staatsbild dahinter vehement als „sozialistisch“ ab – soviel Vehemenz gibt es in Deutschland nicht. Ein republikanischer US-Präsident muss kommunikativ und politisch Tag für Tag einen Balance-Akt zwischen Gruppen (Stammwählern) finden, die jede Staatseinmischung als Sozialismus geisseln, und Afro- und Asia-Amerikaner, Hispanics und Weissen die staatliche Hilfe politisch einfordern, wenn nicht bei den Republikanern, dann bei den Democrats, besonders in Zeiten der Not wie die Coronakrise. Der US-Präsident ist Präsident aller US-Amerikaner*innen, nicht nur seiner Parteiklientel, er wurde gewählt, um überparteilich zu sein und zu regieren, was Zeiten der Not besonders erfordern. Zudem hat Roosevelt gezeigt, dass ein US-Präsident auch unkonventionelle, ja, unerwartete Wege gehen und die grosse Mehrheit der Bevölkerung überzeugen kann, von der Not der Lage wie auch von der Notwendigkeit der Mittel, um sie zu beheben. An solch einem Punkt steht der heutige Präsident der USA. Zum Beispiel ist die Einführung einer medizinischen Grundversorgung und  basic-Krankenkasse für jeden Amerikaner, jede Amerikanerin in Zeiten der Coronakrise von allgemeinem Interesse – auch wenn das unverbesserliche Republikaner nicht begreifen wollen, der Präsident sollte diese Unverbeserlichen in überparteilichen Momenten ignorieren können, nicht nur zu überzeugen versuchen. Es wird sich zeigen, wie lernfähig, flexibel und kreativ die Administration von Präsident Trump ist. Wenn nicht er, dann wird es ein Präsident der US-Democrats sein, der in den nächsten Jahren in der amerikanischen Gesellschaft ein paar Dinge grundlegend verbessern wird.

28.05.2521

Über Scientology. Scientology betreibt als abgekoppeltes Paralleluniversum zur Wissenschaft hauptsächlich eine Psychotherapie, die von Freuds Psychoanalyse und einer Eklektik psychologischer Therapien und wissenschaftlicher Theorien geprägt ist  (Darwin, Pavlow, Ernst Mach, Denkökonomie, Urschreitherapie, usw.). Die Haustherapie dieses Vereins, die Dianetik, verfolgt die positive Absicht, die Leistungskraft und das Glücklichsein, kurzum die Clearness ihrer Vereins- oder Gemeindemitglieder zu fördern, vorgestellt als Repräsentanten einer idealen Menschengemeinschaft auf unterschiedlichem Klarheitsniveau, an deren Spitze die ganz klaren „Titanen“ sitzen, ausserdem soll z.B. die menschliche Lebenszeit um viele Jahrzehnte verlängert werden (was, by the way, wenn überhaupt, dann in scientifischen, nicht in scientologyschen Laboren verwirklicht wird). Diese gute Mission von Scientology reicht auch in das Leben von Ehen, Ehepaaren: sie sollen sich, wenn sie Kinder haben, nicht trennen, sondern getrennt therapieren/auditieren lassen. Scientology kommt hier der konservativen amerikanischen Kirche, eimal also nicht der Psychoanalyse nahe: eine Trennung, eine Scheidung ist nicht vorgesehn (geschweige eine Abtreibung), die gesamte Negativbilanz der Scheidung für die Eltern und die Kinder wird dafür als zu hoch eingeschätzt, höher als das Unglück, der Stress, die Gewalt, die Aggression, die einfach nicht abzustellende „Aberration“ in dieser Ehe und Familie. Die Dianetik kann als Paar- und Familientherapie eingesetzt werden, als pseudo-professionelle Hilfe, um eine Ehe und Familie gelingen, glücklich werden, statt scheitern und scheiden zu lassen (Katie Holmes Flucht aus der Ehe mit dem Scientology-Titan Tom Cruise beweist: Sie agierte definitiv nicht auf Titan-Niveau…). Der vorscientologysche Mensch, der noch keine  dianetische Pseudo-Psychoanalyse durchlaufen hat, und dadurch – es darf deshalb etwas kosten! – ein erhöhtes Niveau von Klärung, Lebenskraft und Glücklichsein geniesst (geniessen müsste) – Hubbard nannte diesen Menschen „Clear“ -, gilt als aberriert und blockiert von unbewussten Engrammen, vollgestopft mit gefangenen Lebenskrafteinheiten, gebremst durch starke emotionale Ladungen, Regressionen und Schmerzabsperrungen (aufgrund negativer Emotionen verursacht durch negative Erlebnisse: Schläge in der Kindheit, Todesfälle, Scheidung, Streit der Eltern, erlittene Abweisungen, Enttäuschungen in Beziehungen, frühkindlichen Schmerz- und Stresserfahrungen, etc. –  dabei wird – um auf Methodenkritik nur kurz einzugehen – viel zu oft eine einfache Ursache-Folge-Kausalität als „Naturgesetz“ der Psyche betrachtet). Die Psychoanalyse würde sagen, dieser Mensch behindert sein gelingendes Leben durch falsch konditioniertes Wiederholungs- und Unterlassungsverhalten bedingt durch Neurosen. Hubbard sprach von „Engrammen“ („Engramme sind die einzige Ursache von Aberrationen und psychosomatischen Krankheiten.“ (S. 53)). Diese unclearen, engrammatisch blockierten Menschen leben weniger in der Gegenwart, sie durchlaufen immer wieder vergangene Engramme, sie hängen in Engrammen fest und das glückliche, erfüllte Leben, IHR gecleartes Leben läuft an ihnen vorbei so wie die Zeit, IHRE Zeit. Diese blockierten, prokrastinierenden Menschen können sich nicht selber helfen, ihre negativen Engramme und unbewussten Abkapselungen nicht selber löschen, sie brauchen pseudo-professionelle Hilfe, sie brauchen einen „Clear“ als „Auditor“, eine „Auditorin“ mit Klärungs- und Führungsfähigkeit, mit dianetischer Therapiekenntnis und -erfahrung. Ron Hubbards Buch „Dianetik“ ist im Grunde das Praxisbuch für Patienten und Therapeuten sowie die theoretisch-weltanschauliche und wissenschaftlich-technische Grundlage dafür. Es krankt dabei wie so manche Heilsbücher daran, die Krankheit, die es heilen will, zuerst zu erzeugen, auch dort, wo sie nicht oder auf einer anderen Basis existiert, und Alternativlösungen in der Theorie und Therapie auszuklammern (professionelle Traumatherapie, Verhaltenstherapie, usw.). Das Werk und seine Anhänger nehmen sich aus dem wissenschaftlichen Prozess, in dem Hubbard vor 50 Jahren stand, heraus, betreiben immer mehr Pseudowissenschaft von Laien, die auch einmal Doktor spielen dürfen auf deren Honorarbasis – damit bewirtschaften sie ein aktuell noch in Deutschland erlaubtes, lukratives Scheinwissenschaftsdasein unter dem irreführenden Titel „Science“ und „Logic„.

28.05.2521 (2)

Über die Zukunft von Scientology in Europa. Warum Theologie an der Universität ausgeschlossen, dafür Religionswissenschaft gefördert werden sollte, darüber wurde in Über die Anfänge an mehreren Stellen referiert, jedoch nicht, warum man Scientology den Status der Wissenschaft, geschweige den einer Religionsgemeinschaft, absprechen sollte. Neben altbekannten Verbotsgründen (Sektenthema, Geheimdienstthema) ein eher selten genannter Grund. Scientology sollte man, by the way, nicht verbieten – jedenfalls nicht als Verein nach deutschem Vereinsgesetz-, aber ihm sollte – hätte er denn je eine Lizenz dafür gekriegt – die Lizenz entzogen werden, hoch organisiert eine Praxis der Pseudo-Psychotherapie mit Millionenumsatz zu betreiben von Leuten ohne akademischen Abschluss und ohne Approbation nach deutschem Psychotherapeutengesetz. Das bei dieser Gelegenheit reformiert werden sollte, dahingehend, dass für diesen äusserst anspruchsvollen Berufs- und Tätigkeitsbereich nur noch Leute mit universitärem Psychologie- oder Medizinstudiums mit Schwerpunkt Psychologie/Psychiatrie zugelassen werden. Scientology produziert mit den Labels „Science“ und „Logic“ eine irreführende Selbstdarstellung und kassiert für seine Pseudo-Psychoanalyse bei seinen „freiwillig“ zahlenden Mitglieder mit therapiebedürftiger Unklarheit Honorare auf dem Niveau von approbierten Psychotherapeuten, die für eine Therapiestunde  200 Euro und mehr verlangen, kassenärztlich anerkannt. Binnen mehrerer Jahre macht das für die ganze Therapie pro Patient 30 000 Euro und mehr. Scientology ist eine pseudo-therapeutische Geld- und Indoktrinationsmaschine, die Hilfsbedürtige anlockt und auf psychotherapeutischem Honorarniveau zur Kasse bittet, jedoch ohne staatliche Approbation und wissenschaftliche Kontrolle der Arbeit und Ausbildung der Therapeuten. Jeder sich berufen fühlende, die „Haustherapie“ oder „Gehirnwäsche“ des Vereins durchgemachte und durchfinanzierte Anhänger, jede Anhängerin, die sich ihre Clearness zehntausende Euro kosten liess, darf sich, angelehnt an das Modell einer Psychotherapie, als Therapeut , genannt „Auditor“, an Leuten versuchen, deren – eingeredeter oder vorhandener – Bedarf nach einer Therapie – das Auditing – sich Scientology teuer bezahlen lässt.  Dabei definiert mit der Zeit die Organisation, wie gross der Hilfsbedarf, und wann welches Niveau der Gesundheit erreicht ist – aus fragwürdiger Einflussnahme wird spätestens dann das Feld für Machtmissbrauch immer grösser, der sich fast „automatisch“ dort einschleicht, wo keine staatlich-gesetzliche und berufsständische Kontrolle, geschweige eine unabhängige Supervision als notwendiges Korrektiv vorgesehen ist und eingreift.
Fazit: Der freudianischen Psychoanalyse, die immer noch vereinzelt angeboten wird, sollte endlich die Approbation, die Zulassung entzogen werden (zu den Psychoanalyse-Kritiken in Über die Anfänge siehe… 2521, 2519, 2518), und die scientologysche von Ron Hubbard müsste sich für die Wissenschaft öffnen, statt sich auf einem stehengebliebenen Niveau einzumauern und abzukapseln. Erst durch diese Öffnung wird sich im wissenschaftlichen Prozess erweisen, was von Hubbards Arbeit Bestand und Anschlussfähigkeit bewahrt, was nicht, und zwar unter akademisch kontrollierten Verhältnissen mit Aussicht auf wissenschaftliche Approbation und kassenärztliche Zulassung.

27.05.2521

Der Techniker und der Esoteriker, die Physikerin und die Metaphysikerin – es ist davon auszugehen, dass in der Mitte und Vermittlung die Wahrheit oder am meisten von ihr liegt.

26.05.2521

Über Transkausalität und Gott Änigma; über Transkausalität und Daimon, Dschinn, Asura, Geist; über Transkausalität und änigmatische Dimension.

22.05.2521

Kausalität, Akausalität und Transkausalität. Wahrscheinlich werden änigmatische Phänomene wie z.B. die Parasynchronizität – C.G. Jung sprach von „Synchronizität“ – nicht akausal, sondern transkausal hervorgerufen. Durch eine Kausalität anderen unbekannten Typs und anderer unbekannter Dimension, die unsere bekannte Kausalität und Dimension transzendiert, überschreitet, so dass sich aus unserer einfachen Kausalitätsphänomenologie zum Beispiel das Phänomen eines Zeit-Raum-„Sprunges, den die Parasynchronizität vorstellt, „akausal“ darstellt (Theoretische Physiker produzieren allerdings mehrdimensionale Ebenen in der Theorie, um „verrückte“ Dinge wie „negative Zeit“ und Akausalität über Raum und Zeit zu erklären. Sie müssten auch  mit Transkausalität kalkulieren).

21.05.2521

Über Transkausalität der änigmatischen Dimension als ihre Grundlosigkeit. Änigma und änigmatische Dimension sind transkausal, das lässt sich von Akommunikationen und involutiven Ereignissen wie Parasynchronizitäten ableiten, ihre Transkausalität erreicht unsere Welt, in der wir sie erstmals „kausal“ zu verstehen suchen, was nicht gelingen kann. Der Grund der änigmatischen Transkausalität findet sich nicht in unserer Welt (denken wir sie ohne änigmatische Dimension, newtonisch-kantisch materialistisch reduziert): für uns ist die Existenz der Änigma und der änigmatischen Dimension daher „grundlos“, nicht kausal erklärbar, nur transkausal.

20.05.2521

Der Eintrag zum Besuch des Dschinn (islamisch) wurde zum vorletztjährigen Besuch des bös-bedrohlich wirkenden Asura (buddhistisch) verschoben siehe 26.08.2519.

19.05.2521

Es ist falsch zu sagen, es gibt eine Änigma, falscher, es gibt keine.

18.05.2521

Wer steht der Offenheit offener, wer eingehegter, verschlossener, gefangener gegenüber.

17.05.2521

Änigmatische haben mit den Bahai, die sich im 19. Jahrhundert gründeten, kein Problem (zumal  prinzipiell nicht, wir „folgen“ allerdings nicht wie diese einem Meta-Monotheismus deutlich, zu deutlich abbrahamischer Prägung und Einhegungen), gut, wenn diese auch kein Problem haben mit den Änigmatischen.

16.05.2521

Über das Religiöse in Über die Anfänge. Über die Anfänge kann als Anleitung zu einer zeitgemässen überzeitlichen Religion unseres global-universalen Wesens gelesen werden, die von einer Zeit und Raum transzendierenden änigmatischen Dimension und Gottheit weiss und deren Wissens- und Glaubensbasis Involutionen und Akommunikationen und Erlebnisse wie Synchronizitäten sind, die auf eine Dimension dieser Änigma, auf eine änigmatische Dimension in der Genesis unserer Welt hinweisen. Änigmatischen liefert Über die Anfänge ausserdem eine Lektüre, wie mit anderen Religionen (etablierten Grosssekten) umzugehen ist, wie sie zu verstehen, aktuell und historisch einzuordnen sind, einschliesslich jene Dinge an ihnen, die zu kritisieren und abzulehnen sind. Die Lektüre, das Studium von Über die Anfänge soll ehemaligen Christen*innen, Buddhisten*innen, Muslimen und anderen, darunter Atheist*innen, helfen, das schlechte Gewissen, besser, den falschen Glauben zu nehmen, ihre Religion oder Antireligion verlassen oder gar „verraten“ zu haben, dafür die globale Freiheit einer Philosophie und Religion der Änigma gewonnen, eine Kultur der Änigma zu leben angefangen zu haben. Über die Anfänge kann relegionsbezüglich aber auch einfach aufklärerisch, religionswissenschaftlich, -philosophisch und/oder – historisch gelesen werden.

15.05.2521

Evangelist Markus oder der De Sade des neuen Glaubens… Neid  und Ärger erregen soll die blühende Überlegenheitsekstase des neuen Glaubens bei den Altjuden und anderen Nichtgläubigen  – und die altgläubigen Römer werden diese neue Sekte, diese von sich berauschte Sekte verfolgen, sogar vor die Löwen werfen – doch alles hilft nichts…Ihre eigenen Mittel sind zu barbarisch, zu primitiv, zu fremd, zu äusserlich und zu wenig feminin dagegen.

14..05.2521

Über Markus oder der Sadismus des neuen Glaubens. Markus, angeblich der erste bzw. älteste Evangelist, einer der ersten nicht (?) jüdischen Jünger von Paulus und Petrus, Markus, aus der ersten Generation von Christen, die weder den irdischen Jeshua, noch das Judentum als Jude kannte, konnte und wollte umso ungehemmter,  leichter mit jeder Wundergeschichte des Jeshua den Altjuden eins auswischen, Altjuden und anderen Nicht-an-Jeshua-Glaubenden weh tun, dafür seiner Glaubensgemeinschaft, die an einen immer wunderbareren Wunderhelden bereit und fähig war zu glauben, gut tun, eine neue, zusätzliche Erbauung sein. Fast jede neue Wundergeschichte über den Jeshua war ihm eine grosse Freude und sollte den Altjuden ein neuer Schmerz, eine neue Demütigung, ein neues Ärgernis sein.

13.05.2521

Das Ende einer Religion ist der Anfang einer Religion, das trifft nur für eine nicht zu: für die unendliche.

12.05.2521

Haben Sie keine Angst vor dem Sterben, alles wird gut. Sie sinken in die Tiefen Wasser der Änigma, sie sinken in die Tiefen Wasser unserer Rätsel bleibenden Gottheit. Haben Sie keine Angst vor ihrer Rätselhaftigkeit, vor ihrer Verborgenheit, alles wird gut. [Zur Wasserbegehung, siehe 24.04.2520]

12.05.2521

Haben Sie keine Angst vor dem Tod, Sie sinken in die Tiefen Elemente unserer Welt (es zerfällt uns in Elemente, aus denen Leben aufersteht) und in die Tiefen Elemente der änigmatischen Welt, aus der die Welt aufersteht.

11.05.2521

Vom Ende einer alten, heisst immer, vom Anfang einer neuen Religion – vor allem dann, wenn die neue älter als die alte ist.

10.05.2521

Wir gewinnen eine bessere, die bisher beste Kenntnis des historischen Jeshua und verlieren dabei einen auf Unkenntnis, Verblendung, Selbsttäuschung und Rache basierenden Irrglauben. Der änigmatische Weg versichert dabei, dass beides für uns ein Gewinn ist, dass beides ein Gewinn für die Menschheit sein kann (sein soll: „Obligation!“).

09.05.2521

Einst hiess es: vom Ende und Anfang des Christentums, jetzt, erst jetzt, heisst es: vom Anfang und Ende des Christentums. [zur Dialektik des Christentums siehe 04.05/05.05.2521]

08.05.2521

Der änigmatische Weg sind die Tiefen Wasser, auf deren Oberfläche die neu-religiösen Schiffchen, die Abrahamismen, die Buddhismen, die Hinduismen, die Zoroasthrismen für eine Weile schaukeln. [Zum Anfang und besseren Verständnis dieses Textes siehe zuerst 04.05.2521, dann 05.05.2521, …]

07.05.2521

Der änigmatische Weg liegt dem Buddhismus still, unaufdringlich, ewig zu Grunde, ist dem Buddhismus nicht aufzupropfen. Nur er selber ist aufgepropft.

06.05.2521

Der änigmatische Weg liegt dem Abrahamismus still, unaufdringlich, ewig zu Grunde, ist dem Abrahamismus nicht aufzupropfen. Nur er selber ist aufgepropft.

05.05.2521

Über den ebionitischen, den originalen Jeshua im Unterschied zum paulinisch nachkonstruierten Jesus (meine Anmerkungen sind mit „d.V.“ gekennzeichnet). Thomas Hieke weiter in seinem Artikel Logienquelle [Q] (2010 – WiBiLex online): „Über [den historisch originalen, d.V] Jesus selbst sagt Q anderes, als man aus der Paulus- und Markustradition kennt: Der Tod am Kreuz wird nicht erwähnt, ebenso wenig die Auferstehung oder die Heilsbedeutung dieser Ereignisse. [das ist auch alles später aufgepropft paulinisch, d.V.] Für Q liegt die Bedeutung Jesu auf anderer Ebene: Er ist der von Gott kommende prophetische Bote der Weisheit bzw. deren Inkarnation (s. Q 7,35; Q 11,49), er übertrifft selbst Salomo an Weisheit (Q 11,31), doch er unterliegt dem üblichen Schicksal aller dieser Boten und wird angefeindet (Q 7,31-35). [kurz: er ist ein von Gott akommunizierter Mensch – von Gott, die Änigma – die Rätselhafte – im Original ist vom „Verborgenen“, als jene, die im Verborgenen ist, die Rede. Das erklärt auch die in den paulinisierten Texten stehende (stehen gelassene) Unvereinbarkeit der Aussagen des bescheidenen ebionitischen Jeshua (Tenor: „ich bin bloss ein Mensch, der sah, der hörte und davon berichtet“) mit den Aussagen des enthusiastischen paulinischen Jeshua (Tenor: ich bin Gott, Gottes-Sohn, d.V.] Mit Hiekes Worten:  „Q verwendet als christologischen Hoheitstitel nicht „Messias“ bzw. „Christus“, auch der „Sohn Gottes“-Titel begegnet nur in den biographisch-narrativen (und damit wahrscheinlich erst der Endredaktion [unter paulinisierter Regie, d.V.] zuzuschreibenden) Stücken der Taufe und Versuchung Jesu (Q 3,22; Q 4,3.9). Die Wort-Verkündigung Jesu [die Kommunikation der Akommunikation, d.V. ] dominiert in Q [was mehr, in dieser Sache wahrscheinlich gänzlich dem historischen Jeshua entspricht, d.V.] anders als bei Markus [angeblich das erste, älteste Evangelium, ein (wahrscheinlich nichtjüdischer) Jünger von Paulus und Petrus, d.V.], wo Jesus eher der messianische Wundertäter ist [umso freier von Markus unbekannt erdichtet, da dieser weder den irdischen Jeshua, noch das Judentum eines Juden kannte, er, der Nichtjude wusste und kannte dafür auch darin keine Hemmung, eine jede Wundergeschichte seines Jeshua wird einmal mehr den Altjuden weh tun, d.V.]. Das Wunder der Heilung des Sklaven des Zenturio (Q 7,1.3.6b-9.10) unterstreicht eher die Macht des Wortes. Die Wundertaten von Q 7,22 werden weniger erzählt, um von Jesu heilendem Tun zu berichten, sondern vielmehr um zu zeigen, dass Jesus die heilseschatologischen Erwartungen des Jesajabuches [zur „absoluten Party“ auf dem Berg Zion siehe 04.09.2520] zu erfüllen beginnt bzw. dass diese Erwartungen zu Recht weiter bestehen und auch als christliche [endzeitjüdische, d.V.] Hoffnung auf eine heilvolle Zukunft ihre Gültigkeit behalten. Es geht Q weniger um die Wunder, die der historische [bzw. eben nicht historische, sondern paulinische, nachkonstruierte, d.V.] Jesus getan hat, sondern darum, die aus der Eschatologie des [altjüdischen, d.V.] Jesajabuches gespeisten Hoffnungen der [besonders vom Täufer Johannes inspirierten jüdischen d.V.] Zeitgenossen mit der Person Jesu zu verbinden: Wer sich Jesus anschließt, wird derartiges Heil dereinst erleben.“  Aus dieser Perspektive wäre mit Jeshuas Tod die Hoffnung auf dieses Heil mitgestorben – sagte er aber nicht: „Die Zeit ist nah, und damit weniger das Gericht als die Erfüllung der Heilserwartung? Viele von jenen, die sich bis dahin auf den ebionitischen Jeshua – nicht nur ein zweiter Jesaja, sondern ein Jesaja 2.O –  eingeschworen, für ihn aus dem Fenster gelehnt, für ihn sich mit den Eltern und anderen konservativen Juden gestritten hatten standen ab seinem Tod vor einem schier unlösbaren Dilemma. Hatten ein riesiges Problem: wollten sie den Römern und Altjuden die Genugtuung, die Schadenfreude über den Tod ihres Gurus lassen? Waren sie Betrogene und Gedemütigte? Oder wollten sie die sein, die zuletzt lachten? Den Ebioniten war das egal, sie liebten ihre Feinde, im festen Glauben, für Hass auf sie war keine Zeit mehr, sie warteten auf die Erfüllung der Heilserwartung durch den göttlichen Vater des Menschen-Sohnes Jeshua, legten wenig Gewicht auf Schrift und Archiv, bewahrten die Worte ihres Heilsboten, der in der Wiederkehr begriffen, im Gedächtnis.  Indessen: Paulus wurde der Ausweg aus diesem Dilemma, aus dieser Sackgasse von einer Traumerscheinung des Jeshua höchstpersönlich akommuniziert – so wird es unter Paulinischen, die soweit waren, dass sie nach jedem Strohhalm griffen, jedenfalls kommuniziert – bis heute. Und es war offensichtlich, dass gegen diese Botschaft, gegen dieses Szenaro die Ebioniten keinen Stich hatten, wenn auch dem historischen Jeshua näher und treuer… Was sie entsetzte, nämlich Paulus Chuzpe, begeisterte die anderen. Paulus verbreitete die Frohe Botschaft:, zumal eine geniale Idee, die viele, ihn wahrscheinlich auch, überzeugte und erfreute: Der Tod des Jeshua war nicht sinnlos, sondern ist der Sinn selbst des aus dem Grab auferstehenden Christentums, abstrakt und konkret, metaphorisch und real. Die Kreuzigung wird nun dramaturgisch (rei)nszeniert, aus dem vollen Grab des Jeshua wird das leere, und seine Auferstehung aus dem Tod unabdingbar um den dialektischen Umschlag von der Niederlage des – messianisch aktivierten – endzeitlich-heilserwartenden Judentums zur Überlegenheitsekstase eines neuen Heiden-Judentums zu besiegeln. Die neue Offenheit, „Welt“offenheit im Wandel vom Judentum zum Heidenjudentum erfolgte in zwei Etappen: erstens durch die Hinrichtung des Jeshua und die Vertreibung seiner Sekte aus Jerusalem, die sich, grob vereinfacht, in eine orginalchristliche (ebionitische) und paulinische spaltete; zweitens durch den Jüdischen Krieg  (66.-70.n.Chr.). Man kann sagen, der grösste Kriegsprofiteur war diese neujüdische Sekte, besonders die paulinische, aus dem Elan, aus dem Esprit, aus der Ekstase eines dialektischen Umschwungs stammend, wieder mit einem dialektischen Umschwung: Die Vernichtung des regionalen jüdischen Jerusalems durch die Römer förderte seine Auferstehung und Verbreitung im ganzen römischen Reich. Nur die, die jetzt über Schrift und Archiv herrschten, herrschten dauerhaft, medial abgesichert, über Person und Botschaft Jesu, nach und nach starben um 60, 70 n. Chr. zudem die Originalchristen, die ihren Guru Jeshua erlebten, es starben die Zeitzeugen aus, auch sie, vielleicht enttäuscht, dass das Reich ihres Gottes doch nicht so nah zu sein schien, legten Logien an, die die Paulinischen plünderten (inkorporierten) oder vernichteten (Logienquelle Y, evtl. Logienquelle Q). Sie hatten jetzt das Sagen, ihre  Überlegenheitsekstase beherrschte sie, erfüllte sie, andere wurden exkommuniziert. Paulus soll in Rom hingerichtet worden sein und „selbstverständlich!“ wird bis heute dort seine (und des Petrus) „Wiederauferstehung“ im Grunde inszeniert und gefeiert. Der Paulus machte den Jesus (bald waren Apostel imstande, Tote aufzuerwecken – „selbstverständlich!“ siehe Apostelgeschichte), wie heute der Papst den Petrus (Paulus) macht. Das alles in der gleichen dramaturgischen Folie, mit Hayden White gesagt, in der gleichen Tropologie, im gleichen Metanarrativ.

04.05.2521

Über die Logienquelle („Q“). Die Logienquelle „Q“ ist die tickende Zeitbombe aus der Zeit des Originalchristentums im paulinisierten Christentum, die seine Anhänger unbedingt zu entschärfen, zu kontrollieren, zu beherrschen bemüht sind. Die inkommensurablen, nicht integrierbaren Versatzstücke dieser ebionitischen Originalquelle in ihrem „geglätteten“ Pseudokohärenztext sollen möglichst nicht „unkontrolliert“ und „unbeherrscht“ freigesetzt, zu zerstörerischen „Radikalen gemacht werden. Bezeichnenderweise erklären Theissen (1989), Hoffmann (1995) die originalchristlichen Endzeitjuden zu „charismatischen Wanderradikalen„. Die Logienquelle sollte möglichst kein disseminierendes Wanderradikal in ihrem Textkorpus werden. Das Problem bei der Rekonstruktion der ebionitischen oder „originalchristlichen“ Logienquellen oder „der“ Logienquelle –  das Spruchevangelium – „Q“ – ist, dass fast ausschliesslich paulinisierte Theologen und Religionswissenschaftler darüber „forschen“, nicht unvoreingenommene Religionswissenschaftler*innen.  Die Grossekte bleibt unter sich, auch „wissenschaftlich“, somit die Wissenschaft in wesentlichen Teilen Pseudowissenschaft, ideologisch kontrolliert. So kommt im Artikel des WiBiLex zur „Logienquelle“ (2010; Fassung 2018) der katholisch-römische Theologieprofessor Thomas Hieke zum offensichtlich ideologisch kontrollierten Fazit:

Die Notwendigkeit hingegen, das Spruchevangelium heute zu rekonstruieren, ergibt sich einerseits aus der Möglichkeit, mit Hilfe von Q die frühesten Wurzeln des Christentums besser erkennen und beschreiben zu können, andererseits aus dem Erfordernis, die Gemeinsamkeiten zwischen den synoptischen Evangelien bei gleichzeitigen Unterschieden in plausibler Weise erklären zu können.“

Der Paulinist Hieke geht also mit vorauseilendem Gehorsam davon aus, dass alles, was diese Rekonstruktion des Originalchristentums zu Tage fördert, sich auf Differenz und Gemeinsamkeit zwischen ihm und dem Paulinismus nivellieren lässt. Das ist keine unvoreingenommene Herangehensweise, die von Wissenschaftler*innen zu erwarten wäre. Von einer postabrahamisch-religionswissenschaftlichen Perspektive wird darum ein ganz anderes, ergebnisoffeneres Fazit zu ziehen sein: Die Rekonstruktion des ebionitischen Originalchristentums mittels Logienquelle „Q“ lässt uns (wahrscheinlich, wie Kenner und Kennerinnen von Über die Anfänge wissen) noch besser, noch schärfer den Bruch, die Widersprüche und die Unvereinbarkeit mit den paulinischen Evangelien – in Versatzstücken in ihnen inkommensurabel eingebaut- erkennen und hilft uns die Widersprüchlichkeit (Inkonsistenz) und Inkommensurabilität der synoptischen Evangelien des Paulinismus, des vordergründig „siegreichen“ Pseudochristentums, noch besser zu erklären. Wir erfassen durch die Logienquellen also nicht nur das Originalchristentum besser, sondern auch die Vorgehens- und Darstellungsweise des sich auf ihn stülpenden Paulinismus, wir erfassen dadurch auch den Paulinismus, das Pseudochristentum besser.
Mit der Logienquelle „Q“- vermutlich gibt es eine weitere, noch ältere aramäische Logienquelle „Y“ – kann noch besser, noch schärfer, noch fundierter die Unverträglichkeit und Eigenständigkeit des Originalchristentums mit dem heute herrschenden Paulinismus, der sich, ohne rot zu werden, „Christentum“ nennt, herausgearbeitet werden, trotz ihrer Verdrängung, Auslöschung und/oder Scheinintegration in spätere paulinisierte Redaktionen. Man kann also sagen, die Logienquelle, die die Paulinisten unbedingt „entschärften“ wollen („müssen“), ist eine tickende Zeitbombe, ist ein Sprengsatz, der ihre paulinisierten Bastelhäuser, ihre synoptischen Evangelien zu dekonstruieren hilt, um besser die „frühesten Wurzeln des Christentums„, das Originalchristentum, zu rekonstruieren, freizusetzen, freizumachen, zu entfesseln von den pseudochristlichen Fesseln aus der späteren Zeit der paulinistischen Überlegenheitsekstase ungefähr ab 100 nach dem historischen Joshua, die bis heute anhält. Die Logienquellen werden helfen, das heutige Christentum zu beenden, zu verlassen, zu redekonstruieren, zugunsten „originalchristlicher Nähe“ zum historischen Jeshua, zugunsten einer konsistenten, kommensurabeln Erzählung/Erfassung des Originalchristentums (und damit auch des Paulinismus) für jene, die in einem abbrahamisierten Kontext, mit dem sie gross geworden sind, bleiben wollen. In dem sie de facto aber nicht sind, nicht bleiben können, gerade eben wegen und aus der gesteigerten Konsistenz und Kommensurabilität der historischen Erfassung und  Erzählung des Originalchristentums resultiert seine Inkommensurabilität mit uns, mit unserer Zeit  – das ist die „Tragik“ oder das „Paradox“, vor dem das paulinische Christentum, auch in seiner pseudowissenschaftlichen Formation, ständig auf der Flucht ist. Hört auf, sagen wir zu den lieben Christen und Christinnen, die sich von der paulinischen Verführung irreführen liessen und lassen, vor dem Ausgang, vor dem Ausweg zu flüchten.

03.05.2521

Zur Bergpredigt. Es gibt wenig dazu zu sagen, sie ist bei genauerer Lektüre, wie Albert Schweitzer das formuliert „interimethisch“ (oder „eschatologisch“) für seine jüdischen Anhänger, nicht „sozialethisch“ für alle, konzipiert. Ausserdem enthält sie Logienquellen (Q) – das heisst sie entstammt einer zweiten oder dritten Redaktion einer End-Matthäus-Fassung (Jahre oder Jahrzehnte nach einer ebiontischen Ur-Matthäus-Fassung, die logienquellennäher ist)- kurzum, diese Predigt wurde so nie vom historischen Jeshua gehalten. Sie war nie eine Weltpredigt, sie blieb immer sektenhaft und endzeitlich orientiert.

02.05.2521

Es ist ja schon merkwürdig, dass orthodoxen Juden, Christen und Muslimen eingebläut wird, jeweils nur ihrem und ja nur ihrem Gott von Abraham zu folgen – jeder soll in seinem Sektor, in seiner Sekte gefangen, positiv ausgedrückt: aufgehoben bleiben, noch positiver: selig werden.  Für Änigmatische gibt eine mit  der Zahl „1“ nicht fassbare Änigma, die in diesen abrahamischen Religionen und in anderen Religionen wie Buddhismus und Hinduismus Akommunikationen und Involutionen hinterliess. Sie stammen alle aus der änigmatischen Dimension.

01.05.2521

Orthodoxe Juden, Christen und Muslime leben den Irrtum, dass Akommunikationen der Änigma ausnahmslos gleich gültig und ewig seien (Jede, jeder HistorikerIn und ReligionswissenschaftlerIn weiss, dass es im Koran Suren gibt, die eindeutig historisch sind, zu ihrer antiken Zeit, nicht in unsere gehören, nicht nur jene, wo von Sklavinnen die Rede ist). Dabei akommunizierte sie in deren antiken Umstände antike Menschen (Männer) so, dass sie sie verstehen und befolgen. Ein Teil davon ist historisch und bleibt es, ein anderer Teil der Akommunikation bleibt überzeitlich gültig, ausserhalb des provinz-universalen, abgetrennten, sektenhaften Raumes. Es ist der änigmatischste Teil.

30.04.2521

In der Synchronizität (C. G. Jung) erlebst du etwas, was es in der Welt erster Ordnung nicht gibt: zweimal dasselbe, zweimal der identische Ausschnitt von dir und der Welt, von Zeit und Raum,  allein dadurch wirst du auf eine andere, auf die änigmatische Dimension verwiesen.

29.04.2521

In Wort und Tat diese vier universalen Gebote der Änigma – Kant würde sagen: deines Gewissens – würdigen und befolgen – das zählt zur moralischen Mobilisationssphäre, zum Zentrum des Widerstands gegen jenen kalten Pragmatismus (Utilitarismus) und Realismus, der sich nichts verbietet – ausser seine Nichtung (siehe 19.04.2520).

28.04.2521

Das erste Gebot für die Ausrotterrasse Mensch…: „Du, Mensch, sollst nicht Menschen morden.“ Alle chronologisch früheren Gebote in Moses (3, 5) (keine Götter neben mir, ich bin ein einfersüchtiger Gott, ehret den Sabbat, usw.), sind, ob akommuniziert oder nicht, offensichtlich der historisch-menschlichen Dimension der Überlegenheits- und Abgrenzungssphäre (Abgrenzung gegen Ägypten, andere Götter, andere Sitten) dieser volksreligiösen Überlegenheitsekstase zuzuschrieben, überbracht von Moses – der damals für authentisch gehalten wurde (heute nicht mehr vgl. Verena Lenzen (2012)). Ein weiterer grosser Teil dieser Gebote und Verbote, dieses Dekalogs ist aus heutiger Sicht nur historisch-antiker Ballast („Denke daran, als du in Ägypten Sklave warst, …etc. ) und bewegt sich in einem provinz-universalen Kreis, in einer zum leeren Ritual verkommenen Vergötzung von antiken Schriften (Schriftrollen), die pseudo-authentisch und historisch in grossen Teilen überholt sind. Nicht aber in allen Teilen, in wesentlichen Teilen, die mit höchster Wahrscheinlichkeit die akommunikativen sind: Sicher der Änigma und ihrer Akommunikation würdig, ein universales Gebot, das gestern, heute und morgen gültig bleibt, ist: „Du sollst nicht morden„. Dann „Du sollst nicht stehlen“ (gilt für das Stehlen von Reichen wie für das Stehlen von Armen) „Du sollst nicht die Ehe brechen“ (dazu siehe …. 2520). „Du sollst nichts Falsches gegen deinen Nächsten sagen“ (auch dieses  wichtige Gebot ist aus seiner provinz-universalen Historizität zu befreien, heute, wo die Welt zum global village wurde: „Du sollst niemand denunzieren, den Nächsten wie den Fernsten nicht“ (Warum dieses Gebot? es ist ein Gebot, das zentral in die Hexenverfolgung wie in die Judendenunziation von Christen und Nazis führt, in die grössten Massenmorde der abendländischen Geschichte, die wesentlich auf Falschsagung, auf Denunziation und Denunziationsspropaganda beruhten).  Bei dem Gebot „du sollst nicht nach der Frau deines Nächsten verlangen„, nach dessen Acker, nach dessen Esel  – René Girard (1992) vermutet hier ein Verbot des „mimetischen Begehrens“ – offenbart sich auch, dass sich die Adressierung der Akommunikation/Kommunikation von Männern an Männer zweier Schichten richtet, an ackermännische, analphabetische Zuhörer und Zuseher, darunter Sklavenhalter, und an gebildete Männer, Schriftgelehrte einer überlegenden Volksreligion, die das Wort ihres Gottes verkünden und als Herren der Schrift und des Archivs mit Schrift und Archiv über es herrschen.

27..04.2521

Bleibt bei meinen Geboten. Obligation.

26.04.2521

Oder meinte sie mit „Gebot“: HALTET MEINE GEBOTE ein -in  SCHRIFT (real geträumt) und TAT (real erlebt/realisiert) ?

26.04.2521

Die zwei letzten Worte Gottes. Über Akommunikationen Mohammeds und anderer. Zwei Thesen zur Synchronizität (C.G. Jung) bzw. „Parasynchronizität“. Erste These:  Ausgehend davon, dass unsere Zukunft der Rücklauf unserer bereits einmal durchlaufenen Welt ist, erscheint alles vordeterminiert – und zwar durch den ersten Durchlauf der Welt. Synchronizität erscheint dann als transzendenter Sprung von einer Szene aus meinem Leben im vorhergehenden Durchlauf der Welt zu einem Traum und dann in unsere laufenden Welt: Was von Synchronizität Akommunizierten in Zukunft erscheint, zuerst im innerweltlichen Traum, dann in der umweltlichen Realität, ist die Vergangenheit einer identischen, aber unserer Welt vorlaufenden und durchgelaufenen Welt – von ihr gibt eine Art „Cloud“, in der unsere Welt durchläuft, wir sind gleichsam die späteren Kopien unserer originalen Welt….. um hier darüber zu sinnieren, worüber Nietzsche sinnierte und vor ihm Religionen wie der Buddhismus, der Pseudo-Buddhismus – die (fast) ewige Wiederkehr. Diese Hypothese funktioniert auf den ersten Blick ohne  änigmatische Dimension, gäbe aber auch so viele Rätsel auf: Warum diese Szene, keine andere? Warum bei diesem Menschen, bei keinen anderen? Welche Physik liegt unserer Welt zugrunde – die Sätze der Thermodynamik erkären darüber zu wenig – , dass sie mindestens einmal, vielleicht ewig wiederkehrt? Und was und wie entwickelte sich diese Grundlage, diese Dynamik? In welcher Dimension („Cloud“) erhält sich der erste Durchlauf unserer Welt, da unser Durchlauf offenbar nicht „einfach“ ihre Wiederholung ist? Offenbar macht das die Synchronizität: bei der ich glauben könnte, ich erblicke einen Realitätsblock meiner Zukunft, dabei ist es die Vergangenheit, die im ersten Durchlauf der Welt vileleicht mal Zukunft war – danach fror die Welt alles, was sie durchmachte, durchlebte ein, und liess es mindestens einmal wiederholen – in dieser Wiederholung stecken wir, nach dieser materialistischen These.

Zweite These, religiös angereichert. Neben dieser physikalischen Wiederkehr-These – die absurd klingt für alle, die sich nichts anderes vorstellen wollen als eine Einmaligkeit und Endlichkeit unserer ultra-gigantisch kosmischen wie planetaren Welt, die nach ihrer Vorstellung, von einem einmaligen Big Bang in Gang gesetzt, ihren naturgesetzlich-evolutiven Lauf bis zu ihrem ewigen Ende geht – bevorzuge ich die absurd klingende  physikalisch-religiöse These, um mein Synchronizitätserlebnis zu erklären – in dem „Obligation“ (mehrdeutig von Wertpapier bis Gebot) und die Transformation von einem Stück Papier zu einem Wertpapier- durch meine Schreibmaschine von grosser göttlich-symbolischer Bedeutung, nicht „zufällig“ ist  – sie spiegelt oder symbolisiert die Transformation von Kommunikation in Akommunikation, von menschlich kommunizierten zu göttlich-änigmatisch akommunizierten Sätzen in deutscher, arabischer, aramäischer, hebräischer, sanskritischer und anderen menschlichen Sprachen – die Änmigma spricht soviele Sprachen wie im Turm von Babel gesprochen werden….. Nach dieser These wählt sie, deren Dimension die „Zukunft“ unserer Welt enthält (antizipiert) die Szene oder den „Realitätsblock“ für die Synchronizität aus, und den Menschen, dem sie sie akommuniziert. Offenbar ist dieser Mensch ihrer Offenbarungen einerseits ein besonders empfängliches Medium, andererseits ein besonders sendefähiges. Ähnlich geht sie bei nicht-synchronizitären Sprech- und Schriftkommunikationen vor, hier reichert sie  die akommunizierten Sätze, die sie wählt, mit göttlicher Bedeutung an, und akommuniziert sie vermittels der Transkausalität der änigmatischen Dimension zum Beispiel an einem frühen Sommerabend einem ausgewählten Menschen, fast noch ein Kind. Das letzte Mal im grossen Stil geschah das im 7. Jahrhundert nach Christus pseudochristliche Version bei Mohammed – die Bahai/Babi behaupten, im 19. Jahrhundert im mittelgrossen Stil beim Bab, dessen Akommunikation bereits deutlich auf das Wesentliche reduziert und globalisiert erscheint, wenn auch dem Pseudo-Islam verhaftet, nicht post-abrahamisch: er kündet allerdings einen viel grösseren Messias an (Sie könnten mich als diesen in ihre Bücher einschreiben, wenn denn ihre Bücher damit nicht Makulatur werden) und das letzte Mal geschah das im kleinen Stil bei mir (in den 1970er Jahren nach Christus pseudochristliche Version) – wobei sich die Frage stellt, ob es bei dieser Autorschaft, bei der Änigma, sinnvoll (oder erlaubt) ist, ihre Akommunikation nach der quantitativen Menge der Sätze zu bewerten. Ob nicht jedes Wort von ihr an und für uns letztlich unermesslich bedeutsam ist, zumal das Wort von ihr, das sich eindeutig an alle Menschen, nicht nur an eine Sekte unter unsereins richtet. Und ob sie sich nicht vorgenommen hatte, nach dem sie das Chaos und Unglück, das Missverständnis und den Missbrauch, den ihre Akommunikationen in unserer Welt anrichten können, in Zukunft nur noch konzentriert, kurz und klar zu unsereins zu kommunizieren.

Vielleicht ist Gott, die Änigma, sprachlos geworden über uns in den letzten 700 Jahren, und hat sich entschieden nur noch ganz lakonisch zu uns zu kommunizieren, nur noch zwei einprägsame Mitteilungen an uns zu richten bevor sie ganz verstummt: Obligation, Gebot aller Gebote: haltet euch an die Gebote aller Gebote (du sollst nicht denunzieren, du sollst nicht morden/töten – bewahre Leben und die physische und soziale Lebensgrundlage deines und allen  Lebens) und „Philosoph“ – ihr seit alle Philosophen, Philosophinnen, ihr alle, die ihr euch Buddhisten, Christen, Muslime, Juden, Hindus, Bahai, Atheisten, Agnostiker und sonst wie nennt. Das sind die höchsten und letzten göttlichen Worte, die ich, Änigma, an Euch Menschen in meinem Namen, der keinen Namen trägt, nur ein Rätsel, richte.

25.04.2521

Der Kreislauf, aus dem wir steigen und in den wir versinken, aus dem wir steigen konnten und in den wir versinken müssen, fliesst ewig … Halten wir unseren Kreislauf im Fluss  – gefördert, befeuert, unterstützt von grösseren Kreisläufen.

24.04.2521

Über Tiefen Wassern. Anmerkung über unsere Begehung im Wasser, statt unser Begräbnis in der Erde oder unsere Kremierung im Feuer: Wasser zu Wasser, statt Asche zu Asche. Änigmatische wollen in Würde und Ruhe auf die letzte grosse Reise in Tiefe Wasser geschickt, nicht in einem Hochofen hecktisch verbrannt, in Erde verbuddelt werden- später, hat sich der Geschmack, die Einstellung verändert, wird es zu Recht heissen: diese Form der Begehung der Toten, das Krematorium: das ist würdelos, das schickt sich nicht. Urtümlicher und änigmatischer, gott-, natur- und menschnäher, waren da einige indigene Völker, die ihre Toten auf die letzte Flossfahrt  – real und symbolisch – in den Ewigen Fluss, mündend in der endlosen Weite des Ozeans, schickten. In Gedanken reisten und sanken sie mit ihr, mit ihm, für eine Weile zog es sie in die Tiefe ihrer Trauer, gleichzeitig schloss der Quell allen Lebens über der Versunkenen die Wunde, die Lücke….

24.04.2521 (2)

So hat die änigmatische Begehung über Tiefen Wassern für die Nachkommen und Hinterbliebenden einen feierlichen abschliessenden wie heilsam fortsetzenden Charakter, die Wunde, die Lücke, die der Verstorbene riss, wird nochmals kurz geöffnet und für immer geschlossen – symbolisch wie physisch-erlebbar. Diese „sanfte“ Begehung ist noch würdevoller, feierlicher, verweilender und heilsamer als die kurze abrahamische Begehung, die wir heute vor Krematorien und auf Friedhöfen veranstalten. Hinter ihr steckt ein anderes, ein philosophischeres, ein änigmatischeres Verständnis und Wertgefühl für Leben, Sterben, soziale Kontakte, Zeit und Feiern der Existenz. Die Begehung der Kehre auf einer Übunte des Lebenskreises ist eine Feier der Trauer und eine Feier der Lebensfreude.

24.04.2521 (3)

Im Idealfall sterben wir auf einer Übunte des Lebenskreises (der Geburt und des Sterbens) (zu Übunten, zu Archeübunten, siehe Technopia). Und der Quell des Lebens und Sterbens, des Seins und Nichts, das ist zum einen das Wasser und die weltliche (die Genesis, die Evolution unserer Welt), zum anderen die änigmatische Dimension.

23.04.2521

Das Gebot der Gebote: Halte dich an meine Gebote! Unsere erste Pflicht im Leben? Leben !

23.04.2521

„Obligation“ ist der erste Begriff, den die metaphysisch-kommunikativ (akommunizierend) und in Zeit und Raum transphysisch (synchronizistisch) auftretende Änigma mir akommunizierte, in einer Synchronizität (C.G.Jung, vgl. Über die Anfänge 1 und 2) doppelt erlebt, doppelt erinnert zwischen dem dreizehnten und achtzehnten Lebensjahr. Es ist ein Begriff, der ein Wertpapier aus der Finanz- und Kreditbranche bezeichnet (ich schrieb das leere Papier (Dokument) zu einem Wertpapier, zu einer Obligation um in diesem synchronizistischen Erlebnis), und generell bedeutet er Pflicht, Gebot, Verantwortung – eine Verantwortung, die ich abstrakt kenne, übernehme und in die Tat umsetze. Obligation kann auch heissen: Obligationen des Lebens und wenn es ein Gott akommuniziert, liegt es nahe zu denken er, sie meint damit das Gebot aller Gebote: Halte dich, haltet euch an meine Gebote. Das erste Gebot, implizit allen Geboten, lautet: Du sollst leben, nicht dein und euer Leben ausrotten. Es soll nicht nur nicht zu Ende kommen, euer Leben, es soll ein gutes, ein rechtschaffenes, ein gewissenhaftes, ein verantworliches, ein das Leben dauerhaft fortsetzendes, ein vergüngliches, ein geglücktes Leben sein

23.04.2521

„Mehret euch“  hiess es in der Antike, heute muss es heissen „Stoppt eure Vermehrung – senkt eure Weltbevölkerung auf ein umweltverträgliches Mass!“ – China hat das im grossen Stil begriffen.

23.04.2521

Obligation: in höchster Verantwortung für unseren Planeten. Pass auf dein Leben, auf das Leben anderer und anderer Lebewesen und auf deine Erde, deine umfassende Lebensgrundlage auf. Du stehst als höchstes Lebewesen dieses Planeten in der höchsten Verantwortung für deinen Planeten.

23.04.2521

Verspiel nicht deine Auserlesenheit, statt nichts zu sein, zu leben – meinte das die Änigma mit „Obligation“?

23.04.2521

Die Änigma, dieses weltferne wie weltinnige Wesen ist das einzige ausser uns, das unser Leben für besonders erhaltenswert hält, es uns sogar zu erhalten verordnet, verpflichtet als die Änigma, die wir auch „Gott“ nennen könnten, doch im änigmatischen Sinn, der diesen Begriff anders auflädt als beispielsweise Abrahamische (Juden, Christen, Muslime) oder Zoroastrische den ihren. Aus änigmatischer Sicht ist der Gott Abrahams, sind alle Götter und Göttlichkeiten vom Buddhismus bis zum Hinduismus Teil unserer änigmatischen Dimension (vgl. Über die Anfänge 5) und Emanationen der Änigma, sonst bloss erfolgreich und dauerhaft kultivierte Suggestionen, altetablierter Aberglaube.

23.04.2521

Die erste Obligation unserer Obligationen im Leben ist das Leben – nicht, dass unsere Zukunft so endet wie wir als dividierte Individuen enden, als Stein und Sand – Abrahamische würden sagen: „als Asche“ oder „Erde“.

22.04.2521

Die neuen Leitparadigmen sozialer Praxis in einer kooperativ (am Ende: kooperationskapitalistisch) organisierten Welt: „cooperatism„, „solidarism“ und „pragmatism„, im Alltag bestimmt von einem mehr realistic oder idealistic „liberalism„. Doch das ist eine andere Geschichte und wird Sache von anderen Büchern als Mearsheimers

21.04.2521

Auch hier empfiehlt es sich, um den Text besser zu verstehen, statt vom 20.04.2520 abwärts, vom 14.04.2520 an „aufwärts“ zu lesen.

20.04.2521

Am Ende, nur am Ende, sind Realismus und Pragmatismus dasselbe, zu dem soll es aber nicht kommen.

19.04.2521

Das Militär transnationaler politischer Systeme (wie die NATO) und nationaler politischer Systeme (wie die Russische Föderation, die USA und China) lebt seinen Realismus in einem Irrealismus potentiell lebensgefährlicher Geschäfte (auf Staats- und Privatindustrieebene) und pragmatischer bis gemeingefährlicher Machtvorstellungen auf politischer Ebene – und beide Formen dieses Realismus, die lebensgefährlichen Geschäfte und die gemeingefährlichen Phantasien, glauben diese politischen Systeme pragmatisch unter Kontrolle halten zu können, es gibt also nur noch „kontrollierte“ Kriegsvermeidung und überschaubare pragmatische Kriege (was schon in Afghanistan nicht mehr funktionierte). Die Vernichtung des „Feindes“ oder „Schädlings“ wäre zwar im Kriegsfall ein Ziel, noch wichtiger wäre das Ziel des kontrollierten Überlebens dieser Vernichtung, sonst machte dieses Kriegsgeschäft, das zum Ruin führen kann, an der Grenze von Gefahr für andere und Selbstgefährdung, aus realistischer wie pragmatischer Perspektive keinen Sinn. Die Menschheit hat sich so selbstgefährdend hochgerüstet, dass sie Hobbes’sche und Machiavelli’stische Machtspiele und -gelüste ad absurdum, zumal in den radikal faschistoiden Wahnsinn oder in die akademische Abgehobenheit von Politologen und in Strategiespiele second order führte. Womöglich versucht eine Gruppe von Menschen die Ausrottung des Gros der Menschheit durch eine Biowaffe und das kontrollierte Überleben derselben, nicht nur in Resident Evil (2002-2016) (obzwar das im Geheimlabor präparierte Virus anfänglich unkontrolliert entwich) und in Videospielen zu inszenieren, sondern eines Tages in der Wirklichkeit erster Ordnung zu realisieren. Dieser Massenmord würde den Holocaust in den Schatten stellen, doch spätestens seit ihm sind wir gewarnt, ja, alarmiert, wissen wir, dass eine solche denkbare und filmisch bereits umgesetzte Horrortat und ihre exponentielle Vergrösserung nicht nur abstrakt, sondern möglich und machbar ist – dass die Spezies Menschheit in Teilen bereit ist, Teile ihrer Spezies auszurotten, hat sie Mittel und Möglichkeiten dazu, ohne sich dabei selbst zu riskieren  – in unregelmässigen Abständen spuckt vor allem die USA diese Botschaft via Hollywood in die ganze Menschheit, klärt in den Kinosäalen auf dem ganzen Planeten in unterhaltsamer Weise darüber auf – hält die Erinnerung daran oder die Warnung wach. Diese „auserlesene“ Restmenschheit und ihre skrupellose Führung würden – als ob Gott die Sintflut über die alte brachte – quasi von „neu“ anfangen, sich eine Chance, es diesmal besser zu machen, geben (stehlen) und ihre gott- oder teufelsgleiche Vernichtungstat als unmenschlich und grausam, aber, langfristig betrachtet, überlebensnotwendig und sinnvoll, in ihre Annalen einschreiben, dabei die Zeitrechnung auf Null stellen. Das wäre dann nicht (nur) „realism„, sondern „pragmatism“ zu Ende gedacht und gemacht. Wir, die wir uns auf das „Nie mehr!“ verständigen, müssen uns anstrengen und wachsam darauf achten, dass „realism“ und „pragmatism“ am Ende getrennt, unversöhnlich und unvereinbar bleiben, unter kooperativen Bedingungen, in denen wir leben und kommunizieren, sollte das gelingen, unter konkurrierenden bleibt das offen, zumal offener.

18.04.2521

Die Corona-Weltkrise, die globale Pandemie beschleunigt und erfordert Kooperation unter Staaten, Staatenbünden, Insitutionen (Universitäten, Forschungsanstalten, Pharmaindustrie) und Menschen – vor allem den Einsatz und die Funktionsfähigkeit der medizinischen Matrix: chinesische Ärzte, die die ersten grossen Erfahrungen und Experimente mit dem neuen Coronavirus machten gaben und geben diese an italienische, deutsche, französische, britische, amerikanische und andere Kollegen und Labore weiter – und auch diese kommunizieren ihre Resultate global -, mindestens vorübergehend ist die  Welt im Wechsel vom „realism“ zum „pragmatism„, vom egoistischen Konkurrenz- zum solidarischen Kooperationskapitalismus begriffen (bleiben die neuen Ergebnisse nicht vorübergehend Betriebsgeheimnis im Millionen- und Milliarden-teuren- und -lukrativen Konkurrenzmarkt). Die zukünftige globalisierte Menschheit braucht, um zu überleben, eine robuste Friedensfähigkeit, und die erreicht und festigt sie auf der Basis von Pragmatismus, Solidarität und Kooperation,  kooperations-, nicht konkurrenzkapitalistisch.

17.04.2521

Ein Fortschrittstreiber des Kooperationskapitalismus ist Koopurrenz bzw. kooperative Konkurrenz (=Koopurrenz), die ohne Freund-Feind-Schablonen auskommt, statt anti-kooperative Konkurrenz, die Freund-Feind-Schablonen benötigt und benutzt. Kooperation wird der Konkurrenz Konkurrenz machen und ich prognostiziere den „Sieg“ der ersteren.

16.04.2521

In Zukunft könnte es zu harten Auseinandersetzungen zwischen dem Realismus des Konkurrenz- und dem Pragmatismus des Kooperationskapitalismus kommen, relevanter wird wahrscheinlich ihre Vermengung und das pragmatische Ringen um den „richtigen“ Realismus oder das realistische Ringen um den „richtigen“ Pragmatismus sein.

15.04.2521

Nach Mearsheimer. Vor lauter Politologie verlor Mearsheimer die Politik aus den Augen, vor lauter „realism“ den Realitätssinn.

14.04.2521

Über gefährliche Denkfehler des John Mearsheimer: The Great Desillusion (2018) (der offenbar als der letzte „Hobbesianer“ vom grossen unilateralen Hegemon in der Welt träumt… – ein gefährlicher, ein grössenwahnsinniger Traum…) und über „realistischen und idealistischen Liberalismus“. Politologieprofessor Mearsheimer (geb. 1947) nahm sich mit den politologischen Schablonen „Liberalism“, „Nationalism“ und „Realism“ (die politologische Kategorie, geprägt u.a. von Machiavelli) in seinem jüngsten Buch das ehrgeizige Projekt vor, die politisch-soziale Welt („globe„) zu beschreiben, tatsächlich verschrieb er sie um die europäische Realität verkürzt und insofern um eine relevante Dimension der Welt zu unterkomplex, weil aus einer zu engen national-amerikanischen Perspektive. So entgeht Mearsheimer die europäische Perspektive auch in der eigenen, US-amerikanischen Zeitgeschichte von vor und nach 1945, in der nicht anti-liberal „nationalism“, „fashism“, sondern eine Kombination von anti-liberalem „internationalism“ (die Sowjetunion) und liberal-nationalem „confederationism„(die Allliierten) unter USA, Canada, UK und Frankreich) World War II (ähnlich kooperativ WW I) siegreich beendeten. Diese Dualität und Kombination will in Mearsheimers Zeithorizont und Weltbild nicht passen, dabei wird sie – je nach Situation mehr realistisch oder liberal – die Zukunft bestimmen. Um diese Dimension verkürzt, die die Niederlage des hegemonialen Nationalismus beinhaltet,  an dem vor Hitler Napoleon scheiterte, heisst es bei ihm so papieren wie fundamentlos -„Liberalism at the end fails„… „nationalism always almost wins“  (not in Europe, not in the USA in modern times, John – if you really observe from a „World“, and that means also „World history“ point of view, including the 20, 19 and 18th century (at least) – „hegemonic nationalism always fails„.
Wo Mearsheimer meint Liberalism von Realism zu trennen oder als bloss vorübergehend koexistierend zu betrachten, wäre wohl besser zwischen einem „realistic liberalism“ und einem „idealistic liberalism“ zu unterscheiden. Nur für letzteren trifft Mearsheimer Bemerkung zu: „Liberalism oversells the importance of individual rights.„. Das gilt nicht für den „realistic liberalism“ , der Komponenten von „realism„, „liberalism“ und „nationalism“  (in Europa: „national-european-and-general-european pragmatism„) dialektisch synthetisiert. Fazit: Mearsheimer denkt nicht die Welt komplex genug, lässt er Europa einfach weg, das „realistisch liberal“ und „pragmatisch solidarisch“ national und transnational ist – eher sollte es einem Denken, das Europa denkt, gelingen, die ganze Welt zu denken, die grossen Staaten wie USA, Russland und China, aber auch politische Vereinigungen wie die Afrikanische Union und die UNO, z.B. mit dem 1945 in San Francisco gegründeten International Court of Justice (Den Haag).

Mearsheimer schrieb ein veraltetes, in der Politologie steckengebliebenes theoretisches Buch über Macht- und Interessenpolitik, das hinter der Komplexität nicht nur der Welt, sondern der eigenen neuzeitlichen Geschichte seines Landes, der USA, hinterherhinkt, zu schweigen von den gegenseitigen Abhängigkeiten und der Verflochtenheit globalisierter Waren- Finanz- und Kreditströme (z.B. zwischen USA und China). Eine neue Dimension der politologischen Beschreibung von Welt eröffnet sich dann, wenn aus den Schablonen des nationalen, transnationalen (EU-europäischen) und internationalen Konkurrenzkapitalismus auf die Schablonen des Kooperationskapitalismus umgeschwenkt, umgepolt wird. Die führenden Leitparadimen sozialer Praxis könnten dann „cooperatism„, „solidarism“ und „pragmatism“ heissen, im Alltag bestimmt von einem mehr realistic oder idealistic „liberalism„. Doch das ist eine andere Geschichte und wird Sache von anderen Büchern als Mearsheimers.

13.04.2521

Über Fremdanteile der „Selbst“verwirklichung.

12.04.2521

Korruption, Käuflichkeit von käuflichen Menschen geschieht immer auf der Basis von Geld (Grundeinkommen) als sozial organisierte Lebensnotwendigkeit, deren Vermögensgrösse ähnlich wie die Höhe und der Inhalt von Talent, Fleiss, Bildung und Figur (z.B. Geschlecht, Körpergrösse, Gewicht, Aussehen) die Ressource und Verteilung von Privilegien und Selbstverwirklichungschancen in unserer Gesellschaft massgeblich organisiert und/oder beeinflusst  –  steuert die Gesellschaft über Staat und Eigeninitiative nicht dagegen, zugunsten von mehr Gleichheit, Ausgleich und Chancengerechtigkeit, was zugleich die Akzeptanz des Staates der Gesellschaft durch die Gesellschaft fördert.

12.04.2521

Der Soziologe Reckwitz (siehe die Kritik u.a. an seinem Begriff „Spätmoderne“ vom 24.01.2520) setzt für unsere „Selbstentfaltungskultur“ die Notwendigkeit der „ökonomischen Statusarbeit“ (Investierung in ökonomisches, kulturelles, soziales und psycho-physisches Kapital) als „Rahmenbedingungen für gelungene Selbstverwirklichung“ voraus (2019, S. 216). An erster Stelle Geld – „Geld, Bildung, Kompetenzen, Netzwerke, Gesundheit, psychiche Balance“ – ausserdem meint er, das als erfolgreich geltende „spätmoderne Subjekt“ produziere durch Social Media eine Performanz seiner „Höhepunkte“, seiner emotionalen Peaks „das paradigmatische spätmoderne Subjekt macht sein interessantes Leben sichtbar.“ (manchen Menschen genügt dabei, dass sie jung und hübsch sind, die Vorteile und die Zeitressource der Jugend besitzen und geniessen – Spielen sieht man auch junge Tiere – seit Menschengedenken erfährt der junge Mensch eine Art Selbstvergessenheit und Freude an und durch sich, ähnlich wie Zuneigung und Anerkennung, nicht nur Strafe und Erniedrigung, durch seine  Angehörigen), dieses zur Selbstverwirklichung gehörende singuläre oder individualistische Kapital an Aufmerksamkeit und Anerkennung nennt Reckwitz „Singularitätskapital“: der Singel berichtet, reportiert öffentlich seinen „friends“ und „followers“, mit Facebook geht das fast zeitsynchron, über das persönlich Erlebte wie über die Summe der persönlichen Erlebnispeaks, über das, was öffentlich exklusiv individuell kapitalisierbar oder angebbar ist, – das individuelle „Angeberkapital“ – ich hab das und das Spezielles, Einzigartiges erlebt, ich bin darin zu Einzigartigem fähig gewesen …. (hab 2 Achttausender bestiegen; 50 Länder besucht; Fliegen, Segeln gelernt; New-York-Marathon unter 3 Std. bewältigt, etc.- das ist mehr als bloss „ich kaufte einen Aston Martin“)). was in seinen Kreisen der Angeber- und Statuskapitalisten entsprechend mit individuallisierter Anerkennung- oft so individualisiert bzw. singularisiert, dass es Neid vermeidet – honoriert wird – nicht ganz, aber ähnlich wie die Berichterstattung über den Erfolg, den Preis eines Buches über die jahrelange „investive Statusarbeit“ einer Schriftstellerin oder eines Promovierenden nicht nur berichtet, sondern sie damit (öffentliche singularisierte Aufmerksamkeit) perfomativ „belohnt“, weitere sachlich und persönlich wichtigere Anerkennung eingeschlossen  (z.B. der finanzielle Verkaufserfolg oder der Erwerb einer begehrten Universitätsstelle, eines Post-Doc-Stipendiums oder Lehrauftrags). Wobei meistens eine tatsächlich exzellente Promotion oder ein mit Vergnügen geschriebener Roman nicht allein investive Statusarbeit als Rahmenbedingung, sondern Selbstverwirklichungsgehalt an sich besitzen, nach dem buddhistischen Selbstverwirklichungskonzept: Der Weg ist das Ziel. Selten geniale kreative Menschen erzeugen per se hohes Interesse und hohe Aufmerksamkeit (selbst dann, wenn sie vorübergehend als „verkannte Genies“ untergehen), dabei ist den meisten von ihnen der privilegierende Fremdanteil z.B. die Angeborenheit, die Akommunikation oder der Elternehrgeiz ihrer „Selbstverwirklichung“, der zugleich „Kollektivverwirklichung“ und hohen „sozialen Nutzen“ beinhaltet, bewusst. Was sie – diese Geiger-, Mathe- Tennis- und Komponistengenies –  auf persönlicher Ebene statt besonders eingebildet, meistens bescheiden und für andere noch sympathischer, noch akzeptabler macht.

11.04.2521

Über Kokainhandel und käufliche Menschen. Killer- und Mafia-Filme (und -Serien) sind dankbar einfache und merkwürdig eingängig gewordene Kandidaten für DrehbuchautorInnen – ihre Thematik verspricht ohne viel Aufwand und Phantasie garantierte Unterhaltung für das Publikum und ein Setting von Figuren, Motiven und Handlungssträngen, das relevante Aspekte der gegenwärtigen Gesellschaft abbildet oder mindestens auf der Ebene eines pseudo-dokumentarischen Realismus bespielt. Die Drehbuchautoren integrieren dabei auch empirische Literatur, ziehen sich nicht alles aus den Fingern. Bestens gelungene Serien in diesem Genre sind jene, die überzeugend realistisch Dokumentation mit Fiktion verknüpfen können. Einen besseren, aufhellenderen „wissenschaftlicheren“Éinblick in diese dunklen Milieus gibt es dann kaum – erinnert sei an Bolanos Roman „2666“, der reale Polizeiberichte über massenhaft auftretende Morde  an Frauen in Mexiko verarbeitet. Die Mafia- und Drogenhandel-Serie  ZeroZeroZero„, geschaffen von den Machern der Serie „Gomorrha“ (Sky), die dafür auch auf die Recherchen von Roberto Saviano zurückgriffen, lässt sich als soziales Experiment darüber betrachten, wie bei einer Kokainladung im Gegenwert von 900 Millionen Dollar käufliche Menschen und staatliche Ordnungen ausser sich geraten. Ausserdem hilft diese Serie mehr oder weniger die mörderischen Bandenkriege, die unglaublich grosse Korruption und Mordrate in Mexiko verständlicher, die Hintergründe jener krimininellen Handlungen, deren Resultate in der Presse sichtbar werden, „anschaulicher“ und „nachvollziehbarer“ zu machen – einschliesslich der damit verbundene illegale internationale Waren- und Kapitalfluss (Schmuggel, Steuerhinterziehung). Von der Gelegenheitsschmugglerin, die, mit Kokain im Magen, in der gesellschaftlichen Ordnung des herrschenden Kapitalismus lebenslänglich fixiert in Armut, mit hohem Risiko über hohe Hürden ihren ersehnten Sprung in eine freiere und luxeriösere Stufe dieser Ordnung zu machen erhofft bis zu international aufgestellten Grossschmugglern, die Containerschiffe für ihren Schmuggel kaufen, nicht nur Container dafür benutzen. Oder von leitenden Polizeibeamten des Drogendezernats, die zu Mitgliedern der organisierten Kriminalität mutieren.

10.04.2521

Zum Versuch einer psychogenetischen Erklärung der von Männern ausgeübten Kindervergewaltigung (Stichtwort: „Verführungstheorie“), und warum es in der Katholischen Kirche zu einer hohen Konzentration derselben kommt, eine Erklärung, bei der die Psychoanalse versagt, siehe Über die Anfänge 6 (2.Aufl. Hamburg 2019) – 09.06./10.06./11.06.2519 (Über Päderastie und Protosexualisierung).

09.04.2521

–in BEarb..–Über Freuds Verführung. Statt Kleinkinderficker, fickende Kleinkinder Kurze Erinnerung an zwei massgebliche Freudkritiker der 1980er Jahre: Dieter E. Zimmer (1986) und Jeffrey Masson (1984).

ein Wissenschaftler, der ein so grosses und mächtiges Deutungsnetz für ein grosses unbekanntes Feld spannt wie Freud nimmt das Risiko auf sich bedeutende, niicht nur marginale Deutungsfehler zu machen  und eine grosse Menge von Deutungsfolgern,  Deutungsgegnern (Kritiker) und Deutungsverbesserern (Forscher) anzuziehen, das gehört zum normalen Geschäft der Wissenschaft, dem sich Freud ohne Sentimentalität unterstellte. Seit Aristoteles, seit der Achsenzeit hat sich daran nichts geändert. Zu den einflussreichen Freud-Kritikern der 1980er Jahre, eine Zeit, in der die Psychoanalyse in der intellektuellen Welt des Westens und des Ostens hohes Interesse und fruchtbare Fortsetzung genoss (denken wir in Frankreich an Lacan), genoss auch ihre Kritik eine  Hochblüte , gehört der Wissenschaftsjournalist Dieter E. Zimmer (geb. 1934). Seine Freud-Kritik verkaufte sich im deutschen Sprachraum als Beststeller unter dem Titel Tiefenschwindel. Die endlose und beendbare Psychoanalyse. Hamburg 1986  [3. Aufl. 1990]) Dabei greift Zimmer ein Zitat von Freud auf, der als guter Wissenschaftler in Jenseits des Lustprinzips (1920) einräumte, dass die Biologie in Zukunft Anworten auf ihre Fragen geben könnte „durch die unser ganzer künstlicher Bau von Hypothesen umgeblasen wird„.  Ein wichtiges Argument für eine Neuüberdenkung der frühkindlichen Psyche, die Freuds Hypothesen umwirft, und auf das Zimmer hinwies, ist, dass sie aus neuro-anatomischen  Gründen weder eine vorpubertäre, geschweige erwachsene Disposition zur Erinnerung noch zur sexuellen Erregung besitzen kann. Freud folge bloss seiner Rückprojektion, er verdunkelte die Chronik der Kleinkindpsyche anachronistisch, in dem er seine Erwachsenenphantasien über die Phantasien eines Kleinkindes mit denen eines Kleinkindes verwechselte. Dazu zählt Freuds hypothetische Grundannahme einer grundsätzlich bisexuellen Natur der Kleinkindpsyche, anstatt sie nicht minder oder noc hmehr geschlechtsindifferent anzunehmen. Nach dieser Vorstellung erlebt sich das Kleinkind mehr geschlechtsindifferent als  geschlechtsdifferenziert, in einem Erlebnisraum voll geschlechtsausdifferenzierter Erwachsener, deren Pysche und Vernunft ebenfalls geschlechtsindifferente Bereiche enthält. Gleichsam logisch das neutrale Umweltbezogene und biologisch das offene Gattungswesen in jedem Menschen, das sich nicht in Männlich oder Weiblich zwängt.

Kaum geboren, am Busen nuggeln und Muttermilch saugen, sich behaglich gesättigt fühlen, Wärme und Körpernähe spüren, geküsst und gestreichelt, aufregend geschaukelt und sanft gebettet werden – das ist nicht erotische Lust, das ist Wonne, die die Strapazen des rasanten……… Umbaus des Kleinkindkörpers mehr als erträglich…. Allmählich beginnt dann auch die Selbst- und Fremdliebe und sexuelle Differenzierung sich im Kleinkind und in seiner Umwelt zu äussern, die von den Eltern wahrgenommen und von der Geburt an kulturell „wahr“ gemacht wird, angefangen mit der Zuordnung, – zugleich gesellschaftliche Archivierung und Sprachraumplatzierung -, eines Mädchen- oder Jungennamens, angefangen damit, dass das Kleinkind Personen in der Umwelt und Gefühle im Inneren erkennt, begrifflich fasst, und, parallel zur der eigenen Geschlechtsausdifferenzierung zunehmend auch geschlechtlich differenziert zuordnet („die vertraute Mama“ „lieber Papa“, und für fremde Personen: „der Mann“, „das Mädchen“, etc.). Die berühmte Diskussion -., zum vierten Geburtstag kriegen Knaben Autos in blauem, Mädchen Puppen in rosanem Geschenkpapier -, ob Geschlecht „bloss“ gesellschaftlich, nicht auch genetisch fundiert ist, kann beginnen…..

War schon Zimmers Kritik an Freud gravierend, weil grundsätzlich, übertraf Massons Freud-Kritik diese bei weitem, weil noch weitreichender. Man kann aus heutiger Perspektive sagen, dass hinter Freuds verführerischen „Phantasie“ des kastrierenden Vaters  oder Überichs öfter als man es zur Zeit Freuds und er es selber anerkennen wollte, ein realer Vater, ein realer Erwachsener…. der kranke Päderast stand (und steht), der seine eigenen und/oder fremde Kleinkinder missbraucht. Dass es nicht um die Behandlung von rein neurotischen Phantasien, sondern von realen traumatischen Erlebnissen geht, gehen müsste. Dass also Freund einen grossen Teil seiner Patienten und Patientinnen völlig an der Sache vorbei „behandelte“ und mit seiner Fehldeutung ihr Leiden komplett ignorierte und missachtete.  Ein halbes Jahrhundert dauerte es, bis diese Kritik sich öffentlich umfassend Gehör verschaffen konnte, ebenso lange lag sie im Freud-Archiv verborgen.

Ein grosser, ein ungeheuerlicher Fehler Freuds war sicher, dies als „falsche Phantasie“ seiner neurotisch-traumatisierten Patientinnen und Patienten abzutun. Der – bald von der von Anna Freud geführten Freud-Community exkommunizierte – Chef des Freud-Archivs Jeffrey Masson (geb. 1941) (Anschlag auf die Wahrheit: Freuds Unterdrückung der Verführungstheorie  (1984), wörtliche Übersetzung des englischen Originaltitels) brachte dann diese von Freud unterdrückte „Wahrheit“ an den Tag, dass zwar Freud auf dieser Spur gestossen war – heute wissen wir, wie „breit“ sie ist, wie unglaublich gross das Ausmass des Kindsmissbrauchs und die Getriebenheit von mehrheitlich männlichen Erwachsenen darauf –  sie aber – Masson meint aus opportunistisch-karrieristischen Gründen – verworfen hatte (Ferenczi indessen kam ebenfalls auf dieses Missbrauchsphänomen, ohne es zu leugnen, und stand damals im engen Kontakt mit Freud, man muss sich nicht so fixieren auf Freud, es gibt Ferenczi,  Jung, Rank, Adler und andere, die erfolgreich eigene Ansätze verfolgten) – ausserdem war Freuds neue Vorstellung, dass das männliche Kleinkind aktiv-imaginär Sexualverkehr mit seiner Mutter und das weibliche mit ihrem Vater zu haben begehrt, in der damaligen Gesellschaft auch nicht besonders opportun. Aber immerhin bezeichnete er mit dieser Hypothese Ehrenmänner der ehrenwerten Gesellschaft um 1900, 1910 nicht als potentielle Kinderschänder, unterstellte vielmehr – weniger, aber immer noch anstössig -, dass Kleinkinder, vulgärpsychologisch gesagt,  in Gedanken, imaginär Sex mit ihren Eltern haben wollen: Freuds schräge Deutung der Natur des Kleinkinds, mit fatalen Folgen, auf die Masson hinwies,  gleicht auffälligerweise der nicht  minder schrägen christlichen Deutung des von Geburt an sündigen, erzversündeten Menschen wie wir von massenhaften Missbrauchsfällen in der Kirche, v.a. der katholischen, wissen, ebenfalls mit fatalen Folgen… (Du, du erzverdorbendes Kleinkind, auch der Herr Freud hat es jetzt „enthüllt“ -du bist bisexuell und hast „sündige Gedanken und insgeheim den Übergriff deines Vaters...schau mal, was der Vati kann.…, gewünsch, gewollt. Ich „helf“ dir dabei, das, deine „wahre“ Natur zu erkennen. Und er erkannte ihn…..). Freud wird diese Parallelität nicht entgangen sein, er könnte sich sogar eingebildet haben, die christliche Deutung der Erbsünde wissenschaftlich fundiert, die religiöse Moralisierung damit säkularisiert und entmoralisiert zu haben, statt einer religiösen Fehlinterpretation der menschlichen Anthropologie zusätzlich eine pseudowissenschaftliche Fehlinterpretation aufzustülpen. Hier sprach nicht der Jude, sondern der soweit von seinem sozialen Umfeld christianisierte Freud, insofern erklärt das auch die Anschlussfähigkeit seiner Arbeit in diesem. Das glauben konnte: das Theorem der Erbsünde hat ihren „wahren Kern“ dank Freud „enthüllt“. Beides Theoreme werden am Ende im Mülleimer der Geschichte landen, teilweise ist das freudsche dort bereits gelandet, meine Prognose, bis das kirchliche restlos dort sein wird, wird noch geraume Zeit verstreichen

Natürlich war es nicht Freuds Absicht, den Missbrauch von Kleinkindern zu legitimieren oder deren Psyche moralisch zu verurteilen, ganz im Gegenteil. Was Masson aufdeckte läutete  dennoch den Anfang vom Ende der freudschen Psychoanalyse ein. Am unübersehbarsten stellte sich bei Freud in der Interpretationssphäre der Mädchensexualität (im Vergleich zu der des Knaben „die schwierigere und kompliziertere“ (1932), der unangenehme Verdacht ein, dass er an einem künstlichen Bau von Hypothesen bastelt, der mit zwei, drei kräftigen wissenschaftlichen Windstössen umgeblasen wird.

08.04.2521

Unsere Ostnostalgiker. Der Schriftsteller und Dresden-Kenner Uwe Tellkamp („Atelier“, nicht gemacht, aber vertrieben durch den ostdeutschen Provinz- und Rechtsverlag Antaios), das Promi-Maler-Ehepaar Rosa Loy und Neo Rauch aus Zwickau und Leipzig – oder die Ersatz-DDR in der Form von Provinzialität und Heimatland (Deutschliebe) stösst bei Westdeutschen soziogenetisch bedingt mehrheitlich auf wenig Verständnis und Gegenliebe  – für diese Ex-DDR-Ler, die heute 50, 60, 70 Jahre alt sind, ist das bereits Ausland, sind die in ihren Augen viel zu dominanten Links-Grünen (Anti-Provinziellen, Anti-Nationalistischen) vor allem Westdeutschland und Westen. Schon diese Wessis sind ihnen fremd, wie fremd ihnen Fremde sind, das kann man sich ausdenken und in Zeitungen nachlesen. Tatsächlich haben Provinzialität wie Internationalität, Osten wie Westen, Heimat- wie Europa- und Weltliebe, ihre eigene Begründung und Berechtigung und es spricht eher weniger als mehr dafür, dass der Mensch so eng geschnitten ist, dass nicht alle diese Ebenen und Referenzen in seiner grossen Brust, in seinem grossen Geist nicht Platz hätten, allein der Kleingeist macht ihn kleiner, das Fremde fremder und das Eigene exorbitanter als es ist.

07.04.2521

Das Virus und die Krebszelle laden wie andere Überlistungs- und Einnistungsstrategien im Tierreich zu Metapherübertragungen in soziale Wirklichkeiten des Menschen ein, nicht unbedingt mit völlig falscher, aber beschränkter Aussagekraft. Zum Beispiel Hitler als komplexer Virusparasit, der den rationalen Schutz, die Vernunftimmunisierung eines Kollektivs mit Mimikry und Umprogrammierung unterlief und massenhaft von ihm Infizierte (Umprogrammierte) und Getötete (Ermordete) mit sich in den Abgrund riss. Hitler und seine rassistische Bewegung als soziale Pest, als virale Seuche, die man am Ende nur noch mit Krieg, mit Vernichtung von Millionen Umprogrammierter bekämpfen und eindämmen konnte. Im Kampf etablierter Programme gegen ein Neuprogramm, das, zeitweise von den etablierten unterstützt, gegen ein anderes, das kommunistische Neuprogramm ausgerichtet war, auch gegen das zionistische, diente diese antisemitische Ausrichtung gegen einen konstruierten virtuellen Feind nicht der Vernichtung eines realen Feindes und Programms, der sowjetische und europäische Kommunismus.

06.04.2521

Es gibt Vereinfachung, die Komplexität möglich macht, und Vereinfachung, die durch Komplexität möglich gemacht wird – das Virus ist von zweiterer Vereinfachungsform.

05.04.2521

Der extreme Zellparasit – Krebs – und der extreme Virusparasit – Ebola, Sars, usw.

04.04.2521

Im Virusparasit ist nicht nur die Replikation programmiert, sondern das Reentry der dazu notwendigen Eigenschaften des Wirten. Das Pseudolebewesen lagerte das zum Leben Notwendige in den Wirt aus (bzw. holt sich das dort „Ausgelagerte“, macht es sich zu Nutzen). Es besteht aus dem Dreh, dieses für sich anzuwenden, für sich leben zu lassen (lebend zu machen), auf Kosten des Lebens des Wirten, hat sich der Virusparasit in diesem nicht pseudo-symbiontisch integriert – wurde er von diesem nicht pseudo-symbiontisch gehemmt. Wir wissen, dass das dem Flughund mit Ebola-Viren gelingt, was uns Menschen nicht gelingt. Man lerrnt für sich, studiert man, wie das dem Flughund gelingt – seit 2015 gibt es ein Mittel gegen Ebola, das diese Steuer- und Hemmleistung im Menschen erbringt.

03.04.2521

Da sie beide über extremparasitäre Phänomene arbeiten, sollten Virologie und Onkologie ihre Zusammenarbeit intensivieren.

02.04.2521

Krebs hat Eigenschaften, zeigt Züge von Extremparasitismus. Hier programmiert eine abgefallene Zelle sich zum egoistischen Eigenprogramm um, und reisst damit den ganzen Wirt in den Tod, weiss dieser sich davor nicht zu schützen.

01.04.2521

Umwendung, Inversion zum absoluten Existenzminimum in Richtung eines Existenzmaximals (das Auswendung, Exversion betreibt), ist vermutlich das „Geheimnis“, der Evolutionsweg des Virusparasiten.

30.03.2521

Das Virus macht einen Teil eines Grossprogramms, eines Fremdprogramms, zu seinem Eigenprogramm. Man kann sagen: dieser sekundäre destruktive Egoismus ist Abfallprodukt eines überproduktiven Evolutionismus, dessen komplexeren Wesen ebenfalls egoistischen Eigenprogrammen folgen.

30.03.2521

Es gehört zur Natur des Überschusses, dass er Ausschuss produziert: Parasiten, die nichts anderes liefern, als vom Vorhandenen (Überschiessenden) zu leben und es (für ihr Leben) zu zerstören.

29.03.2521

Wie der Abgefallene Engel einer wunderbaren Schöpfungsgeschichte, legt das Virus unsere Gesellschaft, nicht nur unsere Körper lahm.

28.03.2521

Das Virus ist so etwas wie der Abgefallene Engel im Zuge einer wunderbaren Schöpfungsgeschichte: Es wendet das Gute für das Böse an.

27.03.2521

Über Extremparasitismus. Zur Evolution des Parasitismus und des Extremparasitismus. Man kann evolutionsgeschichtlich vermuten, dass der Extremparasitismus sich aus dem Parasitismus entwickelte. Eine andere extremparasitäre Form als die des Virus ist die Mehr-Wirte-Genese eines Parasiten – Malaria ist insofern auch eine extremparasitäre Form der Fortpflanzung und Ausbreitung. Das Parasitenvirus ist zu nichts anderem in der Lage, als im Wirt sich zu transkribieren und replizieren: es hat dabei alle Gen-Eigenschaften, die den Wirt zu einem komplexen Lebe- und Fortpflanzungswesen aufbauen, auf allein diese Eigenschaft spezialisiert: sich in den komplexen Aufbau des Wirts einzuhacken, und mit diesem allein seine extrem reduzierte Replikation zu starten (für den Wirt, der sich dagegen nicht erfolgreich immunisieren kann, eine tödliche Angelegenheit). Diese extrem reduzierte Replikation und Spezialisierung erforderte für sich eine relativ anspruchsvolle Eigenkomplexität (siehe z.B. Wikipedia „Ebolavirus“), ihr Design folgt dem Auftrag der Eigenkomplexität jeder DNA – sich zu transkribieren und replizieren.

26.03.2521

Neueste Entdeckung aus den unbekannten Regionen Europas: Rila, Pirin, Rhodopen und Strandscha – Bergwelten Bulgariens, darunter Gebiete mit einer Fauna, die als einzige von Europa von der Eiszeit verschont blieb.

25.03.2521

Das Corona-Virus als Extremparasit.  Das Virus als einen Prozess zu beschreiben, das reicht nicht. Milchbakterien in unserem Magen sind auch ein Prozess, allerdings unterscheiden wir bereits dort von guten, für uns lebenswichtigen Bakterien (Prozessen) und schädlichen, die wir möglichst loswerden, beseitigen, wollen oder müssen. Parasiten werden als Schädlinge definiert, die nur mit Wirten leben können, die sie für ihre Replikation benutzen und denen sie schaden – Symbionten hingegen leben mit dem Wirt zusammen, ohne diesem abträglich zu sein, eher nützlich.
Das Covid-19 evozierende Corona-Virus lässt sich am besten als Extremparasit beschreiben, extrem an ihm ist allein aus der äusseren Betrachtung, vor der inneren  Analyse, seine Reduziertheit, Geruchslosigkeit und Unsichtbarkeit, seine physische Kleinexistenz jenseits unserer visuellen und sensuellen Aussenwahrnehmung. Unser Körper nimmt diesen Extremparasiten erst inwendig wahr, wann es zu spät ist, wann es unsere äussere Wahrnehmung unterlaufen und übersprungen und sich in uns eingenistet hat, dann beginnt der Körper es immunologisch als Fremd- und Zerstörungskörper „wahrzunehmen“, mit der Intention, den Betrieb aufrechtzuerhalten und diese Betriebsstörung auszuschalten (dafür braucht der Körper ca. 20 Tage oder der Wirt, der Mensch stirbt binnen ca. 8 Tagen nach der Infektion an Lungenentzündung/Erstickungstod bei unzureichender Intensivbehandlung). Wegen dieser Unsichtbarkeit, Kleinheit und Geruchslosigkeit dauerte es lange, bis die Aufklärung der Menschheit hinter den „bösen Geistern“, die in uns spuken können, die Extremparasiten und Bakterien entdeckte. Mit dem Glauben an sie existierte schon früh in der Menschheit eine Ahnung von diesen unsichtbaren Extremparasiten „in der Luft“, und die aristotelische Miasmustheorie ging ja davon aus, dass „schlechte“ bzw. verseuchte Luft die Ursache für eine Seuche wie die Pest sei. Aus heutiger kontagionstheoretischer Perspektive lag Aristoteles damit einmal mehr gar nicht so stark daneben, zumal was die Übertragung der Lungenpest und z.B. der Diphterie, die über Tröpfcheninfektion via Luftraum und -weg übertragen wurde und wird, betraf.
Das Corona-Virus ist ein Extremparasit, der durch Tröpfcheninfektion übertragen, nur mit einem Wirt „leben“ kann, dabei wird bei diesem Extremparasiten Leben auf das „Extrem“ reduziert, auf reine Replikation mit dem Material des Wirts. Ein für den Wirt zu schnell tödliches Virus zerstörte die Replikations- und Lebensbasis des Virus, es zerstörte sich selber, verringerte seine Verbreitungsfähigkeit. Das hochinfektiöse Ebola-Virus ereilt dieses Schicksal, ist sein Wirt der Mensch, der kein „idealer“ Wirt für diesen Extremparasiten ist. In seinem angestammten Wirt hat er sich pseudo-symbiontisch stabilisiert, er stirbt ihm nicht unter den Füssen, die ihm selber fehlen, weg. Ebola ist ein hochinfektiöser Exttremparasit, doch ähnlich wie bei der Peulenpest rottete er sich selber aus,  rottete er zu schnell den Wirt aus bzw. für Flöhe, Ratten und die Tröpfcheninfektion gab es irgendwann nicht mehr genug Menschen in der Nachbarschaft, weil die entweder tot oder geflüchtet waren, so erschöpfte sich die Pest irgendwann an sich selber. Und kamen Menschen zurück in das verseuchte Gebiet, entwickelten sie wieder eine gewisse Bevölkerungsdichte, entstand erneut eine Verdichtung von Chancen, von Zufällen für den Extremparasiten, in den Wirt Mensch überzuspringen. Eine neue Pestwelle nahm ihren  Anfang. Je schneller Angesteckte isoliert und vor ihnen geflüchtet wurde, desto kleiner und kürzer wurde sie.
Wir stehen auf dem Kriegsfuss mit einem Extremparasiten – bitte verschönen oder vernebeln wir die Sache nicht – auch wenn ich selber nicht Fan von Kriegsmetaphern bin. Dieser Extremparasit verursacht teilweise lebensbedrohliche Krankheiten (umgangssprachlich: Lungenentzündung) im neuen Wirt. Es gibt allerdings Wirte bei dem sich dieser Extremparasit als Symbiont eingerichtet hat oder der Wirt hat ihn vom Parasit zum Symbiont mutiert – beim Wechsel zu einem neuen Wirt wird aus dem Symbiont wieder ein Extremparasit… ..man kann also sagen, das „Virus“ fühlt sich im Moment auch nicht „wohl“ – es sprang nicht aus Bösartigkeit zu einem neuen Wirt, es wurde in diesen aus Zufall eingepflanzt, dort fremd, treibt Unruhe es von Mensch zu Mensch, von Wirt zu Wirt. Wir werden diesen gefährlichen Extremparasiten, diesen tödlichen Unruheherd entweder pseudo-symbiontisch zähmen oder ausmerzen (oder beides).

24.03.2521

Die Soziopsychogenese der Empathie.

23.03.2521

Was ist Soziogenetik, was zählt zur Soziopsychogenetik? Norbert Elias sprach von „soziogenetischen Untersuchungen„. Zum Beispiel die Erklärung, dass primäre Homosexualität, eine normale, einigermassen seltene Disposition, psychogenetisch entstanden ist, auch deswegen nicht oberflächlich wegtherapiert werden kann (viel häufiger ist periphere Homosexualität, also die, die fast jede/r nur peripher sein kann und will – es sei, die soziale Umwelt wird ein Knast, in dem zum Beispiel heterosexuelle Männer vorübergehend und „sekundär“ homosexuell agieren).  Zur Soziopsychogenetik zählt zudem die Erklärung, dass Urangst, ein „natürliches“ Gefühl, auf der Soziogenese der Mutter-Kind-Urbeziehung beruht.  Was ist Fürsorgeinstinkt für sie? Die durchgemachte, die überlebte Urangst der Mutter, als sie selber ein Kleinkind war – die dadurch entstandene Empathie für die Angst ihres Kindes. Sie treibt die Mutter (heute: den Elter) leidenschaftlich und das Kleinkind „leidend“ gleichermassen fürs Überleben zu sorgen (fürs Kleinkind: allenfalls zu schreien) an. Die überwundene erlittene Urangst, der ausgewachsene Elter, hilft die erleidende Urangst des Heranwachsenden zu überwinden, zumal zu beruhigen. Die Urempathie der Mutter, des Elters, für ihr, für sein Kind in Ängsten – und darauf basierend für andere, für jeden Menschen, allenfalls auch für Klein(säuge)tiere, beruht auf der selbsterlittenen und selber durchlebten Urangst und Kleinkindsituation (bei gerade Mutter gewordenen Löwinnen gibt es Empathieeinbrüche dieser Art, dass sie dann sogar Gazellensäuglinge wie ihre eigene Brut versorgt und gegen andere Löwinnen verteidigt: „Liebe dein Fressopfer, deine Beute, wie dich selbst, umsorge es wie deine eigene Brut“ würde sie dann predigen, könnte sie sprechen…eine Predigt, die streng befolgt, zum Aussterben der Löwen führen würde…). Diese Empathie agiert aus dem primären Echo- und sozialen Prägungsraum den sowohl Urangst (Urstress) als auch Urbefriedigung, das positive Gefühl, wird diese aufgehoben, vorderhand ausser Kraft gesetzt, dominieren.

23.03.2521

Aus soziopsychogenetischer  Sicht ist Freuds Urangst-Szenario eine sekundäre phallozentrische, androzentrische Überschreibung.

22.03.2521

Der fast schon peinliche Versuch Freuds, die Urangst des Kleinkinds auf den mit Kastration drohenden Vater zu übertragen – Fehlkonstruktion, die nur einigermassen für den Jungen, nicht für das Mädchen „funktionierte“ in einer Umwelt, die den Primat des Mannes, des Phallus, über alles, v.a. die Frau, die Mutter, stellte.

21.03.2521

Die Basis des Bösen. Vernabelt mit Gott, nicht nur verheiratet mit Gott – Anmerkung zu 3. Mos (Leviticus). Die Grundlage des vom HERRN diktierten „heiligen“ Ehebundes und Grundmuster der Beziehung Gläubiger-HERR (JHWH) ist die Kleinkind-Mutter-Beziehung. Liebe deine Partnerin, deinen Partner wie deine Mutter, sei mit ihr, mit ihm verbunden, wie du mit Mutter verbunden warst und wie Mutter es mit dir als Kleinkind war. Der kommunikative Ausfluss des HERRN ist heilige Milch, am Busen des HERRN soll seine lebensspendende Milch aufgesogen werden, nur mit ihr wächst das Leben ins Unsterbliche… Auf Ehebruch steht die Todestrafe. Die umfassende Lebensnotwendigkeit der Beziehung zum maternalen Elter für das Kleinkind – ihr Unterbruch wäre für es lebensbedrohlich – spiegelt der mosaische Ehebund und die angedrohte Todesstrafe bei seinem Bruch wieder. Im Koran steht auf den Bruch der „Ehe“ mit Gott (Apostasie) gleich einem mosaischen Ehebruch ebenfalls die Todesstrafe, auch hier wird suggeriert und von einer frühkindlichen Erfahrungsressource und Erinnerungsspur profitiert, die Beziehung des Gläubigen zu Allah, der die umsorgende Mutter und den strengen Vater im Himmel repräsentiert, sei so notwendig, ihr Bruch so lebensgefährlich für den Gläubigen wie für das Kleinkind der Abbruch der „Vernabelung“ mit der Mutter, gleichzeitig respräsentiert Allah, der HERR, aber auch das Kleinkind, das verloren wäre, verlässt die Mutter es, fühlt sie sich mit ihm nicht mehr verbunden, für sein Überleben nicht mehr verpflichtet. Man gefährdet die Existenz Allahs verlässt man ihn (könnte man fast glauben), nicht nur dieser bedroht die Existenz des Gläubigen, fällt dieser von ihm ab. Man kann sagen die Basis der abrahamischen Religion, nicht nur seines Ehebundes, beruht auf einem „fruchtbaren“ Übertragungsfehler. Basiert auf der für unser Leben und Überleben ersten grundlegenden sozialen Doppelbeziehung, ein soziales Existential: jener des Kleinkinds, das keine andere Wahl hat, sonst ginge es zu grunde, zur Mutter, und jener der Mutter, die die Wahl hat, dann aber ging es zu grunde, zum Kleinkind. Die Mutter, die vom Kleinkind „abfällt“, die eigentlich „böse“ Mutter, wurde dann auch die Basis des Bösen, der erste Horror, die Urangst des Kleinkinds – von daher erhält Sartres „Die Hölle, das sind die anderen“ eine tiefere, eine weitere Bedeutung.

20.03.2521

Es war unwahrscheinlich,  dass ich überhaupt zur Existenz kommen konnte – ich nehme den Preis dafür, die Einkehr, das Sterben in Kauf.

19.03.2521

Ich, Mensch, gewinne mehr als die anderen Lebewesen dieses Planeten und ich verliere mehr als sie.

18.03.2521

Sogar beim Sterben steht das Leben im Vordergrund, kommt das Überleben und das Weiterleben zuerst.

17.03.2521

Unsere ewige Krönung. Auch dass wir alle vor der ganz grossen Herausforderung stehen, und, ob wir wollen oder nicht, sie bewältigen müssen, unser Sterben, unsere Kehre, Einkehr, Rückkehr, macht uns alle zu einem Mitglied einer grandiosen Schicksalsgemeinschaft, zu einer heroischen Spezies der Freude und Trauer, zu einer herausragenden Auszeichnung, zu Würdeträgern, die uns Respekt vor sich, vor jedem Menschen einflössen sollte (Vorsicht, Nachsicht, Umsicht und ein Grundverständnis für jeden Menschen).

17.03.2521

Sterben, wieder nichts zu werden, ist nicht weniger aussergewöhnlich, nicht weniger ausgezeichnet als die Auszeichnung, zu werden, nicht nichts zu sein, zu leben.

16.03.2521

Unsere ewige Krönung. Es gibt nichts Enthusiastischeres, als dass wir in unsere Mutter verliebt sind, die uns zur Welt gebracht hat, als dass wir in unseren Vater verliebt sind, der uns mitgeschaffen hat, und in deren Eltern und in deren und so weiter. Es gibt nichts Enthusiastischeres als dass wir in unser Leben verliebt sind, das uns geschenkt worden ist, als dass wir in unsere Kinder verliebt sind, denen wir das Leben schenken, das uns das Weiterleben schenkt, als dass wir in die edle Gesellschaft verliebt sind, die dieses Geschenk, das uns krönt, das uns auszeichnet, würdigt, es gibt nichts Enthusiastischeres, als die Geheimnisvolle, die Änigma der Materie, im Geiste zu umarmen,  – von daher lässt sich jede Gesellschaftskritik ableiten: würdigt sie uns ausreichend oder spottet, verachtet sie uns, verehrt sie die Änigma oder leugnet sie sie – ermöglicht sie es, das Leben zu feiern oder nicht. Jeder Mensch ist gekrönt und eingeboren in die weltliche und änigmatische Sphäre, wird durch die Geburt und die Änigma geadelt. Die Gesellschaft gleichermassen geadelter Menschen ist eine Art kommunistische Adelsgesellschaft und änigmatische Glaubensgemeinschaft.

15.03.2521

Unsere ewige Krönung. Gott, die Änigma, hat offenbar lebenden Menschen etwas zu sagen. Wenn sie über uns als Tote herrschen würde – ewig -, könnte sie einfach warten bis wir in ihrem Hades sind, ohne den fernen, mühsamen Weg in unsere Lebenskommunikation auf sich zu nehmen und von ihr Akommunizierte auf uns loszulassen.

15.03.2521

Über die Rückkehr. Es gibt keine Grundangst vor dem Nichts (vor „Nichts“ kann man keine Angst haben), wir danken es dem Nichts – könnte es ihm gedankt werden -, nicht „es“ – wäre das Nichts ein „es“ – zu sein. Wir kehren nicht in das Nichts zurück, aus dem wir auch nicht kamen. Eher zer-fallen wir in die Genesis unserer Welt, die Zerfallenheit sammelt wie ein Misthaufen, der Dünger wird, und in die änigmatische Dimension, in der uns Gott, die Änigma, uns erhält. Für Christen, für orthodoxe, ist das Leben eine einzige Prüfung, ihr Gott wartet ihre kurze Endlichkeit nicht ab, sondern macht sie zur Richtschnur dafür, in welche Ewigkeit, ob in die himmlische oder höllische, die Seele nach dem Tod eintritt. Auch im Buddhismus erhält die kurze endliche Lebenspanne unendliches Gewicht…, so denunziert sie auch wird, so für nichtig erklärt sie wird. Erst der perfekte Auftritt, die vollkommene Veredelung in ihr, die vollkommene lebendige Nichtung des Leidens am Leben, erlaubt und ermöglicht dem Endlichen die Rückkehr in diese Hölle für immer für das himmlische Nirvana zu verlassen. Doch dem, dem in diesem Jammertal das Leiden  so göttlich zu überwinden, wegzumeditierend gelang, was schert er sich noch um das Nirvana? Und warum sitzt in den Tempeln Buddha wie ein Lockvogel auf dem Ast? Er war nie fort.

15.03.2521

Das Leben ist unser Elixier – davor waren wir tausende Millionen Jahre nichts, dann wurden wir auserwählt, nicht nichts zu sein, und danach sind wir tausende Millionen Jahre nichts, diesmal aber mit der ewigen Krone, nicht nichts gewesen zu sein.

14.03.2521

Wir müssen sowohl Spinoza verabschieden, weil seine Einheit (Monotheosubstantialistik) zu einfach ist, als auch Descartes, weil seine Differenz (Differenzontologie) zu einfach ist. Es gibt eine änigmatische Dimension, die uns (mich) akommuniziert. Keinem Menschen wäre die geniale Idee eingefallen, dass sie uns mit „Du bist Philosoph/in. Philosophie“ akommuniziert, und damit Luthers Versuch – überhaupt jeden theologischen Versuch -, Theologie von Philosophie abzuheben, vereitelt.

14.03.2521

Wahre Philosophie kommuniziert akommuniziert – sie ist also grösstenteils in Kommunikationen, die sich Akommunikationen zuschreiben, in theologischen (religiösen) Texten zu finden. Und was ist mit „weltlicher Philosophie“ – nicht metaphysischer oder änigmatischer? Finde dich zuerst in der Welt mit der änigmatischen Brücke, in der du bist, auf der du stehst, zu recht – dann richte die Welt danach aus, nach den Obligationen dieses deines In-der-Welt-auf-der-Brücke-Stehens.

14.03.2521

Wie wird ein dimensionsloses, zeit- und raum-loses Wesen „welt-dimensional“ ist verwandt mit der Frage: wie gelangt seine Akommunikation in unsere Welt und Kommunikation.

13.03.2521

Unsere Welt und Gott, die Änigma (auf unsere Welt bezogen: die Grundbeziehung von der Mutter zum Kind und vom Kind zur Mutter, der Vater kommt erst später dazu) liegt allem,  was änigmatische Beziehung und Dimension betrifft, zugrunde, auch diesem später hinzukommenden „HERRN“, gleichsam als „Mutter“ aller Götter (aller Monotheismen, Nirvanas, Natur-und Tier-Götter) oder unserer Welt liegt die änigmatische Dimension zugrunde (in sie projizierte Platon platonische Körper). Oder beides, oder teilweise oder zeitweise.

12.03.2521

Diesen Gedanken gilt es zu vertiefen: „die biologische Grundzelle der einzig erlaubten sexuellen Beziehung, die Ehe, scheint die prä- und postnatale Mutter-Säuglings-Beziehung zu sein, die für den Säugling lebensnotwendig ist – übertragen auf die Ehebeziehung, jeder Bruch, jede Abänderung von ihr ist des Todes.“ dieser biologische Urbezug erklärt wahrscheinlich mehr die „Stabilität“ dieser mosaischen Ehe- und Religionsordnung, als der (sekundäre?) zu ihrem HERRN. Dass es Mutterhäuser und Ersatz-Mütter geben könnte – Polygamie wird bei Moses ausgeschlossen, im Koran wird an die bestehenden Verhältnisse adaptiert von vier erlaubten Ehefrauen für den Ehemann ausgegangen (Sklavinnen nicht hinzugerechnet).

12.03.2521

Vernabelt mit Gott, nicht nur verheiratet mit Gott. Die Kleinkind-Mutter-Beziehung ist die die Grundlage des vom HERRN diktierten „heiligen“ Ehebundes und Grundmuster der Beziehung Gläubiger-HERR. Liebe deine Partnerin, deinen Partner wie deine Mutter, sei mit ihr, mit ihm verbunden, wie du mit Mutter verbunden warst und wie Mutter es mit dir als Kleinkind war. Der kommunikativer Ausfluss des HERRN ist heilige Milch, am Busen des HERRN soll seine lebensspendende Milch aufgesogen werden, nur mit ihr wächst das Leben ins Unsterbliche… Die umfassende Lebensnotwendigkeit der Beziehung zum maternalen Elter für das Kleinkind – ihr Unterbruch wäre für es lebensbedrohlich – spiegelt der mosaische Ehebund und die angedrohte Todesstrafe bei seinem Bruch wieder. Im Koran steht auf den Bruch der „Ehe“ mit Gott (Apostasie) gleich einem mosaischen Ehebruch die Todesstrafe, auch hier wird suggeriert und von einer frühkindlichen Erfahrungsressource profitiert, die Beziehung des Gläubigen zu Allah, der die umsorgende Mutter und den strengen Vater im Himmel repräsentiert, sei so notwendig, ihr Bruch so lebensgefährlich wie der Bezug des Kleinkinds zur Mutter, gleichzeitig respräsentiert Allah, der HERR, aber auch das Kleinkind, das verloren wäre, verlässt die Mutter es, fühlt sie sich mit ihm nicht mehr verbunden, für sein Überleben nicht mehr verpflichtet. Man gefährdet die Existenz Allahs verlässt man ihn, nicht nur dieser bedroht die Existenz des Gläubigen, fällt dieser von ihm ab. Man kann sagen die Basis der abrahamischen Religion, nicht nur seines Ehebundes, beruht auf einem „fruchtbaren“ Übertragungsfehler. Basiert auf der für unser Leben und Überleben ersten grundlegenden sozialen Doppelbeziehung: jener des Klindkinds, das keine andere Wahl hat, sonst ginge es zu grunde, zur Mutter, und jener der Mutter, die die Wahl hat, dann aber ging es zu grunde, zum Kleinkind. Die Mutter, die vom Kleinkind „abfällt“, die eigentlich „böse“ Mutter, wurde dann auch die Basis des Bösen, der erste Horror des Kleinkinds.

11.03.2521

Hört die angeordnete Nächsten- und Fremdenliebe („du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst“ 3.Mos.19 – 18//““Du sollst den Fremden lieben wie Dich selbst“/3.Mos.19 -34) beim Ehebruch, beim Sex mit der Frau des Nächsten auf, so erst recht beim Sex eines Mannes mit einem Mann (Sodomie) und mit einem Tier (Bestialitas). 3.Mos.18- „Und bei einem Mann sollst du nicht liegen wie man bei einer Frau liegt: ein Greuel ist es. Und bei keinem Vieh sollst du liegen, so dass du dich an ihm unrein machst. Und eine Frau soll sich nicht vor ein Vieh hinstellen, damit es sie begattet.“  – der HERR erinnert daran, dass er Völker, die sich dadurch „unrein“ gemacht hatten, „ausgespien“ habe, das sind „greuliche Bräuche“ – sie sollen sich an seine göttlichen Vorschriften halten, dann bewahren sie sich rein und heilig.  Als ordentliche Orientierung in der Unordnung und Orientierungslosigkeit, akommuniziert und geheiligt von ihrem Gott, der HERR über alle Herren und Sklaven ihres Volkes („Und ich hab euch von den Völkern ausgesondert, um mein zu sein.“) so schreitet diese erste abrahamische Überlegenheitsekstase voran…

10.03.2521

Interessanterweise schimmert bei Moses wie im Koran dort am deutlichsten der Patriarch, der Mann, durch den Text, wo es um die sexuelle Kontrolle geht – um die Kontrolle der Sexualität der Männer in der eigenen Volksgemeinschaft und /oder Familie wie auch um die sexuelle Kontrolle über die verheiratete Frau, bzw. Mohammeds Frauen (auch dort mit Sonderregelungen für Sex mit Sklavinnen).  Die biosoziale Grundlage der einzig erlaubten sexuellen Beziehung, die Ehe, scheint die postnatale Mutter-Säuglings-Beziehung zu sein, die für den Säugling lebensnotwendig ist – übertragen auf die Ehebeziehung, jeder Bruch, jede Abänderung von ihr ist des Todes. Dabei wird aus der Sicht eines sexuell aktiven Mannes geschrieben und beobachtet, der quasi mit jeder Frau schläft –  von der Sklavin bis zur Schwester, Schwiegertochter, Mutter (Zweitfrau des Vaters?). Wer Ehebruch treibt mit der Frau eines Nächsten  – müsse zusammen mit der Ehebrecherin getötet werden – sie „sollen ausgerottet werden„, man soll sie „mit Feuer verbrennen“ , „dann sollen sie „kinderlos sterben“ (3.Mos (Leviticus) 19-21)- ein Hinweis auf Zwangssterilisation/Kastration – Ausnahme: wird mit einer verlobten Sklavin geschlafen  -statt beide zu töten, fordert der HERR vom Herrn Schadenersatz und als Schuldopfer ein Widder, mit dem ein Priester beim HERRN (JHWH) „Sühnung erwirken“ soll (das Opfertier stirbt für die Täter) – Hauptargument: die Frau war nicht „frei“. Damit wird der freie, frei entscheidende Akt des Eheversprechens und Ehebundes unter Gleichen (Freien) unterstrichen – auf derselben „heiligen“ Basis beruht der Bund zwischen ihnen und ihrem Gott, der sie heiligt, denn er ist es (das einmal freiwillig eingegangene Bündnis darf nicht mehr gebrochen werden  – im Koran steht auf den Bruch mit Gott (Apostasie) gleich einem mosaischen Ehebruch die Todesstrafe). Sie sind Akommunizierte durch akustisch-verbale Akommunikation ihres Gottes („Und der Herr redet zu Moses„), die ihnen der akommunizierte Moses kommuniziert („Und der Herr redet zu Moses: Rede zu der ganzen Gemeinde der Söhne Israel….“):  Für den Text: Schreibe für die Herren über Schrift und Archiv deiner Sprachgemeinschaft meine Herren-Worte (Akommunikationen) an Dich auf. Die Frauen (die Töchter Israel) sind hier kein Thema, sie werden bloss in diesem männlichen Korpus von Schrift und Archiv zu einem. Dasselbe gilt für die Änigma: eingeschlossen, wird sie ausgeschlossen.

09.03.2521

Hollywood und die Coronavirus-Pandemie. Hollywood als Produzent von globalen psychologischen Eingewöhnungsprogrammen in fiktionaler Form für reale Apokalypseszenarios – am Beispiel der „milden“ Corona-Virus-Pandemie (der Virologe als Held) – theoretisch hätte das Virus viel tödlicher sein können – kann das nächste pandemische Virus viel massenvernichtender sein – auf dieses müssen wir vorbereitet sein – kein Witz (die Prepper sind weniger weltfremd als gemeinhin angenommen: bisschen Prepper sollte jede/r sein…). Wir haben „Walking Dead“ (2010-2020), ein Virus mutiert Menschen zu Zombies, auch Gesunde sind von ihm infiziert, wir haben „Resident Evil“ (2002-2016), eine Corporation bevorzugt auf gesittete Weise, mit ihrem Virus die Menschheit auszurotten  – ausser eine auserlesen Gesellschaft, die über das Immunmittel verfügt oder eingefroren wurde, und Klone, darunter Alice (Mila Jojovich) -, bevor das diese überbevölkerte, umweltzerstörerende Welt mit einem Atomkrieg auf langzeitlich viel destruktivere Weise selber macht, und wir haben „12 Monkeys“ (1995). nach einer Virus-Pandemie überlebte rund 1 % der Weltbevölkerung – wir haben „Outbreak“ (1995) mit Dustin Hoffman als Held-Virologe – ein vom US-Militär modifziertes Virus gerät ausser Kontrolle – wir haben den Blockbuster „I am Legend“ (2007) mit Will Smith als Held-Virologe, in dem ein modifiziertes Masern-Virus statt zum Wunderheilmittel zum (fast) Alleszerstörer mutiert.

09.03.2521

Zur Coronapandemie im Jahr 2020 nach Jeshua. Fakt ist, dass die medizinische Gentherapie zum Guten modifizierte Viren als Heilmittel gegen Hautkrebs einsetzt und was zum Guten, kann oft auch zum Bösen eingesetzt werden – können modifizierte Viren als militärische Massenvernichtungswaffen eingesetzt werden – natürlich nur dann, wenn die Aggressoren auch über einen Impfstoff und Immunität dagegen verfügen – somit auch über einen Zeitvorteil gegenüber dem Feind – „potentieller Bedroher“ oder „Schädling“, den sie mit dem Virus „unschädlich“ zu machen bzw. zu „beseitigen“ beabsichtigen. Das macht diese militärische Biowaffe effizienter und gefährlicher als eine A-Bombe – ihr Einsatz kontaminiert nicht die Erde und die Athmosphäre für Jahre und Jahrhunderte. Am Ende überlebte dieser Pandemie-Angriff nur ein kleiner Kreis von Menschen, der sich immunisierte gegen dieses Virus, allenfalls auch mit Impfstoff seine „ingroup“ heilt, und ein paar isolierte Gruppen (das könnten auch feindliche Militärs sein, und wird der Virus-Einsatz nicht gut genug getarnt vollzogen, wird er früh genug enttarnt – artete der unerklärte Krieg doch noch in einen Atomkrieg als Vergeltungsschlag aus – die Sache ist also mehr für die Theorie, für Strategiepapiere und Hollywood-Drehbücher als für die Realität erster Ordnung…). Solche feindseligen „Ideen“ werden im nationalistischen Konkurrenzkapitalismus eher gepusht, im globalen Kooperationskapitalismus indessen unwahrscheinlich gemacht – denn freundschaftlich Kooperierende wollen sich definitiv nicht vernichten – haben solche Massenvernichtungs-Wahnideen nicht im Gepäck.

08.03.2521

Die Lakonie, mit der ich akommuniziert wurde, ist kaum noch zu überbieten – „Philosophie, Du bist Philosoph“  – so lautete, so schrieb sich in den Raum vor mir die göttliche Sure.

08.03.2521 (2)

Die drei Jahre später erfolgte Synchronizitäts-Akommunikation war eine Szene mit Zeit- und Raumverschiebung – aus meiner Warte: zuerst in einer Traumsequenz, die mir am anderen Morgen als ausserordentlich erschien, dann in der Zukunft als reale Gegenwart, die in der Vergangenheit als Zukunftstraum erlebt wurde, erlebt.

08.03.2521 (3)

Wir stellen uns die Szene vor: eine Szene, in einem kleinen Grossraumbüro von einer Schweizer Grossbank-Filiale (die es heute nicht mehr gibt), der Bankkaufmannslehrling betreibt per Schreibmaschine Alchemie – verwandelt durch einen ihm vorliegenden Text durch Übertragung auf Papier Papier in Wertpapier (Obligation).

08.03.2521 (4)

Wieso wurde diese Szene änigmatisch vermittelt, änigmatisch gemacht?  Demonstriert sie einen ausserordentlich bedeutenden Unterschied? weisst sie auf den Unterschied zwischen Akommunikation und Kommunikation, heiligem und gemeinem Text hin? Erst Akommunikation transferiert gewöhnliche in änigmatische (früher hätte man gesagt: göttliche) Kommunikation, erst göttliche (a-)Kommunikation transferiert Kommunikation in akommunizierte Kommunikation – macht aus gewöhnlichem Papier ein Wertpapier. In der ersten Sequenz, in der Traumsequenz blieb „Obligation“ im Raum stehen, blieb dem Jüngling als ihm fremdes Fremdwort erinnert (Wisst ihr, was „Obligation“ heisst, fragte ich meine Tischkameraden im Internat. Nööööö). dieses Wort war für den Dreizehnjährigen ähnlich unbekannt wie für den Zehnjährigen „Philosophie, Philosoph“. Gott, die Änigma, hat es in dieser Offenbarung offenbar mit graecisierten und latinisierten Fremdwörtern, aus der europäischen Kultur, die sie an einen Jungen, mitten in Europa lebend, richtete, der ihre Vermittlungsweisen im Grunde überhaupt nicht (im Grunde nur änigmatisch – C.G.Jung sprach von „Relativität“ von Raum und Zeit) und das Vermittelte nur ein bisschen verstand (daraus ist zu schliessen, dass dieser Junge für sie ein Medium war, die Botschaft richtete sich an ihn als Erwachsener und allgemein an Erwachsene)

07.03.2521

Die Unglaubwürdigkeit einer Glaubensgemeinschaft wächst mit der Länge ihres von ihr sakralisierten Textes, auch die Bahai produzierten einfach zuviel Kommunikation, genauer: zu wenig akommunizierte, zu viel selbstkommunizierte Kommunikation.

07.03.2521

Das letzte Wort, das gültige Testament der Änigma – -solange sie es nicht anderswo und -wann fortsetzt – ist die lakonische frohe Botschaft: ihr seit die Obligation des Lebens, ihr lebt liebt kehrt zurück und geht über euch hinaus für die Obligationen des Lebens (bewahrt euch, bewahrt sie) als Philosoph, Philosophin. Ist die Änigma – eine Einheit, eine Vielheit?  ist sie mehr ein „hinduistisches“, inkohärent mehrgötterhaftes als ein streng monotheistisch-abrahamisches Wesen, das auf eine sehr menschgemachte Kohärenz hin gedrillt und zurechtgemurkst wurde? Wir wissen es nicht, und gehen daher von beidem aus (sowohl als auch, weder noch).

06.03.2521

Die grosse Solidarität. Der Visionär, der akommunizierte? der hochgradig in seiner Überlegenheitsekstase selbstbegeisterte? Jesaja (wir wissen nicht genau, wer das war,  vielleicht der erste, vielleicht der dritte Jesaja) inszeniert ein ausserordentlich gastfreundschaftliches auserwähltes und letztes Vok, das zugleich die grosse, die grösste Solidarität unter der Menschheit verkörpert: Kommt, wir haben einen Gott, den ihr nicht habt, kommt wir haben ein Mittel gegen die Sterblichkeit, kommt, ihr dürft, wenn ihr wollt, von unserer, von dieser Speise laben. Wir geben sie euch, wir teilen sie mit euch: In diesem Gestus inszenierte sich später der ebionitische Jesus oder mindestens wurde und wird bis heute der paulinische Jesus inszeniert („Brot und Wein“ von dieser Speise der Ewigkeit…). Jeshua war nicht nur ein Jude, Jeshua war ein Jesajaner, wenn man will: der vierte Jesaja.

05.03.2521

Ob die Bahai Vorläufer oder Mitläufer der AB (Änigmatischen Bewegung) sind? Mensch könnte es meinen, doch tatsächlich ist die Änigma weit freier, weit umfassender, vielleicht auch weit machtloser, nicht nur weit mächtiger als ihr als „Universalgott“ inszenierter Projektionsgott –  eine ent-provinzialisierte Projektion des islamischen und jüdischen abrahamischen Gottes, und alles, was an ihr göttlich ist, ist, aus Sicht der Änigmatischen Bewegung eine änigmatische Emanation – insofern sind alle Religionen, sind sie nicht nur Projektionen, Änigmatische Bewegungen, enthalten sie Akommunikationen und Involutionen der Änigma.  Einen abrahamischen Gott aller Völker gibt es bereits bei Jesaja, wo unter der Regie, man kann auch sagen: unter der Gastfreundschaft des auserwählten Volkes, auf dem Berg Zion (siehe hierzu 04.09.2520 Die absolute Party) allen Völker ein Mahl, das ihnen die Ewigkeit schenkt, ein Mahl, mit dem sie nicht nur den Hunger, sondern die Sterblichkkeit tilgen, am Tag des Untergangalarms, am Tag der Posaunen, angeboten wird.

04.03.2521

Menschen, die sich ohne Berufung, ihr Gottesbild für alle anderen und die Ewigkeit festschreiben lassen wollen, als ob Gott, die Änigma, die wahre Ewigkeit, sich auf irgendetwas, was Menschen festlegten, festlegt und festlegen lässt.

03.03.2521

Präsident Putin will Gott in der reformierten Verfassung Russlands erwähnen. Es ist gut, dass Gott, die Änigma, in einer Verfassung erwähnt wird, doch sie hat uns nicht das  akommuniziert, sondern seit Philosophen, Philosophinnen und nehmt die Obligationen eures Daseins in eure Hand, insofern gehörte das in jede Verfassung.

02.03.2521

Wir wissen fast nichts von der Änigma, ein wenig vom „dass“, weniger vom „wie“ und nichts vom „warum“ durch ihre Akommunikationen und Involutionen, die von ihrer Dimension in unserer und von unserer in ihrer künden. Die Allmachtsphantasien oder -projektionen in sie – wie jene der abrahamischen Grosssekten in ihren Gott oder der Hindus in ihre Götter – können also weiterlaufen… Ausser ihrem akommunikativen und involutiven Gehalt – den Menschen, Männer, teilweise zerstörten, missverstanden, falsch dogmatisierten usw. – sind sie ein entkerntes, hohles Gerede und Phantasieren.

01.03.2521

Auch hier ist die aufschlussreichere Lektüre, die chronologische Lektüre – wenn Sie sie am 26.02.2520 beginnen, dann 27.02.2520 usw.

30.02.2521

Mohammed hatte zunächst ja auch das Problem, die Umwelt davon zu überzeugen, dass er akommuniziert kommuniziert, nicht nur kommuniziert. Doch die Hürde dafür war klein, weil die Umwelt auf eine religiöse Erweckung und Befreiung schon länger wartete. Weiteres dazu siehe z.B. Über die Anfänge 1, S. 280 ff. (Mimetische Genese).

29.02.2521

Hegel kannte die Ebene der änigmatischen Dimension nicht – dort wo sein absoluter Geist schwebt in der Spekulation, akommuniziert Gott, die Änigma, in der Realität, die ich selber erlebte und wahrnahm. Ich kann das heute nur bezeugen, nicht beweisen, und eigenes Augen-, Wahrnehmungs-, Traum- und Erlebenszeugnis – kondensiert zum Erinnerungszeugnis, scheint von Glaubwürdigkeit abzuhängen, scheint, allen Schwächen des Subjektivismus (der Selbsttäuschung, des Irreseins, etc.) ausgeliefert zu sein, scheint eine schwache Basis zu sein. Mensch kann sich wundern, warum eine so vermeintlich allmächtige Wesenheit auf solch schwachen Brücken baut, auf solch schwachen Brücken in unsere Welt geht… Es braucht doch, würde Moses, den es so wahrscheinlich nie gegeben hat, sagen: ein handfestes Wunder, das tausende Zeugen, eine überwältigende Glaubwürdigkeit an sich erzeugt, Menschen, die sich davon nicht mehr überzeugen lassen müssen. Oder vermittelt die Akommunikation eine Überzeugungskraft, die aus ihr, aus mir spricht? Ich kann das glauben, aber es geht nicht um mich (Akommunikation ist wie Kommunikation disseminativ und ein Einzelner Teil eines Sprachkollektivs und hunderter Übersetzungskollektive: und wenn eine Ängima einen Zehnjährigen akommuniziert mit „Du bist Philosoph. Philosophie“, der den Vorgang an sich absolut nicht und seinen kommunikativen Gehalt höchstens halb versteht – dann unterstreicht sie, dass diese Akommunikation den Zehnjährigen transzendiert, transzendieren soll in Richtung uns alle: „Wir sind Philosoph“ – „Wir sollen Philosoph(in) sein“ !) Kurzum, ich werde es demnächst mal mit dem Über-Wasser-Laufen versuchen…, und gewiss werden immer noch einige sagen, dass die Kamera- oder Handyaufnahmen davon deep fake sind, sollte mein Versuch gelingen (ich wähle die Berliner Spree in der Nähe des Bundestages: und werde es nicht abertausendmal, sondern – nach einem Stossgebet an die Änigma: Bitte trage mich über das Wasser – dann glauben alle oder viele, dass es dich gibt und dass du mich akommuniziert hast – nur einmal versuchen…). Nass werde ich aus dem Wasser steigen, und nochmals betonen, dass die Änigma die Physikalität und Genesis unserer Welt uns überlässt, in unsere Hand legt, unserer Selbstverantwortung übergeben hat (besitzt sie überhaupt soviel Macht). Das beweisen wir jeden Tag und jede Nacht – nur ab und zu fliesst sie zu uns, wirkt sie auf uns, als eine sehr ferne, sehr fremde Nachbarin.

29.02.2521

Die reale absolute Dimension ist die änigmatische.

28.02.2521

Hegel kannte die Ebene der änigmatischen Dimension nicht. Dort wo sein absoluter Geist schwebt in der Spekulation, akommuniziert Gott, die Änigma, in der Realität, die ich selber erlebte und wahrnahm (ungefragt, unerwartet, abrupt, als Junge, dann als dreizehn- und achtzehnjähriger junger Mann, dann als Erwachsener – Änigmas Sprung/Spruch sprang mich an, von der Seite und aus der Richtung, in die der „Sprung“ Kierkegaards springt…Bachelard müsste einsehen: Nicht nichts kommt hier „von selbst“…). Die Akommunikation und ihr „göttlicher Logos“ ist indessen nicht mit den traditionellen Gott-Vorstellungen zu verwechseln. Gott, die Änigma, die alle tausend Jahre einen Menschen „anspringt“, „anspricht“, ist primär anders, nicht „höher“ oder so hoch, dass wir es ebenfalls nur als „extrem anders“ verstehen.

28.02.2521

Wir sind in der Eigenmacht der Genesis unserer Welt gefangen wie befreit – und die „Übersetzungs- und Interventionsmacht“ der Änigma – herkommend aus der Genesis ihrer Welt – ist durch diese begrenzt (wir sind stärker durch unsere Beschränktheit und die unserer Welt geprägt als uns narzistisch lieb sein kann) unsere Welt ist durch Zeit und Raum von ihr alteriert, ist anders gemacht.. (sie hat vielleicht Zeit und Raum nicht – und sieht (als ob „Sehen“, Sicht und Umsicht, eine göttlich-änigmatische, nicht nur menschliche Eigenschaft ist…) sie „sieht“ unsere Welt „ganz anders“ – Platoniker würden sagen „eigentlich“) – je mehr Eigenmacht der Genesis unserer Welt unterstellt wird, desto mehr Eigenverantwortung tragen wir für uns und unsere Welt – desto „begrenzter“ ist ihr Einfluss (wenn das so ist) – …und durch die änigmatische Dimension ist sie mit der Welt unserer Genesis verbunden.
Wir wissen nichts von ihr, ausser ihren Akommunikationen und Involutionen, die von ihrer Dimension in unserer und von unserer in ihrer künden. Die Allmachtsphantasien oder -projektionen in sie – wie jene der abrahamischen Grosssekten in ihren Gott oder der Hindus in ihre Götter – können also weiterlaufen… Ausser ihren akommunikativen und involutiven Gehalt – den sie teilweise zerstörten, missverstanden, falsch dogmatisierten usw. – sind sie ein entkerntes, hohles Gerede und Phantasieren.

27.02.2521

Hegel, Bachelard und änigmatische Philosophie. Mit Hegel gesagt: der Verstand isoliert, separiert, dichotomisiert parteiisch. Hegels Vernunft kritisiert das als unterkomplex und zu begrenzt in Zeit und Raum. „Der Verstand bestimmt und hält die Bestimmung fest, die Vernunft ist negativ und dialektisch„. Bachelard (Epistemologie) würde antworten: „Nichts kommt von selbst. Nichs ist gegeben. Alles ist konstruiert.“ Die änigmatische Vernunft und Bewegung würde indessen sowohl Hegel als auch Bachelard widersprechen, ohne den Vorwurf, sie hätten es besser wissen können.

26.02.2521

Hegel und Social Media. Der politisch korrekte Medienenkonsens und -dissens, der die Welt- und Selbstkomplexität gerne in Dichotomien isoliert und versimpelt -zum Beispiel : Links gut, Recht böse (inhuman, unempathisch, egoistisch, nationalistisch, unchristlich)-  bewegt sich aus hegelscher Perspektive im Bereich des hegelschen Verstandes, nicht auf der Ebene der hegelschen Vernunft (und erst recht nicht auf der Ebene des Geistes). Der hegelsche Verstand wird also schnell platt, unterkomplex, unflexibel, undialektisch – aus Sicht der Vernunft. Dort, wo er zu denken (also vernünftiger) zu werden anfangen sollte, wird er oft zur penetranten Behauptung, zur dogmatischen Moralisiererei, zur uneinsichtigen Besserwisserei, zur schlichten und schlechten Erkenntnis, die ihre innere Inflexibilität auch darin ausdrück, dass sie kaum zu Abweichung und Aufweichung fähig ist. Die Dogmatik des Guten beginnt sich von der Realität in ihre eigene abzulösen, einzubinden, einzuwickeln. Auch die Neonazis, die Losernazis, leben in ihrer eigenen „Bubble“, stabilisieren sich in ihren kollektiv geteilten Imaginationen und wollen von der historisch errichteten und ausgehandelten Wirklichkeit, von den neuen Realitäten in der sozialen In- und Umwelt nicht viel wissen, ausser das, was in ihr plattes, dichotomisiertes Selektionsmuster und Weltbild passt. Der hegelsche Verstand dominiert die Social Media, nicht die Vernunft.

25.02.2521

Das neue Israel. Nachtrag zu 18.02.2520. Ein lustiger Vogel ist Michael Wolffsohn in: Wem gehört das heilige Land? Die Wurzeln des Streits zwischen Juden und Arabern (aktualisierte Ausgabe 2015) zumal dann,  kommentiert er die archäologischen Arbeiten von Finkelstein/Silberman (2006), die „die Landnahme sowie die Grosskönigreiche Davids und Salomons ins Reich der Mythen verweisen. Ihre (Be)Funde und ihre grossartigen Bücher lesen sich überzeugend, ändern aber an unserer letzlich tagespolitischen Frage – und Antwort – nichts.“ (Schlusswort und .-punkt des Kapitels). (S. 181). Alles klar, irgendwann wird allerdings ein israelischer Staat zugeben müssen und wollen  – `a pro pos „nichts“ – , dass die vermeintlich historischen Grenzen des david-salomonischen Grossreichs in der Antike so unklar und unsicher geworden sind, das mit ihnen die aktuelle Landnahme nicht mehr begründet werden kann  – das heisst, Israel wird sich dann „letztlich“ auf Realpolitik beziehen und zugleich der eigenen Orthodoxie und Ultraorthodoxie den Boden, den heiligen Boden, der einst dem Reich Davids und Salomons gehört haben soll, unter den Füssen wegziehen. Weil klar geworden ist, dass nicht klar ist, welcher Boden bis zu welcher Grenze welchem Reich in der Antike tatsächlich gehört hatte.

24.02.2521

Mensch kann sagen, dass dieses fehlende Kapitel in Hegels Phänomenologie des Geistes: Die Mutter-Kind-Dialektik – Hegel hat es einfach übersehen, ähnlich wie Descartes vor lauter „cogitare“ sein Latein übersehen hat…- , grosso modo für die letzten 2500 Jahre Gültigkeit beanspruchen kann und erst in letzter Zeit aufbricht oder aufbröckelt.

23.02.2521

In die Phänomenologie des Geistes (1807) des Christen Hegel gehört statt die Herr-Knecht-Dialektik, die Mutter-Kind-Dialektik, in der die Tochter muttergleich und der Sohn Herr (über Schrift, Archiv und Deutungshoheit) und die Mutter zum Kind (entmündigt, überschrieben) wird. Kulminierend in Gott, Abraham und Heiliger Geist.

22.02.2521

Judith Butler hielt in Marbach (?) einen Vortrag über Hegels Phänomenologie des Geistes (1807), der durch deutsche Zeitungen (Zeit) und Social Media (Blätter) in den grösseren Umlauf kam- ein braver Vortrag als ob sie erschrockene Konservative beruhigen wolllte ausgerechnet mit diesem fundamentalen Buch der Unruhe, mit diesem geistigen Dynamit. Luce Irigarays Ethik der sexuellen Differenz (frz. 1984) kritisierte in diesem Buch die „mörderische Herr-Knecht-Dialektik“ und die Position des Mannes, der die Frau definiere. Diese Kritik ist wie die Haut einer Schlange, die der „Phänomenologie“ abgezogen wurde. Butler indessen inszenierte das Buch so, als ob seine historische Gestalt, seine alte Haut immer noch unvermittelt unserer Gegenwart entspricht und ihr vor geht. Das mag einen „pädagogischen“ Sinn haben, einen philosophischen (im hegelschen Sinn) hat es nicht.

21.02.2521

Die Welt in ihrer änigmatischen Dimension ist der sakrale Raum, ihr braucht keine Sektoren, keine Sektenräume, die ihr zu „sakralen“ erklärt.

21.02.2521

Verbeugt euch nicht! Kniet nicht! Kriecht nicht! Die Änigma braucht eure Verbeugung nicht – sie verbeugt sich in ihrer Grösse, in ihrer ewigen Andersheit vor uns.

20.02.2521

Abrahams Gott und die Mutter. Der Gott Abrahams, der sich stark machen konnte, konnte er einen Vater beugen, ihm seinen Sohn zu opfern, versuchte es gar nicht erst bei der unbeugsameren, bei der stärkeren Mutter.  Selber nicht primär, erbaute er seine primäre Gottheit, seine erbauliche Grösse und Kraft auf dem sekundären Glied in der Beziehung zwischen Elter und Kind. Opfere mir deinen Sohn, Vater, denn deine Mutter werde ich nicht „rumkriegen“, meine Gewalt wird ihr nicht imponieren. Sie wird eher mich töten, eher sich töten wollen als ihr Kind.

19.02.2521

Tiere schächten und Ziegen opfern – das hat mit Gott, der Änigma nichts zu tun.

18.02.2521

Abraham und seine Söhne hat es so nicht gegeben, Moses war kein Autor, Jesaja besteht aus mindestens drei Autoren aus drei Epochen – auch das Judentum wird sich immer mehr fragen müssen, was von ihm übrig bleibt, was an Wahrheit übrig bleibt, sortiert es die falschen Geschichten, die literarischen Narrative aus und integriert es die archäologischen und religionswissenschaftlichen Befunde. Natürlich gibt es immer blindgläubige Traditionalisten, das findet sich auch in den anderen Religionen. Wir sprechen von denen, die sich nicht betäuben und verklären lassen wollen durch schöne falsche Erzählungen, wir sprechen von jenen, die klarer, die die aufgeklärte Wahrheit sehen wollen durch Religion.

17.02.2521

Der testamentarische Islam, der „wahre“ Islam, der das Tastement Mohammeds und seines göttlichen Akommunizierers im Geiste lebt,  das jesaische Urjudentum mit der Vision des Menschen, der den Tod besiegt mit Gottes Hilfe. Alle sind sie auf der Sache nach dem wahren Ursprung.

16.02.2521

Tiere schächten und Ziegen opfern – das hat mit Gott nichts zu tun. Das ist alt-abrahamisches Sektenverhalten. Selbst aus vor-postabrahamischer Perspektive hat das weder mit Jesaja (die reale, nicht die mystische Figur wie Abraham oder Moses) noch mit Mohammed etwas zu tun. Das Opferfest basiert auf einem Missverständnis, was Gott ist und will, und auf der zwanghaften Isaak-Geschichte (siehe hierzu 12.02.2521).

15.02.2521

Die Isaak-Geschichte ist die Inkarnation einer Entstellung.

14.02.2521

Gott, die Änigma, ist die letzte, die ein Menschenopfer (oder sonst ein Gemetzel) sucht, verlangt, benötigt.

13.02.2521

Weber liegt vermutlich richtig, ist davon auszugehen, dass die Erzählung von Issaks Fast-Opferung: „die Schöpfung eines Schriftstellers, nicht das Werk eines Erzählers, der mündliches Traditionsgut weitergibt (ist). Also kann man hinter diesem „Paradigma narrativer Theologie“ auch keine historischen Tatsachen suchen.“ (S. 95). Es sei, „hinter“ diesem Paradigma finden wir das, was seinen akommunikativen und subkommunikativen Diskurs dominiert – gezwungen, aber ganz ohne Zwang.

12.02.2521

Anmerkung zum Abrahamismus. zwei Diskursfigurationen, die Figuration der Akommunikation und die Figur der Subkommunikation, dominieren die Isaak-Geschichte, die Figuration der Kommunikation, die drei männliche Figuren gestalten: der Gott Abrahams, der Patriarch Abraham und Issak, Abrahams Lieblingssohn: – die Diskursfiguration Abrahams Gott (Elohim, Jahwe) – sie zählt zu den Figurationen der Akommunikation  – und die Diskursfiguration des Ungesagten – sie zählt zur Figuration der Subkommunikation – hauptsächlich die Figuration der abwesenden Mutter präfigurierend. In Hartwig Webers Aufsatz „Abraham – das Opfer des Sohnes“ (in Frenken/Rheinheimer (Hg.) Die Psychohistorie des Erlebens, Kiel 2000)  wird diese Figur des Ungesagten, der Subkommunikation des Präsenzkommunizierten zur Rede, zum Gesagten gebracht: „Und Sara, die Mutter Isaaks – wie mag sie auf die Nachricht von der gerade noch verhinderten Opferung ihres Kindes reagiert haben?“ (S. 93) Dieser Diskurs der Subkommunikation ist der mit Abwesenheit glänzende Diskurs des emanzipierten, des weiblichen, des matriachalen und des änigmatischen Diskurses, – materialiter schöpft er die Existenz der Söhne und dieses angeblichen Gottes – seine Abwesenheit  – die anwesende Sara- und Gott, die Änigma-Abwesenheit – ist konstitutiv für die Issak-Geschichte. Die änigmatische Dimension wird auf zwei Ebenen verdrängt – sie verschwindet hinter der Ebene des Patriarchengottes – akommunikativ – und hinter der Ebene des Ungesagten (und der ausgeschlossenen eingeschlossenen Frauen, Mütter) – subkommunikativ. Ohne diese doppelte Verdrängung würde die Isaak-Geschichte nicht funktionieren, nicht existieren, nicht kommunizieren, sie dominiert nicht nur die Abwesenden, sie wird von den Abwesenden, vom Änigma- und vom Mutter-Diskurs dominiert – das Zwanghafte dieser Geschichte ist dementsprechend doppelt: der zwanghafte Gott, der sich auf dem Zwang auf Menschen erbaut, der seine Grösse in der Unterwerfung geringerer Wesen definiert, und der zwanghafte Mann (Patriarch, Ehemann, Vater), der sich zwingt, den Sohn, dann Opfertier zu zwingen, um diesem Gotteszwang zu folgen, sich ihm zu beugen (was dieser „Gott“ nicht versuchte, war die unbeugsamere Mutter zu zwingen ihren Sohn zu opfern, dieser schwache Gott versuchte es gar nicht erst bei ihr, sondern beim Schwächeren, Sekundäreren, beim Vater, der in sich nicht wie die Mutter das Fleisch und Blut bei der Geburt des Sohnes vergab und spürte, der deshalb eher desssen Fleisch und Blut vergab, ihm, dem schwächeren Gott, der sich damit „stark“ fühlen und machen konnte, „opferte“…). Am Ende erweist sich die Isaak-Geschichte als sekundär, oberflächlich und einseitig, das sie Ergänzende, das sie verschwinden lässt, liesse sie ganz verschwinden.

12.02.2521

Die Sekundärgeschichte, die die eigentliche Primärgeschichte ist, die marginalisierte, verdrängte, unterdrückte, die sich im Widerstand, in der Ausgrenzung, als der Rücken des sich zeigenden Spiegels, in Szenen neben der Szene „zeigt“.

11.02.2521

Sie alle bannt ein patriarchales Joch. Sie alle sind sekundäre Geschöpfe der Schafferin, der Schaffenden, der Änigma.

10.02.2521

Gute Christen und Christinnen, von denen es aus Sicht der postabrahamischen Aufklärung ganz wenige gibt. Gute Muslime und Muslima, von denen es aus Sicht der postabrahamischen Aufklärung ganz wenige gibt. Gute Juden und Jüdinnen, von denen es aus Sicht der postabrahamischen Aufklärung ganz wenige gibt. Gute Buddhisten und Buddhistinnen, von denen es aus Sicht der postbuddhistischen Aufklärung ganz wenige gibt. Gute Hindus und Hindas, von denen es aus Sicht der posthinduistischen Aufklärung ganz wenige gibt. Gute Atheisten und Atheistinnen, von denen es aus Sicht der postatheistischen Aufklärung ganz wenige gibt. Gute Skeptiker und Skeptikerinnen, von denen es aus Sicht der postaporematischen Aufklärung ganz wenige gibt.

09.02.2520

Gute Christen und Christinnen, von denen es – aus änigmatischer Sicht – ganz wenige gibt, werden sich vom synodalen auf den änigmatischen Weg machen.

08.02.2521

Die deutschen Paulinisten – die unreformierten, die sich „Katholiken“ nennen, und die halbreformierten, die sich „Reformierte“ nennen – üben sich gerade auf einem „neunen“ synodalen Weg. Auf einem Ausnahme-Sekten-Meeting, auf dem sie – unter der Hand- auch die Ausnahme, die in die Welt getreten ist, über „Über die Anfänge“ diskutieren, diskutieren müssen.

07.02.2521

Der Selbstschutzwaffenschein für Frauen ist eine Alternative oder Ergänzung zu Frauenhäusern.

06.02.2521

Über „Selbstschutz von Frauen“ angesichts einer Todesstatistik Beziehungsdelikte, die pro Jahr Tausende männlicher Mörder von Frauen ausmacht. Um  bedrohten Frauen mindestens 5 bis 10 %  mehr präventive Sicherheit zu geben diente der Selbstschutzwaffenschein für Frauen – in der Regel befristet ausgegeben (nach 2 Jahren wird die Bedrohungslage neu evaluiert), mit obligatorischem, situations-angepasstem Schiesskurs (2 Kurse pro Woche, insgesamt 6, wenn die Frau will, kann sie ihn wiederholen) und eine in die Handtasche passende, leichte effektive Waffe. Zu „Das andere Gewaltmonopol in der Gesellschaft und ihre Grundlage“ siehe 27.01.2520.

06.02.2521

Selbstschutz von Frauen passt in eine Gesellschaft zwischen heutiger USA und heutigem Deutschland, ersteres vergibt Waffen wie Irre jedem und jeder, zweiteres redet hysterisch von staatlichem Gewaltmonopol. An das sich „Reichsbürger“, andere Rechtsextreme, inklusive rechtsextreme Polizisten, Bundeswehrsoldaten und (Ex-)-Dienstler, nebst Bombenbastlern aus der Islamistenecke, nicht halten. Was auffällt: Linksextreme, militante Linksaktivisten sind seit der RAF ohne grosse Kalliber, ohne Schiesswaffen unterwegs. Die Linke ist entwaffnet worden. Unter den Extremen haben nur noch die Rechtsextremen und Islamisten ihre“Gewaltmonopole“.

05.02.2521

Der historische (ebionitische) Jeshua und sein Aufklärer Adolf Holl. RIP Adolf Holl (22.01.2020 nach christlich-paulinischer Zeit): seriöser Kritiker des Paulinismus – der dessen Mantel anhob und Teile des ebionitischen Jeshua – der eben kein weltorientierter Sozialpolitiker war – freizulegen, aufzudecken bemüht war – Vorarbeiter der Postabrahamischen Aufklärung und Änigmatischen Bewegung.

04.02.2521

Es ist einfach – eine Angriffsarmee betrifft andere, eine Verteidigungsarmee nicht. Eine Armee in der Nachbarschaft mit über 50 000 Panzern, Atomraketen nicht hinzugezählt, betrifft uns in Europa.

04.02.2521

Was ist mit Russland?. Und was ist mit den USA? könnte Russland zurückfragen. Den USA gefällt nicht, dass Europa sich von Russlands Öl und Gas abhängig macht – zum einen braucht auch Russland Europas Geld   – die Abhängigkeit ist reziprok, zudem ist es alte Tradition, Russlands Gas abzukaufen, selbst im Kalten Krieg wärmte Russland Europas Winter, zum anderen kauft Europa auch in den USA und andernorts Öl und Gas ein, ist es billig, ist es marktreif genug. Ausserdem ist Russland, ob es will oder nicht, ein grosses europäisches Kulturland und mittlerweile wissen wir alle, dass die fossilen Energieträger in den nächsten Jahrzehnten zu Ende gehen.

03.02.2521

Es gibt Parteien in Europa – heute tonangebend -, die gehen davon aus, das Transatlantik-Bündnis hält ewig, andere denken, langfristig hat Europa die Selbstverantwortung und Selbstverteidigung in die eigenen Hände zu nehmen, nicht ohne alte und neue Freunde oder Partner selbstverständlich.

02.02.2521

Der Jahrhundertbrand in Australien (2019/20) – in dessen Inferno nach Schätzung eines Experten rund 1 Milliarde Tiere verendeten – rund 30 Menschen starben – , einige geschützte Arten könnte er zum Aussterben bringen, – lässt den Asteroiden-Einschlag und das daraus folgende Aussterben der Saurier (nach neuesten Erkenntnissen, sei er alleine dafür verantwortlich) plötzlich konkreter, weniger abstrakt und unsere Erde noch verletzlicher und kleiner als sie ist erscheinen – der Rauch dieses „Jahrhundert“brands verdunkelte sogar in Südamerika den Tag.

01.02.2521

Die innere Freundin. Wir vergessen nicht, dass Hegel die Frau den „inneren Feind“ nannte – hier noch ganz in männlicher Dominanz über und mit Schrift und Archiv unter Herrenakademikern zu Herrenakademikern kommunizierend. Das innerspsychisch stärkere matriarchale System in der Urhorde, im Bezug zu Kindern, brachte den Patriarchen dazu, sich der Mutter anzugleichen, muttergleich, mutterähnlich seine Rolle als Vater zu entwickeln, damit wurde er Teil des emotionalen Bezugsystem, wurde „wie die Mutter“ geliebt, und wahrte dadurch seine relativierte, aber auch garantierte Macht. Das Liebesprojekt brachte auch ihm „evolutive“ Vorteile – Homo Präsapiens hätte sich sonst vielleicht ähnlich wie weibliche Bienenschwärme entwickelt, die männliche Drohnen „bloss“ für den Begattungsakt mit ihrer Königin brauchen, dann vertreiben oder töten oder Tiger, die zur Balz von der Tigerin kurz zugelassen und am Ende des mehrtägigen Schäferstündchens mit einem Prankenschlag vertrieben werden. Sie zieht die Urhorde alleine auf, sowohl mit weit komplexerer innerer Anlage als auch weit grösserer aussenorientierter Verantwortung als das Männchen. Homo (Prä-)Sapiens Erfolgsrezept war die Integration des Männchens, auch des dominanten, mit einem stark aussenorientierten Leistungsspektrum (Nahrungsbeschaffung, Verteidigung  Verhandlung, Handel, etc.), in den Dienst der matriarchal „emotional“ dominierten Horde (Kinder, Jugendliche, Alte, Behinderte, etc.), es ist sogar zu vermuten, dass die innere Bindung der Aussendifferenzierung der Leistungen des Männchens vorausging, gleichsam deren Ausgangs- und Enpunkt, war (und ist) – durch sie – nach aussen verlagerte mütterliche Obliegenheiten – konnten dominante Männchen zu „Helden“ ihrer Horde werden, zur inneren Freundin.

30.01.2521

Die Frage, warum Europa christianisiert ist, hat wesentlich mit der Frage zu tun: warum die Römer zum (paulinisierten) Christentum konvertierten.

29.01.2521

Aus diesem Urhorden-Szenario können zwei grundsätzliche „Machtmodelle“ abgeleitet werden – das eine, das auf Terror und Angst-Einflössen, und das andere, das auf Zuneigung und Vertrauensbildung beruht, letzteres ist auf Zeit stabiler. Das Modell des Monopols physischer Gewalt und das des Monopols positiver emotionaler Gewalt – die Römer, die das patriarchale Momentum vertraten, traten in diesen Konflikt mit den Christen, die das positive emotionale Bindungssystem vertraten, und verloren ihn.  Einen leidenden, von der Römer-Oberklasse verfolgten Christus stand dem römischen Volk, das für eine andere Religion bereit war, auf Zeit näher als die Vergötterung ihres unbarmherzigen Kaisers, ausserdem versprach ihnen die übermenschliche Abgehobenheit dieses Christus ein eigenes Königreich auf Erden, die übermenschliche Abgehobenheit ihres Kaisers nur weitere Tribut- und Huldigungserweise. Er, der allein zu den Göttern aufstieg, präsentierte ihnen panem et circenses wie die Abschlachtung von Christen und Christinnen, diese boten ihnen Mitgefühl und Nächstenliebe und das erwähnte Versprechen, ewig zu leben im eigenen Königreich, an: krass gegensätzlicher, antagonistischer zum römischen Macht- und Religionsmodell ging es kaum, werbetechnisch hatte das Produkt „Kaiser-Gott“ keine grosse Chance auf dem religiösen Massenmarkt. Die Überlegenheitsekstase der zweiten abrahamischen Grosssekte räumte in den Gemütern und in der Zuneigungsskala mehr und mehr ab – liess die römischen Götter und den Kaiser-Gott – vor allem als die erste Schlacht unter dem neuen Gott gegen Truppen unter den alten Göttern gewonnen wurde -, weit unter sich. Die Bekehrung der römischen Oberschicht zum Christentum fand ausser mit Argumenten, gut römisch, auf dem Schlachtfeld statt.

29.01.2521

Das Ende von Freuds Urhorde aus gewalt- und zuneigungspsychologischer Perspektive. Freud übersah das Gewaltmonopol, das Männer innehaben – verwechselte er es mit dem Phallus? – deswegen u.a. die Blindheit für sexuelle Übergriffe des Vaters (und/oder dessen Bruder etc.) auf die eigenen Kinder – der sexuelle Missbrauch als Basis von Neurosen bzw. Traumata, – anstatt, – ihn verdrängend -, zu erklären, das sei bloss Verdrängung…, und seine Mühe, die ödipale Situation für die Tochter zu konstruieren, ihr fehlt nicht primär der Phallus, ihr fehlt das männliche Monopol der Gewalt.  Gewaltpsychologisch sah  der Vater im Sohn nicht den Nebenbuhler bezüglich seiner Frau und dessen Mutter, wie das psychoanalytisch der Fall ist, sondern ihr späterer Rächer, als potentielle Bedrohung, Bestrafung, Rache an  – für das was er ihm oder seiner Mutter oder beiden antat… was zugleich Grund schuf, beunruhigt und eifersüchtig auf deren Beziehung zu sein, insofern sie ihren Sohn zu ihrer Verteidigung gegen ihn „abrichten“ konnte (oder es in seiner Angstimagination, allenfalls Schuldgefühlimagination tat). Im innerfamiliären Kampf, angenommen es gäbe eine Horde Kinder, wäre er der physisch, sie die psychisch stärkere Partei.  Die Urhorde würde den Patriarchen töten oder vertreiben (marginalisieren) – das Matriarchat mit stärkeren Söhnen und Töchtern obsiegte.

29.01.2521

Das Gewaltmonopol und die Inzest-Schranke. Das Konzept Liebe (heterosexuelle) ist evolutiv die Entwaffnung des männlichen Gewaltmonopols gegenüber einer Frau, mehrerer Frauen. Das betrifft auch jenen Sohn, der statt zur Gewalt gegen seine Mutter aus gewachsener Zuneigung zu ihr zur Gewalt gegen ihre Angreifer, zu ihrer Verteidigung neigt. Fatal war es für sie in prähistorischen Zeiten, neigte selbst ihr Sohn zur Gewalt gegen sie, allenfalls auch zu ihrer Vergewaltigung  – ihr Einsatz, beides zu vermeiden, beruhend nicht zuletzt auf Zuneigung zu ihrem Sohn und der von ihr erzeugten Erregung seiner Zuneigung zu ihr – dieses Agieren bildete womöglich die entscheidende Basis für die „Inzestschranke“ (auch wenn es zudem fortpflanzungsevolutiv-genetische Gründe für sie gibt). Die eigene Mutter zu schlagen und mit der eigenen Mutter zu schlafen wie auch der möglichst gut verankerte Ausschluss von beidem, spielen sich auf der gleichen Ebene ab – die Mutter hatte ihren Sohn lange genug am Busen – von Lust war da bald nichts mehr vorhanden. Dass der Zwanzigjährige mit seiner Mutter oder seinem Vater, die Zwanzigjährige mit ihrem Vater oder ihrer Mutter ein Liebesverhältnis hat, ist heute noch sehr selten und juristisch verboten/grenzwertig, dasselbe gilt für sexuelle Liebesverhältnisse unter Geschwistern, für „normal“ wird im familiären Rahmen entsexualisierte Liebe gehalten, die Grundlage dazu bildet die innere gewalt- und zuneigungspsychologische Entwicklung seit der Geburt bis zur Pupertät in diesem Rahmen und parallel dazu ausserhalb von ihm.

28.01.2521

Das Gewaltmonopol und der Ödipus-Komplex. Die engere Bindung des Sohnes zur Mutter als zum Vater, der intrauterine Bindungsvorsprung zwischen Mutter und Kind  (Sohn), macht evolutiv Sinn, als er potentiell später diese gegen einen gewalttätigen Vater beschützte (das müsste statistisch eruiert werden), möglicherweise ist das der wahre Kern des Ödipus-Komplexes… der Vater hätte den erwachsenen Sohn zu fürchten, nicht nur dieser als Kind den Vater. Das Konzept Liebe, der heterosexuellen Liebe, ist evolutiv die Entwaffnung des männlichen Gewaltmonopols gegenüber einer Frau („man(n) wird schwach. Man(n) zeigt und hat eine Schwäche“). Man(n) vergewaltigt in der Liebe nicht durch physische Übermacht des Mannes, erlegen, unterworfen der Attraktivitätsmacht der Frau (und diese der des Mannes, wie auch der Macht im eigenen erregten Körper), sondern macht, sie machen Liebe. Die Mutter macht das in anderer Weise mit dem Sohn, und ist alles im Gleichgewicht in diesem familialen Kleinsystem, schlummert der ödipale Ausgleichsmechanismus von Gewalt, Drohung und Vergeltung bloss.

27.01.2521

Man kann sich schon fragen, ob uns Reckwitz mit seiner Auftragsarbeit (2017, 2019) veräppeln will – aber natürlich gehört es als Professor für vergleichende Soziologie zu seinem gut bezahlten Job, so etwas wie eine Darstellung der Gegenwartsgesellschaft aus soziologischer Perspektive zu versuchen – soll seinem Essay eine ernste Absicht und Erkenntnisgewinne über die Lage von Mittelschichten, Divitisierung („Reichwerdung“) und Pauperisierung nicht abgesprochen werden – auch ist es nachvollziehbar, dass er eine Gesellschaftsbeschreibung wählt, in dem er selber gut rauskommt und sein Beamtenhochschuljob bezahlt bleibt – also  alles auf eine Status-quo-wahrende Beschreibung, mit etwas Modifikation ins Zukünftige, auf einen „einbettenden Liberalismus“ (in Anspielung auf Polanys „embedded economy“ in The Economy as instituted process (1968)), auf eine Neuformierung, wenn nicht bloss Neuformulierung der sozialen Marktwirtschaft, hinausläuft. Dass ihm dabei der Raum der Machtpolitik, das Militär (Russlands, Europas, der Nato, Syriens, Israels, etc.), das Gesundheitssystem, die Kriminalitätsoziologie, die Landwirtschaft und Ökologie, oder der Staat und der „Überwachungskapitalismus“ (rund um das Snwoden-Desaster 2013 z.B.), die Euro- und Finanzkrise 2000 und Weltwirtschaftskrise 2008/09 und der steigende Werbeaufwand in der Wirtschaft, um einfache Nutzgüter (wie das Auto) mit immer absurderer Illusionierung anzupreisen, sowie neben der national- die gesamteuropäische Lage, fast gänzlich „entgangen“ sind (reagiert wird auf die 2008-Weltwirtschaftskrise, in dem Reckwitz als „Gegenreaktion“ die „Etablierung des Rechtspopulismus“ ins Jahr 2010 verortet ((2019), S. 127)), ist allerdings erst nachvollziehbar, wenn Absicht, bewusster Entschluss das teils auszublenden, teils unterzubelichten, unterstellt wird. Der historische Horizont mag bei Soziologen aufgrund ihrer deformation professionell per se kurz, zu kurz sein, aber bei der Desillusion des Fortschrittwahns aufgrund endlicher Grenzen und negativen Feedbacks wie die Klimakrise, die Vergiftung von Grundnahrungsmitteln (inkl. Wasser) und die Dezimierung von Bienen, hätte eine solide Diskussion darüber spätestens mit der Literatur seit den 1970ern beginnen sollen u.a. mit dem Klassiker Die Grenzen des Wachstums (1972) – das macht Reckwitz eben nicht, spricht er bloss von der in den „1970er Jahren einsetzenden Strukturkrise der Industriegesellschaft zugespitzt als das Zusammenfallen einer Sättigungskrise und einer Produktivitätskrise“ (S. 149ff.). Zugespitzt war das, was die 1968er offenbarten – zu schweigen von der DDR -, mehr als das, es war Kritik am (Konkurrenz-)Kapitalismus schlechthin.

26.01.2521

Ach, Göttchen, sprechen die Obrigkeitlichen in Justiz und Polizei, unser GEWALTMONOPOL ist in Gefahr: unter einem ganz anderen GEWALTMONOPOL stehen Jahr für Jahr tausende Frauen und tausende ermordete Frauen standen unter einer ganz anderen Gefahr.

27.01.2521

Über das andere Gewaltmonopol in der Gesellschaft und ihre Grundlage. Über das andere Gewaltmonopol in der Gesellschaft  – nicht das staatliche – sondern das von Männern über Frauen, die zu tausenden in Beziehungskonflikten von diesen bedroht, geschlagen, ermordet werden, zu schweigen von den Vergewaltigungen. Grundlage dieses Gewaltmonopols der Männer ist im Duchschnitt mehr Testosteron, mehr Muskel- und Knochmasse und mehr Körperlänge – grössere Schlag- und Hebelkraft.

25.01.2521

Über Altersautismus und Jugendautismus. Hör ich CDU Schäuble (78) bei Maischberger zu, befürchte ich, dass Alter dazu führen kann, dass man ganz und gar von gestern werden kann, ohne es zu realisieren – insofern ein gewisse Altersgeisteskrankheit, ein Altersautismus eintritt, der den Anschluss zur Gegenwart verloren hat. Das ist übrigens eher besorgt als persönlich gemeint, eher allgemein, da uns alle das Altern, der Alterautismus, gar die Demenz oder noch schlimmer Alzheimer betrifft, und es bezieht sich auch nicht auf alle Äusserungen Schäubles. Ein ähnlich absurdes und verbreitetes Phänomen wie der Altersautismus ist der Jugendautismus, der bis zur Realitätsentfremdung Vergangenheit ausblendet – oder solange er glaubt, die Deutungshoheit auch ohne sie über die Gegenwart zu haben – dabei mehr und mehr ins Rudern und Schwimmen gerät.

24.01.2521

Andreas Reckwitz: Die Gesellschaft der Singularitäten. Zum Strukturwandel der Moderne. Berlin 2017,  ergänzt durch Das Ende der Illusionen. Politik, ,Ökonomie und Kultur in der Spätmoderne. Berlin 2019.  (Ende der West-Hegemonie; Ende der einfachen Industrie- und Landwirtschaftsindustriearbeit (Sicherheit); Ende eines eingleisigen Fortschrittparadigmas (S. 304) und Rückkehr des totgeglaubten Marx: der kognitiv-emotional: also hoch werbetechnisch dauerflutende „kulturelle Kapitalismus“ sei der extremere Industriekapitalismus – der treibe ….die Verführung voran aber auch die „extremen Asymmetrien der Reichtumsproduktion zwischen Marktgewinnern und Markverlieren auf die Spitze.“ (S. 201) – und was dort oben alles passieren kann, in welche Richtung es ausschlagen kann, das weiss keiner, keine…..). Reckwitz umschifft den Weg von der „Dia“lektik zur Polylektik: es ist schon einfacher, kompliziert genug – Wenig hilfreich oder wie hilfreich sind Unterscheidungen wie „bürgerliche“, „organisierte“ (oder „industrielle) Moderne und „Spätmoderne“ (S. 41ff.)“? Wir bewegen uns, Über die Anfänge bewegt sich in einer Neuen Ur(alt)moderne.

To be continued.

23.01.2521

Der Punkt ist – a pro pos Olivier Roy: Heilige Einfalt. Über die politischen Gefahren entwurzelter Religionen. München 2010 – dass sie alle entwurzelt sind, das Christentum entwurzelte der Paulinismus, darauf gründete es sich neu, den Islam entwurzelten die Sunniten und Shiiten, darauf gründete und gründet er sich, Budda verleugnete den Nabel, darauf gründete er sich neu.

22.01.2521 (2)

Beim Liebemachen (eine Steigerungsstufe von Sex) lassen wir beide den Körper an die Macht kommen, seine sexuelle Macht machen (zulassen, geniessen), wir wollen ihm schenken, ihr schenken, was durch den anderen zu veräussern erst möglich wurde, also auch erst sich selber zu schenken.

22.01.2521

Mein Körper ist mein Körper, mein Leben ist mein Leben, mein Sterben ist mein Sterben, mein Leben Weitergeben, ist mein Weitergeben, mein Weiterschenken.

22.01.2521

Bei Sterben (Sterbehilfe) und Abtreiben geht es um die Emanzipation des Körpers und Individums von staatlicher Vormundschaft- um die Emanzipation des eigenen Willens von obrigkeitlicher Einflussnahme, von dem Staat und anderer Apparate (Medizin, Recht, Theologie, Tradition).

21.01.2521

Ein Wunsch wird wahr – wenigstens im Traum, sagen die MaterialistInnen….und meinen vor allem ihren Wunsch, wie Wirklichkeit sein soll (auf keinen Fall änigmatisch).

20.01.2521

Über Traumfigur und Traumpersona. Wenn gestorbene Personen im Traum erscheinen, fühlen sich Tiefenpsychologen und PsychoanalytikerInnen angesprochen, mit der gelehrten und gelernten Meinung, dass das unbewusst erschütterte, weitertrauernde Unbewusstsein der Betroffenen von der Trauer und den Erinnerungen der Person eine Traumfigur geschaffen habe – das beinhalte eine inner-traumische, allenfalls traumatisierte Dimension der Wirklichkeit. Mehr Wirklichkeit aber nicht. Diese Leute kennen die änigmatische Dimension nicht. Der Vater im Traum – wie er Anna Thalbach, wie er mir erschien viele Jahre  später (ultrareal rief er mich, die letzte intensive Bezugsperson, an – fragte das, was er bestimmt als erstes wissen wollte, so dass ich, wach geworden, zum Telefon eilte, wohlwissend, dass er nicht „dran“ sein wird – es war unglaublich physisch und „real“. Wohl besass er keine weiteren Kanäle, keine anderen Kundschafter in unserer Welt: Man müsste all diese Erscheinungen sammeln, analysieren, auch das, was das Typische der Bezugspersonen, sofern es dieses gibt, ausmacht, die von Traumapersona akommuniziert wurden, und somit dort fortfahren, wo u.a. C.G.Jung mit seinen Synchronizitäts-Aufsätzen begonnen hat)  diese lebende, redende Person im Traum muss nicht nur eine vom Unbewussten kreierte Traumfigur – kann eine wirklichere unwirkliche, kann eine Vater“persona“ (Mutterpersona, Bruder- Schwester, Partner- etc.“persona“) der änigmatischen Dimension sein. Eine Persona – früher hätte man „Seele“ gesagt – der Änigmatischen Dimension – in der wie die Zeit, auch das Leben (Gegenwart, Zukunft) und Sterben (Vergangenheit) anders geordnet, anders wirklich sind. So dass auch lebende Personen durch Akommunikation Traumpersona werden können. Vielleicht treten wir mit dem Sterben in der Änigmatischen Dimension in eine „Personaexistenz“ über. Das was, früher Seelenreiche, Seelenexistenz genannt wurde. Vielleicht besitzt also auch das, was negativ als „Gespenst“ bekannt ist, einen wahren Kern. Persona können in schattenhaft psychischer Existenz, vielleicht sogar in schattenhaft physischer Existenz in der Dimension der Genesis unser Welt auftreten als „Existenzen“ der änigmatischen Dimension in dieser. Ob die Frühchristen und Paulus in ihren Erscheinungen von Jeshua dessen Persona aus der änigmatischen Dimension –  mehr abergläubig, viel mehr abergläubig als aufgeklärt wie sie waren – zur vollen Existenz und Wiedergeburt hochstilisierten, ob ihre Träume und Einbildungen den Hauch änigmatischer akommunizierter Existenz, nicht nur blanke Leere, besassen, mag zumal überlegenswert sein.

19.01.2521

Die Harvard-Physikerin Lisa Randall mit ihrer dubiosen Schwarze-Materien-Apokalypse-Genesis-Theorie – Black Disc  will jetzt auch mal an den grossen geisteswissenschaftlichen und religiösen Diskussionen teilnehmen. Obwohl ihre Theorie falsch ist, macht sie alles richtig: Unser Universum hat nicht nur dark matter und Schwarze Löcher, sondern ist eine Black box – somit Projektionsfläche für allerlei Spekulationen. Um seriöser zu werden, müsste Randall noch viel verrückter vorgehen und in ihre Theorie die änigmatische Dimension zu integrieren versuchen.

18.01.2521

Alle Religionen laufen auf die Änigmatische Bewegung hinaus – die Änigma ist und war und wird ihr Eingang.

17.01.2521

Die Änigmatische Bewegung ist der Ausgang aus der bis zu Ende gegangenen Reformation, ist der Ausgang aus der bis zu Ende gegangenen Botschaft des Korans, ist der Ausgang aus dem bis zu Ende meditierten Buddhismus, ist der Ausgang aus dem bis zu Ende verehrten Hinduismus – -und sie war und sie ist aller Eingang.

16.01.2521

1. Der christliche Gottesdienst ist ein Irrtum, unnötig. 2. Der historische Jeshua ist wahrscheinlich von der Änigma akommuniziert worden – und das kann nur einem geschehen: dem König der Juden (nach Jesaia ist ihr Gott auch der Gastgeber-Gott aller anderen Völker (unklar, ob sie alle an ihn glauben müssen, um eingeladen zu werden von ihm, die in seinem Namen vom auserlesenen Volk eingeladen werden zur „absoluten Party“ auf dem Berg Zion (siehe 04.09.2520), im paulinisierten Rahmen nennen ihn bald alle Christen, um ihre Überlegenheitsekstase zu unterstreichen: „König der Könige“ – das wurde sogar eingeprägt in Münzgeld von  Byzanz –  elf Jahrhunderte nach dem „König der Könige“ („basil„). 3. Kirchglocken und Kirchtürme sind ein Irrtum. 4. Geht die Reformation des Christentums, die auf halber Strecke steckenblieb, zu Ende.

16.01.2521

Liebe Orthodoxe, Katholische, Reformierte  – geht die Reformation bis an das Ende.

15.01.2521

Iran:  eine Serie von Kommunikationen (Absturz, zufälliger Abschuss, Verwechslung mit einer Cruise Missile, zu nahe vorbeigeflogen an militärischer Anlage, ….) diese „Erklärungsserie“ bedarf eigentlich keiner weiteren Kommentare… aber Konsequenzen für diesen Horror Massenmord: Chamenei muss zurücktreten, die Soleimani-Truppe und die Revolutionsgarde müssen reformiert werden. Die iranische Gesellschaft braucht eine neue Regierung, einen neuen Start, eine neue Öffnung – statt eine unwürdige Fixierung auf Atomwaffen (alle sollten ihre Atomwaffen unter die UNO stellen, den Rest vernichten).

14.01.2521

Über geheimdienstlogische Schwerkriminalität anlässlich des „zufälligen“ Abschusses der Ukraine-Boeing in Teheran – „zufällig, aus Versehen“ ist die offizielle Phrase – als ob in Teheran alle paar Tage „zufällig“  Raketen abgeschossen werden („aus Versehen“ waren es sogar zwei Raketen. Zwei Raketen  -aus Versehen: um zu unterstreichen, dass es sicher nicht aus Versehen geschah…). Es geht dabei um Morde, insbesondere Massenmorde, erstens, als Politik der Rache, der Vergeltung, zweitens, als Politik des Terrors, der Abschreckung und Einschüchterung und/oder, drittens, als machiavellistische Politik im Zeitalter von Massenvernichtungsmittel wie Maschinengewehre, Sprengstoff, abstürzbare Flugzeuge, in Unfälle steuerbare Autos,  etc..
Tatsächlich kaum bis überhaupt nicht „zufällig“ war, dass der Abschuss der Boeing in Teheran zu einem Zeitpunkt erfolgte, wo der Taliban-Iran den USA Rache schwor- der „zufälllige“ Abschuss war geheimdienstlogisch ein Attentat, das offiziell von Seiten der Behörden „selbstverständlich“ möglichst vertuscht, verwässert und geleugnet wird, auch von einer „offiziellen“ USA“, die deeskalierende Resultate wünscht. Obwohl ein FAZ-Journalist zu bedenken gab, es hätten doch 80 IranerInnen im Flugzeug gesessen, ergo, nach seiner anständigen, normalen Logik, könne  das kein Attentat gewesen sein. Jedenfalls nicht nach dieser anständigen Logik, doch siedelt sich Geheimdienstlogik schnell jenseits allen Anstandes, Respekts, ethischen und rechtsstaatlichen Gebotes, Empfindens und Tuns an. Denn mittlerweile ist bekannt, andererseits, dass in diesem Ukraine-Flugzeug selten viele Nordamerikaner sassen, sie alle flüchteten aus dem nach Rache sinnenden Taliban-_Regime – fast 60 Kanadier, drei Afghanen, eine deutsche Doktorandin. Und wir würden gerne wissen, wieviel und welche US-Amerikaner. Ein Taliban-Regime, das hunderte Bürger und Bürgerinnen auf der Strasse erschiesst wegen eines lapidaren Streikes, nimmt auch 80 tote Iraner, die im Flugzeug sassen, als „Kollateralschaden“ in Kauf, die eigene Bevölkerung soll ausserdem ruhig wissen, dass der „Soleimani-Terror“ auch gegen sie weitergeht, kaltblütig geheimdienstlogisch war wichtiger, dass es möglichst viele Nordamerikaner tötet, dass an ihnen „Rache“ genommen wird.  Diese Taliban-Iran-Killer aus der Geheimdienstbranche sind von ähnlicher Kategorie Schwerkriminalität wie Afghan-Taliban-Killer, die eine 80-Personen-Hochzeit durch einen willigen Sprengstoff-Attentäter zerfetzen lassen. Über Angst und Schrecken hinaus, politische Botschaften versenden. Eine Anti-Geheimdienstpolizei und ein Rechtsstaat, der Begriffe wie „Geheimdienstkriminalität“ und „Staatskriminalität“ in sein Strafrecht aufnimmt und in die Öffentlichkeit der Gesellschaft, der Medien, trägt, sollte wissen – muss sich darauf einstellen -, mit wem, mit welcher Kategorie politischer Schwerkriminalität, sie es zu tun haben kann. Spätestens  seit 09/11 (September 2001) wissen wir von einem radikal-islamischen Terror, der „Ungläubige“ zu Tausenden umbringt, bieten sich ihm die technischen Möglichkeiten dazu. Dazu, dass der ideologische Unterbau dafür gar nicht besteht, gar nicht so fest fundiert ist, wie diese Irrgläubigen glauben, siehe an anderern Stellen in Über die Anfänge.

13.01.2521

Die über die Medien laufende geheimdienstcodierte Kommunikation- die sich u.a. durch die vernebelnde Zirkulation von „Verschwörungstheorien“ schützt – und nur von anderen Geheimdiensten und deren Regierungen „gelesen“ werden sollte (die eigenen Polizeibehörden, Staatsanwaltschaften, Gerichte und Parlamentarier werden übergangen, werden unterlaufen – bleiben wie normale Bürger davon ausgeschlossen) – könnte lauten: wir – die Iran-Taliban und unser neuer Terror-General – sind zum absoluten Terror bereit – die 180 Menschen im Flugzeug mussten wegen dem US-Attentat auf den Terror-General sterben- wir kämpfen asymmetrisch, ähnlich wie die Afghan-Taliban, die zum Beispiel eine fröhliche Hochzeit mit 80 Menschen, einschliesslich Ehepaar, durch einen Sprengstoff-Attentäter ermordeten, um Angst und Schrecken zu verbreiten und durch diese politisch motivierte Schwerkriminalität politische Ziele zu erpressen.

12.01.2521

Über geheimdienstlogische Rechtspraxis. Im Unterschied zur ordentlichen Rechtsstaatspraxis in stabilen Demokratien, die im Strafrecht und im Gericht Rache und Befangenheit stark herausfiltert – unter starker Gegenkontrolle und Öffentlichkeit  -, kann geheimdienstlogische Rechtspraxis – insbesondere in einer Diktatur – im Geheimen und bloss einem kleinen „Eingeweihtenklüngel“ bekannt – ungefilterte Rachepraxis sein. Beispiel: die Boeing, die von Teheran in die Ukraine fliegen wollte, die in Teheran am 07.01. abstürzte (180 Tote) – die Ursache waren technische Schwierigkeiten ? – klar – diese Formulierung geht immer, auch die Ursache – der Absturz könnte aber auch ein geheimdienstliches Attentat (eine Manipulation am Flugzeug – oder ES IST AUS VERSEHEN ABGESCHOSSEN WORDEN…….) im Sinne der offiziell von der Regierung erklärten und gesuchten Rache für den Tod des von den USA am 03.01. getöteten Terror-Generals gewesen sein (man müsste die Passagierliste kennen  und analysieren können – um „Gründe“ dafür zu finden oder nicht zu finden) – wenn es so war: dabei werden 178 Tote in Kauf genommen, um 2 US-Agenten zu ermorden oder  Familienangehörige ? (um sich an ihnen zu „rächen“?). Das kann doch nur eine Verschwörungstheorie sein…. kann es das. Sollte der Absturz eine Rache-Aktion gewesen sein  – kann daran auch abgelesen werden – welcher Abgrund für diese Aktion den „Grund“ lieferte. Hier ist ausser Rand und Band geraten, was…

11.01.2521

Warum sich  Iran/Irak mit Europa schlecht vergleichen lassen. In Europa und in den USA herrschen Demokratie und Rechtstaatlichkeit in stabiler Weise vor, im Irak instabile, im Iran diktatorische Verhältnisse – so dass kriegsrechtliche und geheimdienstlogische Praxen in Europa nicht den Rechtsstaat definieren, dagegen können sie in Irak/Iran-Verhältnissen das Rechts- und Stabilitätsvakuum füllen,  ihr Unwesen treiben und sogar ausbauen. In Mexiko ist es paramilitärisch organisierte, extrem finanzstarke Kriminellenpraxis, die ihr „Recht“ im rechtsstaatsfreien Raum ein- und u.a. mit Mordserien durchsetzt , und der der Rechtstaat nicht einmal mehr kriegsrechtlich und geheimdienstlogisch Herr wird.

10.01.2521

Über die vier Rechtspraxen heutiger Staatlichkeit (siehe hierzu: 16.07.2520). Wir können in drei oder vier Rechtspraxen unterscheiden: in rechtsstaatliche, kriegsrechtliche und geheimdienstlogische  (generell wird die rechtsstaatliche als einzige legitime betrachtet, der sich internationale Rechtsstaatlichkeit (Völkerrecht, Menschenrechte, etc.) zuordnet: hier als vierte Rechtspraxis, als globalrechtliche oder transnationale Rechtspraxis, definiert). Einen Menschen töten staatlicherseits ist nach moderner Verfassung, hat sie die Todesstrafe nicht abgeschafft, nur rechtsstaatlich möglich – der Angeklagte eines ausserordentlichen Schwerverbrechens (Mord, Mordserie) geniesst die moderne Rechtspraxis, u.a. mit dem Anrecht auf Anhörung und einen Verteidiger, auf ein unvoreingenommenes Gericht, auf das Prinzip, im Zweifel für ihn, nicht gegen ihn – und so weiter -, , die zweite Rechtspraxis des staatlichen Tötens von Menschen ist die kriegsrechtliche im Falle des Ausnahmezustandes, des Krieges (Notwehr, Verteidigung). Die dritte Rechtspraxis gewisser Staaten, die Menschen tötet, ist die geheimdienstlogische (ausgeübt z.B. von Exekutivbehörden des Innenministeriums eines Staates) – hierbei kann von „Staatsfeinden“ die Rede sein – die Willkür ist hierbei am grössten – im Grunde genommen ist diese Rechtspraxis in einer Grauzone von Unrechtsstaat und Diktatur angesiedelt – das Europäische Sicherheitsmodell verbietet sie nicht nur explizit, sondern sieht vor, sie rechtlich mit Spezialpolizei zu verfolgen – unter Titeln wie „Geheimdienstkriminalität“ und „Staatskriminalität“.  (Bsp. Der Angriff im Januar 2020 auf einen Iran-Miltäroberen und pro-iranischen Irak-Militäroberen in einem kriegsähnlichen Zustand – durchaus Bedrohungszustand – im Irak ist kriegsrechtlich  nachvollziehbar (auch geheimdienstlogisch): rechtsstaatlich und völkerrechtlich aus europäischer Sicht –  eine Sicht, die aus der Entfernung gut reden hat und schöne Reden halten kann… wäre es gewesen, diese Herren zu verhaften und in Den Haag vor das Internationale Strafgericht zu bringen. (De facto ist mit Verfassung die des Friedenszustandes gemeint, Verfassung eine Friedensverfassung als Normalzustand, die in sich den Ausnahmezustand, das Kriegsrecht, eingeschrieben hat. Hier findet eine teilweise Aussetzung der Verfassung und des Normalzustandes von bürgerlichen Freiheiten – Rechte und Pflichten – statt).

09.01.2521

Über Änigmatologie. Änigmatologie ist Philosophie und Physik, Religion und Religionsaufklärung.

09.01.2521

Änigmatologie – die voraussetzt, dass es eine andere oder änigmatische Dimension – religiöse oder metaphysische – gibt –  als würdige Nachfolgerin und Ersetzung der Theologie(n) an den Universitäten: als Wissenschaft des Logos des Änigmatischen, der Genesis der Änigma, der änigmatischen Dimension, die die Dimension des Religiösen und der Metaphysik, der Zeit und Raum-Wirklichkeiten und ihrer Erscheinungsweisen (Phänomenologie) untersucht, besser zu verstehen, zu erklären, aufzuklären versucht, einschliesslich die Dimension eines änigmatisch akommunizierenden und involuierenden Wesens (das was Religion „Gott“ (abrahamisch) oder „Götter“ (Hindu) oder Göttlichkeit (buddhistisch) nennt, und Religionswissenschaft als „Erleuchtungsphänomene in der Geschichte“ untersucht ). Änigmatologie ist insofern eine Trans- und Metawissenschaft, nicht nur interdisziplinäre Wissenschaft und Weltanschauung, sie „sprengt“ den bestehenden universitären Rahmen oder füllt ihn in ausserordentlich umfassender Weise, sie ist, wie die änigmatische Dimension, zugleich Teil der Lebenswelt.

08.01.2521

Um es paulinisch zu sagen, auch ich mach den Strich (aufgrund besseren Wissens empfinde ich die Obligation, es mit jedem Wortstrich hier zu machen) durch den pseudowissenschaftlichen Versuch einer komplett säkularen, diesseitigen materialistischen „Aufklärung“. Ohne Einbeziehung änigmatischer Dimensionalität und Wesenheit operieren die Leute in einem verkümmerten und verkürzten Torso von Realität und Selbstdefinition. Um es einfacher zu sagen, Wirklichkeit besteht nicht nur aus Physik, sie enthält auch Metaphysik.

07.01.2521

Abrahamische Theologie und Geschichte hat als Objekt, nicht als Subjekt an den Universitäten etwas zu suchen und zu erschaffen, nämlich wissenschaftliche Einsicht möglichst ohne Scheuklappen und negative oder positive Voreingenommenheit. Deswegen müssen diese Lektürestudien in der Universität auch aus der indirekten Kontrolle der Kirche wie diese aus den Universitäten entfernt, und nicht von indoktrinierten Gläubigen, sondern von aufgeklärten Wissenschaffenden untersucht und erschlossen werden, Theologie und Kirchengeschichte umso mehr in die Allgemeine Geschichts-, Kultur- und Religionswissenschaft, Soziologie, Psychologie, Ethnologie, Philosophie integriert werden. Angesichts der Tatsache real existierender Akommunikationen, heisst das nicht, dass die Suche nach und die Untersuchung von Akommunikationen und Involutionen der Änigma im Laufe der Zeit restlos profanisiert, restlos säkularisiert, restos unserer Genesis dieser Erde zugeschrieben, zugewiesen werden müssen, werden können (zur „Änigmatologie“ siehe 09.01.2520).

06.01.2521

Schade, dass der kritische Theologe Herman Detering 2018 in Berlin verstorben ist – Gott, die Änigma, ruhe in ihm und er ruhe in ihr! ÄnigmA…. – , obwohl er wie Adolf Holl, gestorben im Januar 2020 nach alter Zeitrechnung: auch in ihm ruhe die Änigma und er in ihr! ÄnigmA…und alle anderen namhaften theologisch, nicht nur atheistisch oder materialistisch argumentierenden KirchenkritikerInnen unserer Tage (siehe 07.07.2520) – weder die Emanzipation in Richtung Änigmatische Bewegung noch die postabrahamische Aufklärung vollzog – er verharrte letztlich ankonditioniert in der paulinischen Überlegenheitsekstase und -warte, was ihm nicht immer bewusst zu  sein schien -, seine Emanzipation vom Paulinismus blieb auf dem halben Weg stecken. Aus philosophischer und änigmatologischer Sicht wäre es  interessant, sogar wichtig gewesen, mit ihm über die Ebioniten (Originalchristen)/Paulinisten-Frage zu korrespondieren.
Über den Wikipedia-Artikel über ihn lässt sich sein Text „Die Gegner des Paulus – Judaistenthese 2. Jahrhundert“ (2018) abrufen. Dieser interessante Text liefert einen Forschungseinblick und einen Einblick in die Sektenvielfalt zur Zeit des zweiten Jahrhunderts, zur Zeit des aufblühenden Paulinismus, in der die eigenlogisch konsequente paulinische „Kreuztheologie“  – ersichtlich, gut ersichtlich wird dabei, dass sie nicht akommuniziert worden ist –  alles andere als sie – als zu irdisch, zu altjüdisch oder sonst zu originalchristlich ablehnt . „ebionitische“ oder „originalchristliche“ Theologie war aus paulinischer Sicht: zu häretisch, zu anti-kreuztheologisch, sie „entleeren“ , sie würdigen zu wenig die Bedeutung des Kreuzes, sagt der, der sie zuerst füllte, überfüllte, und kreuz-theologisch ihre, der Paulinisierten Christen Überlegenheitsekstase schafft, absichert und zelebriert. Detering geht nicht von einem originalen Paulus als Autor der Korinther-Briefe aus, sondern von einem Anonymus zum Entsetzen der universitären Theologie, die linientreu paulinisiert, über das Sagen und das Verbieten in ihrer Sektenlehre, über ihren Kanon herrscht.
Vermutlich liegt die Wahrheit, wie so oft, in der Mitte, wenn nicht am Rand, an den Rand gedrängt, liegen in diesen wie in den Philipper-Briefen (ähnlich wie in Matthäus und den anderen sog. Evangelien) heterogene Textteile ineinander verschachtelt vor: davon einige original-paulinisch, andere Teile redaktionsgenerisch paulinisiert, dritte überhaupt nicht paulinisch sind, darunter solche die eventuell, an und über den Rand gedrängt, am originalsten, am originalchristlichsten sind.

05.01.2521 a.A.

Über die Achsenzeit. .Tatsächlich sind wir jetzt im Jahr 05.01.2020 nach christlich-gregorianischer Zeitrechnung angekommen – für Änigmatische ist die globale Zeitrechnung 2520 nach der Achsenzeit sowohl der ganzen Bevölkerung der Erde (Menschheit) als auch einer globalen Göttlichkeit und Dimensionalität angemessener  – und wir dürfen hoffen, jedenfalls dafür arbeiten, dass das das letzte Jahrhundert sein wird, in dem die christlich-gregorianische Zeitrechnung global dominiert – dass zum Beispiel China zu Ehren von Konfuzius und der ionisch-griechischen Philosophie eines Tages zur globalen, zur achsenzeitlichen Zeitrechnung wechseln wird, heute hiesse das: zum Jahr 2520 a.A. after Axialage/n.A. nach der Achsenzeit.  Zu einer Zeitrechnung, die noch ein Stück weit mehr als bisher uns allen gehört, es zumindest symbolisieren soll. Natürlich wird auch an dieser Zeitrechnung gemäkelt. Ägyptologen und SteinzeithistorikerInnen würden vielleicht das Jahr 10’020 a.A. bevorzugen, jedenfalls ein willkürlich beschlossener, aber begründeter Zeitbeginn irgendwann zwischen Göbekli Tepe, Stonehenge und den Anfängen der ersten Hochkulturen der Menschheit in Ägypten und in China – und diese Zeit zur ersten hochkulturellen Achsenzeit der ganzen Menschheit wie auch zu unserer aktuellen Zeitrechnung erklären wollen… (tatsächlich war auch das eine Achsenzeit der Menschheit! – liegt die erste uns bekannte 30 000 Jahre davor, wo in Höhlen Indonesiens und Südfrankreichs (Chauvet) Wandmaler ihre Signatur in Form ihres Handabdrucks hinterliessen). Ganz anders wird es bei den konservativen christianisierten Kulturkämpfern aussehen, die die Ersetzung „ihres“ christlichen Zeitkalenders mit dem Untergang des Abendlandes und mit einem Vorzeichen der Apokalypse gleichsetzen (zumal ihrer ) und deshalb die Verteidigung der christlichen Zeitrechnung zu einem existentiellen Kultur- und Wertekampf aufblasen. Der Vatikan wird sie dabei  unterstützen; Israel hingegen wird die Einführung der achsenzeitlichen Zeitrechnung unterstützen, auch buddhistische Kulturen werden das tun, und islamischen Kulturen wird es gleichgültig sein,  dass eine globale Zeitrechnung aus ihrer Sicht zwar nicht mit ihrem Propheten (schön wäre es! denken ihre fundamentlosen Träumer), aber immerhin statt mit dem vorletzten mit den ersten Propheten (Jesaja/Moses) in der abrahamischen Prophetenreihe beginnt. Nur das konservative paulinisiert-christliche Bollwerk wird sich in einen irrationalen, ja, irren Kulturkampf stürzen wollen, politisch hetzen und auf Zeit ihren Kampf gegen Windmühlen verlieren) und so tun als ginge es bei dieser Zeitumstellung ums Ganze. Dabei soll und kann diese „alt-„christliche Grosssekte ihre Zeitrechnung und Feiertageagenda weiter pflegen, das tun auf ihre beschränkte Weise auch „alt-„islamische und „alt-„buddhistische Kulturen, nur werden wir uns an eine globalere, allgemeinere Zeitrechnung halten.

01.10.2521

Hier lebte die Menschheit – in 80 000 Jahren vom Sumpf auf den Mond.

30.09.2520

Der wahre Islam wäre der testamentarische Islam – den gibt es aber nicht. Das wahre Christentum wäre das ebionitische Christentum – das gibt es aber nicht.  Der wahre Buddhismus wäre der mutter-, geburts- und weltliebende Buddhimus, den gibt es aber nicht. .Der Letzte Wille, das letzte Wort der änigmatischen Akommunikation (und das heisst, das kann, muss nicht heissen, jeder bis dahin offenbarten) lautet: Seid Philosoph, Philosophin – Obligation ! Die Änigma vermittelt eure Obligationen (was eure Obligation ist: dass ihr auserwäht seid, zu leben, statt nichts zu sein, dass ihr sterben werdet, dass ihr Leben weitergeben, weiterschenken könnt und sollt, dass ihr Leben, Lebensumstände, euren Lebensplaneten, die „Schöpfung“ bewahren, erhalten, pflegen und ehren sollt).

20.09.2520

Zur Normalität des Religiösen: Mohammeds Lehrmeister.

Was der Paulus der Thessalonicher-Briefe ansatzweise betreib und der Johannes der Offenbarungen übertrieben (ent-theus-iasmisch), das machte Mohammed standardisiert, gerann bei ihm zur Normalität: Einschüchtern, Einschüchtern, Einbläuen auf Gehorsam,  mit der wiederholten Warnung vor der Abweichung und dem wiederholten Versprechen eines ewigen Gehorsamlohns. Die Ironie des Ganzen ist, dass der heutige Islam an sich eine Abweichung ist, nur in getrennten Sekten oder Schulen existiert, wider Gottes Letzter Wille (Testament) und Mohammeds Letztes Wort. Wir können sagen: Die „Strafe“ dafür ist, dass der Islam ohne Fundamen, ohne Testament, ohne letzten Willen, ohne letztes Wort Gottes, in der Welt herumirrt – offenbar hat er nicht nur das Letzte Wort Gottes nicht, er ist es auch nicht. Denn: Der einzige wahre Islam wäre der testamentarische Islam, das Testament wird jedoch täglich von neuem zerstört durch den real-existierenden Islam – ähnlich zerstört sich die christliche Kirche täglich von neuem, auch sie, auch diese Grosssekte trennt sich in Sektoren, in Untersekten … – was grundlegend mit unserer Menschart zu tun haben mag, sicher nicht mit ihrem Gott. Vielleicht ist (und wird)  das bei allen menschlichen Religionen so sein aufgrund der Eigenart unserer Genesis und unserer Endlichkeit, dass die Änigma ihr letztes Wort und ihren letzten Willen keiner menschlichen Religion auf „ewig“ vergibt, vergeben kann.

19.09.2520

Zur Normalität des Religiösen: Über die Verführung der Anti-Verführung. Was in Ansätzen bei Paulus und, als paulinischer Verstärker und Übertreiber, in der Johannes-Offenbarung zu finden ist – ist die grosse Warnung vor dem Anti-Christ, vor dem grossen Verführer, der erscheinen wird kurz vor oder als Teil der Apokalypse und der Ankunft Christi und des Königreiches seines Gott-Vaters -die paranoide Angst und die Warnung vor dem  „Mensch der Ungerechkeit“ (andere Übersetzung: „Mensch der Sünde„) „der sich widersetzt und überhebt über alles was Gott heisst oder ein Gegenstand der Verehrung ist„….“und sich ausweist dass er Gott sei“  (2 Thes). Bei Johannes Offenbarung ist es sogar ein Drache – als Obergott – und als dessen Prophet – ein Tier, dem „ein Mund gegeben, der grosse Dinge und Lästerungen redete, und es wurde ihm Macht gegeben, zweiundvierzig Monate zu wirken.“ (13).

Über beide – Christen könnten an Allah und Mohammed denken – waltet „zum Glück“ der wahre Christengott im Verborgenen, der den letzten Menschen die letzten Prüfungen, Qualen, Verführer, im Grunde Folterer, Sadisten, Böslinge, Lügner, die menschgewordene Hölle, schickt… bevor der wahre gute Gott einfährt und die, die übrig und treu geblieben sind, einsammelt („rettet“). Man dürfte auch an die Kategorie von Grossdemagogen wie Hitler denken, der sich auch christlicher  Rhetorik bediente, und sich messiasartig inszenierte als Erbe des Paulus im Kampf gegen den Juden, den Paulus, und damit in sich den Saulus, „Satan“ nannte… – all das immer unter der Annahme, dass die Ankunft des wahren Gottes und das Weltende (Endgericht) bevorstehen – bei Hitler war es lediglich das Tausendjährige Erdenreich. Dabei wird  zumindest von paulinisierten Christen und Christinnen gerne übersehen, dass Paulus keine Akommunikation Gottes kommuniziert, sondern die Sekte auf seine Ansicht der Dinge einschwört, bloss Einschüchterungs- und Durchhalterhetorik betreibt. Zugleich den eigenen Text immunisiert gegen „Angriffe“, wer ihn kritisch untersucht und in Frage stellt, kann nicht nur ein redlicher Kritker und Aufklärer sein, sondern muss mindestens ein Abgesandter Satans und der „grosse Verführer“ sein, so wird der Text indirekt „heilig gemacht“, pseudo-sakralisiert, in dem er seine Kritiker und jene, die ihn nicht sonderlich schätzen, zu den grössten Unheiligen erklärt. Die Anti-Verführung betreibt selber Verführung, könnte eine Abgesandte Satans anmerken…

18.09.2520

Für eine globale Lösung der „Mittelmeerfrage“. Befürworter einer globalen Lösung zwischen Europa und Afrika sollten private Einzelaktionen auf dem Mittelmeer ablehnen, die sich „bloss“ als menschenfreundliche „Retter“ betrachten, dabei in ihrer idealisierten eingeschränkten Selbstwahrnehmung gerne  übersehen, dass sie unvermeidlich in das mafiöse Migrations-Geschäft als Teil von dessen Transportkette und Schleichwerbung eingespannt werden,  ausserdem haben sie weder den Willen noch die Autorität, aufgegriffene illegale Migranten zurückzuführen. Die Mittelmeerfrage ist eine Nummer zu gross für Private – die nur handeln, weil die zuständige Politik nicht handelt. Dem Spuk auf dem Mittelmeer und damit auch dem grossen Sterben ein Ende zu bereiten – das können eigens dafür abbestellte behördliche Grenzschützer –  dazu kann Marine und Seepolizei gehören – im Auftrag der EU und African Union als globaler Kontext einer darauf abgestimmten politischen Umwelt, die entsprechende Rückführungsabkommen und die Verbesserung legaler Migration zuwege gebracht hat – ausserdem eine Aufklärungskampagne in Afrika unterstützt mit der message an die Mitglieder der Union: „Lassen Sie sich nicht auf lebensgefährliche Geschäfte mit der Schlepper-Mafia ein; Glauben Sie nicht der Lüge, die EU würde sie nicht zurückweisen.“. Zudem müsste verstärkt mit polizeilichen Mitteln gegen die schwerkriminelle Schlepperei, die ohne Skrupel die fahrlässige Tötung – das Ertrinken – ihrer zahlenden (jungen männlichen) Klientel in Kauf nimmt, die andererseits offenbar allzu oft bereit ist, ihre Eigenverantwortung über Bord zu werfen.  Ähnlich wie die milliardenfinanzierte EU-Mauer, die die Türkei an Syriens Grenze baute, müssten für eine globale Lösung der Mittelmeerfrage Milliarden fliessen. Offenbar fehlt dazu nicht das Geld, sondern der politische Wille – weil Deutschland auf ausländische Facharbeiter angewiesen ist? Dann solle die legale Migration in die EU gefördert werden – bei gleichzeitig verstärkter Bekämpfung der illegalen. Prinzipiell gilt: nicht für einen lebensgefährlichen Versuch, weil untauglich ausgerüstet dazu, das Mittelmeer zu überqueren, ist Europa verantwortlich- aus humanen Gründen gilt es dennoch Irregeführte und Selbst-Gefährdende aufzugreifen und zuruckzuführen oder, zweitbeste Lösung, an europäisches Land zu bringen, zweitbeste auch deshalb, weil sich solche Unternehmen „belohnt“ fühlen und zur Fortsetzung und Nachahmung dieses illegalen und schlepper-kriminellen Tuns, anregen. Auch deswegen hat „Rettung“ in einem globalen Kontext zu geschehen, nicht als Einzelaktion.

17.09.2520

Bizarr wird es, hetzen ausgerechnet die gegen Normalität im Religiösen (das sei doch „Normalismus“, „Gleichmacherei“ – wenn nicht „Ketzerei“, „Apostasie“), die für die Abnormalität im Religiösen entweder eine historische oder eine aktuelle Mitschuld tragen.

16.09.2520

Bizarr wird es, predigt jetzt ausgerechnet der Sektenführer der katholischen Grosssekte, den – Frauen sind für diese Rolle nicht vorgesehen – seine Anhänger und  Anhängerinnen „Papst“ nennen, dass es doch viele Götter und Religionen gebe…. Keine Sekte kämpfte und mordete länger und vehementer gegen Vielgötterei und für den Glauben, dass ihr Monotheismus der einzig wahre sei, wie diese.

15.09.2520

Normalität im Religiösen ist auf Erden dann erreicht, wenn die religiöse Einstellung „änigmatisch“ oder „tolerant änigmatisch“ als normal und z.B. „christlich“ als eher bizarr oder fragwürdig – aber selbverständlich tolerierend – empfunden wird, nicht umgekehrt. Fragwürdig, weil „christlich“ mit zu viel Märchengehalt auskommen muss, „änigmatisch“ keine Märchen braucht, und „bizarr“ weil bizarre Unterstellungen wie die christliche Erbsündenhaftigkeit Änigmatische nicht brauchen, konterkarieren und ablehnen.

14.09.2520

Um die Passage vom 13.09.2520 und die vorhergehenden besser zu verstehen, wird ein Lektüre-/Studiums-Beginn ab dem 13.08.2520 (eine persönliche Note, die den Begriff „änigmatische Dimension“ erklärt) bis hierhin vorgeschlagen.

13.09.2520

Der Silvester der Änigmatischen Bewegung. Für die Änigmatische Bewegung gibt es nach der Syntha einen zweiten Grund zu feiern: Die Änigmatische Silvester! Die erste globale Religion und Philosophie der Menschheit, die diesen Namen wirklich verdient und erfüllt – die Änigmatische Bewegung -, entstanden und stehend auf änigmatischen Akommunikationen und Kommunikationen darüber in Über die Anfänge – hat am letzten Tag des Jahres 2019 und am ersten Tag des Jahres 2020 nach christlicher Zeitrechnung – im Jahr 2520 nach global-achsenzeitlicher Zeitrechnung – einen gewissen Reifezustand, eine entscheidende Mündigkeit und Reife des Ausdrucks, Selbstbewusstseins und Wissens erreicht. Jetzt beginnt eine neue Phase, jetzt wird die Bewegung erwachsen und es wäre zu begrüssen, wenn sich erste Gesinnungsfreundinnen und Gesinnungsfreunde aus der Deckung trauten. Was tatsächlich noch eine geraume Zeit dauern wird –  man nennt sich bis dann doch lieber „christlich“, „agnostisch“ oder „atheistisch“…irgendwann wird dezentral eine Facebook-Gruppe sich „Änigmatische Bewegung“ „aenigmatic mouvement“ „aenigmatic religion“ u.dgl.nennen – es ist nicht meine Sache, ich bin weder besonders für das Marketing noch für die Mission der Änigmatischen Bewegung berufen und begabt.

12.09.2520

„tolerant änigmatisch“ heisst auch, dass in neutraler wissenschaftlicher Athmosphäre über Lehren von bestehenden Grosssekten/Religionen referiert wird, ausser für eine tolerant aufgeklärte, allenfalls änigmatische Einstellung wird für keine andere Religiösität speziell geworben, kommt es dennoch zum Abdriften in einzelne Sekten, wird das, ausser wenn es gemeingefährlich orthodox-fanatisch wird, änigmatisch toleriert.

11.09.2520

Da für die änigmatische Einstellung, für Änigmatische, der wahre Kern jeder Religion die Änigma ist, sind auch Ägyptische Religion und Stonehenge „änigmatisch“.

11.09.2520

Was heisst „tolerant änigmatisch“?  Diese religiöse Einstellung geht davon aus, dass es eine Göttlichkeit gibt, die aus einer anderen Genesis als unserer stammt („herkommt“) und wegen ihrer Rätselhaftigkeit „Änigma“ heisst. Ausserdem dass sie schon von 30 000 Jahren z.B. im Magna Mater-Kult manifest wurde, sich in Form von Akommunikationen und Involutionen manifestieren kann und bereits mehrmals zu verschiedenen Zeiten in verschiedenen Kulturen und Sprachen manifestierte. Dass die Vorstellung von Göttlichkeit, der Änigma, radikal reduziert wird auf „andere Genesis“, „sehr anders“ (extrem anders) – viel Vorstellungsballast wird also entfernt. Dass der abrahamische monotheistische Gott eine späte Emanation der Änigma ist, dasselbe gilt für Buddha (Nirvana) und hinduistische Gottheiten, zudem leben diese auf Kosten ihrer Verdrängung und teilweise lebensfeindlichen, anti-weltlichen Umdrehung (Verkehrung, Perversion („lat. vertere – drehen, umdrehen). Sie werden aber als Abstammungen von der Änigma änigmatisch „toleriert/akzeptiert“, solange jedenfalls, solange diese die änigmatische Einstellung tolerieren, akzeptieren.

10.09.2520

Religiöse Einstellung? Änigmatisch. Tolerant änigmatisch.

09.09.2520

Ein neuer Typ Schule, Gymnasium und Universität in einem neuen Typ Gesellschaft: postabrahamisch aufgeklärt und religiös tolerant änigmatisch (in Asien: postbuddhistisch, posthinduistisch aufgeklärt und tolerant änigmatisch). In einem postabrahamisch aufgeklärten Gymnasium wird Religion der Geschichtswissenschaft (inkl. Kultur und Religionswissenschaft) oder dem Fach „Geschichte und Gegenwart“ mit Feldern wie Politik, Wirtschaft, Umwelt, Gender, Globalisierung, Kunstkultur und, eben, Religion, zugewiesen, dort studieren die Jugendlichen z.B. die jüdische, christliche und muslimische Perspektive auf die Abschaffung des Todes. Die religiöse Einstellung in solchen Gymnasien, in solchen Schulen und Universitäten der meisten Lehrenden und Lernenden ist  „tolerant änigmatisch“.

08.09.2520

Vielleicht – weil sicher ist bei Spekulationen über Träume fast nie etwas – vielleicht macht es Sinn, einen Traum, in dem eine Person erscheint, die deine Bewustseinsperipherie schon länger berührt, von einem Traum zu unterscheiden, in dem eine einmal gesehene Person aus dem Tagesrest einfällt. Aber auch eine Person der Erstbegegnung kann Tiefgang bewirken – als ob sie deine Bewusstseinsperipherie schon viel länger tangiert  -, und die wir dann zum Beispiel unter die Erlebnisskategorie oder -qualität „Verliebtsein auf den ersten Blick“ (coup de foudre) stellen.

07.09.2520

Du kannst es auch banaler sagen und haben: Jemand, der dich im Traum beschäftigt, erhält unwillkürlich oder willkürlich mehr Gewicht.

06.09.2520

Sollte es einen Bezug von Gott die Änigma über Träume in mein Privatleben geben (dass es einen Bezug der änigmatischen Dimension zu meinen Träumen und in mein Leben in der Zukunft und somit auch zu dieser, gibt, ist mir seit der parasynchronizitären Akommunikation bewusst) oder ist es allein mein Unbewusstsein? Ist sie eifersüchtig? Oder wählt mit aus, welche Frau ich lieben soll? Ist es ihr  „göttlicher“ Rat?  so träumte ich diese Nacht von einer und – vielleicht – werde ich mich dem Traum fügen. Jedenfalls mich für diese Frau ab jetzt mehr interessieren und bemühen. Verlieben, frisch verlieben, muss und will bzw. müsste und wollte ich mich dann trotzdem.

05.09.2520

Änigmatische Philosophie und Religion führen das Jesajaische Motiv der „Abschaffung des Todes“ im menschlichen, nicht göttlichen Rahmen weiter, wie das heute einige Bio- und Medizinwissenschaften tun  (Aubrey de Grey, Greg Fahy) –  Lebenswelt- und Umweltqualitätserhaltung wie auch Lebenszeitverlängerung gehen Hand in Hand bei dieser „Realutopie“, die Physisteme wird „sterbensimmuner“ und „verjüngungs- und regenerationsfähiger“ gemacht  – sie geht in Richtung Biblisches Alter (dank Vitalreproduktion) und die Menschheit geht einen weiteren Schritt aus ihrer Alpha-Phase in Richtung Omega-Phase – wir leben als vitalreproduktive Physistemen – dabei ist wahrscheinlich der ganze Aufwand dafür riesig und begrenzt- wir werden uns nicht mehr vermehren, sondern die Menschheit wird sich auf eine feste Anzahl Weltbewohner einigen – und freiwillige, lebensmüde gewordene „Ein- und Heimkehrende“ wie unfreiwillige, bloss ersetzen.

04.09.2520 (2)

Die absolute Party auf Erden – Veranstaltungsort? Berg Zion ! Worauf warteten die Ebioniten? Nach (Jesaja 25) warteten sie auf “ Das grosse Freudenfest: „.und der Herr Zebaoth wird auf diesem Berge allen Völkern ein fettes Mahl machen….und verschlingen wird er die Hülle über allen Völkern, den Tod hat er für immer verschlungen und die Tränen wird Gott der Herr von allen Gesichtern wischen“ nachdem alle „Schwerter zu Pflugscharen“ (Jes 2) umgeschmiedet wurden und die Nationen das „Kriegshandwerk“ nicht mehr lernen mussten – die Menschen hatten ihre nationalen Trennhüllen abgelegt, hatten ihre Waffen und Militärs abgeschafft – und  jetzt ging Gott Zeboath daran, sie zu bekochen und ihren Tod abzuschaffen. Nennen wir das nicht nur die absolute Hochstapelei, nennen wir es die „absolute Party“ auf Erden.

04.09.2520

Über die Abschaffung des Todes. Ein Grundmotiv der abrahamischen Religionen ist die Abschaffung des Todes  – von Jesaja (Das grosse Freudenfest (Jes 25)) über die paulinisierte Auferstehung des totgeglaubten Jeshua bis zur Offenbarung des Johannes (Ofb. 21,4 – dessen Text um 100 n.Chr endredigiert wurde) : Und „Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein.“ -Die gleichen Worte finden sich bei Jesaia – dessen Text, verfasst von mehreren Autoren, im 3. Jh. v. Chr. „endredigiert“ wurde: „er (Zeboath) wird den Tod verschlingen auf ewig, und Gott der Herr wird die Tränen von allen Angesichtern abwischen.“ Frederic Raurell: Der Mythos vom männlichen Gott (1989) bemerkt zu dieser Offenbarung (de facto eine Kopie aus Jesaja, keine Offenbarung) dass sich der Gott „in der typischen Geste der magna mater [äussere], die durch ihre liebevolle Ankunft die Tränen in den Augen der Sterblichen trocknet.“ (S. 71). Aus änigmatischer Sicht: Hin und wieder schimmert Mater Änigma durch Gott Zeboath hindurch.

03.09.2520

Änigmatische Bewegung und die drei abrahamischen Überlegenheitsekstasen. Die drei abrahamischen Überlegenheitsekstasen könnten sich durch die Änigmatische Bewegung – allein durch den Gedanken, dass es eine reale Bewegung werden wird –  enttäuscht und gekränkt fühlen. Denn diese neue, zugleich ursprünglichste, zugleich an das Älteste, an die „Magna mater“ anknüpfende religiöse Überlegenheitsekstase weist nach – unter dem Aspekt der geschichts- und religionswissenschaftlichen Aufklärung -, dass die jüdische Überlegenheitsekstase auf einem Moses und in einem Zeitrahmen baut, die es de facto so nicht gegeben hat (vgl. Finkelstein/Silberman: Keine Posaunen von Jericho;  V. Lenzen (2012)), und ihr Gott regionaler Universalimus zelebriert – ausserdem dass die ganze Religion so wie die zwei grösseren Nachfolger (oder: Usurpatoren), wesentlich auf Frauen- und Mutter-Verdrängung  und permingative Aneignung des religiösen Magna-Mater-Feldes basieren (vgl. Mary Daily, nach der sie im Grunde eine androzentrische Perspektive dominiert  (gr andros – Mann); Raurell (1989) gibt zu bedenken, drehen Feministinnen bloss „das männliche monotheistische Modell auf den Kopf, statt es zu ändern, werden (wie vordem die Frauen) die Männer ausgeschlossen und in eine untergeordnete Stelle gebracht“ (S. 191)) – das gleiche gilt, wie gesagt, für die zwei grossen abrahamischen Überlegenheitsekstasen, bei denen zudem aufgezeigt werden kann, dass sie die kleine, aber an Originalität grosse jüdische Überlegenheitsekstase ausplünderten und permingierten (zum Begriff „Permingation“ siehe Über die Anfänge 4 und 5), schwerwiegender ist, dass ihnen die ersten Fundamente fehlen und sie sich nicht nach diesen richten können, weil sie sie „kreativ“ zerstörten, auf ihrer Zerstörung also bis heute ruhen so gut oder schlecht man auf Zerstörtem „ruhen“ kann – die Paulinisten zerstörten und permingierten die ebionitische oder originalchristliche Dimension (die sich z.B. im Matthäus-Evangelium marginal findet und mit Kreuz und Kreuztheologie nichts zu tun hat, während im Johannes-Evangelium offen zu Tage tritt,  was den Paulinismus  durchsetzt: sein Antijudaismus, sein Antisemitismus (vgl. D. Runes (1981): Die Wurzel der Judenverfolgung (orig. The war against the jews); Metz: Kirche nach Auschwitz (1993) mit Zitat von Elie Wiesel), dazu gehört auch das scheinbar so leutselig beseelte christliche Hauptgebet („erlös uns von dem Bösen (lies: Juden), denn dein (lies: nicht den Juden) ist das Reich und die Kraft (lies: nicht den ohnmächtigen Juden…), in Ewigkeit (…so ist es, so wäre es!). Amen.“ usw) und Muslime zerstörten das Testament ihres Gottes und seines Propheten, das da unter anderem als ihr Letzter Wille und Letztes Wort lautet: Trennt euch nicht. Ausserdem ist die Annahme der Fundamentalsündenhaftigkeit des Menschen – die beginnt also mit der Geburt… – wird ihr Folge geleistet, eine Beleidigung und Unterstellung – und will man sich damit ausreden, dass damit „bloss“ ein unschöner Kern von Homo sapiens, nämlich Produkt erfolgreicher Ausrottungen, nicht nur Fortpflanzungen zu sein, gemeint sei, dann bitte in anthropologisch-wissenschaftlicher, nicht in religiös metaphysischer Sprache – die unsere Natur (als „in Sünden…“) verflucht und einen ausserirdischen Heiler als grosser „Entflucher“, als grosser „Entsünder“ inszeniert). Fällt die absurde Unterstellung der Fundamentalsündenhaftigkeit weg, fällt auch der Sinn der Taufe und Initiation in diese Überlegenheitsekstasen, in diese Grosssekten weg – aus aufklärerischer wie änigmatischer Perspektive. Das Testament Gottes als sein, als ihr vorderhand „letztes Wort“, als ihr „Letzter Wille“, der einem Menschen akommuniziert wurde, lautet: Du bist Philosoph, Philosophin, auserlesen nicht nichts und in die änigmatische Dimension geboren zu sein, betrachte dies, deine wie die Auserlesenheit dieser Welt als „Obligation“, geniess und bewahre das Paradies dieser Erde. Verflucht seien die, die sie verfluchen.

02.09.2520

Über das Taufen. Um es drastisch zu formulieren – tauft eure Kinder, beleidigt eure Kinder nicht. Jedenfalls nicht christlich. Feiert eher eine grosse Tauf- und Geburtsfeier für das Kind und die Mutter mit dem symbolischen Geburtswasser –  am gleichen Wasser, wo änigmatisch gesonnene Sterbende: Wasser zu Wasser, in die Kehre zurücksinken werden – , wenn das Kind begreift, dass es dabei um seine auserlesene, besondere Geburt und die Geburt seiner Mutter (und seines Vaters) zur Mutter und zum Vater, seiner Geschwister zu seinen Geschwistern, seiner Nachbarn zu seinen Nachbarn, den Freunden und Verwandten seiner Eltern zu seinen Freunden und Verwandten in einem fast unendlichen Zyklus von Leben und Sterben und Leben und Sterben geht. Und getauft wirst du, Mensch, mit der Berufung – Philosoph – Philosophin  und mit dem Bezug zur änigmatischen Dimension geboren zu sein – mit dem oder den Namen, die dir deine Eltern geben – zunächst und zumindest bis zum Jahr deiner Mündigkeit, in dem du auch über deinen Namen (über dein Geschlecht, falls es ambivalent ist, etc.) bestimmen werden kannst. ÄnigmaA.

01.09.2520

Wir feiern  die „Syntha„! – das grosse Kind- und Mutter-, Mutter- und Kind-Fest, die grosse,  ja, sogar die grösste Tauf- und Geburtstagsfeier!

30.08..2520

Bald feiern wir deine und meine Syntha, meine Tochter, mein Sohn, meine Zwillinge.

30.08.2520

Aus Änigmatischer Sicht, aber auch aus Sicht der postabrahamischen Aufklärung: Tauft eure Kinder nicht christlich, beleidigt eure Kinder nicht. Beschneidet die Knaben nicht. Ihr missachtet seit Jahrhunderten den Raum der Mutter. ihr habt die Mutter nicht gefragt. Es wird nicht mehr geopfert ohne die Mutter zu fragen. Die Mutter, die seit Jahrhunderten zum Schweigen gebracht wurde, durch Schrift und Archiv – nicht die Mutter, die angeblich schweigend nickte, als ihr Ehemann, ihren Sohn dem Gott dieses Ehemanns und Sohnes „opfern“ wollte. Hat der Ehemann dieses Kind zur Welt gebracht oder hat die Mutter dieses Kind zur Welt gebracht, hat die Änigma die Welt geschaffen, oder hat dieser Gott des Patriarchen und seines Sohnes diese Welt geschaffen. Dieser Gott ist eine Ausgeburt, eine Emanation der Änigma, so wie Buddhas „Gott“.

29.08.2520

Wir feien die „Syntha“ ! Dieser änigmatische Super-Geburts- und Tauftag, dieser Mega-Geburts- und Tauftag zu Ehren der Geburt des Kindes (zur Tochter, zum Sohn) und der Geburt der Mutter (zur Mutter), auch die Geburt des Vaters zum Vater sollte nicht fehlen, und allen anderen, zu Ehren der Auserlesenheit dieser Existenz (deiner, meiner, unserer) und der änigmatischen Dimension, der Änigma – früher hätte es „Magna Mater“ geheissen – statt JHWH, Elohim oder „Gott Vater“ – , dieses Fest der Synthese – ist vergleichbar mit der Beschneidungs“feier“ von Jungen und Bar/Bat Mitzwa von 12, 13 Jährigen bei den Juden und mit Taufe und Konfirmation von Jugendlichen bei den Christen  – die Änigmatische Bewegung wird festlegen, ob zum Beispiel zum Beginn des Schuljahres, zum Beginn der Aufnahme in eine aufgeklärte-aufklärende Schule (nach änigmatischem Geiste) diese Grosse Feier der Freude, des Willkommens, der Aufnahme in die Gesellschaft und in die änigmatische Philosophie, der Umwandlung von unerlebbarem in erlebbares Leben, in neue Pflichten (Obligation) und Verantwortungen stattfinden wid. Sie wird stattfinden. Es ist ein Fest der Befreiung. Jeder Geburtstag wird eine Erinnerung und Erweckung auch dieses Tauf- und Geburts-Festes sein.

28.08.2520

Statt „Amen“ – „Änigma-Aaaaa…“ (geschrieben: ÄnigmaA): Statt das abrahamische „Amen“ – das änigmatische „ÄnigmaA…“ (andeutend: „Änigma“ – so ausgesprochen, doch in unendlicher, unsere Endlichkeit übersteigender Fortsetzung gedacht – verkürzt, angedeutet mit dem nächsten ersten Buchstaben des Alphabets „A“ und des nächsten ersten Buchstabens des Namens der Änigma „A“: Änigma-Änigma-Änig…- ….).

27.08.2520

Über das Taufen. Um es drastisch zu formulieren – tauft eure Kinder, beleidigt eure Kinder nicht. Jedenfalls nicht christlich. Feiert eher eine Tauffeier mit dem symbolischen Geburtswasser –  am gleichen Wasser, wo änigmatisch gesonnene Sterbende: Wasser zu Wasser, in die Kehre zurücksinken werden – , wenn das Kind begreift, dass es dabei um seine auserlesene, besondere Geburt und die Geburt seiner Mutter (und seines Vaters) zur Mutter und zum Vater, seiner Geschwister zu seinen Geschwistern, seiner Nachbarn zu seinen Nachbarn, den Freunden und Verwandten seiner Eltern zu seinen Freunden und Verwandten in einem fast unendlichen Zyklus von Leben und Sterben und Leben und Sterben geht. Und getauft wirst du, Mensch, mit der Berufung – Philosoph – Philosophin  und mit dem Bezug zur änigmatischen Dimension geboren zu sein – mit dem oder den Namen, die dir deine Eltern geben – zunächst und zumindest bis zum Jahr deiner Mündigkeit, in dem du auch über deinen Namen (über dein Geschlecht, falls es ambivalent ist, etc.) bestimmen werden kannst. ÄnigmaA.

26.08.2520

Der letzte Rückhalt. Die Religion, die die Sünde predigt, aber Hoffnung auf einen Entsünder verspricht, weniger hochtrabend formuliert: die Sekte, die den Menschen die Sünde und den Entsünder einredet, findet unter Kriminellen mit Skrupel und psychisch kranken Perversen (denen Gruppen- und Einzeltherapie im Knast am ehesten helfen würde), den grössten, vielleicht auch den letzten Rückhalt. Um das Endgericht milde zu stimmen und das schlechte Gewissen zu entlasten, ging man doch, beruflich kriminell, also täglich mit dem Gesetz, vielleicht auch mit dem Gewissen im Konflikt, regelmässig zum Beichten in die Kirche…

25.08.2520

Im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit bis zu Beginn des 17. Jahrhunderts war es riskant zu behaupten, alle Krankheiten haben natürliche Ursachen (das galt als radikale, nicht als moderate Aufklärung, die „alle“ mit „viele“ oder „einige“ ersetzte), heute  – sind wir nicht in Papua-Neuginea, in Regionen Haitis, Afrikas, Indiens oder sonst unter ungewöhnlich abergläubigen Leuten -, grenzt es an Geisteskrankheit zu behaupten, Krankheiten hätten übernatürliche Ursachen. In der weicheren Mittelzone hat sich Esoterik, Feng Shui und andere Work-Life-Balance-Kunst zur Optimierung der persönlichen Wellness angesiedelt, spezialisiert sich Psychotherapie, Coaching und Psychosomatik auf Störungen und Auswüchse falschen Lebensstiles, sozialen oder Selbst-Umgangs, Ernährens, umweltmedizinisch vielleicht auch Wohnens- in diesem Bereich kann eine altertümliche Theologie, die Menschen einreden will, dass sie von Geburt an sündig sei und nur durch Taufe davon gerettet werden kann, zumal sich damit eine Chance darauf versprechen, nicht auf sehr viel Verständnis und Rückhalt hoffen, auch nicht auf Erklärungen, besser: Einredungen, wie, dass unser Sterben überirdisch verschuldet sei, eine Erbsünde, die mit dem Fall des Menschen aus dem Paradies zu tun habe – wir bewegen uns spätestens dann komplett im Bereich von Harry Potter.

24.08.2520

Komme damit klar. Du lebst ohne metaphysischen Sondergrund, glaubst du, und du stirbst ohne – die meisten sterben „“metaphysisch“ unschuldig und grundlos – einfach weil die komplexe Physis nicht mehr kann – und sie gibt immer ihr Bestes -: das ist die banalere Variante, die sicher nicht schlecht, nur schlicht ist. Sie schliesst allerdings zuviele Dimensionen aus – wenn du damit klar kommst, komme damit klar – die aktuelle Physik jedenfalls kommt damit klar…-, doch diese Dimension(en), Bereiche oder Nischen, dazu gehört die änigmatische, sind deswegen nicht weniger da.

23.08.2520

….und du realisierst plötzlich in was für ein gruseliges Mittelalter du geraten bist…

22.08.2520

Die Papst-AnhängerInnen werden sich auf einen Halbsatz berufen, in dem Petrus zum Felsen der Kirche erklärt wird. Schon die Reformatoren erkannten, dass dieser Halbsatz eine paulinische Notlösung, eine soziale Managmentlösung ist, ein angebliches Testament, das der historische Jeshua niemals geschrieben hätte noch verkündet hat. Doch die schriftliche Einverleibung des Jeshua in paulinische Schriften und Archive brachte ein eigenartiges Eigenleben, eine Autopoiese seiner Figur mit sich

21.08.2520

Treten wir in das Haus dieses und jenes Gottes ein, Abrahams wie Buddhas, hausen wir schon längstens im Raum der Mutter und der Mater Änigma.

20.08.2520

Wenn Abraham seinen Sohn opfern will, opfert er den Raum der Mutter und der Mater Änigma, ungefragt.

19.08.2520

Wenn Abraham seinen Sohn opfern will, opfert er schon längstens im Raum der Mutter und der Mater Änigma, ungefragt.

18.08.2520

Wenn Paulus spricht, spricht er längstens schon im Raum der Mutter und der Mater Änigma. Sehend, aber im blinden Fleck.

17.08.2520

Die philosophisch-religiöse Fuge als Variation von Grundthemen in verschiedener Sinnhöhe und -breite. Komposition in Worten.

16.08.2520

Paulus – im Korinther. Der grosse Magier, der verblendete Blender- die Originalchristen nannten ihn den Apostat – überzeugt seine Sektenanhänger von der „Auferweckung“ und erkärt auch noch gleich, dass und wie, fixieren sie sich auf den „ersten Auferweckten“, sie als „geistiger Leib“ auferweckt werden, nicht als „physischer“ (Durchaus legitim ist es, zu versuchen, sich eine Auferstehung klar zu machen, nicht jedoch, so zu tun, als sei das mehr als eine Hypothese). Nicht das Reich Gottes kommt auf Erden, vielmehr kommt es zu einer ewigen Auferweckungsfeier. Und wenn „Aussenstehende“ zu euch kommen, und finden, das alles ist ein  kollektives Irrenhaus, eine durchgedrehte Sekte, wenn sie euch zuhören „Werden sie dann nicht sagen: Ihr seid von Sinnen?“  – dann werde er „von allen geprüft, das Verborgene seines Herzens wird offenbar, und so fällt er auf sein Angesicht, wird zu Gott beten und bekennen: In der Tat, Gott ist in eurer Mitte“. Alles klar, Paulus, der Ungläubige oder Aussenstehende, der euch alle für verrückt hält, wird sich als „Sünder“ und „Sterblicher“ (insinuierend: weil Sünder) erkennen und der Sekte beitreten, weil sie das Heilmittel dagegen hat – . so funktioniert ihr Unterstellungsmechanimus autopoietisch wie selbsterfüllend (oder einfach ins Leere laufend).

15.08.2520

Über „Urbi et Orbi“ und Änigmatische Bewegung.

Aus Sicht eines Akommunizierten besitzt der Papst keine besondere religiöse Autorisierung über Gott, die Änigma zu sprechen, schon gar nicht in ihrem Namen zu sagen, was sie sei (immer ein Überraschungsei, immer irgendwie ein guter Weihnachtsmann….das fing schon bei Paulus an, der im Korinther über „Christus, der Erstling der Auferstandenen“ rhetorisch schlau fantasierte – seht, wie schlau ich fantasiere mit Sätzen wie „da durch einen Menschen der Tod kam, kommt auch durch einen Menschen die Auferstehung„. Vor allem kam durch die Mutter, erst durch die eine und die andere, erst durch die Materie und die Mater Änigma das Leben, lieber Paulus, sonst hätte der Tod gar nicht kommen können durch „Einen“ (mit Sicherheit männlichen Menschen) – Dummköpfe – Strohhalme, haltet euch an Paulus Überzeugungskünsten fest – aber mit Akommunikation hat solche Kommunikation nichts zu tun) – der „Papst“ ist ein einfacher Gläubiger (und Bürger Argentiniens), der theologisches Papier frisst, in der Schauspiel-Rolle, einen besonderen Kontakt zur Änigma zu simulieren und damit besondere religiöse Autorität auszuüben (besser: vorzuführen) -diesen änigmatischen Kommunikationskontakt hat er aber nicht, hatte keiner der bisherigen Päpste (auch  keiner der Reformatoren).
Umso ärgerlicher ist der mediale Weltauftritt am Weihnachtstag – Orbi et Urbi – den der „Franziskus“ genannte Sektenführer dieser abrahamischen Grosssekte am 25.12.2019 (nach seiner Zeit) mit einer Mogelpackung, mit einer Halbwahrheit, die wichtige Sätze nicht ausspricht und zweitrangige zu erstrangigen macht, bestritt. Die Medien verkünden: der Papst hätte gesagt, Abrahams und Jeshuas Gott-Patriarch – verkürzt zu „Gott“ – liebe alle Menschen, auch den schlimmsten (man kann sagen, mit solchen Sprüchen bewahrt sich diese Grossekte auch unter Massenmördern in Mexico und Co., in den dauer-kriminellen Milieus seine Freunde, auch die päderastische Massenseuche in dieser Sekte dürfe sich erleichtert zurücklehnen – dass zum einen dabei die Hölle und das Endgericht unter den Tisch fallen (vgl. Matth 25,31), das ist die eine Flunkerei in seiner Orbi-et-Urbi-Mogelpackung, die andere ist die, dass der Papst den wesentlichen Zusatz – sein Gott liebt alle Menschen „ALS SÜNDER“ (egal, wie gross die Sünde des Sünders ist – auch Adolf Hitler, war er Christ) ebenfalls unter den Tisch fallen lässt, ebenfalls unterschlägt, dieser Zusatz ist „wesentlich“ , weil die Unterstellung, alle Menschen seien Fundamentalsünder, nicht nur alle Menschen beleidigt und zu demütigen versucht, sondern wesentlicher Glaubenskern seiner Sekte ist, ja, den Kerngehalt ihres „Heilands“ trifft, dessen einziger Sinn in der paulinischen Deutung, die Entsündung am Kreuz ist – lesen wir aber weiter – so hat auch Paulus schon gewarnt   „ist aber Jeshua nicht auferweckt worden, dann ist euer Glaube nichtig“ – uff,  – bei den Ebioniten, bei den Originalchristen war diese Auferweckung kaum Thema (auch bei Matthäus wird die Ankunft Gottes im Haus Israels so zeitnah erwartet, dass jetzt Lebende (jüngere Juden) in seinen Genuss kommen werden…) – sie erwarteten, dass der göttliche Teil ihres Jeshua, der nie gestorben ist, also auch nicht auferweckt werden muss – nicht der sterbliche – zurückkehrt – oder dass er gleich mit dem Reich Gottes, seines Vaters zurückkehrt, sie nannten Paulus den grössten Apostaten, den grössten Verräter, doch sie schrieben nicht, umso mehr schrieben und archivierten sich die Paulus-Anhänger… – also merkt euch eines, insinuiert der Korinther-Paulus – dass darf auf keinen Fall sein, dass Jeshua NICHT auferstanden ist: denn erstens, bläut er ihnen ein, dann ist euer Glauben nichtig, und, zweitens, redet er ihnen ein: „dann seid ihr immer noch in euren Sünden“ (Kor 15). Noch desaströser für diese Sekte, noch viel „schlimmer“ wäre, wenn ihr das gar nicht seid… wenn ihr „nicht in euren Sünden“ seid – sondern wenn wir auserlesen sind, unverdorben, das meint hier „frisch“, geboren zu sein, mit der Gabe, moralisch zu urteilen und zu handeln, und der „Obligation“ für diese Auserlesenheit – zu der auch das Sterben gehört -, das richtige zu tun, sich zu lieben und die Erde – DAS „liebt“ die Änigma, und DORT fängt die Befreiung von dieser Sekte an, dort fangen die postabrahamische Aufklärung und die Änigmatische Bewegung an.

14.08.2520

Auch hier gilt, dass sich Texte erst erschliessen oder entschieden vollständiger erschliessen, wird der Chronologie, nicht dem Blog entsprechend gelesen. Also: von „hinten“ nach „vorne“ – erst in einer adäquaten Buchform wird das Vorauszusetzende weiter vorne und das Folgende weiter hinten stehen. Nach mehreren Lesedurchgängen wird diese Reihenfolge allerdings immer weniger wichtig, da bereits ausreichend verinnerlicht sein.

13.08.2520

Der Legende, ich sei noch ohne Abitur mit 18 Jahren in Kant-Vorlesungen von „Hegel-Mayer“ an der Universität Zürich gegangen, weil ich mich an die Eröffnungsakommunikation rund 8 Jahre davor erinnerte, also mit erhobener Brust des Berufenen („Philosoph. Du bist Philosoph„) in den überfüllten Vorlesungssaal trat, ist ein Riegel vorzuschieben. Bewusst war ich mir dieser Akommunikation nicht mehr, ich hatte sie in der folgenden Nacht für Jahrzehnte vergessen, in die Vorlesung ging ich, – allgemein im intellektuellen Aufbruch (ich schrieb und inszenierte u.a. ein kleines Theaterstück) – wegen einer anderen, wegen der parasynchronizitären Akommunikation („Obligation„), die, zuerst als Dreizehnjähriger im Traum erlebt und im Wachzustand als „aussergewöhnlich“ erinnert (und im Internat meinen dösenden Kameraden am Morgentisch auch so mitgeteilt, die sich beschränkt dafür interessierten und auch nicht wussten, was eine „Obligation“ ist), sich nach rund  5 Jahren als tatsächlich ausserordentlich, sonst als etwas normal Erlebendes, persönlich, gesellschaftlich und physisch Existierendes erwies (auf dem Bürostuhl an der Schreibmaschine  transformierte ich tippend/schreibend ein Papier  zu einem Wertpapier, zu einer „Obligation“ – hier machte ich das, was ich mit Dreizehn träumte, damals konnte ich noch nicht Schreibmaschine schreiben, wusste ich auch von dieser Bankkaufmannslehre noch nichts, angetreten, weil die Eltern mir verweigerten in ein (teureres) Internat mit der Möglichkeit des Abiturabschlusses zu gehen. Mehr zu dem, was C.G.Jung in zwei Aufsätzen über das „Déja vu“ unter „Synchronizität“ fasste, siehe Über die Anfänge 1-2). Diese Verdoppelung und Verschmelzung von Zukunft mit Gegenwart und von Vergangenheit mit Gegenwart in der Gegenwart haute mich mehr vom Stuhl als irgendeine Droge, die ich damals in meiner kurzen Kifferzeit probierte – meine Brust war insofern „erhoben“, weil ich wusste – sicherer als alle anderen in diesem Vorlesungsraum – , dass es fundamentale Fehler und Mängel in der Zeit- und Raum-Kategorienlehre von Kants Kritik der reinen Vernunft geben muss. Ich erlebte in voller Wirklichkeit, was theoretische Physik in reduziertem Niveau errechnete, allenfalls in Laborkonstellationen testete, und Hollywood mit Tricks verblüffend realistisch zu Filmen machte (Zeitreisen, Science Fiction, negative Zeit). Die Wirklichkeit dieser eigenartigen Schlaufe in unserer und nicht in unserer Wirklichkeit, der Koran würde vielleicht von „Nische“ sprechen (siehe 23.07.2520), heisst hier „änigmatische Dimension“.

12.08.2520

Dass sie einen Jungen, keinen erwachsenen Mann in den Dreissigern akommunizierte, mit einer Bürde, die der Junge nicht tragen, nicht verstehen, nicht umsetzen konnte – hat wohl, besitzt wohl diese „transgenderhafte“ „Türöffnerqualität“, die sie der Welt schenkt, schenken will.

11.08.2520

Eine religiöse Revolution können Menschen nicht selber aus dem Boden stampfen, es braucht die Akommunikation, die Energie der Änigma, es braucht zudem akommunziert kommunizierende Männer, Türöffner, wie mich. Eine lesbische Einzelaktion oder einseitiger Feminismus genügen dazu nicht.

10.08.2520

Die Änigmatische Bewegung ist die erste globale Religion, die diesen Namen wirklich verdient. Die Religion von allen und für alle – wirklich, nicht sektiererisch.

09.08.2520

Frauen (im Durchschnitt, der Tendenz nach) werden wohl eher begreifen und spüren als Männer, dass die Änigma will, dass ich die Türe für sie öffne. Auch über 2700 Jahre Schrift und Archiv, die weitgehend in männlicher, allzu männlicher Deutungshoheit lagen.

08.08.2520

Änigmatische Feiertage und die Feiertage der alten Grosssekten: Um die Änigma in den abrahamischen Grosssekten und diese in ihrem „religiösen“ Gehalt zu feiern, feiert zu Weihnachten die Akommunikation des Jeshua (Ostern und Pfingsten nicht mehr); zur Zeit des Ramadan die Akommunikation des Mohammed (Opferfest und andere nicht mehr) und zum Jom Kippur-Fest die Akommunikation des Jesaja und anderer (andere nicht mehr)  – feiert an diesem Fest unsere Fähigkeit zur Reue, zur Selbstkritik, feiert die Gabe unserer Verbesserungs- und Vergebungsfähigkeit, die wir – wie das moralische Gewissen, die moralische Urteilskraft – erst im Laufe des Erwachsenwerdens entwickeln und ausüben lernen (oder unentwickelt lassen oder verlernen). Endlich feiert ein Neujahr nach unserem globalen Kalender.

07.08.2520

Ein völliger Unsinn, aber für die paulinistische Sekte ein Triumph, ist die Etablierung der Taufe – unterstellend, dass ohne Taufe der Sünder, der Erzsünder (gerade mal ein Neugeborenes) nicht „gerettet“ werde… Dass es unbedingt dieser oder jener abrahamischen Sekte ein- und untergeordnet werde.

07.08.2520

Ein völliger Unsinn – aber für die abrahamischen Sekten ein Triumph – ist die Etablierung der Taufe und der Beschneidung – dem Kind soll möglichst bald nach seiner Geburt ein uralter Aberglaube, den Erwachsene schufen und an den Erwachsene glauben, eingeprägt und bis ins Fleisch eingeschnitten werden. Aus änigmatischer Sicht sind solche religiöse performative Akte erstens sekundär und zweitens überflüssig einschränkend (sektorenbildend, sektenhaft) – die änigmatische  „Taufe“  fand mit dem Geburtswasser der Mutter- geweiht, auserlesen, nicht Nichts und in die änigmatische Dimension geboren zu sein.

06.08.2520

Geschrieben im Jahr 06.08.2519 nach dem Kalender des globalen Achsenzeitalters, im Jahr 24.12.2019 nach dem christlich-gregorianischen Kalender, im Jahr 26.04.1441 nach dem Islamischen Kalender und im Jahr 24.12.2562 nach dem Buddhistischen Kalender (Buddhasakarat).

06.08.2520

Das Eitle Fest (das paulinisierte Christen: Weihnachtn nennen). Die gefühlte Übermacht des Altjudentums und deren Ablehnung ihres Jeshua als wahrer Messias und König der Juden – abgesehen von der Ablehnung der römischen Umwelt – muss für die paulinisierten Neu-Juden und Heiden-Juden – die immer stärker gegen das Altjudentum und den römischen Gott-Kaiser-Kult eingestellt waren und lieber an einen Gott aus ihrer Schicht, aus ihrer Gosse glaubten –  so gross gewesen sein, dass ihnen „überlegenere“ Wundertaten (überlegener als die jüdischen und vollendend, was jene „nur“ ankündigten) offenbar nicht genügten, nein, es kamen nachträglich Legendenbiographien dazu – vergleichbar mit dem, was später die Muslime mit ihren Hadithen schufen -, um ihr Überlegenheits-, Überzeugungs- und Verteidigungsfundament noch stärker zu machen,-  und die auch mit der Art und Weise der Zeugung und mit dem Umstand der Geburt ihres vergöttlichten Helden – nicht nur mit dessen Predigten und Tod und Nicht-Tod – bezeugen“ sollen, wie doch sehr Messias ihr Messias sei. Mit diesem – der schon lange tot war – wie auch mit seiner Mutter, ebenfalls tot und eventuell Mutter eines unehelich gezeugten Kindes – hatte das zwar nichts zu tun – dafür umso mehr mit dem Kampf einer neuen abrahamischen Überlegenheitsekstase mit der alten, mit der ersten. In Johannes fuhr diese „Überlegenheitsekstase“ ganz besonders stark ein und nahm immer groteskere Züge an, grotesk verzerrend jedenfalls bezüglich des historischen Ursprungs, des historischen Jeshua. Heute ist für diese Grossekte ausgerechnet der unseriöseste und antisemitischste, ausserdem recht spät schreibende Evangelist Johannes der grosse „Trost“, sagt bzw. schrieb er, mit Jesus sei das Licht geboren – de facto weder vom Heiligen Geist noch aus dem Geschlecht Davids gezeugt – Legenden, die es erlauben sollen, Jeshua mit dem im Jüdischen Testament angekündigten Messias des Hauses Israel anschlussfähig zu machen – wurde er erst ca. mit 30 Jahren erleuchtet (nirgendwo wird ihm zugeschrieben, dass ihm schon in der Kindheit schwante oder in einem Traum angekündigt wurde, mal der Superrabi des Judentums zu werden). Er durchlebte eine normale Zeugung, eine normale Geburt, eine normale Kindheit und einen normalen Tod – es gibt keinen Grund zum Feiern. Ausser wir feiern die Akommunikation der Änigma, die der historische Jeshua vermutlich empfangen musste, als seine zweite „Geburt“.

05.08.2520

Eine Akommunikation ist wie die Übermittlung eines Zugangcodes für „heilige“ Texte. Bist du in der Kindheit damit „geprägt“ worden, entwickelt sich eine Vertrautheit und Aufgeschlossenheit für sie, die im Erwachsenenalter nicht mehr erreichbar sein wird. Akommunizierten ist vertraut und fast schon trivial, was Kommunizierenden über Akommunikationen ehrfürchtige Zuneigung oder dezidierte Abneigung hervorruft (aus Sicht der neutralen Beobachtung zweiter Ordnung). Für Akommunizierte wird das Aussergewöhnliche gewöhnlich., die Mutmassung Gewissheit, der Zweifel Sicherheit und aus dieser Sicht der Dinge senden, kommunizieren sie.

04.08.2520

Verflucht seien die, die sie verfluchen.

03.08.2520

Eine Akommunikation ist wie die Übermittlung eines Zugangcodes für „heilige“ Texte. Es tranzendiert blosses Gelehrtenwissen, es gewährt einen ganz anderen Zugang zu ihnen, es erschliesst sie und schafft Texte mit gleicher und annähernd gleicher Autorität. ReligionswissenschaftlerInnen bleiben von diesem Zugang ausgeschlossen – sie bleiben Beobachter, Analysierer und Beschreiber dieser Texte und Kulturen. Jeshua und Mohammed, vermutlich auch Buddha, vielleicht Jesaja, indessen ereilte der Code, sie griffen in bestehende „heilige“ Texte ein und schufen neu oder liessen neue schaffen (dabei gehen wir davon aus, dass Jeshua das Jüdische Testament auf Rabbi-Niveau kannte, kein Analphabet war, doch als ebionitischer Jeshua nicht mehr schrieb, sondern predigte: Verlasst Papyprus und Feder, Verlasst Weib und Kind, Verlasst Acker und Pflug, verlasst den Hass auf andere Menschen (wahrscheinlich war „Juden“ gemeint), dafür ist keine Zeit mehr – denn: – die Zeit ist nah. Für die Paulinisten war sie nicht mehr ganz so nah und das erste, was sie nicht verliessen, nun, nach seinem Tod, teilweise ziemlich lange nach seinem Tod erst recht an sich rissen, waren Papyrus und Feder – so kam es wie im Koran nach der Zerstörung des Testaments, dass sie unter fremder Feder aus dem ebionitischen Jeshua ihren paulinischen machten ähnlich wie jene aus dem testamentarischen Islam – gegen den Letzen Willen Allahs und seines Propheten – Sekten schufen, die sich später sunnitisch, shiitisch und anders nannten. Dass sie die originale Bewegung zerstören mussten um sie zu „retten“ – dieses Pseudoheil des Paulinismus, der sich heute, ohne zu erröten, Christentum nennt, machte Weltkarriere – und es wird Zeit, dass wir dieses Pseudoheil für eine Wunde, die es nicht gibt, abstellen den ganzen Paulinismus ins Archiv abschieben. Dass wir ihn hinter uns lassen und darauf achten, dass er auch nicht mehr vor uns ist.

02.08.2520

Wir kommen nicht nur in der Athmosphäre unserer Erde,  in ihrer physischen (physikalischen), sondern in ihrer änigmatischen Dimension zur Welt. Von Geburt an sind wir auserlesen, zu sein und, wie es akommuniziert wurde, „Philosoph/in“ zu sein, immer, ohne Ausnahme, kommen wir in der änigmatischen Dimension der Genesis unserer Welt zur Welt, die Einteilung in verschiedene Sekten, in verschiedene Religionssekten, ist zugleich Verdrängung, Permingation und Überwischung dieser „ersten Religionsebene“, erzeugt, schafft einen riesigen, einen eitlen Turm von Babel.. – die „Änigmatischen“ leben diese Ur-Dimension, leben und sterben und geben Leben und Sterben weiter in ihr. Immer auf dem Weg die Auserlesenheit, zu leben, nicht nichts zu sein, zu bewahren, länger würdig zu erhalten, und die Kehre – wenn „das Herz und der Blick kehren“ – wie es im Koran heisst, nicht zu vedammen, sondern als ein Teil unserer Auserlesenheit zu betrachten (betrachten zu lernen). Beide Passagenmomente – geboren werden und sterben (einkehren) – sind prägende Momente unserer Auserlesenheit und unseres änigmatischen Bezogenseins. Von diesem Paradies zu geniessen, sind wir zur Welt gekommen. Verflucht seien die, die sie verfluchen.

01.08.2520

Wer wird  der Voltaire des 21. Jahrhunderts nach christlicher Zeitrechnung sein (Sloterdijk? zu selbstverliebt Onfray? zu atheistisch-borniert Habermas? zu konservativ) und der erste Religionsgründer des Achsenzeitalters.

30.07.2520

Die Akommunikation „Du bist Philosoph. Philosophie“ kann bedeuten: Verstehe die Akommunikation – ihren Ursprung, ihr Erscheinungswesen, ihre Mitteilung, wie unter Menschen PhilosophInnen verstehen, Philosophie versteht. Höheres, besseres Verstehen haben wir nicht (habt ihr nicht).

29.07.2520

Lichtvers (Sure 24, 35) – dritte Anmerkung (Beginn des Textes siehe 23.07.2520; erste und zweite Anmerkung  28.07.2520). Das heisst, Mohammed wusste, er kommuniziert mit der Autorität eines Akommunizierten, und die Umwelt, die das nicht wissen, nur glauben, kann, glaubte es ihm gerne, zunächst die nächste , hauptsächlich weil diese Umwelt mit ihren altreligiösen Göttern, die Juden und Christen als heidnisch und primitiv verunglimpften, schon lange unzufrieden (schon Mohammeds Grossvater soll mit neuen Lösungen gerungen haben) und im religiösen Umbruch begriffen war, und fast genau so lange auf eine Befreiung von der Überlegenheit und Arroganz dieser beiden abrahamischen Überlegenheitsekstasen wartete – siehe hierzu Über die Anfänge 2 – 5 – , verbunden mit den materiellen Gewinnen, die dieser spirituelle Gewinn, versprach, war der Erfolg dieser dritten, abrahamischen Überlegenheitsekstase auf Arabisch geradezu prädestiniert. Es ist ja interessant, dass er die Leute insofern nicht anlügen wollte, als er ihnen nicht zu 100 % den Himmel auf Erden, oder besser, den Himmel nach Erden versprach – ausgedrückt in: „vielleicht“ . So heisstes: „Kehrt allesamt um zu Gott, ihr Gläubigen! Vielleicht ergeht es euch gut!“ (24,31). Nur ihr Gott kann  100% Sicherheit in die Waagschale werfen. Vielleicht heisst auch. Ihr sollt, ihr müsst versunsichert bleiben, im Ungewissen, ob es euch  am Tag der Versammlung gut ergehen wird. Es bleibt bei einem „vielleicht“, nicht ,dass es „vielleicht“ Gott nicht gibt – das kann der Akommunizierte nicht leugnen: und Mohammed deutete mit den entwickelsten religiösenMitteln seiner Zeit, mit den insgeheim begehrten  – aber keine Araber-Masse wäre bereit gewesen, ins Judentum oder Christentum zu konvertieren- das änderte sich  schlagartig mit Mohammeds Mission. Letztlich besagt dieses „vielleicht“ – das sich im ganzen Text wieder findet – , dass hier „nur“ ein Mensch mit der Autorität eines Akommunizierten kommunizert, nicht Gott Allah selbst.

28.07.2520

Über den Beginn und das Ende des Lichtverses in Sure 24 „Das Licht„. In änigmawissender Lesart, die den Lichtvers als Beschreibung von Akommunikationen erfasst – hauptsächlich Schriftakommunikationen, aber auch die parasynchronizitäre Akommunikation klingt mit dem Satz „Gott weiss alles“ an – beginnt der Lichtvers mit Vers 34 – nicht  – wie üblich gemeint und gelesen wird – mit Vers 35 – und deshalb hat der Lichtvers auch einen einleitenden Beginn und ein resümmierendes Ende („Gott prägt den Menschen die Vergleiche“ (Zirker (2003)) – steht er nicht wie erratisch und kontextlos da – wie üblich gemeint und gelesen wird.
„der Lichtvers“ beginnt also in änigmatischer Lesart nicht mit Zeile 35 „Gott Allah ist das Licht der Himmel [interpretiert wurde das auch konkret: das Licht von Sternen, von der Sonne] und der Erde“, sondern mit Zeile 34 „Wir haben zu euch erhellende [d.h. auch: erhellte] Zeichen hinabgesandt.“ So beschreibt der Koran die Schriftakommunikation, die in änigmawissender Lesart schwach leuchtend in der änigmatischen Dimension entsteht und steht (herabgesandt wird), eine Dimension, die unsere Genesis [Erde] mit der Genesis (der) Änigma [Himmel] verbindet und verankert, in den Worten des Korans in der anschliessenden Zeile: „Gott Allah ist das Licht der Himmel und der Erde„,  die Änigma hat/ist nicht weltliches und weltliches Licht. Das „und“ ist die Verbindungsdimension, ist die änigmatische Dimension, die die Herabsendung erhellender Schriftzeichen ermöglicht und in der sie geschieht, in ihr findet die Übersetzung von „Änigmasprache“ in „Menschensprache“, der Wechsel von „Stehlampe“ in „Ölbaum“, von Glas [dieser Stehlampe], in dem die Sterne funkeln, zu Gas, in dem die Erde [der Ölbaum] atmet, statt, in ihr findet die Projektion von der Sprache des Akommunizierten (z.B. hochpoetisches Arabisch eines Dreissigjährigen oder die hochdeutsche Kraxelschrift eines Zehnjährigen) in den Raum und das Diktat mit diesem Raum in diesen Raum, in diese Projektionen von Schriftsprache statt. Der Akommunizierte, der dieses „Licht“ empfängt, empfangen muss (ungefragt) ist der Auserlesene, in den Worten dieses Verses „Gott führt zu seinem Licht, wen er (…) will [füge hinzu: ob jener Mensch will oder nicht]. Und nun kommen wir zum Schluss des Lichtverses, das sind drei Sätze, drei Aussagen, nach „Gott führt zu seinem Licht wen er will„, folgt der Satz „Gott prägt den Menschen die Vergleiche.“ danach folgt der Schlusssatz dieses Verses: „Gott weiss alles.“. Zu diesem siehe oben, änigmakognitiv ist „Gott weiss alles“  eine Anspielung auf eine parasynchronizitäre Akommunikation, die „Zukunft sehen lässt“ und den Eindruck der Allwissenheit über alle Bewegungen von Dingen, Gedanken, Menschen  zwischen Punkt A und Punkt B innerhalb unseres Zeitverlaufs und unserer gesellschaftlichen Entwicklung hinterlässt. Der für die Beschreibung der Schriftakommunikation – um die es in diesem Vers nach unserer Lesart hauptsächlich geht – wichtige, entscheidende Schlussatz ist der Satz „Gott prägt den Menschen die Vergleiche“ (genauer müsste es heissen: Gott prägt dem die Vergleiche, den er zu seinem Licht führte, den er akommunizierte – doch bevorzugt der Koran zu oft, zu verwirrend oft, das aufgeplusterte, wichtigtuerische Pluralis majestatis). Nehmen wir den Beginn dazu: „Klärende Verse haben wir zu euch herabgesandt“ (Bobzin (2010)) – lies: Die folgenden Verse klären gleichnishaft über das Herabsenden klärender Verse auf. Auch über den Herabsender (Gott)  -der die Verbindung (das Licht) von seiner und unserer Genesis ist. Zirkers Übersetzung  „Gott prägt den Menschen [lies: mir, Mohammed] die Vergleiche“ (oder lies: der gesamte Akommunikationsvorgang inspiriert mich, den Akommunizierten, zu diesen Vergleichen) trifft diesen wunderbaren Sachverhalt besser als Bobzins Übersetzung: „Gott prägt Gleichnisse für die Menschen.“. Die Änigma „prägt“ sie insofern, insofern ihre Akommunikation den Akommunizierten und dessen Kommunikation „prägt“. Es ist von daher änigmawissend anzunehmen, dass nur deshalb Mohammed zu diesen Gleichnissen kam, weil sie unter dem Eindruck („Prägung“) tatsächlich stattgefundener Akommunikationen entstanden – und er sich, wie ich heute, Gedanken darüber machte, wer sie (a)kommunizierte bzw. woher diese erleuchtenden Zeichen kamen (von ihm nicht) und  worin sie standen (offenbar in einer Verbindung von dieser Welt zu einer anderen), in seinem religiösen Kontext war das die höhere abrahamische Religion, war das der Gott, der sogar am Ende im Römischen Weltreich die religiöse Oberhand gewann – der Gott Abrahams, nun aber in der dritten grossen abrahamischen Überlegenheitsekstase, die zugleich eine Ekstase der Unterwerfung – der eigenen wie von allen anderen – war (zumal im provinziellen Blickfeld „alle anderen“, das schnell nur noch leer und abstrakt wird, verlässt es den eigenen Boden und Raum).

27.07.2520

Über den Untergang der antiken Grosssekten, die sich heute „Weltreligionen“ nennen. Aus postabrahamischer und postbuddhistischer Perspektive müssen die abrahmischen, buddhistischen und hinduistischen Grosssekten nicht gerettet werden, eher müssen die Menschen vor ihnen gerettet, vor ihnen bewahrt werden. Wir werden sie verlassen, haben sie verlassen, weil sie uns nicht erreichten und ihre Fundamente, ihre Testamente fehlen – fundiert sind ihre Unterstellungen auch deswegen nicht.  Die Beschwörung eines einfachen Weltbildes von Sündern und Schlechtigkeit der Welt und eines Himmelsbildes von Sündenrettung und Jenseitsgüte  – vielleicht brauchen oder mögen Menschen den Trost – den Beruhiger -, dass das Leben mit dem Altern nicht nur stirbt und vergeht, dass nicht Nichts auf sie wartet: sondern das wahre, wirkliche Leben nach dem Leben. Dass uns die Änigma, die änigmatische Dimension umfängt, kehren wir ein in den Tod, das glaubt die Änigmatische Bewegung, davon geht sie aus – wir müssen keine Angst vor dem Sterben haben, wir sinken nicht in Nichts, davon können, davon sollten wir ausgehen – jedoch ohne unsere Natur und Welt zu denunzieren wie es diese Grosssekten, auf die eine oder andere Weise,  tun, und ohne das Jenseits wie auch die Verbindung zu ihm, zur Genesis der Ängima masslos zu glorifizieren. Wir sind unsere eigene Güte, unser eigener Stolz, unsere eigene Grösse – zu der gehört die Auserlesenheit, nicht nichts, sondern auserlesen zu sein, zu sein  und die Bürde des Sterbens, auch das eine Auserlesenheit, zu tragen, zu ertragen. Ihr seit, wir sind Philosoph, Philosophin – und „Obligation“ – Verantwortung Pflicht – das in Würde zu sein, das Leben als Auserlesenheit, nicht nichts zu sein, zu betrachten, zu geniessen, zu pflegen,  zu schützen, zu bewahren – das ist unsere Obligation, unsere Geburt ist zugleich die Geburt dieser Berufung – so berief Sie es. Aus änigmatischer Sicht sollen und werden sie untergehen, diese voraufklärerischen, antiken Grosssekten, doch bleiben wird, was sie und uns transzendiert: unser aller Bezogensein, ihre Beziehung zur änigmatischen Dimension (über Akommunikationen und Involutionen), zur Materie der Änigma, zur Mater Änigma, zur Änigma.

26.07.2520

Und sie lachen, uns hat er 114 Suren akommuniziert, ihm nur 2 Verse. Und die Antwort wird heissen: ihr seid Philosoph, also denkt zuerst nach, bevor ihr lacht, denn der zweite Vers enthält Raum für 1000 Suren.

25.07.2519

Theoretisch, und hoffentlich irgendwann praktisch, wird im globalisierten wie kontinentalisierten Kooperationskapitalismus, was im Sozialismus angedacht, teilweise auch in der DDR (nach Engels, Bebel, Alexandra Kollontai (sowjetische Frau) u.a.)  zu realisieren versucht wurde, die umgreifende Gleichberechtigung wie auch die volle Anerkennung der Eigenheiten, der Andersheiten der Geschlechter (beider wie anderer) normal geworden sein.

24.08.2519

Die Riesenerfolgs-TV-Serie „The Big Bang Theory“ kurz zusammengefasst: Penny und Penis.

24.07.2519

Kristen Ghodsee: Warum Frauen im Sozialismus besseren Sex haben (Suhrkamp 2019)- ein Grundsatzbuch für Emanzipation, eine Fundierung und Verwissenschaftlichung feministischer Diskussionen und Gesellschaftsanalysen. Dabei ist zu beobachten, dass attraktive Frauen, die neben ihren physischen äusserlichen Vorzügen Bildungs- und Intelligenzvorteile haben (z.B. promovieren) – auf ZWEI Schienen fahren können – sie setzen ihre sexuellen Attraktivitäts- und ihre intellektuellen Bildungsvorteile ein – ersteres, in dem sie auf Kleidung und Sexappeal wert legen und damit äusserlich wie berufs- und geldattraktive Männer ansprechen – zweites, in dem sie promovieren, gute Bildungs- und Ausbildungsabschlüsse erbringen, wie auch ehrgeizige Arbeitsverträge suchen. Männer fahren meistens nur auf EINER Schiene. Selten, dass sie in ihre körperliche Attraktivität so viel wie in ihren Beruf investieren und realistisch hoffen, sich sowohl mit  einem Vater- und Haus-Mann-Job von der Berufswelt verabschieden zu können als auch von der Berufswelt und vom Geld ihrer Partnerin, ihres Partners abhängig machen zu müssen (Scheidung wird dann für Ehefrauen attraktiv – als Zusatzattraktivität von Heiraten – , können sie sich unbezahlte Arbeit und Kinder vom vermögenden Ex-Ehemann und Vater gut bezahlen lassen).

23.07.2519

Über die Illumination und Desillusion des Lichtverses (Sure 24, 35). Dass die Sure 24, 35 in einer stark alt-jüdisch abrahamisierten Trance Mohammeds geschrieben wurde, im Glauben, dass er von Allah erleuchtet wurde und durch ihn Allahs Worte fliessen – auch wenn er diese Worte nirgendwo im Raum als Schrift hineingestellt und leuchten sah – das und mehr erzählt uns der Lichtvers gleichnishaft. Für analytischere Begriffe war kein Raum, Mohammed war kein durchstudierter Aristoteliker, sondern ein von Allah illuminierter, von der höchsten Autorität erleuchteter, in Trance versetzter Dichter – der Männern befiehlt, sie sollen sich züchtig benehmen und kleiden und Frauen dasselbe befiehlt, auch sollen diese zusätzlich, um sie in der Öffentlichkeit möglichst züchtig gekleideten Männern gleichzumachen, ihre weiblichen Reize und Schmuckstücke verhüllen – die sollen sie zu Hause ihrem Ehemann und der Familie zeigen. Und wenn ihr nicht gehorcht – so wird das der göttliche Verfassungsgeber und Verfassungsschutz sehen und sie am Tag der grossen Abrechung bestrafen …. das ist das autoritäre Schema des ganzen Textes.
Die Nische im Raum, in dem eine Standleuchte steht, die leuchtet in einem Glas, das wie Sterne funkelt (oder: selber wie flimmender Stern ist), erinnert an leuchtende Schriftakommunikation der Änigma, ihre Genesis (Himmel) verbindet sich über die änigmatische Dimension, und die Akommunikation, die sie in diese stellt, mit unserer Genesis (Erde). Ein leichtes Eigenleuchten ist dieser Schrift inne, wie nicht von dieser Welt (s.u.).(„Gott ist das Licht der Himmel und der Erde. Sein Licht ist einer Nische gleich, in welcher eine (Stand)leuchte steht. Die Leuchte (der Standleuchte) ist  in einem Glas, das Glas gleicht einem funkelnden Gestirn, entflammt von einem segensreichen Ölbaum, nicht östlich, nicht westlich, sein Öl scheint fast zu leuchten, auch wenn das Feuer es nicht berührte.“(Bobzin (2010)).  Kein schlechtes Gleichnis, keine schlechte Metapher ist es, sich die änigmatische Dimension in unserer Welt als eine Nische vorzustellen, obwohl sie zugleich ein Sockel, ein Anker ist. Unsere Welt ist nicht ganz, aber teilweise in ihr verankert. Von der Standleuchte, mit Sockel und einem Glas, in dem fernes Gestirn oder das wie dieses leuchtet, zum selbstleuchtenden Ölbaum, mit Stamm und einer Krone – auf den Erleuchteten kommt Erleuchtendes („Licht über Licht“).  Man könnte glauben, dass der Autor – gleichnishaft als Ölbaum – das funkelnde Gestirn „entzündete“ – durch das Licht Allahs oder das Allah „ist“, erleuchtet und/oder selbstleuchtend und – erleuchtend, so dass seine Kommunikation fast schon Akommunikation ist. Das heisst, der Lichtvers hält nicht nur ein Illuminationsereignis, sondern eine Desillusionierung fest, überdies spielt auch die Konkurrenz dieser dritten abrahamischen Überlegenheitsekstase mit der ersten – wie so oft in diesem Text – eine Rolle, spielt doch der leuchtende Ölbaum, dessen Verästelungen gleichnishaft arabische Verse aus dem gleichen Stamm, mit der gleichen Abstammung darstellen, auf den sprechenden Busch an, der Moses mit hebräischen Worten anspricht – die Verästelungen (Worte) des sprechenden Busches werden  hier zu Verästelungen (Verse) der Krone des scheinbar leuchtenden, selber entflammten Ölbaums, zu den Versen des Korans, des akommuniziert kommunizierenden Mohammeds, im Glauben, dass sie Gottes sind, auch wenn sie es (hin und wieder) nicht ganz sind. Mohammed macht sich hier kurz ehrlich, dann verdeckt er seine „andere“ Offenbarung und beeilt sich anzufügen, dass „Gott die Gleichnisse für die Menschen“ prägte“..Der grosse Metaphern-Dichter ist also „Gott“ (der in Mohammed spricht) selbst…. Nun, mensch mag seine Zweifel daran haben, jedenfalls ist es aus unserer Sicht ein gutes Gleichnis, Gott als das Licht der Himmel und der Erde vorzustellen – also als ein anderes Licht, mehr als bloss das Licht der Erde, in unserer Sprache: als änigmatische (Licht-)Dimension, die die Genesis der Änigma mit der Genesis unserer Welt verbindet, deren Licht (Leuchten) von anderer Natur ist als das der Sonne oder des Feuers – selbst die Schrift-Akommunikation, die im Raum wie in einer Öffnung, wie in einer Nische dieses Raumes steht – ich habe es selber erleben müssen – , leuchtet in diesem änigmatischen Licht – doch ist es vermutlich sowohl das Licht, als auch nicht das Licht der Änigma, sondern von unserer Welt Licht, für Lesende so passend temperiert, gedimmt, eingestellt, dass es die Augen nicht blendet und die Schrift nicht überblendet (zur Fortsetzung siehe 28.07.2520 und 29.07.2520).

22.07.2519

Der Hitlerstaat infiltrierte und uniformierte Polizei und Gestapo fast gleichermassen – in der Nachkriegszeit wurde behauptet, man müsse Polizei und Geheimdienste getrennt halten  – anstatt zu sagen, die Erfahrung mit der Gestapo hat gezeigt, dass solche Institutionen für den Bürger und den Rechtsstaat mehr Schaden und Gefahr als Nutzen und Sicherheit bringen können (stattdessen wurden Nazis Grundlage des Nach-Nazi-Geheimdienstes der Bundesrepublik  –  unter Hitler wie im Kalten Krieg „gute Antikommunisten“, das zählte) – über die Volkspolizei lässt sich am Ende nicht viel besseres sagen (vgl. Browning: Ganz normale Männer: Das Reserve-Polizeibataillon 101 und die „Endlösung“ in Polen)( – aber ohne Polizei ging und geht es ja nicht…  – Geheimdienste passen bestens zu Diktaturen, nicht gut zu Demokratien  – der Osten Deutschlands hätte das auch 1989 nach der Stasi-Erfahrung sagen sollen – doch wagte das niemand, jedenfalls niemand mit Macht.

21.07.2519

Fünf gute, fünf wesentliche, fünf wichtige Gründe Geheimdienste in der EU zu verbieten und zu verfolgen-nach dem Prinzip: Der einzige Geheimdienst der in einen Rechtsstaat passt, ist der „Geheimdienst“ gegen Geheimdienste. Dazu braucht es den politischen Willen, der sich in Parteien kanalisiert, so wie es den politischen Willen braucht, zum „Europäischen Sicherheitsmodell“ überzugehen, dazu braucht es viel Überzeugungsarbeit,  die Überzeugung in der demokratisch politisierten und politisierbaren Bevölkerung und dazu braucht es eine bessere,  – auch besser in der Effizienz (Kosten/Nutzen für das Gemeinwohl, für den Steuerzahler, denn nicht „der Staat“ zahlt seine Beamten in Polizei und Geheimdienste (eigentlich bloss exekutive Behörden, doch die Geheimdienste sind aus dem Ruder gelaufen, laufen aus dem Ruder, hebeln die politische und die juristische Kontrolle aus –  wie ein kleiner anarchistischer Staat  – den die Merkel-Regierung mit Geld, Mittel und Personal aufblähte und, der tut und lässt was er will…denken wir an die illegalen Schredder-Aktionen der Dienste während des NSU-Skandals), sondern der Bürger, die Bürgerin zahlt sie, zahlt den Staat-  es braucht also eine überprüfbare, rechtsstaatlich und politisch kontrollierte Sicherheitsalternative – das sind die ausgebauten Polizeidienste (einschliesslich ausgebaute Staatsanwaltschaften), darunter Anti-Geheimdienstpolizeien – die sich auf den Schutz von Bürger und Bürgerinnen, Firmen und Behörden vor Geheimdiensten und auf deren Entlarvung und Verfolgung spezialisieren:  sie haben national-europäische und gesamt-europäische Kontingente, allenfalls auch ein global-europäisches Kontingent: sie arbeiten in einem gewissen Sinn wie Geheimdienste, sind aber etwas völlig anderes: sie wollen in Europa fremden Diensten – die Grundrechte und die Würde des Menschen missachten, die für den Konkurrenzkapitalismus und die Interessen ihres Landes meinen  chronisch Geheimdienstkriminalität begehen  einsetzen zu müssen – den Nutzen ihres Tuns klein und ihr Leben in kriminellen Sphären schwer bis unmöglichen zu machen – Europa soll zum unangenehmsten Pflaster für internationale Geheimdienste werden, Europa soll aber auch andere in der Welt vom Europäischen Sicherheitsmodell und seiner innewohnenden Kooperations- und Kommunikationsbereitschaft  überzeugen- deswegen müssen auch Rahmenbedingen verändert werden – das überholte Diplomatie-System, das ein Sicherheitsrisiko ist, das zu Missbrauch geradezu einlädt (Stichwort: Abhören des Handys der Bundeskanzlerin durch Obamas US-Botschaft in Berlin, statt Ancien-Régime-Diplomatie, Diplomatie light), die wesentlichste Rahmenbedingung, die in unseren europäischen Gesellschaften verändert werden muss, ist der Rahmen des nationalisierten Konkurrenzkapitalimus, von dem Geheimdienste ein Rad, eine Maschine, ein Teil sind – ihren wesentlichen Nutzen erzielen sie in der Militär- und Wirtschaftsspionage, wobei „Spionage“ eine schöne Formulierung für Innovations-Diebstahl ist, erst der globale Wechsel vom Konkurrenz- zum Kooperationskapitalismus, macht Geheimdienste dieser Art völlig nutzlos, da sich Länder nicht mehr systemegoistisch konkurrieren, doch konzentrieren wir uns hier auf die fünf wesentlichen Gründe, warum Geheimdienste in Europa zu verbieten und zu verfolgen sind

1. Sie dringen in Privaträume ein ohne richterlichen Beschluss (nur Diktaturen „müssen“ das bei ihren BürgerInnen tun). Dazu kommt: Die Social Media legen die Menschen wie noch nie offen. Wir müssen nicht in die Privaträume eindringen, zu einer Zeit, wo die Privaträume den öffentlichen Raum geradezu übervölkern – statistisch stammen über 90% der Geheimdienstinformationen aus öffentlich zugänglichen Quellen – um die restlichen 10% herrscht der grosse Geheimdienstkampf.

2. Dass sie Foltergeräte installieren, die den Schlaf zerstören, die Person zermürben, fertig machen, ist eine reine Verschwörungstheorie. Glauben Sie nichts.

3. Sie manipulieren Gefühle, die Escort-Girls des Geheimdienstes, und eingesetzte  Fake-Freundschaften verhöhnen die Würde des Menschen.

4. Sie sabotieren Karrieren und hacken Lebensläufe (Kommt es niedrig: Sie drangsalieren und belästigen eigene Bürger, Bürgerinnen, v.a. Kritiker, die ihnen nicht passen sie missbrauchen die Ihnen von der Demokratie und dem Rechtstaatsstaat zur Verfügung gestellten Mittel. Die Politik und die Zivilgesellschaft muss das abstellen- es braucht dazu eine politische Partei und  Regierung, die zudem die grundsätzliche Reform dieses ganzen Sicherheitswesens in Angriff nimmt.

5. Sie manipulieren die Öffentlichkeit. Stehen sie in der Kritik –  leiten sie in die Medien plötzlich Nachrichten von ominösen Terroristen oder sie geben an, was sie nicht alles insgeheim schon an Attentaten verhindert hatten – oder sie produzieren einen anderen Skandal nur für die Medien, nur zur Manipulation von Massen – Sie werfen einen einzelnen Stein und wissen, dass mit diesem Stein das ganze Land medial beworfen wird. Das geschieht nur, weil sie es mittlerweile gewohnt sind, sich in einem Halbdunkel der Legalität aufzuhalten, keine Skrupel mehr kennen, kriminell zu agieren, so wie keine mehr, in Privaträume einzudringen. Diese „Probleme“ ihrer Legitimierung – mehr noch: ihrer Legitimität – hören mit der grundsätzlichen Reform auf.  Die Polizei macht eine transparente Arbeit, kann sich jederzeit legitimieren – wenn auch jeden Abend „Polizisten“ die Medien bevölkern, sie muss ihren „sozialen Nutzen“ nicht durch halbkriminelle Manipulationen öffentlich bewahren oder herstellen. Auch nicht für den Bereich ihrer verdeckten Operationen.

Siehe auch die Ausführungen zu „Rechtsstaatslogik“ und „Geheimdienstlogik“ des Staates unter 16.07.2520

20.07.2519

Palimpsestarchäologie in abrahamischen Texturen…in buddhistischen Texturen….in altgriechischen Texturen….in sanskritischen Texturen…. um die Goldadern, die akommunikativen Gehalte auszugraben…

19.07.2519

Aus dem Off.  Die Änigma macht sich menschengleich, sie kommunziert zwar in menschen-gleicher, menschen-angepasster Form, aber ihr Schreiben- mitten im offenen Raum, ein Medium, worauf kein Mensch zu schreiben, Schrift anzubringen und festzuhalten vermag (ausser der Tricktechniker von Hollywood) – besitzt keinen sichtbaren Schreiber, ihr Sprecher keinen sichtbaren Sprecher (es heisst dann allenfalls: der Himmel öffnete sich und eine Stimme erklang…oder „der Busch (…) sprach zu ihm…“  oder „der Tempel füllte sich mit seinem Tuch… (ergänze: „…so dass ich nichts sehen, nur hören konnte.“). – kurzum, die Änigma ist die Stimme, ist die Schrift aus dem Off.

19.07.2519

Über die Persona der Änigma und ihre Entwicklungsstufen

Zur Persona. (Die Persona der Änigma und die Idee der Gottebenbildlichkeit)

Weil die Genesis unserer Welt im grössten Teil selber geschaffen, selber-schaffend ist, Produkt einer Evolution, die bis zur darwinschen Regionalevolution auf unserem Planeten führte, besteht grundsätzlich von unserer Seite eine autopoietische, eigengesetzliche Schranke, eine beschränkte Verbindung zwischen unserer Genesis und der Genesis (der) Änigma, ihre Wesenheit ist im grossen und ganzen nicht von unserer Welt und unsere Wesenheit nicht von ihrer. Die änigmatische Dimension ist der Nabel, der ihre Genesis mit unserer oder zumindest unsere mit ihrer verbindet – hier vermischen sich Autopoiese mit Allopoiese. Die Genesis der Änigma unterscheidet sich von unser Genesis noch mehr als unser lebender Körper vom toten. Sie wird in unserer Welt beschränkt, weil und wie unsere Welt beschränkt ist. Andererseits ist sie viel weniger beschränkt als wir es sind. Die einfache jüdische Gleichung, unsere Welt ist gottebenbildlich geschaffen trifft wahrscheinlich für einen kleinen, nicht für den ganzen Teil zu, zudem ist dieser Teil änigmatisch, uns grösstenteils und meistens intransparent, unzugänglich, versperrt. Deswegen kann die Änigma nicht einfach in unserer Welt „durchregieren“, muss sie den Weg in unsere beschränkte Welt auf sich nehmen, sogar auf unsere Kontingenz stossen und selber kontingent werden, also: potentiell falsch oder nicht verstanden , zudem erleben, dass ihr Menschen nicht gehorchen, nicht folgen, nicht das wollen, was sie will oder fordert – weil wir stark eigenwillig und eigenverantwortlich sind und sein müssen. Zudem wissen wir nicht einfach, weil wir nicht einfach programmiert und programmierbar sind, was sie will, was sie sagt, das dekonstruktive wie das konstruktivte Moment ist unserer Natur eigen.

Will die Änigma mit uns korrespondieren, kommunizieren muss sie sich Zugang zu uns, und das heisst in die Genesis unserer Welt verschaffen, sich übersetzen in unsere Wahrnehmung, Befindlichkeit, Situativität, Sprache –  und diese in das, was sie verstehbar, wahrnehmbar, wirklich machen will – Sie hat tatsächlich die Macht, die Fähigkeit dazu: Sie weiss, wir haben nicht die Macht und Fähigkeit uns in ihre Welt zu übersetzen –  wir besitzen eine durch die Genesis unserer Welt bedingte Autonomie, Unabhängigkeit, aber auch Beschränktheit  gegenüber der Genesis der Änigma so wie sie durch unsere Genesis beschränkt wird (Scholastiker relativierten diese Nichtallmacht ihres Allmächtigen u.a. mit dem Hinweis, dass er jederzeit den Stecker unserer Welt ausziehen könne, also trotzdem immer das letzte, das ultimative Wort habe…) – von Allmacht, von Allmachtsphantasie bleibt nicht viel übrig. Und wenn uns in der änigmatischen Dimension  parasynchronizitär – um C.G. Jungs Begriff abzuwandeln – die Zukunft begegnet, ist es unsere, von uns geschaffene, keine Vision auf die von der Änigma geschaffene, sei es ihre Apokalypse, ihr Himmelreich auf Erden oder ihr Dinner mit unsereins auf dem Berg Zion am Ende der Zeit. Dieser provinz-universelle Versuch, einen Gott zum „grössten“ zu machen, zu einem Gott aller Menschen, und zugleich die eigene Provinz und die Auserlesenheit der Macher (ersten Adressen) dieses Gottes zu betonen, diesen Widerspruch, diese Beschränktheit, heissen wir hauptsächlich der sozialen religiösen Umwelt und Konkurrenz geschuldet, die von Griechenland bis Ägypten an ähnlichen provinz-universellen Universalgottvorstellungen arbeitete – vielleicht steht der heraklitische Gott der Änigma, also einer wirklich globalen, nicht provinz-universellen Göttlichkeit, am nächsten – ihm folgt Aristoteles mit dem „unbewegten Beweger“ – doch diesen philosophischen Gottvorstellungen fehlt eine Göttlichkeit mit Persona, die mit uns kommuniziert –  in diese Ebene stiessen die jüdischen Propheten vor oder wurden auf sie gehoben. So transformiert sich die Änigma also, chamäleonesk angepasst, sich anpassend an unsere Welt und Situativität, an unsere Psychologie und Soziologie- zu einer Persona-Ähnlichkeit, sie wird zu einer auf uns eingestellten Menschengemässheit – die wir ihre „Persona“ nennen können. Für unsere Welt nimmt die Änigma die Gestalt einer schreibenden, sprechenden Persona ein, muss sie eine Persona haben, will ihre Kommunikationfür uns den erfolgversprechendsten, unmittelbarsten Zugang zu uns Personen haben. Wir adressieren zu jeder Kommunikation in unserer Art einen Absender von unserer Art – das ist unsere Art. Für uns muss sie so etwas wie eine Person sein, die mit uns kommuniziert, sie kann nur auf unsere Art mit uns kommunizieren – nicht auf ihre. Sie muss unsere Art „verstehen“, sich in sie übersetzen und sie für sich übersetzen können – deswegen, nur deswegen hat sie für uns, ist sie für uns eine Persona. Ansonsten sollten wir uns keine Illusionen machen, ist es vermessen und völlig falsch, uns die Änigma in ihrer Genesis als uns „gleich“ oder „ähnlich“ vorzustellen. Sie hat nicht die Physis unserer Welt als Produkt und Produzierendes ihrer Evolution, kann aber auf sie Einfluss nehmen, nennen wir das ihr „involutives Vermögen“. Die Hybris unseres beschränkten Vorstellungsvermögens mag sich an solchen Ideen wie der Gottebenbildlichkeit beruhigen.

Aber wie  sieht ihre „Evolution“ aus – besitzt sie eine? An ihrem Anfang, hat sie einen Anfang, macht sie einen Anfang. Auch sie – würden wir vielleicht meinen – stammt von so etwas wie von Hegels „Nichts“ ab, das sich zu Etwas nichtet, dass als Nichts seiend „ist“, Sein, nichts als sein ist  – und so dialektisch zwischen Nichts und Sein (und Werden) weiter. Das aristotelische Sein hat keinen Anfang und kein Ende, es ist ewig. Doch rücken wir über die Magna-Mater-Religion näher an die Gegenwart. Zu Buddha, zu Jesaja.

Was ist mit den jüdischen Propheten? Mit Jesaja? der um 740, 720 vor Christus predigte und prophezeite – und von seiner Akommunikation, von Offenbarung erzählt, die ihm sein Herr Zeboath akommunizierte? Wobei wir von Textredaktionen zwischen Achsenzeit und  3. Jh. v.Ch. ausgehen müssen, also parallel zu Thales, Solon, Heraklit, Anaximander, Platon, Aristoteles… – hier ist wahrscheinlich „nichts“ original – Deutorojesaja, anonyme Jesajas redigierten, kompilierten und montierten amText mit, die mehrschichtige Textur lädt zu Palimpsestarchäologie ein. Offenbar soll (sie) die mächtige Umwelt (Assyrien, Ägpyten, Persien, das von Persien eroberte Griechenland, etc.) mächtig beeindrucken,  – Militanz war in diesem altjüdischen Geist: „dass Assur zerschlagen werde“ – nicht nur das eigene Volk ideologisch mobilisieren und stärken – offenbar ist auch die populistische Note – nicht der Reiche – nein, der wahre Gute ist der  einfache, eher arme Mann der grossen Masse  – die Moral ist die Moral jedes modernen Menschen auf dieser Erde („Lernt Gutes tun, trachtet nach Recht, helft den Unterdrückten“ (1.17)) -ebenso nicht gelitten werden die Intellektuellen – die Philister – über alles und alle anderen Götter thront der „Herrscher Zebaoth“ – …ausserdem wird zwar mit allen Völkern kokettiert“ – aber kommt es hart auf hart landet doch alles wieder „auf dem Berg Zion und in Jerusalem“.  Auf diesem Berg wird Zebaoth „allen Völkern“ ein Mahl bereiten – „und den Tod verschlingen auf ewig“.  (Höher stapeln geht kaum – auf diesem Berg findet quasi der Gipfel der Hochstapelei statt).  Hier findet mit grossen Löffeln das Take off der ersten abrahamischen Überlegenheitsekstase statt, es ist anzunehmen, dass in diesem Gefilde berauschender Gottesrhetorik und ekstatischer Überlegenheitssimulation tatsächliche Akommunikationen auszumachen sind.
Die Persona der Änigma hat auf dieser Stufe das verbal-akustische Reife-Niveau erreicht – erleuchtet hier nicht nur, sondern setzt sich als „Herr über alle Völker“ im Schriftwerk Jesajas oder Pseudo-Jesajas hauptsächlich durch Verbalakommunikation in Szene, sicherlich eine Novität in diesem Ausmass (wahrscheinlich kommt jetzt ein Ägyptologe um die Ecke und sagt: Nein, auch die Ägpyter und die Assyrer hatten schon einen universalen Gott, ausserdem schrieb Heraklit (6. Jh. v.u.Z.) von dem „einen“ Gott, von der „einen“ Göttlichkeit).
Zweite abrahamische Überlegenheitsekstase: Jesus. Bei Jeshua bleibt vieles beim Alten, also beim Altjüdischen – schon Zebaoth JHWH (die merkwürdigen Bezeichnungen deuten an, hier handelt es sich um eine Persona – um eine Emanation der Genesis Änigma -., nicht um eine Person) sprach Jesaja mit Du an („Wer will unser Bote sein“ – (enter deus) – fragt die göttliche Persona freundlich (bei Mohammed wurde nicht höflich gefragt, da wurde Erzengel Gabriel geschickt, um Mohammed zu zwingen, heisst es in den Hadithen (s.u.)… „Du [Jesaja] gehe hin und sprich zu diesem Volk: „Höret und verstehet’s nicht.“  „Dass sie nicht sehen mit ihren Augen, nicht hören mit ihren Ohren„…. Die Änigma schien zu wissen und formt daraus rhetorisch klug einen Vorwurf: ihre kommunikative Intervention in unseren Kommunikationsbereich stösst auf absolutes Unverständnis und auf völlige Abwehr – auf taube Ohren…- im Umfeld von Jeshua, Jahrhundete später, war das anders – Jeshua traf auf Gläubige, auf Juden, die diese Initiation änigmatischer Akommunikation durch ihre Propheten  angenommen hatten – eine neue Involutionsqualität zu seiner Zeit – eventuell auch Evolutionsstufe der Änigma –  könnte die Wiederbelebung von Toten, das göttliche Hacking von Leichen bedeuten (zu ganz anderen Deutungen dieser eventuell gar nie real, nur real imaginiert, real ersehnt stattgefundenen Auferstehung, dieses angeblichen Wunders, als was i.d.R. Involutionen der Änigma wahrgenommen werden, siehe Über die Anfänge 1-6)
Dritte abrahamische Überlegenheitsekstase: Mohammed. Bei Mohammed bleibt vieles beim Alten, vor allem beim Altjüdischen,  Gott Abrahams Allah Schrift-Akommunikationen, die Mohammed den Koran diktieren (half er nicht nach, verdeutlichte er nicht, ergänzte er nicht, missverstand er nicht…) wiederholen die Szene, in der derselbe göttliche Diktator Moses die Tora diktierte – als ihm Schriftakommunikationen widerfuhren (de facto war es anders, war nicht Moses der Autor. Aber das ist eine andere Geschichte).  Dieses Schriftakommunikativ hob sie von ihrer Umwelt ab, im Glauben, ihrer Weltanschauung lag göttliche Akommunikation, nicht (nur) menschliche Kommunikation zugrunde. Der Erzengel Gabriel – der arabischen Bildungsschicht, vorab Mohammeds Grossvater bekannt aus dem jüdischen Testaments- soll Mohammed sogar physisch überrumpelt und – streng, einschüchternd, bedrohlich – ermahnt haben, Gott Abrahams, Allah, zu gehorchen, als sein Erster Sekretär das Diktat seiner Gebote, Warnungen, Drohungen und Versprechungen aufzunehmen und seine Post auf Arabisch an die Araber zu verteilen… vielleicht ein Symbol für das Überrumpelnde, Ungefragte, Aufdringliche, Überwältigende von Akommunikationen – vielleicht aber auch nur Rhetorik der Einschüchterung, um die überirdische Herkunft und Seriösität von Mohammeds neo-abrahamischer Kommunikation von Akommunikation zu unterstreichen.. Die Akommunikationsszene,,in der Allah Mohammed den Koran diktierte imitiert nicht nur, nein permingiert die Szene in der Gott Moses die Tora diktierte. Mit diesem göttlichen Hacking (der Änigma) in unsere Schriftkommunikation, das die Überlegenheitsekstase der jüdischen Religion prägt, prägt sie auch die dritte, die muslimische, einschliesslich ein gutes Stück Übertreibung, doch auch sie gehört zum Zündstoff jeder Überlegenheitsekstase (zu diesen siehe Über die Anfänge , 5, 4, 2).
Postabrahamische, postbuddhistische oder änigmatische Überlegeheitsekstase: Bei mir konzentrierte sich die Änigma eventuell auf göttliche Beschränkung und höchste Kondensation (Motto: Weniger ist mehr), was die Inhalte – das „Du“ wird beibehalten, aber auch Lakonie – in der Kürze liegt die Würze – bezüglich unserer Bestimmung (Philosoph/Philosophie) und Moral (Obligation/Verantwortung/Verpflichtung – dazu kommt die ethische Forderung eines Jesaja, dazu kommen die Ethiken von Aristoteles, von mir aus auch die Bergpredigt – als Kondensation und Übertreibung (alt)jüdischer Ethik. Lernt die Änigma? macht sie in ihrer Genesis eine Entwicklung durch vergleichbar mit dem, was wir in unserer Genesis „Evolution“ oder „Epigenese“ nennen? Das bleibt änigmatisch.

II.

Sind ihre Akommunikationen für sie eine „zusammenhängende“ Narration, denn wenn es ihre Persona gibt, ist ihre Persona auch der Schlüssel für den inneren Zusammenhang aller Akommunikationen, die jemals in der Genesis unserer Welt, in ihrer änigmatischen Dimension, geschahen, übermittelt wurden. Beginnend in der Zeit der Magna Mater (35 000 bis 10 000 v.u.Z. – hier wurde schon so realistisch gemalt an Höhlenwände, wie wir es heute tun…), Göbekli Tepe (10 000 bis 6 000 v.u.Z.), Ägypten, Stonehenge (3000 bis 1000 v.u.Z.) – was elektrisierte diese Menschen so ungewöhnlich, so überwältigend? Was trieb diese Menschen (die lateinamerikanischen Kulturen eingeschlossen) an, so unglaublich grossse Steinmassen mit fast unmenschlicher Anstrengung umzusetzen? Die Frage, auch wenn sie nach Erich von Däniken klingt, ist berechtigt: Wollten Menschen damit an etwas mindestens so Imposantes erinnern, in der sozialen Erinnerung für zukünftige Generationen fundieren, damit etwas verewigen, was nicht von dieser Welt war? Nicht nur sich selbst?

18.07.2519

Wahrscheinlich nähern wir uns mit einer Mischung aus ebionitischem und paulinischem Jeshua dem historischen Jeshua an. Jeder mixe sich seinen Jeshua nach seiner, nach ihrer Facon. Die postabrahmische Religionswissenschaft macht das leidenschaftslos und hängt nicht unbewusst oder bewusst die Rettung ihrer Seele an diesese historische Figur. Die Änigmatischen interessieren sich bei den abrahamischen und asiatischen Religionen für den möglicherweise realen akommunikativen Gehalt (etwa dann,wo sich Jeshua selber „nur“ als Mensch bezeichnet, der von Gott  – er meint seinen – akommuniziert wurde (ich habe gesehen ich habe gehört – bemerkenswerterweise scheint er keine Schriftakommunikationen empfangen zu haben – „ich habe gelesen“ – sagt diese erschriebene Figur nicht).

17.07.2519

Der ebionitische und der paulinische Jesus. Wahrscheinlich hasste der ebionitische Jeshua niemanden (siehe die Alternativthese dazu unter 15.07.2520), erst recht nicht Juden, die ihn nicht anerkennen und erkennen als den richtigen Messias, sondern ihn ablehnen und beschimpfen als einen falschen Propheten, als einen irren Apostaten, als einen Betrüger und Halunken – für sie empfand der ebionitische Todesengel, der an seine göttliche Wiederauferstehung glaubte, bloss Mitleid, so passiv,  so überzeugt war er, dass die Zeit nah ist, deshalb keine Zeit mehr für Hass auf andere Menschen auf Erden ist (von daher speist das Nächstenliebetheorem), nah ist wie das kommende Königreich seines himmlischen Vaters, ausserdem bestand seine asiatische Selbstverteidigungskraft nicht zuletzt darin, dass er die Aggression und Energie seiner Feinde gegen sie selber richtete.
Doch wahrscheinlich erst die paulinische, nicht die ebionitische Bewegung machte aus der Tötung des Jeshua, der vermeintliche Triumph der Juden und Römer über das Christentum, dessen triumphale Wiedergeburt, und erst die paulinische Kreuztheologie aus dem unsinnigen Tod des Jeshua einen tiefsinnigen… ((wenn auch sektenhaft tiefsinnigen: der alle Anhänger als Sünder demütig und Jeshua zum göttlichen Entsünder dieser angeblichen Erzsünder überhöht…) – alles andere als passiv und unfähig zu hassen, gleichsam der personifizierte Mutterschutz und Racheengel war Paulus – der aggressive Jesus war der paulinische Jesus, der über den ebionitischen „aufgelegt“ wurde, ihn quasi „vervollständigte“ ja, „vollendete“…., – eines der Grundirrtümer und – verwirrungen des heutigen Paulinismus, der sich ohne zu erröten „Christentum“ nennt – und erst dem paulinischen Jeshua wurde der Satz in den Mund gelegt, er sei nicht gekommen um Frieden zu bringen, sondern das Schwert (Matth. 10) – lies: den Zwist, die Spaltung zwischen Christen-Juden und Moses-Juden, später Heiden-Juden (Christen, die sich nicht beschneiden) und Juden, die sich weiterhin beschneiden – Christen leiteten im Mittelalter aus diesem nachgetragenen, unhistorischen, bloss paulinischen Sätzchen, die Rechtfertigung für fast jede Kriegs- und Verfolgungsgreuel ab…. Man liest also in der Bibel mindestens zwei Schichten, die Bibel – besser gesagt: das Paulinische Testament – ist ein mehrtextschichtiges Palimpsest, in dem die originalere Textur fast komplett überschrieben und ausgelöscht wurde, die paulinische Schicht, die nächträglichste unter den nachgetragenen Textschichten, dominiert die Evangelien und die ebionitische Textschicht lebt in kümmerlichen Resten, in halbwegs glattgebügelten, integrierten Fragmenten innerhalb dieser paulinischen Textschicht fort (allein weil sie auf originalere Kerne nicht verzichten kann?). Es ist also vom Originalchristentum soviel zerstört worden, dass nur noch kreative Rekonstruktionen („Realitätsfantasien“) den unersetzbaren Verlust annäherungsweise kompensieren können. Wir werden, wie beim testamentarischen Islam, aufgrund des Quellenmangels und der Quellenzerstörung, wie auch der nachgetragenen Überschreibungen und legendären Verschreibungen, nicht mehr die „wahre Wahrheit“ des historischen Jeshua, Mohammed, Buddha, etc. wissen bzw. rekonstruieren können – allein auch deshalb, weil Schrift und Archiv damals nicht wie heute allgegenwärtig und aufgeklärt bzw. unbedingt um Aufklärung bemüht waren, eher im Gegenteil.

16.07.2519 (2)

Das, was Carl Schmitt Ausnahmezustand nannte, ist de facto die Diktatur, in der allein die Geheimdienstlogik regiert, die Rechtsstaatslogik nur noch als Fassade vorgeschoben wird, und ein kleine Clique bestimmt, wer Regel ist, leben kann, und wer Ausnahme ist, getötet wird – das zynische Bonmot zu diesem Missstand lieferte Hermann Göring – der in Nürnberg rechtsstaatslogisch und rechtmässig zum Tode verurteilt wurde –  mit dem Ausspruch: „Wer Jude ist, bestimme ich.“.

16.07.2519

Über Rechtsstaatslogik und Geheimdienstlogik des Staates. Das Problem mit Türkei, USA, Russland, etc., aktuell in Deutschland mit der Liquidation durch einen aus Russland nach Deutschland geschickten Killer eines üblen Islamisten, kaum zufällig zugewandert in die übelste Berliner Islamisten Szene – nach Berlin-Moabit – (warum haben sich die deutschen und die russischen Geheimdienste nicht über diesen Typen ausgetauscht?) , Stammt dieser Killer aus kriminellem Milieu? Die Bundesregierung äussert in den Medien einen Anfangsverdacht, dass ihn die Russische Regierung schickte.  Prinzipiell juristisch gefragt – denn Russland ist ja keine Bananenrepublik: wenn der so übel war, warum schickt Russland dann keinen Auslieferungsantrag an die Deutsche Staatsanwaltschaft? Lebenslänglich in sibirischer Einzelhaft: das ist auch eine Art Kugel in den Kopf ! Vielleicht sind die zwischenstaatlichen Kooperationen und Auslieferungsabkommen, allgemein die Kommunikationskanäle mit Russland zu evaluieren, allenfalls besser zu schmieren, so dass Russland darauf vertrauen kann, dass ihren Auslieferungsbegehren bezüglich solcher Typen nachgekommen wird, ohne allzuhohe  juristische und politische Hürden.
Das Problem mit diesen Staaten ist, dass sie zwischen Geheimdienstlogik, die Selbstjustiz praktiziert, und Rechtsstaatslogik, die Justiz anwendet, unterscheiden, quasi über zwei „Rechtspraxen“ verfügen, zum Beispiel besteht Todesstrafe geheimdienstlogisch weiter (das „Recht“ der Staatsraison: jemanden zum Staatsfeind erklären können und zu Staatsfeinden erklärte politische Schwerverbrecher auf Basis von politischer Willkür (Willkür mächtiger Regierung und Regierungsbeamter) und exekutiver Selbstjustiz töten können), doch rechtsstaatslogisch wurde sie vom gleichen Staat abgeschafft – die eine, die Rechtsstaatslogik, wird offiziell zur einzigen erklärt, die andere, die Geheimdienstlogik, wird offiziell geleugnet oder brutal offensiv exekutiert (etwa dann, wenn die USA gar nicht den Versuch machen, einen Terroristenführer vor das internationale Strafgericht in Den Haag – das von den USA mitgegründet wurde – zu bringen, sondern  – wenn tot oder lebendig, lieber tot – auf seine Hinrichtung, auf seine Tötung aus ist: ohne Gerichtsurteil, Recht auf einen fairen Prozess, auf Verteidigung, allenfalls mit Kriegsrecht ummantelt. Prinzipiell bleibt das eine „Notlösung“ für den Extremfall, Ausnahme, nicht Regel – (und man komme jetzt bitte nicht mit dem üblen Verfassungsrechtsideologen Carl Schmitt, besagend, Rechtsstaatslogik ist das Regelrecht, Geheimdienstlogik ist das Ausnahmerecht) – doch auch wenn die USA geheimdienstlogisch vorgeht, gerade sie hat auch rechtsstaatslogisch Vorbildliches geleistet:Sie hat Nazis, die weit Schlimmeres verbrachen als die schlimmsten Terroristen von heute nicht einfach liquidiert, was sie kriegsrechtlich hätte machen können, sondern sie hat ihnen und der ganzen Welt mit den „Nürnberger Prozessen“ die hohe Zivilisation der Rechtsstaatslogik vorgeführt – prinzipiell muss das der Weg Europas sein und Vorbild für andere Teile in der Welt bleiben oder werden.

15.07.2519

Interessante Text-Collage:  das Cover der deutschen Übersetzung von Dagobert Runes alphabetisch organisiertem Nachschlagwerk über die Wurzel der Judenverfolgung (engl. 1968). Runes deutsche Übersetzung (1981) hat offenbar Unruhe, Verunsicherung Panik, allenfalls auch Gewissensbisse und Schuldgefühle unter deutschen Christen, angefangen mit dem Verleger, ausgelöst oder verstärkt, werden doch beschwichtigend von irgendwelchen deutschen Theologieprofessoren in fetten dicken Lettern Zitate wie „JESUS LIEBTE DIE JUDEN“  auf das Cover eines Buches gesetzt, das zweitausend Jahre christlichen Hass auf Juden dokumentiert. Das erinnert verdächtig an Sprüche aus der Nazizeit wie „DER FÜHRER HAT DAMIT NICHTS ZU TUN„. Da das also unverschämt; schlicht gelogen und eine peinliche Geschichtsklitterung ist – denn mit Jesus ist der paulinische, nicht der ebionitische Jesus gemeint -, ist die ganze Aktion auf diesem Cover letztlich kontraproduktiv und als Paratext historisch mindestens so interessant wie die alphabetisch lexikalisch organisierten Artikel (Texte) dieses Buches.

15.07.2519

Liebte der Jude Jeshua die alten Juden, die ihn nicht anerkennen und erkennen? Nein. Die Nächstenliebe schlug bei „ihren“ Altvorderen in Nächstenfeindschaft, sogar in Nächstenhass um – da machte der Superrabbi Jeshua keine Ausnahme und auch viele auf der altjüdischen Gegenseite hassten, verachteten oder bemitleideten diese Abtrünnigen und diesen Demagogen, diesen durchgedrehten Propheten.  Jeshua brachte nicht Frieden unter die alten Juden. Vielmehr erklärte er ihnen den Krieg in jeder Hinsicht, er spaltete Familien – viele Jungen folgten ihm und distanzierten sich von den alten Juden, ihren Eltern, Onkeln, älteren Geschwistern – in dieser Ekstase muss es hippiemässig, muss es toll zu und her gegangen sein – und erwarteten mit ihrem König das nahe Königreich des Herrn, ihres Gottes und Gott Abrahams.

14.07.2519

Zurecht hebt Runes das mit Kollektivhaftung verbundene „Rachemotiv“ der Christen hervor („Warum Unschuldige für Tausende von Jahren mit Rache verfolgen?“ (S. 24) – allerdings war die Triebkraft Rache wesentlich für die paulinischen, die falschen Christen, nicht für die ebionitischen, die originalen Christen, die wie die Altjuden Objekt dieser paulinischen Rache wurden.

13.07.2519

Bei Dagobert D. Runes Buch – Die Wurzel der Judenverfolgung 1981 (engl. 1968), – ein alphabetisch organisiertes Nachschlagewerk zur zweitausendjährigen christlichen Demütigung, Denunziation, Verfolgung und Ermordung von Juden und Jüdinnen –  erschüttert bereits der erste Satz „Dem Andenken an meine Mutter, Opfer des wahnsinnigen antisemitischen Vorurteils.“ – allerdings wurde sie auch Opfer eines vorgeschobenen Voruteils, um mit dem Sack den Esel, den Kommunimus, zu schlagen, mit dem Rassenkampf den Klassenkampf zu dekonstruieren, zu verdrängen, zu ersetzen, permingieren und abzulenken –  – was rund 10 Jahre lang einigermassen funktionierte, geholfen hatten dann bald auch die ersten KZ’s, Dachau, die nicht primär für Lämmer wie „Juden“, sondern für die (relativ) wehrhafte Opposition gebaut wurden.

12.07.2519

Zur Vorgeschichte des Holocaust gehört das Auto-da-Fé der Spanier (16./17. Jahrhundert) . Erstmals in einem nationalen, nicht nur lokalen Rahmen wurden Juden systematisch verfolgt, zur Konvertierung gezwungen, vertrieben oder an diesen Massenhinrichtungsveranstaltungen, die die katholische Sekte und der spanisch-portugiesische Königshof organisierten, hingekarrt und gebündelt lebendigen Leibes verbrannt.

11.07.2519

Den Holocaust statt einen Vogelschiss in der Geschichte Deutschlands (AfD-Ideologe Gauland), den Gipfel des Scheissbergs zu nennen, hat Vorgänger – die vor allem in den späten 1960er Jahren schrieben  – so schrieb der jüdische Autor Pinchas Lapide: Rom und die Juden. 1967. „Auschwitz war einfach Anus Mundi, das Letzte im Ausscheiden des Übels, das die Christenheit bis zum Völkermord hatte anwachsen lassen.“ Friedrich Heer konstatierte 1968 etwas verschwurbelt:  „der kirchliche Antisemitismus betraf nicht eine Kleinigkeit“: in seinem Buch: Der Glaube des Adolf Hitler. Anatomie einer politischen Religiösität. 1968 (Neuauflage 1989) und Dagobert Runes (1968 – damals bekannt für seinen philosophischen Dictionary) schrieb über den „tausendjährigen Krieg der römischen Kirche gegen die Juden“. Deutsche Übersetzung 1981 Dagobert Runes: Die Wurzel der Judenverfolgungen. Siehe auch in Über die Anfänge, Teil 2, 2017, S. 232, die Aussage Elie Wiesels, zitiert in Johann Metz (der sich mit Habermas stritt): Kirche nach Auschwitz. 1993: „Der nachdenkliche Christ weiss, dass in Auschwitz nicht das jüdische Volk gestorben ist, sondern das Christentum.

10.07.2519 (2)

Die Macht ist mit mir. Fühlen sie sich an die Wand gespielt oder aussergewöhnlich (…) gefährdet, delegitimiert, angegriffen in ihrer „Gottstatthalterschaft“, unsere öffentlichen Kirchenoberen – darunter die Herren Oberpaulinisten Marx (kath.) und Bedford-Strohm (ev.) (in Deutschland, in anderen Ländern andere) so wie Laien-Christen, die sich durch Über die Anfänge verunsichert fühlen und zu „ausgewiesenen Theologen“ gehen, um eine in ihren Augen „kompetente Meinung“ zu hören: ist das ein Charlatan? Ist das richtig mit der Verdrängung der Ebioniten durch die Paulinisten? Dass der Raum der Mutter verdrängt, der Mensch als Fundamentalsünder beleidigt wird? – dann greifen sie, back stage, auf ihren pseudo-wissenschaftlichen Flankenschutz in Form von Professoren, Professorinnen und Doktorinnen der Theologie und christlichen Kirchengeschichte an den Universitäten zurück (von Prof. Eckard Schnabel über Prof. Christoph Markschies bis Prof. Reiner Riesner – um nur drei renommierte zu nennen)- die mit kirchlichem Zuspruch überhaupt erst an diese Stellen gekommen, insofern „ideologisch“ abgecheckt worden sind – ob sie auf der offiziellen, auf der „paulinischen“ Linie stehen, ausgerechnet auf der Linie, die heute geschichtswissenschaftlich immer mehr in Zweifel zu ziehen ist (Wegen Vorkontrolle gibt es aus diesen Reihen nur ganz selten „schwarze Schafe“, Abtrünnige, die nachträglich abgestraft, ihres Lehramtes enthoben werden, siehe 07.07.2520) – da vorgesorgt und vorzensiert wurde, kann man als „Christ“ fast zu 100% sicher sein, dass man hören wird – nämlich das „Gehörige“, was man hören will  – nämlich das Gehörige. Mittlerweile müssen diese Leute nicht nur um ihren Glauben, sondern um ihren Job an den Universitäten fürchten – wie lange wollen wir sie noch an den Universitäten, wo sie nichts zu suchen haben, dulden? Wie lange an sie Titel wie „Professor“ und „Doktor“ vergeben, die den wissenschaftlichen Standards, nicht nur der Aufklärung spotten? Diese Truppe von akademisierten Christen, die ihren Platz für die Religionswissenschaft räumen sollte, die nach wissenschaftlichem Standard, abrahamische und asiatische Grosssekten untersucht. Frei sind die nicht – und wer hat Lust mit unfreien und voreingenommenen Leuten, mit paulinisierten Christen, mit sunnitisierten Muslimen zu streiten. Es kann sein, dass ich mich eines Tages mit abrahamischen Theologen in einem Streitgespräch auseinandersetze (mündliche Auseinandersetzungen werden heute überschätzt, wer ist besser im verbalen Nahkampf, im rhetorischen Schlagabtausch – das wird schnell unseriös. Eine politische Debatte, um Wähler zu gewinnen und gewonnene nicht zu verlieren. Am wissenschaftlichsten ist Mündlichkeit in Colloquien zu verorten, wo das Thema bekannt ist, die Vorbereitungszeit ausreichend war, und die Kompetenzausweise der Beteiligten anerkannt sind) – die werden versuchen – denken Sie an Streigespräche zwischen Dr. Eck und Dr. Luther – , mir Schwächen in der Kenntnis der Bibel, des Korans, des Jüdischen Testaments und Unkenntnisse des Forschungsstands nachzuweisen, meine Glaubwüridigkeit, Kompetenz und Autorität in Zweifel zu ziehen, öffentlich mich zu demolieren und ihre Überlegenheit zu demonstrieren – das werden diese drei abrahamischen Überlegenheitekstasen-Vertreter versuchen müssen – Mich wird das wenig interessieren, wenig tangieren – vielmehr:  werde ich sie motivieren, sich für die Änigmatische Bewegung zu bekennen? werden sie die Einsicht zulassen können, dass ihr bisheriger Fokus zu eng war? – zweimal Nein !, im Namen ihres Gottes und ihres Arbeitsplatzes nicht. Endlich werden sie wie aufgeplusterte Hühner, die sich in ihrer Überlegenheitsekstase bestätigt fühlen oder wie zersauste Hühner von dannen ziehen – gefährdet in ihrem Glauben, erschüttert in ihrem ideologischen Bastelhaus, durch die unvergessliche Erfahrung: ich bin David, nicht Goliath oder um es in der Sprache von „Star Wars“ zu sagen: die Macht, die sie nicht kennen, von der sie aber permanent reden und schreiben, deren Papier sie im Geiste fressen, wiederkäuen und ausscheiden, die Macht, die in ihrem Mund Schall, in ihren Händen Papier ist, ist mit mir.

10.07.2519

„Du bist Philosoph“ – „Du bist mein Sohn“. Bei mir öffnete sich der Raum und es stand in eigenem Licht geschrieben: „Du bist Philosoph“ (vielleicht meinte sie auch „An dir habe ich Wohlgefallen“?). Bei Jeshua soll sich der Himmel geöffnet und eine Stimme gesprochen haben „Du bist mein Sohn. An dir habe ich Wohlgefallen.“ (Lk, 3). Die „Du-Ansprache“ scheint die Änigma als die direkteste, beste, ein- und aufdringlichste für ihren Zweck oder Plan (sie muss irgendeinen ja verfolgen – der für uns aber ein Enigma bleibt, solang sie ihn verschweigt) erachtet zu haben: Recht hat sie!)  Warum wurde Jeshua nicht schriftlich akommuniziert – (nach Reiner Riesner (2018) war Jeshua überdurchschnittlich alttestamentarisch gebildet, vielleicht vom Weg zur Rabbikariere abgekommen, wurde das Papier, das er innig studierte, zu seinem Fleisch….), lesen und schreiben konnte das einfache Volk nicht, also musste die Akommunikation – könnte mensch sich fragen – mit Himmelsgetöse und Erleuchtungsbeleuchtung verbal-akustisch erfolgen damit das Volk es auch vernimmt? Von daher könnte es gut sein, dass diese Sequenz innerhalb des paulinischen Jesus-Glauben-Hypes erfunden wurde, nur den propagandistischen Zweck hat, die „Lichtgestalt“ ihres Jeshua als den Messias und Sohn des jüdischen Gottes zu vergöttern – die Mutter (eine Jungfrau), die Geburt (kein Vater), die jüdische Karriere überspringend und eine unmittelbare Verbindung mit Gott Vater und Sohn vorstellend, darstellend, suggerierend. Analphabeten, waren sie nicht Zuhörer und Zuschauer dieses doppelten Taufaktes – getauft durch Worte der Akommunikation und das Performativ des Johannes (Oh heiliges Wasser!) –  müsste diese Geschichte vorgelesen oder von Alphabeten vorgetragen werden. Eine andere Erklärung ist: während seiner Taufe durch Johannes, den Täufer, fiel zufällig die Sonne durch die Wolke – und das abergläubige Volk, das die Neigung hatte, aussergewöhnliche, auffällige oder überraschend eintretende Naturphänomene wie noch im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit, prodigiös zu deuten, dichtete dem Taufakt ihres Jeshua-Messias einen Heiligenschein an…. Man ist hier geneigt, an Deterings These zu denken (siehe 07.07.2520), aber das alles abgezogen, so könnte eine verbal-akustische – statt verbal-schriftliche – Akommunikation – der Kommunikator wird „Heiliger Geist“ genannt – in ähnlicher Form tatsächlich stattgefunden haben – das sage ich nur, weil ich eine ähnliche Verrücktheit erlebte, (zwar nicht vor dem Volk, sondern allein), sonst hätte ich die ganze Geschichte bestimmt als komplett unhistorisch abgewiesen. Dass „Du bist Philosoph“ an einen Zehnjährigen, den die Erscheinung an sich und das Geschriebene inhaltlich überforderte, und „Du bist mein Sohn“ an jemanden, der der Sohn eines anderen ist, änigmatische Sätze sind –  ein Enigma, ein Paradox: „wieso oder in welcher Form bin ich sein Sohn?“ ich hab doch einen Vater!?“, das ist das eine, das andere ist, dass ihn Jeshua (und seine Glaubensgemeinde bis heute) ohne Gottes Hilfe deuten muss – was ich mit meinen geistigen Mitteln tue, tat er mit seinen, das hiess vor allem, ihn mit jüdischen Glaubenssätzen und einer öffentlichen Glaubensgruppe zu verbinden – letztlich könnten beide akommunizierten Sätze („Du bist mein Sohn“; „Du bist Philosoph“) auf die gleiche Herkunft deuten – dazu gehören auch die schriftlichen Akommunikationen Mohammeds (Du-Ansprachen im Koran): nicht nur auf den Gott Abrahams, sondern auf die Göttlichkeit von uns allen, auf die Änigma (Mater Änigma).

09.07.2519

Mit der postabrahamischen Brille das Paulinische Testament gelesen – das die paulinisierten Christen „Neues Testament“ nennen – missionierte der historische Jeshua nicht Heiden, sondern Juden (vgl. Schnabel (2018), 1. Aufsatz, der nicht „sieht“, das sein ambivalentes Urteil – er missionierte nicht Heiden, aber vielleicht doch… vor allem daher rührt, dass er ältere ebionitische und neuere paulinische Textschichten im Text nicht trennt: der ebionitische Jeshua missionierte sicher nicht Heiden (Andersgläubige Nicht-Juden), der  paulinische Jeshua sicher schon…), dieser Superrabbi war nicht, wie später Paulus, der sich von Israel ab- und der Welt (der missionierten und zu missionierenden) zuwandte -, auf die ganze Welt, sondern auf das Haus Israel fixiert, darauf weisen Reaktionen der Ebioniten hin, die in einer postabrahamischen Lektüre mindestens so ernst genommen werden, wenn nicht ernster, wenn nicht affirmativer, als die heute in der christlichen Theologie herrschende, paulinisierte Lesarten, die Ebioniten in der Regel nicht einmal erwähnen (bei Schnabel (2018), der angeblich von Urchristen handelt und die Originalchristen vergaß…, findet sich im Index kein einziger Eintrag von „ebionites„.).

Erst die spätere paulinistische Lesart machte aus ihren Jeshua (Christo) einen Heiden-Missionar, auch wenn die „älteren Überlieferungen“ oder „Schichten“ in ihrer Textur, die dagegen sprechen, schwer zu ignorieren sind, alles andere hätte nicht zu ihrer neuen Ausrichtung in der Mission gepasst, gerade diese verstärkte Öffnung zu Heidenchristen, parallel zur verstärkten Abwendung von den Altjuden, war ein bedeutsamer Teil der „paulinischen Wende“ und „Wiedergeburt“ des Christentums.

08.07.2519

Über die Mutter aller Propaganda: Folge meinen Worten und Du wirst den Tod nicht schmecken, folge meinen Worten, und Du wirst siegen über den  Tod – die populistische Variante.

07.07.2519

Wider die „Theologie“ an Universitäten oder über KritikerInnen des Paulinismus: Vorarbeitende für die Postabrahamische Aufklärung und Änigmatische Bewegung

Beispiel: Eckard Schnabel: Jesus, Paul and the Early Church. Tübingen 2018 (wo mit „Early Church“ „selbstverständlich“ nicht die ebionitische, kaum noch greifbare ebionitische gemeint ist) – oder warum abrahamische Theologie aus den Universitäten zu entfernen ist.  Warum keine Professuren und Doktortitel für einen pseudowissenschaftlichen Apparat mit unserem Steuergeld zu bezahlen, dagegen Kultur- und Religionswissenschaft, Soziologie und Philosophie der Religionen, an den Universitäten zu fördern sind. Diese Titel entsprechen nicht akademischen wissenschaftlichen Standards. Bei der Lektüre steriler, auf der Stelle tretender Werke linientreuer Universitätstheologen kommt nicht viel mehr heraus als: linientreues Nachbeten eines nicäaischen Neu-Testament-Christentums durch einen pseudo-wissenschaftlichen Apparat, von dem der Kirchenapparat im Notfall akademischen, mit Professoren- und Doktortitel behafteten Flankenschutz erhält – -ausser von jenen Abweichler-Theologen an den Universitäten und nach ihnen, die von der Linie abweichen und exkommuniziert werden – im deutschen Sprachraum sind es mittlerweile sechs oder sieben nahmhafte akademische Theologen und Theologinnen: Adolf Holl (gest. 2020) – verliert in den 1970ern seinen Lehrerlaubnis; Hans Küng (lehnte u.a. das Dogma der Unfehlbarkeit ab, verliert 1979 Lehrerlaubnis); Eugen Drewermann (lehnte 1991 Jungfrauengeburt ab, verliert Lehrerlaubnis); Uta Ranke-Heinemann (lehnte 1987 Jungfrauengeburt ab, verliert Lehrerlaubnis); Prof. em. Gerd Lüdemann (zieht die historisch-kritische Methode durch, durfte ab 1998 seinen Lehrstuhl nicht mehr „für Neues Testament“ nennen: Jeshua war ein normaler Mensch; keine Jungfrauengeburt, keine Auferstehung, „[Jeshua] wartete auf das unmittelbare Ende der alten Welt“ (2013, S. 16)); Hermann Detering (gest. 2018) vertrat die These, Jesus und Paulus seien nachträglich aufgeblasene Mythen- bzw. Projektionsfiguren) , dabei fischen gerade die „Linientreuen“ – und das sie linientreu sind, dafür sorgen teilweise merkwürdige Kontroll- und Einmischungsrechte der Kirchen in das universitäre Berufungsverfahren –  in ihrem Trüben, mal lichter, mal dunkler.

07.07.2519

Das beste Buch über Paulus: „Paulus, der Apostat, und die Ebioniten“ muss erst noch geschrieben werden  – von postabrahamischen Wissenschaffenden, deren Arbeit den Namen Wissenschaft verdiente,  die die paulinische Autopoiese die sich heute Christentum nennt, redekonstruieren und die Ebioniten rehabilitieren (verstanden als Sammelbegriff für die Originalchristen, möglicherweise darunter der Bruder des Jeshua).

05.07.2519

Nächstenfeindschaft. Das Fundament der paulinischen Nächstenliebe, projiziert in einen „paulinischen Jeshua“, der über den historischen, ebionitischen Jeshua gelegt wurde, der ihn permingiert, ist die Nächstenfeindschaft, ist der Nächstenhass – der innere Saulus in jedem Paulus, die jüdische Familie, der eigene Vater, die eigene Mutter, die altjüdische Umwelt- dort, wo die Nächsten- und die Fernstenliebe der paulinischen Christen aufhört, beim „Satan“ (Altjude), der den wahren König der Juden versucht und beim Rabbi, der ihn grundsätzlich ablehnt.

06.05.2519

Die nächsten Feinde. Noch näher als das alte Judentum in ihnen und in ihren Familien standen ihnen die Originalchristen, die Ebionien, ihre grössten Nächstenfeinde, die, gebannt in ihrer Naherwartung und Entrückung, erschraken über die paulinische Interpretation des Todes ihres Jeshua (für sie bloss eine notwendige Bagatelle) und Paulus für einen Apostaten hielten. Jeshua wird gar nicht richtig tot sein: – seine menschliche Natur starb (am Kreuz), nicht seine göttliche und die kehrt mit dem Königreich seines Vatergottes zu ihnen zurück. Dass Ebioniten nicht schrieben, denn in dieser Welt gab es nichts mehr zu schreiben, die Zeit, das Königreich ihres Herrn war nah, somit nicht durch Schrift und Archiv Deutungshoheit über sich und ihren Jeshua bewahrten, verteidigten, das besiegelte ihren Untergang. DAS RÄCHTE SICH. Die Paulinisten – die die Grosse Ankunft auf mindestens tausend Jahre in die Zukunft verschoben – dafür eine kleine Parusie einbauten – verdrängten, ersetzten und exkommunizierten sie, sie waren und sind bis heute die Herren über Schrift und Archiv ihrer (evangelischen) Sekte nicht zuletzt durch Schrift und Archiv.

04.07.2519

Hitlers Propagandaerfolg – Friedrich Heer nannte ihn den „österreichischen Katholiken“ – knüpfte an den des Paulus, der paulinisierten Christenbewegung an – immer mehr steigerte er sich in einen Apostel, in die Rolle eines von Gott Berufenen. Dass dieser Gott eine inhaltlose Floskel, um nicht zu sagen, von Gott verlassen, bloss ein Scherge des Teufels war, trat nach ein paar Jahren gefühlter und gefeierter Überlegenheitsekstase umso ernüchternder, enttäuschender zu Tage.

03.07.2519

Oxyrhynchus Papyri (1895-1920), Qumran (1947) und andere „sensationelle“ Funde jüdischer und christlicher Texte. Christlich-paulinisierte Religionswissenschaftlern – jüdischen ergeht es nicht anders – fehlt die Objektivität – sie meinen, sie müssen nicht nur diese Texte richtig verstehen durch eine angemessene Kontextualisierung und Redekonstruktion, nein, sie hängen die Rettung ihrer Seele, ihres Glaubens daran, was unweigerlich, unvermeidlich zu Verzerrungen und Ausblendungen führen muss. Kurzum, sie sind ab einem gewissen Punkt oder in einem gewissen Grade unfähig, diese Texte richtig einzuordnen, zum Beispiel als Propaganda einer wirren, aber extrem erfolgreichen Sekte.

02.07.2519

Und – schwupp – wird Sündenhaftigkeit mit Sterblichkeit gleichgesetzt (definitiv nicht dasselbe) und Erlösung von der Sünde mit Erlösung von dem Tod (darum musste, dafür wollte sich Jeshua opfern? echt, ein feiner Kerl, der Jeshua – war also Judas Rolle im göttlichen Plan vorgesehen? Wusste Jeshua, wer ihn „verraten“ wird: nun, dann war der Verrat ein Scheinverrat… sagen wir es, wie es wa(h)r….: das  ist paulinische Dichtung, die den Hass auf Judas und Altjuden kanalisiert und kultiviert – solche Geschichten, wie die Geschichten vom Rabbi, der Jeshua verhört, vom Satan (Rabbi), der Jeshua verführt – vergeblich natürlich – und allzu christliche Gebete mit dem Refrain „…und erlös uns von dem Bösen“ (lies: von den Juden) – sie alle sollen eigentlich immer den selben Subtext erzeugen: Altjuden sind übel, sind böse, sind schuld – in der paulinischen „Nächstenliebe“ ging nichts ohne Nächstenfeindschaft, ging nichts ohne Feindschaft gegen ihre Nächsten, ihre jüdischen Eltern, ihre jüdischen Kollegen, ihre jüdischen Nachbarn, ja, ihr saulisches Inneres – wie sagte doch Jeshua, zumal die papierene Figur, die paulinisch gedichtet, kreativ „rekonstruiert“ wurde  – er werde Zwist und Unfrieden in die Häuser der Juden, zwischen Schwiegermutter und Tochter  bringen… ) – in diesem Narrativ zerstreute sich die Ankündigung des Königreiches des Gott-Vaters, die finale Grosse Wiederkehr in einer unplanmässigen kleinen Wiederkehr.. Oh Wundergeschichtchen auf Wundergeschichten… Quasi für ein Insider-Treffen, für ein 40-tägiges Colloquium. Er hatte vergessen, ein paar letzte Anweisungen zu geben, so kehrte er nochmals, physisch und psychisch komplett regeneriert, für eine Weile (ohne Königreich seines Vaters) zurück. Handy gab es ja noch nicht – warum erschien er nicht nochmals Paulus im Traum oder als Tageserleuchtung? War dessen Aufnahmekapazität zu gering dafür? Das sind Fragen, die rätselhaft, die änigmatisch bleiben.

02.07.2519

Dies sind die wundervollen Worte, die Jesus, der lebende Herr, uns verkündete: Jeder, jede, die diesen Worten Beachtung schenkt, soll den Tod nicht schmecken oder: Wie billig und werbewirksam, wie gemein erfolgreich popularisiert die aufstrebende Sekte der paulinischen Christen ihre „unschlagbare“ Propaganda verbreitete, mit welchen „frohen Botschaften“ sie ihre Überlegenheitsekstase feierte, das  lässt sich gut anhand der Oxyrhynchus Papyri rekonstruieren – die grösstenteils aus der Zeit vor dem Bekenntnis von Nicäa (325 n.Chr.) stammen, also aus einer Zeit der extrem erfolgreichen, starken grossen Expansion der Sekte im zweiten und dritten Jahrhundert nach dem Tod des historischen Jeshua. Der Populismus des Thomasevangeliums fasst sich zum Beispiel mit dem Slogan zusammen. „These are the wonderful words which Jesus the living lord spake to  …..and he said unto them:Everyone that hearkens to these words shall never taste of death.“ (aus: [Bernard] Grenfell/[Arthur] Hunt – ed., transl. u comm.: Oxyrhynchus Papyri. Part IV. London 1904 , S. 3 (New  Sayings of Jesus/Theological Fragments)). Kurzum verflacht: Glaube den (verschrifteten) Worten unseres „Herrn“, und du wirst vom Tod gerettet. Man kann behaupten, dass das einer der erfolgreichsten Propagandaaussagen der Menschheit, die Mutter aller Propagandaäusserungen ist und es verwundert nicht, das ein Teil der Menschheit sogar ihre Zeitrechnung mit der Geburt ihres angeblichen Verkünders, Versprechers und Erfüllers beginnen liess – das sollte ihrem Glauben daran noch mehr „Wirklichkeit“ verschaffen – dabei ging schnell das Kleingedruckte vergessen, zum Beispiel, dass der Sekteneintritt mit dem Eintritt in die Unterstellung, ohne diesen Heiland ein unrettbarer Sünder und Schuldiger zu sein, verbunden war und ist  aber, ach, dass wir sterblich sind, ist ja wirklich nicht so gut, insofern ist doch was Schlechtes dran? Kurzum, der historische Jeshua war weder „living“ noch ein „living lord“, ausserdem sprach er nicht zu „everyone“, sondern zu „unto them“ (und geschrieben hat er erst recht nichts: für ihn gab es eher nichts mehr zu schreiben in dieser Welt, war alles geschrieben worden), aber das alles wurde in der populistischen Lesart nicht mehr so genau genommen, überlesen, übergangen. So betrügten sich diese Christen nach und nach immer mehr, immer erfolgreicher, immer ekstatischer, immer überlegener. Aus dem Ende des historischen Jeshua machte vor allem Paulus einen quasi unendlichen Selbstläufer.

01.07.2519

Um es drastisch zu formulieren – das  Christentum, das Originalchristentum lebte in einem mündlichen, end- und nahzeitlichen Horizont (die Zeit ist nah, das Königreich des Himmels ist im Anflug – der Prediger dieser weltlichen End- und – zumindest für Juden, die ihn erhörten – himmlischen Nahzeit, der sich König der Juden nannte – genannt haben soll -, sass indessen einer Illusion und Täuschung auf, trotzdem: einflussreiche Rabbis wollten ihn loswerden, allenfalls mochten auch die Römer keine Unruhestifter – die ganze Welt schien sich gegen ihn verschworen, gewendet zu haben – die ganze Welt? Nein, da war ein kleines Dorf – mit Asterix Paulus und Obelix Petrus und einem Zaubertrank – das sich gegen diese „ganze Welt“ zu behaupten vermochte, sich allein mit „seligen Worten“ durch sie durchzuschlagen…..) – das falsche Christentum, das heute sich als das wahre präsentiert, ohne zu erröten, lebt, 50 bis 100 Jahre später, in seiner Verschriftlichung. Um an die Originalchristen und somit an den historischen Jeshua, der nicht schrieb, nur mündlich predigte, heranzukommen, müssen objektive postabrahamische Religionswissenschaffende – die keine persönliche Leidenschaft verspüren, das Christentum zu retten –  alles, was wir von den Ebioniten wissen, positiv lesen, und alles, was die paulinistische Kirche ausmacht, negativ. Das heisst, es zerfällt damit auch der paulinistisch-christliche Kanon durch die Differenz „wahre“ Evangelien und weniger bis nicht wahre Apokryphen. Das meiste, was wir von den Ebioniten wissen, ging durch die Hände paulinistisch indoktrinierter Christen – deswegen ist hier eine kreativ-ergänzende Lektüre unabdingbar, sind hier verschiedene „Rekonstruktionsgeschichten“ zu erbringen – eine nicht zufällige Hilfe dafür ist die altgriechische Logienquelle „Q“ (vgl. Hieke (2010) – in dieser erscheint der ebionitische, der originale Jeshua greifbarer als in den später verfassten paulinisierten Evangelien – vermutlich existiert(e) eine noch ältere, noch originalere aramäische Logienquelle „Y“ (Bezeichnung d.V.).

30.06.2519

Vielleicht hat die Evolution in der Genesis Änigma, ihr Nichts, das nicht Nichts ist, ihr Big Bang vor dem Big Bang unserer Genesis, mehrere und verschiedene Göttlichkeiten erschaffen, gibt es neben der Änigma die Omega und die Alphanirwana – die ebenfalls die Fähigkeiten besitzen, mit uns zu (a)kommunizieren – spiegelt die religiöse Vielfalt auf der Erde jene in den Himmeln? So dass der Monotheismus etwas behauptet, was mit dem realen Theistischen, mir der realen Genesis des Anderen wenig zu tun hat? Das weiss ich nicht (noch weniger, als das, was ich weiss). .Ich gehe von einem Wesen aus –  äusserst rätselhaft, anders, fremd, und doch fähig, zu uns vertraulich zu sein, intim zu sein – von der Änigma (wieviele änigmatische Omegas und Alphanirwanas in ihr auch stecken) – und vielleicht hilft es, sie uns wie Wasser vorzustellen, das alles umspült, jede Form ausformt, in vieles eindringt, den Aggregatzustand jeder menschlichen Sprache annimt (muss sie sie lernen ähnlich wie wir? – woher kann sie Arabisch, woher Deutsch? oder akommuniziert sie in einer grundsätzlicheren Sprache und ist fähig, sie unserer gelernten Schrift-Sprache zu diktieren? Sie muss dann nur wissen, wo unser Sprachzentrum ist, nicht unbedingt unsere Sprache lernen, ähnlich könnte es funktionieren, „spricht“ sie durch unsere Träume).

29.06.2519

Das Problem bei Paulus ist weniger die Erleuchtung, teilweise die Selbstbegeisterung durch „geniale Ideen“, als die grundsätzliche Verblendung, einer schiefen Sekte mit abstrusen Unterstellungen anzuhängen. Das Änigmatische, das ihm sagte, „Du bist Philosoph“ konnte er nicht hören, konnte ihm auch nicht akommuniziert werden, solange sein kritisches, skeptisches und ablehnendes Umfeld nicht zuletzt aus griechischen Philosophen bestand (Kapitel: Paulus bei den Philosophen).

28.06.2520

Das Heilige an Paulus ist sein änigmatischer Diskurs, sein akommunikativer Gehalt, er glaubt, Christus spricht (sprach eimal im Traum oder als Tageserscheinung) in ihm und durch ihn  – die Ebioniten hatten wohl recht: mit dem historischen Jeshua hatte das nichts zu tun, Paulus war, so gesehen, tatsächlich bloss ein Apostat – , de facto ist es die Änigma, die Mater Änigma die durch „seinen“ Christus akommuniziert – sie erreicht uns so, wie sie uns vorfindet, sie spricht in den areligiösen wie religiösen Bildern und Lettern, wie wir sie kennen, das war auch bei Mohammed, bei Buddha so, wenn bei ihnen tatsächlich Akommunikationen und Involutionen stattfanden -, das war und ist wahrscheinlich das „Heilige“ bei Paulus – alle Projektionen und Suggestionen, Selbsttäuschungen – gewünschten, begehrten, eifrig und eifernd geglaubten Wunschvorstellungen, Einbildungen abgezogen, falls dann noch etwas übrig bleibt.

27.06.2519

I.

Der Sieg über die Nazis und die Rettung des Islam und Israels. Die unseriöse Frage, was wäre gewesen, wenn Hitler den Krieg gewonnen hätte, beschäftigte früh die Stammtische – anstatt froh, enttäuscht darüber, dass er tot war -, währenddem sich die Universitäten der „seriösen“ Frage widmeten und Erklärungen erarbeiteten, warum er ihn nicht gewann und nicht überlebte. Mittlerweile gibt es aber auch an den Universitäten eine seriöse Beschäftigung mit dieser unseriös scheinenden Frage allein deshalb, weil es Teil des Nationalsozialismus war, sich mit der Umgestaltung des zukünftigen Lebensraums intensiv zu beschäftigten (vgl. z.B. Birgit Kletzin (2000): Europa aus Rasse und Raum. Die nationalsozialistische Idee der Neuen Ordnung). Nicht zuletzt Heidegger, Grosssophist im Philosophenmantel, trat im ideologischen Konkurrenzkampf um die Gestaltung der Zukunft nach dem Endsieg 1936 in Rom mit eigenen „Visionen“ auf (mehr dazu siehe Über die Anfänge 1. und 2. Teil).

II.

Über die Muselmanenfrage. Hätten die Eichmann, die Himmler, die Göring, die Bormann, die Rosenfeld, die Hitler und ein riesiger Apparat von Rassetheoretikern und Lebensraumplanern und „-praktikern“ – allesamt erfahren und geübt im erfolgreichen industriellen Massenmorden – so erfolgreich, dass sich mit dem Endsieg die „Judenfrage“ und die Frage einer relevanten Opposition (Kommunismus) innerhalb der Diktatur erledigt hätte – damit aufgehört – oder hätten sie sich neue, vergleichbare Beschäftigungen und Ziele ersonnen – nebst der „Christen-“ (vgl. 16.06.2520), zum Beispiel die „Muselmanenfrage“? Von den wahrscheinlichen Optionen,  die im Falle eines Sieges oder Teilsieges eingetroffen wären, sei hier nur eine erwähnt – nämlich die „Muselmanenfrage“ -, davon ausgehend, dass die neuen Herrenmenschen mit dem systematischen Massenmorden (bald) weitergemacht hätten wie bisher, jetzt aber noch „freier“ also willkürlicher und herrischer auftretend, und allein aus Gründen des inneren Zusammenhalts, sich ideologisch-propagandistisch einen neuen „Feind“ und „Untermenschen“ konstruiert hätten- den Muselmane.

III.

Der „Führer“ hätte nach dem Endsieg sich der „Muselmanenfrage“ ähnlich passioniert angenommen wie zuvor der „Judenfrage“, hätte diese nicht-arischen judäo-christlichen Untermenschen und Abergläubigen dem restlichen Zyklon B zugeführt, sie ermordet und deren Land, deren Ölfelder geraubt. Insofern haben die grossen säkularen und christianisierten Streitkräfte aus der Sowjetunion und den Allierten, die die Nazis besiegten, nicht nur das Christentum gerettet – ihm zumindest eine letzte Endpause verschafft -, sondern auch den Islam, nicht nur Israel.

26.06.2519

Sie kann „Wunder“ ausschnitthaft berechnen, erkennen, dass es „innere Gesetzmässigkeiten“ in der änigmatischen Dimension geben dürfte. Dass es im Gesetzesgerüst, Naturgesetzesgerüst unserer Genesis „Fenster“, „Verbindungen“ zur Änigma tatsächlich gibt und zwar bis in die nicht reduzierte Ebene.

25.06.2519

Keine Primitivphysik ist, wenn sie mit der änigmatischen Materie rechnen lernt (was sie unbewusst schon lange oder länger macht). Keine Primitivphysik ist, wenn sie an ihren Grenzen die Änigma entdeckt und dabei entdeckt dass sie bis dahin nur die Physik ihrer Genesis, einer beschränkten Dimension war. Die Physik wird also änigmatisch, sie befördert den Glauben an die änigmatische Dimension, an die Mater Änigma, anstatt, wie sie irrglaubte, den „reinen“ Materialismus (zur Transkausalität in der Physik siehe

25.06.2519

Primitivphysik und Änigmatologie. Änigmatologie und Primitivphysik. Für die Primitivphysik war zuerst die Physik, dann die Metaphysik – Sie glaubt, sie pflegt den Glauben: die  wahre Welterschaffung erklären die Physiker, nicht die Theologen oder die Änigmatologen. Irgendwann wird Physik sich der Änigmatologie annähern und die Änigmatologie der Physik, dann ist Physik keine Primitivphysik mehr und die Änigmatologie keine Primitiv-, nein, keine Grundsatzkritik an der Physik.

24.06.2519

Wenn das verrückt klingt (wem das zu verrückt klingt) – dann sehe ich doch mal in den abrahamischen, buddhistischen und hinduistischen Texten um, dort klingt es zuweilen extrem verrückter.

23.06.2519

Deute ich sie richtig, selber Geträumtes und Erlebtes richtig  -ist der Grund, der moralische Grund unserer auserwählten Existenz Obligation, uns obliegt Obligation, nicht Schuld, nicht Erbschuld, nicht Sünde, nicht Erbsünde. Wir existieren in der Verantwortung für uns. Die Macht unserer Genesis fördert und fordert unsere „Obligation“, unsere Selbstverantwortung für unsere Selbsterhaltung – das ist nicht nur mein Satz auf Papier, das ist ein von ihr diktiertes Wertpapier. Ihre Akommunikation macht aus unserer menschlichen Kommunikation ein heiliges Geschehen. Über die Anfänge ist Teil der Obligation, ist Teil dieses Geschehens.

22.06.2519

Die alten Grosssekten, Männer, die in sich die Weltflucht zelebrieren – die Mater Änigma ist etwas ganz Anderes, viel Fremderes, zudem unserer Welt komplett Zugeneigtes, eine Befürworterin unseres Lebens, keine Fluchthilfe aus ihm.

22.06.2519

Es steckt uns fest in einem Naturgesetzesgerüst unserer Genesis.

21.06.2519

Wir sitzen also viel zu sehr in unserem Fleisch, in unserem Wesen, in unsererm Erdenwesen fest, als dass eine personifizierte männliche Emanation der Änigma tätsächlich „in uns“ sein könnte – (Paulus täuschte sich, aber abermals täuschte er sich und andere sehr erfolgreich…), die Änigma scheint viel mehr viel Anstrengung, überirdische, übernatürliche Anstrengung aufwenden zu müssen – jedenfalls wenn sie in unserem Alltag im Wachzustand akommuniziert -, um uns überhaupt zu berühren, uns akommunikativ und involutiv zu tangieren, um mit unserem Kommunikationswesen zu (a)kommunizieren. Noch schwieriger, noch grösser, hürdenreicher, wenn nicht schlicht zu gross, müssen wir uns unsere Schwierigkeiten vorstellen,  eine einigermassen adäquate Vorstellung von ihr zu machen. Wir sind schlichtwegs unfähig, aus unserem Fleisch, aus unserem Erdenwesen zu fahren und mit ihr in ihrer Sphäre und „Sprache“ Kontakt aufzunnehmen (umgekehrt dürfte es ähnlich sein, gehen wir nicht von ihrer Allmacht aus – die abrahamischen Theologen machen es sich hier einfach, zu einfach -, sondern von einem „Stückwerk“ an Macht, die sie auf uns in unserer Genesis einüben will, ausüben kann (wenn sie die von uns gestaltete Zukunft sieht, greift sie nicht wie ein „lieber Gott“, wie ein aufmerksames empathisches Elternpaar in unsere Geschicke, die sonst fatal wären, ,ein  -das sind unsere intrauterinen und post-intrauterinen partentalen Fürsorge-Erfahrungen und -Projektionen – die sich vor allem auf die Endzeit, auf Sterben und Tod fokussieren – hier wird „Christus“ unterschoben oder „Allah“).

21.06.2519

Ein Hund kann nicht in unserer Sprache sprechen, er kann oberflächlich ablesen, wie wir ticken, ihm können unsere Kommandos und Appelle beigebracht werden, er kann winseln, uns allenfalls warnen, Schafe bewachen vor Wölfen… , die noch weniger als Hunde uns erreichen und von uns erreichbar sind…(ausser mit instinktiver Angst, mit Argwohn, meiden sie uns – weil Menschen sie wie Ratten seit Jahrhunderten jagen, ausrotten wollen, Ausnahmen bestätigen die Regel ähnlich wie bei Tigern – ab und zu kommt einer, aus Defekt, auf den Menschenfleischgeschmack, wir sollten dabei unser Fleisch als nicht das kostbarste, nährreichste und geschmackvollste, eher als eine Notration für einen besonders heruntergekommenen Tiger vorstellen…)- wir können beschränkt uns auf Hunde einstellen, wir können wie bei Kleinkindern absehen, wo sie sich in Gefahr begeben, und diese aufheben, sie lenken und führen – an die Leine nehmen, an die Hand nehmen, wenn wir auf die Strasse gehen – und ihnen beibringen, auf sich aufmerksam, umsichtig und vorsichtig zu sein, was mensch darf, was mensch soll…was hund darf, was hund soll…. Und jetzt stellen wir uns das Ganze in einer viel fremderen Sphäre mit einem extrem anderen „Wesen“ vor, zu dem wir keinen täglichen Kontakt haben – auch wenn der in Klöstern simuliert wird – und, dem auch nichts beizubringen ist, es bringt uns allenfalls etwas bei. Was in diesen Klöstern geschieht ist illusorisch und basiert auf einem Missverständis bezüglich intrauterinen Erfahrungen. Die Änigma ist global, um es drastisch zu formulieren, mehr auf unseren Weltmeeren, als eingepfercht in Klöstern von abrahamischen und buddistischen Grosssekten zu „finden“, zu „kontaktieren“, ,zu „geniessen“.

20.06.2519

Doch dieses Ich-bin-mit-Christus-schwanger, nicht ich bin in mir, Christus ist in mir (Gal 2.20), diese exzessive, fast schon verzweifelt-enthusiastische Identifizieren eines Mannes mit einem männlich codierten Halb-Gott, Halb-Mensch, das angeblich der historische Paulus im Glauben „erlebte“ und „verkündete“- basiert vermutlich auf einer inversen intrauterinen Erfahrung im und mit dem Mutterleib, die später ideologisch passend reaktiviert wurde, suggeriert wurde, auf mehr nicht. Die Mutter, aber auch die Mater Änigma wurde hier durch „Christus“ ersetzt, von Paulus überschrieben, permingiert. Er wusste, konnte sich sicher sein, dass diese Worte in seiner Sektengemeinde die Identifikation mit dem paulinischen Christusgauben stärkte, je überzeugter er war, desto überzeugender  war er. So wurde hier bereits, wie in der endzeit-  und bekehrungsorientierten Nächstenliebe, der Boden für das neue ewige Reich des Christo und seines Vaters bereitet: Lies: Ich bin fast schon nicht mehr von dieser Erde, von dieser Welt, denn Christus ist schon bereits sehr, sehr in mir, ich bin schon sehr sehr in ihm….

19.06.2519

Der wahre, der weisse, der wissende Kern des greyboxlogischen Konzeptes „Seele“ könnte sein, dass wir in einer uns meistens verschlossenen (während Lebzeiten? verschlossenen) Ebene der Wirklichkeit unserer Genesis mit der änigmatischen Dimension, mit der Genesis der Änigma, eins oder verbunden, statt getrennt sind.

18.06.2519

Heideggers „Nur noch ein Gott kann uns retten“ (offenbar glaubte er letztlich nicht an seine Seinsphilosophie, verrät, verrät er uns damit….) ist noch zu sehr geprägt von einem abrahamischen Gottesbild, vom christlichen Theologiestudenten Heidegger, die Änigma „rettet“ uns in diesem Sinne nicht, ihre Akommunikation ist uns wohl ein Anker, ein Grund, den wir selber nicht begründen und fassen könnten. Sie ist Existierendes vor unserer, ausser unserer, nach unserer Existenz (aber vielleicht ist diese Göttlichkeitsvorstellung, noch zu sehr unsere, zu sehr traditionsverhaftet: letztlich kann ich nur wissen, dass es die Änigma und ihre Dimension in unserer gibt, über welche Wesenart, Macht und Fähigkeiten sie verfügt, warum und wie sie west, weiss ich ausser dem, was sie in Realität und Traum vermittelte, nicht).

17.06.2519

Was unterscheidet die Änigmatische Bewegung von dieser massenmörderischen Gewalttätigkeit und Gewaltphantasterei, von den Rosenberg, Himmler, Krieck, Höhn (vgl. Birgit Kletzin (2000): Europa aus Rasse und Raum: Die nationalsozialistische Idee der Neuen Ordnung), aber auch von Nietzsche, Heidegger und diesen verzweifelt spöttischen Ekinci? Was unterscheidet mich von ihnen? Es ist das Wissen um die Änigmatische Dimension und Materie, um die Mater Änigma, vermittelt  durch Akommunikationen und Involutionen. Etwas radikal Anderes, das all diesen genannten die Gewalt nimmt und ersetzt, das all diesen genannten fehlte.

16.06.2519

Die „Christenfrage“. Das Urproblem der Nazis mit dem Christentum, sein jüdischer Ursprung, wurde grösstenteils verdrängt (besser gesagt: vertagt), zu gerne inszenierte sich Hitler in „Mein Kampf“ als  Volksmessias im Namen des abrahamischen Gottes der Christen, zudem wurde systematisch auf dem christlichen Antisemitismus aufgebaut -, so dass dieses „Problem“ auf die Zeit nach dem Endsieg aufgeschoben wurde. Von der Lösung der „Judenfrage“  durch systematische Ermordung von Millionen wären die nationalsozialistischen Herrenmenschen, hätten sie den D-Day (Juni 1944) und Stalingrad (Februar 1943) erfolgreich überwunden, zur Lösung der „Christenfrage“ übergegangen (Rosenberg – vgl. Raimund Baumgärtner (1977), zu dessen „auf lange Frist ausgerichteten Entchristlichungskonzept“ (S. 3)), Himmler und andere „werkelten“ schon an eine Ersatzreligion, an einem Edelrassen- und Herrenmenschen-kompatiblen Germanenglauben. Sicher hätte Nietzsche geholfen, auch Heidegger legte sich 1936 in Rom ins Zeug, dass seine Seinsphilosophie das Christentum, Judentum und den Islam ersetzt und den Führer philosophisch führt…) – ausserdem hätten sie wahrscheinlich, da sie noch ein paar Tonnen Zyklon B übrig gehabt und über eine grosse Erfahrung im systematischen Massenmorden verfügt hätten, den Grossen Islamozid geplant, die Lösung der „Muselmanenfrage“ in den nahöstlich-arabisch-nordafrikanischen Sphären.

15.06.2519

AfD-Ideologe Gauland (2019) meinte, die 12 Jahre Nazi-Zeit seien „ein Vogelschiss in der Geschichte„, wie das Land wolle er die tausendjährige Geschichte zurückhaben. Offenbar schwärmt ihm eine wissenschaftlich überholte Nationalgeschichte des 19. Jahrhunderts vor, die 1000 Jahre zurückprojiziert wird. Warum nicht gleich 2000 Jahre? dann könnten wir bei Caesars De bello gallico und Tacitus Germania beginnen? De facto war schon im 19. Jahrhundert unklar, was „die“ deutsche Geschichte ist: für die einen Deutschen war Deutschland Kleindeutschland, für andere Grossdeutschland, für die einen war im Jahr 1848 Deutschland ein Deutschland von BürgerInnen und Demokraten, für die anderen eines der Fürstentümer und Soldaten, mit anderen Worten: einfach 1000-Jahre zurückprojizieren is nicht, höchstens für absolute Laien oder reine Demagogen – Gauland kann wählen. Tatsächlich basiert die Hetze gegen und Verfolgung von Juden auf 2000 Jahren christlichem Antijudaismus, das Holocaust-Pogrom ist die Spitze des Scheissbergs, kein Vogelschiss, das schwarze erzkatholische Bayern sogar wählte braune Nazis in einer Sache: in der „Judenfrage“. (Quelle: …..)  Und so feierte dann auch Thüringens Kirche den Führer als den Neuen Messias – „….und erlös uns von den Bösen“ – und der Führer sprach mit seinem „mehrdimensionalen“ Antisemitismus sowohl niedere Instinkte von Christen (der Jude ist der Judas) wie von szientifistischen Modernisten an (minderwertige Rasse versus edelste: Jude versus arischer Deutscher, arische Deutsche, meistens christlich getauft).

14.06.2519

Hitlers mehrdimensionaler Antisemitismus, der sowohl den jahrhundertalten paulinisch-christlichen Anti-(Alt-)-Judaismus, als auch den modernen, pseudo-naturwissenschaftlichen Antisemitismus zu einer Waffe, zu einem Troyanischen Pferd gegen den wirklichen, wehrhaften, bedrohlichen Gegner, den Bolschewismus, den Kommunismus, schmiedete. Grosse Kapitale, grosse Bestände an Volksdummheit, an Zerstörungsbereitschaft mit einem tausendjährigen Aufbauprojekt, mit einer Utopie der „brave new world“ verband – auch hier parasitierend von apokalyptischen Bedrohungszenarien (die in die Realität von hundertausenden Bürgern und Bürgerinnen umschlugen) und paradiesischen Erwartungen (die in Plänen von gigantischen Bauprojekten und Umsiedelungen endeten). Das Ganze war indessen, so weitgreifend es wirkte, auf zu engem Blickwinkel, auf so festem Boden es stand, auf zu weichem Sand, und so durchkalkuliert es schien, ohne Rechnung mit den Nachbarn – den weit grösseren, mächtigeren – gebaut. Ein Mittelreich, das mit unmenschlicher Anstrengung ein Grossreich werden wollte.

13.06.2519

Umgekehrt können wir sagen: die helle und dunkle Materie unsrer Genesis hat ihre Eigenständigkeit, ihren Eigenwert – und die Genesis der Änigma ihre änigmatische Materie – die in der änigmatischen Dimension mit der Materie unserer Genesis verbunden ist. Wir müssen also in mindestens zwei prinzipiell verschiedenen wie verbundenen Genesis- und Materiedimensionen denken, um unsere mehrdimensionale, polytemporelle Wirklichkeit (entscheidend besser) zu erfassen.

12.06.2519

Existenz ist Mater Änigma, änigmatische Materie, eine Primitivversion davon ist das, was heute Physiker unter heller und dunkler Materie verstehen. Um zu verstehen müssen sie viel, zuviel reduzieren, also Unverstandenes und Vorauszusetzendes ausblenden – so ist das, was übrig bleibt, an Verständnis ausfällt, recht dürftig, ein bescheidenes, tendenziell fehlerhaftes und falsches Resultat, auf dem sie ihre folgenden Resultate aufbauen – auf dass sich diese PhysikerInnen also nicht zuviel einbilden sollten.

11.06.2519

Washington grüsste, winkte in der Nacht zuvor, merkwürdigerweise waren mein Bruder und Xi Jinping dabei.

10.06.2519

Wasser zu Wasser, statt Staub zu Staub (Erde zu Erde). Nein, wir sind nicht aus Staub entstanden, werden nicht zu Staub und auferstehen nicht aus Staub – entscheidend war Wasser, Wasser zu Wasser. Staub bleibt Staub, ist Staub und aufersteht als Staub. Erst als Wasser und die habitable Zone, Wärme, nicht die Kälte (Hölle), nicht die Hitze (Hölle), wurden, wurden wir aus dem Leib der Mütter und wurde unsere Genesis aus der Mutter aller Götter (Mater Änigma).

09..06.2519

Man kann also sagen, Paulus, Ex-Saulus, fühlte in sich Christus, Christus ist in mir, nicht mehr ich bin in mir (Gal. 2.20), so dass wohl die Auferstehung Christi, die Wiedergeburt des Juden Jeshua, in ihm stattfand… Nur muss das ausser dieser Sekte niemanden besonders interessieren und berühren. Wenn der gute Paulus mit seinem Christus schwanger geht – und meint, wie es sich diese neojüdische Sekte, mittlerweile Grosssekte einbildet, er sei Erzsünder, der zum seligen Glück aber seinen Retter in sich austrägt… (dennoch wird es am Jüngsten Tag zu einer Gerichtsverhandlung vor dem Vater des Jeshua kommen, man kann dann erwarten, dass es bei Paulus auf ein verkürztes Verfahren hinauslaufen und zu einem Frei-bzw. Heilspruch kommen wird – er darf sich im Himmel vielleicht an den Tisch von Gott Vater und Gott Sohn setzen: an den „Cheftisch“ sozusagen…).

08.06.2519

Aus änigmatischer Sicht müssen wir das Christentum nicht „retten“ – weder durch die „Richtigstellung“ des Paulinismus noch durch die  Rekonstruktion der Originalchristen. Das Christentum  – der Abrahamismus – wird zu Ende gehen, wird keine grosse Zukunft mehr haben, weil die anthropologischen Grundannahmen, die Unterstellung, dass wir „erzversündet“ sind und für unsere Seelenrettung einen Entsünder aus dem Gotteshause Abrahams benötigten (sonst droht uns Feuer und Hölle) –und eine christliche Taufe, damit schon einmal den Eintritt in die richtige Sekte, in den richtigen Club -, nicht nur falsch sind sondern eine Beleidigung unserer Natur, unseres Wesens, unserer Besonderheit, unserer Auserwähltheit – und letztlich eine Beleidigung Gottes, der Änigma – niemals würde sie unsere auserlesene Natur verderben, dann hätte sie uns gleich nichts sein lassen können.

07.06.2519

Die postabrahamische Lesart dessen, was sich heute „Christentum“ nennt, dreht den Paulinismus vom Kopf, auf dem er viel zu lange steht, auf den Boden, auf die Füsse, auf die Originale zurück  – die halten Paulus für einen Apostat/en, die erschrecken sich über die paulinische Deutung des Kreuzungstodes, die halten nichts von Buss- und Sühnetod – und weil sie den historischen Jeshua kannten und erlebten, weil sie die einzige und eigentliche „Urgemeinde“ dieses jüdischen Messias waren, halten sie diese plötzliche Auferstehung ihres Jeshua bei den Paulanern, und die „paulinische Urgemeinde“ für dreiste Aneigungs- und Überbietungs-Versuche,  alles in allem Versuche, sie zu permingieren (die, wie wir heute wissen, „erfolgreich“ waren: wir müssen also die paulinische Permingation der Originalchristen wegwischen, rückgängig machen, mit plausiblen Thesen die Lücken in ihrer Geschichte, und sie produzierten viele Lücken, die Paulinischen, füllen.

06.06.2519

Auch das Christenkreuz – das beste Symbol für den Irrweg des Paulinismus -, das sich erst im Mittelalter zum Zentralsymbol festigte (für Ebioniten, Originalchristen war es bedeutungslos – so bedeutungslos wie in Logienquelle „Q“) sollte mit ihm und den Kirchtürmen ins historische Archiv abgelegt werden.

05.06.2519

Vater – ein bisschen viel Vater. Unser? Wohl eher nicht. Gott, die Änigma, als Mutter zu denken fällt schon schwer.

04.06.2519

Das originale Christentum, die Ebioniten, die – These Nr. 3 –  in einer spirtuellen „Umkehr“ begriffen waren, denn „die Zeit ist nah“, besinnt euch, kehrt um, verlasst Weib und Kind – so predigte ihr Messias, ihr Jeshua, der vor allem die Jugend des Judentums elektrisierte, verachteten Paulus, der weder den historischen Jeshua kannte noch seinen Tod miterlebte – den sie feierlich begrüssten, diesen kurzen Tritt in die Wendeltüre zum Jenseits…- Ex-Saulus, jetzt Paulus, der dafür Jeshuas Tod umso distanzierter, umso absurder, umso wahnsinniger, umso rachsüchtiger uminterpretierte – genialisch uminterpretierte – als eigentlichen Sinn der ganzen Sache, statt als Ende, als Beginn (seines) Christentums…. Welch RETTENDE DISTANZ für das Christentum nahm dieser Paulus zu ihm ein – auch deswegen verachteten sie ihn – nannten ihn den Apostaten – also den, der den kompletten Abfall vom rechten Glauben, nicht bloss eine Häresie beging. Man kann sagen: Paulus vergab keinem. Rächen, nicht vergeben, war Paulus talentierteste Sache. Auch an ihnen, an den Originalchristen, nicht nur an den Altjuden und an den „Heiden“ – wie alle restlichen Nicht-Christen abqualifiziert wurden – rächte und rächt sich der Paulinismus bis heute (die einzige Überlegenheitsekstase, die sie mit ihren Mitteln schlug, war die muslimische: die kurzerhand und mit der gleichen Logik alle anderen zu „Ungläubigen“ erklärte (es gab dann allerdings auch wieder lichte Momente, in denen dem Islam einleuchtete, dass er NICHTS wäre, ohne Judentum, dass er NICHTS wäre ohne Christentum, ohne Abrahamismus eins und zwei – was ihn milder und dankbarer stimmen (und in diese Serie als drittes, nicht als erstes Glied einreihen) musste gegenüber seinem paulinischen Vorgänger, der als Staatsreligion die römische Staatsmacht eroberte, und seinem jüdischen Original und Ursprung, der die Grundunterstellungen (Sünde, Heilung davon) und das Grundpersonal (Adam, Abraham, Moses, Erzengel Gabriel, usw.) dafür schuf. Der Islam griff als Dritter zur Synthese der beiden, zu ihrer Aufhebung, um es hegelisch zu sagen – und so ist ein guter Muslim eigentlich ein Hegelianer, ohne es zu wissen, und ein Hegelianer ein Muslim, ohne es zu glauben.

03.06.2519

So wird dann auch an mehreren Stellen im Paulinischen Testament – das die Paulinisierten Jahrhunderte später „Neues Testament“ nennen – der Jude zum „Satan“ , nicht nur der Altjude im Johannes Evangelium, nicht nur der Satan auf dem Dach, der Jeshua verführen, also: verhindern will, entpuppt sich als ein verkappter Rabbi, sondern, wenn Neu-Jude Paulus von (Alt-)Juden verhindert wird, heisst es: „der Satan hat mich verhindert.“ Zudem wird Judas zum Inbegriff dieses Satans, des verräterischen, heimtückischen, meuchelmörderischen Altjuden  oder der üblen Nachrede, eine Denunziation der Paulinisten – Ebioniten hatten keinen Raum weder für einen Verrat des Judas noch für die Denunziation der Altjuden –  für sie war es abgemachte Heilsplansache, dass ihr Messias stirbt (exit)  – vielleicht durch die römische Justiz, ohne dass Altjuden dabei eine massgebliche Rolle spielen mussten – und nicht erst in 1000 Jahren, sondern zeitnah mit dem ewigen Reich seines Vaters zu ihnen zurückkehrt (reentry). Die Judas-Geschichte ist Teil der Paulus-Interpretation des Todes des historischen Jeshua, den er nie kannte, an dessen Tod er nicht zugegegen war – zum Glück für das Christentum nicht…

02.06.2519

Auch das Hauptgebet des Christentums – also: des Paulinismus – ist im Subtext ein antisemitisches Triumphgeheul: „..und erlös uns von den Bösen (lies: Juden), denn dein ist das Reich (lies: nicht den Juden) und die Kraft (lies: nicht den ohmächtigen Juden) in Ewigkeit. Amen.

01.06.2519

Habermas Rationalitätsbegriff ist viel zu oberflächlich und schematisch – er kann die Rationaltät paulinischer Wunder, ihre RACHELOGIK nicht erkennen, nicht rational machen, nicht dechiffrieren als anti-judaische Überlegenheitsekstase (Altjudentum: Moses teilte die Wasser. Neujudentum:  Paulus Jeschua läuft über diese Wasser und tritt UNTER SICH Moses mit FÜSSEN, usw.).

30.05.2519

Böses Blut. Mensch muss nicht rechtsextrem sein um zu sagen: Der Islamozid – vielleicht der „Grosse Islamozid“ – wäre der Holocaust – der Muslim-Holocaust -, den die Islamisten und Islamistinnen grösstenteils selbstverschuldet heraufbeschwörten: es gibt den Religionsfrieden, sie brechen ihn bewusst, es gibt den Anstand, sie benehmen sich nicht – sie sähten Wind und ernteten Sturm.Sie sähen in Videos, die in den Social Media zirkulieren, Wind, sie bringen unsere Mitmenschen um (nach 11.09.2001 rund 3000 Menschen; u.a. Ford Hood 2009 13 Menschen; Boston 2013 3 Menschen; Bataclan & Bistro 2015 130 Menschen; Charlie Hebdo & plus 16 Menschen; Berlin 2016 12 Menschen; Nizza 86 Menschen; Brüssel 35 Menschen; Istanbul 2017 39 Menschen, London 7 Menschen; 2018 dort 4 Menschen und dort…; 2019 dort 4 Menschen und dort (London 2).., dazu kommen mehr als tausend Verletzte)- und ernten eines Tages Sturm.

30.05.2519

Die Grossmutter des Todes. In einem der Internetforen mit Video bei Twitter sieht man in diesen Tagen (u.a. retweetet von einem Israeli-Account) eine alte, kalt traumatisierte Islamistin mit aufgerissenen blauen Augen, eine muslimisch indoktrinierte Grossmutter des Todes einer anderen jüngeren Frau  – die weint? die als Mutter trauert um den Tod ihres Sohnes? -vor laufender Kamera erklären: Sie sei doch glücklich. Sie müsse nicht weinen. Es gäbe nichts Ehrenhafteres für muslimische Söhne als für Allah als Märtyrer zu sterben. Man sterbe eh ! Man sterbe eh – insinuierend: warum dann nicht mit einem letzten „Gottesdienst“ für Allah, ihren abrahamischen Gott, der im Jenseits dankbar sein wird dafür? Diese massenmörderische Pro-Märtyrer-Ideologie muss allerdings ihre Kurzsichtigkeit dann büssen, wenn die anderen, die Opfer, nicht passiv wie Schlachtlämmer warten bis sie durch Attentäter, brave muslimisierte Mutter-Söhnchen, ermordet werden, sondern zu Wölfen werden und zum Gegenschlag aushohlen und befinden, wenn diese Fanatiker und Fanatikerinnen so gerne sterben – und dabei am besten noch uns umbringen – möchten, so wollen wir diesen Vorgang ihres Sterbens, um in das „echte“ Leben zu treten, wie sie in ihrer Grosssekte glauben, ein wenig beschleunigen und systematisieren – ohne dabei umzukommen. Die Muslime sind also gut beraten, solchen dummen Hetzerinnen kein Gehör zu schenken, ihr dummes gefährliches Gerede anzuprangern und abzustellen. Der Unterschied zwischen dem historischen Holocaust und dem Grossen Islamozid wäre gross, Juden wurden millionenfach zu „Juden“ gemacht, reduziert, waren passiv, dachten kaum jemals an agressive Gegenwehr gegenüber Nicht-Juden (in Warschau fand aus lange erlebter Not und Bedrohung aus Überlebenswille pure Notwehr und Selbstverteidigung statt; die junge deutsche Schauspielerin, die mit ihrem Schuhabsatz im KZ einen Nazi tötete, war eine extrem seltene Ausnahme) – diese komplett wahnsinnigen Islamisten und Islamistinnen sind von ganz anderem Kaliber, provozieren und attackieren  die „Ungläubigen“, leben in einem kollektiven Grössenwahn, die „richtigen Gläubigen“ zu sein, kennen keine Gnade, ausser die ihres Gottes, der sie gnädig dazu ermutigt, an mehreren, nicht nur an einer Stelle im Koran (man rede sich hier nichts schön) „Ungläubige“ umzubringen. Mit List und Tücke zu erledigen – immer mit Allahs Segen.
Wagen wir eine Prognose – die sicher nicht politisch korrekt ist und an die Grenze der Meinungsfreiheit geht, jedoch noch lange nicht so weit wie das öffentliche Statement dieser Grossmutter des Todes vor laufender Kamera und laufendem Twitter .- –  solche gefährliche Arroganz, solcher dummer Hochmut von Islamistinnen, das könnte am Ende den Koran und seine AnhängerInnen in einem mehr oder weniger systematischen Islamozid das Leben und die Existenzgrundlage für das Weiterleben kosten, das könnte sie beschleunigt und umfassend in ihren seligen Himmel ihres abrahamischen, allzu abrahamischewn Allahs befördern. Man wird wie jetzt schon in China dieser Ideologie und ihren Anhängerinnen das Wasser abgraben, den Wind aus den Segeln nehmen, ihr geistiges Land verdürren lassen müssen – so dass am Ende der historizistische, der irregeführte und irreführende Islam (siehe dazu Bd. 6 und Bd. 5)  sich in der eigenen Wüste verläuft und zu Staub wird.

29.05.2519

Es wäre frustrierend oder beruhigend – je nach Perspektive – würde die Änigma damit andeuten, dass sie sich selber ein Enigma, ein Rätsel ist. Dass sogar Gott, die Änigma, nicht reines, reinstes Weiss und Wissen (Selbstwissen) ist und produziert.

28.05..2519

Bei mir lautete die Schriftakommunikation der Änigma – die wir vorsichtig „Gott“ oder „Göttlichkeit“ nennen können (die globale, keine provinz-universelle, mit abrahamischen oder buddhistischen Assoziationen):  „Du bist Philosoph, Philosophie“ – nicht: „Du bist Prophet, Prophetie“. Das ist mehr ein Aufklärungsauftrag, als ein Verkündigungsauftrag. Als ob sie ihr Änigmatisches, ihr Rätselhaftes auf uns übertrug – mit der Anweisung: Enträtsle mich, enträtsle dich.

27.05.2519

Yavuz Ekincis kleiner Roman Die Tränen des Propheten (2019) – Klappentext „Wer heute behauptet, er sei ein Prophet, der kann nur verrückt sein.“-  singt ungewollt einen Abgesang auf den Abrahamismus. Der „letzte Prophet“ – so begrüsst ihn Zarathustra (S. 158) – kann sogar einen Toten erwecken – mit Gottes Hilfe „Gott hilf mir, flehte ich. Dann rief ich wieder: Steh auf, Süleyman, steh auf!“ (S. 117),  göttliche Hilfe, die über seinen Propheten-Kanal in den Toten fliesst – allerdings nur kurz, der Tote rappelt sich auf, „schüttelt zweimal den Kopf und schaute aus tiefen Augenhöhlen seine Mutter an“ (S. 117) und dann ist ein Funkloch im Kanal zu Gott daran schuld ?, dass der Junge wieder tot zusammensackt – Danach tröstet der letzte Prophet des Abrahamismus die Mutter – der allerletzte Prophet in der Tat: der nur die Aufmerksamkeit eines mittelmässigen Schriftstellers auf sich zieht- neidisch, auf die weltberühmten Nobelpreisträger und Millionen-Bestseller-Autoren, auf die Promis mit dutzenden Millionen Followern bei Twitter schielend -, obwohl er sich, nein, obwohl Erzengel  Gabriel ihn doch in die Reihe von Jesus und Mohammed stellte:  – „Gott [Abrahams] hat ihn zu sich genommen“ – und denkt daran, denkt immer wieder mal daran, wie „die Hagiografen schreiben würden, wie ich einen Toten zum Leben erweckt hatte und wie die Miniaturenkünstler diese Szene darstellen würden.“ (S. 118). Grosse Berühmtheit wird er erst posthum erfahren… aber ist dann nicht das Himmelreich gekommen? Denn anderen verkündet er „Ich bin gekommen, um das Himmelreich auf Erden zu bringen.“ (S. 124).Doch später fand er „ich…hinterliess bei den Menschen in der Metro aber weniger Eindruck als eine Ratte“. (S. 126) Wie er dieses Himmelreich auf Erden bringt – bleibt im Ungefähren. Und um mehr beachtet zu werden als eine Ratte – dafür hätte er ein gewaltiges Wunderwerk erzeugen oder Superkräfte demonstrieren müssen – auf hollywoodeskem Marvel-Niveau – zum Beispiel mit dem Hammer Thors die Menschheit einen Blick von Asgard erhaschen lassen sollen- statt bloss dünne Worte, dünnlippe Worte – die jede U-Bahn-Ansage übertönt – zu flöten. Auch wäre anzupreisen gewesen, Werbung ist heute alles… – welche Vorteile sein christlich-muslimisches Himmelreich gegenüber dem nicht so schlechten Erdenreich besitzt…. Postabrahamische Aufklärung oder Religion sieht anders aus, ähnlich wie der Unterschied, wenn ein mittelmässiger Schriftstellter – kein Originalgenie wie Nietzsche – eine göttliche Akommunikation mit hergebrachten abrahamischen Klischees simuliert, oder wenn tatsächlich eine göttlich tiefsinnige Akommunikation geschieht in einem neuen, globalen Kontext. Von dem spricht Über die Anfänge – verglichen damit ist das Büchlein von Ekinci komplett profan. Über die Anfänge wahr, Ekincis Roman Simulation.

26.05.2519

Habermas Rekapitulation von abgetretenen Pfaden (zu Luther, Spinoza, etc.). Tatsächlich erforderte diese geistesgeschichtliche Lektüre eine komplette Redekonstruktion.

26.05.2519

Was das Christentum betrifft: drehen wir die ganze paulinisierte Geschichte um – als produktiver, manipulativ psychologisch sektiererisch höchst erfolgreicher Irrweg – Nehmen wir an: der Originalweg, den der historische Jeshua ging, ist der ebionitische, dieser kurze, ein paar wenige Jahrzehnte währende – ist der originalchristliche – also der abgeschnittene, kaum archivierte, gelöschte, verdrängte, überschriebene. Fast nichts im Christentum – so nennt sich heute ohne zu erröten der Paulinismus -wäre wahr, wäre original – zugleich versteht sich mit dieser „radikalen Wende“ aber fast alles, der ganze Paulinismus – die Wunder erweisen sich als sehr rational, sehr verständlich….. Ähnlich verhält es sich mit dem historizistischen Islam gegenüber dem verschollenen, gelöschten, missachteten „testamentarischen“ Islam, der den Letzten Willen des Gottes Abrahams und Mohammeds – trennt euch nicht!  – seit Jahrhunderten missachtet ein Pseudo-Islam, der heute als Sunniten- und Schiiten-Islam  – von den Alewiten und den anderen Abspaltungen nicht zu reden – jeden Tag von neuem den Letzten Willen Allahs und Mohammeds, ihr Testament, mit Füssen tritt. Und die, die zurück gehen wollen, zum echten, zum wahren Islam, zum ungetrennten Islam, werden feststellen, dass die ursprünglichsten Koran-Versionen wie das Testament von Mohammed zerstört wurden. Von daher ist und bleibt das, was sich  heute Islam nennt, ein Irrläufer in der Welt. Der änigmatische Weg hebt ihn auf, kann ihn beenden, kann ihn „erden“.

25.05.2519

Dass das Leben endlich, dass es sterblich ist, ist der Preis des Privilegs, nicht nichts zu sein, nicht nicht geboren zu sein.

25.05.2519

Hüte, schätze es, erweise dich ihm wert.  Oh, Gott, Änigma, kannst du am letzten Abend deines Lebens sagen: ist das phantastisch, das ich sein durfte,  das ich in deiner Dimension atmen durfte, das ich in meiner Genesis atmen durfte – ich Endlicher, ich Endliche bin dir dafür unendlich dankbar. Und unendlich dankbar suche ich mich zu erweisen.

25.05.2519

Der hohe Genuss physisch zu leben als Mensch bereichert die änigmatische Dimension. Eine Dimension, von der wir nicht wissen, ob sie vor uns, mit uns und nach uns existierend, wie als Meta-Element in uns eingeboren ist – etwas Ähnliches – gar nicht so Abwegiges – vermutete der Philosoph Plato – allerdings nannte er das Rätselhafte „Ideen“ – eine „Idee“, die uns akommuniziert, war damit nicht gemeint.

24.05.2519

Mit der Schriftakommunikation änderte sich alles: hinter ihr steht eine Wesenheit, eine Gottheit, eine Göttlichkeit. Sie muss eine Art „Subjekt“ sein, das wie ein Mensch zu kommunizieren versteht, anders würden wir sie nicht verstehen (wir verstehen es nur, wenn wir ein „Subjekt“, einen „Autor“, der kommuniziert, unterstellen). Sie muss sich auf uns einstellen können wie Erwachsene auf kleine Kinder, wie Götter auf vernunftbegabte Tiere, wir können uns nicht auf sie einstellen.  Gott, die Änigma, muss sich vermenscheln, will sie sich uns verständlich machen, muss unsere Sprache sprechen, sonst verstehen wir Menschen sie nicht. (Warum enträtselt sie sich nicht mehr?).

23.05.2519

Die Revolution, die im Begriff der „metanoia“ steckt, die Verwandlung durch den Glauben, die Bekehrung, ist für eine Akommunizierten eine Verwandung durch Wissen, durch Einsicht in „Unglaubliches“.  Sie wechselte bei mir von einem einsteinschen Niveau – der über Blackboxes spekulierte, die bereits die ganze Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft enthalten, zu einem religiösen Niveau, in dem Schrift-Akommunikationen eine, wenn nicht die zentrale Rolle spielen – also von der „parasynchronizitären Akommunikation“, die ich mit 13 und 18 Jahren erlebte, zur Erinnerung an die „Eröffnungsakommunikation“, die ich mit ca. 10 Jahren erlebte und lange Zeit verdrängte, abgekapselt mit mir trug.

22.05.2519

Dass ist ein Aufklärungsauftrag an deine Gattung, an den „homo sapiens“ – verkünde ihn…

21.05.2519

Meine Akommunikationen trugen und tragen keine Etikette mit der Aufschrift „Das ist ein Verkündigungsauftrag“, sie drängten und drängen mich vielmehr zur Aufkärung, und die geht nicht ohne Kommunikation und damit zwangsläufig nicht ohne Öffentlichkeit. Man kann also sagen, sie tragen bis heute und morgen die Etikette Du verstehst alles, du siehst alles, was ich dir akommuniziere, und du verstehst nichts, du stehst vor einem Rätsel, das du lösen wilst: Das ist ein Aufklärungsauftrag. Sei Philosoph, Philosophie genug, um das zu verstehen, um einigermassen mich, die Änigma, zu verstehen.

20.05.2519

Gegenüber dem Nichts sind wir unendlich privilegiert, wenn auch eine endliche Zeit.
Nicht: „nur“ eine endliche Zeit, sondern „immerhin“ eine endliche Zeit.

20.05.2519 (2)

Vielleicht kehren wir nach unendlicher Zeit endlich zurück, ist unsere Unendlichkeit selige ewige Wiederkehr.

19.05.2519

Sterben ist auch Folge des starken, überstarken Begehrens zu leben, weil Leben so viel abverlangt, soviel und solange zu erleben begehrt, so dass es an seine Grenzen kommt, sie immer weiter auszudehnen drängt – und ewig strebt das Leben nach dem Leben – so ist es gut, das ist das auserwählte Gut dieser Genesis und der Genesis der Änigma. Sterben ist  nur ein beschränkter „Fluch“, keiner, der uns Geborene eines Tages auf den grossen Fluch, in das Nichts zurückwirft. Denn unser Leben – Philosoph wie lebend, weil auserwählt, nicht Nichts zu sein – geht von der Änigma, nicht von Nichts aus, und auf sie, nicht auf es zurück.  Die änigmatische Dimension und die Änigma: Sie ist der Engel, der die Flügel für uns öffnete, ihre Akommunikation beflügelt unsere Kommunikation – mit dem auserwählten Geborensein geht das änigmatische Geborgensein einher, über das Leben hinaus, wir fallen, sterben wir, nicht in das Nichts zurück, auf sie geht unser, geht jedes Nicht-Nichts-zu-sein zurück.

18.05.2519

Sterben ist nur ein beschränkter Fluch im Vergleich zum grossen Fluch des Nichts, das Nichts bleibt.

17.05.2519

Die Änigmatische Perspektive speist von einem nicht abrahamisch überfrachteten Begriff von Gott, von einem akommunizierten Wissen von Göttlichkeit, die Änigma und ihre Dimension in unserer Genesis, die als Meta-Religion unserer bisherigen Religionen Tabula rasa macht mit dem Hinweis  „Philosoph. Du bist Philosoph. Philosophie“ – liebe und bilde wahres Wissen, die Weisheit, und die über die selbstgemachten Gründe uns zu „Obligation“ anhält – zu Pflicht, Verantwortung für uns, für die Auserwähltheit, Geborene, nicht Nichtgeborene und Nichts zu sein.

16.05.2519

Änigmatische/änigmatologische Anmerkungen zu Habermas /nachmetaphyischem Werk  „Auch eine  Geschichte der Philosophie“ (Bd. 1, S. 918, u. 2, S. 820)  2019
in BEarbeitung——–Band 1 trägt den Untertitel: „Die okzidentale Konstellation von Glauben und Wissen“ – Habermas beschränkt sich auf einen beschränkten „okzidentalen“ Ansatz, der ganze Band 1 ist im grossen und ganzen eine Enttäuschung, eine traditionelle eurozentrisisch-christianisierte Geistesgeschichte, eine Nacherzählung eines christianisierten Nachmetaphysikers, der sich in der innerchristlichen Absurdität verliert, keine Distanz dazu einnimmt, die sich in der historischen Entwicklung immer wieder neu konstellierte –  nachdem kurz Buddas Lehre (S. 361f), Konfuzianismus und Taoismus, S. 383 ff.  (Schlusssatz, männlicher, allzu männlicher Schlussatz: „und „Von den griechischen „Naturphilosophen“ zu Sokrates“, S. 406ff – abgehandelt wurde – um dann Platons Ideenlehre anzugehen – merkwürdigerweise geht der grosse, geht der grösste Denker dieser Zeit, Aristoteles, bei Habermas den Bach runter – bis ins Mittelalter, wo im Kapitel „Die Herausforderung des Aristoteles für die Theologie des 13. Jahrhunderts“ – der Philosphiegigant seinen grössten Auftritt in Habermas erstem Band feiert – (S. 676- geht erfreulicher Weise auf den Begriff der „Achsenzeit“ ein, die Konsequenz, radikal oder nicht radikal, je nach Perspektive, die universal-provinzielle christianisiert-gregorianische Zeitrechnung auf die globale achsenzeitliche Zeitrechnung umzustellen, geht Habermas nicht.
Über Akommunikation lässt sich am besten philosophisch kommunizieren.
Wenn Gott, die Änigma, akommuniziert zu Menschen: Du bist, ihr seid „Philosoph“ – hätte Sie vor einem Mädchen „Du bist Philosophin. PhiloSOPHIE“ in den Raum geschrieben? –
Die“ Religion, zumal die Änigmatische – hat sich als „Philosophie“ herausgelöst – als Änigmatische Philosophie als Religiöse Philosophie – wobei „religiös“ hier nicht traditionell zu konnotieren ist, dasselbe gilt für den Begriff Gott, Göttlichkeit für die Änigma: eine Wesenheit von uns fremder Macht, die aber auch in unserer Genesis auf Ohnmacht stösst.
Wir können uns viel von ihr vorstellen, die Gott-Phantasien schiessen wie Unkraut in den Himmel – Unkraut vergeht nicht – , sicher sind bloss die uns vermittelten Kommunikations-, Synchronizitäts- und Translokalitäts-Akommunikationen.
15.05.2519
Nur ich kann wissen, dass die Akommunikationen, die ich in verschiedenen Formen erlebte, erleben musste, erleben durfte – je nach Perspektive -, stattgefunden haben. Es gibt keine unmittelbaren Zeugen. Bei der Schrift-Akommunikation („Was heisst „Philosoph?“) war meine ältere Schwester in der Nähe, der hätte ich davon erzählt, wäre ich ihr direkt in die Arme gelaufen – bin ich aber nicht. Vielleicht hatten wir auch gerade wieder Geschwisterkrieg. Bei der parasynchronizitären Akommunikation, Teil 1, im Internat nervte ich meine Tischnachbarn am Frühstück damit („das war kein normaler Traum. Wisst ihr, was eine „Obligation“ ist? Ich sah mich in einem Grossraumbüro an einer Schreibmaschine). Fünf Jahre später beim Erleben von Teil 2 gab es höchstens meine Jugendliebe, der ich davon erzählte. Und dieses Ereignis blieb auch in Erinnerung, führte u.a. zu Kant-Vorlesungen (Kritik der reinen Vernunft) – das frühere, sensationellere, das ich ungefähr als Zehnjähriger erlebte, ging vergessen, wurde verdrängt, kapselte sich ein, hätte mich sonst wahrscheinlich zum „verrückten Jungen“ gemacht für andere oder tatsächlich verrückt gemacht.
16.05.2519
Vielleicht ist bei der schriftlichen Ansage der Änigma „Du bist Philosoph. Philosophie“ oder „Philosophie. Du bist Philosoph“ – offenbar beherrscht Sie die deutsche Schrift bis zum Komma…., die in dem Dorf Othmarsingen – ein Ort zwischen Zürich, Bern, Basel und Luzern –  zu Beginn der 1970er Jahre mir geschah – so wie es die Klischees und Satire-Zeitschriften überliefern – mit einer Art leuchtender Schrift, Leuchtschrift im leeren Raum (Ja, Leute, so war es! So kann es tatsächlich passieren! Hollywood hätte es vielleicht noch besser machen können…)  Philosophie doppeldeutig gemeint – einmal als Oberbegriff – einmal als femine Version von Philosoph. Vielleicht sah die Änigma in einem zehnjährigen Jungen mehr das Kind und den Menschen, als den ausgeprägten und ausschliesslichen Mann. Jedenfalls hab ich keinen Zweifel (daran):  „Du bist Philosoh. Philosophie“ ist von der Änigma global für alle Menschen gemeint.
15.05.2519
Der Unterschied zu einem Romanhelden, der glaubt, er sei ein Prophet (z.B. im Roman von Yavuz Ecinci): Die Änigma akommunizierte nicht: „Du bist Prophet“ oder „Du bist Christ“ oder „Du bist Muslim“ oder „Du bist Buddhist“. Sie akommunizierte mich und durch mich hindurch: „Du bist Philosoph. Philosophie“. Das muss ich nicht glauben, genauso wenig wie die parasynchronizitären und translokalen Ereignisse, die teilweise im Traum, teilweise in dem, was wir „Realität“ nennen, stattfanden – sich vollendeten – , ich muss es wissen. 
15.05.2519
Es gibt manchmal Momente, wo ich wollte, dass diese Akommunikationen bloss „Täuschungen“, „falsche Erinnerungen“ sind, doch sich selber zu verleugnen, funktioniert in dessen nicht wirklich stabil, nicht haltbar, nicht nur nicht gut, sondern letztlich gar nicht. Dass ist wie wenn du versuchst dich anzulügen – probiers mal.
14.05.2519

Positiv bei Habermas ist der globale „achsenzeitliche Ansatz“, interessant könnte sein, die Unterscheidung „verkündender“ und „verkündeter“ Christus-Jeshua. Der „verkündete“ ist heute der paulinisierte, der paulinisch okkupierte.

12.05.2519

Habermas Alterswerk ist Makulatur – sicher dort, wo angenomen wird, im Seminarstil eine Akommunikation abhandeln, allenfalls rational wegkommunizieren zu können.

11.05.2519

Kooperationskapitalismus und Bodenschätze als globales Gut der Menschheit wurde in den Blog „Europäischer Kooperativismus – Kooperationskapitalismus“ verschoben (in Entwicklung).

10.05.2519

Religionszugehörigkeit? Änigmat.

09.05.2519

Religionszugehörigkeit? Änigmate.

08.05.2519

Es werden viele Christinnen, Muslima und andere sich sagen, vielleicht die Kinder eher als die Eltern, spätere Generationen eher als frühere – wenn ich schon änigmatische Christin, Muslima, Buddhistin, etc. bin – warum soll ich dann nicht gleich eine Änigmatische,  eine Änigmate, Teil der originären Änigmatischen Bewegung sein.

07.05.2519

Die postabrahamische Aufklärung weist Luther, den Papst und Mohammed – im asiatischen Bereich: Buddha, Hinduismus, Daoismus, usw. – in ihre Schranken, zeigt ihren dominierenden Überlieferungen ihre Grenzen auf, die Änigmatische Bewegung geht darüber hinaus,  ausserdem würdigt, sucht sie deren wahren Inhalte. In ihr bewegen sich auch änigmatische Christen, änigmatische Muslima, änigmatische Jüdinnen, änigmatische Buddhisten, änigmatische Hindus, usw.

06.05.2519 (3)

Wie mehrfach festgestellt in Über die Anfänge lebt der Paulinismus, der sich ohne zu erröten „Christentum“ nennt, nicht nur von „(un)fruchbaren“ Missverständnissen (etwa, dass Sündenhaftigkeit mit Sterblichkeit „verwechselt“ wird), vielmehr ist er selber eins.

06.05.2519 (2)

Das Zölibat ist ein ebionitisches Missverständnis des Paulinismus, ein verstörendes Element im glatt gebügelten, den Ebionitismus möglichst verdrängenden und ersetzenden. Hier wird inszeniert, zelebriert, wirklich so getan, wirklich geglaubt, dass „die Zeit nah ist“ – der grosse Richter anrückt – und die Beschäftigung mit seiner Akommunikation viel mehr wert ist – Göttlichkeit und Ewigkeit beinhaltend-  als die „niedrige“ Beschäftigung mit der eigenen und anderer menschlicher Kommunikation (auch der Flüssigkeiten, des Sexes). Die Mönche des Ordens der Karthäuser verbaten und verbieten sich deshalb das Reden (Schweigegelübde) – sie wollen damit das Zwiegespräch mit der Akommunikation Gottes nicht stören, aufwerten, preisen.

06.05.2519

Anlässlich zweier katholischen Nonnen in Italien, die schwanger aus ihrer Missionsreise zurückkehrten. Die Sex mit Männern, nicht nur mit Dildos hatten…mögen wir es ihnen gönnen. Warum befreien sie sich nicht ganz aus den Klammern, Zwängen, zwangshaften Unterstellungen und Gegenunterstellungen dieser Grosssekte? Weil sie von Geburt an, mit der Taufe in diesen Kult wie in ihre soziale Welt eingeboren wurden? Weil ihre Welt diesen Kult als „Privatsache“ – verfassungsrechtlich als „Religionsfreiheit“-  behandelt? Die Freiheit aus diesem Kult auszutreten, gar nichts zu glauben, haben Sie. Sie hätten theoretisch auch Buddhistinnen, buddhistische Nonnen werden können. Sie hätten auch die Freiheit atmen können, die Freiheit der Änigmatischen Bewegung.

05.05.2519

Das Sexualitätsverbot – das  Zölibat, die Enthaltsamkeit – sich vom Leben der weltlichen Fortpflanzung verabschiedend  – sich ganz in den Dienst der Akommunikation Gottes (gemeint: der Gott Abrahams) stellend – so tun, als ob diese Bibel nicht vor allem gefälschte, verdrängte, erlogene, unkenntlich gemachte Kommunikation ist  – das ist nicht nur groteskes Theater, das ist krud ebionitisch, und, zusammen mit dem Paulinismus, ein einziges theologisches Missverständnis – -wie die Jenseits- und Endzeit-orientierte „Nächstenliebe“ – zugleich Liebe unter den Nächsten – d.h. den Angehörigen der gleichen Sekte  -und vielleicht noch zu jenen, die zu dieser missioniert, bekehrt werden sollen, in denen die „Hoffnung“, die die gute Botshaft enthält, geweckt werden soll… Seht wie lieb und offen wir sind, seht, wie Juden arrogant und zugeknöpft sind, lautet der Subtext dieser neujüdischen, dieser christo-paulinischen Nächstenliebe-Ideologie.

04.05.2519 Luthers Apfelbaum

Originalchristlich (ebionitisch) ist wahrscheinlich die Redewendung, die sich an das männliche Sektenmitglied richtet: „verlass Weib und Kind“ und „die Zeit ist nah“ (Matth.), wir müssen uns wahrscheinlich Jeshua als einen Apokalyptiker, der zugleich das Paradies auf Erden verkündet/ankündigt, vorstellen… –  lass es mit der Rache am Mitmenschen  – liebe alle in deiner Nächsten-Gemeinschaft, wie du dich liebst, so, wie wenn du nur noch Seele, wenn du nur noch selig bist  – denn die Zeit dafür ist nah  –  Sex, Kinderzeugen, Baumpflanzen machen keinen Sinn mehr – denn die Zeit  dieser Welt läuft ab, die Zeit des Tages der Tage, die weltliche Endzeit und die Ewigkeit des Reiches unseres Gottes sind nah. Deswegen wären der Spruch Luthers – wenn ich wüsste, das morgen die Welt untergeht, würde ich heute ein Apfelbäumchen pflanzen –  eine dreiste Täuschung und Permingation des Ebionitismus. Luther wird sich gehütet haben, das zu sagen. Eher würde er am Tag vor dem „Tag der Tage“ zum Ebioniten, zum Eintages-Mönch, zum Eintages-Zölibtär, einmal wenigstens, zum „Originalchristen“ werden und „Kind und Weib“ verlassen.

03.05.2519

Nachtrag zu „Extended suicide“ (siehe Buch 6), anlässlich des Artikels von David Lester: „Extended suicide“ in: Oxford Textbook of Suicidology and Suicide Prevention – ed. D. u C. Wasserman, Oxford 2009, S. 133-135, der auf Robert Maris‘ (1997) Begriff des „social suicide“ hinweist. Ansonsten ein enttäuschender Artikel, der die Ebene jener Suizid-Typen – besser Mord-Selbsttötungs-Hybride – , die nicht nur sozial töten, sondern sozial getötet werden wollen, nicht im Fokus hat.

02.05.2519

Aus postabrahamischer Perspektive beschreiben und analysieren wir mit dem Christentum den Beginn und Erfolg einer skurilen Sekte – den Aufstieg von einer skurilen Sekte zu einer Weltreligion aufgrund ihrer „wunderbaren“ Renitenz  -, die in einem geschlossenen Zirkel von weltfremden Unterstellungen (z.B. Menschen seine erzversündet) und noch weltfremderen Gegenunterstellungen (z.B. ein überirdischer Erlöser erlöse sie von diesen Erzversündungen) bei vielen Menschen „punktete“ – hauptsächlich wohl deswegen, weil sie „erzversündet“ mit „sterblich“ gleichsetzten, von diesem“fruchtbaren“ Missverständnis lebt das Christentum. Jeshua bleibt ein Mensch, ein Mann in den Dreissigern, der wahrscheinlich akommuniziert, änigmatisch tangiert wurde – doch dass er sich zum Halbgott, zum Messias und Sohn eines Gottvaters machte – dabei die mütterlich-weibliche Dimension der Änigma überschreibend, verdrängend -, das hatte mit der altjüdischen Verkündigungs-Diskursivität (David-Narrativ) zu tun, in die er eingeboren war. Insofern ist die muslimische Interpretation – nämlich „bloss“ ein durch Abrahams Gott akommunizierter Mensch, sprich: Prophet zu sein wie Mohammed – der Wahrheit des Jeshua näher als die paulinische und war die ebionitische der Wahrheit des Jeshua am nächsten – näher ging nicht, da ebenfalls in altjüdischem Diskurs eingewoben -, nämlich der angekündigte Messias aus dem Hause König Davids zu sein, der in den letzten Tagen auftritt mit dem Neuen Himmelreich auf Erden (für das „Ganze Haus Israel“). Mit uns, mit anderen Worten, hat diese nahöstliche judaische oder nazaroäische Sekte aus der Antike, aus der patriarchalistischen Antike, eigentlich nichts zu tun, ihr provinzuniversalistisches Selbstverständnis sieht das „natürlich“ ganz anders. Auch wenn diese Stimmen von Christen und Christinnen sich noch lange erheben werden. Geben wir ihr ihre historische Ruhe zurück. Legen wir sie endlich still, ins historische Archiv. Die Änigmatische Bewegung ersetzt und übernimmt gewisse religiöse Inhalte, nämlich akommunizierte bzw. das, was sie am wahrscheinlichsten für akommuniziert hält und trennt davon menschliche Bedürfnisse, darunter seelische Notlagen, die die Vorstellung des Todes mit sich bringen kann.

01.05.2519

Die Gleichähnlichkeit des Buddhismus mit dem Paulinismus wie sie in Über die Anfänge analysiert wird ist etwas völlig anderes, als der Versuch z.B. eines Detering, buddhistische- indische Einflüsse des Ostens auf das Christentum als transkultureller Einfluss zu behaupten. Nach uns ist Buddha wie Jeshua (später eventuell Mohammed) von der Änigma akommuniziert worden, „der Erleuchtete“ (Buddha) heisst in unserer Sprache „der Akommunizierte“.  Die änigmatische Akomunikation geschieht und erscheint offenbar  – wenn denn unsere Analyse der Offenbarung eine zutreffende Offenbarung ist – im bestehenden Religions-Kommunikations-Kontext mit Ausblick bzw. Anschlussfähigkeit. Also Buddha im upanishadischen, Mohammed im christo-judäischen, ich im post-abrahamischen, post-christlichen (protestantisch-ausgehöhlten, zur Fassade gewordenen christianisierten), post-buddhistischen, post-hinduistischen, post-aufklärerischen, post-szientifistischen.

30.04.2519

Die ebionitischen Sequenzen in der neujüdischen Bibel – Sequenzen wie „die Zeit ist nah“ oder „in den letzten Tagen“- fungieren wie textuelle Sprengsätze, andererseits kann der paulinisierte Text auf sie nicht verzichten. Das ist sein Paradox. So werden sie eingehegt, so gut wie möglich immunisiert, entschärft, glatt gebügelt, integriert von einem Text, der sie letztlich nicht entschärfen und integrieren kann.

30.04.2519

Ebionitisch sind die Stellen in der paulinischen Bibel, wo der Bericht einen akommunizierten Jeshua darstellt (also wo sie ihn sprechen lassen: „ich sah, ich habe gehört.“ Und es sich um keinen halb ausserirdisch gezeugten Halb-Gott handelt – es gibt Stellen, zum Beispiel im Gespräch mit einem Rabbi (Matth.), wo Jeshua auch bescheiden bekundet, „bloss“ ein Mensch zu sein, der von Gott – gemeint der jüdische Gott Abrahams – akommuniziert wurde, hier betont er die Akommuniziertheit, die seinen menschlichen Teil enthält –   zugleich gibt es Stellen, wo er vor seinen hörigen judaisierten Fans – grösstenteils Junge: Söhne und Töchter…- unbescheiden angibt, viel mehr als bloss ein Mensch zu sein: hier betont er die Akommuniziertheit, die den nicht-menschlichen Teil enthält – im gleichen Text gibt es wieder eine ebionitennahe Textschicht von einer früh-paulinischen und einer spät- bzw. erz-paulinischen Textschicht zu unterscheiden-  alles weitere, vom Ebionitischen ist kaum mehr überliefert, oder unverdorben überliefert, ist zumeist paulinisch – also falsch, frei erfunden bzw. aus Zwecknotwendigkeit konstruiert, um zum Beispiel die Verbindung des Jeshua mit dem altjüdischen Messias-Narrativ des David herzustellen – zugleich damit die eigene Überzeugung, dass Jeshua der „echte“ jüdische Messias war/ist, zu unterstreichen (zu erzeugen) –

29.04.2519

„Es geschieht in den letzten Tagen.“ (Pfingstpredigt des Petrus)

Die Apostel-Geschichte des Lukas  um 90/100 nach Jeshua – beginnt mit einem dürftigen Intro des Heiligen Geistes. Der Witz dieses Heiligen Geistes, der über die Zungen der Leute kam – eine Sekte auf heiligem LSD schuf, die aber dann doch „in Furcht“ war (also was jetzt?)- besteht darin – da die Zeit „nah ist“ – dass diese Ankunft eine Ankündung der letzten Tage ist. Es ist Gott, der in den letzten Tagen sich zeigt  -als Warmup, als Ankündigung weht sein Heiliger Geist heran und fährt in das „Fleisch“ seiner Anhänger….. Das wird von den Paulinisten zwar „gelesen“ – aber faktisch seit Jahrhunderten ignoriert, die letzten Tage sind aber längstens verstrichen, auch das Momentum dass „die Zeit nah“ ist – die Stelle lautet in der Pfingspredigt des Petrus (nach einer späten Lukas-Redaktion um 100 nach Jeshua) an besonders hervorgehobener, nämlich textanfänglichen Stelle:  „In den letzten Tagen (sic!) wird es geschehen, so spricht Gott: Ich werde von meinem Geist ausgiessen über alles Fleisch. Eure Söhne und eure Töchter werden prophetisch reden, .. .“ (das ist gerade geschehen: in der Passage davor heisst es: „Und alle wurden  – füge hinzu: in den letzten Tagen  – vom Heiligen Geist erfüllt und begannen in anderen Sprachen zu reden“  – denn wir befinden uns „in den letzten Tagen“.
In diesem Kompilat von Text vermengen sich mindestens drei Ebenen – eine früheste, ebionitennahe, dort, wo das Thema der letzten Tage anklingt, eine starke paulinistische, dort, wo ein „Fake“-Anschluss an diese konstruiert wird, eine endlose Ausdehnung der letzten Tage, in diesem Text wird das Thema einfach gewechselt – diese Wunder werden nun plötzlich mit den Wundern des Jeshua verquickt -zudem wird die paulinische Deutung der Kreuzigung und kleinen Wiederauferstehung des Jeshua zum besten gegeben. Der nächste Schritt – auch das paulinisch – die konstruierte Verbindung mit David – eine Schwachstelle – da von dessen Ankündigung – Wunder allein genügen nicht – sich die Autorität des Jeschua, König der Juden und ihr wahrer Messias zu sein, ableitet. Ein früh-paulinistischer Argumentationszug, wo es noch darum ging, Altjuden zu überzeugen und zu bekehren, wo noch sehr innerjüdisch argumentiert wurde („Mit Gewissheit erkenne also das ganze Haus Israel“ – von der GANZEN WELT ist hier NICHT die Rede. Es ist schon merkwürdig, dass um 100 nach Jeshua diese Lukas-Redaktion diese Petrus-Predigt auf das „ganze Haus Israel“ fixiert, immer noch damit beschäftigt zu sein scheint, das Altjudentum – und indirekt sich selber – von der wahren Messiashaftigkeit des Jeshua zu überzeugen.

Zudem musste dieser Jeshua am Kreuze auch einen grossen Zweck erfüllen – ausser zu leiden, wobei auch das stehe weisgesagt in der Altjüdischen Bibel, als auch zu sterben – und dann doch nicht: sondern mit seines göttlichen Vaters Hilfe dem Sterben auf eine Art zu widerstehen.. (steht das auch weisgesagt in der Altjüdischen Bibel…?). – die angebliche Bosartigkeit und Erz-Sündenhaftigkeit der Juden aufheben – sie zu „retten“ – nicht vor der Sterblichkeit – sondern im Tode.. es sei, sie alle, zumindest die messias-gläubige Judengemeinde. (Paulinisten generalisierten, universalisierten später – nach der Kreuzigung, nach der Orientierung gegen Israel, gegen das frühere, ebionitische Judenchristentum (Neu- und Letztjudentum), für die viel grössere Welt des „Heiden“christentums, in der „paulinischen Diaspora“ ihr innerjüdisches Verderber- und Retter-Programm).  Der Erfolg der Welt-Expansion dieser neujüdischen Sekte, insbesondere die paulinische, hatte auch damit zu tun, dass die Konkurrenz – die römisch-griechischen Religion, der Mythraskult, Mani-Theologie (Manichäismus) schlechtere, unraffiniertere Narrative im Angebot hatte – ausserdem war die religiöse Aushöhlung der griechisch-römischen Religion dann erreicht, als der Kaiser sich zum Gott erkärte  – spätestens dann wurde die Idee, dass ein Underdog am Rande des Imperiums, der den Römern und Römischen Kaisern widersteht, ein Mensch und ein Gott war, auch unter Römern und Römerinnen lebendig, die diesen Kaiser hassten, die von der römischen Oberschicht ausgeschlossen waren und ausgebeutet wurden. Man kann sagen, vermutlich wurden hauptsächlich deshalb in Rom die neu-jüdischen Prediger dieses Underdog-Mensch-Gottes mundtot oder tot gemacht, aus politischen, nicht religiösen Gründen. Noch verheerender für Roms Establishment wurde, als selbst ihre Löwen diese Jeshua-Anhänger nicht einschüchterten, nicht stoppten, erst recht, ja, mit Sicherheit nicht zu ihrem Kaiser-Kult bekehrten – vielmehr bekehrten sie viele Leute in den Zuschauerrängen zu ihrem Gott – der sogar Löwen – inszeniert als furchteinflössende Bestien – widersteht. Für das herrschende Rom waren diese Christen-Massaker durch Löwen langfristig ein grösseres Debakel als für diese Christen und Christinnen kurzfristig, deren Abschlachtung vor grossem Publikum ihre religiöse und menschliche Eigenweise verquickte: schmerzempfindlicher, empathischer, ängstlicher, weinender, helfender, familiärer, sozialisierter, und, vor allem, auf dramatischste Weise, in schrecklicher Not und Gefahr äusserst hilfsbedürftiger Mensch, kein Tier zu sein, das, nebenbei bemerkt, auf seine Art missbraucht, gezwungen, gefangen und in Hunger, also in Not und Gefahr getrieben wurde.

An anderer Stelle lautet das paulinische Glanzstück, aus der Kreuzigung des Jeshua statt das Ende den Beginn des Christentums zu machen: „Der Urheber des Lebens habt ihr getötet“ – dass ausgerechnet ein Mann „der Urheber“ des Lebens ist – klar, ,selbstverständlich ist das nicht die Mutter und ihre Göttlichkeit, Magna Mater, ist nicht die Änigma die Urheberin allen Lebens – „aber Gott hat ihn auferweckt. Dafür sind wir Zeugen“ (Lukas hat das aufgerundet 100 Jahre nach dem historischen Jeshua geschrieben. Er war sicher kein Zeuge). Man muss ausserdem dazu sagen, dass, genau genommen, niemand dabei war – bei der Auferweckung. Niemand hat Gott Elohim, dem Altjüdischen Gott Abrahams, bei der Auferweckung seines Sohnes über die Schulter zugeschaut. Er war dann einfach „auferweckt“. Durch Gottes Magie kam es zu einer lebenden Neuauflage des Toten, ohne Gedächtnis- und Gewichtsverlust . Vor dem grossen Auftritt soll es zu einem kleineren Auftritt gekommen sein, für 40 Tage kam Jeshua nochmals zurück aus dem irdischen Tod ins irdische Leben, mit Gottes, seines Vaters, Hilfe. „Dafür sind wir Zeugen„.  Ist also nur beschränkt zutreffend.

28.04.2519

Leider vertritt Detering auch wirre bis irre Thesen (als geundes Korrektiv empfiehlt sich da Gerd Lüdemanns Bibel-Kritik)  – das schmälert den Gehalt substanzieller Kritik, den es bei ihm auch zu finden gibt. Theologen sehen vor lauter innertheologischer Diskursivität den umfassenden Punkt, den Wald nicht.

27.04.2519

Weit weiterführender und interessanter als das paulinistisch abgesegnete Buch von Schmid/Schröter (2019) ist das christlich unorthodoxere, vom Ebionitischen Geist  – Weiland würde wohl sagen: vom Nazaroäischen Geist – beeinflusste Buch des Schweizer Autors und unorthodoxen Christen Paul Joseph Weiland (gest. 2008): Ein Messias aus Galliläa: Was Christen nicht wissen – aber sollten (2010; 2. Aufl. 2012), als auch die Literatur des Theologen und Berliner Pfarrers Hermann Detering (gest. 2018) (Paulusbriefe ohne Paulus; Der gefälschte Paulus). Allerdings fehlt ihnen akommunikative Kraft und die Distanz der postabrahamischen Aufklärung, die Obligation und Vision der Änigmatischen Bewegung.

26.04.2519

Schmid/Schröter: Die Entstehung der Bibel (2019). Theologie und Kirchengeschichte: Der pseudowissenschaftliche Apparat der christlichen Grosssekte an den Universitäten (HU/ZH) zur ideologischen Absicherung des Paulinismus:  Viel Linientreue, nichts von Ebioniten, Absurditäten, Halbreformation.

25.04.2519

Ein besserer, philosophischerer Text zu „Extended suicide“ findet sich in der 2., rev. Buch-Ausgabe von Über die Anfänge 6  – Änigmatische Kreise (u.a. auch mit Personenverzeichnis) – siehe die Auszüge bei google books.

24.04.2519

Aus änigmatischer Sicht ist es spätestens nach Auschwitz unanständig (nicht nur religionswissenschaftlich unhaltbar), Christ, Christin zu sein und der christlichen Kirche Steuern zu zahlen. Also dem Paulinismus zu huldigen, der den Hass auf (Alt-)Juden zum Programm machte.

23.04.2519

Christianisierte Kinder, die „und erlös uns von dem Bösen“ beten und offen oder unterschwellig erfahren, dass der Böse der Jude ist: der Verräter, der Jesus ans Kreuz brachte und seine Botschaft ablehnt…

23.04.2519 (2)

Ohne postabrahamische Aufklärung bleiben Juden Feindbildklassiker der Christen.

23.04.2519 (3)

Hitlers „Endlösung“ war Erlösung von dem „Bösen“ für viele Christianisierte, die nicht unbedingt Christen sein mussten. Kurz: ohne Beschäftigung mit christlicher Kultur versteht mensch Judenpogrome nicht und erst in einer postabrahamisch aufgeklärten Gesellschaft stört sich niemand an den drei abrahamischen Sekten. Ist religiöse Toleranz global.

22.04.2519

Diese vollkommen ergriffenen, in sich ergriffenen Ebioniten (die meisten oder alle Juden, Jüdinnen), diese Urchristinnen, diese Originalchristinnen, hatten keine innere Distanz, keine Zeit, so „nah war die Zeit“, um zu einem Griffel zu greifen. Umso mehr griffen die Paulinisten, die nicht mehr ganz so ergriffenen, zu ihm.

21.04.2519

In den Zeitungen macht eine neue Sensation die Runde: Das älteste Zeugnis eines einfachen Christen, ein Rudiment eines Briefes aus Papyrus aus dem 3. Jahrhundert nach dem paulinischen Jeshua – sogar mit dem Hinweis auf Paulus – sei im Papyrus-Archiv in Basel gefunden worden. Dass das Dokument erst aus dem 3. Jahrhunderet stammt, unterstützt unsere These, dass die Ebioniten die wirklich ersten Christen waren und keine Zeit zum Schreiben hatten, denn „die Zeit ist nah“. Schreiben, Schrift und Archiv beherrschen – das taten umso mehr die, die sie verdrängten und überschrieben, die Paulinisten. Kurzum, das Zeugnis aus Ägypten ist ein Zeugnis für den sich ausbreitenden Paulinismus, dass die Herrschaft über Schrift und Archiv das erreicht, was die Ebioniten, die eigentlichen Christen nicht erreichten, deswegen gerieten sie nach dem ersten, zweiten Jahrhundert nach dem Übergang ihres Jeshua in den Tod und aus dem Tod, fast gänzlich in Vergessenheit, nämlich „weltliche“, weil verschriftlichte Codierung. Mit anderen Worten, das in Basel gefundene Zeugnis deutet eher auf die spätere, sich verstetigendere Fehlenwicklung des entwurzelten Paulinismus, auf dessen zunehmende Vorherrschaft und Verbreitung, als auf etwas anderes hin.

20.04.2519

Der Erfolg von Über die Anfänge hat viel mit der Wiederkehr von epochal Verdrängtem zu tun, mit einem Reentry von viel älteren, ursprünglicheren Schichten als die „späten“ Kulturprodukte wie Bibel und Koran. Das ist das Gegenteil von Modeerscheinung.

19.04.2519

Dasselbe gilt für das bodenlose, entwurzelte Christentum.

18.04.2519

Innere Logik. Wird der historizistisch-politische Islam (aus begründeter Sicht von Über die Anfänge also der falsche, bodenlose, entwurzelte) an Macht gewinnen, wird es unumgänglich werden, dass Über die Anfänge ebenfalls an Macht gewinnen wird. Dass Über die Anfänge immer mehr den  Rang von Bibel, Koran erlangt – denn Über die Anfänge hat den Anspruch und die Qualität dafür, in jeder Hinsicht, in kritischer wie in religiöser. Werden diese antik-patriarchalisch geprägten Abrahamismen und Buddhismen an Einfluss verlieren, und das werden sie, wird Über die Anfänge seinen erhalten, global vermehren.

17.04.2519

Für KennerInnen dieses Blogs, insbesondere für jene, die Über die Anfänge in Buchform und chronologischer Leserichtung studieren, ist die Aussage von gestern – 16.04.2519 – konsequente Weiterentwicklung, Resümee und erhebende Sensation – sie wissen sich und ihren Glauben, – dass sie „Philosoph/in“ sind und die änigmatische Dimension und die Änigma existieren –  auf dem sichersten und globalsten Fundament angekommen und aufgenommen – für NeueinsteigerInnen ist sie eine unverständliche und unbelegte Behauptung.

16.04.2519

Das religiöse Fundament von Über die Anfänge ist transzendent, transphysistemisch, änigmatisch. Einfach gesagt: sicher rätselhaft (Betonung auf „sicher“ und auf „rätselhaft“ (=“änigmatisch“)).

15.04.2519

Die chronologische Lektüre hilft dem Studium von Über die Anfänge, teilweise ist sie ihr Schlüssel. Das Buch als Serie von Büchern folgt einer Abwicklung, einer Entkapselung (und es entwickelt sich, präzisiert sich, lernt von sich, ergänzt sich, korrigiert sich, usw.)

14.04.2519

Alle existierenden Religionen feiern Aspekte der änigmatischen Dimension und der Änigmatischen Religion (sind sie nicht bloss Illusion, Projektion).

13.04.2519

Aus änigmatischer Sicht feiert der Buddhismus – zu recht – unsere Auserlesenheit, zelebriert er – zu beschränkt letztlich – den Aspekt der Auserlesenheit (zu leben, leben weitergeben zu können, zu sterben, statt nichts zu bleiben). (vgl. 09.03.2519)

12.04.2519

Die Auserlesenheit, die sie, die wir alle schon einmal erfuhren (Hurra, ich bin der Same, der es schaffte, von Millionen von Samen, die es nicht schafften – Hurra, ich bin das Ei, das gesprungen ist, neben allen anderen Eiern, die vergeblich gesprungen sind…. – feieren sie in Buddha, wiederholen sie in der Zeremonie für „Buddha“ – der es als einziger in das Nirvana schaffte und alle Buddhisten, Buddhistiinnen streben ihm nach… Nennen wir diese „Religion“ biologizistisch – jedoch vom Fuss auf den Kopf gestellt.

11.04.2519

Von Geburt an sind wir religiös wie physisch, physisch wie religiös – wir brauchen deswegen keine Taufe, keine Beschneidung.

11.04.2519 (2)

Das Geburtswasser ist die Taufe, die Durchtrennung der Nabelschnur die Beschneidung. Der änigmatische Mensch, bevor er sekundär religiös sektiert und normal-(oder extrem-)sektierisch gemacht wird, kommt religiös, grundreligiös, urreligiös zur urreligiösen, grundreligiösen Welt zur Welt. Er kommt in der änigmatischen Dimension der Welt nicht erst „sekundär“ an.

10.04.2519

Sie glauben, sie sind Weltreligion, wir wissen, Weltreligion ist die änigmatische, die Ängimatische Bewegung – die kann sich in jedem Menschen, egal welchen Glaubens und Nichtglaubens, regen,die regt sich überphysistemisch, überphysisch, transphysisch, von Geburt an in uns.

09.04.2519

Generell sollte man – sollte mensch – Beleidigung,die nur darauf aus ist, von sachlich begründeter Herabsetzung unterscheiden -werden etablierte Religionen Grosssekten genannt, empfinden das Sektenanhänger als beleidigend, sachlich soll es nur eine gerechtfertigte Einschätzung liefern.

Hier endet Buch 6: Änigmatische Kreise  – beginnt Buch 7: Buch Passion

08.04.2519

//////////////siehe die ausführlichere und korrigierte Version in der 2., rev. u. erg. Auflage Über die Anfänge – Änigmatische Kreise ///////////Extended suicide – „erweiterte Selbstötung“ –  some types of extended suicide – we have much more in Europe then in USA -the type of the familiy suicide, the family suicider : before his killing he kills his family – most of this killers and self-killers are male/men, very, very rare female/women- especially in USA happens an other type of extended suicide,  the „police suicide“ – that means to kill other people in a mass shooting in order to be killed by the police, by police officers – propably the Las Vegas shooting in 2017 (he killed 58, insured 422 – and him self) was an extended suicide – type: police suicide (in confrontation of police and law he kills himself as a absolute outlaw ………….//// who kills other people and hurts the people, who loves them – his dead leaves a terrible ingloriousness and disturbance behind. The extended suiciders of this type have to hate other peoples, have to generate, cultivate this hatred -/////// – to kill others, who lives happily, that helps them to die,  – in order to kill them (even to shot in the face of little children like the Odessa killer (2019)) – for beeing killed – for dying in a shooting. They make them self worth to die, worser and worser. And other type of extended suicide – most of that kind happens in USA (we have had in Germany an imitator at Winnenden in 2009  -the young man killed 15 people and, after a police hunt, him self) is the „high school suicider“  – he kills as a student other students, pupils, teachers – in order to be killed at the end in a shooting (or in prospect of a terminal shooting he shoots him self) –  the High School suicider – is a kind of a O.K.Corral or police suicider.   The place to generate this hate/hatred – and the deception – is in this case the school  – the school as a quite brutal social selection machine -it seems in US more than in Europe.

07.04.2519

Zur Änigmatischen Bewegung gehört Aufklärung. Das ist nicht die Aufklärung der Religion, das ist die – „die“ –  Religion der Aufklärung.

06.04.2519

Die Spannung, unser „unaufgeklärtes Irrenhaus“ mit der Änigmatischen Bewegung als auch oder – für die, die sich „ihren“ religiösen Reim selber machen – nur mit postabrahamischer, postbuddhistischer, posthinduistischer Aufklärung zu verlassen und gleichzeitig von der Änigma und ihren „übernatürlichen“ Aktionen zu wissen (für andere heisst das: zu glauben) – also ein religiöses Exit und ein religiöses Reentry zu feiern.

05.04.2519

Neu – Über das Thema – ProfessorInnen beuten, plagiieren DoktorandInnen/MagistrandInnen/StudentInnen aus – siehe ausführlicher in Band 7

05.04.2519

Akommunikation der Änigma und „locutio angelica“: ängimatische Sprache und angelische Sprache…. (vgl. Bernd Roling: Locutio angelica. Die Diskussion der Engelssprache  als Antizipation einer Sprechakttheorie in Mittelalter und Früher Neuzeit (2008)). Von der angelischen Sprechakttheorie – bei Roling sehr christozentrisch – zur änigmatischen Akommunikationstheorie (Christentum, Islam, Buddhismus, etc.)

04.04.2519

Staatstragende Satiriker, die sich jetzt lustig machen darüber, dass ihnen dieses und jenes erschienen sei – und sie das als diese oder jene Berufung begriffen…. De Facto ging dem Junge das Ereignis, die Eröffnungsakommunikation „Philosoph. Du bist Philosoph“ bald abhanden, es geriet in Vergessenheit, es war zu schräg (ich empfand es eher als erheiternd als erschreckend, es war überraschend und komisch…Was ist jetzt das hier?…dachte der Zehnjährige…) und kaum war das geschehen, mittlerweile in ein Internat in den Alpen versetzt und abgeschoben, wachte er dreizehnjährig eines Morgens auf und wusste, dass das kein „normaler“ Traum war und nervte seine vor sich hindösenden Tischgenossen gehörig damit. Hei, ich muss euch was erzählen, hei, wisst ihr was eine „Obligation“ ist? Ich sah mich in einem Grossraumbüro eine Obligation tippen (damals konnte der Dreizehnjährige noch nicht Maschinenschreiben).  Tippend ein Papier in ein Wertpapier verwandeln…  Fünf Jahre später war ich dieser Tippende. Und bald darauf der junge Mann, der an die Uni zu Kant-Vorlesungen ging, Jahre vor dem Abschluss eines Zweite-Bildung-Abiturs, aber bereits wissend, dass Kants Zeit-und-Raum-Kategorien einen Fehler, eine Lücke haben. Erst drei Jahrzehnte später geriet die Eröffnungsakommunikation wieder in Erinnerung, war der Geist und Intellekt gereift und fähig dafür, diese Kapsel zu öffnen und offen zu halten.

03.04.2519

Während ein defätistischer, einfallsloser Schriftsteller wie Houellebecq in seinen defätistischen, einfallslosen Büchern meint, mit dem Islam hätte die letzte Stunde der Religion geschlagen, ihr letztes Kapitel sei geschrieben worden, hat die Änigmatische Bewegung längst ein neues Kapitel aufgeschlagen, ein erstmals wirklich globales Kapitel. Und es wird über die Jahrhunderte und Jahrtausende erstrahlen.

02.04.2519

Der wahre Christus ist die Christus-Redaktion, die Live-Kamera, die dabei war, als es über dem Wasser zu Gange ging mit dem Jeshua und dem Petrus… Seht, seht den blinden Fleck: da ging die Christus-Redaktion mit ihrem Stift zugange, den sie in Tinte, nicht in Wasser tauchte.

30.03.2519

In einem Änigmatischen Staat wird als erstes der ganze Hollywood-Kram rausgewofen – ähnlich wie Platon die Dichter aus seinem Platonischen Staat verbannte – jedenfalls die, die die märchenhafte Wirklichkeit mit Märchen, die sie nur zur Unterhaltung erfanden, bekleckerten, verwischten, überzeichneten.

30.03.2519

Filme wie „Matrix“, die postmodern Religionen und Philosophien ausplündern, was das Zeugs hält, und ähnlichen verfilmten Drehbuch-Kram, der unterhaltsame Illusionen vorstellt – was ja auch die christliche Sekte so gut kann: sich in Illusionen Filmfiguren vorstellen, die real Wunder tun (getan haben und es jetzt in der Vorstellung immer wieder tun…) – siehe, da läuft einer gerade über Wasser…- und die „Live-Kamera“ war dabei und der Protokollant notierte die Gespräche, ganz nahe war er, kein Wort überhörte er….(Lief er auch auf dem Wasser oder schwebte er über ihm?)). Und doch enthalten auch Filme wie Bücher Gehalt, Sinngehalt – nicht minderwertiger als Bücher, in der Anschauung sinnlicher, verführerischer.

29.03.2519

Der Prophet gilt nichts im eigenen Land. Mensch wird in einigen Jahrzehnten, Jahrhunderten sich über die fast ausnahmslose Ignoranz meiner Zeitgenossen und Zeitgenossinen wundern: – die in ihrer Eitelkeit, in ihrer Vorsicht, in ihrem Zweifel, in ihrer Geistesträgheit, in ihrer Konditionierung nicht viel ungelassen liessen, um die Botschaft von Gott, der Änigma, die mir akommuniziert ich kommuniziere, zu ignorieren, zu disqualifizieren, zu permingieren. Irgendwann werden sie beginnen zu begreifen, dass es kein Ende in Über die Anfänge gibt, das da lautet: „Sorry, Leute, alles in Über die Anfänge Erzählte, Geschriebene, ausser dieser Satz hier, war, ist ein Roman. Nehmen Sie ihn nicht zu ernst, lesen Sie ihn bloss zum Vergnügen.“.

28.03.2519

Philosophisches Kreisen über Änigmatische Kreise, rätseln über das Rätsel schlechthin, das gewisse, unbezweifelbare Spuren hinterlässt.

27.03.2519

So könnte die Akommunikation Mohammeds gelaufen sein: Es war sein Arabisch, nicht seine Botschaft, die sich im Aussenraum „schrieb“. und so las und schrieb er sie ab – Gott, die Änigma, spricht und schreibt in vielen, in allen menschlichen Federn und Zungen und in verschiedenen „göttlichen“ Gestalten. Ähnlich verlief die Akommunikation um 1972 in Othmarsingen (CH) – es war meine hochdeutsche Kraxelschrift, nicht meine Botschaft (an mich, die ich fast nicht verstand…noch viel weniger den ganzen Vorgang), und im Anblick einer „vertrauten Schrift, meiner“ ablas und erinnerte – und schnell verdrängte und vergass, weil zu absurd, zu überfordernd, zu überwältigend.

26.03.2519

Die einstmalen mörderische – schnell mörderisch werdende – Denunziation, dass jemand mit dem Teufel im Bunde steckt (Hexenholocaust) und die noch mörderischere, dass der Jude der Judas und Satan ist: Du bist Jude, ergo Untermensch, ein Anti-Christ (Pogrom-Holocaust), ist auf dem gleichen christlich-paulinischen Mist und mistigen Manichäismus gewachsen.

25.03.2519

In der Abrahamischen Teufelslehre steckt viel überlegenswerte positive Spekulation über die Änigma. Dass sie nicht physisch, nur mental auf die Genesis unserer Welt Einfluss nehmen kann zum Beispiel. In der  Abrahamischen Gotteslehre kann das nur Gott. Wobei wir nie wissen, inwiefern sie involutiv in die soziale und natürliche Evolution „physisch“ einwirken kann – auch die Akommunikation war „physisch“. Es bleibt uns von ihr das meiste rätselhaft, sonst hiesse sie nicht Änigma.

25.03.2519 (2)

Die Änigmatische Gotteslehre – weniger hochgestapelt formuliert das Rätselraten über Gott, die Änigma – vereint Eigenschaften, die die alte Gotteslehre und Dämonologie manichäistisch in Gut und Böse trennte.

24.03.2519

Dass die Änigma verteufelt und verschwiegen wurde –  vor allem Frauen bekamen das dann auch zu spüren – , das passt bestens zum perversen abrahamistischen Gottesbild.

23.03.2519

Vom Teufel Besessene können in fremden Zungen sprechen, hiess es in den Dämonologien des Mittelalters und der Frühen Neuzeit (bei der Analphabetin Marthe Brossier (1599) wurde geprüft, ob sie Latein konnte, ob sie Altgriechisch verstand). Das „Du bist Philosoph“ war für den Zehnjährigen durchaus Fremdsprache. Das hätte der Zehnjährige nicht einmal träumen, geschweige, schreiben können. Was die Änigma hier (für wen ? offenbar für geschulte Erwachsene, ein späteres Ich) schrieb, das drang, das schriftstellte sich in einen kindlichen Gesichtskreis.

23.03.2519 (2)

Christen, also so richtig manichäistisch konditionierte abergläubige Christen, in deren Welt es den Teufel und den lieben Gott gibt – und diverse Muslime werden sich dem anschliessen, folgern daraus, dass mich als Zehnjähriger Satan oder ein böser Dämon akommunizierte. Wetten.. Im Denunzieren sind Christen besser als Muslime, trotz deren „Ungläubigen“-Denunziation, die nicht von schlechten Eltern ist. So wird der kollektive Aberglaubenswahnsinn dieser abrahamischen Grosssekten noch eine Weile sein Unwesen treiben in unseren Breitengraden. Bis die Menschen immer mehr sich postabrahamisch aufgeklärt der Änigmatischen Bewegung, der Freiheit, der Mündigkeit zuwenden, und diese antiken patriarchalistischen Grosssekten nicht nur beerben, sondern beerdigen.

22.03.2519

Dass Gott, die Änigma, Gedanken, unsere Gedanken lesen kann – bleibe dahin gestellt – jedenfalls kann sie unsere Schrift – z.b. deutsche Kraxelschrift eines Zehnjährigen – manipulieren durch Zugriff auf mentale Zustände. Ähnlich wie in der Parasynchronizität – sie sah mit meinen Augen (sie zeigte mit meinen Augen), was sie (ich) später sehen und erleben werde.

21.03.2519

Wer behauptet, wir leben nicht im abergläubischen Mittelalter -werfen Steinchen in einem manichäistischen Weltbild gegen den Teufel – beten „und erlös uns von dem Bösen“-der/die könnte sich in einem unaufgeklärten Irrenhaus wähnen.

20.03.2519

Es ist klar, dass postabrahamische Aufklärung und postbuddhistische Aufklärung und posthinduistische Aufklärung bei den etablierten Grosssekten helle Freude hervorruf (Singularis majestatis). So soll es sein!

19.03.2519

Solange der Ideologie-Betrieb der abrahamischen Grosssekten, die sich den Oberbegriff „Christentum“ gegeben haben, auf ihrer eingespurten Spur laufen, wird das unsinnige, unfundierte, groteske „Herr, Du hast uns durch deinen Sohn…“ erschallen. Es wird keine Mutter, keine Tochter – keine Änigma in dieser Performanz zugegen sein – nur der „Heilige Geist“ – mensch könnte auch „Schrift und Archiv, über die die Herren herrschten“ sagen.

19.03.2519 (2)

Und solange die Sekte jährlich an Kirchensteuern, Immobilienerträgen usw. 12 Milliarden Euro einnimmt, den Umsatz eines Grosskonzerns realisiert, die Öffentlich-Rechtlichen – ARD und ZDF – in Millionen von deutschen Stuben smarte Pfarrer und Nonnen (Schauspieler) heile Welt vorspielen lassen (die Kirchen gehen längstens zu den Leuten in die Stuben, gehen die Leute nicht mehr in die Kirchen), werden sich Leute in ihren Dienst stellen. Zudem haben es 14 Jahre Merkel-CDU erreicht, in vielen Gymnasien Aufklärung und Geschichte durch Moralisiererei zu ersetzen.

19.03.2519

Es wird Zeit, dass Aufklärung und aufgeklärte Religion in Deutschland, in Europa, auf dem ganzen Globus gefördert werden. Und es ist daran zu erinnern, dass die Änigmatische Bewegung mit der Aufklärung und der wirklich unabhängigen (Religions-)wissenschaft nicht im Widerspruch steht. Im Gegenteil. Sie. Gott, die Änigma, weist uns an, Philosoph, Philosophin zu sein, von der Wiege bis zur Bahre, und Obligation, Verpflichtung, Verantwortung gegenüber unserer Auserlesenheit und derjenigen dieses Planeten wahrzunehmen und wahr zu machen .

18.03.2519

Doch wir sehen das Positive aus änigmatischer Sicht: das Gute ist, alle „Welt“religionen tragen – egal, ob negative oder blinde – Züge der Änigma.

17.03.2519

Alle Religionen enthalten – ausgeschlossene, unterdrückte, verdrängte, auf den Kopf gestellte, unverstandene, blinde – Facetten der Änigma – deswegen sind sie so pervertiert, so lebensfremd, weltverfluchend  – aus der Auserlesenheit, nicht nichts zu sein, wird Verdorbenheit und Bestrafung, ein Zustand des Fluchs und der Ächtung, dem zu entfliehen ein Erlöser und Prozess oder ein Erlösungsprozess mitunterzustellen war. Auf solchen Abwegen treffen wir heute die antiken, sich in die Gegenwart „geretteten“ Religionen oder Grosssekten an – komplett gedreht in unseren Medien voller smarter Pfarrer und Nonnen – die sich – zum Glück – gerettet und gehalten fühlen von der Hand ihres Gottes.  Und einem Schauspieler in Rom, der betont, dass für ihre Grundverdorbenheit der Erlöser gestorben und auf der Rückkehr begriffen ist…. (wer sieht den Fehler).

16.03.2519

Änigmatischer Buddhismus, änigmatisches Christentum, änigmatischer Islam, änigmatisches Judentum, änigmatischer Hinduismus, …

15.03.2519

Aus positiver änigmatischer Sicht – mit dem „Änigmatischen Rasiermesser“ gelesen – feiert der Buddhismus unsere Auserlesenheit, das Christentum die synchronizitäre Wiederkehr (transtempospatial), der Hinduismus die änigmatische Dimension in allen Lebewesen, der Islam die sakralisierte Akommunikation – ist doch „Obligation, die zu schreiben ist“: ordinäres Papier, das „Wertpapier“ wird, Akommmunikation die Kommunikation sakralisiert.

14.03.2519

An dieser Stelle sei wieder einmal daran erinnert, dass der Gedanken-Weg bis hierhin zu Buch 6: Änigmatische Kreise von Über die Anfänge die vorhergehenden Bücher voraussetzt (Buch 5 mit dem Titel „Buch Leben“ ist hier zwar noch zugänglich . Dass NeueinsteigerInnen in dieses Buchprojekt in Blogform sich vielleicht bei einigen Dingen die Augen reiben oder nichts verstehen. Die Anfänge liegen in Über die Anfänge 1 und 2 – 2 ist der erste Band (2 – die hintersten Seiten sind noch ohne Chronologie, die vorderen Seite noch in der gregorianischen Kalenderzeit, der Wechsel zur genesianischen Zeit findet in diesem ersten Band mit dem Titel „Teil 2“ auf S. 34/35 statt – ab dann bis S. 1 und in allen weiteren Büchern wird nach dem genesianischen Zeitkalender /a.A.  „after Axialage“ gerechnet) -Teil 2 ist darum der erste Band, weil ja eigentlich von „hinten“ nach „vorne“ zu lesen ist). insofern hier ein Lesetipp: scrollen Sie weit zurück und lesen Sie von „unten“ nach „oben“ der Chronologie nach – Sie werden teilweise die Dinge erst dann richtig(er) verstehen, Zusammenhänge entdecken, brachliegende Gedanken erschliessen, usw.

13.03.2519

Über komplett Fehlgeleitete und komplett Richtiggeleitete…

12.03.2519

Ich habe nicht nur bürgerliche Karrieren, die mir privilegierterweise – als Sohn des reichsten Fabrikanten im Dorf (in der Gegend), zudem gut aussehend und klug – vor die Füsse gelegt wurden – ausgeschlagen, sondern auch bürgerliche Familienpläne. Also langweilt nicht mit irgendwelchen abstrusen Theorien, ich müsste irgendetwas „Verpasstes“ in meinem Leben mit abstrusen Dingen kompensieren. Es läuft alles rechtens, klarstens, wahrstens.

11.03.2519

Da ich gottgeeicht bin,  gottgeerdet lebe, akommuniziert kommuniziere, kann mir im Grunde nichts passieren, was immer mir passiert (selbstverständlich werde ich an dem üblichen Krebs oder so wie wir alle, teilweise wird es elend, sehr elend werden, sterben. Das muss sein, durch – dann ist es vorbei! Leben ist tief, Sterben ist oberflächlich) – vielmehr geht es darum, allen von dieser positiven wunderbaren Kraft aus der Akommunikation der Änigma Mitteilung zu machen, ihr Geschenk an mich – das sie sogar zu formulieren verstand – an euch weiterzuschenken – ihr seid Philosoph, Philosoph*in. Dabei reagiere ich allergisch auf Kitsch oder Esoterik, wie sehr das hier auch so gelesen, verstanden werden könnte oder einfach für verrückt oder hybrid, doch das ist dann ihr Problem, auch wenn Sie denken, es sei meines. Ich halte die Änigma-Akommunikation selber für verrückt, aber da ich seit Kindheit mit ihr „zu leben gelernt“ habe, ist es für mich ein normaler Zustand, ist es für mich ein normaler Zustand „religiös“ zu sein, und zwar so, dass ich nicht nur glauben kann an einen Gott, sondern ihn (sie) wissen muss, erkannt und gelesen haben musste.

10.03.2519

Zu den normal fehlgeleiteten, auf Nichts als auf zerstörtem Testament Mohammeds, auf zerstörtem Letzten Willen Allahs bauenden Muslimen – die hier „historizistische“ heissen-  kommen die extrem fehlgeleiteten dazu. Mehr sind die extremen Islamisten nicht, als extrem fehlgeleitet. Ganz anders sind testamentarische Muslime, Muslima, die sich von der historizistischen Fessel, die der Koran hauptsächlich ist (viel mehr ist er im Grunde nicht) lösen und auf dem richtigen Weg sind, ewig zu ihm strebend, möglicherweise in Richtung Änigmatische Bewegung oder schon Teil von ihr, bevor sie es realisieren.

10.03.2519

Der komplett fehlgeleitete historizistische Sunniten-Islam der komplett fehlgegleiteten IS-Marionetten sprengt mit einem Selbst- und-Massenkiller in Kabul eine glückselige Hochzeitsfeier in die Luft – 70 Leute sind ermordet, hundert verletzt (August 2019 christl. Zeit – nicht das erste Mal)- die komplett fehlgeleiteten Sunniten-Muslime der Taliban und der IS (keiner von denen ist besser, keiner von denen ist nicht komplett fehlgeleitet) argumentieren, sie sprengten komplett fehlgeleitete Shiiten-Muslime in die Luft (natürlich meinen sie, diese würden in die Hölle befördert – nur der tolle Massenkiller würde im Himmelhotel Allah einen Platz in der VIP-Lounge kriegen…). Erstens. Fehlgeleitet durch Trennung und Zerstörung des Letzten Willens Allahs und Testaments Mohammeds sind beide Muslim-Kulturen. Zweitens merken diese historizistisch verblendeten Muslime offenbar nicht, dass sie sich selber in die Luft sprengen. Dass sie den Anfang vom Ende des historizistischen Islams symbolisieren, dass sie nichts anderes als ihre Fehlleitung, als ihre Zerstörung durch die Zerstörung des Letzten Willens Allahs vorstellen.

09.03.2519

In einem gewissen Sinne reden die platonischen Ideen und die islamische These, dass der Originaltext des Korans, bei Gott im Himmel liege, von der gleichen Sache. Und damit ist nicht nur die muslimische Übertragung der platonischen Idee auf den Koran gemeint.

09.03.2519

Auch das Nirvana ist das jenseitige Idealwesen, die Idealidee des Lebens als idealerweise totes, nicht wiederkehrendes, in positives ewiges Nichts aufgelöstes, im Kern basiert wie der Abrahamismus auch der Buddhismus auf einer dualen Himmel-Hölle-Struktur: der Himmel ist die nicht wiederkehrende endlose Auflösung, die Hölle ist die Wiederkehr ins verfluchte endliche Leben (eine listige Art,  unser auserlesenes Leben schlecht zu reden). Und auch hier braucht es eine richtende, eine entscheidende Instanz, die die Vorgänge, die über Himmel und Hölle entscheiden, addiert und bewertet, entweder für das Nirvana oder für die Wiederkehr. Im Christentum und Islam ist ihr abrahamischer Gott, der Richter, der am Jüngsten Tag oder am Tag der Versammlung die auferstandenen Seelen-Körper in Himmel oder Hölle aussortiert.

09.03.2519

Über das Inseits vom Jenseits  (Beispiel: Buddhismus): Dass nur einer, ein Mann, ins ewige fruchtbare Leben einschlug, Millionen nicht, die es aber immer und immer wieder versuchen (müssen) auf dem gleichen Weg, erinnert an den intrauterinen sexuellen Befruchtungsprozess von Spermien im Ei, in das von Millionen nur eines „einschlägt“, weitere Millionen auf dem gleichen Weg können es dann noch so versuchen. Vergeblich, sie werden wiederkehren. Insofern ist die Vergötterung Buddhas die vergessene, die verdrängte Vergötterung einer Fruchtbarkeitsgöttin (unseres sexuellen Befruchtungsprozesses).

09.03.2519 (2)

Buddha ist das auserlesene Spermium – wir sind alle „Buddha“. Tiefenbiologisch oder änigmatisch betrachtet wird mit Buddha die eigene „Auserlesenheit“,  – ich  – du – das Super-Spermium unter Millionen Spermien, die nicht fruchtbar wurden, gefeiert…

08.03.2519

Voraussage: änigmatologische Physiker, Astrophysiker, KosmologInnen werden weiter kommen als „materialistische“ Physiker, die die These, dass es die Änigma und die änigmatische Dimension in unserer Genesis gibt, ausschlagen. Gott, die Änigma, rechnet mit uns, dann sollten wir auch mit Gott rechnen (lernen).

07.03.2519

Die Änigma ist die Göttlichkeit, ist Gott aller Menschen, aller Lebewesen, und der Planet Erde, das Universum selbst ist Teil der änigmatischen Dimension  – deswegen hat Kosmologie Teil der Änigmatologie, Änigmatologie Teil der Kosmologie zu werden.

06.03.2519

Das Ende des Atheismus. Vor der Änigma sind alle Menschen Philosoph/Philosophin.  Atheismus ist die Pupertät des Agnostizismus – und derselbe ist aus Sicht der Änigmatischen Bewegung grundlos, überflüssig, hinfällig – denn änigmatische Zeichen, Akommunikationen in und aus unserer Welt, von der Änigma mit unserer Sprache, sind eingetroffen. Unbezweifelbar, sicher eingetroffen – jedenfalls weiss und glaubt das die Änigmatische Bewegung. Nur wissen wir nicht, wer die Rätselhafte, was das Änigma der Änigma ist – Deutungshilfe gibt sie nicht und ihre „Bio“graphie teilt sie uns nicht mit (Biographien haben biologische Wesen, Menschen, Lebewesen) auch nicht welche Macht sie ist und über welche sie verfügt: die Parasynchronizität zeigt:  in ihrer Dimension ist unsere Zukunft wie ein Stück Vergangenheit „abgelegt“ (Einstein hatte eine vergleichbare „Blackbox-Idee“) und immerhin hat sie die Fähigkeit, uns in der Welt unserer Genesis, unserer Erkenntnisapparates, unserer Sprache – in diesem Fall, die deutsche –  lesbar, verständlich zu akommunizieren. Wie gross ihre Nähe zu uns auch ist, bei der Akommunikation entstand der Eindruck, die Änigma ist sehr anders, sehr fremd, sie west sehr weit entfernt von uns, in ihrer Genesis.

06.03.2519 (2)

Über den Himmel. Es ist schwierig, es scheint schwierig, fast unmöglich zu sein, uns über unseren Tod hinaus, in dem nichts mehr, jedenfalls nichts mehr wie zuvor zu sein scheint, von dieser Andersartigkeit, dieser Fremde der änigmatischen Dimension – „des Himmels“ –  etwas Vorstellbares zu vermitteln – für die einen ein aufgelöstes, erlöstes Nichts, in dem sie das Leben als Fluch denunzieren, für die anderen, die ebenfalls das Leben als unwesentlich oder verflucht denunzieren, ein ewiger paradiesischer Spaziergang und Wesenszustand. Doch letztlich sind diese männerlastigen Weltfluch-Religionen bloss sekundäre Reaktionen auf die Religion, der sie abstammen, die der grossen Mutter, der Änigma, die es als Urreligion, als wahre Religion, nicht nötig hatte und hat, das Leben zu verfluchen oder als scheinbar zweitrangig hinzustellen (vom Fuss auf den Kopf – und so ist die letzte Religion die erste und die erste die letzte).

05.03.2519

Der Big Bang sollte Big Spin heissen – oder Big Orbit.

04.03.2519

Übertragen auf jede und jeden sagt Gott, die Änigma: Du bist Philosoph, primär Philosophin, nicht Christ, nicht Christin. Vielleicht schliesst das nicht aus, auch testamentarischer, ebionitischer Christ zu sein, testamentarischer Muslim zu sein, radikalistische Athetistin zu sein, usw. – denn das schrieb sie zuerst einem Zehnjährigen, der kaum etwas davon verstand, sondern sich über das Wunder wunderte und es verdrängte – zu jedem erwachsenen Menschen egal welcher religiösen/anti-religiösen Einstellung.

03.03.2519

Die Genesis unserer Welt ist grösstenteils Selbstschöpfung oder Autopoiese (Autogenesis) – ob Gott, die Änigma, oder was Gott, die Änigma, dazu beitrug, ist uns unzugänglich, präsent ist ihre Dimension jedenfalls. und was sie akommunizierte ist: Obligation – betrachte die Autpoiese des Weltalls, die unseren Planeten auserlesen hatte zu einem besonderen, biologistischen, als Verpflichtung, Verantwortung, als eine heilige, wie einen heiligen Text, der zur Erde und deinem auserlesenen Leben wurde, d.h.“heilige Texte“ sind Sekundärprodukte des „heiligen Textes“, der die Genesis unserer Welt und ihre änigmatische Dimension „ist“: insofern ist der Gedanke im Islam,“der“ heilige Originaltext Gottes sei im Himmel,der Koran sei eine Abschrift; Übertragung davon, nicht so abwegig.

03.03.2519 (2)

Akommunikation stammt aus der Genesis der Änigma (die Schriftakommunikation um 1972,  sommerabendlich, auf einem Platz vor einer Strasse erlebt, war eine) und aus der änigmatischen Dimension (die Parasynchronizität real geträumt und ca. fünf Jahre später real erlebt war eine. Übrigens, auch ein führender Politiker oder Politikerin sollte sich in Gottessachen zurücknehmen, ihn oder sie hat nicht Gott, die Änigma, auserwählt, sie hat eine Mehrheit ihrer Wahlbevölkerung für eine Regierungsfrist gewählt. Der Unterschied ist gross, wahrscheinlich unermesslich gross: das eine beruht auf Akommunikation, das andere auf Kommunikation. Der letzte Grosspolitiker, der meinte, ihn hätte nicht die Bevölkerung gewählt (was sie mehrheitlich nicht einmal tat, er half mit einem Parlamentsputsch seiner „Erwählung“ nach), sondern Gott auserwählt (er meinte den Gott der Christen), war Adolf Hitler, der Judenmassenmörder und einer der grössten grössenwahnsinnigen Feldherren des Todes und Desasters der Geschichte.

02.03.2519

In die Pflicht gestellt zu sein – das „Gestell der Obligation, auserlesen zu sein, nicht nichts, Auserlesener Planet Erde voller Sonne, Wasser und Leben, auserlesenes Lebewesen davon zu sein, nicht bloss Stein und totes Eisen

02.03.2519

Die Antisemitische Sekte – das ist ein Missverständnis und ein Schwindel.

01.03.2519

Die Änigmatische Bewegung – das ist kein Missverständnis und kein Schwindel.

30.02.2519

Und den Buddhisten, vor allem den Buddhistinnen, rate ich, sage ich: Hört auf, euch in das Nirvana zu meditieren, es ist die änigmatische Dimension, die uns alle umfängt. Hört auf mit eurem stillen Sinnieren, wenn ihr meint, ihr kommt, ihr seid ihr näher, ihr könnt euch aus der Genesis unserer Welt und ihrer änigmatischen Dimension speziell „hinaus- und hinwegmeditieren“ für ewig. Und den Hindus rate ich, sage ich: Hört auf, euch im Fluss zu waschen, ihr seit innerlich sauber oder gar nicht, ihr seit rückfällig oder gar nicht. Hört endlich auf die unendliche Wiederkehr zu verachten – das ist ein Missverständnis und ein Schwindel.

30.02.2519

Und den Muslimen, vor allem den Muslima, rate ich, sage ich: Hört auf, fünfmal am Tag auf die Knie zu gehen – in einem gewissen Sinn „kniet“ Gott, die Änigma, vor euch, hat Sie Ehrfurcht vor Euch, hat Sie Liebe für Euch übrig – Sie wird euch nicht fünfmal mehr erhören, wenn ihr fünfmal am Tag zu Boden geht vor ihr – steht auf, steht auf. Und den Muslimen, vor allem den Muslima, den historizistischen, die ein religiöses Ohr bewahrt haben, die ein testamentarisches Ohr sich bewahrt haben, rate ich, sage ich: Hört auf, nach Mekka an den Hadsch zu gehen. Das ist ein Missvertändnis und ein Schwindel. Hört auf, nach Mekka zu gehen, das ist ein Missverständnis und ein Schwindel. Und den Paulinisten, vor allem den Paulinistinnen, die sich ohne zu erröten Christen (Christinnen) nennen, rate ich, sage ich: Hört auf an das Gekreuze zu glauben, hört auf, Kirchtürme und Glocken aufzustellen, das ist ein Missverständnis und ein Schwindel. Und an die Christen (Christinnen), den paulinisierten, die ein religiöses Ohr bewahrt haben, die ein ebionitisches Ohr sich bewahrt haben, rate ich, sage ich: Hört auf an Weihnachten zu glauben, an die „kleine“ Auferstehung – das ist ein Missverständnis und ein Schwindel.

29.02.2519

Nicht denken, sondern, überwältigt, eingeschüchtert, begeistert entgeistert, dem Fluss, dem Vordenker, dem Vorprediger folgen,..

28.02.2519

Sicher nicht des testamentarischen Islams, der versucht, dem „letzten Willen“ Gottes und Mohammeds zu folgen – ist das nicht die letzte Akommunikation und die erfolgte im späteren 20. Jh. nach Christus und 13. Jh. nach Mohammed und lautet: „sei Philosoph“ und betrachte deine Auserlesenheit, wie die dieses Planeten, als „Obligation“. Wenn für den Muslim die Möglichkeit nicht ausgeschlossen ist, dass sein Gott Allah sich nochmals mit Akommunikationen meldet (denn seine Macht und sein Wille sind allmächtig), und er einsieht, dass es falsch ist, dass es Menschenhand ist, den Koran „absolut“ abzuschliessen- dann hat er der Änigma, der Kommunikation der Änigma zu folgen – dem Propheten oder der Prophetin nach Mohammed.

28.02.2519 (2)

So wie die Paulinisten behaupteten und behaupten, mit ihrem Jeshua-Christo sei „der“ Messias erschienen, es gäbe keinen mehr (das an die Adresse ihres Erzfeindes, die Altjuden), so haben die historizistischen Muslime die Tendenz zu behaupten, mit Mohammed sei der letzte Prophet erschienen, nach ihm gäbe es keinen mehr. Sie irren beide auf ihre Art.

27.02.2519

Das „Opferfest“ sei das höchste Fest des historizistischen Islam (sicher nicht des testamentarischen). Dabei ist ausgerechnet die Fast-Opferung von Ibrahims (Abrahams) Sohn eine der unoriginelleren Stellen im Koran, offensichtlich Copy und Paste und Permingation der Jüdischen Bibel. Statt auf einer Akommunikation basierend, auf dem „Willen zur Macht“, der sich in Mohammed als Buchautor äusserte, je mehr ihm die geniale grosse, ja erhabene Idee, den Gott Abrahams in eigener, arabischer Weise neben dem christlichen Gottmensch Jeshua und dem jüdischen Gott Abrahams, der den Prophet der Juden noch nicht entsandte, in Stellung zu bringen, einleuchtete als Erleuchtung, die seine „Araber“, die schon lange auf diese religiöse Befreiung und Steigerung warteten, ansteckte, entzündete, begeisterte (von dieser Begeisterung zehrt die muslimisierte Gegenwart bis heute, 1300 Jahre später).

26.02.2519

Philosoph/ie und Obligation. Wir könnten darüber nachdenken, welche Philosophie, welchen Philosophiebegriff die Göttliche, die Rätstelhafte hat oder ob das, was sie uns mitteilt (von „mitteilen wollen“ zu reden, wäre vielleicht bereits zu anthropomorph, auch wenn die Redensart „Gottes Wille“ sich in abrahamisierten Kreisen eingebürgert hat), oder das, was sie versucht, uns mitzuteilen, ihr in unserem Begriff „Philosophie/Philosoph“ der beste/geeignetste dafür schien – in deutscher schriftlicher Mitteilung eine latinisierte Wortform. Vielleicht ist „Philosophie“ für sie, für ihre Akommunikation in unserer Kommunikation, der höchste, der geeignetste Begriff unter Menschen, vielleicht schliesst sie deswegen mit ihm ihre Akommunikation an unsere Kommunikation an, benutzt sie ihn als „Anschlusscode“ und „Brückencode“.

26.02.2519

Philosoph/ie meint: Du bist auf das Ganze orientiert, grundsatzfragenorientiert, wahrheits- und weisheitsliebend, selbsterkenntnisorientiert, aristotelisch universalistisch, du liebst Sophia, die Weise: Philosophie ist Weisheitsliebeslehre, Gottesliebeslehre, Änigmaliebeslehre…. – je nach dem, welchen Begriff wir von Philosophie haben), dasselbe gilt für Obligation- parasynchronizitär als Wertpapier geträumt.  Die änigmatische Akommunikation macht aus blosser Kommunikation aus blossem Papier ein Wertpapier: Obligation? Wieso träumt sich im 13 Jährigen der 18 Jährige, der in einer Bank als Bankkaufmannslehrling eine Obligation“ausfüllt“ und damit aus blossem Papier ein Wertpapier macht? Ist das Verkündigung: Du schreibst, du machst aus Papier dieses „Wertpapier“ als die „wahre“ Obligation? Ist das nicht auch der Vorgang des Akommunizierens? entsteht nicht so „Buchreligion“ – die sich von blosser Fantasiekommunikation unterscheidet? dass in „gemeine“ Kommunikation Akommunikation einbricht? Sonst meint Obligation Verpflichtung, Verantwortung.

25.02.2519

Gott, die Änigma, ist der globale Gott, ist die globale Göttlichkeit aller: von Christen, Muslimen, Juden, Buddhisten, Hindus (Christinnen, Muslima, ….), Atheisten, Agnostikern – und so weiter. Gott, die Änigma, spricht die Wahrheit: Philosoph, du bist Philosoph, Philosophin  und zwar mit dem Auftrag, begreife diesen Planeten, dein Leben und Sterben und das Leben und Sterben der kommenden Generationen als Obligation (Verpflichtung, Verantwortung) – denke sie nicht nur, stelle sie her, nimm sie nicht nur wahr, mache sie wahr.

24.02.2519

Was sag ich meinen aufgeklärten, dennoch religiös erzogenen Kindern, wenn religionswissenschaftlich und religiös unaufgeklärte Muslime zur Hadsch gehen, Christen Weihnachten, Ostern und Himmelfahrt feiern und Juden Tiere schächten und Moses zitieren Erstens sage ich, um es  einfach und vereinfacht zu sagen: es gib zwei Wahrheiten: die gläubige und die aufgeklärte – auch in der religiösen Form: es gibt die unaufgefklärte und die aufgeklärte Form von Religion. Die eine Wahrheit oder Pseudowahrheit entspricht der Innenansicht dieser Gläubigen, die sich alle je in ihrer Überlegenheitsekstase den anderen abrahamischen, aber auch asiatischen Grosssekten gegenüber überlegen und im Besitz der richtigen Wahrheit wähnen – und so tun wir das auch – unser Gott, unsere Göttlichkeit, ist die Änigma, der wirklich globale Gott von allen Menschen und Grosssekten-Angehörigen (Christen, Muslimen, Buddhisten, Hindus, etc.), egal, was sie glauben oder nicht glauben.

Die postabrahamische Aufkärung dieser „Pseudowahrheiten“ schafft die Wahrheit an den Tag – die beginnt bei den Juden mit der Tatsache, dass es Moses so nie gegeben hat. Und bei den Muslimen, – ihr 114 Suren-Koran ist eine redigierte Version, frühere Versionen wurden vernichtet –  wird auch dieser fiktive Moses wieder auferstehen. Teilweise kopierten sie das Jüdische Testament, bildeten die Redakteure des Korans nicht eine kreative abrahamische Eigendichtung in Arabisch (eine revolutionäre Befreiung von der Rückständigkeit gegenüber den zwei „Buchreligionen“  – die bis heute besungen und gefeiert wird in überlegenheitsekstatischer Manier) – bei den Muslimen ist zu sagen,  dass es die echten, die „testamentarischen“  Muslime nicht gibt  – nur während der Lebenszeit Mohammeds gab es sie – , dass die aktuellen Muslime in einer falschen Spaltung und Sackgasse die Zerstörung des letzten Willens und Wortes ihres Religionsgründers und Gottes leben – dieses testamentarische Wort lautet:  seid zusammen, seid eins, trennt euch nicht., Auch bei den Christen gab es nur während der Lebenszeit Jeshuas und kurz danach in der Form der Ebioniten „originale“ Christen (das waren vor allem Juden). Die Paulinische Version schaffte es sogar sich an die Stelle der „Urchristen“ zu setzen, an die Stelle der Ebioniten, die die nahestehende Rückkehr ihres Messias und des Reiches seines Gott-Vaters erwarteten – auf Schrift und Archiv verzichteten sie – denn die „Zeit ist nah“ – das wurde ihr Verhängnis, aber auch das des Christentums überhaupt – so wurden und sind die Paulinisten bis heute die Herren über Schrift und Archiv ihres Glaubens – mit wenigen religionsphilosophischen und -wissenschaftlichen Ausnahmen (lange vor Nietzsche). Der Hadsch ist ein Missverständnis und ein machtpolitischer Kompromiss (siehe mehr dazu in Über die Anfänge 4), der vorabrahamische Kulturort wurde einfach umfunktioniert in den abrahamischen Kontext, Mekka zum „Haus Abrahams“ umgeschrieben wie neu geschaffen. Die Unterstützung der mohamedanischen Sekte durch Mekkas mächtigen Hausherren und Clans garantierte ihren Erfolg, predigenden wie mlitärischen, und sie verdankten sie nicht zuletzt dieser kreativen Umschreibung nicht nur abrahamischen, sondern auch „heidnischen“ Vorlagen – Das letzte Wort: „Gott der Erhabene spricht (lies: akommuniziert) die Wahrheit“ mag das Wort der Änigma sein – dabei bleibt bis heute unklar, wo im Koran die Akommunikation aufhört und die Kommunikation anfängt, sicher ist, dass Mohammeds und Allahs Testament zerstört bleiben werden wie bei den Christen (Paulinisten) fast alle Testate der Ebioniten.

24.02.2519

Über Copy, Paste und Irrtum in Abrahamischen Grosssekten.

23.02.2519

Zur Geburt auf die Übunte, Arche-Übunte, und zum Sterben auf dieselbe Übunte – so dass du den zwei grossen Zyklen am nächsten wirst und bist – dem schier zeitlosen des Wassers, das im ganzen All zu finden ist, der im ganzen All existiert, und dem endlich-unendlichen Zyklus des Lebens und Sterbens und Lebens.

22.02.2519

Die Rolle des Wassers für das Leben und Sterben in der Änigmatischen Bewegung:  von der Weihe zu Beginn des Lebens am Fluss (See oder Meer) zur Kehre, zur Einkehr, zur Rückkehr in Tiefe Gewässer. 

22.02.2519

Weihe statt Taufe und Wasser zu Wasser statt Erde zu Erde, Staub zu Staub.

21.02.2519

Zwischenbemerkung zu Hetero-, Homo- und Queersexualität – Mann und Frau als Kontradiktion?  Setzt Heteronormativität die kontradiktorische Differenz Mann und Frau voraus? Wieso „kontradiktorisch“? Wieso nicht komplementär? Symbiotisch? Teils oder zeitweise unterschiedlich, teils indifferent, identisch? Sind die Voraussetzungen wirklich so bedingungslos, wie hier unterstellt wird? Ist „Kontradiktion“nicht eine Ableitung und Verschärfung von „Differenz“? Nur bei den Hegelianern läuft Differenz auf Kontradiktion hinaus, bei den Dekonstrutivist*innen läuft Kontradiktion auf Differenz hinaus…- und ja, evolutiv, hat sich aus dem Mensch eine Männlich-Weiblich-Differenz als relativ stabil und mehrheitlich und, was für die soziale Evolution wichtiger ist: reproduktionsfähig ausdifferenziert. Mit Deleuze gesprochen – innerhalb eines Differenzierungs- und Kontingenzspektrums in dem sich – ebenfalls relativ stabil – auch homosexuelle und queere „Differenz“ ausdifferenziert.

20.02.2519

Lacans „der grosse Andere“ („A“) ist die Änigma. Sie ist „die grosse Andere“ des „grossen Anderen“ – und weniger klar ist die „Grösse“ ihrer Rolle in unserer Genesis.

19.02.2519

Und wenn ihr betet, dann ein änigmatisches „Gebet“ –  Sprechlied oder Liedgedicht, über eure Auserlesenheit, nicht nichts zu sein, und die Rätselhaftigkeit der Änigma: die Erste Philosophin von uns Philosophen und Philosophinnen….Auf dass ihr euch nicht irgendetwas Schräges einbetet: „vergib mir meine Schulden“ – redet sich schon der paulinisierte Knirps ein – die schräge Indoktrination der paulinischen Grosssekte beginnt früh….

18.02.2519

„postabrahamische Aufklärung“ kommt nach Adorno, nach Marx, nach Hegel, nach Nietzsche, nach Derrida, nach Butler…

18.02.2519

„Änigmatische Bewegung“ kommt nach Luther, nach Augustinus, nach Paulus, nach Jeshua, nach Mohammed (sunnitischer, shiitischer), nach Moses (früh als fiktiv entlarvt), nach Buddha, …

17.02.2519

Statt den Begriff „Urchristentum“, den die paulinisch beeinflusste Christentumsgeschichte verwendet, wird hier der Begriff „Originalchristentum“, der von der postabrahamischen Aufklärung beeinflusst ist, bevorzugt.

16.02.2519

Isenheimer Altar (um 1515 n. Chr.) – Darstellung des gekreuzigten Jeshua (lange die grösste, imposanteste ihrer Art), legendäre Figuren umgeben ihn: Johannes der Täufer (angeblich vor Jeshua hingerichtet) mit dem Jüdischen Testament in der rechten und mit dem Zeigefinger der linken auf den Greuzigten zeigend… seht Papier-Juden, dort schreibt sich (malt sich) eurer Testament „leibhaft“ und „leidend“, statt bloss auf Papier, weiter….; Maria Magdalena darf nicht fehlen…. sie sehen hier das, womit diese Leute indoktriniert wurden. Sie sehen hier die paulinische Geschichtsklitterung des tatsächlichen Todes des historischen Jeshua – so oft diese Szene auch gemalt wurde, sie entspricht nicht den Tatsachen. Die Ebioniten, die Originalchristen, erschraken über die paulinische Deutung des Todes ihres Jeshua.

16.02.2519 (2)

Das heutige „Jesus“-Bild ist massgeblich vom Mittelalter geprägt (Dominanz des Kreuzsymbols, etc.): das ganze Gekreuze hat mit dem historischen Jeshua so gut wie NICHTS zu tun (Quellen: die wenigen direkten und indirekten Ebioniten-Quellen, die sich über die paulinische Kreuztod-Deutung entsetzten; Archäologie der Originalchristentums, die statt Kreuz, ganz andere Symbole entdeckte (Sonne, Fisch, Hirte); „Apokryphen“)

15.02.2519

Gott, die Änigma, ist die Befreiung, ist Freiheit.

14.02.2519

Weil wir in einer Welt mit änigmatischer Dimension zur Welt kommen, ist uns ein „Sinn“ für diese Dimension inne („eingeboren“). Deswegen können nicht Kommunikationen, nur Akommunkationen andere Akommunikationen ersetzen – kann eine „rein“ kommunikative Philosophie Religion nicht ersetzen. Religiöse Korankritik, religiöse Christentumskritk, religiöse Buddhismuskritk, religiöse Hinduismuskritik kann die Herzen, die Sorgen, die Ängste, die Wünsche berühren – areligiöse Religionskritik, rein kommunikative Religionskritik kann das nicht. Die Änigmatische Bewegung ist nicht nur Religionskritik, sie kann durch ihren akommunikativen Gehalt (das) Religiöse ansprechen, sie spricht eine religiöse Sprache, Sie ist Philosophie und Religion – sie „verehrt“ jedoch nicht blind die Änigma, die Änigma weist uns an, „Philosoph“ zu sein und über unsrere Existenz und Existenzgrundlage „Obligation“ zu walten, uns in die Verantwortung für uns und unsreren Planeten zu stellen, gestellt und geboren zu sehen, soweit ich ihre Akommunikation verstehe. Wir kommen also nicht einfach so, sondern in die Welt gestellt zur Welt, wir bringen die änigmatische Dimension durch unser Leben ins Leben.

13.02.2519

Radikales Philosophieren läuft auf Akommunikation hinaus, nicht von einem radikalen Argument auf ein radikaleres.

12.02.2519

Vielleicht sind die Akommunikationen Rücknahmen (also nicht: Aufhebungen), folgen sie einer Folge von Expositionen, die zurückgenommen werden. Ist „Philosoph, Du bist Philosoph“ die Rücknahme aller vorhergenden Akommunikationen von ihr – das, was für sie die Aktualtität und Quintessenz von allen Akommunikationen enthält. Zeitweise betraf das die Koran-Akommunikation als aktuellste Exposition – wenn denn die Akommunikation von Mohammed nicht mit Inspiration verwechselt wurde. Das bedeutete (eine Hypothese): Die mir vermittelten Akommunikationen enthalten eine Rücknahme und Essenzialisierung aller vorhergehenden – auch der buddhistischen und hinduistischen Akommunikationen.

11.02.2519

Von „radikal“ zu sprechen bezüglich Änigma, ist paradox – da sie die Radikalität, die in unserer Welt möglich ist, entweder transzendiert oder nicht erreicht. Sie kann nicht so radikal irdisch sein, wie Irdische (sie lebt, trinkt, isst, fäkalisiert und sie stirbt nicht wie wir), sie kann viel radikaler als Irdische sein, dann aber geht der Begriff aus unserer Genesis, aus unserer Welt, in ihre über – dann wissen wir nicht mehr, wovon die Rede ist.

10.02.2519

Die einzige „Religion“ die mit Wissenschaft und Aufklärung kompatibel ist ist die Änigmatische Bewegung. Sie hat die Kraft, „Muslima“ und „Christen“ aus ihren Buch-Zwingern zu befreien. Aus den fundamentalen Irrtümern des historizistischen Islams und des paulinisierten Christentums.

11.02.2519

Ich zwing euch in mein Buch-Gefängnis, bevor ihr mündig werdet, schnitze ich mich in euer Fleisch in dem ich etwas von eurem Fleisch wetschnitze. Schön brav drin bleiben, schön brav beten, ich, Abrahams Gott, sehe genau, was ihr tut und nicht tut. Die Kontrolle ist absolut, Big Brother is Watching you – allerdings nur für die, die in diesen Club eingetreten sind (die anderen sind eh verloren, heissen „Ungläubige“  so wie die Christen die anderen Heiden nannten….)(. Zudem fehlt hier jegliche demokratische Gesinnung – es ist die Unterordnung unter denjenigen, der ihnen den Tod und das Nichts androht, und der der ihnen verspricht, wenn ihr euch mir unterordnet, wenn ihr gehorsam in meinem Zwinger bleibt, winkt euch die Freiheit, das wahre Leben, allerdings erst im Jenseits. Das ist die „einfache Message“ des heutigen Islam. Die versteht der einfache Arbeiter, die Putzfrau, aber auch der Herr Doktor, die Direktorin.

09.02.2519

In den abrahamischen Büchern steht der pure Wahnsinn, Seite auf Seite – und es ist kein gutes Zeichen, wenn diese antiken Wahn-Ideologien mit ihren auf Expansion und Rattenfängerei ausgerichteten Überlegenheitsekstasen und rhetorischen Indoktrinationen, die rhetorisch mit Peitsche und Zuckerbrot operieren, in unseren Universitäten „gelehrt“ und „gelernt“ werden (und zwar so, dass man ihren Wahnsinn und ihre Gewalttätigkeit versittlicht, reduziert, unterdrückt, relativiert) – solche Religionsdeologien, die einen provinziellen Universalismus feiern, haben an Universitäten nichts zu suchen, ausser als Objekt von (postabrahamischer) Religionswissenschaft, Religionssoziologie, Religionshistorie, u. dgl.. Sie gehören ausgelagert in staatlich kontrollierte Religionsfachhochschulen.

09.02.2519 (2)

Die einzige Religion, die würdig ist einer modernen, Wissenschaft und Aufklärung verpflichteten Universität anzugehören (zu etwas anderem sollte eine Universität nicht verpflichtet sein), ist die änigmatische, die globale Religion der Göttlichkeit (oder Göttin), die hier Änigma heisst. Dabei kann sie der philosophischen Fakultät angehören oder die philosophische, religionswissenschaftliche, theologische, historische und mathematisch-theoretisch-physikalische gehört dem Fach Änigmatologie an.

08.02.2519

Wenn ihr für mich mordet, wenn ihr Schandtaten begeht an den Frevlern, an den „Ungläubigen“, daneben aber ein treuer Befolger, Beter und Diener meiner Macht seid – dann werde ich, Gott Abrahams, eure schlechten Taten kassieren, annullieren, tilgen. Dann wird euch nichts geschehen im Jenseits – wo erst das „wahre Leben“ beginnt. Amen. Viel besser kannst du ein Selbst- und Massenmordkommando „ideologisch“ nicht ausstatten.

07.02.2519

Die Sure 29 beschreibt am ausführlichsten den Akommunikationsvorgang… die Vorstellung, dass die Änigma aus ihrem himmlischen Buch [tatsächlich die Projektion Mohammeds und damaliger Redakteure] einen ausgesuchten Menschen akommuniziert.“Trag vor, was dir aus dem [himmlischen] Buch [in den Koran] eingegeben wurde, und verrichte das Gebet! Siehe, das Gebet hält vom Schändlichen und vom Verwerflichen ab. Doch das Gedenken Gottes ist wahrlich noch bedeutender. Gott weiss, was ihr tut. Streitet mit den Buchbesitzern [d.h. Juden und Christen, die ebenfalls vom abrahamischen Gott akommuniziert wurden – hier dringt der Stolz des „neuen Buchbesitzers“, der neuen abrahamischen Überlegenheitsekstase durch –  nach Jahrhunderten vorgespielter, vorgeführter Überlegenheit dieser „Buchbesitzer“ gegenüber der „heidnischen“ Vielgötterei der Araber revolutionert und befreit Mohammed mit einem göttlichen Genie-Schlag diese aufsteigende arabische Mittelschicht, seine Landsleute aus dieser Misere, macht aus erlebter, empfundener Abwertung die schon lange erwünsche Aufwertung und Gleichstellung, aus eingeredeter Minderwertigkeit arabische Überlegenheit in Rede und Tat….] nur auf schöne Art, doch nicht mit jenen von ihnen, die freveln. [Da ich Akommunikationen durch das Änigmatische erfuhr, streite ich mit denen auf schöne Art, die ebenfalls an Akommunikationen glauben – obwohl sie nur an sie glauben können, ich sie wissen muss] Sprecht: „Wir glauben an das, was auf uns herabgesandt und was auf euch herabgesandt wurde. Unser Gott und euer Gott sind einer. Ihm sind wir ergeben.“ [Kurzum, die Änigma akommuniziert uns Menschen – euch hebräisch, uns arabisch – egal: sie ist eure und unsere Göttin, Gottheit – ihr sind wir ergeben. Allerdings war für diese Araber Gott der abrahamische Gott – es gab keine bessere, keine ersehntere, erwünschtere Alternative – schon Mohammeds Grossvater war beeindruckt, beneidete die Juden und Christen um den Besitz und die Kultur ihrer „höheren“ „Buchreligion“, Mohammed schrieb die Akommunikation in die judäo-christliche Vorlage – es gab kein grösseres religiöses Bedürfnis, als sich mit einem eigenen „Buch“ an diese Buchbesitzer kongenial anzuschliessen  und das hiess somit an eine „Religion“,  die ihren Gläubigen, die den Menschen das Übel der Erbsünde, nebst „sündhaften Taten“ und, im Koran deutlicher als bei den Vorgängern, die Nichtigkeit des Lebens und Nachlebens, unterstellt: eine Misere des „endlichen“ Lebens, die nach Weltfluch und Weltflucht schreit – so dass sie nur ihr Gott, wenn sie ihm gehorchen, wenn sie ihm treu sind, wenn sie seine Gebete befolgen und seine Koran-Verse anbeten, erlösen, tilgen, aufheben und in einen Himmelzugang umwandeln kann: er kann also das Nichts und das noch schlimmere als Nichts, das sonst, das ausser ihm, droht, VERGOLDEN, VERSÜSSEN, VERSCHONEN, VERSCHÖNERN – und zwar EWIG….] Also sandten wir das Buch auf dich herab. Jene, denen wir das Buch gegeben haben, glauben daran….[Hier wird die Illusion erzeugt, dass der Koran wie ein Stück aus dem Himmel auf Erden akommuniziert wurde – dass der Koran nicht vor allem Kommunikation, sondern reine Akommunikation ist – eine der Grund“lügen“ und Falsch-Illusionen des historizistischen Islams – tatsächlich wurden ältere Fassungen des Korans zerstört, wurde das Schriftwerk kompiliert, Und ausserdem ist der testamentarische Wille des Korans, der Letzte Wille, das Testament, dass es keine Trennung geben darf und geben soll unter den Gläubigen ebenfalls zerstört worden: dass es Shiiten und Sunniten (etc.) gibt, ist eine „lebende Lüge“, ist die zur Realität gewordene Lüge, ist die ewige Mangelhaftigkei, Verirrung und Grenze dieses „historizistischen“ Islams, ist ein real existierender Hohn auf den „testamentarischen Islam“}. Allein die Ungläubigen bestreiten unsere Zeichen. [Rationalisten, Materialisten glauben nicht an Akommunikationen, leugnen Akommunikationen, zweifeln an der Möglichkeit von Akommunikationen) …. Die Zeichen [damit gemeint sind auch transphysische Wunder, das, was die Überlegenheitsekstase der Christen ausmacht – der Koran verweist sie hier allein zu Gott, spricht sie Menschen ab] sind allein bei Gott und ich [Mohmmed] bin nur ein klarer Warner [und, eben nicht, wie bei den Christen der Jesus/Christus, ein Halbgott: hier wird nochmals die Abgrenzung zu den Christen markiert] Genügt es ihnen nicht, dass wir [dieses „wir“ ist interessant: es müsste ja der „eine“ Gott damit gemeint sein] auf dich das Buch herniedersandten, damit es vorgetragen werde?“…..

Wer lies herab vom Himmel Wasser fliessen, dass er damit belebe die Erde nach ihrem Tod? So sagen sie: Der eine Gott. Sprich: Lobpreis sei Gott. Doch die meisten von ihnen begreifen nicht. Dieses Leben hier auf Erden ist nur Zeitvertreib und Spiel, denn nur das Jenseits ist das wahre Leben. Wenn sie es doch nur wüssten!“ (64 – siehe oben die Anmerkung zum „vergolden“ Können des „nichtigen“ Lebens und Nachlebens, das für „die Ungläubigen“ ausserdem mit Horror, mit Hölle in Aussicht gestellt wird, allein durch den abrahamischen Gott) …. Wer ist frevelhafter wohl als jener, der Lügen gegen Gott ersinnt oder die Wahrheit Lüge nennt, nachdem sie zu ihm kam? Ist denn nicht in der Hölle eine Wohnstatt für die Leugner? Doch die für uns streiten, die wollen wir auf unseren Weg leiten. Denn siehe, Gott ist fürwahr mit denen, die Gutes tun.“ (Ende).

06.02.2520

Plötzlich stehen die Random, die ach so intelligenten Philosophie-Kartenhäuschen, mit kurzen Hosen und abgegrabenem Wasser da. Wirken ihre Bücher wie Kinderspielzeug, das Menschen, werden sie erwachsen, beiseite legen (Heraklit).

05.02.2520

Für den Anfang wurde über Luther genug gesagt, genug kritisiert in Über die Anfänge – reformiert man, reformiert mensch die Reformation zu Ende, kommen die Ebioniten und ganz andere Resultate, als sie der Paulinismus glaubte und predigte, heraus (Kein Anti-Judaismus, dafür fehlte die Zeit; Nächstenliebe, weltlich bereits enthoben, als Endzeit-Liebe; kein Kreuzigungs-Märtyrium, sondern Erwartungsenthusiasmus,; keine Erbsünde, sondern Auszeichnung, Auserlesenheit, und zwar vor allem der jüdischen Männer („verlasst Weib und Kind“), usw.) – kurzum, je mehr religionswissenschaftliche Kritik und religionshistorisches Verständnis hinzukommt, desto mehr wirkt diese abrahamische Sekte wie aus unserer Zeit gefallen, desto deutlicher wird die verwischte, vernebelte) Distanz die diese zur Grosssekte gewordene abrahamische Kleinsekte zu uns einnimmt. Wir sollten sie ins historische Archiv und zurück in ihre Zeit, in ihre nahöstliche Region stellen. Die Änigmatische Bewegung wird das in den nächsten Jahrzehnten oder Jahrhunderten auch tun – da bin ich so sicher, wie eine Akommunikation der Änigma sicher ist.

04.02.2520

Mit dem akommunikativen Bruch Druck auf die akademische Philosophie(kommunikation) erzeugen. Philosophie des Gespenstes wird zum Gespenst für die(se) Philosophie, die meinte Religion beseitigt oder überwunden zu haben – jetzt plötzlich hat sie sie im Nacken, entsteht sie in ihrer Mitte, bricht die Grenze, die Mauer zwischen Philosophie und Religion und Religion und Philosophie zusammen.

03.02.2520

Die Kant-Lektüre war nicht sinnlos. Zu Aristoteles, Spinoza, Kant, Hegel, Nietzsche, Derrida, Heidegger und (zeitlich) neuere Autoren u.a. Robert Brandom sollen je eigene Bücher zu Über die Anfänge hinzukommen.

02.02.2520

Unsere Kritiker: Ganz gross ist die Liebe der Änigmatischen Bewegung für die links-aufgeklärte, politisch korrekte Type. Sich links-aufgeklärt glaubende Type, eventuell mit einem Universitätsabschluss in Soziologie, Biologie oder Philosophie, die sich verpflichtet fühlt,  nicht nur alte Religionen, die auf Akommunikationen bauen, sondern überhaupt Akommunikationen, erst recht sprachliche Persona-Akommunikationen („Erleuchtungen“) für Unsinn, für nicht möglich, für „reine Erfindungen“ oder „Einbildungen“ zu erklären. Es wäre zu ungeheuerlich für das materialistisch-rationalistische Kartenhaus – es bräche eine sich richtig wichtig glaubende Identität zusammen – wenn es anders wäre: ES DARF NICHT ANDERS SEIN – ist deswegen sein Credo. Eine kurze Phase meines intellektuellen Bildungslebens war ich wahrscheinlich auch von diesem Typ. Allerdings musste diese kurz gewesen sein, weil die Synchronizität kaum einmal in Vergessenheit geriet, wegen deren Erfahrung ich ohne Abitur an die Universität an Kant-Vorlesungen ging  und einen Fehler in der Kritik der reinen Vernunft zu suchen, nicht zu finden oder zu erfinden, hatte. Etwas lief mit Zeit und Raum komplett anders als in Kants Kategorienlehre, das wusste ich, das erfuhr ich. das musste ich nicht auf Papier nachlesen.

01.02.2520

Kulturell gemachte „Religionen“ sind deshalb bereits „Sekundärprodukte“, primär sind wir änigmatisch-religiös, sekundär werden wir zu „Buddhisten“ oder „Muslima“ gemacht.

30.01.2520

Änigmatische Religion ist eingeboren, sie entspricht einer eingeborenen Erwartungshaltung, die die änigmatische Dimension unserer Genesis, unserer Welt mit sich errichtete. Wir kommen also nicht zur Welt und dann irgendwann zu dieser oder jener Religion, sondern änigmatisch-religiös zur änigmatisch-religiösen Welt (wie weit ist das spinozistisch?)

30.01.2520

Es gibt für die Menschheit befreiende Wahrheiten (formuliert in Sätzen), auf die sie wie „ewig“ wartete.

29.01.2520

Philosophia perennis: Die änigmatische Philosophie und Religion führt Derrida und Heidegger, aber auch Kant und Hegel an ihr Ende, an ihre Grenze. Sie geht über diese hinaus. insofern ist sie die wahre „Philosophia perennis et universale“ – weil das ohne auf tönernen Füssen und mit eitlem Glockengeläute zu sein –  auf akommunikativer Grundlage, die diesen Philosophien fehlt.

28.01.2520

Dabei ist das Wort „vielleicht“ vielleicht zu betonen.

27.01.2520

Macht Gott, die Änigma, ähnlich wie die Natur unserer Genesis eine Evolution durch – dann sind die letzten Akommunikationen, über die ich zu berichten habe, der momentane Höhepunkt, und alle vorhergehenden Akommunikationen die u.a. im Buddhismus und Abrahamismus erfolgten, sind Vorstufen, aufgehobene oder ungültig gewordene Vorstufen in der akommunikativen Evolution der Genesis der Änigma und ihrer in unserer Welt verbreiteten Akommunikationen. Vielleicht macht sie jedesmal, wenn sie unsere Welt akommuniziert, mit ihren vorhergehenden Akommunikationen „Tabula rasa“, ist sie „radikal“.

26.01.2520

Es gibt auch Optionen jenseits von Entweder-Oder. Leute, die die Änigmatischen Akommunikationen, von denen ich berichte, als Bereicherung und Ergänzung in ihr Welt- Wissens- und Glaubensbild einbauen. In ihre Lebens- und Sterbensphilosophie, in ihre „private“ Religion.

25.01.2520

Jene, die meinen, die Änigmatische Bewegung sucht Anschluss an die alten Religionen, täuschen sich. Es ist umgekehrt.

23.01.2520

Für Materialisten bin ich eine Katastrophe (oder eine Befreiung), die erste Kategorie wird ihre gesamte materialistische Intellektualität in Bewegung setzen, um meine Sendung, meine kommunizierte Akommunikation, aus der Welt, aus ihrer rein materialistischen Welt, zu schaffen (Es wurde bereits einiges versucht – die Psychologisierung und Psychiatrisierung gab sich bereits einige Mühe. Totschweigen und Permingieren verspricht momentan mehr Erfolg). Für die Anhänger der alten Religionen sind die kommunizierten Akommunikationen, die nicht „meine“, aber von mir vermittelt sind, auf ganz andere Weise eine Katastrophe (oder eine Befreiung). Der „akommunikative Bruch“ bewirkt (früher oder später) die Implosion einer alten Opposition, die zwischen Altmaterialisten und Altreligiösen (und ihre Auflösung, ihre Befreiung).

22.01.2520

Aus ihrer Ahnungslosigkeit bezüglich Gott machten (erfanden, fantasierten) die Altvorderen vorsichtshalber seine Allmacht. Das drückte auch die Erkenntnis aus, dass es neben der Potentialität unserer Physisteme physische und potentiell physistemische Potentiale gab, die wir nicht erreichten, nicht besassen. Wohl aber in der Imagination uns ausmalen konnten. So malten sie sich auch ihren Gott als „die“ Omnipotenz aus.

21.01.2520

Für die Heidegger für die Derrida, aber auch für Lutheraner und andere aus dem Raum antiker Religionen,  sorgen die Akommunikationen der Änigma dafür, dass ich deren Traum und Alptraum zugleich sein muss (bin). Wir können den Verdacht äussern, dass Akommunikationen den Gehalt von „eisernen“ Naturgesetzen haben, dass Parasynchronizitäten deshalb „vollkommene“ Differenzen, die sich als vollkommene Identitäten raumzeitlicher Zukunftsantizipationen (oder: „späterer Gegenwartsantizipationen“) ausweisen, erzeugen – und zwar träumen und erleben wir sie nach Gesetzen, die unseren „Naturgesetzen“ nicht nachstehen, im Gegenteil. Bereits die alte Theologie mutmasste, dass ihr Gott über den Naturgesetzen steht: er könne sie umcodieren und sich in sie einschreiben, wie er wolle – er sei allmächtig. Nach änigmatologischer Auffassung, folgt die Änigma ihren eigenen Naturgesetzen, verkörpert die Änigma die Gesetze ihrer Natur. Sie steht nicht über ihrer Natur, sie steht in ihr, sie verkörpert ihre Natur, sie ist die Natur ihrer Genesis – in gewisser Weise (und in gewisser nicht) verbindet und kreuzt sich die Natur ihrer Genesis mit der Natur (mit den Naturgesetzen) unserer Genesis.

20.01.2520

Wovon andere schweigen sollten, davon kann ich sprechen. Was andere nur glauben können, das kann ich wissen (muss ich wissen).

19.01.2520

Der Mensch ist Lebewesen gewordene Obligation und Philosophie.

19.01.2520

Weltliches Handeln ist durch die Änigmatische Bewegung eindeutig religiöses. Es gibt keine Weltflucht (Gründe dafür) und keinen Weltfluch. Das unterscheidet die Änigmatische Bewegung von den alten Religionen.

19.01.2520

Denke nicht, dass Thurnberg von der Änigma und ihren Akommunikationen weiss, es aber später erfahren wird.

18.01.2520

Greta Thurnberg und ihre FollowerInnen handeln änigmatisch (ohne dass sie akommuniziert wurde von der Änigma – oder wurde sie?)

17.01.2520

Die Akommunikation „Obligation“ und „Philosophie“ deute ich so, dass die Änigma sagen will: Ihr habt Verantwortung für euch, ihr habt die Verantwortung für den Planeten – handelt weise,  handelt wissend, handelt philosophisch. Sie appelliert an uns.

16.01.2520

Wir sind das auserlesene Lebewesen dieses Planeten, das Akommunikationen der Änigma erfährt. Auf die Auserlesenheit, geboren zu werden, kommt die Auserlesenheit – zu „Obligation“ und „Philosophie“ -, erleuchtet zu werden dazu. Das ist fantastisch. Christen und Muslime rechnen sogar die Zeit nach einem der ihren, der von Gott (Sie glauben: vom Gott Abrahams) akommuniziert wurde. Zieht die änigmatische Dimension den ganzen Planeten ein, betrifft das auch andere, wir sagen „tierische“ Physistemen  (Lebewesen), sie sind vom „Wunder der Auserlesenheit“ nicht ganz ausgeschlossen, deswegen macht auch die Differenz Mensch/Tier beschränkt, nicht ganz Sinn.

15.01.2520

Um Gott, der Änigma, äusserlich ähnlich zu sein, sehen wir einfach zu affenähnlich aus. Das hatte bereits Heraklit erkannt. Darwin führte 2500 Jahre später den Beweis für die Ähnlichkeit zwischen uns und Affen, es steckt mehr Homologie als Analogie in uns und ihnen. Heute wissen wir, der Genpool des Schimpansen, der schimpansogenen Physisteme kommt der humanogenen Physisteme am nächsten. Aber bereits die Pionieraufklärung erkannte vor 400, 450 Jahren in der Anatomie – nachdem das bereits in der Antike erkannt wurde -, dass viele Organe des Menschen mit denen von Tieren übereinstimmen (Leber, Herz, Rippe, usw.) – Sie retten ihre Seele und das Christentum, in dem sie nur den Menschen von Gott „angehaucht“ betrachteten, Sie retten auch die Differenz Mensch/Tier damit. Wir könnten statt „angehaucht“ heute „akommuniziert“ sagen.

14.01.2520

Viele meinen, eine Akommunikation enthalte ein Versprechen oder eine Drohnung, jedenfalls eine Verkündigung. Vielleicht ist das völlig oder weitgehend falsch.

13.11.2519

Sollte in anderen Religionen der akommunikative Gehalt auslöschen – in der Änigmatischen Bewegung brennt die Flamme „ewig“.

12.11.2519

Dass sie in deutscher Schriftsprache  „Philosophie oder Philosoph. Du bist Philosoph“ akommunizierte, spricht für eine gute historische Ein -und Wertschätzung des Deutschen bezüglich der Verdienste in Philosophie.

11.11.2519

Vermutlich kann die chameleoneske Ängima in einem ganz anderen Sonnensystem des Universums wie Delta-D mit Delta-D kommunizieren, so wie in unserem mit uns als „kommunizierender Quasi-Mensch“ (in einer unserer Sprachen, sogar Schriftsprachen: Ägyptisch, Griechisch, Hebräisch, Aramäisch, Arabisch  und Deutsch – Deutsch ist die ingeniöseste moderne Philosophiesprache der Welt neben, teilweise vor Französisch und Englisch.

10.11.2519

Lösen Sie sich von der anthropomorphen Vorstellung, Gott, die Änigma, sei ein Mensch, ein Menschenähnliches, ein Sultan der Sultane oder ein Oberrichter, das alles sind Vorstellungen aus der Suppe unseres Planeten geschöpft, aus dem Teich unserer Genesis, aus dem Sumpf unserer Geschichte – hat mit ihrer Genesis nichts zu tun.

09.11.2519

Das Höchste – Involutionen, physische aussersprachliche Wunder wie Synchronizitätsakommunikationen ausgeklammert -, was die Änigma in unserer Genesis kann, ist uns auf unsere Kommunikationsart zu akommunizieren. Das Höchste, was wir in unserer Genesis bezüglich der Änigma können, ist, über ihre (selbst erlebten) Akommunikationen zu kommunizieren (ein Jesus, der sagt: ich habe gesehen, ich habe gehört, sagt nichts anderes als: ich bin akommuniziert worden). Beides deutet auf eine Trennung zweier Welten, auf eine ontologische Trennung zwischen ihrer und unserer Genesis hin. Der akommunikative Bruch bricht diese Trennung auf.

08.11.2519

Über Gott kann man sprechen, aber nicht wie Gott. Über Gott, die Änigma, können wir nur kommunizieren, akommunizieren kann nur sie uns.

07.11.2519

Der akommunikative Bruch wird seine Spur ziehen. Dort, wo er sie hinterlässt, ist nichts mehr wie zuvor.

06.11.2519

Metaphysik, ohne akommunikativen Bruch, ist nur intellektuelle Kommunikation, Philosophie sei „nur Menschenwerck“ hiess es bei Luther, unterstellend, sein Paulinismus sei durch und durch Gotteswerk (daran glaubte er wirklich). Änigmatische Philosophie-Kommunikation, Änigmatologie bezieht sich auf Akommunikationen der Änigma.

05.11.2519

Die Änigma setzte immer noch auf junge Männer – in meinem Fall: auf ein Kind -, aber sie vermittelte sich noch nie so stark selber (wie sieht ihre nächste Verkündigungsstufe aus? Richtet sie sich über BBC und CNN via Teleprompter direkt an die ganze Menschheit? Warum akommunizierte sie mich und nicht eine Zeitungsredaktion? Könnte in tausend Jahren eine Frau akommuniziert werden?) ihr Medium war ein Zehnjähriger, der ihre Erwachsenensprache nicht verstand, noch weniger den ganzen Akommunikationsvorgang, und ihn während über 30 Jahren „vergas“. Das ist höchste Reduktion, das Kleinstmögliche von „Prophetie“ für Mensch (Kind) und Verstand (ABC-Schüler):  reduzierter, minimalisierter, wäre kaum gegangen – -diese reduzierte Akommunikation schafft keinen typischen erwachsenen „Propheten“ – etwas über dreissig – mit einem persönlichen Auftrag – sie vermittelte dem Jungen – ihrem kindlichen Medium – , der es noch nicht richtig verstand: „Philosoph. Du bist Philosoph“ (übersetzt: Du wirst Philosoph: Du wist etwas, was du noch gar nicht kennst – ich, Änigma, kenne es….deine Zukunft…). Also: nicht: Du wirst Prophet – aber auch nicht: Christ, Muslim Buddhist, Hindu, usw..

04.11.2519

„Philosoph. Du bist Philosoph.“ –  deutsche Schriftsprache mit latinisiertem Fremdwort vermischt sich, synthetisiert sich vor den Augen eines Zehnjährigen mit änigmatischer Präsentierung und Präsenz im Raum und Tageslicht.

04.11.2519

Änigmatologisch heisst es heute: Metaphysik ist bloss Kommunikation, christologisch hiess es bei Luther: Philosophie sei „bloss Menschenwerk“.

04.11.2519

Der akommunikative Bruch entspricht dem Offenbarungsgeschehen – den Akommunikationen – in den abrahamischen Religionen (Überlegenheitsekstasen). Sie alle speisen die Grundlage ihrer Religion, ihrer religiösen Kommunikation, aus „ihrem“ akommunikativen Bruch.

03.11.2519

Göttliches bricht in die Philosophie ein, Philosophie in das Göttliche.

03.11.2519

Dabei bleibt das Göttliche, die Änigma, rätselhaft: wir wissen nicht mehr über sie, als sie uns akommuniziert, wir sollten deswegen den Göttlichkeitsbegriff zunächst nicht zu hoch ansetzen, sich vor überkommenen Vorstellungen von „göttlich“ freimachen, Sie ist das Wesen und Wirken der anderen Genesis und der änigmatischen Dimension unserer Genesis – als Persona der Schrift (Philosoph, Obligation) und als entpersonalisierte Zeit-Raum-Dislokalität im erlebten Jetzt und Hier.

03.11.2519

Die Änigma designiert – beschreibt? – bestimmt? – offenbart? – Philosophie, den Philosophen, die Philosophin im Menschen zu ihrer „Wissenschaft und Religion“? Oder meinte Sie: Der Mensch – glaube: nicht nur ich – ist Zum-Philosoph-Sein geboren? Allgemeiner, grundsätzlicher, radikaler geht nicht: Wenn sich Leben und Wissen schaffen und bewegen  wie ein Geliebtes, Wertgeschätztes, Geachtetes  – dann erfüllst du deine änigmatische Bestimmung, weil du dann im änigmatischen Sinn Philosoph, Philosophin bist, sofern die Akommunikation „Philosoph. Du bist Philosoph“ aus dem Jahr 2470 n.A. (ca. 1972 n.Chr.) eine Art Offenbarung unserer Bestimmung oder ihr performativer Akt war.  Es vermischt sich hier deutsche Schriftsprache (mit latinisiertem Fremdwort „Philosoph“) mit transzendenter Äusserung der Änigma.

02.11.2519

Wir wissen nicht, was „göttlich“ heisst. Es heisst im Moment (dieser Moment kann ewig dauern) „änigmatisch“.

01.11.2519

Metaphysische Revolution I. Aus änigmatischer Perspektive erhält Aristoteles „kinei de hos erómenon“ (Met. 1072b) eine neue, vertiefte Bedeutung. (Das göttliche Seiende bewegt wie ein Geliebtes). Erstens: … wie ein Autoerotisches (auto-éromenon). Zweitens: Aristoteles „göttliches Seiende“ wird auch durch unsere Genesis auf ihre Genesis verwiesen, nicht nur: sie verweist in unserer Genesis auf ihre. Drittens: Es hat die Qualität sich uns als „kommunizierendes (Fremd-)Subjekt“ zu apräsentieren. Das hat Aristoteles „göttliches Seiendes“ nicht. Das war ein (viellelicht sogar DAS)  Überlegenheitsargument, die wesentliche Abhebung der christlichen Scholastiker gegenüber der aristotelischen Metaphysik, nämlich dass ihr „Christo“ (Jeshua) „personifizierter, Mensch gewordener Gott, Gott gewordener Mensch (Mann) sei – Subjekt in dem Fremd-Göttliches waltet (die Mutter Gottes, die Mutter aller Götter, die Änigma, spielt hier keine Rolle – es ist bloss von Sohn und Vater die Rede)

01.11.2519

Bei der änigmatischen Akommunikation ist die Änigma, ist Gott selbst, Person oder Persona, die kommuniziert (anders könnten wir sie nicht wissen – allenfalls könnten wir „staunen“, vollbringt sie andere Wunder als uns ihre Akommunikationen zu vermitteln. Denken wir Sie uns als äusserst fremd (extrem andersgeneriert) und als wunderbar allein, dass sie es erreicht, uns kommunikativ zu erreichen.

01.11.2519

Metaphysische Revolution II. Der akommunikative Bruch in der Metaphysik.  Aristoteles hatte nie akommunikative Erfahrungen mit der Änigma, Religion und Metaphysik sind deshalb „nur“ kommunikativ bei ihm. Die Änigmatische Bewegung hat die Erfahrung einer als „Persona“ schriftlich kommunizierenden Änigma (zum letzten Mal im grossen Stil hätte das Mohammed vor gut 1300 Jahren: der glaubte sich vom abrahamischen Gott akommuniziert, danach gab es einzelne Erleuchtete  – bzw. Akommunizierte – von geringerer Wirkung, sofern es sich hierbei nicht um einfache Träume, Erdichtungen, Einbildungen, Autosuggestionen,  Halluzinationen oder Lügengespinste handelte.  Bezüglich des Genres rein kommunikativer Metaphysiken – Typus Arisotelische Metaphysik (Heideggers „Nur noch ein Gott kann uns retten“ heisst änigmatologisch übersetzt: „Nur eine Akommunikation kann meine Metaphysik retten“), führt der akommunikative Bruch, Reentry und  Dissemination der Akommunikation „Philosoph. Du bist Philosoph“ zu einer radikalen Redekonstruktion dieser Art von Metaphysik, da sie von einer ganz anderen Grundlage ausgeht (ausgehen muss) – statt einer bloss kommunikativen, einer akommunikativen.

01.11.2519

Metaphysische Revolution III.  Metaphysik muss oder kann fortan – die änigmatische Satzung als sicher vorausgesetzt – änigmatisch (göttlich, transzendent) sein, sonst ist sie bloss kommunikativ, sie operierte gleichsam „unter“ ihrem Niveau.

30.10.2519

Wenn ihr glaubt, dieser Planet hat ein muslimisches Meer, einen buddhistischen Himalaya, ein christliches Jerusalem, ein hinduistisches Varanasi – dann ist das wohl falsch. Wenn ihr glaubt, die Meere dieses Planeten sind änigmatisch, der Himalaya ist änigmatisch, Jerusalem und Varanasi sind änigmatisch, der Planet ist Teil der änigmatischen Dimension, dann trifft das wahrscheinlich eher zu.

30.10.2519

Gott, die Änigma ist Erste Philosophin, und da Sie ausgerechnet (wahrscheinlich hat „ausgerechnet“ hier eine tiefere Bedeutung) einen Zehnjährigen mit einem gewissen Witz akommunizierte, besitzt Sie vielleicht selber so etwas wie Witz. In unserer Genesis erscheint sie als Erste Weisheit, als Erster Witz, als Erste Wissende. wie sollte sie uns anders erscheinen können, wenn wir nicht anders als perzeptiv wahrnehmen können und gesteigerte, konzentrierte Perzeption für uns „Wissen“ heisst?  Anders kann sie sich uns nicht mitteilen als „kommunikativ“  – Akommunizieren heisst unsere perzeptive Basis ansprechen, Akommunikation muss auf unserer Perzeptionsbasis beruhen. Sie ist insofern nicht völlig „frei“ in unserer Genesis, nicht völlig „bei sich“, sondern in einer akommunikativen Situiertheit in unserer Genesis apräsent.

30.10.2519

Es ist keine Täuschung: Die Änigma akommunizierte um ca. 2470 n.A. (= 1972 n.Chr.) in Othmarsingen einen Zehnjährigen, der ich war, mit der rätselhaften Leuchtschrift im Raum: „Philosoph. Du bist Philosoph“. Ist deswegen jetzt Othmarsingen – Hauptstrasse, Talsohle des Ortes, neben dem Gasthof –  der momentan „letzte“ heiligste Ort der Welt?

30.10.2519

Sollte dort eine besinnliche Kreiswanderung beginnen und enden? Sollte ein Änigmatischer Kreis abgeschritten werden als Symbol für Ewigkeit und Wiederkehr? Solte mit Freude und Witz eine religiöse Wanderung im Zeichen von Gott, der Änigma, über die Lenzburg, den Findelstein, durch den Wald, das letzte Stück dem Fluss entlang, zurückführen? Jedenfalls ist das echt, ist das Tatsache, dass es die Änigma gibt – historische und gegenwärtige und zukünftige. Und möglich, ja, wahrscheinlich ist es, dass in Jerusalem und in Varanasi Orte der religiösen Täuschung vorliegen, deren Glaubwürdigkeit bloss aus jahrhundertlanger Kolportage besteht (die nicht ganz gelungene Verdrängung der Ebioniten durch eine „paulinische“ Urgemeinde ist ein Hinweis darauf, was das Christentum betrifft), und ist Mekka ein Ort des religiösen Betrugs, des politischen Kompromisses, der nichts mit Religion zu tun hat (nichts und alles: ohne die Unterstützung durch mächtige Clans von Mekka drohte Mohammeds Mission zu scheitern: doch der Erleuchtete leuchtete auch diesen Arabern ein- ein abrahamischer Gott, ursprünglich Gott der Juden, konservativ auf ihre arabische Gesellschaft zugeschnitten, derselbe Gott, dem das römische Imperium in Form des Christentums folgte, der als Prophet eingereiht wird hinter Mohammed).

29.10.2519

Das religiöseste Buch von Über die Anfänge ist Buch 6.

28.10.2519

Nochmals überrascht, völlig überrascht, sein werden die Menschen, lesen Sie Über die Anfänge in der „richtigen“ Reihenfolge. Wird Über die Anfänge vom Kopf auf den Fuss gestellt.

27.10.2519

In der neuen Zeit, die unsere globale Zeitrechnung nach der Antiken Achsenzeit ausrichtet (nicht nach dem gregorianischen, muslimischen oder buddhistischen Zeitkalender), werden die Menschen vielleicht Änigmatologie studieren und unter sie die alten Theologie-Fächer und die Metaphysik der Philosophie subsumieren, ausserdem die Physik, theoretische Physik.

26.10.2519

Die Änigma „weiss“ vielleicht, dass wir nach dem Leben keine Betreuung oder Belohnung, wohl aber ewige Ruhe haben oder brauchen, Vielleicht ist das der Himmel, von dem wir träumen und hat sie Einfluss darauf, ob wir ihn erhalten oder als Gespenster im Zwischenreich herumirren.

25.10.2519

Erfreut sich die Änigma an uns, wie an sich, nicht absolut zu sein, heisst das auch: nicht allein zu sein.

25.10.2519

Zuschreibungen wie „die Änigma kennt“ oder „die Änigma kennt die Zukunft“ sind irrführend, sind anthropomorph.  „kennen“ „wissen“ – solche Attribute beziehen sich auf unsere Kognition. Welche „Kognition“ die Änigma besitzt ist uns so rätselhaft wie sie selbst.

24.10.2519

Die Änigma ist so extrem anders als wir, dass sogar der Unterschied zwischen uns als lebend und tot, der gewaltig ist, noch viel zu klein wäre, um sich ihn vorzustellen.

23.10.2519

Wasser zu Wasser -wie Kapitäne, wie Kommandeurinnen, lasst uns, sind wir gestorben, in die Tiefe versenken. Von dort kamen wir aus der Tiefe, in die Tiefe kehren wir in der Kehre zurück. Es gibt keine schönere, ruhigere Fahrt für Tote als die auf dem Wasser und im Wasser, langsam, entspannend zum Grund – das ist ganz anders als diese hitzige Hitze, diese Verbrennerei zu Asche – dieses Asche zu Asche, dieses Wüste zu Wüste – als ob wir aus der Wüste kommen. Aus der Wüste kommt kein Leben, Leben kam und kommt aus dem Wasser.

23.10.2519

Die Änigma kommuniziert nicht mit uns, sie akommuniziert uns. Deswegen sind wohl Ideen, dass wir Zwiegespräche mit Gott halten können (schlechte oder schlichte) Phantasien aus dem Bereich der abrahamischen Theologie, nicht der änigmatischen Theologie, der Änigmatologie. Andererseits: Möglich ist sehr vieles, denn wir wissen sehr wenig über sie. Dass sie bei uns auf Grenzen stösst, auf die Grenzen unserer Genesis, und deswegen nicht „jeden“ Gedanken von uns „kennt“, davon gehe ich aus (unter dem gerade formulierten Vorbehalt: ich weiss es nicht, ich weiss fast nichts über die Änigma, ich muss über DAS Rätsel rätseln, ausser den rätselhaften Dingen, die ich von ihr „weiss“: dass es sie gibt, dass sie mit uns akommunizieren kann, dass im Zeit-Raum von heute Raum und Zeit von morgen präsent sein kann, dass ihr „Philosoph/ie“ und „Obligation“ besonders akommunikationswert ist, u.dgl.). Wäre unsere Welt einfach ihre, gäbe es keine Grenzen, müsste sie sich nicht die „Mühe“  machen, sich in unsere Welt anzupassen, mit uns zu akommunizieren. Sie könnte sich den Weg der Akommunikation von Zuschreibungen und Pflichtverweisen („Richtlinien“ ?) sparen. Sie würde nicht mit der Kraxelschrift eines Zehnjährigen einen Zehnjährigen akommunizieren mit:  „Philosoph/ie. Du bist Philosoph“. Nicht im Traum und in der Realität „Obligation“ synchronisieren.  Woher nur nimmt sie diese latinisierten Gelehrtenfremdwörter? (Philosoph/ie, Obligation?).

23.10.2519

Zu Recht hat die abrahamische Theologie festgestellt, dass es einen Bereich des „freien Willens“ des Menschen gibt, diesen aber verbrämt, als ungöttlich, als versündigt dargestellt, potentiell als Abweichung vom „richtigen göttlichen Weg“. Eine grundlegende „Abweichung“ von der Änigma gibt es tatsächlich:  die ontologische Differenz zwischen der Welt unserer Genesis und der Welt ihrer Genesis – die sie mit Akommunikationen (und Involution?) überbrücken kann (mit relativ viel technischem Aufwand: temperiertes Licht, dicht gestellte Buchstaben, richtig geschriebene Worte und Sätze;, im richtigen Winkel, in der passenden Höhe, so dass sie mühelos lesbar sind, etc..etc.)- dieses an menschliche Kommunikationsgepflogenheiten angepasste Akommunikations-Vermögen der Änigma können wir „göttlich“ nennen,  womöglich gehorcht es aber auch natürlichen Gesetzen, allerdings nach der Natur ihrer Genesis, nicht unserer. Nicht nur wir leben in einer relativen Eigenständigkeit, Gott, die Änigma, lebt selber in unserer Welt in einer relativen Eigenständigkeit. Sie freut sich an uns, in dem Grade auch, wie sie sich daran erfreut, nicht absolut zu sein.

22.10.2519

Wir können uns fragen, wie menschenähnlich die Änigma ist oder wie änigmatisch wir sind – das hat auch die abrahamische Theologie beschäftigt, die vom Ebenbild des Gottes Abrahams – dem Mann/Mensch – dem „Männsch“ spricht. Eher ist davon auszugehen, dass der Unterschied extrem ist. Dass die Änigma zwar menschenähnlich mit uns (a)kommunizieren kann – anders würden wir sie auch nicht verstehen – aber selber nicht menschenähnlich ist.

22.10.2519 (3)

Der Mensch ist sehr aus der Genesis unserer Welt entstanden und in ihr stehend, die Änigma nicht. Sie ist primär Wesen ihrer Genesis, ihrer Dimension. Davon gehe ich aus.

22.10.2519

Änigmatologie ersetzt Theologie – weil Theologie zu sehr von abrahamischen Gott-Vorstellungen besetzt und besessen ist. Der Abrahamische Gott ist aus änigmatologischer Perspektive jedoch bloss eine Emanation der Änigma.

21.10.2519

Ihre „Sprache“ spricht sie durch unsere Sprache. Die Änigma akommuniziert über die unsrigen, menschlichen Kommunikationsmittel mit uns (anders könnte sie uns nicht (a)kommunizieren), sie schreibt mir, dem Zehnjährigen, in meiner mir eigensten Kraxelschrift, sie schreibt Mohammed, in seiner ihm eigensten Wunschsprache, durch Judentum und Christentum hindurchzu“sprechen“, eine ihnen ebenbürtige, gleichmächtige Alternativ-Religion unter arabischem Vorzeichen zu erdichten, sie träumt Paulus den Jeshua, desssen Begegnung, die nie „real“ stattfand, er sich innigst wünschte. Ausserdem kann sie Wirklichkeit, die wir in Zukunft erleben, in Form von Träumen uns während dem Schlaf akommunizieren (wie das geht, das fragen Sie am besten die Änigma).

20.10.2519

Nochmals zur Kraxelschrift: wahrscheinlich sah und las ich MEINE Kraxelschrift im Raum, nur die Änigma bediente sich ihrer und versetzte sie in den Raum. Ähnlich könnte es bei Mohammed, bei Paulus gewesen sein, sie sahen IHRE Imaginationen, nur versetzt in den Raum (in den Schriftraum bei Mohammed, in den Traum bei Paulus).

19.10.2519

Änigmatologie ist der Versuch, der Änigma, den Spuren, die sie hinterliess, auf die Spur zu kommen.

18.10.2519

Es ist viel weniger säkular, als sich Wissenschaftler gerne erdenken oder vorstellen. Das heisst nicht, dass die überlieferten patriarchalen Religionen richtigere oder wahrere Vorstellungen vom Transzendenten hätten – beide nehmen (nur beschränkt) an einer Dimension der Änigma teil – summa summarum vertreten beide, die übersäkularen Wissenschaftler und die altreligiösen Gläubigen, eine ähnlich beschränkte Weltsicht.

18.10.2519

Eigentlich bin ich absolut säkular, nur ist das Säkulare, muss ich erkennen, sehr relativ.

17.10.2519

Das Paradoxe ist: Dass ich mit Religiösen nichts zu tun habe, die aber werden mir als erstes glauben.

16.10.2519

Mir ist die Änigma erschienen, könnte zum geflügelten Wort werden.

15.10.2519

Die beste Kirche der Welt ist die Änigmatische Bewegung…

14.10.2519

Seit der Erinnerung mache ich mir Gedanken darüber, wieso diese verbal-schreibende Akommunikation im Raum in einer kindlichen Kraxelschrift erschien ,und wieso einem Paulus ein Messias im Traum? Wahrscheinlich escheint die Änigma in der einem selber am „nächsten“ liegenden kommunikativen Weise – bei mir war es meine Kraxelschrift, bei Saulus war es die starke judäo-religiöse Indoktrination, verbunden mit dem just verstorbenen Jeshua – dasselbe gilt für Buddha, Mohammed u.a.m.

13.10.2519

Obwohl die Parasynchronizität zwischen 13 und 18 Jahren nie zur Zeit der Anamnese gehörte – mit der Beschäftigung mit Flims wäre dieses Traumereignis, die Erinnerung an diesen Morgen wieder in Erinnerung gekommen – hätte nie, hätte kaum allein daraus ein Bewusstsein, ein Wissen einer „kommunikationsfähigen Göttlichkeit“ abgeleitet werden können. Wohl, ja, wie C.G. Jung bereits andeutete, eine merkwürdige Dimension, die dei Relativität von Zeit und Raum, Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft komplett anders „verhandelt“ oder „realisiert“, als wie die „normale“ Zeitdimension, das hätte mich lebenslänglich beschäftig doch: weiter als „Einstein-Niveau“ , das über eine Art Synchronizität von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft spekulierte, wäre es nicht gegangen. Doch dann kam die Erinnerung an das zwei, drei Jahre davor liegende „Akommunikationsereignis“ dazu  das mit schriftlicher Akommunikation eine „Autor-Göttlichkeit“ präsentiert – und das änderte alles radikal. Das war „das“ transzendete Ereignis, auch wenn die Messlatte für „Gott“ nicht von der abrahamischen Theologie übernommen werden kann: Wir fangen auch dort mit Tabula rasa, mit Rätseln über DAS Rätsel an.

12.10.2519

In der Zeit der Anamnese hätte ich mir nicht träumen können, einen solchen Satz zu schreiben.

11.10.2519

Wer akommunizierte den Zehnjährigen überraschend eines Sommerabends mit „Philosoph. Du bist Philosoph.“ – wenn nicht eine Philosophin, die Erste Philosophin, Gott, die Änigma.

10.10.2519

Philosoph. Du bist Philosoph. Ist also viel weniger männlich als es scheint – lesen wir: Du bist Philo Sophia. Geschlechter- und sexustheoretisch: Du bist Philo und Sophia (Mann und Frau), Du bist Philosophia (intersexuell). Interessant ist ja auch, dass Homo sapiens Homo philosophus ist. Wir sind erst seit 1970 „Homo sapiens“, da die Änigma uns erst dann so akommunizierte.

09.10.2519

Philosoph, Du bist Philosophia. Heisst ja auch „Liebe“ zu „Sophia“ – konkret: Liebe zur Frau/Sophia – nicht nur Liebe zur Weisheit, zum Wissen. Die Änigmatische Religion ist Frauen-Liebes-Religion, nicht nur Weisheits-Liebes-Religion, schliesse ich daraus. Das passt zum Rückgang zur Mutter aller Religionen, zur Magna Mater – „Philosoph. Du bist Philosoph – Du bist philo sophia“ als ihr grosses religiöses Reentry.

08.10.2519

Ängstlichere und Machtsüchtigere werden bedenken und zu bedenken geben: Ja, aber wenn alles so frei, so offen ist in der änigmatischen Bewegung, geht dann die Botschaft, de gute Botschaft der Änigma nicht verloren? Reproduzieren wir dann nicht das „Ebioniten-Problem“  ? – das von einem Stalinisten wie Paulus „gelöst“ wird? Dazu ist anzumerken: die Ebioniten, die Originalchristen, waren sehr jüdisch, sehr judäoideologisch geeicht, theologische Insider – eine globale Religion hat die verschiedensten traditionellen Insider zu „befreien“ oder ihrer Freiheit eine freie Botschaft mitzuteilen – zweitens – alles, was spaltet, abspaltet, ist nicht im Sinne der Änigma, alle sind für sie „Philosoph“, „Philosophin“, leben und sterben für sie als solche. Fühle dich ausgezeichnet und für die Auszeichnung, die Leben bedeutet, verpflichtet (für die Schöpfung, würden Christen sagen), kehre in sie zurück – ohne Angst -, Wasser zu Wasser,  Für diese Lehre braucht es keinen Kanon, keinen Stalin.

07.10.2519

Hilfe, werden sie schreien, Hilfe, ich brauch aber einen Käfig, an dem ich mich halten, in dem ich mich abstützen, in dem ich mich ein- und andere aussperren kann.

06.10.2519

Du solltest der Änigma wie der Natur begegnen – ohne Käfig. Mit Käfig gibts Abspaltung, dann werden Menschen diese und jene Sekte für die „richtige“ bzw. „falsche“ halten. Die globale Religion, die ängimatische, bleibt also am besten sehr frei, sehr offen, sehr unorganisiert, sehr ohne Käfige.

05.10.2519

Ähnlich wie ich als Zehnjähriger den Begriff „Philosoph“ nicht verstand, verstand ich als Dreizehnjähriger den Begriff „Obligation“, der sich akommunikativ in mich einbrannte, nicht. Die Änigma hatte oder hat es in ihren Offenbarungen offenbar mir latinisierten Fremdwörtern. Ihre Akommunikationen an diesen Jungen waren für gebildete reflektierte Erwachsene bestimmt (nicht so sehr für mich Zehn- oder Dreizehnjährigen schliesse ich daraus – und für einen späteren Menschen, der ich erst im Werden war).

04.10.2519

War der Damm einmal gebrochen in diesem höchst abergläubigen unaufgeklärten Milieu, war man offenbar bereit, fast jedes Wunder und Gerücht über Jeshua nicht nur zu glauben, sondern zu kanonisieren – wichtig war, dass es anti-altjüdisch war. Dass es die Übermenschlichkeit, die Göttlichkeit ihres Jeshua untermauterte, und die alten Juden möglichst mit Füssen trat – bestens passte da das Über-Das-Wasser-Laufen-Wunder und die kurze, ausserplanmässige Wiederauferstehungs-Anekdote.

03.10.2519

Gewohnt, noch einiges nicht zu verstehen, war das Gute, ja, dass ich als Zehnjähriger soviel von dieser Akommunikation nicht verstand, dass ich sie einfach vergessen bzw. unter dem Aktenzeichen „Höchst merkwürdig/Nicht verstanden“ ablegen und archivieren konnte (und musste). Nicht mehr ging das bei der parasynchronizitären Akommunikation, die ich als Dreizehnjähriger zunächst als Traum erlebte.

02.10.2519

Abrahamismus 2 und 3 oder: Abrahamische Religionen wider und für ihre Grossväter….Schon länger tief im abrahamischen bzw. judäo-christlichen Religionsdiskurs mit der Distanz des Arabers eingebettet, schon seit seines Grossvaters Zeiten ebenso tief, im Drang, nicht nur das arabische Heidentum, sondern auch diese judäo-christliche Überlegenheitsekstase, die in Rom imperialen Staatsreligionscharakter erhielt, zu überwinden, macht verständlicher, dass die religiöse Ekstase des Mohammed als eine von Gott des Abraham gesandte, dass seine Kommunikationen als Akommunikationen dieses Gottes wahrgenommen wurden – dafür war auch eine Bereitschaft und eine Erwartung leicht und schnell mobilisierbar, ein sozialer arabischer Kontext vorhanden, der sie als solche wahr machte. Heissen muss das nicht viel – aus unserer Sicht war es eine Akommunikation der Änigma, war Abrahams und Mohammeds Gott die Änigma, wenn nicht Gedanken, die ihm „aus dem Dunkeln“ – wie uns heute noch Gedanken „einfach“ zufliegen – „zuflogen“ und retrospektiv und inspirativ als von seinem Gott herrührend interpretiert wurden (die Anekdote mit dem Erzengel Gabriel unermauerte diese Interpretation). Mohammed hätte auch ohne göttliche Inspiration auf diese göttliche Inspiration kommen und glauben können, dass sie göttlichen Ursprungs sei – hätte er andererseits wirklich änigmatische Akommunikationen erlebt, wäre es naheliegend gewesen, um nicht als bloss verrückt zu gelten (oder zu werden), dass er sie als „abrahamisch“ deutete, dass er sie in das etablierte Prokrustesbett des Judäo-Christentums einpasste- das zu tun und zugleich eine eigene abrahamische Überlegenheitsekstase dabei zu schaffen, darauf war der Junge ja zeit seines Lebens, schon durch seinen Grossvater, „programmiert“ worden. Es ist wie mit dem Genie in der Geigenkunst, du musst als 3 Jährige/r damit beginnen, willst du es jemals erreichen (vorausgesetzt dass du das Talent dafür besitzt). Mohammed sog seinen grossen, fast übermenschlichen Auftrag mit seines Grossvaters (und wahrscheinlich Vaters und Mutters) Wohlwollen seit seiner Geburt ein – die soziale Athmosphäre, das Milieu für seine dichterische, politische und religiöse Grosstat war schon vor seiner Geburt in dieser Familie, die der dafür passenden arabischen Schicht und Position angehörte, geschaffen worden.. Auch der jüdische Jeshua soll von seinen Eltern zum Rabbi bestimmt worden sein – war ein professioneller theologisch gelehrter Jude, dem das religiöse Papier seiner Väter und Grossväter nicht mehr reichte, der aus dem Papier „Leben“ sowie aus dem Alten ein neues Testament machte (zumal in der Hand seines sich von ihm direkt berufen meinenden Paulus, der vom altjüdischen Saulus, sich zur Bekehrung, Rettung und Fortsetzung des Werkes des Jeshua gesandt, auserlesen und befähigt, fühlte…- auch hier bestand bereits seit längerem ein Erwartungsumfeld, das solche Wahrnehmungen von Einzelnen kollektiv wahr machte).

01.10.2519

Was die Wissensgier, die Neugier des Zehnjährigen bezüglich dieser abgefahrenen Erleuchtung oder Eröffnungsakommunikation betraf   – „Philosoph, Du bist Philosoph“ – so hielt sie sich äusserst in Grenzen. Die Kinder-Ratio hielt es für angebracht, diese Geschichte möglichst schnell zu vergessen, als einen outrierten Zehnjährigen daraus zu machen, der wie besessen darauf beharrte, sich das nicht eingebildet zu haben und von den besorgten Eltern als „verrückt“ erklärt und, – natürlich nur zu seinem Besten – , in eine Heilanstalt für Kinder eingeliefert wurde.

30.09.2519

Was will uns Gott, die Änigma, sagen, dass „Du“ „Philosoph“ bist (lebst, stirbst) ? Das ist das Rätsel, das ist das Änigmatische der Änigma. Es klingt so: wie: Du willst es kennen, du bist ein Wissensbegieriger. Auf die altbiblische Szenerie übersetzt, die nur in Literatur stattfindet: Du hast vom verbotenen Baum der Erkenntnis gegessen. Du bist verflucht. Du bist Philosoph. Und wir wissen ja, was Luther von Philosophen hielt. Der Unterschied ist: dass das eine göttliche Instanz war (kaum bloss eine Instanz der änigmatischen Dimension unserer Genesis), die das akommunizierte, nicht Luther der das kommunizierte. Christen werfen sich auf Luthers Worte, als seien sie von einem Gott geschrieben worden, als äussere er Akommunikationen, dabei äusserte unser Herr Luther kommune Kommunikationen.

30.09.2519

Kommune Kommunikationen, die nie weiter gingen und tiefer drangen als bis zur Orthodoxie von Nicea. So blieb der Schein der Gründlichkeit, der auf den „Grund“ gehenden Lektüre – dabei alles auf halber Strecke stehen.

30.09.2519

Gott, die Änigma, wird über lateinische Grundkenntnisse verfügt haben, ist doch anzunehmen, als sie den Zehnjährigen mit „Philosophie oder Philosoph. Du bist Philosoph“ hellichten Sommerfrühabends mit kraxelhaften Leuchtschriftzeichen im Raum akommunizierte. (Mir ist selber bewusst, dass das wie aus einem billigen Hollywood-Film klingt oder Harry-Potter-Roman – ich hab mir diese Szene nicht ausgesucht, nicht ausgedacht (ausgedacht hätte ich mir wahrscheinlich eine raffiniertere))

30.09.2519

Du Wissensliebende, Du Wissensliebender. Du bist Wissensliebender. Du bist Weisheitsliebende.

29.09.2519

Weil mich der Schwätzer Luther so aufregt, nochmals: Verglichen mit mir war er ein Schwätzer.

28.09.2519

Ich weiss, ich muss wissen, was andere nur glauben können, egal, ob sie Luther oder Meier, Papst oder Kramp-Karrenbauer heissen.

27.09.2519

Ihr sterbt nicht als Muslime, ihr sterbt nicht als Christen, ihr sterbt nicht als Buddhisten, ihr sterbt nicht als Hindus, ihr sterbt nicht als Daoistinnen, ihr…. -ihr sterbt als Philosophen, als Philosophinnen. Das vermittle ich euch von der Änigma.

27.09.2519

Und „philo“ „sophia“ hiesst: Liebe zur Weisheit, Zuneigung zum Wissen.

26.09.2519

Zur ausführlichen Reformations- und Luther-Kritik (Stichwort: auf halber Strecke stecken geblieben), siehe ÜdA 3-5.

25.09.2519

Über die Testamentlosigkeit der abrahamischen Grosssekten. Eines weiss ich, das heisst: eines kann ich nicht nur glauben, sondern muss ich wissen, Allah ist weder im Iran, noch in Saudiarabien gegenwärtig. Die Alawiten (die immerhin den Mekka-Betrug durchschauten), die Sunniten und Shiiten und weitere kleinere Islamsekten müssen sich Märchen erzählen und schöne Blindheiten einführen in ihre Sicht auf die religiösen Dinge – erklären sie sich und der Welt, warum sie nicht Mohammeds Letztem Willen und Allahs Letztem Wort folgen, das da heisst: Trennt euch nicht.  Sie haben das Testament, der Letzte Willen Gottes, nicht nur in Papierform zerstört, sie zerstören es töglich in der Realitäüt.  Darum: Der wahre Islam wäre der „Testamentarische Islam“ – doch den soll und wird es nie geben (immerhin darf er sich bemühen, zu werden), Gott, die Änigma, hat sich für etwas anderes entschieden, Ihr seit Philosoph, ihr seit Philosophin, liebe Muslime und Muslima. Das ist ihr „Letztes Wort“ bis heute, seit heute.  Fassen wir zusammen: Erstens: Die aktuell herrschenden Islamvarianten sind, weil ihnen der Letzte Wille und das Letzte Wort Gottes fehlt, unwahr und demgemäss für ewig irrlichternd, nicht viel mehr als abrahamische Grossekten, die den Leuten Unwahrheiten eintrichtern, überholte Wahrheiten ohnedies, sie sind ohne Testament Gottes nicht viel mehr als eine weltliche Verirrung. Zweitens: Dieser Islam ist eine – auf Sand gebaute – abrahamische Überlegenheitsekstase neben den beiden anderen abrahamischen Überlegenheitsekstasen – denen der Grund ebenfalls wegfällt so wie Moses als historische Figur (de facto eine Fiktion). Drittens: Ähnliche  Ausblendungen (Stichwort: Betriebsblindheit) produzieren und Märchen erzählen sich Katholiken, Reformierte, Orthodoxe, auch sie haben keine Letzten Grund, sich zu trennen, nur, zusammenzusein. Doch die ursprüngliche Ökumene der neujüdischen Sekte von Jeshua war ebionitisch, und die verdrängten und vernichteten die „erfolgreichen“ realpolitischen Paulinisten, sie ersetzten das wahre, das originale, naive Testament durch das listigere und lügenhaftere „Neue“ -dennoch:  das originalchristliche oder Ebionitische Christentum wäre das wahre. Noch „wahrer“ aber ist, die Änigma sagte nicht, du bist Muslim, du bist Christ. Sie schrieb und sagte: Muslim – Du bist Philosoph. Christin – Du bist Philosophin, Buddhist – du bist Philosoph – Hindu – du bist Philosoph. Sie hat offenbar keinen Sinn oder keine Geduld für die allzumenschlichen Streitereien unter den Grosssekten und zwischen ihnen. Sie macht Tabula Rasa. Ihr seit Philosoph, Philosophin – glaubt es, ich weiss es, sie verkündete es! (klingt pathetisch oder bombastisch oder verrückt – war und ist aber so. Ende).

24.09.2519

Ganz ohne Geschwätz: verglichen mit mir ist Luther ein Schwätzer. Von den Päpsten müssen wir gar nicht reden. Sie alle kanonisierten sich mit dem Paulinismus in die Leere (und Lüge).

23.09.2519

Auch Sterben ist privilegiert. Wir verschwinden ja nicht ins Nichts und wir entstanden nicht aus dem Nichts. Auch wenn das etwas bitter klingt. Aber das, was immer Nichts war, davon sind wir unendlich weit entfernt.

22.09.2519

Der Kooperationskapitalismus und die Änigmatische Bewegung passen deshalb so gut zusammen, weil kein Eiferertum (auch kein ökonomisches) sie beherrscht, sondern Gelassenheit und Sympathie für unsereins, die in der Auserlesenheit nicht nichts zu sein, ein privilegiertes Dasein leben und, alle gleichermassen, vor einer letzten Prüfung, der Kehre, der Einkehr, der Rückkehr stehen. Kooperationskapitalismus ist die Wirtschaft unter Freunden und Freundinnen – nicht von blanken Konkurrenten -, in der jeder soweit auf alle anderen achtet, dass keiner von Bord fällt, dass keine/r untergeht.

21.09.2519

Dass die zwei abrahamischen Grosssekten (2 u. 3) „Eiferer-Religionen“ sind, das konstatierte Sloterdijk zu Recht, wobei die christliche sich ihren Zahn im Laufe der Jahrhunderte fast vollständig gezogen hat, ausser in Randgebieten wie in Irland, wo tatsächlich noch Reformierte und Katholiken sich meinen beharken und mit Mauern isolieren zu müssen…. Käme die Änigmatische Bewegung – ist es denn einmal eine geworden – in die Situation der Notwehr gegenüber diese